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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tour durch Frankreich mit einem fast 8 Jährigen



octrono
18.07.2011, 09:13
Hallo,
nächsten Sommer möchten wir mit unserem jetzt fast 8 jährigen Sohn eine Woche durch Frankreich wandern. Da wir bisher außer Tagestouren keine Erfahrung haben, würde ich mich über Tipps freuen.

Insbesondere welche Gegenden aus Eurer Sicht hierfür besonders geeignet sind und worauf unbedingt zu achten ist.

Ist es realistisch nur einen Schlafsack (d.h. kein Zelt und keine Iso-Matte) mitzunehmen und dann in Jugendherbergen oder günstigen Pensionen unterzukommen oder wäre das aus Eurer Sicht zu riskant?

Ist zwar sicherlich abenteuerlich so ganz ohne Erfahrung loszumarschieren, dafür haben wir aber noch ein ganzes Jahr Zeit uns vorzubereiten :).

Vielen Dank für Eure Tipps.

Octrono

Fernwanderer
26.07.2011, 15:04
Anhand der herbei stürmenden Foristen, die Dir Deine Fragen beantworten, kannst Du schließen, daß mit Deinen Fragen so recht keiner was anzufangen weiß.

Wenn Ihr schon auf Frankreich festgelegt seid, welche Regionen habt Ihr dabei im Blick?

Schlasa ohne Zelt und Matte meint JH-Schlasa? Oder wofür soll das Teil sein?

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Fernwanderer

Wanderzwerg
01.08.2011, 18:46
Hallo!


Ist es realistisch nur einen Schlafsack (d.h. kein Zelt und keine Iso-Matte) mitzunehmen und dann in Jugendherbergen oder günstigen Pensionen unterzukommen oder wäre das aus Eurer Sicht zu riskant?



Übernachten in Pensionen ist in Frankreich nicht riskant, das einzige Risiko wäre keinen Platz zu bekommen. Im August und vor allem in den ersten 3 Wochen des Augusts ist das Risiko höchst realistisch, dann ist in Frankreich alles und überall ausgebucht (außer in Paris), alles bedeutet von Jugendherberge bis Luxushotel, Campingplatz bis Platz unter der Brücke, sollte diese Zeit von euch geplant werden ist vorbuchen unumgänglich.

In den anderen Zeiten ist es in der Regel kein Problem. Allerdings wäre es ohne eine Vorbestellung mir zu riskant als Tagesendpunkt eine einsame Pension anzusteuern und dann feststellen, daß die zufällig ausgebucht ist (mit etwas Jammern bekommt man im Zweifelsfall auf einem Campingplatz noch eine Ecke für ein kleines 3 Personenzelt, eine Pension die voll ist ist voll).

Frankreich ist erheblich dünner besiedelt als Deutschland, u. U. sind Ortschaften mit mehreren Pansionen deutlich mehr als einen Tagesmarsch auseinander.

Als Wandergegend mit Kind würde ich ehr die Mittelgebirge als das Flachland wählen (ist spannender und durch die Bergaufstrecken sind Erwachsene und Kind leistungsmässig näher beieinander). Also Vogesen, Jura, Morvan, Auvergne. Die Wanderwegmarkierungen sind überall recht gut, insbesonders die GR.

Ausreichend Abenteuer einplanen (Flüsse zum Baden, Burgen, unwegsame Strecke o.ä.)

Gruß
Zwerg

winnetoux
01.08.2011, 19:00
Ich würde den Robert-Louis-Stevenson-Weg in den Cevennen mit einer Modestine machen. Vielleicht gibt es ja noch eine Familie mit Kind, die darauf auch Lust hat. Ich finde das immer so traurig, all diese Einzelkinderkönige, die ständig mit Erwachsenen zu tun haben. Und wenn es täglich weitergeht, findet man auch nur Kurzzeitfreunde, wenn überhaupt. Hat auch Vorteile für die Erwachsenen, wenn da im Urlaub was oder jemand für länger ist, mit dem man sich beschäftigen kann.

Wafer
01.08.2011, 23:25
Hallo Octrono.

Ich kann da ganz andere Dinge aus einem Frankreichurlaub berichten. Ich habe einige Jahre in Frankreich zugebracht und habe eigentlich immer eine Unterkunft gefunden. Die war einmal etwas besser aber auch mal weniger gut. Ich musste aber nie - wie in den deutschen Alpen - in einer Notunterkunft unterkommen.
Ich persönlich würde das Masif Central empfehlen. Im Aubrac gibt es reichlich Unterkünfte aber auch reichlich Wanderer. In der Provence ist die Dichte der Unterkünfte nicht ganz so hoch. Da könnten die Tagesetappen evtl. etwas länger werden.
Was in Frankreich unter den Franzosen recht beliebt ist, das ist das Wandern entlang von Fernwanderwegen. Daher ist dort die Infrastruktur recht gut. GR65, oder auch die 4 Jakobswege sind da gut geeignet. Wenn man die weniger aus christlichen Richtungen betrachtet sondern eher sportlich sieht ist man mit dem Verständnis der Franzosen ganz nah dran.

Gruß Wafer