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Kanem
07.09.2004, 11:16
...oder "Ein Beginner auf Wanderschaft" :D

Land: Schweden
Region/Kontinent: Nordeuropa

Seit freitag Abend bin ich von meinem fast 3-wöchigen Trip auf den Bohusleden zurück.
Es war trotz des etwas wechselhaften Wetters herrlich.

Gratulation noch an die Macher von Nordwanderer.de!
Alle Wanderer, die ich auf dem Leden getroffen hab (na gut, waren insgesamt bloß 8 ;)), haben sich von dieser Seite inspirieren lassen.
(@ Rico, Jens, Basti: lest ihr das zufällig?)

Bericht folgt (irgendwann...)!

Gruß Kanem

So, hier ist mal der Bericht für meine erste Reisewoche.
Viel Spaß beim lesen!

16.8. Anreise
Abflug 12:15 Uhr vom Flughafen Frankfurt;
Ankunft Göteborg 13:30 Uhr
Im Schuttlebus nach Göteborg, dann ins Turistbyrå am Kungsportsplatsen.
Dort bekomme ich die Adressen von mehreren Jugendherbergen und mache mich auf die Suche.
Zunächst irre ich eine ganze Weile durch die Stadt (...die einen nennen es Stadtbesichtigung, die anderen sich-verlaufen-haben... ;)), bis ich endlich an das Vandrarhem auf der Masthuggsterrassen komme. Allerdings macht dir Rezeption erst um 6 auf, also geht's zurück zum Mini-Hotel, wo ich zuvor schon vorbeigekommen bin. Ich lerne zwei Norweger kennen, die genau wie ich Probleme haben, dort die Tür aufzubekommen. Als wir endlich drin sind: sämtliche Zimmer sind belegt. Daher nochmal retour zum Vandrarhem und warten bis es seine Pforten öffnet. Zum Glück ist heute der erste Tag der Nebensaison, sonst hätten wir wohl auch hier kein Zimmer mehr bekommen (Lehre fürs Nächste mal: vorher reservieren!). Preis für eine Nacht im 6er-Zimmer: 160 sek.
Abends schaue ich im Gemeinschaftsraum noch etwas Olympia, da ich wohl den Rest völlig verpassen werde. Leider: „deutsche Schützin verfehlte die Goldmedaille.“ ;)

17.8. Ab auf den Leden!
Gegen 11:45 Uhr steige ich in den Bus nach Kungälv.
Auch hier wieder erst mal zur Turistinformation, da die Broschüre zum Bohusleden in Göteborg ausverkauft war. Ich werfe von weitem einen Blick auf die Festung, dann laufe ich in Richtung Stadtmitte zu Göteborgs Kex. Hmm, lecker!
Ich habe vor, durch die Stadt zur Vindskydd zu laufen. Dies stellt sich als schwieriger heraus als angenommen. Nach 2 ½ Stunden mehr oder weniger ziellosen Herumirrens in Kungälv gebe ich auf und begebe mich zurück zum Turistbyrå, um von da aus den Bohusleden entlang zu gehen. Erschöpft und mit einigen Schmerzen von der ungewohnten Belastung durch den Rucksack erreiche ich endlich die Vindskydd. Sie ist oberhalb eines (zu dieser Jahreszeit natürlich stillgelegten) Skiliftes gelegen, und am Weg der hier vorbeiführt kommen dauernd Jogger und Spaziergänger vorbei. Aber die Aussicht ist gut (Naja, mehr oder weniger. Aber irgendwas positives musste die Hütte ja haben! :D). Außerdem ist hier in der Nähe kein Trinkwasser vorhanden. Daher laufe ich nochmal nach Kungälv hinein (und stelle fest, dass ich vorher bis auf vielleicht 50 m an die Hütte ran gekommen war! Ärgerlich!) und kaufe welches im nächsten ICA.
Nachts beobachte ich einige Fledermäuse, die draußen jagen.
„Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.“

18.8. Der erste „richtige“ Wandertag
Um 10:15 Abmarsch von der Hütte Kungälv.
Knapp 20 km liegen vor mir. Anfangs geht sich's mit besser gepacktem Rucksack recht angenehm. Auch der Weg gestaltet sich zunehmend interessanter. Am See Romesjön mache ich eine längere Pause, die ich zum baden und Kleider waschen verwende. Weiter geht's, und gegen 17:00 Uhr komme ich ziemlich kaputt an der Vindskydd in Grandalen an.
Auch hier: kein Wasser. Zum Glück habe ich damit gerechnet und 3 Liter Seewasser aus dem Romesjön mit mir herum geschleppt. Es liegt genügend Holz für ein kleines Lagerfeuer herum. Außerdem gibt es in dieser Hütte ein Hüttenbuch, in dem ich mich natürlich gleich verewige. Um diese Jahreszeit scheinen nur noch Deutsche hier entlangzukommen. Kurz darauf beginnt es zu regnen. Ich verziehe mich in meinen Schlafsack und bin froh, dass ich ein Buch und eine Stirnlampe dabei habe, die sich als wirklich praktisch erweist.

