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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [USA] Alaska 2011 (1/3): Talkeetna Mountains



Libertist
24.10.2011, 17:30
http://www.youtube.com/watch?v=ILMiOAyeAIo

Nachdem ich meine langfristig geplante Tour durch die Brooks Range im Norden Alaska abgebrochen hatte (LINK (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?7463-Abbruch-einer-Tour-wieso-weshalb-warum&p=924980&viewfull=1#post924980) zu einigen Hintergrundinformationen und Bildern) und noch ein wenig auf dem Dalton Highway hin- und hergetrampt bin (unter anderen war ich Deadhorse, an der Nordküste Alaskas), ging es wieder zurück nach Süden. Ich blieb für zwei Nächte bei Freunden in Fairbanks, dann trampte ich auf dem George Parks Highway nach Palmer. Diese Strecke ist vergleichsweise stark befahren, deshalb stellte die Distanz von 530 km keine große Schwierigkeit dar und ich erreichte mein Ziel noch am Nachmittag des selben Tages. In Palmer war ich bei guten Freunden zu Gast, die ich im Jahr zuvor auf dem Weg in die Wrangells kennengelernt hatte – wiederum beim Trampen, natürlich. Das Ehepaar hieß mich auch diesmal herzlich willkommen und servierte zur Feier des Tages erstmal eine deftige Mahlzeit, die mir zu diesem Zeitpunkt äußerst gelegen kam. Im Übrigen habe ich den beiden noch viel mehr zu verdanken: nicht nur, dass ich stets hervorragend bekocht wurde, ich konnte dort auch solange bleiben, wie ich wollte und zwischen meinen Touren immer wieder nach Palmer zurückkehren. Also richtete ich dort mein kleines „Basecamp“ ein: ich ließ Ausrüstung zurück, die ich auf dem nächsten Trek nicht brauchen würde und konnte auch mal eine einwöchige Regenperiode aussitzen, die Mitte August ganz Alaska einnahm.

Doch zurück zu meiner Ankunft in Palmer am 8. August. Überraschenderweise war ich zu diesem Zeitpunkt nicht der einzige Gast im Haus. Ein paar Tage zuvor traf Becky ein, die unsere Gastgeber von früher kannte, als diese noch in derselben Gegend in Indiana wohnten. Jetzt war Becky, eine 27-jährige Dame, die nun in Colorado lebt, zu Besuch in Alaska. Wir verstanden uns auf Anhieb blendend und entschieden tags darauf, gemeinsam auf eine leichte Tour zu gehen. Was Trekking angeht war Becky völlig unerfahren, dafür allerdings umso motivierter und ziemlich begeistert von der Idee, durch die Wildnis Alaskas zu ziehen. Während sie sich also die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände besorgte (teilweise lieh, teilweise kaufte), beschäftigte ich mich auf der Suche nach einer geeigneten Route mit dem mir zur Verfügung stehenden Kartenmaterial. Meine Wahl fiel auf eine 4-tägige Tour durch die südlichen Talkeetna Mountains.

Wir starteten also etwa 20 Kilometer östlich von Chickaloon auf einem ATV-Trail, der uns nach Westen führte. Der Weg war einfach zu begehen, nur die schlammigen, von ATV’s ausgefahrenen Stellen gingen uns zeitweise auf die Nerven. Das Wetter war immernoch wechselhaft: ab und zu regnete es, grundsätzlich schaute es aber nach einem Ende der vorangegangenen Regentage aus. Relativ spät am Abend führte uns der Pfad zum Flussbett des Boulder Creek, in dem wir unser erstes Lager aufschlugen und am nächsten Morgen vom Sonnenschein und zwei herumlaufenden Pferden begrüßt wurden.


