PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tyvek-Biwaksack



Solasimon
25.10.2011, 23:09
Hier ein weiteres Projekt der letzten Zeit... mein Tyvek-Biwaksack.

Einfach nur ein paar Bilder:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/IMG_1869.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=39300&title=tyvek-biwaksack-perspektive&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/IMG_18681.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=39299&title=tyvek-biwaksack-oberer-teil&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/IMG_1867.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=39298&title=tyvek-biwaksack-von-oben&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/IMG_18631.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=39297&title=tyvek-biwaksack-gewicht&cat=500)

Dann einfach mal noch eine Frage, an erfahrenere Biwaksack-User: Wie viel Temperaturgewinn bringt denn so ein Bivi...

Simon

Schmusebaerchen
26.10.2011, 00:08
Interessant für das Gewicht wären Schulterbreite und Länge.

Laborratten tragen angeblich gern Sportanzüge unter diesen Anzügen, eben weil sie so warm sind. Mehr kann ich zu diesem Material nicht sagen. Habe ich so aus mehreren Quellen gehört.
Ich bin zwar noch nicht erfahrener Biwakianer, aber die Erfahrung war recht eindeutig. 2mal erst mit Reißverschluss bis Bauch offen und Stoff vom Biwaksack richtig am Boden. Später kam ein richtig kalter Wind. Reißverschluss bis auf einen Spalt für das Gesicht zu gemacht und es war angenehm warm. Also zumindest meiner ist ein richtig schöner Windstopper und bringt dadurch an luftigen Orten schon ein paar Grad. Getestet mit 3Jahreszeiten Kufa Tüte und Mütze. Deiner bringt vermutlich weniger, wegen dem dünnen Material.
Leg dich doch mal in der Wohnung in deinen rein, so wie du bist. Nach 15min möchte ich dann aus meinem raus.

Aber die Frage schreit doch gerade zu nach einem Test :bg:

Auf jeden Fall hast du ziemlich viele aber saubere Nähte. Bis auf den Faden auf dem ersten Bild sieht die Verarbeitung gut aus.

Solasimon
26.10.2011, 09:51
Ein praktischer Test folgt von Sonntag bis Dienstag auf dem Westweg von Basel zum Titisee. Den Test beglaubigen darf dann das WAI...
Der Faden ist inzwischen natürlich weg... das Bild entstand direkt nach der Fertigstellung.

Schulterbreite ist sehr weit und bequem, Länge gerade so für mich ausreichend - ne mal im Ernst, diese Daten sollte ich wohl noch nachreichen, sonst kann ich mir das Gewicht auch sparen...

Mein Sack hat gar keinen Zipper... ist das ein großer Nachteil?

Gruß
Simon

lina
26.10.2011, 10:31
Das sieht sehr gut aus!

Ich hätte aber an der Kapuze noch eine Aufstellkonstruktion mit Moskitonetz-Teil spendiert. So ungefähr wie bei Hendrik: Srät im Nachbarforum (http://www.trekking-ultraleicht.de/forum/viewthread.php?forum_id=2&thread_id=1759&rowstart=0)

Schmusebaerchen
26.10.2011, 12:30
@Solasimon: Wenn der Zipper über die komplette Seite läuft ist eine Schaumstoffisomatte leichter hinein zu bekommen. Je nach Modell kann man den Sack komplett verschließen und kann auf Tarp verzichten/schweren Regenguss aushalten. Nachtteil ist das Gewicht(RV+Abdeckleiste+Klett+Dichtband).

Ich vermute mal du benutzt Tarp und Aufblasmatte. Da sehe ich keinen Vorteil eines Reißverschlusses für dich.

Edit: Na hoffentlich regnets ;-)

Solasimon
27.10.2011, 00:11
Eine Kapuze hätte ich angenäht, wenn es ein Biwaksack für den Solo-Einsatz wäre, aber wie Schmusebaerchen schon vermutet hat, geht es um den Einsatz unterm Tarp - aber mit ner Z-Lite unterm Bivy damit das nicht gleich durchgerutscht ist. Aber ein Mosikitonetz wäre echt noch zu überdenken.
Ich dachte immer ein Tyvek-Bivi wäre nicht für den Solo-Einsatz geeignet... ist dem nicht so?

Dann nähe ich mir vielleicht demnächst mal noch einen für den Solo-Einsatz...

