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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [FR, ES] Pyrenäenrundtour (Gavarnie, Ordesa) -- Kurzbericht



Ehemaliger
12.06.2011, 17:32
Ich bin Anfang Juni folgende Route gelaufen:

Gavarnie - Vallée D'Ossoue (via GR10) - Vallée de Sausse Dessus (via HRP) - Pic de Saint André (2608m) - Refuge des Sarradets (via HRP) - Brèche de Roland (2807m) - Faja de las Flores - Torla - Faja de Pelay - Refugio de Góriz - Fon Blanca (via GR11) - Collàdo de Anisclo (2453m) - Faja de la Tormosa - Pto. Nuevo de Pineta (2466m) - Hourquette d'Alans (via HRP) - Gavarnie.

I. Vorbemerkung

1. Danksagung

Mein Dank gilt zu allererst Folko, der mir die Route empfohlen und mit 1000 Tips geholfen hat. Siehe hier: http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?51658-Pyren%E4en-Ordesa-Bitte-um-Routenempfehlung-und-sonstige-Tips

Ohne ihn hätte ich diese Route bestimmt nicht so gelaufen.

Alle wichtigen Informationen zu den Pyrenäen befinden sich auf Folko's Webseite: www.mitrucksack.de

Nachfolgend daher nur einige Eindrücke, wie es dort im Juni ist.

2. Sicherheitshinweise

Dieses Jahr gab es in den Pyrenäen wenig Schnee. Dennoch hätte man die Tour ohne Steigeisen wohl nicht in verantwortungsvoller Weise laufen können. Letztes Jahr lagen im Juni bei der Refuge des Sarradets angeblich noch 4m Schnee.

Die Tour erfordert Trittsicherheit, da ein falscher Tritt oder ein Abrutschen bei diversen Scrambling-Passagen tödlich oder zumindest mit schweren Verletzungen enden kann. Mit Kindern würde ich die Tour nicht machen.

Wenn man die Tour mit grossem/schwerem Rucksack läuft (weil man nicht immer in Hütten übernachten möchte), sind die Anstiege durchaus anstrengend und die leichten Klettereien nicht ganz ohne.

Der Weg über die Brèche de Roland (2807m) zur Faja de las Flores führt durch so eine Art Felslabyrinth und ist bei schlechtem Wetter/schlechter Sicht nicht ganz einfach zu finden. Außerdem ist der steile Abstieg von der Faja de las Flores bei Nässe nicht so angenehm. Ich würde daher versuchen, das Ganze an einem Tag mit halbwegs gutem Wetter zu machen.

3. Wetter

Alles war dabei. Starker Regen. Nebel. Hagel. Schnee. Und ab und zu auch Sonne.

4. Nebensaison

Im Juni (Nebensaison) habe ich jeden Tag nur ein paar Wanderer getroffen. Auch die Hütten waren relativ leer. In der Hauptsaison scheint es jedoch richtig unangenehm voll zu werden. Die Route verläuft nie so ganz weit weg von der Zivilisation. Dennoch bleibt zumindest in der Nebensaison ein gewisses Gefühl, in der Natur unterwegs zu sein. Es gibt keine Skilifte, die es Touristen auf bequeme Art ermöglichen, z.B. auf die Brèche de Roland oder Faja del Flores zu gelangen. (Ich hatte vor 2 Jahren die angeblich so tolle Tour de Mont Blanc aus diesem Grund nach 3 Tagen genervt abgebrochen.) Die Pyrenäen sind zum Glück noch ursprünglicher.



II. Tourverlauf

Tag 1: Ankunft per Flieger in Toulouse. Fahrt mit leistungsschwachem Mietwagen in Richtung Gavarnie (ca. 3-4 Stunden von Toulouse). Sauwetter. Keine Lust auf Camping. Übernachtung in einem günstigen Hotel kurz vor Gavarnie. Die langfristige Wettervorhersage für die nächsten 10 Tage ist miserabel. Außerdem haben mir kurz vor meiner Abreise diverse Personen zugerufen, dass sie schon in den Pyrenäen gewandert sind und es dort nur langweilige Kuhwiesen gibt. Ich schlafe trotzdem gut.

