PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schlafsack-Kombi rund ums Jahr



NoFrontiers
21.08.2004, 09:32
Hi,


ich bin auf der Suche nach einer Schlafsack-Kombi die mich rund ums Jahr begleiten kann. Vorwiegendes Einsatzgebiet wird Nordskandinavien sein - ich plane auch 1-2 wöchige Wintertouren die nur mit dem Zelt durchgeführt werden sollen. Mit -40° muss also kalkuliert werden. Ich habe selbst mit diesen Temperaturen aber noch keine Erfahrung sammeln können.


Ich bin nun schon eine ganz Zeit am suchen und vergleichen und habe dabei schon alle möglichen Kombis und Materialien in Erwägung gezogen so richtig schlau bin ich dabei aber nicht geworden.


Das Problem ist wohl größtenteils so wie ich das sehe, einen Schlafsack zu finden der sich sowohl im Sommer ohne schwitzen gut einsetzen lässt, andererseits aber auch leichte Minusgrade gut mitmacht.

Ich würde diesen dann als Innenschlafsack und nur bis in den Spätsommer nutzen, im Herbst dann den Aussenschlafsack so das ich nur im Winter beide Säcke mit mir führen müsste.


Jedenfalls scheint mir diese Kombination am sinnvollsten.

Ich liebäugel zur Zeit mit der Defence 4 + Tropen Kombination von Carinthia aber auch eher aus Ratlosigkeit und Mangel an Alternativen als aus Überzeugung.

Die -40° traue ich der Kombi jedenfalls nicht wirklich zu, ansonsten müsste ich meine Erfahrungen damit machen.

Ich hatte daran gedacht anstatt Tropen einen Snugpak Softie 9 einzusetzen, der hat ungefähr so 500 Gr zusätzliche Füllung. Ob die -40° damit zu packen sind bezweifle ich aber auch.


Eine wichtige Frage wäre für mich ab welchem Temperaturbereich ein Vapour Barrier Liner zwingend eingesetzt werden muss und ob man bei Kunstfaser generell darauf verzichten und nur zur Sicherheit einen mitführen könnte.


Empfehlungen, Tipps?

Corton
21.08.2004, 10:35
Gleich vorweg: Ich hab keine Erfahrung mit Übernachtungen bei -40°C


ch liebäugel zur Zeit mit der Defence 4 + Tropen Kombination von Carinthia aber auch eher aus Ratlosigkeit und Mangel an Alternativen als aus Überzeugung. Die -40° traue ich der Kombi jedenfalls nicht wirklich zu.
Ist glaub auch besser so. :bg:

Innen und außen KuFa :ill:, lt www.bw-versand.de wiegt das Teil in Gr. L 3,3kg (und hat bestimmt ein Packmaß, für das man nen LKW braucht...). :ill: :ill:

Schon mal an die Kombination

1) Innen: Relativ schmal geschnitter Daunenschlafsack mit 500 - 600g hochwertiger Füllung und sehr dampfdurchlässigem Bezug (Beispiel: Western Mountaineering Apache)
2) Außen: Weit geschnittener Daunenschlafsack mit 900 - 1000g Füllung und stark wasserabweisendem Bezug (Beispiel: Western Mountaineering Kodiak oder Sequioa SDL)

gedacht? (Angaben jeweils für Gr. L) Mit 260 EUR kommst Du da allerdings nicht weit. :bg:

VBL ist bei solchen Temps nach Aussage von Leuten, die sowas schon gemacht haben Pflicht. Frag mal jackknife hier im Forum.

Corton

NoFrontiers
21.08.2004, 11:13
Also 2.8 Kg sinds laut Carinthia. Ich denke 3.3 Kg sind zuviel - ich rechne so mit 3 Kg.

Vom Volumen her wäre das nicht das Problem da ich mir einerseits einen 110-130 L Rucksack kaufen werde und andererseits nur im Winter beide Säcke mit mir führen muss wo wohl eh eine Pulka dabei sein wird.


Daune: habe ich natürlich auch daran gedacht und würde mich eventuell auch mit dem Gedanken anfreunden so eine Edeltüte für 500 € zu kaufen.

Allerdings bin ich was Daune im Winter betrifft eben sehr skeptisch - es soll ja keine Hüttenübernachtungen geben und ich plane 1-2 Wochen unterwegs zu sein, also könnte Feuchtigkeit schnell zum Problem werden vermute ich.

Als Aussenschlafsack würde ich da zumindest auf jeden Fall lieber auf Kunstfaser zurückgreifen denke ich.

Mir fehlt aber selber auch die persönliche Erfahrung, das muss man dazu sagen.


Der Seqouia ist mir auch schon aufgefallen, der wäre echt ideal als Aussenschlafsack, schön geräumig und lässt sich ganz öffnen so das ich ihn evtl. auch im Sommer nehmen könnte - aber ist eben Daune.


Als Innenschlafsack, also der Tüte die eigentlich nur so bis in den Spätsommer verwendet werden soll, denke ich könnte man schon Daune nehmen - ich vermute da wird auch stark übertrieben was Feuchtigkeit und so betrifft so langs um normales Sommerwandern in Skandinavien geht.

Es sei denn der macht im Winter dann Probleme wegen Feuchtigkeit. Was egal wäre wenn ich auch bei KuFa einen Vapour Barrier Liner benutzen müsste. Würde ich natürlich gerne drauf verzichten wenn möglich.

Ich muss vielleicht auch noch dazu sagen das ich solche Temperaturen von -40° auch nicht gezielt suchen werde, aber man muss in diesen Breitengraden eben damit rechnen.


Schlafkomfort habe ich persönlich unter normalen Bedingungen mit einem Carinthia KuFa als äusserst angenehm empfunden, sogar wesentlich angenehmer als in meiner Daunentüte, welche allerdings auch schon fast als antik zu bezeichnen ist.

Corton
21.08.2004, 12:51
Alsoooo, ich bin gerade wirklich zu faul schon wieder alles runterzubeten, was schon hundertfach in diesem Forum steht, aber eines sei gesagt: VERGISS DIESEN DAUNE IST SUPER FEUCHTIGKEITSEMPFINDLICH UND FÄLLT SOFORT IN SICH ZUSAMMEN QUATSCH (auch wenn 90% der Verkäufer ständig diesen Käse runterbeten) - das ist Müll³! Alles teuren High-End Winterschlafsäcke sind ausschließlich mit Daune befüllt. Warum wohl? Meinst Du, die Hersteller sind alle doof? Nein, sind sie nicht. :)

Daune verklumpt wenn sie nass (nicht feucht) wird. Einen Schlafsack mit 1000g oder mehr Daune richtig nass zu bekommen (so dass er verklumpt), ohne dass man ihn in nen See oder Fluss schmeißt und mit Vorsatz versenkt ist so gut wie unmöglich - schon gar nicht, wenn man ein VBL benutzt!

Zum Schluss noch zwei Außenschlafsack Tipps: Joutsen 1800 (http://www.outdoorshop.de/Public/Produkte_List.lasso?-database=Outdoorshop&-table=Produkte&-response=Produkte_Detail_Druck.lasso&-keyField=id&-keyValue=1590&-search&-session=Warenkorb:C98D97584CA96CD4E30F2973DED6776A) und der TNF Solar Flare Endurance bei www.peak-berlin.de für 440 EUR statt 600 EUR.

Corton

grand
21.08.2004, 13:06
öhm täusch ich mich oder sollte bei weit unter 0 grad feuchtigkeit eher weniger das problem sein? :roll:

Corton
21.08.2004, 13:28
Der größte Teil der Feuchtigkeit kommt (auch ohne Unfälle 8) ) von innen.

NoFrontiers
21.08.2004, 14:09
@corton


Wie gesagt ich bin grundsätzlich offen und bin da nicht dogmatisch was das Material angeht.

Trotzdem würde ich bei Daune instinktiv eher zu der Variante atmunsgaktiver Innenschlafsack tendieren aber einen KuFa Aussenschlafsack dazu nehmen.


Mir fehlt aber auch einfach die eigene Erfahrung.


Sollte ich mit KuFa doch auf den VBL verzichten können würd ich allerdings in jedem Fall KuFa nehmen, stell ich mir schon extrem kacke vor in seinem eigenen Saft aufzuwachen und zu schlafen und dann so bei klirrernder Kälte in die Klamotten. :ill:


@grand

Es geht nur um die Feuchtigkeit im innern des Schlafsacks bei extremen Minusgraden. Bei normalen Bedingungen halte ich einen guten Daunenschlafsack auch für problemlos.


ps: vom Joutsen habe ich hier schon viel gutes gelesen

Nicht übertreiben
21.08.2004, 14:40
Nen VBL brauchst Du sowohl bei Kunstfaser, als auch bei Daune. Wobei Kunstfaserfüllung natürlich weniger empfindlich auf das nicht benutzen reagiert.

Ich habe meine ersten Wintertouren mit einer Kombination aus Kufa 3-4JZ-Schlasa (angeblich um die -20 Komfort) und einem Explorer-top von Carinthia gemacht. Auch bei -26° konnte man das Ding noch nicht ganz schließen ohne zu schwitzen. Nachteil war das hohe Gewicht. Ich bin jetzt auf Daune umgestiegen.

Ich würde (wenn das Geld da ist) wohl 2 Schlafsäcke kaufen, einen richtigen Winterschlafsack und einen für das übrige Jahr.

Gruss
Thorben

NoFrontiers
21.08.2004, 17:55
@Nicht übertreiben


Was für ein Schlafsack war das seinerzeit oder kannst du noch ein paar Angaben dazu machen, Füllmenge und so dann hätte ich mal einen Anhaltspunkt an dem ich mich orientieren könnte. Den Explorer Top kenne ich ja und wird sich seitdem auch nicht entscheidend verändert haben.

-26°, ich nehm an da war schon VBL angesagt? Ab wieviel Minusgraden würdest du sagen muss man das Ding verwenden?

Nicht übertreiben
21.08.2004, 20:40
Der Schlafsack ist von Nomad und heißt Icecap 1150 (wobei 1150 die Füllmenge ist, gesamtgewicht sind 1,9kg)
Das Ding hat laut Hersteller -20°C als Komforttemperatur und nen 1/3 Reißverschluss.

VBL (Ich hatte nur zusammengeklebte Müllsäcke) habe ich nur 2* benutzt, weil es einfach ziemlich komisch war darin zu schlafen. Man nimmt dann aber bewußt in Kauf das Schlafsackgewicht jede Nacht zu erhöhen und die Isolation etwas zu verschlechtern.

Aber wie schon gesagt, wenn ich nochmal vor der Entscheidung stünde und
ein finanziell nicht zu eng limitiert wäre, dann würde ich nen Daunenschlafsack kaufen.

Beim Schlafen in 2 Schlafsäcken verdreht sich einer ständig, man hat ein riesen Packvolumen und ein hohes Gewicht.....

Inzwischen habe ich für 2Wochen Wintertour nen Gepäck von <27kg (ohne Pulka) das macht sich schon bemerkbar....

Gruss
Thorben

felö
22.08.2004, 15:05
Als Daunenfreund würde ich auch innen und außen einen Daunenschlafsack benutzen. Vorschlag wäre einen dieser billigen Yetis in Comfort-Version (pound/pocket), eventuell noch getunt (s.Forum) für 99,- Euro. Damit kommt man bis etwa 5 Grad ganz gut klar und bei 99 Euro kann man nicht viel falsch machen. Zudem bietet es sich an bei dem Gewicht auch auf Hütten usw. nicht auf richtig Wärme zu verzichten. Leider gibt´s bei Globi keine mehr, vielleicht kennt aber jemand im Forum noch ´ne Adresse, wo das Angebot noch besteht.

Als Außentüte würde ich dann zu etwas Edlerem greifen, was für Temperaturen bis -15 oder -20 Grad geht, am besten mit ´nem guten Außenmaterial (z.B. Dryloft oder Ähnliches). Wenig falsch machen kann man mit WM, FF, Marmot, legt aber auch ordentlich Scheine hin. Vorteil: man hat ´nen richtig guten Schlafsack, der nicht zuviel wiegt und braucht den Innenschlafsack nur im Ernstfall.

