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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rucksack für 2-3 Monate Vietnam und Laos



mogri
19.04.2011, 13:24
Hallo zusammen,
Ich möchte mit meiner Freundin im Januar für 2-3 Monate nach Vietnam und Laos reisen.
Hier in diesem Threat soll es um die benötigte Ausrüstung gehen, die ich mir als Einsteiger zulegen sollte.
Wir reisen ohne Zelt und Kocher, sondern schlafen in Hostls, bei Familien... also mit festem Dach überm Kopf. Bereits klar ist mir dass ich einen eher kleinen bis mittleren Rucksack benötigen werde, da für diesen Zeitraum und auch mit den gegebenen Möglichkeiten sich das Waschen von Kleidung anbietet wird und ich daher lieber wenig mitnehmen möchte. Ganz winzig sollte der Rucksack jedoch auch nicht sein, da, wie ich vermuten werden mich das absolute Resiefieber packen wird und ich somit auch für zukünftige Touren gerüstet sein will.

Ich dachte so an 45-60 Lieter.
Ich möchte ein "Leichtgewicht", da ich der Meinung bin, dass sich hier unnötiges Gewicht sparen lässt. (Lasse mich da aber gerne umstimmen)
Trotzdem sollte er einigermaßen Stabil sein und auch unsanfte Bugsierungen z.B. auf Dächer von Bussen oder auch wieder runter überstehen (=> er sollte also das Eierlegende-Woll-Milch-Schweinchen sein )



1. Welchen Rucksack würdet ihr empfehlen? Und zu welcher Größe würdet ihr mir raten?

Ich habe bereits eine kleine Auswahl getroffen, bin jedoch für weitere Vorschläge sehr offen (mir ist schon klar, dass ich nicht wie wild einfach im Internet bestellen kann sonder Anprobieren muss, jedoch möchte ich mich vorab auf einige wenige Modelle beschrenken um eine gezieltere Auswahl dann im Geschäft vor Ort zu treffen):

Osprey Kestrel 48 oder 58 (http://www.ospreypacks.com/Packs/KestrelSeriesBackpackingandDayHikingTorsoAdjustable)
Osprey Exos 46 oder 58 (http://www.ospreypacks.com/Packs/ExosSeriesActiveLightPursuitsVentilated/Exos58/)
Gregory Z 55 (http://www.gregorypacks.com/products/mens/technical/83/z-55)
Deuter ACT Lite 40+ 10 oder 50+10 (http://www.deuter.com/de_DE/rucksack-details.php?id=1605&category=45&title=ACT%20Lite%2050%20%2B%2010)


2. Weiter würde mich interessieren, ob ihr irendwelche weiteren nützlichen Ausrüstungstipps habt, was man auf eine derartige Reise vermissen würde.

So das wars fürs erste. Ich danke euch recht herzlich, dass ihr euch um Tipps bemüht

zahl
19.04.2011, 14:08
Hallo und willkommen hier,

ich würde keinen der von dir aufgelisteten Rucksäcke nehmen, weil sie erstens zuviel Geld kosten und zweitens nach 2-3 Monaten in Asien so dermaßen verdreckt und abgeranzt (kaputt) aussehen werden, das es um das Geld schade ist.

Ihr macht doch kein Trekking im klassischen Sinn dort, d.h. ihr werdet die Rucksäcke maximal zwischen Guesthouse und Rikscha oder Taxi und Bahnhof tragen. Der Rucksack muss dafür weder "passen" noch unglaublich toll sein etc.

Schaut euch nach einem einfachen und stabilen (Cordura) Rucksack um, der nicht viel kostet. Wenn euch Backpacking gefällt, könnt ihr den auch später noch immer wieder für diese Art von Reisen verwenden. Alles andere ist Perlen vor die Säue :grins:
Schaut euch mal bei Intersport zB um, weiss gerade nicht, wie die Eigenmarke von denen heißt.

Punkt 2
- eigenes Moskitonetz,
- ein Seideninlett.

Gruß, zahl, der in 4 Wochen Indien einen Rucksack erlegt hat ;-)

winnetoux
19.04.2011, 14:46
Naja, geht es wirklich so hart zu in Vietnam? Richtig ist sicher, diese Leichtdinger halten wenig aus, wenn sie irgendwo dagegenrummsen. Würde noch auf Rückenplatten etc. achten, wenn da viel offenes Plastik sein sollte.
Frage wäre vielleicht wirklich die Größe, bei einem kleineren Rucksack bis ca. 40 l fände ich einen Netzrücken angenehm.

Von der Auswahl einen Deuter, scheinen mir die robustesten zu sein. Im Schnäppchen-Thread war gerade ein Angebot - wobei das mit dem günstig im Auge des Betrachters liegt. Diese Eigenmarken haben inzwischen auch erstaunliche Preise, mit McKinley-Sachen bin ich aber immer gut klar gekommen (kein Rucksack, meine aktuelle Wanderhose ist von McKinley und auch da ist ein Loch kein großer Verlust, die Trekkingsandalen sind auch noch im Gebrauch). Da ja noch Zeit ist, würde ich bis zur nächsten Ausverkaufswelle warten, ansonsten ist decathlon zur Zeit der billige Wunderladen, da sind auch Rucksäcke für ca. 60 Euro zu finden. So einen Deuter evtl. gebraucht, die Modelle von 2009 haben allerdings einen m.E. unpraktischeren Deckelverschluss (nur eine Schnalle).
Du bist in der falschen Abteilung gelandet, passt alles besser in Ausrüstung

danke
19.04.2011, 14:55
Hallo!