Tag 2: Das Wetter ist erstaunlicherweise gut! Kurze Fahrt nach Gavarnie (1365m). Ein richtiges Touristennest. Das Auto kann man auf einem kostenlosen Parkplatz abstellen (der aber in der Hauptsaison vermutlich belegt ist). Zunächst geht es entlang der Strasse in Richtung Col de Tentes. Dann via GR10 und später HRP über verschiedene Kuhwiesen, die aber gar nicht so hässlich sind.

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Vom Talschluss (Vallée de Sausse Dessus) geht es dann über eine ziemlich steile Kuhwiese hoch zum Pic de Saint André (2608m). Der Weg ist oft nur zu erahnen.

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Ich sehe von hier aus schon die Brèche de Roland (und den vielen Schnee auf dem Weg dorthin).

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Anschliessend eine ziemlich leichte Kletterpassage hinab zu einer Wasserscheide (ca. 2300m) zwischen 2 Seen, die genau auf der französisch-spanischen Grenze liegt. Da sich das Wetter massiv verschlechtert (Nebel, Regen) campe ich hier auf einem schönen, flachen Stück Rasen in der Nähe einer Hochspannungsleitung.

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Ein deutsches Paar, welches Schwierigkeiten hat, im Nebel den Weg zurück zum Parkplatz (Col de Tentes) zu finden, überzeuge ich davon, nicht am Abend den HRP zum Pic de Saint André hinaufzugehen, sondern über ein kurzes, aber steiles Schneefeld in Richtung Tal zu laufen.

Tag 3: Morgens ist das Wetter noch halbwegs ok, trübt dann aber schnell ein.

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Danach Nebel und Regen. Ich laufe heute nur bis zur Refuge de Sarradets (via HRP). Zunächst folgen mir 2 Tageswanderer mit leichtem Rucksack. Die ersten Schneefelder sind harmlos. Bei einem grösseren Blockfeld kommen mir Wanderer mit Steigeisen entgegen, die von der Refuge gestartet sind. Ich schnalle nach dem Blockfeld ebenfalls die Steigeisen an. Die Tageswanderer drehen dann wohl um. Anschliessend geht es nur noch über Schnee relativ steil zur Refugio. Hier treffe ich gegen Mittag ein und bleibe auch, da das Wetter einfach nur mies ist. Die Brèche de Roland ist wegen Nebels nicht zu erkennen. Hoffentlich wird das Wetter besser ...

Ehemaliger
12.06.2011, 17:33
Tag 4:

Ich stehe früh auf (als Erster?) und stecke meinen Kopf aus der Refugio. Das Wetter hat sich gebessert! Im Tal ist zwar noch Nebel.

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Aber ich sehe die Brèche im Morgenlicht...

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Da ich nicht weiss, wie lange mein Glück anhält, mache ich mich sofort auf den Weg.

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Von der Brèche aus hat man einen schönen Blick...

nach Frankreich ...

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zurück auf die Refugio ...

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und nach Spanien.

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Der Abstieg von der Brèche erfolgt zunächst noch mit Steigeisen...

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... die man aber bald abschnallen kann.

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Die Kletterei den Felsvorsprung hinunter, die auch Folko erwähnt hat, kann man übrigens rechts (in Laufrichtung) ganz gut umgehen. (Auf den Bildern nicht zu sehen.)

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Anschliessend geht es durch eine Art Labyrinth aus Felsspalten (hiervon kein Foto) zum Ordesa Tal.