Gesamtgewicht der Kombi: <2500g

Zum Feintuning kann ich dann noch Downboots empfehlen, wiegen wenig.
und erhöhen den Komfort spürbar.

Ich selbst benutze einen Leichtschlafsack (RAB300 oder Yeti pound), falls es kälter wird ´nen Marmot Arete mit Dryloft (Gew. ca. 1300g, bis -7 Grad) und bei extremer Kälte die Kombination. Zum Feintuning kann ich auf selbstgemachte Downboots zurückgreifen.

Was man nicht ganz außer Acht lassen darf: -40 Grad hat man selten, dann aber meistens auch eine Expeditionsdaunenjacke dabei, die man in diesen wenigen Nächte nicht schonen soll.

Felö

NoFrontiers
23.08.2004, 10:40
@Nicht übertreiben

Thx, wie lange wart ihr denn damals eigentlich unterwegs - war das ausschließlich mit Zelt?



Ich habe mittlerweile erfahren das der Carinthia Tropen sich am Hals- und Kopfbereich nicht komplett schließen lässt - das disqualifiert ihn endgültig für Skandinavien denke ich.


Also ich würde ja nun wie gesagt lieber darauf setzen einen der beiden Schlafsäcke mit Kunstfasern zu kaufen.

Ich habe ja angenommen das es vorteilhafter wäre den Aussenschlafsack als Kunstfaser zu wählen. Ist das vielleicht falsch und es wäre grade anders rum besser, also innen KuFa und aussen Daune? Ich meine das Hauptproblem -der Schweiß- würde ja im Innenschlafsack anfallen. Bei optimaler Funktion des System andererseits ja aber auch wieder in den Aussenschlafsack transportiert werden...

Wie würdet ihr das Einschätzen?

Kasus Knacktus wird wohl aber in beiden Fällen sein, einen Innenschlafsack zu finden in dem man im Sommer nicht schwitzt, der aber andererseits auch leichte Minusgrade (-5°?) übersteht, so das man in Kombination auch die -40° erreicht.

Also: Ich brauche Vorschläge für beide möglichen Kombinationen. Welcher Daunen- und welcher Kunstfaserschlafsack erfüllt eurer Meinung nach die oben genannten Kriterien und wäre als Innenschlafsack geeignet?


Der Aussenschlafsack wird nicht so das Problem denke ich. Bei Kunstfaser ist der Defence 4 schon gut denke ich, bei Daune werde ich auch was finden - WM Seqouia, Exped Ibis WB schweben mir da zum Beispiel vor.



Im Moment würde ich den Defence 4 und einen Carinthia Daunenschlafsack mit 800 Gr 600er Gänsedaunen kaufen. Der Daunensack ist beidseitig aus Carinthias Innenschlafsack-Material für Daunen "Shelltex", also atmungsaktiv und für den Einsatz als Innenschlafsack konzipiert.

Das wären dann 1000 Gr Hohlfasern aussen und 800 Gr Gänsedaunen innen und jeweils nochmal 850 Gr und 700 Gr sonstiges Material. Dazu einen Seidenliner von Cocoon.

Was meint ihr wären die -40° damit zu knacken?

Carinthia gibt dieses System zwar mit einem Komfortbereich von -33° an aber da scheint eher der Explorer Top als Aussenschlafsack verwendet zu werden als der angegebene Aussenschlafsack ECC Top.
Die angegebene Kombination würde nämlich zusammen auf 3.1 KG kommen, angegeben sind aber nur 2.4 Kg.

Mit Explorer Top wären es 2.6 KG, so das mir wahrscheinlich erscheint das eigentlich diese Kombination gemeint ist. Ausserdem scheinen die Angaben nicht nur bei diesem System verwechselt worden zu sein.

Nicht übertreiben
23.08.2004, 11:46
Wir waren immer 14 Tage unterwegs, also ca. 9 Tage auf Tour.
Wenn eine Kombination aus Kufa und Dauna, dann die Kufa nach außen, da so der Kondensationspunkt in der Kufa-Füllung liegt.

jackknife
23.08.2004, 14:19
Warum bist Du so auf -40° fixiert. Wann willst Du in den Norden? Diese Kombigeschichte ist doch etwas zweischneidig. Also definitiv, unter null immer VBL. Außen immer eine Membran. Wenn im Zelt gekocht wird, und jenes passiert immer bei Wind oder Schneetreiben, entsteht sowiel Kondenz, dass alles aber auch restlos alles im Zelt klamm und feucht wird. Außerdem sind fast alle Klamotten klamm, durch das Geschwitze. Nach dem Laufen ist man aber richtig im Arsch und will meist nur noch Wärme und etwas zum Essen. Man sitzt dann meist noch eine Weile und versucht die Klamotten am Leib etwas zu trocknen, dann wird es aber doch etwas unangenehm und geht in den Schlafsack, aber mit den Socken, damit die etwas trockener werden für den nächsten Tag. Dieses aber im VBL oder blauen Müllsack. Dann kann man das Kondenzwasser einfach ausschütteln. Ohne VBL ist der Schlafsack als erstes im Fußbereich nass. Du solltest Dich schlafsackseitig bis -30° vorbereiten. Darunter geht das Termometer sehr selten. In diesen Temperaturbereichen schläft man auch nicht wirklich gut und erholsam im Schlafsack. Selbst durch das noch so klein gezogene Atemloch in der Kapuze pumpt die eiskalte Luft bei jeder Bewegung fies hinein und man wird wieder wach. Für die -40 hat man wie oben schon einmal erwähnt, sein Daunenjacke, Booties, Powerstretchhose usw. Die Kombi hlte ich für zu schwer. Bei zwei Wochen draußen im Fjäll, benötigst Du leichteste Ausrüstung und einen großen Rucksack. 30 Kg sind nicht wirklich witzig auf den Schultern und am meisten merkt man das Gewicht in den Füßen. Die schwellen auf Ski richtig gut an, da sie nicht richtig abrollen konnen und den ganzen Tag nur die Ski schieben.
Auch war es die letzten Jahre in Lappland immer zu warm für die Jahreszeit. 2003 Februar/ März hatten wir sogar Regen, wo wir eigentlich mit legeren - 20 bis -30° gerechnet hatten. Da ist die gesamte Ausrüstung kollabiert, abgesehen vom Zelt.
Falls Du möchtest, sende ich Dir via email meine Nummer, dann kann ich Dir vielleicht noch ein paar Tips geben, da ich eigentlich das getippe hasse.
Matthias

NoFrontiers
25.08.2004, 13:57
@nicht Übertreiben

Thx nochmal für die Infos - habe das nochmal durchgedacht und halte auch selbst immer noch Daune innen, KuFa draussen für besser.

@jackknife

Großes thx für deine ausführliche und durchdachte Antwort!

Vorab aber mal zwei Sachen die mir unklar sind:

Du schreibst man soll die Socken mit in den Schlafsack nehmen und das man eh mit Klamotten schläft um sie einigermassen trocken zu kriegen. Ok, das mit den Socken raffe ich - die kann man einfach ausserhalb des VBLs lagern, aber wenn man mit Klamotten schläft müssten die am nächsten Morgen wegen des VBLs doch erst recht klatschnass sein oder etwa nicht?


Du schreibst auch man müsse ab -1° den VBL nehmen. Ist das nicht etwas übertrieben? - also da werde ich dann aber schummeln glaub ich, zumindest wenn ich darauf vertrauen kann das ich innerhalb von 1-4 Tagen eine Hütte erreichen kann im Notfall. Also ab -10° hätte ich jetzt überhaupt erstmal angefangen über einen VBL nachzudenken... :ill:


Das mit der Kondenswasserbildung durch kochen ist ein sehr nützlicher Hinweis, das habe ich so überhaupt nicht bedacht und wird auch dazu führen das ich meine Zeltwahl eventuell nochmal ändern muss!

Also die -40° sind einfach von daher der Richtpunkt für mich da das halt so der Extremwert ist mit dem gerechnet werden muss. Wenn an 29 von 30 Tagen das Thermometer nicht unter -30°, an dem einen Tag dann aber ausgerechnet auf -40° fällt dann steht man halt dumm da wenn man nicht darauf vorbereitet ist.

Es hätte zwar durchaus seinen Reiz mal solche Temperaturen zu erleben aber ich werde sie sicherlich nicht suchen, zumindest nicht auf einer mehrtägigen Tour, da reicht dann wohl der Bereich von -10° bis -30°.

Wintertouren sind halt im Winter geplant. Da ich aber zu der genauen Route (sprich Region) noch nichts sagen kann weiß ich auch noch nicht exakt zu welcher Zeit. Ich nehme an von Dezember bis Ende März wird im Großteil Skandinaviens die Hauptwintersaison liegen.

Konkret geplant ist erstmal eine erste kürzere und von den Temperaturen möglichst gemässigtere Tour um sich mit den nordischen Winterverhältnissen vertraut zu machen - also insgesamt alles etwas leichter.
Das ganze soll wenn es noch klappt Dezember diesen Jahres stattfinden, sehr viel wahrscheinlicher ist aber Februar-März kommenden Jahres. Eigentlich also noch massig Zeit sich vorzubereiten, Problem ist nur das ich unbedingt noch eine Tour in diesem Jahr machen will (September od. Oktober) und von daher jetzt schon Schlafsack und Zelt kaufen muss.


Ich muss nochmal sagen das ich zu beinahe 100% eine Pulka haben werde wenn ich im Winter unterwegs bin. Anfänglich gefiel mir der Gedanke zwar nicht, aber die Vorzüge sprechen einfach für sich denke ich. Ein 1/2 bis 1 Kilo mehr für einen Schlafsack würden also wirklich nicht so sehr reinhauen.


Ich hab schon mitbekommen das du hier im Forum einer der Schlafsackgurus bist - zumindest schon viele Erfahrungen mit den verschiedensten Teilen gemacht hast.

Was sagst du denn zu der Kombi Carinthia Defence 4 + Carinthia Daunensack (800 Gr. Gänsedaunenfüllung, 600er Fillpower) für den Temperaturbereich -30° bis -40°?

Würdest du eventuell sogar der Defence 4 + Tropen-Kombi -30° zutrauen?

Also das Thema mit Klamotten pennen ist mir wie gesagt noch unklar, von daher gehe ich jetzt immer noch eher von -40° aus.

Natürlich ist mir das gesamte Themengebiet Ausrüstung im nordischen Winter insgesamt noch reichlich unvertraut.

Einzige Anhaltspunkte die ich da bisher habe sind, neben dem was ich so aufschnappen konnte, der Abschnitt übers Winterwandern in Peter Bickels Buch "Nordskandinavien" und die Seite gooutdoor.de von zwei Forumsmitgliedern hier.

Peter Bickel, und sein Buch wird ja allgemein gelobt und empfohlen, schreibt ja das zwei Schichten Fleece und darüber eine gute winddichte Aussenbekleidung absolut ausreichend sind für Temperaturen bis -40° soweit man sich bewegt. Eventuell noch eine Daunenjacke zur Rast.

Welche Stärke des Fleece haben soll darüber schweigt er sich leider aus.

Ich hatte ausgehend von dieser Empfehlung mit einer Lage Ullfrotté 200, darüber eine Lage Ullfrotté 400, darüber einen Windstopper Pullover dickerer Qualität geplant. Jacke: einen Baumwollanorak von Norrona wie ihn auch Bickel empfiehlt, oder eine Dermizax Jacke von Bergans mit Fleeceinnenjacke. Dermizax ist Bergans GTX Variante, aber robuster. Billiger als GTX ist es nicht.

Als Hose habe ich auch eher an etwas ungefüttertes gedacht, dafür aber halt absolut winddicht - eventuell auch die Baumwolle von Norrona.

Dazu als Reserve einen dicken Wollpullover und eine leichte Daunenjacke und -hose.