Ich denke, generell reicht für so eine Reise ein Kofferrucksack mit einfachem Tragesystem, und für die typischen 2-5 Tage Treks, die man da so buchen kann, ein kleiner und leichter Tagesrucksack von 20l Volumen. Über weite Strecken wirst du in der Tat nichts tragen müssen, es sei denn, du möchtest das.

Viel Gepäck wirst du auch nicht brauchen, Waschservice gibt es fast überall, aber bei 3 Monaten kauft man sich je nach Veranlagung so allerlei Zeug zusammen, kalkuliere das in das Rucksackvolumen ein ;-)

Wenn es sich aber um eine Anschaffung handelt, mit der du später "mehr" willst (z.B. 1-2 Wochen wandern mit großem Gepäck), dann würde ich eher in Richtung eines leichten Trekkingrucksacks mit mindestens 60l gehen (sowas wie einen Osprey Aether 60 vielleicht). Wichtig ist, daß er dir bepackt bequem passt, probetragen ist also Pflicht.
Ich hab in Thailand und Vietnam nie Probleme bei grobem Umgang mit meinem Rucksack gehabt, der kam immer heil wieder zurück. Wenn du Angst hast, daß er dir bei beim Transport kaputt geht, steck ihn in einen billigen Gewebesack, die sind robust und für den Flieger macht so ne Anschaffung eh Sinn.
Ich hab auch einen Ospery Kestrel, und da traue ich den Stofffächern außen keine besonders harte Behandlung zu, da ist mein Deuter deutlich robuster vom Cordura her, allerdings sind die auch schwerer...
Wünsche frohes aussuchen und beratenlassen, und viel Spaß auf der Reise!
Gruß D

mogri
20.04.2011, 14:54
Hallo zusammen,
erst mal Vielen Dank für die zügige Beantwortung.

@ zahl: So ein billiges Teil hab ich bereits. Bin aber nicht wirklich zufrieden damit, das nicht nur nicht passt, sonder enorm unbequem und belastend für den Rücken auch schon auf sehr kurzen Strecken ist. Außerdem möchte ich denneoch flexiebel sein und vor Ort entscheiden, ob jetzt eine "lägnere" Strecke zu Fuß zurück gelegt wird. Ein weiterer Aspekt der gegen eine evtl. bessere aber trotzdem noch billige Variante spricht ist, dass wenn dieser bei sagen wir 80,- liegt, dies trotzdem zu viel ist um dann danach doch noch 160-200 für was richtiges auszugeben.
Moskitonetz und Inlet sind schon eingeplant :D

@ winnetoux: ja der Deuter ist wirklich in der engeren Auswahl. er liegt momentan mit dem Osprey Kerstel gleich auf. Vorteil bei beiden gegenüber den anderen beiden ist für mich das unterteilte Hauptfach. Auch wenn ich nicht mit Schlafsack unterwegs bin (bis auf das Seideninlet), finde ich doch den platz für Drecksachen ganz angenehm zu nutzen. Den laden decathlon kannte ich bisher noch nicht. Danke also für diesen Tip

@danke: das mit dem Gewebesack finde ich einen guten Tip. Vorallem die Förderbänder am Flughafen vertragen sich ja mit den Schlaufen am Rucksack gar nicht.
Ich kann mir schon gut vorsellen, dass ich da so einigen krimskrams zusammenkaufen werde, also tendiere ich eher zu den größeren Modellen die ich angegeben habe (so 55-60l). Die gewebetaschen hab ich auch schon kritisch befummelt und mir da ähnliche gedanken gemacht wie du.

Zum Abschluss möchte ich noch einen weiteren Rucksack ins Rennen bringen, den ich interessant finde, auch wenn er auch kein unterteiltes Schlafsackfach hat:
den Lowe Alpine Nanon 50:60 (http://www.lowealpine.com/eng/prod_app_det.php?catid=10&itemid=750&type=man)
Habe gelesen dieser sei aus einem extrem robusten Material (Dyneema???) und trotzdem ist er ein leichtgewicht.

Über weitere Kommentare und Meinungen freue ich mich schon

LG Mogri

winnetoux
20.04.2011, 15:29
Ich hab den Nanon, Leichtrucksack. Robuster als einen Gregory-Leichtsack fand ich ihn schon (evtl. von der Optik geblendet, die ich sehr mag, dieses Altmodische). Kestrel kenn ich nicht. Er packt sich etwas schlechter, weil er in sich keine stabile Form hat, also er fällt gleich zusammen während so Standardrucksäcke eben mit ein bisschen was drin eher eine Form haben/bewahren, das ist wohl bei allen in der Liga so. Evtl. wenn man wirklich wenig mitnimmt, auch als Tagesrucksack zu gebrauchen, statt noch einen kleinen Rucksack mitzunehmen, ist ja schon so leicht, nur das Deckelfach hängt dann evtl. bisschen dumm rum .
Ich habe den für mehrtägige steile Bergtouren wegen des Gewichts und da er nun da ist - für gemäßigte Wochenendtrips wird er sich wohl ab Ostern bewähren, als quasi Koffer bei Urlauben mit Tagestouren hat er sich auch schon bewährt, Tragen in die Ferienwohnung, Tragen in den Kofferraum, Tragen auf Tagestour.