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Hier komme ich leider zu weit nach links ab und steige fast zur Cascada de Cotatuero ab. Nachdem ich meinen Fehler bemerke und über Felsspalten wieder nach rechts zum Einstieg in die Faja del Flores gelaufen bin, beginnt sich das Wetter entsprechend meiner Befürchtung zu verschlechtern.

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Die halbe Stunde, die ich durch meinen Umweg verloren habe, reicht dem Wettergott, um die gesamte Faja del Flores in wunderschönen Nebel zu packen.

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Höhenangst ist jedenfalls bei diesen Sichtverhältnissen kein Problem. Lediglich ab und zu erhasche ich einen kurzen Blick ins Tal.

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Ich überlege, ob ich auf der Faja mein Zelt errichten und auf besseres Wetter warten soll. Aber dafür ist es noch zu früh. Also gehe ich weiter. Gegen Ende der Faja verbessern sich die Sichtverhältnisse wieder.

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Und hier muss man dann irgendwie runter ...

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Mitten im Abstieg - während der schwierigeren Kletterpassagen - fängt es dann an zu regnen. In der Refugio hatte mir das Personal empfohlen, meinen Rucksack an den schwierigen Stellen vorab mit einem kurzen Seil herunterzulassen. Ich habe aber keins (dafür lange Beine) und es geht auch so.

Der anschliessende Abstieg ins Tal, der irgendwann auf Waldwegen entlang führt, zieht sich. Es regnet immer stärker. Unten komme ich an einer Art Tourismuscenter an, welches geschlossen ist. Ich habe Glück und auf der Strasse kommt ein VW Campingbus vorbei. Ich versuche mich als Anhalter. Zuerst fährt der Bus weiter, stoppt dann aber doch und nimmt mich bis nach Torla mit. Ich bin sehr dankbar, da man unten im Tal nicht zelten darf und es zu spät ist, die Faja de Pelay aufzusteigen.

In Torla nehme ich mir ein Zimmer im günstigen Hotel Edelweiss und geniesse eine Dusche. Anschliessend suche ich mir ein Restaurant, welches jedoch kein richtiges Essen anbietet (da Nebensaison). Ich bekomme einen Salat und Tapas. Der Salat ist gross und sehr lecker. Ich sage dem Wirt, dass spanischer Salat super ist und ich fest davon überzeugt bin, dass Deutschland die Spanier zu Unrecht wegen EHEC diskrediert hat ;)


Tag 5:

Ich will von Torla (ca. 950m) bis zur Refugio Góriz. Da ich über die Faja de Pelay laufe, sind es insgesamt ca. 1500hm. Der Tag wird relativ hart (wegen des Wetters und da ich im Durchschnitt während der gesamten Tour ca. 3 Liter Wasser geschleppt habe - um jederzeit flexibel mein Zelt aufschlagen zu können und des Trainingseffekts wegen ...).

Das Wetter ist wechselhaft.

Ich sehe, von wo ich gestern hergekommen bin.

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Anfangs geht es über einfache Spazierwege entlang eines Flusses (mit schönen Wasserfällen) und durch eine Art Regenwald.

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Dann geht es ca. 500hm relativ steil hoch zur Faja de Pelay. Trotz der warnenden Schilder ist der Anstieg nicht wirklich schwierig. Allerdings fängt es plötzlich stark an zu regnen und ich schaffe es nicht mehr, meine Regenhose anzuziehen. Mit klitschnasser Hose komme ich oben an und friere ziemlich. Dann bessert sich das Wetter aber und ich bin schnell wieder trocken.

Es ergeben sich schöne Ausblicke auf die Faja del Flores, die ich gestern gelaufen bin.

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(Die Faja del Flores ist NICHT das mittlere Band im Fels, sondern verläuft ganz oben.)

Auf der Faja de Pelay geht es dann in Richtung Talschluss. Der Monte Perdido ist zu sehen.