Andererseits sind die Jungs von gooutdoor.de ja mindestens doppelt so dick eingepackt losgezogen wenn man sich die Ausrüstungsliste mal anschaut.

NoFrontiers
25.08.2004, 14:10
Ach ja, danke auch noch für dein wirklich ehrenwertes Angebot mit dem Telefon . Das Telefon ist aber hingegen wieder mein absolutes Hassmedium :kotz:

jackknife
25.08.2004, 15:26
Hose: eine Xcr Hose mit Seitenzips, am besten mit Latz und eingearbeiteten Gamaschen. Darunter eine Powerstretchhose und zusätzlich eine Funktionsunterhose lang, für die Nacht und falls es extra kalt wird. Zwei 200 Polartec Fleece + Powerstretchtop + Funktionshemd. Daunenjacke ist sehr wichtig. In den Pausen ist man meist durchgeschwitzt und es ist dann in der Pause saukalt!!! Unbedigtes Muss sind die Booty`s von Ajungilak. Dort legst du dir eine Einlage aus evazote rein. Mit den Booty`s kann man abends im Lager super herumlaufen und hat warme Füße ( auch im Hinblick auf das Sockentrocknen). Kauf dir bloß keine Daunenbooty's, die werden nur nass und du bekommst sie nie wieder trocken. Einer der wichtigsten Gegenstände im Zelt ist eine halbliter Kunststoffflasche mit Weithals, dann mußt du nachts nicht heraus aus dem Zelt zum Pinkeln. Hört sich zwar eklig an, ist aber so angenehm, da man sich den Hintern nicht abfriert und quasi nur halb aus dem Schlafsack muß, dass man darüber gern hinwegsieht. Wichtig, die Pisse gleich in einer Ecke der Abseite des Zeltes in den Schnee kippen, da sonst morgens festgefroren.
Die Carintia Combi kenne ich nicht, halte aber durch ssehr schlechte Erfahrungen mit dieser Firma überhaupt nichts von diesem GLT Zeugs welches Carintia verbaut. Das ist schon nach einem Jahr zusammengefallen.
Matthias

NoFrontiers
25.08.2004, 16:39
Also was die Kleidung betrifft liegen wir ja ziemlich konform was Dicke und Wärmeleistung angeht.

Daune ist denke ich auch angesagt beim rasten. Vom Ajungilak-Evazote Tuning habe ich schon gelesen, werde ich in jedem Fall auch so mitführen.
Das mit der "Bettpfanne" hab ich auf gooutdoor.de zum Glück schon gelesen und ist auch son Ding wo ich nie dran gedacht hätte! :wink:
Bevor es losgeht werde ich mich auf jeden Fall noch genauer vorbereiten und auch das Buch Winterwandern von Rainer Höh mal durchlesen. Soll ja etwas veraltet sein aber mir ist keine Alternative bekannt.

Noch mal zu den Schlafsäcken:

Also von dem Problem mit den Carinthia Hohlfasern wurde mir schon berichtet. Allerdings wurde mir gesagt das sich, laut Carinthia, die Fasern nach einiger Zeit Benutzung "setzen" und so erst ihren endgültigen Loft entwickeln - die Wärmeleistung soll gleich bleiben.
Zugegeben, hört sich ein wenig wild an und ich weiß nicht was dran ist. Ich habe aber auch das Gefühl das Carinthia hier im Forum allgemein etwas schlechter wegkommt als verdient.

Naja, wie dem auch sei: nun wäre ja nur der Aussenschlafsack aus Kunstfasern - wie würdest du den Temperaturbereich einschätzen wenn man mal nur auf die Füllmengen schaut:

Da wären beim Aussenschlafsack einmal 1000 Gr. Hohlfasern und beim Innenschlafsack 800 Gr Gänsedaunen mit 600er Fillpower. Dazu nochmal jeweils 850 und 700 Gr sonstiges Material.
Der Innensack wäre beidseitig aus Carinthias Innenstoffmaterial und ist auch für die Verwendung als Innenschlafsack konzipiert (dampfdurchlässig).
Der Daunensack kostet so um die 300 Schleifen, ist also entgegen dem Gros von Carinthias Produktlinie auch nicht ganz so billig.

hier mal ein Link zu den Teilen:
Defence 4 (http://www.khs-industries.com/shop/login.php?caller=xlink&url=detail.php&sess=dde8b9c305fdeb90467ffa9683afc5e6&art_id=164&oldcaller=xlink&startlimit=0&brandID=558)
Explorer Down 800 (http://www.khs-industries.com/shop/login.php?caller=xlink&url=detail.php&sess=dde8b9c305fdeb90467ffa9683afc5e6&art_id=177&oldcaller=xlink&startlimit=0&brandID=558)

oder genauer unter http://www.military-sleeping-bags.com/ dann Catalog/ System

Wie war das nun eigentlich gemeint bezüglich mit Socken und mit Kleidung pennen? Wird doch klatschnass im VBL?

boehm22
25.08.2004, 17:13
Also von dem Problem mit den Carinthia Hohlfasern wurde mir schon berichtet. Allerdings wurde mir gesagt das sich, laut Carinthia, die Fasern nach einiger Zeit Benutzung "setzen" und so erst ihren endgültigen Loft entwickeln - die Wärmeleistung soll gleich bleiben.
Zugegeben, hört sich ein wenig wild an und ich weiß nicht was dran ist. Ich habe aber auch das Gefühl das Carinthia hier im Forum allgemein etwas schlechter wegkommt als verdient.


Vielleicht, weil wir schlechte Erfahrungen damit gemacht haben?

Ich habe schon mehrere Schlafsäcke besessen (Salewa KF, JWolfskin KF, Carinthia KF, Ajungilak KF, Mountain Hardwear Daune, Yeti Daune) - keiner hat mich mehr enttäuscht als der Sommerschlafsack von Carinthia.
Nach ca. 30 Nächten (im 3. Sommer) hatte der bereits so stark nachgelassen, daß ich in dem Schlafsack im verregneten August in Mecklenburg gefroren habe.

Thorsten
25.08.2004, 17:49
Die Kombination Defence4 / Explorer Down800 wird wohl nicht funktionieren.
Der Defence4 ist zwar weit geschnitten; wahrscheinlich jedoch nicht weit genug, um einen ausgewachsenen (Winter-)Daunenschlafsack aufzunehmen.

NoFrontiers
25.08.2004, 19:25
@boehm22

Also ich möchte niemandem sein objektiv empfundenes Schlafgefühl absprechen und dieses Forum ist wirklich eine erstklassige Informationsquelle was Ausrüstung betrifft.

Trotzdem bleiben insbesondere Schlafsäcke eine sehr subjektive Angelegenheit. Habe heute hier z.B. erst gelesen das jemand den Ajungilak Tyn allgemein höchstens bis -3° empfiehlt. Das kann man bei einer Füllmenge von knapp 1500 Gr. wohl für mindestens 80% der Leute als Nonsens bezeichnen wage ich zu behaupten ohne das ich das Teil gesehen habe.

So habe ich eben auch das subjektive Gefühl das Carinthia insgesamt ein wenig schlechter wegkommt als verdient, trotzdem nehme ich ernst was ich hier lese.

Es sind ja nun in diesem August teilweise auch nicht mehr gerade sommerliche Temperaturen zu verzeichnen. Du schreibst von einem verregneten August, möglich das die Temperaturen einfach erheblich in den Keller gingen nach ein paar Tagen Dauerregen?

Mal ab davon: ich hab gerade deinen Tourenbericht über den Hardangervidda gesehen und war ziemlich überrascht das da im Januar kein Schnee lag. Kann man den Hardangervidda im Oktober noch schneefrei gehen? Schöne Photos!


@Thorsten


Also das müsste ich auspropieren wenn nicht gäbs noch den ECC Top von Carinthia mit der gleichen Füllmenge. Der Explorer Top würde wohl in jedem Fall passen wäre mir aber auch zu dünn.

Notfalls nehm ich den Defence in 200cm Länge, das sind nur 150 Gr mehr Gewicht, also damit sollte das schon hinhauen denke ich.

Hast du den Defence 4 schon mal live vor dir gehabt?

Sind ja immerhin als Aussenschlafsäcke konzipiert die Teile. Mit welchem Schlafsack sollte das sonst funktionieren - hast du eine Alternative aus Kunstfaser?

boehm22
25.08.2004, 19:32
Hi,

es war der Sommer vor 3 Jahren und klar, wegen dem Regen hat es insgesamt abgekühlt. Mein Mann neben mir hat im Aldi-Schlafsack während der Zeit geschwitzt.

Und im ersten Jahr, als ich den Carinthia gekauft hatte, da fühlte er sich noch flauschiger an und ich hatte mit dem Schlafsack in Canada bei ca. 5 Grad im Plusbereich kuschelige Nächte.
Heute bringt er das definitiv nicht mehr, und es ist immerhin ein Schlafsack, der knapp 1400 Gramm wiegt.


In der Hardangervidda war ich Anfang Juli - da war nicht mehr so viel Schnee.
Für den Oktober müßtest Du mal bei Julia (auch hier im Forum) fragen, die wohnt seit 6 Jahren da in der Nähe. Ich meine aber da reicht einerseits der Schnee noch nicht, andererseits sind seit Mitte September dann alle Sommerbrücken bereits abgebaut.

NoFrontiers
25.08.2004, 19:59
... buchte ich plötzlich im Januar einen Flug für 91 Euro nach Norwegen.

Tja, Frühbucher reisen günstiger und wer lesen kann ist klar im Vorteil. :wink:

Sorry, hätt ich ein Stück weiter gelesen hätt ich mir die Frage sparen können.
Schade, die Tour sieht geil aus von den Fotos her zu urteilen.

Thorsten
25.08.2004, 20:44
Was die "grüne" Produktlinie von Carinthia angeht:

Eigtl. ist das nur etwas für militärisch ambitionierte Nutzer, die unbedingt olivgrüne Schlafsäcke mit schnellöffnenden Reissverschlüssen haben bzw. etwas deutlich besseres, leichteres oder wärmeres als die dienstlichen Penntüten haben wollen.

Oder für Angler oder Jäger, die ähnliche Vorzüge zu schätzen wissen.

Gut ist, daß Carinthia ineinander passende Schlafsäcke anbietet;
vergleichbares sucht man bei vielen Herstellern vergebens.

Was aber noch lange nicht heisst, daß man einen C.Schlafsack mit jedem beliebigen anderen Modell der Firma kombinieren kann.

Eine dünne (vielleicht 3cm)Tüte wie der Tropen passt problemlos in den Defence4, kaum aber ein dreimal so dicker Daunenschlafsack wie der Explorer Down800.
(letzteren besitze ich, den Def.4 kenne ich)

Der Defence4 ist in diesem Sinne auch kein reinrassiger Überschlafsack.
Er ist halt weiter als z.B. ein Ajungilak Tyin geschnitten, so daß ein engerer Sommerschlafsack halt mit hineinpasst.

Weiterhin solltest Du berücksichtigen, daß keiner der genannten Carinthia-Schlafsäcke mit Mittel RV einen Wärmekragen besitzt, was bei arktischen Temperaturen auch nicht gerade von Vorteil ist.

Wenn schon einen (grünen :wink: )KuFa Winterschlafsack, dann lieber einen der tausendfach bewährten Ajungilak Tyin´s.
Zu diesen wirst Du in diesem(und anderen) Forum kaum negative Meinungen lesen, wenn man mal vom Gewicht absieht.

