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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [LANDSCHAFT] Nach dem Schneesturm



Sarekmaniac
28.04.2011, 23:40
Am ersten Tag nach einem heftigen Schneesturm habe ich auf dem Nordkalottleden in Nordnorwegen dieses Bild gemacht.

Mit Polfilter (soweit ich mich erinnere). Mich nervt die ewige Blaustichigkeit bei meinen Winterbildern.

Darunter deshalb ein erster Bearbeitungsversuch des JPEGs. Ich habe auch Raw-Daten, die ich bearbeiten kann.

Ich dachte vielleicht an schwarzweiß?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050280.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=27408&title=nordkalottleden&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050280_1.jpg

shorst
28.04.2011, 23:44
Mit Polfilter (soweit ich mich erinnere). Mich nervt die ewige Blaustichigkeit bei meinen Winterbildern.


Der Polfilter hat damit aber nix zu tun, wenn du es als Raw hast, spiel mal nen bißchen mit der Farbtemperatur, keinerlei Problem.;-)

Schickes Bild.

Sarekmaniac
29.04.2011, 00:06
Versuch RAW-Entwicklung in Schwarzweiß:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050280_II.jpg

gelöschter Nutzer
29.04.2011, 00:55
Magst du vielleicht das RAW File hochladen? Dann könnte man ein wenig probieren :)

Persönlich finde ich bei solchen Bilder auch S/W meist am schönsten. Ist aber wie immer vom persönlichen Geschmack abhängig.

lutz-berlin
29.04.2011, 04:21
Am ersten Tag nach einem heftigen Schneesturm habe ich auf dem Nordkalottleden in Nordnorwegen dieses Bild gemacht.

Mit Polfilter (soweit ich mich erinnere). Mich nervt die ewige Blaustichigkeit bei meinen Winterbildern.

Darunter deshalb ein erster Bearbeitungsversuch des JPEGs. Ich habe auch Raw-Daten, die ich bearbeiten kann.

Ich dachte vielleicht an schwarzweiß?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050280.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=27408&title=nordkalottleden&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050280_1.jpg

Schneeaufnahmen:Skylightfilter und manueller Weissabgleich helfen.

Sarekmaniac
29.04.2011, 10:39
Upload klingt gut, Aber ich fürchte das Dateiformat wird nicht unterstützt.

Dekkert
29.04.2011, 10:49
ich find' schonmal das zweite Bild besser, da härter. Das erste wirkt fast weichgezeichnet und deshalb fast ein bissl kitschig. Bei der S/W Variante würd' ich evtl. mal die Kontraste verstärken, wie hier:

http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?50361-LANDSCHAFT-Bergzipfel&p=814531&viewfull=1#post814531

Sarekmaniac
29.04.2011, 22:58
Noch en Versuch. In diesem Fall hat sich MikeFuchs am RAW versucht. Schönen Dank.;-) Muss ich nur noch schauen, dass ich das auch so schön hinkriege:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/00_Nach_dem_Schneesturm.jpg

shorst
29.04.2011, 23:44
Muss ich nur noch schauen, dass ich das auch so schön hinkriege:



Das Zauberwort heißt Gradationskurve.;-)

Dekkert
29.04.2011, 23:48
so gefällt's mir gut.

Sarekmaniac
30.04.2011, 00:04
Das Zauberwort heißt Gradationskurve.;-)

ich werde mich mal versuchen.

naturphotos
02.05.2011, 11:26
Kannst du mir das RAW mal zukommen lassen, ich würde mich auch gerne noch mal an einer SW-Umwandlung versuchen!

