PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [OUTDOOR AKTIVITÄTEN] Verzascatal



Becks
25.04.2011, 23:49
Mein erstes echtes Actionbild.


http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110423-1311-DSC_6633.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=27211&title=20110423-1311-dsc-6633&cat=500)

Verzascatal, bei einer Wanderung. Da sind ein paar Jungs mit Kajaks die Stromschnellen runter. Mit dem 300mm Tele geschossen, kein Crop.

Alex

Auch wenn Becks es im Fotothread gepostet hat, hat sich doch eine ordentliche Diskussion entwickelt.

BubiBohnensack
26.04.2011, 01:50
Mein erstes echtes Actionbild.


http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110423-1311-DSC_6633.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=27211&title=20110423-1311-dsc-6633&cat=500)

Verzascatal, bei einer Wanderung. Da sind ein paar Jungs mit Kajaks die Stromschnellen runter. Mit dem 300mm Tele geschossen, kein Crop.

Alex

Da würde ich versuchen etwas mehr Punch reinzulegen. Grad wirkt es doch sehr bedeckt und grau. Ein bisschen Tonwertkurvenspielerei könnte vielleicht einiges rausholen!?

Edit: Hier mal spaßeshalber im typischen Extremsportart-Magazin-Look:
http://www.vincent-kleine.de/outdoorseiten/becks.jpg

Becks
26.04.2011, 09:32
Es war bedeckter Himmel, da passt das Bild schon und stimmt mit der Originalszenerie überein.

Alex

willo
26.04.2011, 11:29
Das von Vincent strahlt aber deutlich mehr Dynamik und Action aus.

heron
26.04.2011, 11:46
Das von Vincent strahlt aber deutlich mehr Dynamik und Action aus.


Hart, stark und schön ... oder naja :bg:
Mir gefällt das von Becks auch besser.

@libertist: Sackstark! Wie oft bist du ausgestiegen? :grins: (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?36352-DER-ODS-Fotothread!!&p=837898&viewfull=1#post837898)

Becks
26.04.2011, 11:54
Das von Vincent strahlt aber deutlich mehr Dynamik und Action aus.

Es fehlen jegliche feinen Zeichnungen in den hellen Bereichen des Wasser (links unten, rechts oben), der Helm (weisser Bereich) ist ebenfalls überbelichtet, das Gesicht blau verfärbt. Und mögen die ausgeblichenen roten Klamotten noch so cool aussehen, sie entsprechen ebenfalls nicht der Realität.

Wenn ich solche Bilder machen wollte müsste ich eine kleine Digiknipse nehmen, die mit dem Weissabgleich nicht zurecht kommt und dank Minichip auch nicht den nötigen Dynamikumfang hat. :ignore:

Eigentlich schade, denn auf einem Monitor kommen solche Bilder gar nicht mehr zur Geltung. Was man da in der 1:1 Ansicht so an Details findet, irre. :( Und die Fuzzelbildchen, die im Thread eingebunden sind, zeigen rein gar nichts.

Alex

Blueface
26.04.2011, 11:59
Als interessierter Laie eien bescheidene Meinung :) :
Das von Becks gefällt mir spontan auch besser. Allein der "durchsichtige" Wasseranteil ist schon schöner, finde ich.

Nur das Gesicht ist mir in dieser Version etwas zu dunkel. Denn das ist das eigentliche Highlight, finde ich. Die Gesichtszüge spiegeln perfekt die Situation wieder. Ein tolles Foto!

Becks
26.04.2011, 19:57
Sodele,
zweite Variante...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110423-1311-DSC_6633-2.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=27252&title=20110423-1311-dsc-6633-2&cat=500)

willo
26.04.2011, 20:11
Ich würde noch Sättigung rausnehmen, dann sieht das Gesicht nicht so rot aus. Ist aber natürlich Geschmackssache

SwissFlint
26.04.2011, 20:16
Man kann auch gezielt - also nur in gewissen Bereichen - bearbeiten.

malibu
26.04.2011, 20:27
Es fehlen jegliche feinen Zeichnungen in den hellen Bereichen des Wasser (links unten, rechts oben), der Helm (weisser Bereich) ist ebenfalls überbelichtet, das Gesicht blau verfärbt. Und mögen die ausgeblichenen roten Klamotten noch so cool aussehen, sie entsprechen ebenfalls nicht der Realität.