Der Defence4 hingegen wird im Internet hauptsächlich von Leuten in den Himmel gelobt, die direkt vom Bundeswehr Standart Schlafsack auf diesen umgestiegen sind, also noch nie einen guten Schlafsack besessen haben.
Daß ein gewisser Reservist(P.M.) bei einer Wochenendübung mit leichten Minusgraden darin die schönste Nacht seines Lebens verbracht hat, ist nicht unbedingt DIE Referenz für eine Wintertour in Norwegen :wink:

Meiner Meinung schreit der von Dir angepeilte Einsatzzweck nach einem Top-Daunen-Winter-Schlafsack, den man aber kaum bei den Carinthia-Military´s findet.
In dieser Beziehung kannst Du Dich vertrauensvoll an Corton wenden oder die Suchfunktion nutzen, wenn Du viel Zeit hast.
(bei tausenden Schlafsack-Threads :bg: )

Der Explorer Top als Überschlafsack könnte dann gewissermaßen als eiserne Reserve dienen.

NoFrontiers
25.08.2004, 21:08
@Thorsten


Das die meisten positiven Berichte die ich kenne aus dem militärischen Bereich kommen stimmt. Ich sehe das aus selben Gründen wie du aber kritisch.

Meine Erfahrungen mit Carinthia sind zwar super aber sehr limitiert. Habe mal 2 Wochen im skandinavischen Sommer mit einem Carinthia verbracht und das Schlafklima war einfach besser als bei mir zuhause im Bett.

Sagt natürlich wenig aus so insgesamt, ist klar.


Also wenn der Daunensack in keinen der Carinthia-Säcke passt bin ich echt gearscht irgendwie. Wenn du beide Schlafsäcke kennst spricht das ja aber eher dafür das da nichts draus wird. Ich wüßte aber auch keine wirkliche Alternative.


Der Tyn war mein erster Favorit als ich anfing mich umzusehen, der ist sicherlich auch in Ordnung nur passt da der Daunensack bestimmt noch weniger rein.


Das ich möglichst was in oliv oder dunklen Naturtönen suche hast du richtig erkannt. In Zeiten von High-Tech Membranen und Outdoorartikeln die zu Lifestyle Accessoires mutieren steht man dann ausgerechnet mit dem Bedürfnis nach möglichst einfachen und schlichten Konzepten als schwer zufriedenstellender Exot da. :ohoh:

Thorsten
25.08.2004, 23:23
Leider hat Carinthia die Angaben zu seinen Schlafsacksystemen gewaltig durcheinandergewürfelt.
Passt alles nicht zusammen und ist von den Gewichts- und Temperaturangaben völlig unlogisch.

Das extremste, was die haben, scheint die Kombination aus ECC Top und Explorer Down 1000 zu sein.(3in1 1000)

Der ECC Top ist als Einzelschlafsack nicht gelistet, scheint aber mit 1600g Gesamtgewicht genau das zu sein, was Du als Überschlafsack suchst.

-40°C liegen ausserhalb meiner Vorstellungskraft, aber wenn eine Kombination aus einem 1600g schweren KuFa Schlafsack und einem mit 1000g Daune gefülltem Schlafsack nicht alles an Kälte abhält, was einem auf unserem Planeten an Kälte begegnen kann, weiss ich auch nicht mehr weiter.

Zur not kann man noch zusätzliche Bekleidung anziehen, Wärmflasche mit ´reinnehmen usw.

Corton
26.08.2004, 00:00
:popcorn:

jackknife
26.08.2004, 00:24
mal eben eine Frage, wieviel Kohle willst du maximal ausgeben? Als erstes empfiehlt sich noch eine Exped Down Air Matress als absoluter Wärmegarant von unten. Das ist bestes Schlafsacktuning. Ich gehe bei meinen Touren immer von - 30° aus. Meine Schlafsäcke ( Daune ) sind bis zu dieser Temperatur sicher. Sollte es tiefer gehen, besagte Tricks ( Booty's, Fleece, Daunenjacke). Verabschiede Dich etwas von dieser -40° Zahl, dann wird es einfacher. Auch schriebst du, das durch die Benutzung einer Pulka es nicht so genau auf das Gewicht und Packmaß ankäme. Da habe ich aber gegenteilige Erfahrungen gemacht. Eine 30kg Pulka, 30 Kilo sind ja nun nicht wirklich viel und damit wäre sie ziemlich wenig beladen, ist nicht unbedingt immer ein Zuckerschlecken. Bergauf, auch schon bei nur ganz leichten Steigungen, wird das zu einer brutalen Schinderei. Das zieht sich dann teilweise wie eine tote Sau oder ein Baumstamm. Auch wenn der Schnee schlecht und stumpf ist. Daher sei vorsichtig mit der angeblichen Belanglosigkeit des Gewichts durch Nutzung einer Pulka. Auch kippt eine zu hoch beladene Pulka gern mal um, wenn man Schrägen abfährt. Hol dir doch den Denali Arktic von Ajungilak. Der ist richtig Fett und warm. Du wirst über kurz oder dir doch noch einen zweiten allrounder zulegen für andere Touren.
Matthias

26.08.2004, 16:38
Was die "grüne" Produktlinie von Carinthia angeht:

Eigtl. ist das nur etwas für militärisch ambitionierte Nutzer, die unbedingt olivgrüne Schlafsäcke mit schnellöffnenden Reissverschlüssen haben bzw. etwas deutlich besseres, leichteres oder wärmeres als die dienstlichen Penntüten haben wollen.

Stimmt, und dafür ist er nicht schlecht.

Oder für Angler oder Jäger, die ähnliche Vorzüge zu schätzen wissen.

Gut ist, daß Carinthia ineinander passende Schlafsäcke anbietet;
vergleichbares sucht man bei vielen Herstellern vergebens.

Was aber noch lange nicht heisst, daß man einen C.Schlafsack mit jedem beliebigen anderen Modell der Firma kombinieren kann.

Eine dünne (vielleicht 3cm)Tüte wie der Tropen passt problemlos in den Defence4, kaum aber ein dreimal so dicker Daunenschlafsack wie der Explorer Down800.
(letzteren besitze ich, den Def.4 kenne ich)

Der Defence4 ist in diesem Sinne auch kein reinrassiger Überschlafsack.
Er ist halt weiter als z.B. ein Ajungilak Tyin geschnitten, so daß ein engerer Sommerschlafsack halt mit hineinpasst.

Weiterhin solltest Du berücksichtigen, daß keiner der genannten Carinthia-Schlafsäcke mit Mittel RV einen Wärmekragen besitzt, was bei arktischen Temperaturen auch nicht gerade von Vorteil ist.

Wenn schon einen (grünen :wink: )KuFa Winterschlafsack, dann lieber einen der tausendfach bewährten Ajungilak Tyin´s.
Zu diesen wirst Du in diesem(und anderen) Forum kaum negative Meinungen lesen, wenn man mal vom Gewicht absieht.

Der Defence4 hingegen wird im Internet hauptsächlich von Leuten in den Himmel gelobt, die direkt vom Bundeswehr Standart Schlafsack auf diesen umgestiegen sind, also noch nie einen guten Schlafsack besessen haben.

Das Bessere ist halt immer der Feind des Guten. Die Frage ist ja auch immer was braucht man und was will man bezahlen.

Daß ein gewisser Reservist(P.M.) bei einer Wochenendübung mit leichten Minusgraden darin die schönste Nacht seines Lebens verbracht hat, ist nicht unbedingt DIE Referenz für eine Wintertour in Norwegen :wink:

Es war nicht unbedingt die schönste Nacht meines Lebens, die verbringe ich in weichen Betten. Das meine Erfahrungen keine Relevanz für irgendwelche Touren in Norwegen haben sollte auch klar sein. Es wurde nach Erfahrungen mit dem Defence4 gefragt, ich habe meine Erfahrungen geschildert und in dem Zusammenhang eine Wertung abgegeben. Das aus meinem Bekanntenkreis schon mehrere Leute den Defence 4 haben und ähnliche Erfahrungen bei den gleichen Temperaturverhältnissen gemacht haben spricht für sich.
Meine Entscheidung für den Defence 4 fiel damals aus rein finanziellen Gründen. Fakt ist, ich habe ihn günstig bekommen. Hätte ich ihn nicht gehabt wäre meine Wahl wohl auf den Tyin Winter oder Arktic gefallen, die Globi mal für ganz kleines Geld rausgehauen hat.

Meiner Meinung schreit der von Dir angepeilte Einsatzzweck nach einem Top-Daunen-Winter-Schlafsack, den man aber kaum bei den Carinthia-Military´s findet.
In dieser Beziehung kannst Du Dich vertrauensvoll an Corton wenden oder die Suchfunktion nutzen, wenn Du viel Zeit hast.
(bei tausenden Schlafsack-Threads :bg: )

Der Explorer Top als Überschlafsack könnte dann gewissermaßen als eiserne Reserve dienen.


In meiner Antwort bei SE.de (http://sondereinheiten.de/forum/viewtopic.php?t=8003) habe ich auch geschrieben, das die Temperaturangaben von Carinthia mit Vorsicht zu genießen sind, sprich für´n Arsch sind.
Fakt ist: Für meinen Anwendungsbereich ist der Defence 4 absolut in Ordnung, würde ich mich längere Zeit tieferen Temperaturen aussetzen müsste ich mich auch nach einem anderen Schlafsack umsehen.

mfg
"der gewisse Reservist"

Corton
26.08.2004, 16:50
An dieser Stelle möchte ich (gemeiner Verräter :bg:) erwähnen, dass alaskawolf auch gerade einen Schlafsack für -30/-40°C sucht. Geld spielt keine Rolle, alaska hat im Lotto gewonnen :D Im Rennen sind:

- Valandre Thor oder Odin
- Western Mountaineering Bison SDL
- Haglöfs Zest
- Feathered Friends Snowy Owl, Snow Goose oder Peregrine 800 + eVent
- Rab Ex 1100
- PHD Xero 1300
- TNF Inferno Endurance


- MH King Tut Ex (http://www.trekkingshop.de/Public/Produkte_List.lasso?-database=Trekking&-table=Produkte&-response=Produkte_Detail_Druck.lasso&-keyField=id&-keyValue=349&-search&-session=Warenkorb:55D23ACCDFD3D8030A05A96EFC5348CB) als besonderes Schnäppchen, wenn´s nicht ganz so kalt werden soll...
- Marmot CVM (auf Wunsch von Felö)


Das liest sich doch schon deutlich interessanter als dieser Carinthia Käse. :D

[/OT]

Corton *auf Kloppe von alaskawolf wartend*

Thorsten
26.08.2004, 19:16
Herzlich Willkommen im Forum, Panzermeyer :bg:

felö
26.08.2004, 19:49
@corton
Tolle Liste, wie wär´s der Vollständigkeit wegen mit dem Marmot CWM? (Bin immer noch nicht am Umsatz beteiligt und werde auch nicht gesponsert :cry: )

Würde aber zu PHD raten, damit endlich jemand im Forum ein Produkt von PHD testet.

Felö

Corton
26.08.2004, 20:15
Würde aber zu PHD raten, damit endlich jemand im Forum ein Produkt von PHD testet.
Einverstanden! :)

@ alaskawolf
Den (http://www.phdesigns.co.uk/product_info.php?cPath=21_48&products_id=66) musst Du kaufen. :D

Corton

alaskawolf1980
26.08.2004, 20:17
:grrr: :bg: also Corton, meinste ich kaufe solche Billigteile? :bg: Ich brauche da schon mehr Luxus. Für mich geht ein vernünftiger Schlafsack erst ab 5000 Euro los. :D Mit eingebauter Zentralheizung und 2 Stockwerken.

Außerdem, wenn ich hier den Stinkmüffeltread über die Daunensäcke mit wasserabweisenden Gewebe lese sollte ich mir das nochmal überlegen, ob ich mir so eine Stinkbombe zulege :bg: :bg: :bg: .


Außerdem sei noch eins gesagt: Es geht doch nichts über einen guten alten Ajungilak Denali Arctic *duckandrun* :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: Da weiß man wenigstens dass man Qualität kauft :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg: :bg:

alaskawolf1980
26.08.2004, 20:22
Würde aber zu PHD raten, damit endlich jemand im Forum ein Produkt von PHD testet.
Einverstanden! :)

@ alaskawolf
Den (http://www.phdesigns.co.uk/product_info.php?cPath=21_48&products_id=66) musst Du kaufen. :D

Corton

ALso für 500 Pfund möchte ich aber eine Farbe, bei der mir nicht gleich das Mittag wieder hoch kommt.