19.8. Die Karawane zieht weiter...
Die ganze Nacht regnet es. Und auch beim aufwachen sieht es nicht nach einer Besserung aus. Daher bleibe ich faul noch ein Weilchen liegen. Und habe Glück: Gerade als ich ziemlich wasserdicht verpackt aufbrechen will, hört der Regen auf. Da alles noch nass ist schaden Regenjacke und -hose aber auch nicht.
Der Weg gestaltet sich streckenweise anspruchsvoll (zumindest aus Anfängersicht wie meiner), mit einigen schönen Ausblicken über die Landschaft. Ich treffe eine Mini-Eidechse und mehrere Blaubeeren. :popcorn:
Schon von weitem erkenne ich, dass die Vindskydd in Bottenstugan von zwei deutschen Wanderern mit Hund in Beschlag genommen ist. Das Trio war mir schon in Kungälv begegnet. Aber da die Wolken gegen Mittag aufgerissen waren und eine hübsche Wiese sich geradezu dazu anbietet, stelle ich mein Zelt auf. Ich will es ja nicht die ganze Zeit umsonst mit mir herumtragen.
Später bade ich im nahen See Ålevatten, abends sitze ich noch eine Weile mit Rico und seiner Freundin (oder Frau? Ich hoffe ich erzähle hier nichts falsches!) am Lagerfeuer. Wie ich sind auch sie Neulinge auf ihrer ersten größeren Tour. Und kamen ebenfalls durch nordwanderer.de auf diesen Weg.

(OT: Apropos Zelt:
Ich habe die „Dackelgarage“ Gossamer von JW. Schön leicht (1,55 kg), der Platz ist für eine Person zum schlafen mehr als ausreichend (bei zwei wird's dann wahrscheinlich wirklich kuschelig...;)). Dass ich den Rucksack nicht mit hereinnehmen kann hat mich nicht so sehr gestört (Ich habe ihn in einem großen Müllsack wasserdicht verpackt und draußen gelassen. Das was man braucht kann man neben sich und am Fußende verteilen. Auf einem Campingplatz allerdings möglicherweise etwas problematisch... Kleinere Personen würden den RS aber wahrscheinlich am Fußende unterbringen). Dumm ist nur dass die Apsis gerade ausreicht, dass die Schuhe trocken bleiben. Wenn man im Zelt liegt und davor kocht regnet es halt ein bisschen in die Suppe. Außerdem muss man akrobatisch veranlagt sein, wenn man sich drin umziehen will. Aber es geht! Auch ich mit meinen 1,87 m hab's geschafft :D)


20.8. Die schönste Etappe der ganzen Tour!
Als ich aus meinem Zelt krabble sind die anderen schon weg. Ich bin ziemlich unmotiviert und fühle mich nicht so gut. (Möglicherweise dadurch verursacht, dass ich tags zuvor zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen habe)
Erst gegen 11:00 Uhr kann ich mich aufraffen, die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. Das Wetter ist gut, aber sehr windig.
Der Weg ist sehr ansprechend. Besonders als ich in das Naturreservat Svartedalen komme. Hier wird er dann auch recht anspruchsvoll, dauernd auf und ab, mit einigen knackigen Klettereinlagen. Aber die beeindruckende Landschaft entschädigt für einiges. Ich finde viele Blaubeeren und kann ein Reh ziemlich aus der Nähe beim trinken beobachten.
Gegen 15:30 Uhr komme ich an die Vindskydd am Lysevatten. Ganz neu, sie stinkt sogar noch nach der Holzimprägnierung. Die alte ist nämlich halb zusammengebrochen.
Die Hütte liegt direkt am See. Dort starte starte ich einen Angelversuch. Schon nach wenigen Würfen beißt etwas an: eine schöne Forelle! Ich ziehe sie gerade aus dem Wasser, als Ivo, der Schäferhund von gestern, um die Ecke biegt. Sein Herrchen und sein Frauchen kommen kurz darauf an. Sie haben sie haben aus versehen eine Extrarunde gedreht. Rico hilft mir beim erlegen des Fischs. Und da es für mich alleine zu viel ist gebe ich ihm gerne ein Stück ab. Später in Alufolie über dem Lagerfeuer gegrillt... mit Salz und Pfeffer... Hmm, lecker!!! (Fehlt nur noch etwas Baguette. Aber man kann ja nicht alles haben...;)) Nur Ivo guckt traurig, weil er nichts abbekommt.
Später sitzen wir noch lange am Feuer.

(OT: Ein Wort zum Angeln:
Bei meiner nächsten Tour werde ich wohl keine Angel mehr mitnehmen: Zumindest am Bohusleden war es schwierig bis unmöglich, unterwegs an Angelkarten für die Gewässer zu kommen (um ehrlich zu sein: an diesem Tag hatte ich keine...:( ). Außerdem ist das Angeln, wenn man unterwegs ist, eigentlich nur abends sinnvoll, denn was macht man mit einem Fisch, den man z. B. morgens fängt? Ich zumindest trage keinen Kühlschrank mit mir herum;). Und für die Zubereitung ist ein Lagerfeuer fast unumgänglich. Deshalb rechtfertigt der Nutzen den Aufwand und das Mehrgewicht meiner Meinung nach bei weitem nicht)

21.8. Erster Einkaufstag
10:40 Uhr breche ich auf. Endlich mal ein Tag mit viel Sonne, aber es ist immer noch sehr windig.
Der Weg geht anfangs fast querfeldein, auf einem Stück das erst vor einiger Zeit abgeholzt wurde verlaufe ich mich beinahe. Ich komme an einem „Skiclub“ vorbei (mitten im Wald und Flachland – ich war erstaunt). Erst später stelle ich fest, dass es hier um Wasserski geht.
Nach gut 2 km erreiche ich die Straße nach Lila Edet. Was sich bei nordwanderer.de wie ein kleiner Abstecher anhört entpuppt sich als gut 20 km Umweg immer auf zum Teil (nach schwedischen Verhältnissen) stark befahrenen Straßen. Das zieht sich... Ich halte eine Weile lang den Daumen raus, aber niemand nimmt mich mit.
In LE Einkaufen: in Schweden sind Müsliriegel scheinbar unbekannt! :(
Auch auf dem Rückweg will mich keiner mitnehmen. Also wieder auf Schusters Rappen, und der Rucksack scheint plötzlich das doppelte zu wiegen... Erst nach 18:00 Uhr und schon wieder ein ganzes Stück auf dem Leden finde ich einen guten Zeltplatz auf einer Wiese. Später liege ich im Zelt und lese bzw. ich denke über die Zukunft nach, wie es mir ein schwedischer Dachdecker unterwegs empfohlen hat.
Von der langen Etappe bin ich ziemlich platt . Ich beschließe, mich am nächsten Tag auszuruhen.

