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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trouble mit dem Schraubenzieher (beim MSR Dragonfly)



Waldhoschi
06.09.2004, 11:22
Ich habe dieses Jahr meinen Liebling, den MSR Dragonfly mal wieder einen Monat lang sehr böse gequält. Mit allen nur erdenklichen mießesten Brennstoffen und so weiter und so fort. Ich bbin immer noch begeistert. Wie am ersten Tag "fährt" er hoch. Ich habe sogar die neue Pumpe dafür. Und jetzt passiert das: Ich bekomme die Düse (Fuel) nicht mehr ausgetauscht. Festgebacken, festgebrannt, keine Ahnung. Während der Tour habe ich es irgendwie versucht, mit dem Ergebnis, dass das Werklzeug verbog. Öl bringt nichts. Was kann ich da machen? hat jemand das gleiche Problem?

Weitere Frage: Mittlerweile weiss ich, die Treibstoffzuleitung ist absolut stabil und Robust. Aber woraus besteht sie eigentlich unter dem Messinggaze? Kunststoff? Das erklärte ie Flexibilität. Aber wie sieht es aus wenn mal eine Litze reisst und in den Schölauch stösst oder die ganze sache etwas wärmer wird?

Dritte Frage: die alte Pumpe-das habe ich schmerzhaft lernen müssen passt nicht auf die Treibstoffflaschen (drei f uiii) von Siggund anderen. Wie sieht die sache mit der neuen Pumpe aus? Die neue Pumpe hat eine Gummikappe als Dichtung, die eigentlich mit jeder Flasche fertig werden jkönnte. Auserdem wie riskant ist es tatsächlich eine Alutrinkflasche zu verwenden? Berstdruck ist etwa bei 15 Bar beschrieben. Die Trinkflaschen wiegen weniger als die Hälfte der Fuelbottles (Sigg ist ein paar Gramm leichter wie MSR, aber auch noch sehr dick. ) Klar ist das nicht zugelassen. Aber welche Risiken bestehen tatsächlich?

Freue mich auf Antworten.
Achso: Ja, die 100 Gramm Unterschied machen einiges auch, selbst wenn man den Dragonfly mitschleppt.

Carsten010
06.09.2004, 12:50
Hmmh, im Fahrradbereich nehm ich immer so nen Spray WD 40,
um so Sachen zu lösen. Wenn das nicht klappt, dann könntest Du ja auch nochmal versuchen den Kocher in dern Kühlschrank zu legen, weil sich das Material ja dann zusammenzieht...

Wenn das alles nicht funktioniert steht Dir imoch das Einschicken des Kochers über einen Fachhändler offen.

Bei den Brennstoffflaschen würde ich bei den Originalflaschen bleiben, eben aus Sicherheitsgründen. Ne normale Sigg mag zwar gehen, aber ich möchte mir jetzt nicht vorstellen wie das aussieht, wenn es dann mal nicht mehr geht.

CU

Carsten

Joern
06.09.2004, 13:40
Bei der Düse würde ich es auch mal mit langem (mehrere Stunden, einen ganzen Tag) einlegen in WD40 oder Ballistol probieren. Danach könnte man es auch mal mit einem Ultraschallbad probieren, falls das betroffene Teil nicht zu gross dafür ist.

Die Sigg Brennstoffflaschen kenne ich nicht, aber die Trinkflaschen sind ja recht anfällig gegen herunterfallen, fraglich inwiefern sich das auf den Berstdruck auswirkt. Ausserdem müsste man abklären, ob das Material des Plastik-Schraubverschlusses und der Dichtung mit Treibstoff fertig wird. Wenn ich mich recht erinnere habe ich auch mal irgendwo gelesen, dass die Trinkflaschen innen beschichtet sind, und es da Probleme geben kann.

Gruss

Jörn

Sawyer
07.09.2004, 23:06
Hi.

Ich benutze seit seit sechs Jahren eine SIGG- 1 ltr. Flasche die schätzungsweise inzwischen älter als fünfzehn Jahre alt ist und zuvor als normale Trinkflasche gedient hat.
Geplatzt ist sie bis dato noch nicht.
Ebenso paßt die alte Pumpe problemlos drauf.
Zum Transport lasse ich nur den Druck ab; die Pumpe bleibt draufgeschraubt. Beides ist geschützt durch eine alte Thermohülle.

Daß sich die Düse etwas schwer rausdrehen läßt habe ich auch schon festgestellt, bis jetzt bekam ich sie jedoch immer wieder heraus.
Was hilfreich sein soll (ich hab´s noch nie probiert), ist das einlegen in Cola. Dadurch soll sich der Belag lösen.

Bin mal auf weitere Tips gespannt.

Gruß Sawyer

PS: Glaubt Ihr wirklich, daß beim pumpen ein Druck von 15 bar erreicht wird :wink:

Waldhoschi
07.09.2004, 23:10
Hi, Ich hab es geschafft!!! Aber es war eine ziemliche Sache. Ich habe alles vom Einlegen bis zum abkühlen probiert. Geklapt hat es in dem ich den Kocher 5 Minuten auf voller Leistung laufen lassen habe. Dann vorsichtig Prallblech ab und (natürlich Pfoten verbrannt) tatsächlich gieng es. Ich glaube das Einlegen in Cola funktioniert nur bei Eisenrost wegen dem hohen Phosphorsäureanteil. (Becks?)