MaMa
26.08.2004, 21:03
- MH King Tut Ex (http://www.trekkingshop.de/Public/Produkte_List.lasso?-database=Trekking&-table=Produkte&-response=Produkte_Detail_Druck.lasso&-keyField=id&-keyValue=349&-search&-session=Warenkorb:55D23ACCDFD3D8030A05A96EFC5348CB) als besonderes Schnäppchen, wenn´s nicht ganz so kalt werden soll...

Dann eher den TNF Solar Flare, den es grad bei Peak Berlin als Hot Offer gibt :wink: ischn bischen billischer

NoFrontiers
27.08.2004, 02:18
@Thorsten

Das Carinthia da so ziemlich alles bis zur Unkenntlichkeit durcheinandergeschmissen hat ist mir leider auch schon aufgefallen.
Frage mich zum Beispiel warum das Hymalaya System wärmer ist als das 3-in One System, beide haben den gleichen Innensack aber das 3-in One hat den doppelt so dicken ECC Top als Aussenschlafsack.

Naja, die Gewichtsangaben stimmen auch alle nicht.
Aber zumindest kann man mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das einer der Säcke den ECC Top als Aussensack nutzt und beide den 1000er Daunen.

Damit wäre mein Problem dann ja wirklich gelöst, der hätte ja die gleiche Füllmenge wie der Defence.
Vielleicht krieg ich dann ja sogar doch den 800er in den Defence.

@jackknife

Habe mir den Thread hier und alles noch mal gründlich durch den Kopf gehen lassen und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
Ich möchte für nen reinen Wintersack eigentlich lieber Kunstfaser oder wenn ich eine Kombination fahre dann einen KuFa aussen. Daraus ergeben sich nicht so viele Möglichkeiten.

Würd ich mich auf Daune einlassen dann müsste ein erstklassiger Wintersack her, erstens aus Qualitäts- zweitens aus Gewichtsgründen. Und da lande ich schnell mal bei 800-1000 Euronen insgesamt.
Wenn man mal in Betracht zieht das ich ursprünglich mit 300 € für Schlafsack inklusive Seideninlet kalkuliert habe und noch ein HB Zelt und vermutlich ein teurer Bergans Rucksack nebst diversem Kleinzeug angeschafft werden müssen, einfach zuviel.

Mein absolutes Limit sind jetzt 500-600 € samt Inlet.
Die Daunenmatte werd ich mir später auf jeden Fall noch gönnen, allein der Knochen zuliebe. :wink:

Ich werde das während meiner Vorbereitung vermutlich eh noch lesen aber wo es andererseits eh schon zur Sprache kam: Wie ist das nun bezüglich mit Klamotten pennen, wegen des VBLs und Nässe?


Also da ja jetzt doch einiges dafür spricht das der Daunensack in den ECC Top oder sogar den Defence passt werde ich die Teile einfach mal ordern und wenn das zusammengeht auch kaufen.
Ich denke für die erste richtige Tourenausstattung auch nicht unbedingt das schlechteste, da muss es ja auch nicht gleich WM, Exped oder Konsorten sein, und wenn das passt, für meine Anforderungen wohl auch ausreichend.

Alternativen wären eventuell noch ein Mountain Equipment Classic Dragon 500, Yeti Energizer 900 oder einen WM Antelope als Innenschlafsack.

Ich hab auch nur geringe Zweifel daran das die vermutlich sogar etwas besser verarbeitet sind als der Carinthia. Aber ob sich das dann im Gebrauch so wahnsinnig bemerkbar machen wird...
Könnte mir ausserdem auch vorstellen das der Carinthia als Innenschlafsack dann sogar bessere Dienste leistet, zumindest im Winter, da er aufgrund seiner Materialien vermutlich doch ein Quentchen dampfdurchlässiger ist.

Aber die haben auch alle relativ assige Farben. Dann vielleicht noch eine orangene Schirmmütze aus Acrylwolle mit Wolfspfötchen und einem supercoolen Spruch in neongrün oben drauf und das Bärenfrühstück ist angerichtet - ich glaube also eher nicht. :lol:

Als Aussenschlafsack eventuell noch Ajungilak Kompakt Winter oder Tyn. Aber das wird wohl kaum passen, wenn dann noch eher der Kompakt. Aber wieso überhaupt wenn es mit dem Carinthia passen sollte?


Also denke, ich probiers jetzt damit. Hab ich das Geld mal über und sollte ich feststellen das die Dampfdurchlässigkeit von ner normalen Konstruktion voll ausreichend ist, tausche ich den Innensack mal gegen einen Western Mountaineering Antelope aus - sollte es den mal in grün geben. Oder durch nen Puma wenn ich zuviel Geld habe...die machen schon einen erstklassigen Eindruck.


Ich danke euch allen für eure Meinungen und Tipps! Es hat mir auf jeden Fall sehr geholfen auch wenn ich nun mehr oder minder doch mit dem Ausgangssetup dastehe.

Ich sollte allerdings echt mal üben mich kürzer zu fassen. :bg:

NoFrontiers
27.08.2004, 03:02
Ps:

Das die Ausrüstungsfrage durchaus religiöse Formen annehmen kann versteh ich ja, aber die Aussage das Carinthia Billigzeug produziert kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

Die Kufatüten sind auch nicht viel billiger als die Ajungilak Pendants, und der genannte Daunensack geht für 280€ über den Tisch - dafür gibts auch schon einen Yeti, ME oder eventuell sogar fast nen WM.

Corton
27.08.2004, 07:53
@ MaMa
--> Posting 4 dieses Threads :)


Das die Ausrüstungsfrage durchaus religiöse Formen annehmen kann versteh ich ja, aber die Aussage das Carinthia Billigzeug produziert kann ich nicht so ganz nachvollziehen.
Wer sagt das? Carinthia hat auch 1000 EUR-Schlafsäcke im Programm.


In meiner Antwort bei SE.de habe ich auch geschrieben, das die Temperaturangaben von Carinthia mit Vorsicht zu genießen sind, sprich für´n Arsch sind.
Dem ist nichts hinzuzufügen. :)


Alternativen wären eventuell noch ein Mountain Equipment Classic Dragon 500, Yeti Energizer 900 oder einen WM Antelope als Innenschlafsack.

Brrrrrr, diese drei Schlafsäcke in einem Satz - da läuft´s einem ja kalt den Rücken runter...


Ich denke für die erste richtige Tourenausstattung auch nicht unbedingt das schlechteste, da muss es ja auch nicht gleich WM, Exped oder Konsorten sein
Exped ist (teuere) obere Mittelklasse, WM ist Spitzenklasse.


Würd ich mich auf Daune einlassen dann müsste ein erstklassiger Wintersack her, erstens aus Qualitäts- zweitens aus Gewichtsgründen. Und da lande ich schnell mal bei 800-1000 Euronen insgesamt.
Bitte? Wer hat Dir denn das erzählt? Beispiel: Mit ner Kombi TNF Solar Flare und Yeti Pound (--> eBay) landest Du bei (den geforderten) knapp 600 EUR.


Wie gesagt ich bin grundsätzlich offen und bin da nicht dogmatisch was das Material angeht.
Mein Eindruck: Du kommst mit ner vorgefertigten/-gefestigten Meinung in dieses Forum und suchst Leute, die Dir zu Deiner (offenbar bereits gefällten) Entscheidung gratulieren. Leider Fehlanzeige, das Gegenteil ist der Fall. Konsequenz? Du kaufst trotzdem das, wovon Dir jeder abrät. Ok, ist Dein Bier aber es macht dann IMHO definitv kein Sinn ein (Ausrüstungs-) Forum zu befragen. Für den reinen Zeitvertreib ist das Laberforum da. :)

Corton

MaMa
27.08.2004, 08:06
@ MaMa
--> Posting 4 dieses Threads :)
Corton

Ooops...überlesen....

passt wo anders besser

NoFrontiers
27.08.2004, 10:43
@Corton

Du gehst ja ab :P


Also...


Ich:...die Aussage das Carinthia Billigzeug produziert kann ich nicht so ganz nachvollziehen.
Corton: Wer sagt das? Carinthia hat auch 1000 EUR-Schlafsäcke im Programm.


Das liest sich doch schon deutlich interessanter als dieser Carinthia Käse. :D

also Corton, meinste ich kaufe solche Billigteile? :bg:

Die beiden Aussagen in Kombination haben den Eindruck bei mir entstehen lassen. Ich gebe zu vielleicht falsch interpretiert aber es war auch vier Uhr morgens.


Ich: Alternativen wären eventuell noch ein Mountain Equipment Classic Dragon 500, Yeti Energizer 900 oder einen WM Antelope als Innenschlafsack.
Corton: Brrrrrr, diese drei Schlafsäcke in einem Satz - da läuft´s einem ja kalt den Rücken runter...

Jetzt würde es mich ja schon mal intressieren was ein guter Schlafsack für dich ist ausser den bereits genannten und was in Kurzform gegen diese drei spricht. Welche Tüten hast du selber in "ständiger" Benutzung?


Ich: Würd ich mich auf Daune einlassen dann müsste ein erstklassiger Wintersack her, erstens aus Qualitäts- zweitens aus Gewichtsgründen. Und da lande ich schnell mal bei 800-1000 Euronen insgesamt.
Corton: Bitte? Wer hat Dir denn das erzählt? Beispiel: Mit ner Kombi TNF Solar Flare und Yeti Pound (--> eBay) landest Du bei (den geforderten) knapp 600 EUR.

Also das der Pound mich bei leichten Minusgraden warm hält glaube ich nicht und die Kombi würde mit runtergesetztem Solar Flare schon mal auf 650 Tacken kommen, ohne Inlet (70 €). Und gebrauchtes Zeug oder ebay ist ja nun eh geschummelt... :bg:


Ich: Wie gesagt ich bin grundsätzlich offen und bin da nicht dogmatisch was das Material angeht.
Corton: Mein Eindruck: Du kommst mit ner vorgefertigten/-gefestigten Meinung in dieses Forum und suchst Leute, die Dir zu Deiner (offenbar bereits gefällten) Entscheidung gratulieren. Leider Fehlanzeige, das Gegenteil ist der Fall. Konsequenz? Du kaufst trotzdem das, wovon Dir jeder abrät. Ok, ist Dein Bier aber es macht dann IMHO definitv kein Sinn ein (Ausrüstungs-) Forum zu befragen. Für den reinen Zeitvertreib ist das Laberforum da.

Nun, das ich keine vorgefestigte Meinung habe und auch meine Entscheidung nicht schon im Vorfeld gefällt hatte siehst du ja daran das ich eben doch nicht das kaufen werde was ich ursprünglich erwogen habe.

Das es nun doch beim gleichen Aussenschlafsack bleibt liegt nicht zuletzt an mangelnden Alternativen, was mir übrigens auch durch diesen Thread erst richtig klar wurde. Beim Innenschlafsack sehe ich jetzt schon das ich damit wahrscheinlich nicht zu 100% glücklich sein werde und gehe Kompromisse ein. In erster Linie ein Zugeständniss an die Finanzen.

Kann es sein das, würdest du dich mal ehrlich selbst befragen, du zum Ergebnis kommen könntest das im Grunde du die vorgefestigte starre Meinung hast? Würde mich nicht wundern. Oder gibt es einen KuFa Schlafsack den du noch regelmässig in Benutzung hast? ;)

Ich habe jedenfalls das Gefühl das ich eine Menge Anregungen in diesem Thread erhalten und auch so einiges erfahren und Dinge nochmal neu bedacht habe. Summa Summarum finde ich diesen Thread im Ausrüstungsforum also besser aufgehoben als im Laberforum. Falls das jedoch ein Hinweis auf meine endslange Schreibe gewesen sein sollte bin ich mit dir einer Meinung, das geht mir auch auf die Eier! :lol:

Saloon12yrd
27.08.2004, 11:27
Also das der Pound mich bei leichten Minusgraden warm hält glaube ich nicht und die Kombi würde mit runtergesetztem Solar Flare schon mal auf 650 Tacken kommen, ohne Inlet (70 €). Und gebrauchtes Zeug oder ebay ist ja nun eh geschummelt... :bg:

http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php/p.74095#74095

Im übrigen ist der Pound bei div. Händlern (auch ebay-Händler) neu für 99,- zu haben.