22.8. Ausruhtag
Ich gehe nur ca. 4 km zur Vindskydd Bremseviken am Store Väktor. Aufbruch um 10:40 Uhr, kurz vor 12:00 Uhr bin ich da. Ich hänge eine Weile herum, erkunde die Gegend, wasche meine Wäsche und mich selbst. Nachher sonne ich mich auf den Felsen am See. Zum Glück liegen diese windgeschützt, denn über die Hügel bläst eine recht kräftige Brise.
Als ich gerade zu Abend esse, kommen Jens und Bastian an, 2 Studenten aus Dresden, die sich wie ich auf ihrer ersten Tour befinden. (Und wie kamen sie auf den Bohusleden? Nordwanderer.de:D)
Wir machen ein Lagerfeuer und berichten uns gegenseitig von unseren bisherigen Erlebnissen.
Nach und nach ziehen die Wolken weg, der Wind schläft ein. Eine sternklare Nacht. Wunderschön anzusehen, aber leider wird's auch saukalt. Hier zahlt es sich aus, dass ich meinen dicken Schlafsack mitgenommen habe (Komfortbereich laut Packungsbeilage bis -1°C). Das Ding wiegt immerhin auch fast 1,5 kg.
Um die Kälte etwas abzuhalten basteln wir Jens Zeltunterlegplane vor die Öffnung der Skydd. Dann kuscheln wir uns zu dritt in die Vindskydd, die höchstens für 2 Personen konzipiert war.


So weit erst mal. Der Rest kommt, sobald ich Zeit finde.
Gruß,
Kanem

Ich habe mal ein paar Bilder von meinem Trip online gestellt:

http://bohusleden2004.dr.ag/Bilder/

Manche gehen scheinbar nicht :(
Ich arbeite dran

Kanem

Wie versprochen, hier der bericht von der 2. Woche meines Urlaubs:

23.8. Und abends ein Fußballspiel
Ein vorbeikommender Schwede erzählt uns, dass es in der Nacht +/- 0°C hatte. Aber die Sonne wärmt uns wieder auf. Ich wage mich sogar kurz in den See. Brr... Gegen 11:00 Uhr verabschiede ich mich von Jens und Bastian, die heute nach Uddevalla zum Einkaufen trampen wollen. Da werde ich wohl erst Übermorgen vorbeikommen. Der Weg ist bis auf ein paar nasse Stellen am Anfang eher langweilig, da die meiste Zeit Landstraße. Dafür komme ich gut voran.
So um 16:30 komme ich an die Vindskydd Stenshult. Sie liegt direkt an einem Sportplatz. Das ist landschaftlich nicht besonders hübsch, hat aber andere Vorteile ;). Jetzt dämmert mir auch, warum auf den letzten Kilometern der Weg mit Straßenlaternen ausgestattet war: von hier aus starten mehrere Langlaufloipen.
An der Hütte sind schon mehrere Leute, als ich ankomme. Es handelt sich um 2 Pärchen aus Deutschland, die den Bohusleden von Strömstadt aus in Angriff genommen haben. Sie haben hier Mittagspause gemacht und sind gerade am Aufbrechen. Daher unterhalten wir uns nur kurz, um die notwendigsten Streckeninfos auszutauschen.
Als sie weg sind esse ich erst einmal eine Kleinigkeit und nutze das Wasser aus der Leitung, um mal wieder meine Klamotten zu waschen. Allerdings bekommen trotzdem diesen seltsamen Geruch. Ich komme zu dem Schluss, dass es an der Kernseife liegt.
Auf dem Sportplatz findet heute ein Fußballspiel statt. Nette Abwechslung. Ich gucke natürlich zu. Als ich kurz zur Skydd zurückgehe, um etwas zu holen, kommen Jens und Bastian an. Das mit dem Trampen hatte nicht geklappt, also sind sie weitergelaufen.
Wir schauen das Spiel zu Ende und kicken mit einem herumliegenden Ball. Dann Abendessen.
Danach suchen wir Holz und machen ein schönes Lagerfeuer. Darauf kochen wir Tee und als besonderen Genuss heisse Schokolade!
Ein wahnsinns Sternenhimmel!