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Weiter ging es flussaufwärts entlang des Flussbetts und auf Game-Trails durch den Wald. Becky war konstant damit beschäftigt, mir Fragen über alle nur denkbaren Schwierigkeiten des Trekking-Lebens zu stellen und verfiel bei allem, was sie vorher noch nie gemacht hatte, in Ekstase. Das erste mal Trampen; das erste mal Wasser aus einem Fluss trinken... einen Fluss überqueren und dabei nasse Füsse bekommen. :bg:


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Auch am nächsten Tag blieb das Wetter stabil und als wir erstmal die Baumgrenze überwunden hatten, wurden wir mit einigen tollen Ausblicken belohnt. Am Chitna Pass angekommen sahen wir zahlreiche Karibous und nahmen uns Zeit für eine längere Pause.


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Mittelschweres Bushwacking.


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Ja, wenn der Polfilter einmal loslegt, dann legt er richtig los! :D


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Auf der anderen Seite kämpften wir uns dann durch dichtes Gebüsch bergab und waren froh, nach einiger Zeit auf einen guten Wildpfad zu stoßen, der uns später zu einem ATV-Trail führte. Direkt neben einer kleinen Quelle errichteten wir unser Camp und verbrachten den Rest des Abends am Lagerfeuer.


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Suchbild: drei Elche sollten zu finden sein.

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Wir erwachten am Morgen darauf unter einer dichten Wolkendecke: es sah deutlich nach schlechtem Wetter aus, obwohl hin und wieder die Sonne durch die Wolken schien. Also marschierten wir entlang des Divide Creek und vorbei am Hicks Lake recht zügig wieder nach Süden in Richtung Highway, den wir am späten Nachmittag erreichten. Und wieder Daumen raus gestreckt, freundlich den nahenden Autofahrern entgegengelächelt - schon wurden wir mitgenommen und direkt in Palmer vor der Haustür unserer bereits wartenden „Gasteltern“ abgesetzt.


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Becky und ich entschieden, noch eine weitere gemeinsame Tour zu unternehmen. Allerdings regnete es tagelang in allen erreichbaren Berglandschaften Alaskas (nur im Mat-Su-Valley selbst, wo wir waren, kam öfter mal die Sonne durch), deshalb nutzten wir die Zeit für ein paar Ausrüstungseinkäufe – Becky legte sich ein anständiges <a target="blank" title="Zelt im Outdoorwiki nachschlagen." class="wikilink" href="http://outdoorseiten.net/wiki/Zelt">Zelt</a> sowie gute Schuhe zu -, besuchten eine lokale Schlittenhunde-Farm, unternahmen eine Tagestour mit dem <a target="blank" title="Kanadier im Outdoorwiki nachschlagen." class="wikilink" href="http://outdoorseiten.net/wiki/Kanadier">Kanadier</a> und genossen einfach die ruhige, freie Zeit. Urlaub, könnte man fast sagen!


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Ein paar Lachse aus dem Boot heraus fotografiert.


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Sonnenuntergang am Finger Lake in Palmer.


Natürlich informierte ich mich ständig über den Wetterbericht. Am Vormittag des 23. August wurde eine Besserung für die Gegenden um den Alaska Highway (also südlich der Alaska Range) gemeldet. Ich entwickelte schnell eine Routenidee, riss die entsprechenden Seiten aus meinem topographischen Alaska-Atlas (Maßstab 1:300.000) und schon befanden wir uns auf dem Weg zu einer achttägigen Tour durch das weglose Gelände der nördlichen Talkeetnas. Beim Trampen in diese Richtung wurden wir immer wieder von teilweise heftigen Regenschauern begleitet, vor Ort war es dann aber tatsächlich trocken, obgleich derzeit noch stark bewölkt.

Wir starteten unsere Tour etwa zehn Kilometer südlich von Cantwell und marschierten in östlicher Richtung bergauf zu einem Pass, der uns auf der anderen Seite in ein weites Tal entließ. Wir hatten ausreichend Zeit und die Landschaft verfärbte sich bereits in die typischen Herbstfarben, deshalb legten wir recht viele Pausen zum Genießen und Fotografieren der Landschaft ein.


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Erster HDR-Versuch.


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Größer bekam ich den Elch trotz Teleobjektiv leider nicht auf’s Bild.