Sal-

Corton
27.08.2004, 11:30
Nun, das ich keine vorgefestigte Meinung habe und auch meine Entscheidung nicht schon im Vorfeld gefällt hatte siehst du ja daran das ich eben doch nicht das kaufen werde was ich ursprünglich erwogen habe.
Echt? Sorry, das muss ich dann wohl irgendwo überlesen haben. :gaehn: Teilst Du mir bitte ganz kurz mit, was Du jetzt eigentlich kaufen willst? Nur damit ich auch auf dem aktuellen Stand bin. Danke!


Kann es sein das, würdest du dich mal ehrlich selbst befragen, du zum Ergebnis kommen könntest das im Grunde du die vorgefestigte starre Meinung hast?
Streiche "starr" und ersetzte "vorgefestige" durch "gefestigte" und ich gebe Dir recht. Sollte irgendwann eine Kunfstfaserfüllung auf den Markt kommen, die wenigstens ansatzweise einer guten Daunenfüllung das Wasser reichen kann, bin ich gerne zum Wechsel bereit.


Oder gibt es einen KuFa Schlafsack den du noch regelmässig in Benutzung hast?
Eine masochistische Veranlagung konnte ich bis jetzt noch nicht bei mir entdecken.


Also das der Pound mich bei leichten Minusgraden warm hält glaube ich nicht
Mit nem leichten Inlet kann man dem Pound durchaus leichte Minusgrade zutrauen, zumal es im Zelt ohnehin immer ein paar Grad wärmer als draußen ist.


Und gebrauchtes Zeug oder ebay ist ja nun eh geschummelt...
Du scheinst bei eBay kein Stammgast zu sein. Da gibt´s massig Händler.


Jetzt würde es mich ja schon mal intressieren was ein guter Schlafsack für dich ist ausser den bereits genannten und was in Kurzform gegen diese drei spricht.
Mich stört ja nur der Vergleich. Transfer: Mein Zweitwagen wird entweder ein Ford Focus, ein Opel Astra oder ein Mercedes SL. Was passt hier nicht? :P


Du gehst ja ab :P
Findest Du? Das Forum ist inzwischen irgendwie viel zu friedlich... :)

Corton

NoFrontiers
27.08.2004, 12:23
Echt? Sorry, das muss ich dann wohl irgendwo überlesen haben.

Carinthia Explorer Down 800 und ECC Top oder Defence 4, je nachdem was passt.


Streiche "starr" und ersetzte "vorgefestige" durch "gefestigte" und ich gebe Dir recht.

Wäre das ja geklärt. :wink:


Du scheinst bei eBay kein Stammgast zu sein. Da gibt´s massig Händler.

Aus irgendeinem Grund kommen die Sachen die man Ebay kauft immer in schlechterem Zustand an als sie beschrieben wurden, eine Erfahrung mit der ich nicht allein stehe. Habe auch schon bei Händlern bestellt. Einen Schlafsack bei Ebay kaufen kommt für mich nicht in Frage.


Mich stört ja nur der Vergleich.

Das war gar kein Vergleich trotzdem verstehe ich jetzt natürlich Cortons Unbehagen. :wink:


Findest Du? Das Forum ist inzwischen irgendwie viel zu friedlich...

Shalom! :lol:

jackknife
27.08.2004, 12:57
Hol Dir einen WM Puma SMF und einen VBL. WM gibt den mit -26° an, das ist aber eine glatte Untertreibung. Exped gibt seinen Arktic Goose mit -30° an, der ist aber nicht einmal halb so dick wie der Puma. Laut Aussagen von Leuten aus englischsprachigen Foren, haben viele den Puma schon bei unter -30° benutzt und nicht gefroren. Corton hat da recht, Du fragst hier nach Erfahrungen anderer, aber bist trotzdem vorgefestigt und Dich interessieren die Eindrücke und Erfahrungen eigentlich gar nicht.
Im VBL schläft man immer mit Funktionswäsche und Socken. Unter null gefriert Dein Kondenz in den oberen Schichten des Schlafsackes. Will man mehere Tage warm liegen und den Daunensack trocken behalten, dann VBL, das ist ein Gesetz, jenes habe ich mir nicht ausgedacht. In Deiner Daunen innen/ Kufa außen Combi, wird der Daunenschlafsack garantiert quitschnass im Fußbereich, da wette ich eine Kiste Pils mit Dir.
Außerdem kann man die Feuchtigkeit auf einer Tour nicht auslüften, da hast Du gar keine Zeit für und es ist auch nicht warm genug. Höchstens in einer Fällstation am Ofen. Kauf Dir aber Deine Traumtütencombi, und mach selber die ( teure ) Erfahrung.
Matthias

Corton
27.08.2004, 13:01
Carinthia Explorer Down 800 und ECC Top
Den Explorer Down 800 kenn ich nicht, wohl aber den ECC 800. Es ist zu vermuten, das die Daunenfüllung beider Modelle identisch ist. Mach bloß nicht den Fehler, Dich auf die -23°C Angabe von Carinthia zu verlassen. -10/-15°C ist bei dieser durchschnittlichen Daunenqualität realitisch. Wenn Du mit ECC Top und ECC 800 (bzw. Explorer 800) bei -40°C auf Tour gehst, kannst Du den passenden Sarg gleich dazubestellen. :lol:

Ernsthaft: Es gibt (was die Daunenquali angeht) deutlich(!) bessere Schlafsäcke als die von Carinthia. Gegen den ECC Top als Überschlafsack (bspw. über den Western Mountaineering Puma SMF, 460 EUR) ist hingegen nichts zu sagen.

Corton

NoFrontiers
27.08.2004, 14:13
Kinders, Kinders....es ist nicht leicht. :bash:

Also das es bessere Schlafsäcke als Carinthias gibt ist gar kein Thema für mich, besonders was die Daunenqualität betrifft habe ich da genau die gleiche Einschätzung.
Ich bin da auch gar nicht so hundertprozentig von überzeugt und meine Traumschlafsackkombi ist das auch ganz sicher nicht.
Es erscheint mir eher als bestmöglicher Konsens zwischen allen Kompromissen, das wars aber auch schon.

Den Traumschlafsack gibts gar nicht mehr für mich. Ich suche nur noch etwas das funktioniert und meine Kriterien erfüllt.

- Ich will zwei Säcke koppeln ( Flexibilität )
- Zusammen nicht deutlich mehr als 3.5 Kg
- Preislimit 500-600 €
- möglichst grün, braun oder schwarz.

Gut, die Farbmacke macht das ganze einfach schwer keine Frage. Ansonsten aber eigentlich jetzt nicht so die super abgefahrenen Ansprüche meine ich.
Das ich als Anfänger draussen lieber KuFa hätte - es sei mir einfach verziehn. Da wäre ich aber auch bereit mich belehren zu lassen, allerdings ist das in meinem Preislimit vermutlich einfach nicht drinn. Also eigentlich auch eher eine Finanz- als Materialfrage.


Wenn Du mit ECC Top und ECC 800 (bzw. Explorer 800) bei -40°C auf Tour gehst, kannst Du den passenden Sarg gleich dazubestellen.

Also mal Hand aufs Herz ist das nicht ein bisschen übertrieben? Wir sprechen dann von 1000 Gr Hohlfasern 800 Gr Daunen, zusätzlich 1500 Gr sonstiges Material plus Seideninlet. Das ganze im System gekoppelt sollte auch noch, mal pessimistisch geschätzt, 6-8° draufgeben. Wahrscheinlicher sind vermutlich 10°.

Carinthias Temperaturwerte nehme ich auch nicht ernst, das ist schon klar um das mal zu sagen. Großzügige 10° kann man da bestimmt abziehen.


In Deiner Daunen innen/ Kufa außen Combi, wird der Daunenschlafsack garantiert quitschnass im Fußbereich.

Also davon das eine Kombination von zwei Säcken Nachteile auf Wintertouren bezüglich Kondenswassser und dem Gefrieren davon bringt höre ich nun das erste Mal. Ich habe bisher nur gelesen das es gerade in diesem Punkt von Vorteil sei. Warum sollte der Daunensack im Fussbereich nass werden?
Es mag stimmen was du schreibst also erklär es mir bitte einfach. Bitte versteh mich nicht falsch, es ist nur so das ich bisher andere Meinungen gelesen habe, das ist alles.

Speziell mit dem Dauneninnensack bin ich auch gar nicht zufrieden, ich werde den sehr wahrscheinlich gegen einen WM austauschen sobald ich das Geld dafür habe.

Falls ich wirklich den Eindruck gemacht haben sollte das ich alles besser weiss, bzw. mich die Erfahrungen hier nicht intressieren und ich eine vorgefasste Meinung habe tut mir das leid.

Das ist ganz bestimmt nicht der Fall. Gerade einige deiner Anmerkungen (Jackknife) fand ich sehr nützlich.

Das nun beide Produkte von Carinithia sind wertet mal eher als sowas wie einen ungünstigen Zufall. Ein wirklich gutes Gefühl habe ich nur bei dem Aussensack.

Corton
27.08.2004, 14:48
Also mal Hand aufs Herz ist das nicht ein bisschen übertrieben? Wir sprechen dann von 1000 Gr Hohlfasern 800 Gr Daunen, zusätzlich 1500 Gr sonstiges Material plus Seideninlet
Der ECC Top bzw. Explorer Top (von dem ja die Rede war) hat aber keine 1000g Hohlfaserfüllung, sondern nur 600g. :wink: Ich würd dem gesamten System mit Seideninlet grob -25°C zutrauen. Mit dem Defense 4 (1.000g Hohlfaser) sieht die Sache natürlich etwas besser aus.

Corton

Jens
27.08.2004, 14:53
3,5 kg???
Ich habe im Februar 2002 meine erste Wintertour gemacht und hatte einen Daunenschlafsack, der bis ungefähr -5°C reicht, in einen Bundeswehr-Mumienschlafsack gestopft. Bei -23°C war garantiert noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.
Wenn du dir einen guten Daunenschlafsack zulegst und dazu eine gebrauchte BW-Mumie (ich hab 15 Euro bezahlt) wirst du das Gewicht sicherlich einhalten, hast deine Wunschfarbe, und vor allem hast du kein Geld für einen überteuerten KuFa-Schlafsack verschwendet, der nach 3 - 4 Jahren platt ist. Einen VBL kannst du dir ja aus Mülltüten selbst machen und nimmst ihn einfach mit.
Und dann probierst du erstmal aus, wie weit du kommst. Du musst ja nicht auf deiner ersten Wintertour versuchen den Nordpol zu erreichen...

My 2 Cent...

Jens

NoFrontiers
27.08.2004, 15:03
@Corton

Also ECC Top und Explorer Top sind zwei verschiedene Tüten wenn Carinthia das auf der HP nicht auch noch verwurschtelt hat.

Der hätte dann auch 1000 Gr Hohlfasern.

@Jens

Ich kenne die Daten von dem BW-Sack jetzt nicht aber das spricht ja zumindest dafür das man mit einer Kombi wahrscheinlich doch einiges an Grad rausholen kann.

Nicht übertreiben
27.08.2004, 15:05
Dann melde ich mich auch nochmal *gg* Ich würde 2 Schlafsäcke nur ineinander stopfen, wenn ich kein Geld hätte um mir was anderes zu kaufen. oder wenn ich mir nicht sicher bin, ob Wintertouren was für mich sind
Du schleppst halt zum einen jede Menge zusätzliches Gewicht mit rum (Hüllen) und zum anderen brauchst Du imo schon einen sehr warmen 3-Jahreszeitenschlafsack um ihn mit nem Explorer-top zu Kombinieren und auf -30°C zu kommen. Meinen Innenschlafsack würde ich auf jeden Fall niemals im Sommer/Herbst benutzen - viel zu warm/schwer!

