PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [NP] 20 Tage Langtang, Gosainkund, Helambu



reinhardt
22.04.2011, 09:19
Danke, das es dich gibt liebes Forum!!!

Erstaunlicherweise gab es hier ja schon lange keinen Nepalbericht mehr. Ich aendere das und meine

BILDER SIND BEI FLICKR (sorry kp wie ich die einfuege)
meine Name dort: Globetrottwar
weitere folgen!

22.2 ueber einen abenteuerlichen aber deshalb preiswerten Flug geht es mit Zwischenstopp ueber London los. Ich gehe auf Nummer sicher mit meinem Gepaeck und nehme es in London wieder in Empfang. Hab ja 3 Stunden Zeit zum Umsteigen, was ausreicht um zu einem anderen Terminal zu gelangen und die erneute Aufgabe zu regeln. Ein Wechsel der Fluggesellschaft findet hier von British Airways zu Kingfisher Airlines statt, mit dennen geht es nach Delhi.

23.2. Von dort geht es nach etlichen Ticket- und Personenkontrollen weiter nach Kathmandu. Dort werden zunaechst 32 Es fuer ein 30 Tage Visum bezahlt. Auch das erste Lehrgeld wird gleich faellig, da ich nach bester Touristenmanir mit dem Reisefuehrer in der Hand aus dem Flughafen komme und die Schar der Taxifahrer und Pusher mich sogleich liebgewinnt. Scheisse, wie war nochmal der Name der Hotelempfehlung. Der lange Flug duerfte meines E. als Entschuldigung dienen, dass mir trotz mehrmaligem Lesen der Name nicht einfaellt.
Ein Brite den ich in Delhi aufgeweckt habe nimmt mich jedoch ins Schleptau. Er hat im Tibet Guesthouse reserviert. Das ist zwar gehobene Preisklasse. Bittet aber einiges an Komfort. Ich will ja eh so schnell wie moeglich weg hier.

Nach em Nap geht es so um 18.00 Uhr ins Touriviertel Thamel und ich halte nach den Laeden ausschau, in die ich fuer die letzten Gegenstaende und Informationen gehen will. Dies faellt aufgrund der asiatischen Geilheit auf einen niemals aufhoerenden Schilderwald durchaus nicht einfach. Auch die endlose guide und Hotelvermittlung sowie das zweimalige Dopeangebot ":Real himalayan stuff, it's gonna be a blast man" machen die Sache nicht einfacher. Ein erster Ueberlick ist da und kaufen kann ich den Klump auch morgen noch.

24.02 Um 9.00 ist Thamel doch freundlicher und ich kaufe meine 7 Sachen und liefere die Steigeisen und den Klettergurt die ich Krishna einem Guide von einem Freund aus Dland mitbringe ab. Bei seiner Agentur lasse ich mir das TIMS Permit raus (jetzt wohl verbindlich fuer ganz Nepal und niedrigster Preis 20 $) und lasse mir ein Busticket nach Shyaphru Besi organisieren. Die 40 Es die ich hierfuer zahle enthalten auch den Transfer vom Hotel zum Busbahnhof.

25.02. Durch dunkle Gassen geht es um 5.30 auf dem Motorrad Richtung Busbahnhopf. Mein 18 kiloniger Rucksack macht sich auch hier schon bemerkbar. Besonders wenn mal wieder ein Hund durch eine waghalsige Fahrbahnueberquerung auffaellt, oder Krishna mal wieder ein Schlagloch mit den ungemein platten Reifen nehmen muss, weil teilweise die kompletrte Breitseite der Strasse damit belegt ist. Leider dauert diese Fahrt nur wenige Minuten. Um 6.30 steht dann die heute 8 Stunden dauernde Busfahrt an und fuer die erstern 1-2 Stunden bin ich dankbar fuer dieses Erlebnis. Dann geht mir das staendige Schaedel anstossen, da ich als 1,95 Mann am Fenstersitz und unter der Gepaeckablage doch so richtig eingepfercht bin, doch an die Nieren. Vllt. schlaegt mir das auch auf den Magen oder die sich hoeherschraubende Serbentinenstrasse. Es gaebe eine noch laenegere Liste, ich bin jedoch einfach gluecklich, als ich meinen Rucksack, den ich gegen ein Trinkgeld im abschliessbaren Gepaeckfach gelagert habe in Empfang nehmen kann.