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In den folgenden Tagen passierten wir zwei größere (laut meiner Karte namenlose) Seen, folgten dem Jack River nach Süden und überquerten einen Pass, der uns in das etwas dichter bewachsene Tal des Tsunena Creek brachte. Dort wandten wir uns nach Osten und stiegen etwa 650 Höhenmeter zu einem weiteren Pass auf, der Abstieg erfolgte entlang des Meadow Creek, welcher kurz vor seiner Mündung in den Brushkana Creek den Blick nach Osten in eine weite Ebene freigibt.

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Ja, die Welt hat schon fotogenere Karibous gesehen.


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Einziger Bär auf dieser Tour. Im nächsten Bericht gibts davon einige mehr zu sehen...


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Elch, im Hintergrund die Alaska Range.


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Bei bestem Wetter und entsprechender Laune stiegen wir nun in nordwestlicher Richtung auf ein Hochplateau auf. Mit Blick nach Süden genossen wir die Aussicht über die Talkeetna Mountains und Teile unseres gerade zurückgelegten Weges, im Nordosten zeigte sich die majestätische Alaska-Range. Am liebsten wären wir hier geblieben, doch wir folgten unserer Route weiter nach Norden und beendeten den Tag zu recht später Stunde mit einigen Langzeitbelichtungs-Versuchen.


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Alaska-Range.


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Zweiter HDR-Versuch.


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Hier hab ich den Verschluss einfach mal für 4 Minuten offen gelassen. Becky hat mit der Stirnlampe ein bisschen gemalt, anschließend leuchteten wir uns noch gegenseitig „ins Bild“. Das Foto druckten wir später aus und schenkten es unseren Gastgebern in Palmer (mit Namen: Keith & Bev).


Nun war es nicht mehr weit bis zum Highway. Wir hätten die Strecke in einem Tag gehen können, wären dann aber erst am Abend angekommen und hätten es sicher nicht mehr zurück nach Palmer geschafft, zumal wir als Hitchhiker ja auf freundliche Autofahrer angewiesen waren. Also verbrachten wir unsere letzte Nacht auf einem Pass, im nördlich gelegenen Tal konnte man schon den Denali Highway erahnen.


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Stachelschwein.


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Pünktlich zum Ende unserer Tour änderte sich das Wetter wieder einmal recht drastig. Wir erwachten im Regen, das Tal unter uns war wolkenverhangen. Außerdem fühlte sich Becky körperlich nicht wohl – mit anderen Worten: wir waren froh darüber, unsere Tour an diesem Tag enden lassen zu können. Entlang des Edmonton Creeks begannen wir den abschnittsweise beschwerlichen Abstieg. Bushwacking, das seinesgleichen sucht. Etwa 500 Höhenmeter weiter unten entdeckten wir dann einen ATV-Trail, der uns innerhalb einer weiteren Stunde zum Highway brachte.


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Als routinierte Tramper schafften wir es bis zum Abend zurück nach Palmer und freuten uns auf eine wärmende Dusche, Pizza und ein kuscheliges Bett.
Das Genießen solcher Bequemlichkeiten hält bei mir offensichtlich nicht lange an – kaum aufgestanden, beschäftigte ich mich am nächsten Morgen mit der anstehenden Tour, die mich (diesmal allein) durch den Denali Nationalpark und darüberhinaus führen sollte. Doch davon gibt es im nächsten Bericht zu lesen, den ich zeitnah nachreichen werde.

Das war’s erstmal. Kommentare und Kritik sind wie immer willkommen, Fragen werden schnellstmöglich beantwortet.

Edit: Und hier geht's zur Fortsetzung. (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?56949-US-Alaska-2011-%282-3%29-Denali-Trekking-amp-Packrafting&p=928072&viewfull=1#post928072)

Fliehender
24.10.2011, 18:05
Purer Neid! :o

Erstklassige Bilder 5sterne


Wie waren denn die Temperaturen an den schönen Tagen/Nachts?