Wenn es nicht regnet, dann bringt er immerhin ein paar Grad, denn mit meinen 300g Daune im Cumulus LiteLine könnte es bei Frost doch etwas kühl werden...

Schmusebaerchen
27.10.2011, 01:23
Mir kam vorhin noch eine Idee. Da du überlegst dir nen Solo zu nähen könnte sich das anbieten.
Näh dir nur eine Kapuze. Die Steckst du dann in den Biwaksack rein und ziehst dessen Kordel zu.

Zur Iso: Habe sehr häufig gelesen, dass es zu Frostbildung im Biwaksack kommt, wenn die Iso drunter liegt.

Moltebaer
27.10.2011, 02:11
Wenn es nicht regnet, dann bringt er immerhin ein paar Grad, denn mit meinen 300g Daune im Cumulus LiteLine könnte es bei Frost doch etwas kühl werden...Joah, in der Nacht von Sa auf So waren es hier -4°C und das war schon recht knackig für lange U-Wäsche, Silnylon-VBL, LL300 und einen Aquashell-Biwaksack im Tarptent. (Das Aquashell ist nicht so der Hit, war aber günstig und in grün zu haben, für einen Prototypen reicht es. Dummerweise hatte ich trotz VBL morgens merklich Kondens zwischen Schlafsack und Biwaksack, vielleicht Tau, weil der Schlafsack abends offen im Zelt lag und der Biwaksack erst später darüber gezogen wurde?)

Solasimon
28.10.2011, 00:55
Meint ihr ein VBL ist für eine 3-Tages-Tour beim LL300 wichtig?
Ich habe folgendes vor: Tarp-Tyvekbiwaksack-LL300-Seideninlet-Simon (evt. mit Pulli und Hose)... und das So-Di zwischen Basel und dem Titisee als WAI-Transport.

Kapuze in den Bivi - ne das mach ich nicht, dann läuft mir alles Wasser das die Kapuze trifft doch in meinen Bivi. Die Sauerei muss ich nicht haben.

Moltebaer
28.10.2011, 08:01
Minimiert eben das Risiko des Loftverlusts und wiegt nicht viel. Hast Du denn einen griffbereit? Falls nicht, kannst Du es natürlich auch ohne 'wagen'. Ich wollte meinen selbstgenähten ohnehin testen, hab mir nicht so viel Gedanken darum gemacht, ob er tatsächlich notwendig gewesen wäre.

Schmusebaerchen
28.10.2011, 13:26
@Molte: Könnte auch deine Ausatemluft gewesen sein.

@Simon: Hab mich nicht ausführlich genug ausgedrückt. Die Kapuze soll nicht in den Bivy sondern so, dass sie das obere Ende verschließt. Wenn es richtig überlappt läuft da nichts rein. Wenn es nicht funktioniert kannst du die Kapuze einfach wieder runter nehmen, da nicht vernäht. War ja auch nur so ein Gedankengang von mir.

Phenomedas
14.11.2011, 20:18
Ich überlege ein Bivak-Sack zu "bauen" der leicht ist und unter einem Tarp oder sogar ohne verwendet werden kann. Das Tyvek-Material schein mir ganz interessant, da atmungsaktiv. Ggf. in Kombination mit einem robusterem Material für die Unterseite.

Mich würde mal interessieren, wie Wasserfest oder -dicht Tyvek ist. Hat jemand erfahrung?

Schmusebaerchen
14.11.2011, 21:42
Für die robuste Unterseite:
Zeltboden von Extremtextil 90g/m² für ca 8€ pro Meter
oder gebrauchte BW Unterlegplane ca2,20x80 ca 3€ Rangershop

anja13
14.11.2011, 21:56
Ich überlege ein Bivak-Sack zu "bauen" der leicht ist und unter einem Tarp oder sogar ohne verwendet werden kann. Das Tyvek-Material schein mir ganz interessant, da atmungsaktiv. Ggf. in Kombination mit einem robusterem Material für die Unterseite.

Mich würde mal interessieren, wie Wasserfest oder -dicht Tyvek ist. Hat jemand erfahrung?

Hier gibt's ein paar Threads zu Tyvek (http://www.outdoorseiten.net/forum/search.php?searchid=514992), hier (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?53863-Zelt-Tarp-unterlage&p=877073&viewfull=1#post877073) und da (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?28596-myog-tyvekbivy-02&highlight=tyvek) auch.

