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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [DE] Ein paar schöne Tage im Allgäu mit meinen beiden Zwergen



Wafer
31.07.2011, 19:41
Meine Frau ist mit unserer ältesten Tochter mal wieder unterwegs. Die Frau von Bekannten ist mit ihrer Tochter im Tannheimer Tal. Da sind die einfach mitgefahren. Da das ein reines Damenkränzchen werden sollte wurde ich mit den beiden Zwergen (noch 3 und 5 Jahre alt) kurzerhand ausgeladen. So stehe ich an einem Sonntag nur noch zu dritt zu hause und der Wetterbericht weiß gutes zu berichten. Was will man(n) da machen? Da muß man doch einfach in die Berge fahren!

Sonntag, 29. Juli 2007
Wir starten also im Reutlinger Raum und kaum sind wir auf der Autobahn geht es auch schon los: "Ich hab Hunger!", "Wann sind wir endlich da?", ...
Nun, dann schieben wir eben noch einen Zwischenstop ein: In Merklingen gibt es die Modellbahnshow (http://www.modellbahnshow.de/). Das liegt direkt an der Autobahn und somit auf dem Weg. Die Zeit drückt nicht und die Kinder sollen ein schönes stressfreies Wochenende haben. Und ich vor allem auch!
Im Eingangsbereich gibt es eine Spur 1-Anlage an der die Kinder selber spielen dürfen. Da ist mein Sohn kaum wieder weg zu kriegen. Das andere Kinder schon Schlange stehen stöhrt ihn nicht wirklich.
Die HO-Anlage ist nur zum anschauen. Aber das reicht schon um die Kinder auf andere Gedanken zu bringen. Aber auf Dauer ist es vielleicht doch etwas zu langweilig wenn man selber nichts drehen darf. Nach 2 Stunden steht einer Weiterfahrt nichts im Wege.
Unser nächstes Ziel liegt in Bolsterlang: Die Talstation der Hörnerbahn (941 m). Die Bahn bringt uns dann hinauf bis ca. 1.515 m.
Wow: Hier steht ein schnittiger Formel-1-Renner vor der Tür! Also wird es erstmal nichts mit loswandern.
Zuerst muss geklärt werden wer als erster reinsitzen darf.
Da sich hier aber nichts bewegt wird dass dann zum Glück auch irgendwann langweilig. Dann ziehen wir los um auf das Bolsterlanger Horn zu steigen. Dort gibt es ein Gipfelkreuz mit toller Sicht ins Tal - wenn es gerade nicht zu nieseln droht. Das ist dann auch der Platz an dem der Rucksack gebraucht wird: Ohne ein Vesper ist eine Bergtour eben noch keine richtige Bergtour!
Leider habe ich mehr auf die Kinder gehalten als auf die Landschaft.
Als sich dann doch der Nieselregen durchsetzen will brechen wir auf um wieder zur Bahn zurück zu gehen. Kaum sitzen wir drin hört es dann auch schon wieder auf - leider nicht zum letzten mal heute.
Die Tasse Kaffee und das Stück Kuchen, dass es mit der kombinierten Berg- und Talfahrt auf dem Hörnerhaus geben soll lassen wir ausfallen: Die haben heute keinen Übernachtungsplatz für uns. Also haben wir uns auf der Wannenkopfhütte (http://www.wannenkopfhuette.de) einquartiert.
[img-l]http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wannenkopfhuettel.jpg[/img-l] (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=31531&title=wannenkopfhuette&cat=500)Dazu haben wir unser Auto an der Riedbergpassstraße abgestellt und sind von dort in ca. einer halben Stunde die 100 Höhenmeter aufgestiegen.
Die Hütte selber ist - oder war sie zumindest damals - eine Hütte mit eher einfacherer Natur. Mich stört das nicht - und die Kinder schon gleich gar nicht. Wir sind in Summe vieleicht 10 Gäste. Da bleibt viel Platz.
Zuerst wollen wir natürlich der Mama eine Postkarte schreiben. Nun hat die Hütte aber keine gehabt. Dafür waren reichlich Hüttenprospekte da. Eine Schere und Kleber war auch zu kriegen. Also sitzen wir vor der Hütte in der Sonne und basteln uns eine Postkarte. Die wird dann auch gleich geschrieben.
Die weitere Beschäf-tigung fällt dann doch je Alterklasse sehr unter-schiedliche aus: Die Kinder spielen vor der Hütte - leider sind sie die einzigen in ihrer Alters-klasse - und der Vater entsprannt sich auf der Terasse vor der Hütte. Der Blick geht ins Illertal in Richtung Sonthofen.
Wir haben ein 3-Bettzimmer bekommen: Ein Doppelstockbett und ein Einzelbett.