Sector
24.10.2011, 18:41
Nur weiter, nur weiter!;-)
Tolle Fotos, tolle Tour!
Bin gespannt auf den Denali! Gibts auch eine Packliste von deinen Touren?

StefanKohler
24.10.2011, 18:53
Purer Neid zum 2.!

Schliesse mich ebenfalls mit einem grossen Lob für die tollen Bilder und den Bericht an. Das macht definitiv Lust auf mehr!

:popcorn:5sterne

Atze1407
24.10.2011, 19:30
No comment. 5sterne

heron
24.10.2011, 19:30
Sensationell! Vor allem die Biber- und Elchporträts!
Und obwohl ich dich natürlich verstehen kann, dass dich die Änderung deiner Pläne betrübt hat, fände ich es gradezu undankbar, den Plan B als nicht mindestens ebenso grossartig zu betrachten :bg:
Merke: Life is what happens while you make other plans!
Und das sind nicht immer die schlechtesten wenn ich - so von Neid ganz zusammengekringelt - deine Bilder und Berichte sehe :grins:

Libertist
24.10.2011, 19:59
Danke schon mal an alle.


Wie waren denn die Temperaturen an den schönen Tagen/Nachts?

Tagsüber wahrscheinlich so zwischen 5 und 15 Grad, je nach Wetterlage. Nachts meistens leichte Minusgrade. Nichts Extremes, erst später im September wurde es dann kälter.



Gibts auch eine Packliste von deinen Touren?

Ich fertige mir vor den Touren keine spezielle Packliste an, falls du das meinst. Aber es gibt eine Liste mit meiner gesamten Ausrüstung, von denen ich dann Teile mitnehme und anderes zuhause lasse. Auf diese Liste werfe ich beim Packen einen Blick, damit ich nichts vergesse. Soll ich die mal hochladen?



Und obwohl ich dich natürlich verstehen kann, dass dich die Änderung deiner Pläne betrübt hat, fände ich es gradezu undankbar, den Plan B als nicht mindestens ebenso grossartig zu betrachten :bg:

Najaaaa... die Talkeetna Mountains haben schon Spaß gemacht, aber ich schätze, meine Brooks Range Tour wäre um einiges "gewaltiger" geworden. Zumindest für mich, gefühlt. Zum Glück konnte ich wenigstens meine Denali Tour verwirklichen - das war (verglichen mit der hier beschriebenen Tour) auch noch mal eine größere Sache. Sowohl was den "gefühlten Abenteuerfaktor" angeht, als auch bezogen auf Tierbegegenungen. Aber davon gibts schon bald was zu sehen.

Williboyd
24.10.2011, 19:59
Wow. Das ist wunderschön dort.:o Grandiose Bilder!!!

DeLiebe
24.10.2011, 20:13
Sensationell!5sterne

berniehh
24.10.2011, 20:32
Hammer geil!5sterne

ich muss auch mal wieder nach Alaska;-)

Wildniswanderer
24.10.2011, 20:48
Toll! Man sieht sehr schön, dass es in Alaska nicht unbedingt die abgelegenen Ecken der Brooks Range sein müssen, um in faszinierender Natur inklusive Wildlife zu sein.

Sector
24.10.2011, 20:54
Ich fertige mir vor den Touren keine spezielle Packliste an, falls du das meinst. Aber es gibt eine Liste mit meiner gesamten Ausrüstung, von denen ich dann Teile mitnehme und anderes zuhause lasse. Auf diese Liste werfe ich beim Packen einen Blick, damit ich nichts vergesse. Soll ich die mal hochladen?


Gern! Oder auch per PN.
Danke.

smeagolvomloh
24.10.2011, 22:42
Wie immer ein erstklassiger Bericht!

Und von den Bildern wollen wir gar nicht erst reden! Da sind wirklich ein paar fotografische Perlen dabei!