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Am Ende des Tals führen verschiedene Pfade hoch zur Refugio Góriz. Ich nehme den einfachsten Pfad und halte mich rechts. Wieder fängt es an zu regnen. Der Regen geht später in leichten Hagel über. Diesmal war ich aber schnell genug und habe rechtzeitig die Regenhose angezogen. Dennoch ist der Anstieg, der nur ganz kl. Klettereien erfordert, anstrengend.

Blick zurück ins Ordesa Tal.

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Nach ca. 10 Stunden erreiche ich die Refugio. Beim Abendessen unterhalte ich mich nett mit einer 3er Gruppe aus Australien und 2 Briten.

Tag 6:

Sauwetter. Regen, Nebel und keine Sicht. Ich beschliesse, einen Hüttentag einzulegen. Da ich mir ein dickes Buch mitgenommen habe, vergeht der Tag recht schnell. Das Hüttenpersonal ist sehr freundlich und warnt mich, den Weg über die Höhe (GR11) zur Collado de Anisclo zu gehen. Es bestehe die Gefahr von Nassschneelawinen. Als ich diesem Rat am nächsten Tag zögernd folge und durch den Anisclo Canyon laufe, sehe ich in der Tat einige sehr steile Schneefelder, die abrutschen könnten. Außerdem werde ich gewarnt, über den Tucarroya Pass zu gehen, da es auch hier sehr steil sei und die Schneeverhältnisse ungewiss seien. Auch diesem Rat werde ich zögernd folgen und später feststellen, dass der Abstieg vom Tucarroya Pass in der Tat ziemlich steil aussieht und noch mit viel Schnee bedeckt ist.

Ehemaliger
12.06.2011, 17:34
Tag 7:

Zunächst geht es von der Refugio noch etwas hoch.

Verdrehte Welt (Bild nicht bearbeitet) ...

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Aufgrund der Warnhinweise und der schlechteren Sichtverhältnisse in der Höhe beschliesse ich zögernd durchs Tal (also über den Canyon de Anisclo) zu laufen. Nachdem ich merke, wie tief man absteigen muss, gerate ich ins Zweifeln. Aber nun ist es zu spät. Einige Scramblingpassagen sind zu überwinden.

Im Canyon gibt es Wasserfälle ...

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Der Aufstieg aus dem Canyon ist nicht schwierig und auch nicht sooo anstrengend.

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Allerdings verschlechtert sich das Wetter wieder.

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Oben angekommen kann man aber noch schön in den Pineta Canyon blicken.

Nach links ...

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und nach rechts ...

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Anschliessend laufe ich die Faja de la Tormosa, da ich nicht in den Pineta Canyon absteigen und auch endlich mal wieder im Zelt übernachten will.

Die Faja ist allerdings etwas unangenehm zu laufen, da der Weg gerade in den steilsten Passagen mit Bäumen zugewachsen ist. Man muss sich irgendwie an diesen Bäumen vorbei (oder durch sie hindurch) zwängen, um weiterzukommen.

Irgendwann fängt es dann auch auf dieser Talseite an zu regnen. Während einer Regenpause finde ich ein halbwegs ebenes Stück Gras und schlage mein Zelt auf (und freue mich, dass meine Hose gerade wieder getrocknet ist).

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Hier muss ich morgen irgendwie drüber:

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Während der Nacht stelle ich fest, dass der Zeltplatz wohl doch nicht so ganz gerade war und ein MLD DuoMid aufgrund der im Zelt befindlichen Stange nur begrenzte Variationsmöglichkeiten bzgl. der Liegeposition bietet ...

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Tag 8:

So richtig happy werde ich mit der Faja de la Tormosa nicht. Zwar geht es an netten Wasserfällen vorbei. Aber dann verliert man zum Schluss doch noch die ganze Höhe ... und muss dazu auch noch Klettern. Die schwierigste Stelle ist allerdings mit einer Kette ausgestattet. Ansonsten wäre ich da mit Rucksack auch nur sehr schwer runtergekommen.

Dann muss ich mich entscheiden, ob ich über Tucarroya oder den vermeintlich einfacheren Pto. Nuevo de Pineta (2466m) laufe. Da das Wetter im Tucarroya Tal schlechter und der Anstieg sehr steil zu sein scheint (und aufgrund der Warnungen, die ich in der Refugio Góriz erhalten habe), entscheide ich mich für den Pto. Nuevo de Pineta.

Blick zurück in den Pineta Canyon.

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Nach einigen leichteren Klettereien entpuppt sich dieser als Geröllhalde. Für jeden Schritt vor rutscht man (hoffentlich) nur einen halben Schritt zurück.

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Irgendwann ist man dann aber doch oben.

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Nach der Passüberquerung geht es relativ einfach auf die franz. Seite. Auf Steigeisen kann ich verzichten.

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Anschliessend via HRP ein weiterer, nicht besonders schwieriger Anstieg über noch einen Pass (Hourquette d'Alans).

Zwischendurch ein paar Blumen.

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Tag 9:

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Nach einer gemütlichen Übernachtung - trotz starkem Regen blieb mein Zelt schön dicht - auf einer ebenen (leicht steinschlaggefährdeten? ;) Kuhwiese mit Blick auf die Brèche de Roland, geht es zurück auf dem ausgetretenen HRP nach Gavarnie. Beim Abstieg werde ich mehrfach durch einen Almauftrieb aufgehalten und muss ein wenig warten, da ich die Schafe nicht zurück ins Tal treiben will. Einen aggressiven Bock kann ich mit meinem aus Trekkingstöcken improvisierten Geweih in die Flucht schlagen. Außerdem werde ich von vielen neugierigen Pferden angeschnüffelt, was ich aber auch schadlos überstehe...

Fazit: Die Tour bzw. das Wetter waren anspruchsvoll, aber auch sehr eindrucksvoll. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann das Gebiet nur empfehlen. Zumindest in der Nebensaison.

Nicki
12.06.2011, 23:36
Schön das es dir gefallen hat.....
Aber reichlich schlechtes Wetter.....

Gruß Folko

paddel
13.06.2011, 07:46
Ein Reisebericht ganz nach meinem Geschmack mit super Bildern!

Warum bindest du sie nicht direkt in entsprechender Größe ein? Wär etwas komfortabler.

Ehemaliger
13.06.2011, 09:26
Es gibt keine beste Lösung. Das direkte Einbinden beschränkt erstens die Bildgroesse auf maximal ca. 700 Punkte. Dann erkennt man weniger als auf meinen Bildern. Außerdem führen so viele Bilder in Vollgrösse, die sich in einem Thread befinden, bei vielen Nutzern zu ernormen Ladezeiten.

berniehh
13.06.2011, 10:11
ein sehr schöner Bericht und super Fotos!!

Das erinnert mich ein klein wenig an meine Pyrenäendurchquerung die ich auch in der Nebensaison gemacht habe (Oktober/November), allerdings hatte ich da neben einigen Schlechtwetterperioden auch viele Schönwettertage mit dabei.....

Der Ordessa Nationalpark hat mir auch besonders gut gefallen.

Julia
22.06.2011, 21:04
Hallo Nat - super klasse Bilder, die Erinnerungen an eine Reise in die Gegend im September vor einigen Jahren aufkommen lassen. Brèche de Roland, ja, die gab's bei uns leider nur im Nebel. Wir hatten damals nur Tagestouren gemacht und waren in der Ecke noch im Valle d'Ossoue. Ansonsten waren wir auf der spanischen Seite um Benasque/Pico de Aneto. Im September war kein Schnee mehr, sondern nur noch blankes Eis (der Aufstieg zur Bèche vom Refugio aus war da ohne Steigeisen ganz schön haarig!

Deine Bilder machen echt Lust darauf, da mal wieder hinzufliegen, aber dann gern früher in der Saison. Im September waren die schneelosen Berge so grau und nackig...