Christian

lortholstyggen
02.05.2011, 12:41
Fand das Motiv so toll, dass ich mich auch zu etwas Arbeit in Photoshop verführen ließ:

http://tirolpanorama.at/download/sarekmaniacs-winterfoto.jpg

Mir gefällt die Dramatik und der besondere Hell/Dunkel-Kontrast in deinem Bild besonders.
Du hast wohl noch etliche "Rohdiamanten" in deinem Fundus die noch auf einen Feinschliff warten. ;-)

Sarekmaniac
02.05.2011, 13:38
Hi Lorholtstyggen. Das sieht gut aus. Schwarzweiß gefällt mir am besten.

BubiBohnensack
02.05.2011, 13:38
Ich würde, wenn du mit dem Foto keinen rein Foto-dokumentarischen Auftrag verfolgst, die Loipe/Spur links im Bild entfernen. Die stört unter rein Bild-ästetischer Betrachtung deutlich. Wenn du das tust, fehlen im Bild auch alle Größenreferenzen und es bleibt der Imagination des Betrachters überlassen darin eine Schneewehe oder hunderte Meter hohe Berge zu sehen. Spannend!

Sarekmaniac
02.05.2011, 13:43
Die Idee hatt Mike Fuchs auch schon. Ich bin auch in einer anderen Version näher rangezoomt, so dass die Spur nicht draufkam.

Die Spur ist eigentlich extra da, um die Größenverhältnisse klarzumachen. Natürlich kann man das auch ganz anders sehen, da hatte ich gar nicht dran gedacht.

Sarekmaniac
02.05.2011, 14:32
Wo Jan Vincent von Wirklichkeit und Illusion anfängt, stelle ich noch ein zweites Bild ein. Eine vielleicht 60-70 cm hohe Schneewehe, im Hintergrund ein Holzhäuschen. Ich habe mehrere Bilder gemacht und bin dabei immer näher an den Vordergrund rangegangen. Die letzte, illusionistische Aufnahme gefällt mit am besten.

Landschaftssituation:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050256.JPG

Schneewehe im Vordergrund, unbearbeitet und unbeschnitten:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050260.JPG


Erster Bearbeitungsversuch:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1050260_2.jpg


Ich finde das Haus zu dunkel. Wie man Bereiche aufhellt, muss ich noch lernen.

hannibal
05.05.2011, 18:40
Ich würde, wenn du mit dem Foto keinen rein Foto-dokumentarischen Auftrag verfolgst, die Loipe/Spur links im Bild entfernen. Die stört unter rein Bild-ästetischer Betrachtung deutlich. Wenn du das tust, fehlen im Bild auch alle Größenreferenzen und es bleibt der Imagination des Betrachters überlassen darin eine Schneewehe oder hunderte Meter hohe Berge zu sehen. Spannend!

Prinzipiell richtig, ohne Spur wäre es schöner!

Nur sollte man das bereits vor der Aufnahme durch einen geeigneten Kamerastandpunkt machen. Und wenn das halt nicht geht, dann geht es halt nicht, dann ist die Spur halt drin.

Nachträgliches Entfernen von Bilddetails hat mit RAW-Entwicklung nichts mehr zu tun. Das ist bereits Bild-Manipulation und sollte mit Natur-Photographie nicht verwechselt werden.

Dazu gab es schon zu analogen Zeiten im Übergang zum Digitalzeitalter interessante Diskussionen z.B. in der "Naturfoto". Darüber ob mit z.B. Wahl des Films, Einsatz von Filtern etc. bereits eingegriffen worden ist, und was noch für ein authentisches Photo in der digitalen Bearbeitung mit z.B. Verzeichnungs-, Vignettierungskorrektur erlaubt sein soll.

Ein nachträgliches Weglassen bzw. Einfügen von Bilddetails ist zumindest nach meiner persönlichen Auffassung bereits "künstlerische" Bildmontage. In der Natur kann man sich ein Windrad auch nicht wegdenken, warum dann eine Retousche auf dem Bild? Es wurden unlängst bei internationalen Naturphotowettbewerben deshalb zahlreiche "Naturphotos" deswegen disqualifiziert. Schon ein zu großer Crop, um z.B. die wegen eines schlechten, außermittigen AF´s zu mittige "Bildkomposition" zu retten, wird da aussortiert.