24.8. Und dann liefen sie zu drein...
Wir frühstücken in der Sonne auf der Terrasse des Vereinsheims. Wir dürfen die Küche zum Wasser kochen benutzen und bekommen sogar jeder ein Stück Kuchen geschenkt!
Pünktlich um 11:00 Uhr laufen wir gemeinsam los.
Allzu aufregend ist der Weg nicht, da tut etwas gut, sich auch mal unterhalten zu können.
Leichte Verwirrung, als wir unter einer Autobahn durchmüssen, die nicht in unserer Karte verzeichnet ist. Danach gibt es eine kurze Diskussion, als der Weg sich gabelt. Da ein Schild falsch steht, laufen wir zunächst in eine völlig falsche Richtung. Letztendlich entscheiden wir uns dafür, die etwas kürzere westliche Route zu nehmen. Diese führt durch ein kleines, aber recht interessantes Naturreservat mit einem „Bach mit mehreren Wasserfällen“ (Ziemlich unspektakulär. Wurde dadurch bei uns zum Running Gag), über Pferdekoppeln und Kuhweiden nach Uddevalla hinein. Hier fotografiert uns ein glücklicher Lokalreporter, der an einem Bericht über den Bohusleden arbeitet. Scheinbar sind wir die ersten Wanderer, die heute hier vorbeikommen.
Wir halten uns nicht lange in der Stadt auf. Über die als Sehenswürdigkeit geltenden Hügel aus Muschelkalk laufen wir weiter. Gegen 17:00 Uhr kommen wir an den See Bjursjön, an dem wir heute Nacht zelten wollen. Leider ist alles ziemlich von der Zivilisation erschlossen. Zum Glück ist Nachsaison, allzu viel los ist nicht mehr. Auf einer Wiese an einem Badeplatz stellen wir unser Zelt auf. Wir werden wohl niemanden stören (und auch nicht gestört werden), da es begonnen hat, leicht zu regnen. Ich begebe mich trotzdem kurz ins Wasser, nass bin ich dann ja eh.
Als Abendessen habe ich Instant-Gulaschsuppe, die gar kein Fleisch enthält... :kotz:
Jens freundet sich mit einigen Enten an.
Heute habe ich laut seiner Berechnung die 100 km Marke hinter mir!

25.8. Regen ohne Ende; oder Einkaufen, Teil 2
Aufbruch gegen 11:30, da wir uns bei dem schlechten Wetter (der Nieselregen wird immer nur kurz unterbrochen, durch heftigere Schauer :( ) nicht wirklich motivieren können.
Zunächst laufen wir nach Uddevalla hinein, um einzukaufen.
Enttäuschung Nr. 1: ich bekomme keine Gaskartusche für meinen Kocher. Naja, die alte hält noch eine Weile, und zur Not könnte ich den Trangia von Basti und Jens mitbenutzen.
Wegen dem Regen verzichten wir darauf, dem Bohusleden durch ein Moorgebiet zu folgen und gehen lieber ein Stück die Straße lang.
Dann geht's durch ziemlich feuchte Wiesen und Wald. Langsam sickert Wasser von ober in meine Schuhe.
Kurz vor Hällestugan rasten wir kurz in einem Holzschuppen, der zu einer Naturskola gehört.
Wir laufen weiter, in der Überzeugung, bald die in der in der Karte verzeichnete „Hütte/Hüttendorf“ zu erreichen. Aber als wir dort ankommen erleben wir die zweite Enttäuschung: die „Hütte“ ist von einer Schulklasse belegt, wir müssen weiter. Wir sind uns nicht einmal sicher, ob man hier normalerweise übernachten kann. (Allerdings hat hier diese Woche die Schule wieder angefangen. Vielleicht ist das in der Hauptsaison anders?)
Auf Zelten hat bei diesem Regen keiner von uns Lust. Der nächste Unterstand befindet sich laut Karte etwa 4 km weiter. Wir stapfen weiter, wobei der Weg durch das viele Wasser teilweise mehr einem Bach ähnelt.
Als wir endlich an die verzeichnete Stelle kommen, befindet sich dort keine Vindskydd. Also versuchen wir unser Glück ein Stück weiter, wo wieder eine „Hütte/Hüttendorf“ stehen sollte. Und wieder finden wir eine Schulklasse vor :( .
Auch die nächste Vindskydd finden wir nicht.
Zum Glück ist die Hüttendichte in dieser Gegend ziemlich hoch, so dass wir noch eine vierte Chance haben. Nach geschätzten gut 20 km kommen wir dort auch endlich an. Leider wartet hier die dritte große Enttäuschung an diesem Tag auf uns: Der Unterstand ist winzig, hat keinen Boden, und das Dach ist auch nicht mehr besonders dicht. :kotz:
Da uns nicht viel anderes übrig bleibt stellen wir unsere Zelte auf. Den Unterstand benutzen wir nur dazu, unsere nassen Sachen aufzuhängen. Allerdings ist der Trocknungseffekt minimal.
Als ich dann auch noch feststelle, dass mein Schlafsack trotz Regenhülle im Rucksack ziemlich nass geworden ist ( :bash: ), ist meine Stimmung endgültig auf dem Tiefststand.
Ich verziehe mich in Zelt und Schlafsack, weil das wohl immer noch die wärmste Alternative darstellt. Außerdem bekomme ich ihn dadurch vielleicht etwas getrocknet...
Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Wetter bis morgen bessert.

26.8. Eine neue Hoffnung ;)
Alles ist noch feucht, aber der Regen hat aufgehört. Wenig motiviert wie wir sind kommen wir erst nach 12:00 Uhr los.
Der Weg ist schön, auch wenn er streckenweise durch ziemlich feuchte Gebiete führt. Wir passieren eine Stelle, an der Biber am Werk waren und einige Bäume gefällt haben. Einen Vertreter dieser Gattung bekommen wir leider nicht zu Gesicht, nicht einmal eine Biberburg.
Mittagspause machen wir an einer schön gelegenen Vindskydd. Auch das Wetter wird langsam besser.
Heute wollen wir in die „Übernachtungshütte“ in Modalen. Bis dahin ist es ein ganzes Stück, anfangs durch den Wald, später auf Forstwegen und Straßen. Kurz vor 18:00 Uhr kommen wir an. Zuerst hängen wir unsere Kleider auf, die immer noch nass sind. Auch unsere Zelte werden zum trocknen aufgestellt. Wir sind begeistert: es gibt sogar Betten, auch wenn sie etwas kurz sind.
Dann beobachten wir erstaunt, wie zunächst ein Auto, dann immer mehr Leute mit Kindern ankommen. Wir fürchten schon, dass wir unser Nachtlager wieder Räumen müssen, denn es handelt sich (mal wieder) um eine schwedische Schulklasse auf Klassenfahrt. Zum Glück gibt es in der Hütte aber zwei Räume. In dem kleineren, in dem sowieso nur drei Betten Platz haben, können wir bleiben.
Jens und ich laufen los, um aus der nahen Entnahmestelle Trinkwasser zu holen. Danach kochen wir unter den neugierigen Blicken der Kinder unser Abendessen.
Der Lehrer prophezeit für die nächsten Tage wechselhaftes Wetter mit Regen.
Daher sind wir unentschlossen, was die weitere Planung angeht.
Aber das hat Zeit bis Morgen. Wir ziehen uns in unser Zimmer zurück und versuchen, trotz des Lärms einzuschlafen.