Danke für die Tips! Ich liebe diesen Kocher. :)

Sawyer
11.09.2004, 15:47
Servus.

Habe jetzt doch mal aus reiner Neugier und Equipmentpflegepflichtbewußtsein meine Drachenfliege auseinandergebaut und geputzt.
Die Düse saß ziemlich fest. Ich habe dann mit dem Multipliertool (mit dem MSR-Werkzeug allein wenig Chancen) ein paar mal draufgeklopft. Danach konnte ich sie ohne Probleme rausdrehen.
Ich versuche dem Festsitzen jetzt zu entgehen indem ich die Düse nicht ganz festdrehe!

Gruß Sawyer

Waldhoschi
11.09.2004, 18:45
Ich versuche dem Festsitzen jetzt zu entgehen indem ich die Düse nicht ganz festdrehe!
Hab ich danach auch gemacht, dann dringt jedoch Benzindampf an der seite nach Außen, also nicht durch die Düße. Hin und wieder entzündet sich das und brennt mit einer kleinen Flamme zur Seite. Das rußt etwas. Ichhatte festgedreht und danmach eine viertelsumdrehung zurück.
Vielleicht klappt es bei dir. Schreib mir, wie es brennt. TNX

Joe

Edit: Hach ja, ist das nicht schön? *vondraußenträum*
http://home.arcor.de/o2ft34/images/dragonfly.jpg

JC-N
10.12.2004, 15:59
Hi, sorry das ich hier hin poste, will aber wegen so ner Frage keinen neuen Thread aufmachen...

Hab mir nen neuen DragonFly zugelegt... wie isn das habt ihr an eurem DragonFly auch nen Docht dran? Ich hab mir einige angeschaut doch nie hab ich nen Docht an einem bemerkt, u.a. nicht drauf geachtet... wie ist das (wenn der drann sein muss) wenn der abgeht und neu befestigt werden müsste/ erneuert werden muss.

MfG JC-N

Nicht übertreiben
10.12.2004, 16:30
Doch, der Docht ist normal - ist meines Wissens aus Glasfaser, verbrennt also nicht wirklich und dient zum besseren Vorheizen.

Thorben

Waldhoschi
10.12.2004, 17:27
Stimmt, der Docht verbrennt nicht. Er ist zur besseren Treibstoffverteilung (Oberflächenvergrößerung) beim Vorheizen von Diesel (und Salatöl :bg: ). webnn er mal abfällt: einfach mit nem, dünnen Cu Draht anheften. Fertig.

JC-N
10.12.2004, 17:52
thx für die Antworten, dann will ich mal in meinen Garten und des Köcherle mal testen :bg:


MfG JC-N

Atron
11.12.2004, 10:21
Um Festfressen der Düse bzw. generell aller hitzebelasteten Schrauben zu verhindern gibts z.B. Seize-Ex oder Kupferpaste (bis 1200°C beständig)
Wird in der Industrie bei Öfen, Extrudern, usw. verwendet.
Ein Minitropfen aufs Gewinde und das Aufschrauben geht selbst nach Jahren kinderleicht.

Für Kleinmengen: Kupferpaste wird auch zur Schmierung von Bremsbelagsführungen bei Autos verwendet, daher kann man sicher einen Tropfen auf das Düsengewinde "beim Freundlichen" erbetteln...

Gute Schmierung!
Gruß Atron

Waldhoschi
11.12.2004, 12:04
Hey Atron!

Klasse Tipp!
Werd ich mir besorgen, um mein MSR werkzeug zu schonen :) :bg:

Tnx

joe

Christian J.
11.12.2004, 17:43
Warum in aller Welt schraubt ihr von eurem Dragonfly die Düse auf, wenn er doch tadellos funktioniert? :motz:
Hatte das Problem bis jetzt noch nicht, dass die Düse festsaß, aber so oft hab ich sie auch noch nicht rausgemacht. Nur zwei Mal um für Petrolium die bessere Düse zu haben.
Wie heißt es doch so schön, 'Never chance a running product' :old:

MfG,

Jasper (in dem Fall nicht Christian, der würde sowas nämlich nie sagen und hat auch gar keinen Dragonfly! Hihih)

Waldhoschi
11.12.2004, 17:48
Jung, der Dragonfly muss nicht funktionieren, man muss daran rumschrauben können. Für was hatman den sonst? :bg:

Christian J.
11.12.2004, 18:13
Als Maschinenbauer kann ich dein Problem ja verstehen. Aber, dann bitte schreib nicht Trouble mit dem Dragonfly, sondern Trouble mit dem Schraubenzieher! :wink:
Der Germanist sagt: "Such dir ne Freundin zum 'rumschrauben'".

*duckandrun*

Waldhoschi
11.12.2004, 18:41
Aber, dann bitte schreib nicht Trouble mit dem Dragonfly, sondern Trouble mit dem Schraubenzieher!
...s.O. :bg:

Christian Wagner
11.12.2004, 18:57
Sweet... :bg:

Atron
11.12.2004, 20:20
..."Such dir ne Freundin zum 'rumschrauben'"...
und wieder der Hinweis - das richtige Schmiermittel verwenden... :wink:

Maschinenbauer mit Leib und Seele
Atron

Waldhoschi
11.12.2004, 20:37
Btw: Joe ist Maschbaustudent...