Montag, 20 Juli 2007
Am Morgen wache ich dann in meinem Einzelbett auf und habe 2 weitere Gäste im Bett. So eine Nacht in einer fremden Hütte ohne Mama ist vielleicht doch nicht so ganz das Ware.
Nach dem sehr guten Frühstück brechen wir wieder auf und steigen zum Auto ab. Wir fahren nach Hinterstein und wandern zu dem Kutschenmuseum. Das hat zwischenzeitlich vor vielen Jahren mal ein Student angefangen und das ist echt der Knaller geworden! Vor einer Scheune hat er diverse Kustobjekte aufgebaut - unteranderem eine Vielzahl an Klangspielen. Und das ist natürlich etwas, das Kinder nicht auslassen können. Mit Begeisterung wird auf den Glockenspielen gespielt.
In der Scheune hat er die verschiedensten Kutschen aus diversen Jahrhunderten zusammen gesammelt und super schön arangiert. Dem Burschen gehört hier mein gehöriger Respekt! Er hat Solarzellen auf dem Dach installiert und wenn man die Scheune betritt beginnt Musik zu spielen und die Kutschen werden ganz toll beleuchtet. Zu jeder Kutsche gibt es auch Firguren und Beschreibungen. Das kleine Museum ist absolut einen Abstecher wert! Von Hinterstein habe ich mit den Kleinen gerade mal 20 Minuten gebraucht.
Auf dem Rückweg schaffe ich es dann nicht mehr die Kinder am Bach vorbei zu kriegen. Da ist eine ausgiebige Stein-reinwerf-Pause angesagt.
Dann fahren wir zu meiner Frau ins Tannheimer Tal. Die Begeisterung der Damen hält sich in Grenzen. Naja, was habe ich auch erwartet? Die sind hier in einem 5-Sterne-Wohlfühl-Tempel untergebracht und ziehe ungestört ihre Kreise.
Wir drei kriegen aber noch ein Zimmer.

Dienstag, 31. Juli 2007
Nach dem Frühstück werden die Karpfen - oder sind das Kois? - im Teich vor dem Hotel gefüttert. Die haben schließlich auch Hunger!
Aber auch das wir schnell langweilig. So beschließen wir drei wieder uns zu verabschieden und fahren mit der Vogelhornbahn zum Neunerköpfle hinauf. Wir steigen auf das Vogelhörnle, steigen zur Usseralpe ab und essen dort zu Mittag. Dann wieder hinauf über die Gundhütte zur Bergstation. Hier werden noch eine Weile die Gleitschirmflieger bestaunt. Dann drängt schon wieder die Zeit - Wir wollen heute noch heim fahren.
Auf der Heimfahrt wollen dann die Damen noch unbedingt bei dem Kutschenmuseum vorbei. Die Kinder haben wohl mächtig geschwärmt - ich aber auch.
So ist das für die Kleinen doch noch eine recht ausgiebige Tour geworden. Es waren zwar viele kleine Einzeletappen aber in Summe waren wir für eine 3-jährige doch recht viel unterwegs.

fcelch
20.08.2011, 15:57
Schöner Bericht.
Klingt nach einer tollen Zeit für Groß und Klein!
Papa-Kinder-Tour ist doch immer was schönes, intensives!
Gruß,
FCElch