27.8. Einkaufen auf schwedisch, Teil 3
Nachdem die Kinder uns schon viel zu früh aus dem Schlaf reißen lassen wir's gemütlich angehen. Gegen 11:00 Uhr brechen wir auf, erst mal bis zur nächsten Vindskydd, die nur etwa 2 km entfernt ist. Bastian und Jens wollen nämlich eigentlich einen Ruhetag einlegen. Das Wetter ist mittelprächtig, erst gegen Nachmittag erwarten wir Regen.
An der Hütte dann Diskussionen:
Ich will auf jeden Fall nach Munkedal einkaufen für die restlichen Tage auf dem Leden. Danach ist es dann allerdings recht weit bis zum nächsten Unterstand. Also entweder Gepäck hier zu lassen und am Abend wiederkommen oder einkaufen und weiterlaufen. Bei Jens und Basti geht es um bleiben oder laufen.
Die unsicheren Wetteraussichten machen eine Entscheidung auch nicht leichter.
Diese Vindskydd ist allerdings nicht besonders hübsch gelegen. Daher kann ich zunächst Bastian und schließlich auch Jens überzeugen mit mir weiterzuziehen.
Die nächsten beiden Kilometer sind mal wieder von der interessanteren Sorte. Besonders die Hängebrücke gefällt mir.
Dann verlassen wir den Bohusleden in Richtung Munkedal.
Wir passieren einen Fahrrad- und Angelladen. Der hat zwar gerade Mittagspause, allerdings auch die benötigten Schraubkartuschen für meinen Kocher.
Ein Stück weiter finden wir einen Konsum. Beim Betreten Erstaunen: Menschenmassen mit übervollen Einkaufswägen, dafür halbleere Regale.Und die Schlange an der Kasse reicht durch den halben Laden. Der Grund, wie wir kurz darauf erfahren: Der Laden macht zu, es gibt alles zum halben Preis. Schade dass wir das Zeug tragen müssen, sonst hätte man die eine oder andere schwedische Leckerei mitnehmen können. So aber suchen wir nur zusammen, was wir benötigten und stellen uns dann abwechselnd in der Schlange an. Mehr als 1 ½ Stunden für vielleicht 15 Meter. So langsam war ich schon lange nicht mehr unterwegs. :D Ich habe zwischendurch Zeit genug, mir meine Gaskartusche zu besorgen.
Endlich können wir weiter. Hinter uns ballen sich Regenwolken zusammen, der eine oder andere Tropfen ist auch schon gefallen. Es ist schon recht spät ist und der Weg noch weit.
Um schneller voranzukommen ersetzten wir daher das nächste Stück des Leden durch Landstraßen. Wir kommen durch eine landwirtschaftlich geprägte, aber trotzdem recht ansehnliche Landschaft. Vorbei an Hügelgräbern aus der Eisenzeit und einem siloähnlichen Metallzylinder, dessen Funktion wir allerdings nicht herausbekommen.
Heute haben wir Glück:
Die Vindskydd ist wunderschön gelegen, direkt am großen Kärnsjön, und das Wetter hält auch bis nach dem Abendessen.
Ich gehe mal wieder baden (Brrr!). Außerdem halte ich meine Angel etwas ins Wasser, aber die Fische machen sich rar.
Später beginnt es zu regnen, daher gehen wir bald schlafen. Nachts bekommen wir Besuch von einem Fuchs, der um unsere Hütte schnüffelt. Er scheint an Wanderer gewöhnt, denn er lässt er sich nicht allzu sehr stören, auch als ich hinter der Plane, die wir wieder vor den Eingang gehängt haben, vorschaue und ihn mit der Taschenlampe anleuchte.

28.8. Der zweite Ausruhtag
Die Vindskydd gefällt uns sehr gut, und bei Jens und Basti war ja sowieso ein Tag Pause eingeplant. Auch bei mir spricht nichts dagegen, also bleiben wir heute am Kärnsjön. Bis auf einige kurze Schauer ist das Wetter ok, aber mal wieder ziemlich windig. Ich wasche einen Großteil meiner Kleider, die im Wind sehr schnell trocknen.
Später teste ich die aerodynamischen Eigenschaften meines Zeltes, als ich es in dem Wind halte, um die letzte Feuchtigkeit herauszubekommen. Leider habe ich nicht genug Schnur dabei, um es steigen zu lassen. Einen Zelt-Drachen hat nicht jeder... ;)
Einen Badeversuch breche ich schnell wieder ab und erkunde lieber die nähere Umgebung. Ich finde einen gut erhaltenen Blinker, den ich auch gleich teste. Die Fische haben bei diesen sturmähnlichen Bedingungen aber scheinbar keinen Appetit. Also gibt's heute Abend wieder Tütensuppe mit Nudeln. Wir finden genügend Holz für ein schönes Lagerfeuer. J&B machen darin Folienkartoffeln.

