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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wandern im Berchtesgadener Land



Claudia S.
23.07.2004, 22:09
Ein liebes Hallo an alle.

Jetzte sitze ich hier und überlege, wie ich anfange. Bei den Touren die Ihr alle unternehmt, ist man evtl. etwas gehemmt, wenn man nur im Berchtesgadener Land wandern geht. :)

Aber trotzdem, hier mein Anliegen: Mein Mann und ich fahren Anfang September mit unseren 3 Hunden (2 Bearded Collies und 1 Australien Shepherd) zum wandern nach Schönau am Königssee. Vor 10 Jahren war ich schon mal dort und habe div. Tagestouren unternommen. Ein Traum von mir ist es, mal eine Hüttentour zu unternehmen. Mir schwebt da der E5 vor, allerdings nur in Begleitung meiner Hunde. Um evtl. überhaupt mal eine Hüttenübernachtung mitgemacht zu haben, überlegen wir, ob wir das nicht in Schönau am Königssee machen können.

Hat irgend jemand von Euch da evtl. Wandertipps mit 1 Übernachtung in einer Hütte?
Was mir vorschwebt ist eine Übernachtung ggfs. im Kärlingerhaus am Funtensee bzw. Riemanshaus. Starten möchten wir diese Tour ggfs. von St. Bartholomä und am anderen Tag zurück zur Salletalm, wenn das zeitlich möglich ist.

Da wir auf dem Gebiet Hüttenübernachtung absolute Neulinge sind, stellt sich für uns natürlich auch die Frage, was wir dazu benötigen. Einen Schlafsack oder (wie nennt man das?) einen Hüttenschlafsack?

Daher gleich die nächste Frage: Matratzenlager bedeutet doch, das man mit mehreren Personen in einem Raum auf Matratzen übernachtet oder irre ich mich?
Was bedeutet es, wenn dieselbe Hütte z.B. auch parallel 52 Betten anbietet?
Meine Frage beruht sich darauf, weil wir die Hunde mitnehmen. Mit mehreren Personen in einem Raum ist das soviel ich weiß nicht erlaubt, was ich verstehe. Daher meine Frage bezüglich der o.g. 52 Betten.

Ist alternativ (wenn keine Hunde mit in die Hütte dürfen) evtl. Zelten vor den Hütten erlaubt?

Tja, ich denke, das war es erst einmal. Ich freue mich über jeden Tip und Ratschlag von Euch und danke Euch recht herzlichst dafür.



Liebe Grüße vom Niederrhein
Claudia

gi
23.07.2004, 23:33
Hallo,

also das Berchtesgadener Land ist wunderschön und ich freue mich, dass soviele User meine Heimat besuchen! ;)

52 Betten = 52 Matzratzen = 52 Schlafmöglichkeiten. Meistens ist die Hütte in mehrere Schlafsääle aufgeteilt. In dem Fall ist Bett und Matratze das gleiche.

Wegen der Hygiene benötigst du einen Schlafsack. Das kann ein "normaler" sein, ein Hüttenschlafsack, oder einfach ein großer Bettbezug (ist ja auch wie ein Schlafsack). Manche Hütten bieten auch an, dass du dir einen ausleihen kannst.

Generell ist Zelten im Nationalpark Berchtesgaden verboten. Ob dir ein Hütten- oder Almbesitzer das Zelten auf seinem Grundstück (bzw. auf dem Platz der Hütte erlaubt) ist seine Sache. Würde das vor Reiseantritt klären.

Die Tour, die mir jetzt spontan einfällt, ist, wie du schon sagtet, die große Reib:

Königssee - Carl von Stahl Haus - Gotzenalm - Wasseralm - Kärlinger Haus - Wimbachgries Hütte - Watzmann Haus - Watzmann - Königssee

HTH
-- gi

Claudia S.
24.07.2004, 10:59
Hallo Gi,

erstmal vielen Dank für Deine Antwort.Ich habe leider nochmal eine Frage wegen den Betten.

Du schreibst: 52 Betten = 52 Matratzenlager.

Beim Riemannshaus steht: 20 Betten, 120 Matratzen. Wie muß ich das denn dann verstehen?