Phenomedas
20.02.2012, 21:00
So. Zwei Säcke sind fertig. Ich hab mal ein paar Winterabende die Nähmaschine "gequält". Hier ein paar Fotos:

Das ist der Prototyp: aus 100% Tyvek Typ 1443, Gewicht ca. 210g!

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/medium/P10401711.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=47138&title=biwcksack-2&cat=543)

Der 2.: hat als Bodenmaterial Polyester sillikonbechichtet, Gewicht ca. 320g, mit Flauschbandbesatz für ein optionales Mückennetz (wird noch gebastelt)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/medium/P1040167.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=47137&title=biwcksack-1a&cat=543)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/medium/P10401651.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=47136&title=biwcksack-1&cat=543)

Als Schnittmuster habe ich mich im Wesentlichen an http://www.andersj.se/ gehalten.

Getestest wurde nur mal auf die Schnelle auf dem Balkon :D

JonasB
21.02.2012, 10:44
Sieht gut aus, auch wenn ich mich nicht an die Farbkombi grün & weiß gewöhnen kann...




Flauschbandbesatz für ein optionales Mückennetz (wird noch gebastelt)


Oh, dann lass dir zum Verpacken was einfallen, sonst ist das Häkchenband schnell mit dem Netz eine Einheit....

lina
21.02.2012, 10:55
Das sieht sehr gut aus, jedoch befürchte ich, dass das silikonbeschichtete Polyester dafür sorgt, dass die Gesamtkonstruktion einschließlich Dir drin schon bei leicht abschüssigem Boden bergabwärts rutscht. Eventuell wären ein paar auf die Unterseite aufgetragene Tropfen Seamgrip (? ist das das richtige Klebzeugs? Experten gefragt!) hilfreich.

Buck Mod.93
21.02.2012, 11:13
Sieht gut aus, auch wenn ich mich nicht an die Farbkombi grün & weiß gewöhnen kann...




Oh, dann lass dir zum Verpacken was einfallen, sonst ist das Häkchenband schnell mit dem Netz eine Einheit....

Ne Abdeckung aus Hakenklett wäre ne Idee?

Kenny
28.05.2012, 18:36
Dann mal hier mein erster Versuch. Ich habe mich auch an das schwedische Schnittmuster gehalten.

http://i1167.photobucket.com/albums/q628/Kenny8601/Public/P1010019.jpg

http://i1167.photobucket.com/albums/q628/Kenny8601/Public/P1010018.jpg


Grüße Kenny

thowi
28.08.2012, 10:22
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/medium/P10401711.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=47138&title=biwcksack-2&cat=543)[/IMG]

Hast du denn für diesen ersten Prototyp auch ein Schnittmuster, oder einfach frei Schnauze?


Dann mal hier mein erster Versuch. Ich habe mich auch an das schwedische Schnittmuster gehalten
Welches genau meinst du?

HUIHUI
28.08.2012, 10:30
Ein Biwaksack der kein Wetterschutz ist, hmm, irgendwas passt da nicht.

JonasB
28.08.2012, 14:40
Klar ist er ein Wetterschutz.
Oder ist Tau, hohe Luftfeuchtigkeit, Wind kein Wetter?

thowi
28.08.2012, 14:50
That's it. Das Tarp hält den Regen von oben fern und so ein "einfacher" Schutz des Schlafsacks vor Feuchtigkeit / Dreck / Tau sollte mir reichen. Mein Material kommt die Tage, dann werd ich mal anfangen :)

Buck Mod.93
28.08.2012, 15:56
Ein Biwaksack der kein Wetterschutz ist, hmm, irgendwas passt da nicht.

Gibt's auch von großen Herstellern schon ne gefühlte Ewigkeit.

http://www.asmc.de/de/Camping/Schlafen/Schlafsaecke/Zubehoer/Schlafsackhuelle-Baumwolle-oliv-p.html

http://www.asmc.de/de/Camping/Schlafen/Schlafsaecke/Zubehoer/Schlafsackhuelle-Ajungilak-Grevling-links-p.html

Das sagt aber natürlich nichts über die Zweckmäßigkeit aus.

gi
09.02.2015, 09:42
Ich weiss, der Thread ist schon etwas älter, aber wollte dafür nicht extra ein neues Thema aufmachen:
Habt ihr die Tyvek-Nähte getaped oder ist das bei "nur" 700mm Wassersäule sowieso nicht nötig?