Wenn ich solche Bilder machen wollte müsste ich eine kleine Digiknipse nehmen, die mit dem Weissabgleich nicht zurecht kommt und dank Minichip auch nicht den nötigen Dynamikumfang hat. :ignore:

Eigentlich schade, denn auf einem Monitor kommen solche Bilder gar nicht mehr zur Geltung. Was man da in der 1:1 Ansicht so an Details findet, irre. :( Und die Fuzzelbildchen, die im Thread eingebunden sind, zeigen rein gar nichts.

Alex

Meiner Ansicht nach müssen Fotos dies doch auch nicht immer tun.

Wobei ich bei den Bildern auch sagen muss, dass mir deine besser gefallen. :bg:

Becks
26.04.2011, 21:09
Naja,
ist Geschmackssache, aber wenn ich ein Sonnenuntergangsbild anschaue und dabei denken muß: was für eine Sonne war denn das? So intensiv hab ich die noch nie gesehn, da ist die ganze Landschaft ja in ein Farbfaß gefallen.... dann ist der Punkt erreicht, wo mich die LSD-Farbspiele nerven. Flaues Bildchen und der Rest kommt aus dem Malkasten, nene

Alex

Roene
27.04.2011, 02:33
Ich finde Jan Vincents Version spannender, auch wenn sie nicht die Realität widerspiegelt. Ob und inwieweit ein Foto das überhaupt muss, ist eh so eine Frage... wer von uns sieht schon schwarz-weiß?

Grüße aus dem Land der "unrealistischen" Farben, Roene

Becks
27.04.2011, 10:27
Naja,
ist Geschmackssache. Alle denen ich die beiden Versionen gezeigt habe, finden Jans Variante katastrophal, mit exakt meinen Kritikien:
- gesicht blau verfärbt
- alle Bilddetails im hellen Bereich sind überbelichtet und ausgefressen. Insbesondere im Wasser ist gar nichts mehr an feinen Strukturen und Details erkennbar.

Einer meinte noch: ihr habt zu viele Glamourbilder angeschaut, das hat euch die Sinne verdorben. :grins:

Alex

entenpower
27.04.2011, 11:29
ich find vincents variante auch besser, der gesichtsausdruck kommt bei ihm einfach besser zur geltung ;)

Die Tatsache, dass einige Stellen im Wasser keine Zeichnungen mehr enthalten, verschonen einen mit einer Überinformation. Vincents Variante ist da sehr auf den Kajakfahrer fixiert und nicht auf das Wasser drumherum. Damit wird durch die Bearbeitung ein klarer Fokus gesetzt.
Aus ähnlichem Grund wird doch auch so gerne mit offenen Blenden gespielt.

BubiBohnensack
27.04.2011, 11:42
Ich wollte mich dazu nun eigentlich nicht mehr melden aber:

Becks,
ich schrieb doch extra dazu "spaßeshalber im typischen Extremsportart-Magazin-Look". Warum reagierst du so angegriffen und pikiert?
Mir ist völlig lax, was hier besser ankommt (bzw das war in anbetracht der Natur dieses Forums vorherzusehen) nur bedenke, dass die möglichst exakte Reproduktion einer Szenerie Domäne von Vermessungsämtern und medizinisch bildgebenden Verfahren ist. Wenn du dir mal die Websites der Top50 Werbe/Mode/Lifestyle/sonstwas Fotografen anschaust, wirst du kaum ein einziges Foto finden, welches deinen Kriterien genügt.
Wozu auch, wenn es anderweitig spannender und aussagekräftiger wird.
Ich erinnere mich da z.B. an eine international ausgezeichnete Image Kampagne von Marmot, die die von dir zitierten Kriterien aufs heftigste gerissen hat.
Das ist auch kein ausschließliches Phänomen der Neuzeit - im Rahmen dessen was möglich war, haben das auch die alten Meister genüsslich zelebriert. Es geht schließlich um Wirkung und Aussage und nicht darum mit It8 Target eine Szenerie auszumessen, um Farben zu erreichen, die möglichst nah an der Natur sind.

Ich würde das nicht so verkrampft und dogmatisch sehen.

Becks
27.04.2011, 12:44
nur bedenke, dass die möglichst exakte Reproduktion einer Szenerie Domäne von Vermessungsämtern und medizinisch bildgebenden Verfahren ist.

Moin,
das ist nicht pikiert sondern lediglich meine persönliche Meinung. Ich sehe nicht den Sinn darin, auf die Belichtung eines Bilds zu achten oder nicht gerade die billigste Kitscherbe an die Kamera zu schrauben, nur um hinterher wieder Details/Dynamik am Rechner zu zerstören.

Auch meine Meinung zu den LSD-Bildern mit völlig überrissenen Farben bleibt weiterhin pur meine subjektive Meinung.

Alex

willo
27.04.2011, 12:56
Was nützt Dir ein technisch perfektes Foto, aufegenommen mit einer 2k€ Kamera, wenn das Bild nicht das aussagt was es aussagen könnte? Technische Perfektion ist doch auch nur ein Werkzeug unter vielen was man einsetzen kann, aber nicht muss. Die gute Ausrüstung hilft doch nur, dass technische Perfektion beim Bearbeiten nicht fehlt, wenn sie evtl. gebraucht wird.

BubiBohnensack
27.04.2011, 13:04
Die gute Ausrüstung hilft doch nur, dass technische Perfektion beim Bearbeiten nicht fehlt, wenn sie evtl. gebraucht wird.

Das ist denke ich der zentrale Punkt. Will man an den Dateien nicht tiefgreifender rumfummeln, braucht's die Reserven, die die teuren Kameras bieten doch gar nicht. Erst in der Post mit Tonwertkorrekturen etc treten die Probleme der kleinen Knipsen sichtbar deutlich hervor. Insbesondere Banding/Posterization.
Gerade hier kommt es also auf die Reserven des Sensors an, um nicht sofort bei Verlassen des Ursprungslooks auf Bildprobleme zu stoßen und somit in der Erreichung seiner "Vision" limitiert zu sein.
Das hat mit "das Bild hätte ich auch mit ner schlechten Kompaktknipse schießen können" nichts zu tun.
Dabei ist die richtige Belichtung von ganz vornehmlicher Bedeutung. Stichwort: Verteilung der Tonwertinformationen auf die Blendenstufen.

Becks
27.04.2011, 13:07
Nun,
das erinnert mich an eine Diskussion mit einem Profi. Seine Aussage war auch "nur Zeiss, alle anderen bauen Objektive, die nichts taugen", aber im Rahmen seiner künstlerischen Gestaltung verpasste er jedem Bild eine grobkörnige Struktur und änderte es auf S/W.

Da fragt sich dann der Laie, was denn noch von der vielgelobten Optik übrigbleibt, nachdem man das Bild durch den elektronischen Mixer gedreht hat. :roll: und ob das Pochen auf die Qualität nicht eher ein virtueller Schw*vergleich sein soll (frei nach dem Motto: "wenn ich wollte könnte ich...")



Die gute Ausrüstung hilft doch nur, dass technische Perfektion beim Bearbeiten nicht fehlt, wenn sie evtl. gebraucht wird.


Ich mag eben Details und schau mir gerne Bilder im Detail an. Was weg ist ist weg, ich finds schade. Das Gesicht ist ein Punkt, das schäumende Wasser auch.


Alex

BubiBohnensack
27.04.2011, 13:42
"nur Zeiss, alle anderen bauen Objektive, die nichts taugen"

Nun, die Aussage ist natürlich höchst polemisch.
Aber die Gründe, warum man ein Objektiv von Edelherstellern wie Zeiss persönlich favorisiert kann ja sehr vielfältig sein. Da sind Schärfe und Farbwiedergabe nur zwei Eigenschaften, die etwas über die Qualität aussagen. Marken-Image steht natürlich ebenso im Katalog möglicher Entscheidungskriterien.

Ich kann mir z.B. vorstellen, dass der zitierte Fotograf schlicht aus mechanisch-haptischen Gründen den schweren, metallenen Monstern gegenüber Plastikgehäusen den Vorzug gibt. Das hat schlicht etwas mit dem Gefühl beim Fotografieren zu tun. Es ist halt einfach eine andere Welt. Wenn er gerne manuell fokussiert gewinnt das Argument noch weiter an Stärke.
Aber auch so Dinge wie Bokeh oder der "Look" sind nicht zu unterschätzende Charaktermerkmale eines Objektives, in denen Leica, Zeiss, Voigtländer und wie sie alle heißen i.d.R. deutlich punkten können.
Die Deutschen Objektivgurus waren übrigens schon zu schwarz-weiß Zeiten Edelhersteller und weltweit gefragt. Die Farbwiedergabe stieß dann erst später zum Anforderungskatalog hinzu. Von daher ist die angesprochene s/w Wandlung kein "qualitätsmindernder Mixerprozess".

Edit:

und ob das Pochen auf die Qualität nicht eher ein virtueller Schw*vergleich sein soll
Das Schwanzvergleich Getue kenne ich nur aus dem Amateurbereich. Für jeden ernsthaften Profi ist das Equipment rein Mittel zum Zweck und wird sehr nüchtern betrachtet. Das siehst du allein schon im Umgang damit. Da wird für den Job das richtige Equipment besorgt. Im Zweifel im Rent. Ein "sieh her, ich habe die bessere Kamera" gibt es da nicht.

Becks
27.04.2011, 14:18
Das ist denke ich der zentrale Punkt. Will man an den Dateien nicht tiefgreifender rumfummeln, braucht's die Reserven, die die teuren Kameras bieten doch gar nicht. Erst in der Post mit Tonwertkorrekturen etc treten die Probleme der kleinen Knipsen sichtbar deutlich hervor. Insbesondere Banding/Posterization.
Gerade hier kommt es also auf die Reserven des Sensors an.

Nun, das stimmt nur dann, wenn ich bei der Bearbeitung aus einem Farb-/Helligkeitsbereich wieder einen Farb-/Helligkeitsbereich bastel, nicht jedoch wenn aus einem Farbbereich eine einzige Farbe wird. Details verschlucken ist nichts anderes als dass ich aus einem mehrfarbigen Bereich einen einfarbigen mache. Das macht eine billige Kompakte von Haus aus.

Zu der Zeiss-Geschichte: über die Umwandlung farbig -> S/W geht das Plus in der Farbtreue verloren, dank des Körnungsfilters verschwinden dann auch noch andere Effekte wie schönes Bokeh und Schärfe. Im Endeffekt bleibt also nur der Zeiss Eintrag im Exif übrig und die Gewissenheit, das x-fache an Kohle verheizt zu haben, um das Mehr an Haptik zu besitzen. Nun, wers braucht. :roll:

Um mal einen Eindruck zu gewinnen, was man ohne grosse Farbspielereien am Rechner so hinbekommen kann, empfehle ich den Bildband über die Greina (http://www.amazon.de/Greina-Roberto-Buzzini/dp/3856373535). Das ist für mich die hohe Kunst, Bilder zu erzeugen welche ohne grossen Schnickschnack eine Wirkung haben.

Alex

entenpower
27.04.2011, 14:41
Was hat denn denn ein schönes Bokeh mit der Körnung zu tun? Ich dachte das hängt im Wesentlichen von der Anzahl/Form der Blendenlamellen ab?

BubiBohnensack
27.04.2011, 14:55
Details verschlucken ist nichts anderes als dass ich aus einem mehrfarbigen Bereich einen einfarbigen mache. Das macht eine billige Kompakte von Haus aus.

Bloß völlig unkontrolliert, mitnichten die Bildaussage unterstützend und die Chance verwehrend das Bild nach eigenen Wünschen zu gestalten.

Zur Zeiss Diskussion:
Die aktuellen (ich glaub von Cosina gefertigten?) Zeiss Objektive gibt es doch auch für Nikon Mount oder? Geh doch mit deiner Kamera mal in einen gut sortierten Fotoladen und lass dir ein 21er oder ein 50er draufbasteln. Das Gefühl dabei ist nur schwer rüberzubringen aber einer der Gründe, warum sich selbst in unserer hochtechnisierten Zeit, Firmen wie Leica, Zeiss, Rodenstock, Schneider und Voigtländer obwohl sie keinen AF oder Bildstabilisator oder sonstwas haben, immer weiter steigenden Beliebtheit erfreuen. Es ist einfach eine andere Art des Fotografierens und das spürt man. Ob das nun rational ist (also die Frage, ob ihr Plus an Abbildungsleistung den hohen Preis allein rechtfertigt) ist eine andere Frage. Wenn ich das Geld hätte, wäre meine Entscheidung klar.

@Entenpower:
Wenn man die Körnung derart stark ausgestaltet, dass es aussieht wie eine krasse Ausschnittsvergrößerung aus einem kleinen Negativ, können die dicken Körnungskloppse das Bokeh Rendering schon überlagern. Aber das sind schon recht spezielle Fälle.

Reichhi
27.04.2011, 15:07
LOL Jan Vincent, auf dem körnigen Bild schaust aus wie ne Frau ;)

P.S.: Das nächste mal könnt ihr auch unter Bildkritik posten. Dann wird meine Vorfreude hier schöne Bilder zu sehen nicht durch eine, von subjektiven Empfindungen / Geschmäckern getriebene, Diskussion enttäuscht.

/Nachtrag: Antwort zu Jan: Hab mich von deinem Profilbild irritieren lassen :ignore:. Nur die schmale Kinnpartie zeigt es deutlich, dass es nicht das gleiche Bild ist ;)

BubiBohnensack
27.04.2011, 15:12
[OT]LOL Jan Vincent, auf dem körnigen Bild schaust aus wie ne Frau ;)

Das ist ja auch eine Frau du Dödel du ;)

paddel
01.05.2011, 08:31
Mir stellt sich bei diesem Bild die Frage, wie das eigentlich rechtlich aussieht. So wie ich das verstanden habe, hat Becks das Bild ohne Erlaubnis des Kajakfahrers geschoßen. Jetzt ist es hier im I-Net veröffenlticht. Könnte der Kajakfahrer Becks irgendwie belangen?

Reichhi
01.05.2011, 11:45
Ganz vereinfacht formuliert:

Die Person, die fotografiert wird hat das Recht am eigenen Bild. Kann also quasi bestimmen was damit passiert. Es gehört oder ist vom Persönlichkeitsrecht abgeleitet.

Da das jetzt aber zu so zu einfach wäre:

Das Persönlichkeitsrecht ist allerdings gegenüber anderen Grundrechten gleichwertig. Dazu gehört z.B. die Pressefreiheit aber auch die Kunstfreiheit.

Das Bild von Becks fällt wohl eindeutig unter Kunstfreiheit. Somit darf er diese Person auch fotografieren und auch veröffentlichen, zumal es eine normale Situation ist. Es verletzt z.B. nicht die Intimsphäre etc.

Wie das jetzt ausschaut wenn er es kommerziell verwenden würde weiß ich nicht ;) weil mich das als Hobbyfotograf nicht interessiert.

/ Hoffe das stimmt so ;) ihr dürft mich gerne belehren. Bin ja auch kein Jurist ^^

Becks
01.05.2011, 13:55
Hoi,
soweit mir bekannt besitzt die abgebildete Person eigentlich immer das Recht am Bild und kann somit die Nutzung untersagen. Aussnahmen davon sind gegeben, wenn die Person nicht eindeutig der Mittelpunkt des Bildes ist (z.B. in einer Menschenmenge auftaucht), eine Person des öffentlichen Interesses darstellt (Politiker, ...) oder andere übergeordnete Interessen der Öffentlichkeit existieren.

In dem Fall, wäre ich sogar erfreut, wenn der abgebildete Kajakfahrer sich erkennt und nich kontaktiert. Ich hab noch ein paar Bilder mehr von ihm und seinen Kollegen, und ich wette sie würden sich über die Bilder freuen.

Alex

Reichhi
01.05.2011, 15:26
Wäre doch was for den Workshop, das zu klären? Wenn sich damit jemand auskennt...

Mit der Untersagung hast du wohl auch recht. Er kann sicherlich sagen, dass er es nicht veröffentlicht haben will.
Die Frage ist aber auch, ob du vorher sein Einverständnis brauchst um es überhaupt veröffentlichen zu dürfen? Und das glaube ich eben nicht.
Anders schaut das sicherlich für Kommerzielle zwecke aus, oder wenn der Person durch die Veröffentlichung ein Nachteil entstehen würde...

Würde mich freuen wenn das jemand eindeutig klarstellen könnte ;)

shorst
01.05.2011, 15:35
Die Frage ist aber auch, ob du vorher sein Einverständnis brauchst um es überhaupt veröffentlichen zu dürfen?

Klar braucht er die, das ist egal ob das jetzt kommerziell oder nicht ist.
Es ist nur meistens so, daß wo kein Kläger und kein Richter.
Bzw. was auch zum Tragen kommen kann in solchen Situationen, ist ein sogenanntes stillschweigendes Einverständnis, die Person bemerkt daß sie fotografiert wird, läßt dies bereitwillig zu, bzw. äußert keinerlei Mißfallen.
Allerdings greift das wohl in dem Fall nicht, da der gute Mann glaube ich grade mit anderem beschäftigt war als Becks Zustimmung oder Ablehnung zu signalisieren.
Ansonsten hat Becks das schon erklärt, was noch fehlt ist die Außnahme in dem Fall, daß du an einer öffentlichen Veranstaltung teilnimmst.

Buck Mod.93
01.05.2011, 15:42
Bzw. was auch zum Tragen kommen kann in solchen Situationen, ist ein sogenanntes stillschweigendes Einverständnis, die Person bemerkt daß sie fotografiert wird, läßt dies bereitwillig zu, bzw. äußert keinerlei Mißfallen.
.

So etwas gibt es nur nicht. Als Fotografierender ist man dazu verpflichtet ein Einverständnis der fotografierten Person zu erlangen, wenn man das Bild veröffentlichen möchte. Die fotografierte Person ist nicht dazu verpflichtet eine Veröffentlichung zu untersagen.

samh
01.05.2011, 15:51
Da hab ich mir jetzt die 2 Bilder auf der 1sten Seite angeschaut und hab mir gedacht, da dokter ich auch mal dran rum. Aber nach dem sich dasThema ja jetzt so gedreht hat stell ich das besser nicht hier rein ;-)

shorst
01.05.2011, 15:55
So etwas gibt es nur nicht. Als Fotografierender ist man dazu verpflichtet ein Einverständnis der fotografierten Person zu erlangen, wenn man das Bild veröffentlichen möchte. Die fotografierte Person ist nicht dazu verpflichtet eine Veröffentlichung zu untersagen.

Das Problem ist doch einfach, daß du nicht immer weißt ob du ein Foto veröffrentlichen möchtest, kannst. Und du wirst auch nicht immer hunderte Einverständniserklärungen mit Dir herum schleppen, bzw. manchmal ist es eben nicht möglich wenn man später beschließt ein Foto zu veröffentlichen noch die Person zu ermitteln.
Wenn das erwachsene Menschen sind, die freundlich in deine Kamera lächeln wird dann durchaus von einem Einverständnis ausgegangen.
Was nichts daran ändert, daß in meinen Augen der Umgang mit dem Recht am eigenen Bild viel zu lax von den meisten Hobby-Fotografen gehandhabt wird.

willo
02.05.2011, 09:05
Das Bild von Becks fällt wohl eindeutig unter Kunstfreiheit. Somit darf er diese Person auch fotografieren und auch veröffentlichen, zumal es eine normale Situation ist. Es verletzt z.B. nicht die Intimsphäre etc.


Das stimmt so absolut nicht! Er darf fotografieren, aber nicht ohne Einverständnis veröffentlichen. Der Abgebildete kann jederzeit Unterlassung verlangen.

willo
02.05.2011, 09:07
Wenn das erwachsene Menschen sind, die freundlich in deine Kamera lächeln wird dann durchaus von einem Einverständnis ausgegangen.


Nicht von deutschen Gerichten.

Becks
02.05.2011, 09:42
Das stimmt so absolut nicht! Er darf fotografieren, aber nicht ohne Einverständnis veröffentlichen. Der Abgebildete kann jederzeit Unterlassung verlangen.

Oder viel besser: mich anschreiben und Kopien für das heimische Album verlangen. Also ich würde mich wirklich freuen, wenn mich jemand bei einer solchen Aktion so abgelichtet hat. Hmmm, muss ich wohl mal im Netz suchen, ob sich da Berichte finden lassen. Vielleicht kennt auch jemand zufällig die Person, wobei ich die Chancen für gering halte. Das Tal ist bekannt und gerade an Ostern treiebn sich da Leute aus vielen Ländern herum.

Alex

SwissFlint
02.05.2011, 09:54
http://www.reise-weblog.com/2010/10/15/fotografieren-nicht-verboten-ins-internet-hochladen-aber-schon/

So mal auf die Schnelle

http://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit#Schweiz

Mein Untermieter, Jurastudent, sagt, dass man dieses Bild nicht hätte veröffentlichen dürfen ohne das Einverständnis des Kajakfahrers. Er hätte das Recht Becks anzuzeigen. Morgen will er mir den Passus im Gesetz zeigen.

Becks
02.05.2011, 11:05
Da könnte man echt mal ein Thema draus basteln...

http://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit

Sieht so aus als ob ich Frankreich und Italien eher meiden sollte, denn da darf man nicht einmal ein öffentliches gebäude ablichten und das bild ins Netz stellen. Unglaublich, man kann wegen Nachtaufnahmen vom Eiffelturm verklagt werden....

(Die Spinnen die Gallier, und die Römer gleich mit)

Alex

shorst
02.05.2011, 14:51
Nicht von deutschen Gerichten.

Dann ist die Hälfte der Reiseberichte hier illegal, oder wer hatte immer Einverständniserklärungen dabei, speziell in asiatischen Ländern, wo dann auch mal Kinder abgelichtet werden die sogar noch besonderen Schutz genießen(sollten).
Ich gebe zu daß mein Wissensstand aus Fotomagazinen wie zb. Profi-Foto herrührt, nicht direkt von einem Juristen. Das Ganze scheint auch immer noch in Entwicklung zu sein, wird von verschiedenen Gerichten in diversen Urteilen unterschiedlich ausgelegt.

Becks
02.05.2011, 15:24
Nun,
eigentlich kann man da nur an die "Verhältnismässigkeit" appellieren. Als Abgelichteter kann und sollte man auch die öffentliche Nutzung untersagen oder gewisse Bedingungen stellen, aber solange keine kommerzielle Nutzung vorliegt (hier wäre das z.B. Nutzung in einem fachmagazin) oder eindeutig das Bild dazu bestimmt ist, die Person in ihrer Würde anzugreifen (z.B. Bild eines Betrunkenen), dann würde ich zumindest nicht gleich mit dem dicken Hammer kommen.

Alex

willo
02.05.2011, 15:56
Dann ist die Hälfte der Reiseberichte hier illegal, oder wer hatte immer Einverständniserklärungen dabei, speziell in asiatischen Ländern, wo dann auch mal Kinder abgelichtet werden die sogar noch besonderen Schutz genießen(sollten).

Formaljuristisch ist das so. Kinder geniessen keinen besonderen Schutz und das EInverständnis kann auch mündlich erfolgen.


Das Ganze scheint auch immer noch in Entwicklung zu sein, wird von verschiedenen Gerichten in diversen Urteilen unterschiedlich ausgelegt.

Wo siehst Du da in den letzten Jahren Bewegung? Die Rechtslage ist doch völlig eindeutig. Einzig um Person der Zeitgeschichte gibt es ab und an mal etwas gerangel.

willo
02.05.2011, 15:58
Nun,
eigentlich kann man da nur an die "Verhältnismässigkeit" appellieren. Als Abgelichteter kann und sollte man auch die öffentliche Nutzung untersagen oder gewisse Bedingungen stellen, aber solange keine kommerzielle Nutzung vorliegt (hier wäre das z.B. Nutzung in einem fachmagazin) oder eindeutig das Bild dazu bestimmt ist, die Person in ihrer Würde anzugreifen (z.B. Bild eines Betrunkenen), dann würde ich zumindest nicht gleich mit dem dicken Hammer kommen.



Hier geht es um Persönlichkeitsrecht und nicht um Urheberecht. Hast Du einer Veröffentlichung zugestimmt, kann das Bild auch weiterverkauft werden etc. - wenn der Fotograf zustimmt der das Uhrheberrecht hält.

shorst
02.05.2011, 20:17
Kinder geniessen keinen besonderen Schutz und das EInverständnis kann auch mündlich erfolgen.



Mhm, die Aussage habe ich aber nun von nem Rechtsverdreher, der unsere Rechtsbelehrung fürs Ferienlager gehalten hat.
Ich fand die Aussage offen gestanden auch derart sinnvoll, daß ich nicht mal auf die Idee kam nachzufragen.
Es ging dabei halt um die im Ferienlager entstandenen Fotos für Vereins und Privatzwecke, wobei man da halt in einer völlig anderen Position ist, vielleicht daher diese Unterscheidung?


Wo siehst Du da in den letzten Jahren Bewegung? Die Rechtslage ist doch völlig eindeutig. Einzig um Person der Zeitgeschichte gibt es ab und an mal etwas gerangel.

Ich bin grad zu bequem in den Keller zu schlurfen und Zeitschriften zu durchforsten, es war aber so, daß in den letzten 3-4 Jahren teils konträre Urteile genau in dem Zwiespalt zwischen künstlerischer Freiheit und Recht am eigenen Bild gefällt wurden.
Der Trend ging aber schon in die Richtung die künstlerische Freiheit niedriger anzusetzen.

willo
02.05.2011, 21:18
Kinder sind deshalb komplizierter, weil Du nicht deren Einverständnis, sondern dass eines Erziehungsberechtigten brauchst. Ansonsten ist mir kein juristischer Unterschied bekannt.

Trotzdem sehe ich das ganze im Bereich Reisen gelassen. Ich würde wenn ich offen jemanden fotografiere, der das auch mitkriegt, auch von einem stillschweigenden Einverständnis ausgehen und halte ein Klage (die ich dann verlieren würde) für sehr unwahrscheinlich. Der normalfall ist doch eher per Mail die Löschung des Fotos zu verlangen.