Für 600€ bekommst Du locker 2 Schlafsäcke, die jeweils auf ihre Einsatzgebiete abgestimmt sind. Es gibt ja nicht nur WM sondern auch noch Salewa/Joutsen etc. Ist dann vielleicht nicht die allerbeste Daunenqualität, aber preislich auch attraktiver!

Ich habe für meinen Winterschlafsack+VBL+3-Jahreszeitenschlafsack zusammen knapp 400€ bezahlt....

So, und nun viel Spass beim überlegen und diskutieren :popcorn:

Thorben

Corton
27.08.2004, 15:09
Also ECC Top und Explorer Top sind zwei verschiedene Tüten wenn Carinthia das auf der HP nicht auch noch verwurschtelt hat. Der hätte dann auch 1000 Gr Hohlfasern.
Ok, mein Fehler :bash: - dachte Du meinst den Explorer Top. Der ECC-Top taucht solo auf der Website gar nicht auf, sondern nur im System. :-?

Bei Globi gibt´s übrigens gerade wieder einen Pound (1,85) für 100 EUR. Wenn Du schnell bist, ... :P

Corton

NoFrontiers
27.08.2004, 15:37
Mal ne ganz andere Frage die Thorben mit seinem post schon angesprochen hat:

Komm man mit einem der Teile im Sommer überhaupt klar (Skandinavien) oder sind die schon zu warm?

Falls nicht kann ich ja eh wieder komplett einpacken und nochmal von neuem planen.

NoFrontiers
28.08.2004, 13:41
So, Leute sagt doch da bitte noch mal was dazu sind die zwei Teile zu warm für nen Sommer oder lässt sich das regeln indem man den Verschluss offen lässt.

Also wenn das nicht geht, habe ich nur noch eine Variante auf Lager. Extrem leichter Sommerschlafsack und dementsprechend einen richtig fetten Winterschlafsack.
Der Sommersack müsste dann aber auch noch Temperaturen von -3° bis -5° mitmachen schätze ich. In Kiruna warens halt Anfang August nachts teilweise schon -4°.

WM Apache sowas in dem Dreh wäre dann wohl gesucht. Yeti Pound wurde schon genannt, sonst noch Empehlungen?

Falls ihr meint ich kann bei ersterem Setup bleiben und das Säcke des Kalibers Defence 4 oder Explorer 800 auch im Sommer gehen, hätt ich eventuell doch noch Alternativen für den Carinthia Daunensack gefunden die ihr vermutlich auch für vernünftiger halten werdet:

TNF Superlight, kostet das gleiche.
Feathered Friends Lark, wäre eventuell grad noch im Rahmen.
WM Badger Super MF same here...

Der Badger gefällt mir richtig gut. Einziges Manko er ist leider extra weit geschnitten und hat mit ca. 700 Gr. WM Daune vermutlich auch einen recht krassen Loft - fraglich ob der in einen der Carinthia Übersäcke passt.

Hat den schon mal jemand live vor sich gehabt?

Feathered Friends: Wo gibts die Teile in DE eigentlich zu kaufen oder geht da nur was über Mailorder aus den Staaten? Die schreiben ja was davon das man 3 Wochen Lieferfrist einkalkulieren soll da jedes Produkt einzeln angefertigt wird. Kann man da vielleicht sogar Farbwünsche äussern? :roll:

Gebt mir einen Antelope oder Apache in grün und ich bin vermutlich wunschlos glücklich - gibts die vermaledeiten Teile denn vielleicht doch irgendwo in grün?


So ich will euch nicht auf den Keks gehen aber tue ich ja eh schon und eine Lösung muss her.
Wenn also aus den jetzt noch zur Debatte stehenden Lösungen wieder nichts wird, werde ich den Versuch 2 Säcke zu koppeln erstmal aufgeben und mir vorerst einen guten 3 Season Schlafsack kaufen, fertig.

Grundsätzlich glaube ich aber immer noch dass das System Sinn macht, sogar Feathered Friends bietet spezielle "Kuppelsysteme" an wie ich gestern sah.

Nicht übertreiben
28.08.2004, 16:47
Ich würde mal sagen, dass Du einen Innenschlafsack brauchst, der bis ca. -15°C (real!) geht. In warmen Sommernächten wird es auch als Decke in so nem Ding ganz schön warm, gehen tut es aber. Ist halt die Frage, wo du dich im Sommer/Herbst so rumtreibst, in Nord-Skandinavien ist es halt kühler als in Deutschland. Ich habe einen Schlafsack, der bis (real) -5°C geht und finde das eigentlich ziemlich optimal.

Gewichtsmäßig bist Du mit so einer Kombination aber halt nie optimal ausgestattet. Im Sommer schleppst Du Wärmereserven mit dir rum, die du nicht brauchst, im Winter hast Du durch den Überschlafsack ein riesen Packvolumen (was wieder zu einem größeren/schwereren Rucksack führt) und ein höheres Gewicht. Ob ich für diese imo nicht optimale Kombination so viel Geld ausgeben würde....

So, ich halt mich jetzt raus, bin gespannt wie du dich entscheidest!

Thorben

jackknife
28.08.2004, 23:13
auf der Website von FF kannst Du den Schlafsack ganz nach Deiner Facon zusammenstellen. Ruf einfach bei den Jungs in Seattle an. 01015 vorwegwählen ( 2,6 Cent / min ).
WM bekommst Du immer nur in den vorgegebenen Farben.
Hatte bis vor kurzem noch einen FF Swallow abzugeben, leider jetzt weg. Kann Dir noch einen FF Snowbunting in türkis/ grün besorgen. Einen FF Widgeon in blau wäre auch noch da. Vielleicht auch noch ein Swallow.
Matthias

jackknife
28.08.2004, 23:14
auf der Website von FF kannst Du den Schlafsack ganz nach Deiner Facon zusammenstellen. Ruf einfach bei den Jungs in Seattle an. 01015 vorwegwählen ( 2,6 Cent / min ).
WM bekommst Du immer nur in den vorgegebenen Farben.
Hatte bis vor kurzem noch einen FF Swallow abzugeben, leider jetzt weg. Kann Dir noch einen FF Snowbunting in türkis/ grün besorgen. Einen FF Widgeon in blau wäre auch noch da. Vielleicht auch noch ein Swallow.
Matthias

Corton
29.08.2004, 08:46
WM Apache sowas in dem Dreh wäre dann wohl gesucht. Yeti Pound wurde schon genannt, sonst noch Empehlungen?
Vorweg: Den Apache kann man mit dem Pound nicht vergleichen, ersterer ist deutlich wärmer. Eine interessante Alternative zum Apache ist z.B. der Marmot Helium EQ, der bei Extra-Tour z.Zt. ca. 20% reduziert angeboten wird. Thema Pound: Empfehlen würde ich den Yeti Pound zum regulären Preis (!) nicht unbedingt. Er hat ein sehr unangenehmes Innenmaterial und ist eigentlich über längere Zeit nur mit Inlet zu ertragen. Dazu ist er relativ schmal geschnitten und das Material ist nicht völlig daunendicht. Für etwas mehr Geld gibt es in der gleichen Gewichtsklasse deutlich "nettere" Modelle mit dem seidigen Pertex Quantum Bezug: Joutsen QTM 600, Exped Butterfly (hab ich selbst) oder Hummingbird, Marmot Hydrogen, FF Kestrel oder Osprey etc.


Alternativen für den Carinthia Daunensack gefunden die ihr vermutlich auch für vernünftiger halten werdet: TNF Superlight
Mitnichten! Der TNF Superlight ist so ziemlich die schlechteste Wahl, die man treffen kann. :ill: Dann lieber Carinthia oder z.B. Joutsen.


Feathered Friends Lark, wäre eventuell grad noch im Rahmen.
Grad noch im Rahmen? Versandkosten 40-50 EUR, Zoll (3,7%) und Einfuhrumsatzsteuer (16%) hast Du berücksichtigt? :) Versandkosten (werden mitverzollt) und Zollabgaben werden mitversteuert.


Der Badger gefällt mir richtig gut. Einziges Manko er ist leider extra weit geschnitten und hat mit ca. 700 Gr. WM Daune vermutlich auch einen recht krassen Loft.
Der Badger ist die deutlich weiter geschnittene Variante des Apache mit dem gleichen Temp-Rating. --> Der Loft des Badger wird sich von dem des Apache nicht unterscheiden.

Bevor Dir überhaupt jemand nen passenden Schlafsack empfehlen kann, musst Du erst mal was über Dich erzählen. Größe, Statur/Gewicht, Kälteempfinden, etc.

Corton

NoFrontiers
29.08.2004, 17:14
Ok, also Pound fällt dann weg. Bin ehrlich gesagt bei den Yetis generell selber skeptisch das Material sieht schon auf Fotos so derbe nach Plastik aus.

TNF Superlight fliegt auch raus, vertraue da auf deine Aussage. Hatte halt angenommen immer noch besser als Carinthia was Daune betrifft.

Was FF betrifft wäre es halt die Frage gewesen was da noch an Zoll, Versandkosten hinzukommt. Jetzt wo ich da eine ungefähre Hausnummer habe wohl doch nicht drinn.

Was ist nebenbei gefragt von den Temperaturangaben von FF zu halten? -6.7° (Celsius) bei ca. 350 Gr. Daune (Hummingbird) ?


Bevor Dir überhaupt jemand nen passenden Schlafsack empfehlen kann, musst Du erst mal was über Dich erzählen. Größe, Statur/Gewicht, Kälteempfinden, etc.

Größe: 1,80 m Gewicht: 80 Kg Kälteempfinden: Früher wurds mir schnell mal zu heiß, heute würd ich sagen normales Kältempfinden. Normale Figur. Mehr Platz im Schlafsack brauch ich auch nicht.

Die WM Teile habens mir schon angetan irgendwie, sehen schon geil aus.
Der Badger Super MF würde mich schon reizen wäre vielleicht auch die bessere Wahl wenn die Carinthia Teile im Sommer wahrscheinlich doch ein bisschen warm wären. Müsste halt mal klären was Globi berechnet wenn sie mir den besorgen würden.

Wegen Sommertemperaturen: werde hauptsächlich in Skandinavien unterwegs sein. Wenn woanders wahrscheinlich nur in DE oder Österreich auf Kurztrips wo ich dann also auf ein bisschen Komfort auch verzichten könnte.

NoFrontiers
29.08.2004, 17:17
Ach ja, Corton ich meine aber den Badger Super MF oder hast du auch mit dem Apache Super MF verglichen?

jackknife
30.08.2004, 00:46
wie wäre es, wenn Du einfach mal einen WM Schlafsack bei Globi bestellst und dazu noch den Carintia. So kannst Du Dir mal ein Bild von den verschiedenen Qualitäten machen. Kannst den Krempel dann ja wieder zurück senden. Auf jeden Fall glaube ich, so könntest Du eher zum Punkt kommen, als alles hier nur immer theotetisch durchzukauen. Bestell Dir auch mal den Puma SMF, dann kannst Du mal ein echtes Daunenmonster bestaunen. Bilder auch im Füllkrafthread.
Matthias

NoFrontiers
09.09.2004, 09:58
So, sorry erstmal für die späte Meldung. Ich habe mir nochmal alles überlegt und muss eingestehen das ich immer noch keine Entscheidung gefällt habe.
Doch tendiere ich inzwischen auch dazu mir erstmal einen normalen 3-Season Schlafsack zu kaufen. Ich kann dann wenn es soweit ist immer noch sehen ob ich ihn mit einem zweiten Schlafsack koppeln werde, wenn er dafür geeignet ist, oder mir eine zweite reinrassige Wintertüte kaufe. Meine erste Wintertour wird auch definitiv nicht mehr in diesem Jahr stattfinden, so das ich da jetzt auch noch Zeit habe.

Ich bräuchte jetzt aber nochmal eure Einschätzung bis wieviel Füllung ich gehen kann das es mir im Sommer nicht zu heiß wird in dem Ding.
Klar es kommt auch auf Konstruktion, Schnitt ect. an - aber halt so ein ungefährer Richtwert. Ich liebäugel inzwischen wie gesagt doch eher mit Daune aber gebt ruhig auch für KuFa-Tüten an wenn ihr mögt.

Also nochmal unmissverständlich: Will halt versuchen die Wärmereserven gut auszureizen möchte im Sommer aber auch nicht schwitzen, habe aber eben keine Ahnung ab welcher Füllmenge es im Sommer zu heiß wird.
Schlafsack öffnen deckentechnisch wäre in Ordnung wenn es sich dann auch wirklich stressfrei und kühl genug pennen lässt.
Meine letzten Nächte im Schlafsack liegen Jahre zurück so das ich das einfach nicht mehr einschätzen kann.

Liebäugel sehr mit dem WM Badger Super MF. Einziges Manko wäre der weite Schnitt, von dem Temperaturbereich kann ichs nicht einschätzen wie gesagt - der hat so ca. 700 Gr. Daunen ( 24 oz.).

*sigh* Das ist wahrscheinlich so langsam der asigste Schlafsackthread ever *blätter* :roll: Ich brauch aber dann auch wirklich nur noch ein paar vernünftige Einschätzungen zu besagter Sache dann verspreche ich erstmal keine Frage mehr zu haben und der Thread kann eingemottet werden. 3-Season Schlafsack wird gekauft, erstmal keine Experimente!

NoFrontiers
09.09.2004, 10:15
Ps: Einsatzgebiet Skandinavien, wenn überhaupt woanders dann so selten und kurz das ich da wirklich jeden Kompromiss hinnehmen kann.

Spinoza
09.09.2004, 14:43
Hallo,

ich weiss, KuFa ist Sch**, blafasel etc. pp, aber als Paddler kommt mir nur ein KuFaSack ins Zelt. Ein echt guter 3-Season KuFa ist der TNF Cats Meow. Im Hochsommer nehme ich den als Decke; ab September krieche ich rein, lass die Arme draussen, setze mir `ne Fleecemütze auf und reguliere mit dem unteren Reissverschluss die Wärme. Wenn es noch kälter wird krauche ich ganz rein, nehme eventuell (statt des sonst immer benutzten Seideninletts) ein Fleeceinlett und ziehe die wirklich erstklassige Kapuze bis zum Anschlag zu. Das ging bisher auch bei -12 Grad gut - nicht schlecht für einen 3-Seasonsack, oder ? Allerdings muss ich fairerweise erwähnen, dass mein letzter Cats Meow ( Baujahr 2001) katastrophalen Loftverlust aufwies, TNF hat den dann nach 2 Jahren gegen einen neuen getauscht, der hält sich bis jetzt ganz gut. Ausserdem benutze ich die Airmatress von Exped -hier ist Daune richtig Klasse ;-) - , die IMO in Sachen Komfort und Wärmeleistung mit keiner anderen Matte vergleichbar ist - ohne diese Unterlage sähe der Schlafsack bestimmt nicht so gut aus :-). Meine Frau übrigens, hauptberufliche Frostbeule TM fährt mit ihrem Schlafsack die gleiche Strategie- allerdings mit einem TNF Snowshoe.

Gruss,
Spz

depriwilli
09.09.2004, 16:42
Spinoza schrub:

ich weiss, KuFa ist Sch**, blafasel etc. pp, aber als Paddler kommt mir nur ein KuFaSack ins Zelt.
Wieso, zeltest Du im Wasser? :bg:

Nein im Ernst, die TNF-Säcke sind meiner Meinung sehr gut verarbeitete, bequeme Schlafsäcke, mit den von Dir bereits angesprochenen Nachteilen:
1. Haltbarkeit: Selbst gute Kunstfaser à la Polarguard 3D/Delta ist deutlich schneller am Ende, als der gerupfte Wasservogel als Füllung im Sack.
2. Gewicht: Natürlich ist der KuFa Sack in Kombination mit 8 cm Daunenmatte, Fleeceinlett, Pullover & Mütze genauso warm wie ein Daunensack, der dann allerdings nur die Hälfte wiegt...

Auch ich habe beim Kanufahren oft 'ne KuFa-Tüte dabei, aber nur deshalb, weil der Zentnersack neben der Bierkiste und den anderen Annehmlichkeiten, die ein 5 Meter Kanadier mit 400kg Zuladung transportiert, nicht weiter "ins Gewicht fällt"...

Wenn ich meinen Hausstand auf dem Buckel schleppe, spare ich mir gerne das Me(e/h)rgewicht und schlafe in ebenso leichter, wie haltbarer Daune.
Jedem Tierchen sein plaisierchen. :wink:

So long
Alex (der-nicht-Becks)

Spinoza
09.09.2004, 19:59
Hallo Alex,


Wieso, zeltest Du im Wasser?

Nönö, auch wenn ich beim Zelten am Wasser gerade im Herbst morgens so meine Zweifel daran habe, da ist oft alles klatschnass, auch der Schlafsack :(


Gewicht: Natürlich ist der KuFa Sack in Kombination mit 8 cm Daunenmatte, Fleeceinlett, Pullover & Mütze genauso warm wie ein Daunensack, der dann allerdings nur die Hälfte wiegt...

Oi, das ist unfair, von Pullover hab ich nix geschrieben, eine Mütze brauch man bei diesen Temperaturen ohnehin, und ohne Matte hab ich auch noch keinen unterwegs gesehen (nur das besagte Matte nur um die 800 g wiegt, und IMO den Hauptteil der Wärmeleistung ausmacht). Dort wo Du auf der Füllung liegst gibts keinen Loft - Daune hin oder KuFa her.
Okay, als Paddler kann man schon etwas mehr bewegen als die Backpacker-Fraktion - aber ich als Einer(-falt-)kajakfahrer versuche trotzdem auf das Gewicht zu achten, schliesslich muss ich Boot und Gerödel ja meist mit dem ÖPV zum Wasser kriegen.
Ich finde diese Schlaflösung flexibler als nur eine fette Daunentüte. Okay, wiegt 300 Gramm mehr - kostet aber auch 300 DM weniger :bg:

Aber, wie Du so schön schrubtest:
Jedem Tierchen sein plaisierchen. 8)

Gruss,
Spz

Corton
10.09.2004, 11:44
Allerdings muss ich fairerweise erwähnen, dass mein letzter Cats Meow ( Baujahr 2001) katastrophalen Loftverlust aufwies

Ein echt guter 3-Season KuFa ist der TNF Cats Meow.
Interessante Schlussfolgerung :roll:


Wenn es noch kälter wird [...] Fleeceinlett und ziehe die wirklich erstklassige Kapuze bis zum Anschlag zu. Das ging bisher auch bei -12 Grad gut
Was bei unerfahrenen Schlafsack-Suchenden von solchen Aussagen letzten Endes hängenbleibt, ist etwa "Cat´s Meow reicht bis -12°C". Ich halte es für einigermaßen unverantwortlich, diesen Schlafsack in einem öffentlichen Forum mit der Temp von -12°C auch nur in Verbindung zu bringen. Wenn ich mich mit nem Daunenoverall in den Schlafsack lege, reicht auch die billigste Aldi-Tüte bis -20°C. Der Cat´s Meow ist nach 1-2 Jahren durchschnittlicher Nutzung nach sich deckenden Aussagen mehrerer Nutzer (für Männer!) in normaler Schlafkleidung bestenfalls (!) noch für 0/+5°C gut. Lauche und Maas gibt den Schlafsack schon im Neuzustand mit nur -3°C an.


TNF hat den dann nach 2 Jahren gegen einen neuen getauscht, der hält sich bis jetzt ganz gut.
Es ist ja auch noch nicht 2005 - dann ist auch dieser Sack hinüber. Ein guter Daunenschlafsack hält ungefähr so lange wie 5 KuFas.

Corton

Spinoza
10.09.2004, 18:22
Hallo Corton,


Was bei unerfahrenen Schlafsack-Suchenden von solchen Aussagen letzten Endes hängenbleibt, ist etwa "Cat´s Meow reicht bis -12°C".

Bei wem nach der Lektüre meines Beitrages nur diese Aussage hängenbleibt hat es IMO auch nicht anders verdient. Ich denke aber nicht, dass die Menschen so blöde sind wie Du sie darstellst. NoFrontier bat jedenfalls auch um die Angabe von KuFaSäcken und ich nannte 2 verschiedene, die "nach sich deckenden Aussagen mehrerer Nutzer" und Ausrüster zu den besten KuFaSäcken gehören die es gibt.
Kein Zweifel, Daune ist toll. Ich liebe dieses Schlafgefühl - aber als beinahe Ganzjahres-Paddler bin ich auch so *verantwortungsvoll* auf die Untauglichkeit von Daune für diese Art zu wandern hinzuweisen.

Gruss,
Spz

NoFrontiers
10.09.2004, 19:22
Eure Sorge und Empfehlungen in Ehre aber ich bräuchte wirklich nur einen Richtwert was die Füllmenge für genannte Anforderung betrifft.

Will deswegen nicht noch einen Thread aufmachen, ansonsten schlag ich mich dann jetzt schon selber durch wie gesagt.

Naja, vermutlich mach ich nicht viel falsch wenn ich den Badger Super MF nehme. Obwohl WM den nur als 2-Season Schlafsack verkauft, andererseits ist er mit -10° angegeben.

Corton
10.09.2004, 19:28
Hi!


Bei wem nach der Lektüre meines Beitrages nur diese Aussage hängenbleibt hat es IMO auch nicht anders verdient. Ich denke aber nicht, dass die Menschen so blöde sind wie Du sie darstellst.
Mach ich doch gar nicht. Ich geh einfach nur davon aus, dass bei der Vielzahl der Schlafsack-Threads viele die Postings hier nur noch überfliegen anstatt sie komplett zu lesen - Zahlen bleiben eben leicht hängen. Ich würde mir wünschen, dass ich mich irre.


von KuFaSäcken und ich nannte 2 verschiedene, die "nach sich deckenden Aussagen mehrerer Nutzer" und Ausrüster zu den besten KuFaSäcken gehören die es gibt.
Mir gefallen die TNF Modelle unter den KuFas (!) im Neuzustand auch am wenigsten schlecht. Wenn allerdings vom anfänglich (für KuFas) relativ guten Loft nach kurzer Zeit nur noch die Hälfte übrig bleibt, frag ich mich, ob die Investition von 200 EUR in so einen Schlafsack sinnvoll ist.


Kein Zweifel, Daune ist toll. Ich liebe dieses Schlafgefühl - aber als beinahe Ganzjahres-Paddler bin ich auch so *verantwortungsvoll* auf die Untauglichkeit von Daune für diese Art zu wandern hinzuweisen.
Was für Daunen-Schlafsäcke hast Du denn bisher ausprobiert, dass Du zu solch einem schlechten Urteil kommst?

Gruß,
Corton

markuman
11.09.2004, 14:10
bevor ich auch noch ein schlafsack thread aufmache ;-) schreib ich mein anliegen hier rein.


daunen schlafsäcke sind langlebiger als kunstfaser schlafsäcke???


hab ich das richtig verstanden????

Corton
11.09.2004, 16:59
Ja

markuman
11.09.2004, 22:07
hm....soll ich den vaude sherpa basic 200 nehmen (tolerance -2° bis -8° | extreme -18° | 169,95 € | 1500g)
oder den alt bewerten Ajungilak Kompakt ?

vorher hatte ich auch einen vaude schlafsack (is aber jetz schon um die 5 jahre alt) und war mit dem überaus zufrieden.
aber der Ajungilak Kompakt scheint ja auch der renner schlecht hin zu sein...