Tie_Fish
09.02.2015, 11:19
Nur genäht. Zum "Im Wasser liegen" taugt Tyvek eh nicht, weil man beim Draufdrücken Wasser durchdrückt. Solange es nur abfliesst, kein Problem. Anfangs habe ich die Kappnähte erst mit Ponal geklebt und dann genäht, das hat den Vorteil, dass die beiden Teile schon zusammen sind und ich damit besser klarkomme beim Zusammenrattern.

Tapen halte ich für eine schlechte Möglichkeit bei Tyvek. Dann eher einen Streifen Tyvek mit Ponal drüberkleben, was die Sache aber steif und nicht mehr so UL macht.

gi
09.02.2015, 21:29
Danke :-)

Magic
20.10.2016, 20:40
Der Thread ist zwar schon etwas älter aber ich grabe ihn trotzdem aus.

Möchte mir auch einen Tyvek (1443R) Bivi nähen und hab ein paar Fragen dazu:
1. Ich habe gelesen, dass ein vorheriges Waschen von Tyvek das Material noch raschelärmer macht. Schadet das Waschen der Wasserdichtigkeit ?
2. Gibt es Möglichkeiten das Tyvek einzufärben ? Hätte es gerne möglichst dunkel.

Danke für die Infos.
Grüße,
Magic

derray
20.10.2016, 20:54
1. Hängt vermutlich stark vom Waschprogramm und Temperatur ab. Wenn das Tyvek aber entsprechend sanft behandelt wird, glaube ich nicht das ds was passiert.
Mir hat Tyvek nie zu viel geraschelt, deshalb hab ichs nie ausprobiert.

2. Klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/61271-Tyvek-f%C3%A4rben-Erfahrungen-Tipps), Klack (https://backpackinglight.com/forums/topic/83571/)!
Bei Youtube gibts auch noch eine Menge Videoanleitungen.

Viel Spaß beim Basteln!

mfg
der Ray

windriver
20.10.2016, 20:56
Hi Magic , soweit ich weiss , lässt sich Tyvek nicht mit "Hausmitteln" färben . Es sei denn du hast die Geduld es mit Edding o.ä. zu bemalen ;-). Die Wasserdichte sollte durch das Waschen nicht leiden , Tyvek ist ja eh nicht 100 % wasserdicht . Aber da können dir die Bastelcracks evtl. mehr sagen .
Von SOL gibt es den Escape Lite Bivi aus Tyvek der ist oliv . Ich verwende den seit ca. 1 Jahr als Sprayschutz unterm Tarp und bin bisher zufrieden . Evtl. lohnt sich ja Myog gar nicht .

MfG, windriver

Tie_Fish
20.10.2016, 22:10
Alle Färbeversuche haben bei mir nur Grautöne erzeugt, das schafft eine Woche draußen schneller und schöner. Bedrucken/Bemalen mit Siebdruckfarbe geht gut, verringert allerdings die Atmungsaktivität deutlich und lohnt sich preislich nicht mal, wenn man den Siebdrucker persönlich kennt.

Waschen geht gut, wird allerdings nie mehr richtig sauber das Zeugs, der Dreck wandert halt in die Fasern. Einfach bei 30° ohne Waschmittel in die Maschine geben und gut isses.

Das Rascheln hört auch recht schnell auf, wenn man das Teil ein oder zweimal durchgeknetet und in den Packsack gestopft hat. Nähen lässt sich das Zeug besser, wenn man es nicht geknüllt oder gewaschen hat. Wie oben geschrieben, ich klebe das immer vorher mit Holzleim zusammen, bevor ich nähe, dann verrutscht nix mehr (bin da nicht so geschickt beim Nähen) Die geleimten Nähte sind erst steif, werden dann aber auch wieder recht flexibel. Eigentlich würde das leimen auch reichen, glaube ich, aber eine Naht ist einfach vertrauenserweckender.