Ich für meinen Teil finde das Photo sehr schön stimmungsvoll - mit und ohne Spur. Und lieber so, als manipuliert.

Das bläuliche bekommst Du über einen manuellen Weißabgleich normalerweise "hin":bg: (kannst du für spätere Bilder ja speichern). Und eben einen Warmton-Filter (z.B. Skylight 1C) verwenden. (Bei abendlichen Stativaufnahmen an Rügens Kreideküste hatte ich da auch schon damit zu kämpfen und wegen Film keine nachträgliche Eingiffsmöglichkeit.)

BubiBohnensack
05.05.2011, 19:40
Mir persönlich geht es nicht um die Foto-Dokumentation, sondern um die Ästhetik. Ich würd's daher immer tun. Maler lassen auch Teile weg, wenn's ihnen nicht passt. Warum sollte ich mir die Fesseln von wissenschaftlicher Reproduktion anlegen, wenn das überhaupt nicht meine Zielgruppe ist?
Und wenn es stimmt was du sagst, dass Crop Fotos von manchen Jurys aussortiert werden, finde ich das doch sehr pedantisch. Ist schließlich nichts anderes als eine andere Brennweite zu wählen und hat nichts mit Manipulation von Objekten im Bild zu tun.
Mal ganz davon abgesehen zeigt ein Foto immer nur einen sehr reduzierten Ausschnitt der "Wahrheit". So notwendig es also wohl ist da bei Wettbewerben gewisse Regeln aufzustellen, so wahrlos finde ich sie doch. Ist doch das Foto selbst schon nur eine Facette der Wahrheit und eventuell eine, die ein völlig falsches Bild zeichnet.

Edit:
Um mal beim eigentlichen Thema zu bleiben:
Sarekmaniac, falls du noch nicht Lightroom benutzt oder es mal probiert hast, empfehle ich dir sehr, es bei adobe.com runterzuladen. Das Programm führt alles zusammen, was man als Einsteiger so braucht und ist dabei sehr leicht zu bedienen. Auch so kleine Dinge wie die Loipe kannst du damit wegbügeln.
Damit kannst du dann auch sehr intuitiv die Farbbalance (Thema Farbstichigkeit) regeln oder auch S/W Wandlungen durchführen sowie gleich idiotensicher exportieren.

Ich finde, es ist jeden Cent wert.

Sarekmaniac
05.05.2011, 23:13
Ja sieh mal ich wusste gar nicht, dass Lightroom für lau ist.;-)

Naturphotos hat sich auch am Raw versucht. Lade ich mal hoch.

Beschneiden wäre ja auch eine Möglichkeit; und es gibt auch noch eine Bildversion, wo ich näher ran bin und die Spur nicht drauf habe.

Hier die Variante ohne Spur:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/00_Nach_dem_Schneesturm_03.jpg

(Da ist aber ein bearbeitungsfehler unterlaufen, diese schwarzen Flecken?)

Und hier nochmal das andere Motiv:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/00_Nach_dem_Schneesturm_01.jpg

Es gefällt mir gut, dass das Haus heller ist. Allerdings würde ich das gern so haben, dass die Schneewehe vorne richtig dominat wird und ins Auge springt. So dass das quasi Collagencharacter kriegt, die Schneewehe vorne als rein"ornamentaler" Bildbereich. Unter diesem Gesichtspunkt gefällt mir der Bereich rechts unten im Bild besonders gut.

BubiBohnensack
06.05.2011, 12:52
Ich finde das erste gepostete Bild mit retouchierter Loipe besser. Wirkt dramatischer.
Ich glaube aber, dass das erste der zuletzt geposteten auch noch viel Potential hat. Insbesondere, wenn man überlegt, die Helligkeits und Kontrastverteilung zwischen Vorder-, Mittel-, und Hintergrund zu verändern. Sprich: HG in's WhiteOut gleiten lassen und dafür die Schneewehe dramatisch zeichnen...

hannibal
06.05.2011, 19:36
Mir persönlich geht es nicht um die Foto-Dokumentation, sondern um die Ästhetik. Ich würd's daher immer tun. Maler lassen auch Teile weg, wenn's ihnen nicht passt. Warum sollte ich mir die Fesseln von wissenschaftlicher Reproduktion anlegen, wenn das überhaupt nicht meine Zielgruppe ist?
Und wenn es stimmt was du sagst, dass Crop Fotos von manchen Jurys aussortiert werden, finde ich das doch sehr pedantisch. Ist schließlich nichts anderes als eine andere Brennweite zu wählen und hat nichts mit Manipulation von Objekten im Bild zu tun.
Mal ganz davon abgesehen zeigt ein Foto immer nur einen sehr reduzierten Ausschnitt der "Wahrheit". So notwendig es also wohl ist da bei Wettbewerben gewisse Regeln aufzustellen, so wahrlos finde ich sie doch. Ist doch das Foto selbst schon nur eine Facette der Wahrheit und eventuell eine, die ein völlig falsches Bild zeichnet.



Das ist eben Ansichtssache.

Für mich ist eben Natur-Erleben und Natur-Photographieren eins. Und wenn halt in der Natur eine Loipenspur oder eine Überlandleitung oder bei einem Macro ein Grashalm stört, dann versuche ich das durch einen entsprechenden Kamerastandpunkt zu vermeiden. Oder ich lebe halt damit.

Wie hast Du es denn früher bei Dias gemacht? Beschnitten, Wegretouschiert? Was man zu analogen Zeiten konnte, sollte man auch im Digitalzeitalter noch können und beherzigen.

Das ist auch eine Sache der Ethik: Bei Macros werden Halme oder Zweige nicht abgeknickt, wenn sie stören, sondern z.B. mit Klemmen fixiert. Und wenn du einen Wolf im Freigehege des NP Bayrischer Wald photographierst, dann muss man das als Gehege-Photo bei Wettbewerben angeben. Dort wird zwischen Freier Wildbahn und Tieren in Gefangenschaft unterschieden. Klar gibt es auch teils in der Naturfoto künstlerische "Naturphotos", bei denen der Schwerpunkt aber auf einer gewissen Abstraktion liegt, bei der jeder sofort sieht, das manipuliert wurde und auch werden sollte. Ein reines Wegretouschieren von störenden, aber im Bild vorhandenen Motivdetails ist aber weder "Kunst" noch eine Abbildung der Wirklichkeit. Der Betrachter erkennt nicht selbstständig, dass ins Bild eingegriffen wurde, d.h. er hält es nicht für "Kunst" sondern für "Wirklichkeit". Von daher stört man sich halt an dem "(Selbst)-Betrug".

Ich bin da zugegeben aber auch sehr konservativ. Klar kann das jeder für seine Photos selbst entscheiden. Ich hätte halt weniger Freude an einem so entstandenen Bild. Genauso wenig an einer noch so perfekten Luchsaufnahme, wenn das Bild im Zoo/Gehege entstanden ist.

Zum nachträglichen Croppen: Klar das ist wie das Benutzen einer Cropkamera bzw. die Verwendung eines stärkeren Tele oder Konverters. Aber wie bei der Verwendung eines Verlauffilters oder Grau-/Polfilters im Vergleich zu nachträglichem Aufpeppen bzw. singulären Verändern einzelner Farbtöne in Photoshop, liegt der Unterschied eben im Vorher und Nachher. Vorher ging auch mit Dias. Nachher dagegen nicht. Allerdings wäre ich hier kompromissbereit, solange der Crop nicht ausschließlich zum Ausschneiden störender Motivdetails verwendet wird. Eben in Maßen.

Gruß