Sorry für die evtl. etwas naive Frage und liebe Grüße


Claudia

Atron
24.07.2004, 14:03
Ich tippe mal auf 20 Betten (meist ein oder Mehrbettzimmer) und der Rest ist Lager

Ich befürchte, die Hunde ins Zimmer zu nehmen, wird kaum wo gehen - müssten wohl vor der Hütte od. im Schuppen falls vorhanden schlafen - sollte ja normalerweise kein Problem sein.

Vor Antritt der Reise einfach die Hütten durchrufen - alleine schon wegen Reservierung von Vorteil...

Gruß Atron

ulrich
24.07.2004, 22:50
Hallo Claudia,
ich war letztes Jahr Ende September mit einem Freund im Berchdesgadener Land auf mehrtägiger Hüttentour. Wir waren unter anderem auch auf der Wasseralm, die entgegen der Information auf älteren Karten - wenn auch einfachst - bewirtschaftet ist. Ein Wanderer ist vom Hüttenwirt mit seinen zwei Huskys aufgenommen worden. Er hatte die Wahl, entweder die Hunde des Nachts vor der Hütte angebunden alleine zu lassen, oder mit seinen Hunden im Schuppen zu übernachten. Der Typ hat die Schuppenvariante gewählt. Wenn ihr euch auch dafür entscheidet, braucht ihr allerdings eine Isomatte und einen Schlafsack.

Viel Spaß: Ulrich

PS: Exellente Wahl, dieses Berchdesgadener Land

Claudia S.
25.07.2004, 14:14
Hallo,

erstmal recht herzlichen Dank für Eure Infos. Find ich echt klasse.

Da ich die Wanderkarte vom Berchtesgadener Land habe, wo auch die entsprechenden Hütten drauf vermerkt sind, denke ich, das wir auf alle Fälle vorher dort anrufen werden. Denn auch für uns steht fest: die Hunde bleiben nicht alleine irgendwo vor der Hütte angebunden bzw. in einen Schuppen für sich alleine gesperrt. Eher schlafe ich dann auch mit den Hunden im Schuppen. Daher war ja auch meine Ausgangsfrage bezüglich des Zeltens gewesen. Aber ich denke, das kann man ggfs. auch mit dem Hüttenwirt vorher telefonisch absprechen.

Dass das Berechtesgadener Land eine super Ecke ist, dem kann ich nur zustimmen. Nachdem ist jetzt auch 6 Jahre nicht mehr in den Bergen war, freue ich mich auch wahnsinnig darauf.

Liebe Grüße vom Niederrhein
Claudia

Claudia S.
25.07.2004, 15:17
Hallo,

ich habe gerade mit dem Riemanshaus und dem Kärlingerhaus telefoniert. Eine Übernachtung mit 3 Hunden (wenn nicht gerade am Wochenende) dürfte kein Problem sein. Schlimmstenfalls müßten wir mit ihnen im Trockenraum schlafen.

Daher meine nächste Frage: Was benötige ich dort zur Übernachtung? Denke, das wir auf dem Fußboden schlafen müssen. Benötigen wir dann Iso Matte und Schlafsack?

Hoffe ich nerve nicht mit meinen Fragen. Vielen Dank für Eure Antwort


Claudia

gi
25.07.2004, 15:30
Je nachdem. Es soll Leute geben, die schlafen gern auf einem "Bett" aus Blättern und Zweigen.

Für eure Zwecke würde ich aber doch eine ISO-Matte empfehlen! ;)

waterfriend
25.07.2004, 18:28
Hallo Claudia,
da ich das selbe Hundeproblem habe und demnächst ebenso mit Hundegetier in die leichten Berge möchte, würde mich interessieren, wie es Euch auf eurer Tour ergangen ist und ob die Strecke generell hundetauglich ist (keine Klettersteige, Leitern etc.) Mein Dollymädchen hat durch einen Unfall ein zertrümmertes Hüftgelenk, mit dem sie in normalen Mittelgebirgsregionen ausgezeichnet und problemlos zurecht kommt und hier auch bei mehrtägigen Touren gut zu Fuß ist. Extreme Kraxelpartien möchte ich ihr jedoch nicht zumuten. Vielleicht kannst Du einmal kurz über eure Hundetour berichten. :roll:
Klaus