Betrachte das Zeugs einfach als Verschleißmaterial. Den Reißverschluss (wenn dein Bivi einen hat) würde ich retten, wenn der Sack kaputtgeht, aber sonst keine großen Faxen machen und einfach rasch einen neuen schnippeln (habe eine 20m Rolle gekauft :ignore:)

Magic
20.10.2016, 22:49
Danke erstmal für die Antworten.
Ich habe ein 10 Meter Stück bestellt, d.h. es wird nicht so schlimm sein wenn es nicht gleich klappt.
Nach allem was ich jetzt gelesen habe scheint färben ziemlich unmöglich zu sein, zumindest wenn es atmungsaktiv bleiben soll und dass soll es bei einem Bivi natürlich auch.

Ich habe bei einigen Youtube Videos auch gesehen, dass viele das Tyvek gar nicht nähen sondern mit doppelseitigen Klebeband kleben. Hat das irgendeinen Vorteil ? Müsste vom Gewicht her zumindest viel schwerer sein als eine Naht.
Macht es sind den Boden aus einem anderen Material zu machen - habe hier noch ein paar Meter Chikara übrig. Müsste auf jeden Fall wasserdichter und stabiler sein bei gleichem Gewicht (glaube ich) als Tyvek.

Tie_Fish
20.10.2016, 22:56
Macht es sind den Boden aus einem anderen Material zu machen - habe hier noch ein paar Meter Chikara übrig. Müsste auf jeden Fall wasserdichter und stabiler sein bei gleichem Gewicht (glaube ich) als Tyvek.

Chikara kenne ich nicht (ist das nicht diese Sängerin?), aber lies mal meinen Post #26 oben. Beim Draufdrücken auf Tyvek kommt Wasser durch. Unten ist es besser, nicht atmendes, aber absolut dichtes Material zu verwenden.

Magic
21.10.2016, 12:03
Chikara kenne ich nicht (ist das nicht diese Sängerin?)
:D Stimmt, die heisst so ähnlich.

Das Material ist dieses hier: http://www.metropolis-drachen.de/Baumaterial/Tuch/Spinnakertuecher/Spinnaker-Chikara.html

Kostet halt um einiges mehr als Tyvek, dafür aber auch sehr robust und wasserdicht - bei selbem Gewicht

derray
21.10.2016, 13:24
Macht es sind den Boden aus einem anderen Material zu machen - habe hier noch ein paar Meter Chikara übrig. Müsste auf jeden Fall wasserdichter und stabiler sein bei gleichem Gewicht (glaube ich) als Tyvek.

Das hängt davon ab wie du den Bivy nutzen willst. Wenn du ihn nur als Schutz über den Schlafsack ziehst, und mit der Kombi auf der Isomatte (und vielleicht sogar im Zelt) liegst brauchst du keinen wasserdichten Boden und kannst dir das wahrscheinliche Kondenswasser sparen.
Nutzt du den Sack als einzigen Schutz vor Wind, Wetter und Boden, liegst also mit Schlafsack und Isomatte im Bivy, macht ein Wasserdichter und robusterer Boden Sinn.
Chikara ist PU-beschichtetes Nylon, sollte sich also als Boden eignen. Oookworks nutzen den Stoff auch für Böden und bis jetzt hab ich davon noch nichts schlechtes gehört.

mfg
der Ray

Bluebalu
21.10.2016, 13:46
Vorteil doppeltes Klebeband : man braucht keine Nähmaschine!
Ansonsten ist eine Naht wohl die leichteste Verbindung.

Chikara soll allerdings auch nicht für die Ewigkeit dicht sein, ich mein user AndreasK hat damit Bugnetböden genäht und ist später wieder auf Zeltboden zurück gegangen.
Wenn das Gewicht DER Grund ist und du keine Probleme hast den Boden ab und zu aus zu tauschen, machs.

Wie derray sagt, es kommt drauf an wie du deinen Bivaksack nutzen willst.
Solo, also ohne was drüber würde ich ihn nutzen wollen, da das Tyvek stehendes Wasser hin durch lässt.
Nur Tyvek, also auch der Boden, da drückt es Wasser von unten durch und somit brauchts dann noch ne Folie drunter.
Mit Chikara oder anderem Boden spart man sich diese.