Ole es geht los. Auch die 10 Es die waehrend der Busfahrt an einem Militaer- bzw., Nationalparkscheckpoint investiert worden sind waren notwendig, da man kurz nach dem, Start ein Posten auf die Kontrolle des Dokuments und des TIMS erpicht ist.

Vllt. irritiert mich dieses buerokratische Hemniss, ich verwirre mich jedenfalls kurz darauf. Ich folge zwar richtigerweise dem Fluss, ruecke ihm aber zu dicht auf und stehe bald vor hohen, glatten Felsen ueber die ich nicht mehr rueber kann. Demnach orientiere ich mich wieder vom Fluss weg um mich durch eine steile Muellkippe zu kaempfen, die mir gute Brennesseldurchblutung an den Haenden beschert. Auch hier ist es steil und ich erklimme erst nach einiger Muehe wieder die Ebene der Abbruchkante des Flussbett. Gongshow maesig tut sich jedoch das naechste Hinderniss auf, da zwischen mir und dem Weg nun eine nepalesiche Reihenhaussiedlung steht. Ich befinde mich in deren Hintergarten und die Haueser haben getrennte Bereiche. Links von mir versperrt mir eine Steinmauer, die so aussieht als wuerde sie bei leichter Beruehrung Schaden nehmen den Weg und rechts kann ich zwar ein paar Bastmauer hinter mir lassen, stehe schlussendlich aber wieder vor einer Abbruchkante die hier senkrecht zum Bachbett abfaellt. Mittlerweile ist jedoch ein kleiner Junge auf mich aufmerksam geworden und er versteht meine Zeichensprache und laesst mich durch sein Haus zurueck auf den Wanderweg gelangen.
Komisch, dass mir jetzt niemand nen guide antrehen will.

Nach circa 2 Stunden bin ich dann bei der ersten, sehr gemuetlichen Lodge des Langtangtals wo ich auch uebernachte.

26.02. Bin aufgeregt und schlafe nicht gerade viel in der Nacht.
Der Aufstieg entlang des Langtangflusses tost laut das Tal hinab und ich begegne vielen geschaeftigen Nepalesen, die Sachen rauftragen oder ins Dorf laufen um Sachen abzuholen. Auch Toursiten sind hier einige unterwegs.

Ich laufe bis etwa 2.400 nach Rimche. Hier gibt es eine Weggabellung nach Sherpagon und dieser Weg sollte ruhiger sein.
Das Langtangtal ist sehr eng und zum zelten weniger geeignet. Ich entscheide mich also ein paar Tage in Rimche zu bleiben um die Gegend bis Sherpagon zu erkunden.

Die Lodge in der ich unterkomme ist auch definitiv ein schoener Platz um zu verweilen.

27.02. Ein herrlicher Morgen wartet auf mich und ich bekomme an diesem Suehang die pralle Sonne. Der Weg nach Sherpagon bietet einiges. In Sherpagon habe ich Fruehstueck und werde vom Wirt dann durch das ruhige Dorf gefuehrt und sehe ein 2 Tage altes Yakbaby.

Danach geht es Richtung Khanjim, wobei in etwa der Haelfte des Weges ein Weg auf das Pangsang Massiv fuehrt.
Dieses liegt wie gesagt an der Suedseite und ist deshalb bis etwa 3900 schneefrei. Auch Menschen sind hier keine.
Ich finde zwar einen schoenen Zeltplatz der allerdings kein Wasser in der Naehe bietet. Ich entscheide morgen nach einem besseren Zeltplatz zu suchen.

Zurueck an der Huette gibt eine Gruppe Oessis meinen Running Gag der naechsten Tage wieder, als sie ueber die Staatsform von Nepal diskutieren. "Wie heissen noch mal die Anhaenger der Monarchie?" "Anarchisten!"

28.02. Um 8 geht es los das Pangsangmassiv weiter zu erkunden. Tags zuvor hatte ich oberhalb von Sherpagon Tibetfahnen bei etwa 3.000 meter gsehen. Dort sollte also ein Weg hinfuehren. Der Weg ist steil und mann ist schnell oben. Bei den Fahnen gibt es einen Platz und Altschnee. Auch fuehrt der Weg weiter hinauf. Optimal!

01.03. Nun geht es mit Gepaeck los um einen ruhigen Zeltplatz zu haben und vllt. noch hoeher steigen zu koennen.
Oben angelangt habe ich herrliche Stunden und Adler und Raben leisten mir Gesellschaft.

02.03. Als mich einer der Raben aufweckt, oeffne ich mein Zelt und sehe haessliche Wolken die meine Plaene heute auf den Gipfel zu steigen aendern.
Als gegen 11.00 der Mix aus Regen und Schnee aufhoert ist dieser Tag nun ein Meditationstag. Die Nacht wird kalt und frostig.

03.03. Heute beginnt der Tag mit traumhaftem Wetter. Lasse mein Zelt trocknen und koche noch Wasser ab und laufe dann gegen 9.00 los.
Ich verstecke meinen Rucksack im Wald.
Der Aufstieg ist nicht steil und nach 2-3 Stunden gelange ich zu dem Kamm.
Hier oben sind dann einige Schneefelder die man kreuzen muss. Der Gipfel ist schnell erreicht und die Fahnen sorgen fuer ein Gipfelerlebnis.

Man kann hier weitersteigen, es wird allerdings felsig. Der Fels ist allerdings schoen furchig und brach mir nie ab. Nach einer halben Stunde Kletterspass ereicht man dann den hoechsten Punkt des Pangsang (Big Pangsang) der etwa 3.900 hoch ist.

Hier kann man im Oktober, November auch definiv noch rueber auf die Nordseite, da die Wege hier traumhaft sind und wenige Leute hier unterwegs sind.

Auf dem Rueckweg brummt mir der Schaedel. Die Sonne brennt erbarmungslos und ich taumle so vor mich hin.
Der Wind tut jedoch gut und als ich an meinem Zeltplatz angelangt bin, bin ich wieder hergestellt. Das Wetter ist nun jedoch schlecht und ich entscheide mich nach Rimche zurueckzukehren.

04.03. Ruhetag

05.03. Heute beginnt ein neues tibetanisches Jahr. Auch gut fuer mich, den ich bekomme ein Riesenfruehstueck mit einem speziellen, extrem geschmackvollen tibetanischen Brot vorgesetzt. Danach geht los Richtung Thulo Shyrapu und auch die kurze Strecke im Langtangtal ist wieder sehr belaufen, was mich darin bestaetigt das Langtangtal nicht weiter nach oben zu steigen.

Verlaufe mich kurz vor Thulo Shyrapu, weil ich mal wieder einen Short Cut nehmen will und kaempfe mich auf Viehweiden und Aeckern empor. Als ich dann endlich wieder auf dem Wanderweg stehe verlaufe ich mich prompt ein 2tes mal und stehe ploetzlich in einem Hinterhof in den auch gerade 2 Dutzend Nepalis von harter Feldarbeit zurueckkehren. Ich kenne 2 von ihnen und sie spendieren mir einen super Tee. Das Angebot bei ihnen zu uebernachten lehne ich aber ab.
Ich steige stattdessen zu der zwar sehr einfachen aber umwerfend freundlich gefuehrten Mountain View Lodge, die eine gute Stunde hinter dem Dorf liegt.
Zur Feier des Neujahres gibt es noch ordentlich Raksi vom Lodgeboss fuer mich (bin einiziger Gast)

06.03. Hab zwar gestern ein paar Hoehenmeter eingespart,der Aufstieg ist trotzdem noch lang und ich entscheide mich schon frueh am Tage in Sing Gompa zu bleiben. Sing Gompa ist jedoch ein haessliches Touridorf und in der Gegend hatte es Waldbraende.

07.03. Also schnell weg hier. Es gilt den Pass zu erklimmen. Der Weg bis Gosainkund ist erstaunlich schneefreiund die Fernsicht grandios. In Laurebina sieht man bis zu den Annapurnas.
Der Abend und die Nacht hier auf 4.300 m sind in der einzig geoeffneten Lodge kalt. Beim Abendessen draengen sich die Anwesenden nur so um den Ofen. Nehme eine warme Wasserflasche mit in Schlafsack, lege meine Jacke um die Fuesse und schliesse ihn oben mit meinem Fleece so richtig ab. Somit schlafe ich warm.

08.03. So gegen 8 geht es los. Ich habe einer 3er Gruppe Doitschen mit Porter und Guide den Vortritt gelassen und sie liefern mir eine Wegfuehrung mit schoenen Tritten. Auch auf dem Pass sind Gamaschen eigentlich nicht notwendig, da man aufgrund der Vereisung des Weges zu dieser Zeit des Jahres kaum einsinkt.

Am Ende des Passes angelangt thront Surya Peak, an dem ich noch rumkraxle und so hoeher als 4.800 gelangen kann.
Ich verbrenne mir hierbei ordentlich das Grind, was ich schon bald feststellen muss.

Der Abstieg Richtung Phedi ist mit mehr Schnee behaftet, da es keine klare Wegfuehrung gibt und beginnt somit sehr zaeh. Auch der oft zitierte falsche Massstab der nepalesischen Karten bestaetigt sich hier, da ich vom Gipfel fuer die veranschlagten 5 Km nach Phedi (abwaerts wohl gemerkt) knappe 3 Stunden brauche (oder bin ich einfach nur fertig)
Entscheide mich in Phedi dennoch zu einem weiteren Abstieg nach Ghopte aber auch die hier gezeigte Distanz von 3-4 km erreiche ich nach 2 Stunden nicht.
Der Weg ist ein traumhafter Hohenweg der erst runter geht aber dann wieder ordentlich ansteigt. Irgendwann kapituliere ich allerdings, bin zu muede zum weitergehen und hab ja mein Zelt. Ein Bambuswaeldchen das zum verweilen einlaedt ist auch schnell gefunden. Es ist zwar sehr in Wegnaehe und es kreuzen auch noch 2 Nepalis den Weg, die mich dank meiner roten Jacke beim Zeltaufbau sehen haetten muessen, ich bekomme in der Nacht aber keinen Besuch.

09.03. Hatte kein Abendessen, also schnell raus aus den Daunen um was warmes in den Magen zu kriegen. Mmmmh Double Cheese Omelett hoert sich gut an und ich nehme es gerade in Ghopte zu mir als der staerkste Regen des Tages faellt. (Vllt. haette ich allerdings besser darauf verzichtet und waere lieber nass geworden!!??)

Ich steige heute noch bis Tharepati rauf und suche mir dort die Lodge aus, die von meinem Reisefuehrer empfohlen wird. Die Tashi Delek Lodge (hat wohl die Wirte gewechselt) ist allerdings die ungemuetlichste Lodge der Tour.

10.03. Aarggh 2 Wochen lief alles gut und jetzt also doch. Der Inhalt meines Magens ist einfach nur flau und bleibt wohl nur in mir, weil noch nicht entschieden ist, ob er oben oder runten raus will.
War es das Double Cheese Omelett, die Speisen der Tashi Delek Lodge oder der entkeimte und abgekochte Schnee den ich mir kurz vor dem ins Bett gehen reinpfeife? Nicht so wichtig, eh schon zu spaet.
Der Mageninhalt kann sich immer noch nicht entscheiden und die Loperamid dura akut 2 mg Tabletten die ich mir reinpfeife verprofen meinen After, der Mageninhalt sitzt nun allerdings schon so tief, dass er sich nicht mehr fuer oben entscheiden will.
Diese Nacht ist nun auch noch die mit Abstand kaelteste der ganzen Tour und da ich fuer den schnellen Sprung auf die sanitaeren Anlagen geruestet sein will ziehe ich shorts und fleece an und vermassle mir so die komplette Waermespeicherung.
So liege ich nun da in einem Mix aus Halbschlaf (der erstaunlich haluzinoes ist) und der Flucht aufs stille Oertchen.
Zum Fruehstueck gibt es dann gleich nen Liter Cola, wobei ich leider vergesse die Kohlensaeure rauszuschuetteln (Jesus, was muss ich ruelpsen)
Wollte eigentlich noch nen paar Tage in der Gegend bleiben, meine Gesundheit verlangt allerdings einen Abstieg. Ich haenge mich an einen Englaender+Guide und taumle hinter ihnen bis nach MAGENGOTH. Hier gibt es erstmal eine vom Englaender empfohle Knoblauchsuppe (gegen die Vampirbugs) die mir spaeter Pfuerze ungeahnter Laenge und Lautstaerke bescheren soll.
Bekomme nun auch Kopfschmerzen und bei einem leichten Anstieg wird mein Mund trocken, obwohl ich gerade erst mehr als einen Liter Fluessigkeit hatte. (Vllt. auch Nebenwirkungen des Medis)

Bizarre Szenen spielen sich ab. Ich treffe ein ukrainisches Paerchen, das offenbar Zoff hat. Ich treffe zuerst das Maedel und bestaetige ihr, dass die naechste Lodge nur wenige Minuten entfernt ist. Der Mann hockt den Weg etwas abwaerts in Jeans in einem Berg aus Wasserflaschen, hat nen Gaskocher mit ner Tasse vor sich stehen und hat sonst kaum weiteres Gepaeck dabei.
Zu Gut! Welcher Doitsche wuerde es fertig bringen ohne Schlafsack auf ueber 3.000 m zu spazieren.
Er laed mich auf nen Tee ein, aber ich muss leider ablehnen, ich will runter.

12.13.14.03. In dem schoenen Tibet Guest House in Kutumsang verweile ich die naechsten Tage.
Versuche hier mein Zelt (naja besseren Biwaksack) zu verkaufen, damit ich endlich nen wirklichen Grund habe mir ein groesseres zu kaufen. Doch die 33 Es auf die mich der Kaeufer drueckt (45 halber Preis wollte ich) will er dann doch nicht mehr zahlen als ich ihm das Zelt aufbaue. "That's made for sleeping only. I don't want to stay 1 minute longer in there"

Kutumsang, das letzte Dorf auf diesem Gebirgsauslaeufer das (noch) ohne Fahrstrasse ist inspiert mich jedenfalls zu den ersten poetischen deutschen Gedanken seit langem.

Das Dach Dilemma

Ich will die Gewissheit der Feststellung,
ohne die dazugehoerige Muedigkeit.
Mein Wissensdrang sollte ungebremst bleiben.
Bei etlichen Versuchen habe ich abgebrochen,
ohne ein dauerhaftes Lernen.
Stattdessen bin ich im Hinterfagen verfangen.
Meine duch Lebensdauer gewonnene Routine nicht nutzend,
werde ich doch zusehends eingefahren,
ohne eine dingliche Nutzung.


14.03. Auf dem letzten Berg dieser Tour dem "Jongen Danda", der gleich hinter Kutumsang wartet, gibt es noch mal herrlichen Sonnenschein.
Ich laufe bis zur ersten Lodge bei Chipling, die einen herrlichen Weitblick bietet.

15.03. Heute soll es bis Chisapani gehen.
Auf dem Weg wartet in Pati ein Baba! Genauer Baba G Patu. Oder Patu G Baba.
Bei ihm wird ein Raeucherpaeuschen eingelegt. Leider hat den ganzen Winter nix zum Ernten gehabt und es gibt nur die spaerlich wirkstoffreichen Blueten einer maennlichen Pflanze. (Wie er das Rauchbare mit seinem Gewand von den Samen trennt ist eine Zeremonie die ihresgleichen nicht finden kann)
Just als ich an seinem Pfeichen ziehe, laufen 2 Fusstruppen mit Maschinenpistole+Kommandant vorbei. UI JUI JUI.
Baba "It's not dangerous. They don't care."
So gestaerkt sitzte ich un da und will eigentlich in sichere Gefilde gelangen. Vorher hat mir einer auf dem Weg erzaehlt, dass es von hier auch nen Bus nach Kathmandu gibt. Baba wuerde sogar mit nach Kathmandu kommen. Aber wie es sich so gehoert verpasse ich den Bus, da ich in die falsche Richtung laufe.
Baba sagts mir natuerlich nicht (vllt. ist er sauer, dass ich ihn nicht mitnehmen will) Oberhalb von mir hoere ich jedenfalls den Bus mit den ueblichen Hupgeraeuschen an mir vorbeiziehen.

Ok. Paranoiditaet du hast einen Grund der aber unbegruendet ist. Ich muss bloss weg von diesem Fleck.
Schnellen Schrittes erklimme ich die Anhoehe von Chisapani. In diesem haesslichen Tourimeiler wimmelt es von Westlern und ich buche mich in das groesste Hotel ein, dass eine herrliche Dachterrasse hat.

16.03. Durch den Shivapuri Nationalpark geht es zurueck.
Von Sundarijal geht es mit dem Taxi (bekomme den super Preis von 500 Rs) zurueck nach Thamel.

17.18.19.03. Dort werden noch ein paar bunte Stunden verbracht.

Verkaufe schlussendlich mein Zelt fuer 20 Es. Endlich brauch ich ein neues!!