5sterne

Libertist
24.10.2011, 23:35
So, im Anhang mal eine Liste von Ausrüstung, die in meinem Zimmer so rumfliegt. Es handelt sich dabei NICHT um eine Packliste! Ich hoffe, die Liste ist noch einigermaßen aktuell; gut möglich, dass etwas fehlt. Manchmal merkt ja gar nicht, wie sich der Kram so ansammelt.

Sector
25.10.2011, 20:40
Interessant. Danke.

vinne90
25.10.2011, 23:49
Hi,
wieder ein schöner - besonders die Bilder - Bericht. Da ich selbst noch Student bin, frage ich mich nur, wie du das zeitlich und finanziell auf die Reihe kriegst..., mit welcher Fluggesellschaft bist du z.B. immer unterwegs? Gibt's da eine die für Alaska besonders empfehlenswert ist?
Danke und in Vorfreude auf die nächsten Berichte,
Vincent

fjellstorm
26.10.2011, 13:05
Herzlichen Dank für diesen Bericht! Ich persönlich finde ja (aufgrund deiner schönen Fotos), dass der nördliche Teil der Talkeetna Mountains durchaus reizvoll ist.


Najaaaa... die Talkeetna Mountains haben schon Spaß gemacht, aber ich schätze, meine Brooks Range Tour wäre um einiges "gewaltiger" geworden Vermutlich ja;-)
Aber sieh es so: Durch die Planänderung bist du in den Genuss gekommen, mit einer dir sympathischen Dame unterwegs zu sein, hat ja auch was oder?
Anderenfalls hättest du vermutlich nur Besuch einer aufdringlichen Bärendame gehabt..:cool:
So, jetzt switch ich zu der "Brooks Range Story"

Libertist
26.10.2011, 13:39
Da ich selbst noch Student bin, frage ich mich nur, wie du das zeitlich und finanziell auf die Reihe kriegst..., mit welcher Fluggesellschaft bist du z.B. immer unterwegs? Gibt's da eine die für Alaska besonders empfehlenswert ist?

Nach Anchorage, Fairbanks, Whitehorse (...) kommt man am günstigsten mit Condor. Ich habe in diesem Jahr 780 Euro für Hin- und Rückflug bezahlt. Das ist schon okay, finde ich. Mit ein bisschen Glück (und Risikobereitschaft) kommst du sogar noch billiger: zwei Tage vor meinem Rückflug nach Frankfurt hätte mein Flug (für den ich 339 Euro gezahlt habe) nur noch 229 Euro gekostet.

Zu den Finanzen prinzipiell: tja, ich lebe sparsam! :cool: Hier in Wien gebe ich mein Geld eigentlich nur für die Zimmermiete und Lebensmittel aus, somit kann ich fast 50% meiner "Einnahmen" (Bafög, Kindergeld und was ich hier und da mal noch dazuverdiene) in Ausrüstung und Flüge investieren. Und das war's dann auch schon. Man bedenke, dass ich in nunmehr 30 Wochen, die ich bisher in Nordamerika auf Reisen war, keine einzige Nacht in einem Hostel oder Hotel zubrachte!

Und was die Zeit angeht... naja, die nehme ich mir. Ich schließe mein Studium gewiss nicht in Regelstudienzeit ab und ich werde auch nicht Jahresbester werden. Das ist eine Frage der Prioritäten: ich studiere, weil mich mein Fach interessiert und weil ich etwas lernen möchte. Aber der Outdoor-Kram ist meine Passion; das, was ich wirklich machen will. Das Studium steht an zweiter Stelle.



Durch die Planänderung bist du in den Genuss gekommen, mit einer dir sympathischen Dame unterwegs zu sein, hat ja auch was oder?

Das hatte allerdings was :cool: ...

Rattus
26.10.2011, 13:48
Wunderschöne Fotos! Ich konnte die Luft fast riechen und möchte auf der Stelle dort hin 5sterne

Ovaron
27.10.2011, 07:34
Danke für den wirklich tollen Bildbericht. 5sterne

Portaner
27.10.2011, 12:10
Sabber. :shock: Mein erster Gedanke... wo krieg ich jetzt so schnell ein Ticket her? :o

Nicht 1stern,
nicht 2sterne,
nicht 3sterne,
oder 4sterne.
Nein 5sterne sollst Du haben! :bg:

Und Teil 2 und 3 folgt hoffentlich bald! ;-)

Mortias
27.10.2011, 14:12
Absolut beeindruckend was Du da mal wieder hingezaubert hast. Wunderschöne Naturphotos, da bekomme ich richtig Sehnsucht nach Alaska und ärgere mich, dass es dieses Jahr mit meinen Alaska Plänen nicht geklappt hat. Wobei ich ja auch in die Brooks Range wollte, und die war ja wie es scheint ziemlich verregnet.
Ich gehe auch mal davon aus, dass Du auch dieses Jahr das Wasser wieder stets ungefiltert getrunken hast und es Dir nicht geschadet hat. ;-)

Libertist
27.10.2011, 14:26
Ich gehe auch mal davon aus, dass Du auch dieses Jahr das Wasser wieder stets ungefiltert getrunken hast und es Dir nicht geschadet hat. ;-)

Korrekt. :cool:

Teil II geht übrigens morgen online.


Edit: Mortias, warum wurde aus deiner Tour nichts?

Mortias
27.10.2011, 16:02
Edit: Mortias, warum wurde aus deiner Tour nichts?

Flug war zu teuer. Wollte ürsprünglich auch im Frühjahr buchen. Hatte mir auch s
chon ne ungefähre Route ausgeguckt. Nur dann kam von Seiten der Uni was dazwischen. Bin Doktorand und für den Spätsommer war ein Antrag fürn spezielles Forschungsprojekt gestellt wo ich auch drin involviert sein würde. Somit konnte ich keinen Flug buchen, bevor ich nicht wusste, was auch dem Projekt wird und wann genau es stattfindet.

Als ich dann Anfang Juni die Benachrichtigung kam, dass der Antrag abgelehnt wurde, kostete der Flug Hamburg Fairbanks (hin und zurück) bereits ca. 1400 Euro. Verbunden mit noch weiteren Kosten (Bushpilot, Erweiterung der Ausüstung etc.) wäre es mir einfach alles zu teuer gewesen. Somit war ich dann stattdessen 3 Wochhen günstig in Nordskandinavien unterwegs. Da wirds auch irgendwann mal nen Reisebericht von geben (aber erst wenn der Hype um Deine beeindruckenden Berichte etwas zurückgegangen ist :D).

Und ehrlich gesagt, glaube ich war es auch ganz gut, dass es nichts wurde. War bisher noch nie im Bärengebiet unterwegs und denke mal, dass es ganz sinnvoll ist, es dann nicht (wie von mir geplant) beim ersten Mal als Solotour anzugehen.

Sapmi
02.11.2011, 18:18
So, nun habe ich mir das endlich auch mal in Ruhe angeguckt.
Vielen Dank für den Bericht mit den superschönen Bildern (und auch für die Bilder im Tour-Abbruch-Thread). Schade, dass Du die Tour in der Brooks Range absagen musstest - ich hatte mich schon sehr auf den bebilderten Bericht gefreut ;-)- , aber in der Situation war es sicher die weiseste Entscheidung. Ich bin ja in der zweiten Augusthälfte selbst in Alaska gewesen, zum allerersten Mal und auch nur mal erst als Schnuppertour (nur 18 Tage) und meist sehr zivilisationsnahe, um erst mal ein Gefühl für Land und Leute zu bekommen (ich "muss" aber vermutlich schon nächstes Jahr wieder hin und denke schon über mögliche Touren nach ;-) ).
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, sind die diversen Anmerkungen zum Wetter. Ich bin am 11.8. in Anchorage gelandet und am nächsten Tag weiter Richung Norden gereist und war dann die meiste Zeit im Interior. Die ersten 2 Tage hatte ich Sonne pur + blauer Himmel, am 14.8. war's meist grau und hat auch zuweilen geregnet, dann folgte ein wechselhafter Tag, dann wieder 2 mit Bombenwetter, danach so gemischte mit ab und zu mal Schauern. Der einzige Tag, an dem es wirklich überhaupt nicht aufhellte, war der - Moment, muss mal in den Notizen gucken :bg: - Sonntag, 21.8. (und die Nacht davor). Danach war's wieder die meiste Zeit super.
Naja, vielleicht waren es halt einfach örtliche Unterschiede.

Werde mich dann demnächst mal dem Bericht Nr. 2 zuwenden. :D

Mika Hautamaeki
02.11.2011, 18:20
Von mir auch nochmal die begehrten 5sterne

Libertist
02.11.2011, 19:03
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, sind die diversen Anmerkungen zum Wetter. Ich bin am 11.8. in Anchorage gelandet und am nächsten Tag weiter Richung Norden gereist und war dann die meiste Zeit im Interior. Die ersten 2 Tage hatte ich Sonne pur + blauer Himmel, am 14.8. war's meist grau und hat auch zuweilen geregnet, dann folgte ein wechselhafter Tag, dann wieder 2 mit Bombenwetter, danach so gemischte mit ab und zu mal Schauern. Der einzige Tag, an dem es wirklich überhaupt nicht aufhellte, war der - Moment, muss mal in den Notizen gucken :bg: - Sonntag, 21.8. (und die Nacht davor). Danach war's wieder die meiste Zeit super.
Naja, vielleicht waren es halt einfach örtliche Unterschiede.

Hallo Sapmi, die beschriebene Regenpause legte ich vom 13. bis 23. August ein. Laut der zuverlässigsten Wettervorhersage Alaska (wunderground, mit Satellitenbild) hat es in dieser Phase in den erreichbaren Bergegenden geregnet. Damit meine ich: Chugach Mountains, Talkeetna Mountains, Wrangells und Alaska Range. Vielleicht hat der Wetterbericht ja nicht gestimmt, keine Ahnung... Örtliche Unterschiede gibt es ganz bestimmt, vor allem jenseits der Alaska Range - warst du in der Gegend um Fairbanks?

Sapmi
03.11.2011, 18:59
- warst du in der Gegend um Fairbanks?

Ja, die meiste Zeit irgendwo in der Gegend. Am 15./16. bin ich vom Elliott Highway (Wickersham Dome Trailhead, Meile 27 oder so) zum Summit Trail Shelter und zurück gewandert, da hatte ich z. B. absolutes Superwetter. Danach die Chena Ecke, dann Healy (etwas Richtung Mount Healy hoch, bei recht krassem Wind, aber blauem Himmel und Sonnenschein), Nenana, dann über Fairbanks nochmal kurzer Abstecher auf den Richardson Highway (dort war dann das schlechteste Wetter), am 23.8. dann nach Coldfoot und am nächsten Tag zurück nach FB, dann langsam wieder Richtung Süden, nur kurzer Denali-Abstecher (bei Bombenwetter!) und am Abflugstag in Anchorage auch wieder tiefblauer Himmel, aber das war ja dann schon wieder nach der von Dir genannten Zeit.
Naja, August soll ja auch der regenreichste Monat dort sein und mir wurde auch berichtet, dass es vor meiner Ankunft schon viel geregnet hatte diesen Sommer. Aber klar, dass Interior natürlich insgesamt weniger Niederschläge hat.

In Talkeetna war ich übrigens auch (am 2. Tag, bei bestem Wetter und Supersicht), nur nicht in den dazugehörigen Mountains. :bg:

Peter83
22.02.2012, 14:23
Wunderschön. Danke.

Grüsse,
Peter

ChrisB76
22.02.2012, 17:46
Wow! Ich bin einfach nur sprachlos!
So viel Leidenschaft und Begeisterung... Toll! Bitte lass noch viele weitere Berichte folgen.
Danke für deine Mühen hier alles so mitreißend zu schildern 5sterne