Magic
21.10.2016, 17:28
Gedacht ist es schon so, dass ich mit der Isomatte und Quilt in den Bivi gehe. Ich verspreche mir davon, dass ich nicht Gefahr laufe von der Isomatte zu rutschen (passiert mir manchmal), beim umdrehen der Quilt an Ort und Stelle bleibt und ich es vielleicht noch ein paar Grad wärmer habe. Als Schutz vor Regen habe ich übrigens ein Tarp.

Magic
21.10.2016, 17:31
Vorteil doppeltes Klebeband : man braucht keine Nähmaschine!
Ansonsten ist eine Naht wohl die leichteste Verbindung

Vielleicht probiere ich statt nähen oder kleben aber auch die Befestigung von oberem Tyvek an die Bodenplane über Kam Snaps zu lösen. Hätte den Vorteil, dass es variabler bleibt.

derray
21.10.2016, 19:40
Vielleicht probiere ich statt nähen oder kleben aber auch die Befestigung von oberem Tyvek an die Bodenplane über Kam Snaps zu lösen.

Wäre mir zu instabil. Tyvek ist nicht besonders reißfest bei so punktueller Belastung.

mfg
der Ray

Fisherman
21.10.2016, 20:21
Chikara soll allerdings auch nicht für die Ewigkeit dicht sein, ich mein user AndreasK hat damit Bugnetböden genäht und ist später wieder auf Zeltboden zurück gegangen.
Wenn das Gewicht DER Grund ist und du keine Probleme hast den Boden ab und zu aus zu tauschen, machs.


Und er benutzt es immer noch ;-) für mich war chikara immer ausreichend dicht, obwohl es nur eine Wassersäule von ca. 900 mmWs hat. Den TÜV Prüfbericht zu chikara habe ich übrigens bei UL Trekking eingestellt.
Außerdem finde ich es für das Gewicht sehr robust. Aber leider verkauft sich so eine niedrige Wassersäule schlecht.

Im übrigen verwende ich noch immer keinen richtigen Zeltboden, sondern ein sehr leichtes Material mit einer hohen Wassersäule.

Tie_Fish
21.10.2016, 22:28
Im übrigen verwende ich noch immer keinen richtigen Zeltboden, sondern ein sehr leichtes Material mit einer hohen Wassersäule.

Und das ist ein Betriebsgeheimnis?

Magic
21.10.2016, 22:44
Im übrigen verwende ich noch immer keinen richtigen Zeltboden, sondern ein sehr leichtes Material mit einer hohen Wassersäule.

Hmm, ist dein Bivi von Oktober 2014, von mir unbemerkt, weiterentwickelt worden ?
Nimmst du also kein Chikara mehr ? Chikara ist ja sehr leicht mit 41g/m² aber keine extrem hohe Wassersäule. Sag schon was nimmst du ? :bg:

Fisherman
21.10.2016, 22:53
Und das ist ein Betriebsgeheimnis?
Nee... Ich experemtiere mit Silpoly PU4000. Das wiegt 48 g/qm und hat eine Wassersäule von ca 3500 mmWs.

@Magic
Ich verwende immer noch mein Chikarazeugs, experemtiere aber wie gesagt mit anderen Materialien. Sieht man ja an meinem Kuppelzelt. Boden aus Silpoly PU4000, Außenzelt aus einem 10 DEN Silnylon mit 29 g/qm und 2500 mmWs.

Magic
21.10.2016, 23:17
Boden aus Silpoly PU4000


Danke für die Info. Kannte nur das Silpoly ohne PU4000, was noch bei mir noch rumliegt und wartet bis es endlich ein ganzes Mid wird.
Noch eine kurze Frage zum Tyvek. Habe es gerade ausgepackt und gesehen, dass eine Seite glatter ist als die andere. Würde mal vom Gefühl sagen die glatte Seite nach außen oder spielt es eh keine Rolle ?

Grüße, Magic

Tie_Fish
21.10.2016, 23:31
Danke für die Info. Kannte nur das Silpoly ohne PU4000, was noch bei mir noch rumliegt und wartet bis es endlich ein ganzes Mid wird.
Noch eine kurze Frage zum Tyvek. Habe es gerade ausgepackt und gesehen, dass eine Seite glatter ist als die andere. Würde mal vom Gefühl sagen die glatte Seite nach außen oder spielt es eh keine Rolle ?

Grüße, Magic

Spielt keine Rolle. Beide Seiten werden gleich schnell dreckig :grins:

Fisherman
21.10.2016, 23:34
Ja, glatte Seite nach Außen.