29.8. Laufen, soweit die Füße tragen
Die viele Zeit tut mir nicht gut: bei einem Experiment mit dem Frühstück brennt mir das Müsli an... :roll:
Kurz nach 12:00 Uhr geht's dann los. Erst ein Stück durch den Wald und dann Straße, Straße, Straße. Geschätzte 25 km weit, weil sich zwischendurch keine geeignete Übernachtungsmöglichkeit bietet.
Als ein Schild auf einen Aussichtspunkt hinweist laufe/jogge ich ohne Gepäck hin. Ist aber nicht besonders spektakulär.
Wir versuchen es mal wieder mit trampen, und immer noch will uns niemand mitnehmen. Dafür bewundern wir die Dimensionen der Zusatzleuchten, die hier die Stoßstangen vieler Autos zieren.
Zum Ende der Etappe hin wird die Strecke wieder interessanter, als wir in das Naturreservat Bredmossen und hinterher in (auf?) das Kynnefjäll kommen. Bei der (inzwischen nicht mehr besetzten) Vaktstugan in Lunden machen wir noch einmal eine Pause, bevor wir das letzte Stück des Weges in Angriff nehmen. Dieser verläuft anders als in der Broschüre verzeichnet, die letzten zwei Kilometer dann auch wieder auf schönen Waldwegen.
Kurz vor der Vindskydd: jede Menge Blaubeeren.
Also erst mal die (wieder sehr schön gelegene) Hütte in Beschlag nehmen, dann erst mal zu Abend essen, schwimmen und, als es schon fast dunkel wird, Blaubeeren pflücken. Dabei finde ich auch drei große Pfifferlinge, die ich als 2. Abendessen anbrate... lecker. Obwohl Jens ziemlich misstrauisch ist.
Ich opfere die eine Handvoll Blaubeeren und versuche daraus mit Milch Blaubeersuppe zu kochen. Das geht gründlich schief, denn die Milch verklumpt zu ziemlich ekligen Klumpen (ich weiß, aber ein anderes Wort ist mir nicht eingefallen). Ich esse es trotzdem...
Wir sind zu müde, um ein Lagerfeuer zu machen. So gegen 22:00 geht's in die Heia
Inzwischen haben wir wohl mehr als 150 km zurückgelegt!


Der Rest kommt auch noch. Irgendwann... ;)
Gruß,
Kanem

So, jetzadle:

30.8. Die Elche müssen im Urlaub sein
Als ich aufwache: Regen!Aber bis wir aufstehen hat es wieder aufgehört.
Dann bummeln wir ziemlich herum, bis wir kurz vor 12:00 Uhr weiterziehen. Der Weg geht am See entlang, wodurch wir nochmal einen Blick zurück auf unsere Vindskydd werfen können. Dann durch lichten Wald, Heide- und Sumpfgebiet. Ich bin mir sicher, dass hier auch Elche wohnen, aber zu sehen bekommen wir keinen.
Nach einer Weile bemerken wir hinter uns ein fernes Grollen, ein Gewitter zieht genau in unsere Richtung! Wir laufen schneller und erreichen gerade noch eine Straße mit ein paar Häusern. Dort suchen wir unter einer großen Tanne am Straßenrand Schutz, denn in dem Moment beginnt es zu regnen. Als das Wasser dann aus den Zweigen tropft bauen wir uns aus Jens Zeltunterlegplane ein Behelfsdach. So verbringen wir eine ziemlich unbequeme halbe Stunde. Als es nur noch ganz leicht nieselt gehen wir weiter.
Bis zu unserem Ziel, der Übernachtungshütte in Vaktarkullen, sind es noch etwa sechs Kilometer. Wieder geht es durch Wald und Moor. Schade dass wir die tolle Landschaft des Kynnefjälls wegen der Nässe nicht voll genießen können.
Die Hütte gefällt uns sofort: sie ist gemütlich, es gibt einen Ofen mit genügend trockenem Brennholz, und diesmal ist keine Schulklasse anwesend. ;)
Den Ofen testen wir natürlich sofort. Als er schön brennt gibt's einen kleinen Imbiss zur Stärkung.
Später laufe ich mal wieder draußen herum, um mir die Gegend anzuschauen. Theoretisch steht zu diesem Zweck direkt neben der Hütte ein Aussichtsturm, leider sieht man von oben außer Bäumen nicht viel. Wieder finde ich eine gute Stelle für Blaubeeren. Tolle Nahrungsmittelergänzung, gleich einsameln...
Nach dem Abendessen vertreiben wir uns die Zeit durch Karten spielen.

31.8. Ausruhtag Nr. 3
Beim Aufwachen: mal wieder Regen. Auch später gibt es immer wieder Schauer.
Die anderen schlafen noch. Ich bleibe im Bett und lese mein Buch zu Ende.
Den Vormittag verbringen wir damit, in der Hütte herumzuhängen.
Es deutet auch alles auf einen Ereignislosen Nachmittag hin, als gegen 14:00 Uhr eine dänische Schulklasse eintrifft, alle klatschnass (ich glaube, wir ziehen die magnetisch an oder so ;) ).
Aber auch diesmal ist unsere Sorge um den Ruhigen Schlafplatz unberechtigt: die Schüler stellen draußen ihre Zelte auf.
Nur ihre nassen Sachen, Kleider, Schuhe, z. T. Schlafsäcke kommen in die Hütte zum Trocknen.
Nachmittags gehe ich im Kynnefjäll spazieren. Leider kann ich weder Jens noch Basti dazu überreden, mitzukommen.
Erst an den Stora Holmevatten, wo auch eine Vindskydd steht, dann in Richtung Kasebo, wo wir morgen auf dem Weg zum Bus vorbeikommen werden. Noch einmal genieße ich die schöne Landschaft, noch einmal stapfe ich durch Pfützen und halbe Bäche, wieder sehe ich keinen Elch...
Als ich zurück an der Hütte bin vertreiben wir uns die Zeit bis zum Abendessen wieder mit Karten spielen und lesen, auch den Abend verbringen wir ähnlich.

1.9. Unser letzter Wandertag!
Wir stehen für unsere verhältnisse recht früh auf (8:30 Uhr), packen und verlassen um 10:00 Uhr die Hütte.
Heute ist klasse Wanderwetter.
Die nächste Bushaltestelle ist in Söbbön verzeichnet, ca. 8 km von Vaktarkullen entfernt. Um 11:45 sind wir dort. Wir müssen allerdings feststellen, dass der nächste Bus erst in 4 Stunden fährt.
Nachdem wir eine Weile unentschlossen herumgesessen sind stellen wir fest, dass wir keine Lust haben, so lange zu warten. Statt dessen wollen wir nach Hedekas, den nächsten größeren Ort, laufen (nochmal 10 km...).
Immer der Straße nach, wir kommen schnell voran. Auch wenn uns mal wieder keiner mitnimmt.
Wir haben riesen Glück, denn kaum eine Viertelstunde nachdem wir dort sind geht ein Bus in Richtung Munkedal.
Dort umsteigen nach Uddevalla. Nach erneutem Umsteigen dort sitzen wir endlich in dem Bus, der uns nach Göteborg bringt.
Es ist etwa 17:00 Uhr, als wir am Nils-Ericson-Busterminalen aussteigen.
Ich verabschiede mich von meinen Reisegefährten, die versuchen wollen, noch heute mit der Fähre nach Hause zu fahren. Dann schlendere ich durch die Nordstan-Mall, denn ich brauche noch schwedische Kronen. Was nützt der Euro, wenn man wo anders hinfährt? Zum Glück gibt's EC-Karten...
Nachdem ich noch eine Probedose Fanta geschenkt bekommen habe mache ich mich auf zur Jugendherberge, in der ich schon bei der Anreise übernachtet habe.
Den Abend verbringe ich dort.
Sport gucken und mit Mitbewohnern labern.

2.9. Sightseeing in Göteborg
Um 10:30 verlasse ich die Jugendherberge, um mir Göteborg anzuschauen.
Ich besichtige zwei Kirchen, dann laufe ich durch die Stadt, bis ich zur Feskekörkan komme, einer Markthalle, wo ausschließlich Fisch verkauft wird.
Dann schlendere ich durch die Einkaufsstraßen, werfe einen Blick auf das Kronhuset, staube in der Mall nochmal eine Dose Fanta ab. Dann wende ich mich in Richtung Götaplatsen. Hier befindet sich das Kunstmuseum von Göteborg. Das schaue ich mir nur von außen an.
In einem Nebengebäude kann man kostenlos in eine Ausstellung irgendeiner lokalen Künstlerin. Naja, man muss es nicht unbedingt gesehen haben.
Auf dem Weg zum botanischen Garten komme ich an der TU von Göteborg vorbei. Aus Interesse gehe ich hinein. Da findet allerdings gerade eine Konferenz der WMS (World Muscle Society. :o Sachen gibt's...) statt. Deshalb gehe ich lieber weiter.
Der botanische Garten ist hübsch angelegt und kostet keinen Eintritt. Hier lege ich mich auf einer frisch gemähten Wiese eine Weile in die Sonne.
Durch den Slottsskogsparken gehe ich langsam zurück zur Herberge. Ich komme am Naturhistoriska museet vorbei. Habe aber keine Lust, mir ausgestopfte Tiere anzuschauen.
Im Vandrarhem esse ich etwas. Später gehe ich an den Hafen und schaue den Sonnenuntergang an.
Zurück in der Herberge lerne ich noch ein paar Landsleute kennen, mit denen ich mich noch ziemlich lange unterhalte.

3.9. Abflug!
Aufstehen 8:30, duschen, Frühstück, packen. Um 10:30 verlasse ich die Jugendherberge.
Per Bahn zur Centralstationen. Im Shuttlebus zum Flughafen stelle ich dann fest, dass ich hier nicht mit meiner Rabattkarte zahlen kann. :bash: Also steige ich wieder aus und suche jemanden, der mir die Karte abkauft. Bis ich den gefunden habe fährt gerade der Bus davon. :grrr:
Also warte ich auf den Nächsten. Ich bin eh viel zu früh dran.
Nach dem Einchecken habe ich noch knapp 2 Stunden, bis der Flieger geht. Die gehen auch vorbei. :sleep:
Das Flugzeug hat etwas Verspätung.
Aber ich bekomme einen Fensterplatz. Noch ein letzter Blick auf die tolle Landschaft, durch die ich zwei Wochen lang 180 km weit gelaufen bin. Die Öresundbrücke sieht von hier oben gar nicht so groß aus...
Von Frankfurt dann per Bahn nach Karlsruhe, wo ich abgeholt werde. Exakt um 20:00 Uhr bin ich wieder daheim.


Das war sie. Meine erste Trekkingtour! In Schweden.
Hat mir super gefallen. Würde ich sofort wieder machen.
Nächstes Jahr vielleicht...

Viele Grüße,
kanem

Nammalakuru
07.09.2004, 18:15
Bericht folgt (irgendwann...)!

... ich hoffe bald. :D

Gruss, Nam ... der in 7-10 Tagen auch wieder auf dem Weg in den Norden sein wird.

Shirkan
07.09.2004, 19:14
Bericht folgt (irgendwann...)!


... ich hoffe bald. :D

Gruss, Nam ... der in 7-10 Tagen auch wieder auf dem Weg in den Norden sein wird.

und dann seiner HP einen weiteren Bonbon hinzufügt. Wohin gehts? ein alt bekanntes Gebiet für dich oder auf zu neuen Ufern ?

Nammalakuru
07.09.2004, 19:44
@shirkan: Igendetwas im Süden. Bin derzeit noch auf der Suche nach einem schönen Weg.

Yogi
07.09.2004, 21:54
Warst du alleine unterwegs? Ist ja immer noch ein besonderer Reiz... (bei mir zumindest).

Ulf

Kanem
08.09.2004, 10:31
Ja, zumindest bin ich alleine los gefahren.
Aber nach einigen Tagen habe ich zwei getroffen, die das gleiche Ziel hatten wie ich. Wir sind dann zusammen weitergelaufen.

Was anderes:
Kennt jemand eine gute Möglichkeit, wie ich meine Bilder online bringen kann?
Lycos Tripod?

Kanem

WildIVAN
08.09.2004, 18:12
Schon lustig, meine Freundin und ich sind am 11.8. nach Göteborg geflogen und am 12. in Kungälv gestartet, also 5 Tage vor Kanem.

Möchte mich an dieser Stelle auch bei allen im Forum und besonders bei nammalakuru für die Infos zum Weg bedanken!!! Wir hatten zwei wunderschöne Wochen auf dem Bohusleden. Und die Passagen die durch die Naturreservate führen entschädigen dicke für manchen Kilometer Straße. Am besten hat uns das Kynnefjäll gefallen, welches auch unsere letzte Etappe war.


In LE Einkaufen: in Schweden sind Müsliriegel scheinbar unbekannt!
Habe in Munkedal die gleiche Erfahrung machen müssen.. :(


22.8. Ausruhtag
Ich gehe nur ca. 4 km zur Vindskydd Bremseviken am Store Väktor

Der Platz am Störe Väktor war herrlich. Wir haben da auch einen halben Ruhetag gemacht, gebadt und die Stille der Landschaft genossen.

Also alles in allem ein herrlicher Weg und wir waren auch froh uns nicht immer pfadlos durchs dickste Dickicht schlegen zu müssen. Mal schaun was als nächstes kommt... :D

Grüße

Jan

P.S.: Nein, wir haben keine deutschen wanderer getroffen. :D Nur Schweden und deutsche Auswanderer, die nun in Schweden leben und am Lysevatten geangelt haben.

Elch
12.09.2004, 22:17
Ein paar schöne Bilder aus Südschweden, die Lust darauf machen in der Gegend auch mal zu wandern. :D
Die kaputten Fotos solltest du nochmal neu auf den Server kopieren. (Falls du es per ftp gemacht hast, dann achte auf den Übertragunsmodus binary.)

Elch

Kanem
13.09.2004, 12:54
Danke, da wäre ich so schnell nicht drauf gekommen.
Jetzt müssten alle gehen.

Gruß,
Kanem

RubbrDug
19.09.2004, 18:02
ich lese noch mit... gehts noch weiter?

Thomas

Kanem
19.09.2004, 19:17
Ja, ein paar Tage kommen noch.
Ich arbeite dran, hab aber zur Zeit wenig Zeit.

Viele Grüße,
Kanem

RubbrDug
19.09.2004, 22:18
freue mich drauf! Hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass ich mir in Schweden auf dem Bohusleden wahrscheinlich die gleiche Ungarsk Gulaschsupp (oder so) gekauft habe, in Ermangelung anderer Trockenmahlzeiten in schwedichen Supermärkten. Habe die erst am vergangenen Wochenende zuhause zubereitet - uh, welch ein Geruch.

"Und dann geben Sie das ganze unter ständigem Rühren in den Ausguss."

Thomas

Kanem
19.09.2004, 23:04
Genau die! Hab sie trotzdem gegessen. Mit viel Brot...
Aber am Ende konnte ich den ganzen Tütenfras nicht mehr sehen.
Muss das nächste mal wohl für ein bisschen mehr Abwechslung sorgen.

Kanem

Fjaellraev
20.09.2004, 18:22
Aber am Ende konnte ich den ganzen Tütenfras nicht mehr sehen.
Muss das nächste mal wohl für ein bisschen mehr Abwechslung sorgen.

Da kann ich nur etwas empfehlen: Blå Band Fertigmahlzeiten. :) In Göteborg in den Sportgeschäften (zB. Naturkompaniet) erhältlich. Mit ein paar Snabbmakroner (3 Minuten Nudeln) gestreckt auch für den grossen Hunger geeignet. Und durch die wechselnden Sorten wird man des Tütenfrasses nicht ganz so schnell überdrüssig.
Ich hatte auf der Sarek-Tour für jeden zweiten Abend so eine dabei.

Gruss
Henning

30.01.2005, 11:52
und am schönsten ist dort die Küste-
muss man nur Kajaks benutzen- da empfehle ich z.B. http://www.orust-kajak.se/, sind sehr nett und haben vor allem eine Fibel mit guten Zeltplätzen herausgegeben.
Bilder von einer Bohus- Paddeltour Juni 2004 :
http://www.im-faltboot.de unter Touren/Bohus.
Aber den Wanderweg muss ich auch mal machen ;)

Peter