Folgende Gründe:

Zum einen saugt die "samtigere" Seite Feuchtigkeit besser an und transportiert diese zur glatteren Seite, wo das Wasser dann verdunstet. Ergo, samtig Innen, glatt Außen. Man will ja das Schwitzwasser draußen haben und keine Feuchtigkeit der Umwelt nach Innen bringen.
Zum anderen ist die glatte Seite wesentlich schmutzabweisender.


Ich persönlich halte gar nichts vom Tyvek 1443. Hatte am Anfang auch Bivys damit genäht (für die Verwendung unterm Tarp oder in einer Pyramide) und habe für mich festgestellt, dass die Dampfdurchlässigkeit absolut grottig ist, für den Dreijahreszeitengebrauch dämmt es zu gut, sprich es ist zu warm darin, das Packmaß vom Material ist mir zu groß und das Tyvek schaut innerhalb kürzester Zeit sowas von speckig und abgeranzt aus, dass es mich ekelt mich in ein Bivy daraus reinzulegen.

Magic
22.10.2016, 12:02
Also, werde es doch anders machen.
Das Unterteil wird aus Chikara (Sommer wie Winter) und das Oberteil wird erstmal aus Tyvek. Ich werde es mit Kam Snaps befestigen und die Stellen für die Kam Snaps zusätzlich mit einer Lage verstärken. Das Tyvek macht erstmal einen robusten Eindruck.
Wenn das Tyvek zu versieft wird, kommt es in die Waschmaschine und für den Sommer werde ich ein anderes Oberteil mit vielleicht Zeltinnenstoff + Moskitnetz machen. Dadurch dass ich Kam Snaps benutze kann ich es schnell austauschen.

Schadet waschen dem Tyvek und falls nicht wie wäscht man es am besten ?

Grüße,
Magic

Tie_Fish
22.10.2016, 12:49
Schadet waschen dem Tyvek und falls nicht wie wäscht man es am besten?

Wie ich oben geschrieben habe: 30° und ohne Waschmittel einfach mit in die Maschine. Allerdings bin ich nicht so der Ausrüstungs-Wäscher, bei mir sorgt der Regen irgendwann für normalen Zustand :ignore:

Fisherman
22.10.2016, 13:29
Wie Tie schreibt, 30 Grad Schonwäsche, und ich nehme immer noch Feinwaschmittel dazu.

Waschen vor dem Nähen ist unter Umständen nicht schlecht, denn das Tyvek geht unter Umständen noch etwas ein. bügeln auf niedrigster Stufe hat aber den selben Effekt.

Magic
24.10.2016, 00:19
Kurzer Zwischenstand:
Nach der Wäsche trocknete das Tyvek erstaunlich schnell und war auch gleich viel weicher. Da ich es unbedingt schnell ausprobieren wollte habe ich mir kurzerhand eine Art Tyvek-Quilt für meinen Daunenquilt gemacht, d.h. einfach eine Fussbox provisorisch geformt(eine 45 cm Naht + das Ende mit einem Gummiband zugemacht).

Mit Isomatte, Quilt und Tyvek-Quilt bin ich dann raus in den Garten und habe dort die Nacht unter meinem Tarp verbracht. Es waren 5 Grad mit 99% Luftfeuchtigkeit. Am nächsten Morgen konnte ich keine Feuchtigkeit an der Aussenseite meines Daunen-Quilts feststellen. Ein Gewichtsvergleich ergab, dass der Quilt in der Nacht 10 Gramm Feuchtigkeit aufgenommen hat. Ob das jetzt viel oder wenig ist kann ich nicht genau beurteilen, schätze aber dass es sehr wenig ist.

Momentan bin ich sehr begeistert vom dem Teil und überlege schon es einfach so zu lassen. Höchstens noch ein paar Befestigungen für Gummischnürre. Das Gewicht beträgt 148 Gramm. Es hat keinen Boden ist dafür aber auch 1,48 Meter breit, d.h. es reicht locker um mit einem fetten Winterquilt darunter zu liegen.
Nur die Farbe finde ich zu auffällig - wobei im Winter ist sie genau richtig ;-)

Magic
24.10.2016, 16:45
zum Thema Wasserdichtigkeit:
Bei einem einfach Schüssel-Test (siehe Bild) scheint das Tyvek absolut dicht zu sein, nach über 1 Stunden kommt noch immer kein Tropfen durch. Klar, ist auch kein wirklicher Druck drauf (Wassersäule) wird es aber bei Benutzung unter einem Tarp auch nicht haben.
http://www.bilder-upload.eu/thumb/2850b6-1477320645.jpg (http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=2850b6-1477320645.jpg)

Bleiben diese Eigenschaften auch nach mehrmaligen waschen, knicken bzw. Gebrauch ? Falls ja, braucht es für mich kein besseres Material ;-)

Linnaeus
24.10.2016, 17:22
Bleiben diese Eigenschaften auch nach mehrmaligen waschen, knicken bzw. Gebrauch ? Falls ja, braucht es für mich kein besseres Material ;-)

Ich fürchte, nicht. Die andere, steifere Version des Tyvek ist nämlich IMHO auch die dichtere.

Fisherman
24.10.2016, 18:46
Extremtextil gibt für das Tyvek 1443R eine Wassersäule von 750 mmWs an. Wie sich häufiges Zusammenknüllen darauf auswirkt, keine Ahnung.
Vielleicht mal direkt bei Martin Gaebert von Extremtextil anfragen? Der kann meist genaue Auskünfte geben.

Tie_Fish
24.10.2016, 22:33
zum Thema Wasserdichtigkeit:
Bei einem einfach Schüssel-Test (siehe Bild) scheint das Tyvek absolut dicht zu sein, nach über 1 Stunden kommt noch immer kein Tropfen durch. Klar, ist auch kein wirklicher Druck drauf (Wassersäule) wird es aber bei Benutzung unter einem Tarp auch nicht haben.
http://www.bilder-upload.eu/thumb/2850b6-1477320645.jpg (http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=2850b6-1477320645.jpg)

Bleiben diese Eigenschaften auch nach mehrmaligen waschen, knicken bzw. Gebrauch ? Falls ja, braucht es für mich kein besseres Material ;-)

Nein, es wird immer durchlässiger mit Knicken und Falten, aber nicht so ruckartig. Man sieht dann schon die Knicke, die sich dunkel färben, wenn es außen nass ist, ohne dass man gleich im Wasser liegt.

Dein Dichtigkeitstest ist leider ziemlich theoretisch, denn wie gesagt drückt man Wasser durch Tyvek ganz leicht durch, wenn man sich draufkniet oder den Ellenbogen draufdrückt. Zumindest das 1443er. Leg mal unten einen Lappen oder ein Küchentuch unter deine Tyvekpfütze und drück den Daumen rein - dann wird der Lappen ganz leicht feucht. Dickes Tyvek habe ich noch nicht verarbeitet, hat keinen Vorteil vom Gewicht.

Magic
24.10.2016, 23:21
Nein, es wird immer durchlässiger mit Knicken und Falten, aber nicht so ruckartig. Man sieht dann schon die Knicke, die sich dunkel färben, wenn es außen nass ist, ohne dass man gleich im Wasser liegt.

Dein Dichtigkeitstest ist leider ziemlich theoretisch, denn wie gesagt drückt man Wasser durch Tyvek ganz leicht durch, wenn man sich draufkniet oder den Ellenbogen draufdrückt.

Die Wasserdichtigkeit reicht mir vollkommen, da er ja auf meinem Quilt draufliegt und höchsten Spray oder Kondenstropfen aushalten muss.
Wäre natürlich schön wenn, es möglichst lange so bleibt wie jetzt. Bei dem Preis und minimalen Arbeitsaufwand ist aber schnell ein neuer Quilt-Überzug (mehr ist es ja bei mir nicht) gemacht.

Tie_Fish
24.10.2016, 23:26
Die Wasserdichtigkeit reicht mir vollkommen, da er ja auf meinem Quilt draufliegt und höchsten Spray oder Kondenstropfen aushalten muss.
Wäre natürlich schön wenn, es möglichst lange so bleibt wie jetzt. Bei dem Preis und minimalen Arbeitsaufwand ist aber schnell ein neuer Quilt-Überzug (mehr ist es ja bei mir nicht) gemacht.

Eben. Das ist das Schöne an Tyvek, man muss sich keine Platte machen. :bg: