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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rucksack Neukauf für Gewichtsvorteil und nette Extras sinnvoll?



Onkel Homie
31.03.2011, 15:00
Hallo zusammen,

mir ist leider kein besserer Titel eingefallen und auch wenn es hier schon viele Thread zum Thema Rucksäcke und Gewicht gibt, habe ich noch nicht so die passende Antwort gefunden.

Gleich zu Beginn die Info: Es geht mir nicht um kompromissloses UL Trekking ;)

Hier dann mal mein Anliegen:

Ich habe zur Zeit einen guten alten BigPack 55l (kennt wer die Marke noch? Soll laut Globi Mitarbeiter jetzt wohl LaFuma sein...) Rucksack der mich nun schon geschätzte 12 wenn nicht gar 15 Jahre durchs Leben begleitet hat. Hab ihn für Tagestouren in den Bergen genutzt und auf unzähligen Festivals. Der Rucksack ist robust (Cordura Aufnäher vorhanden :bg:) und an sich gibts nichts zu beanstanden...wenn da nicht das Gewicht wäre. Ich muss nochmal genau wiegen, aber so seine 3,xkg wird er wohl auf die Wage bringen.

Da nun eine Tour von 10 Tagen ansteht habe ich mir einfach mal den Osprey Aether 70 bestellt um mal zu vergleichen.

Gestern habe ich dann mal beide Rucksäcke mit grob 12kg beladen, sprich mit dem Gewicht was ich auch grob für die Tour anpeile (wie gesagt, bitte großen keine UL Diskussionen, die habe ich hier schon zur Genüge gelesen und wenn ich dazu ne Frage habe, stelle ich sie schon :cool:).

Mein Fazit vom Vergleich der beiden Kandidaten:
- ja der Osprey ist leichter
- er lässt sich etwas besser beladen
- bietet etwas mehr Stauraum (der aber womöglich nicht voll ausgefüllt wird)
- er sitzt nicht viel besser/schlechter, ist aber halt etwas leichter

Meine Frage an die Experten hier ist nur:
Wie stark würdet ihr den Gewichtsvorteil bewerten, wenn man mal davon ausgeht das die restlichen vorteile des Osprey eher "nice to have" bzw. kl. Annehmlichkeiten sind, die aber alleine definitiv keinen Neukauf rechtfertigen würden?

Kann sich der Vorteil von ca. 1kg wirklich so positiv auswirken das sich die Ausgabe lohnt?
Oder sagen wir es noch anders: wenn die zusätzlichen Funktionen zu 10-15% einen Neukauf rechtfertigen, würde der Gewichtsvorteil nochmal locker 60-70% draufpacken so dass man echt sagen kann "hier muss man zuschlagen, den Rücken wird es dir danken"?

Ich sollte dazu sagen das ich noch recht untrainiert bin bzw. gerade auch mitten im Training für die Tour stecke und ich somit womöglich auch mehr Profit aus einem geringeren Rucksack Gewicht ziehen könnte. Mir fehlt halt nur die Erfahrung bzw. der Vergleich.

Wäre nett wenn hier vielleicht jemand eine grobe Bewertung/Einschätzung abgeben könnte.

Danke schon mal im Voraus.

strauch
31.03.2011, 15:05
Wieg mal wirklich den alten nach. Ich hab auch einen alten Bickpack (65l) und der wiegt knapp 2kg. Die alten Rucksäcke so aus Anfang bis Mitte 90er sind nicht so schwer, da sie oft nicht so zu geknallt sind mit Funktionen. Ich hab auch noch ein Schlafsack von Bigpack im Einsatz und ein Tagesrucksack.

Ich hab auf einen Osprey Exos 58 gewechselt, trägt sich wesentlich besser und ist deutlich leichter aber auch noch kein UL.

Chouchen
31.03.2011, 15:06
Nix für ungut, aber was soll man darauf antworten (ob "Experte" oder nicht)? Nur Du kannst entscheiden, ob du Dir wegen der Gewichtsersparnis Geld ausgeben willst.
Dem einen ist es das wert, dem anderen nicht. Ganz einfach eigentlich.;-)

Onkel Homie
31.03.2011, 15:10
Mein Punkt dabei ist einfach das ich noch keine Tour über mehrere Tage gemacht habe.
Somit kann ich zwar sagen das ich mit dem alten Rucksack über einen Tag nie ein wirkliches Problem hatte, es ja aber doch seien kann das sich so ein zusäzliches Kilo über 10 Tage stark auswirken kann. Zumal ich halt, wie erwähnt, auch nicht so trainiert bin ;)

Chouchen
31.03.2011, 15:14
Gut, meine persönliche Erfahrung: Bei Radfahren merkt man jedes Kilo mehr, beim Wandern jede 100 Gramm.

hotdog
31.03.2011, 15:15
Wenn du "nur" 12 kg tragen willst, reicht auch ein Osprey Exos 58. Der ist nochmal 1 kg leichter als der Aether und dann sind's plötzlich schon 2 kg, die du weniger trägst. Je leichter das Gepäck desto weniger komfortabel muss das Tragesystem sein und desto leichter kann dann der Rucksack selbst sein.

Onkel Homie
31.03.2011, 15:17
Gut, meine persönliche Erfahrung: Bei Radfahren merkt man jedes Kilo mehr, beim Wandern jede 100 Gramm.

Ja genau so was meine ich ;D


Wenn du "nur" 12 kg tragen willst, reicht auch ein Osprey Exos 58. Der ist nochmal 1 kg leichter als der Aether und dann sind's plötzlich schon 2 kg, die du weniger trägst. Je leichter das Gepäck desto weniger komfortabel muss das Tragesystem sein und desto leichter kann dann der Rucksack selbst sein.

Danke für den Tip, gucke ich mir mal an.
Der hat aber kein seperates Schlafsackfach oder? (hab nur mal kurz geguckt)
Das hätte ich nämlich schon gerne.

Und in punkto Gewicht peile ich die 12kg an von dem her was ich so gelesen habe. Auf Grund mangelnder Erfahrung könnten es aber auch 15kg werden. So mit Zelt, Kochzeugs usw.

Also darf ich beim Rucksack auch nicht zu knapp kalkulieren.

ThomasA
31.03.2011, 15:21
Gegenposition: Man merkt zwar jedes Gramm, aber ich war untrainiert mit 16kg 8 Tage in den Alpen und ab dem zweiten Tag hatte ich keinerlei Probleme. Und wenn man hier so liest, brauchts eben immer ein-zwei Tage zum Einlaufen (hab ich auch mit <10kg schon gemerkt)
Und ich geh diese Jahr wieder mit 2,5Kg Rucksackleergewicht in die Alpen, aber diesmal pack ich weniger ein.

derSammy
31.03.2011, 15:21
Mein Punkt dabei ist einfach das ich noch keine Tour über mehrere Tage gemacht habe.
Somit kann ich zwar sagen das ich mit dem alten Rucksack über einen Tag nie ein wirkliches Problem hatte, es ja aber doch seien kann das sich so ein zusäzliches Kilo über 10 Tage stark auswirken kann. Zumal ich halt, wie erwähnt, auch nicht so trainiert bin ;)

also wenn Du bister noch "nie ein wirkliches Problem" bei 1 Tages Touren hattest wirst Du nicht plötzlich "ein ernsthaftes Problem" auf ner 10 Tages Tour bekommen ;-)

eine 10 Tagestour is sind ja auch nur 10 1 Tagestouren hintereinander...

hotdog
31.03.2011, 15:32
Der hat aber kein seperates Schlafsackfach oder? (hab nur mal kurz geguckt)
Das hätte ich nämlich schon gerne.
Mit einem separaten Schlafsackfach kann er nicht dienen, nein.



eine 10 Tagestour is sind ja auch nur 10 1 Tagestouren hintereinander...
...und 30 km sind ja auch nur 30 x 1 km hintereinander ;-)

Onkel Homie
31.03.2011, 15:35
Das "bisher nie" bezieht sich jedoch auf "letzte Bergtour vor ca. 10 Jahren" ansonsten Festival besuch mit max. 1 Stunde schleppen, da allerdings auch mal mit halbem Pavillon am Rucksack :bg:

@ThomasA:
Danke für deinen Beitrag.
habe ja zum Glück 14 tage Zeit zum "Testen". da kann ich auch mal gut mit einer möglich Packliste rumexperimentieren. Bisher habe ich halt einfach Wasserflaschen, Schlafsack und "Füllmaterial" reingepackt.

Dann mal gucken wie sich eine reelle Füllung so auswirkt.

Ein Extra des Osprey hab ich noch vergessen:
Da kann ich einen Camelbak reinpacken, was beim BigPack nicht so ganz möglich ist. Weder gibt es eine Vorrichtung dafür, noch passt es so ganz mit dem Gestänge. Ist ja evtl. auch ein nicht zu verachtender Vorteil.

Wäre aber auch kein extremes "must-have" Kriterium für mich. Primär gehts drum das der Rucksack gut sitzt und eben ggf. um den Gewichtsvorteil.

ThomasA
31.03.2011, 15:46
Wohin soll denn die Tour gehen? Und was für Wege?
Ich finde z.B. auf Straßen und festgefahrenen Wegen Gewicht schlimmer als auf lockerem Waldboden. Und Gebirge ist schlimmer als "Flachland".
Aber mach dich wegen des Gewichts erstmal net verrückt, probier's einfach aus. Mit <15kg wirst du 10 Tage locker schaffen und Spaß haben, wenn du net ernste Vorerkrankungen hast. Und wenn du Gefallen findest, es dir aber doch zuviel war, kannst du dir immer noch nen neuen Rucksack kaufen

Onkel Homie
31.03.2011, 15:47
10 Tage Făgăraș, also schon im Gebirge.

ThomasA
31.03.2011, 15:54
Mh, kenn mich da zwar net so aus, aber auch Gebirge (ist ja keine Alpenüberquerung) geht damit imho. Bei Flachland über kleine Wege hätte ich gar keine Bedenken. 15 Kg sind da normal-leicht (:ignore:nein keine Leicht-Diskussion jetzt:ignore:)
Ach so, du schreibst von 12kg, soll das mit oder ohne Rucksack sein?

woodpecker.21
31.03.2011, 16:05
Wenn du dich denn für nen leichteren Rucksack entscheidest, der noch genug Gewicht "abkann" (herstellerangabe 18kg) schau dir auch mal den Lightwave Ultrahike (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?43845-Ultrahike-60) an. Das wäre dann ein guter Kompromis um leichter zu werden. Willst du denn in Zukunft mher Touren machen?

P.S. Und ja ich würde einen Ausrüstungsgegenstand neu kaufen zwecks besseren Gewicht bei gleicher Funktion...

Onkel Homie
31.03.2011, 16:21
Den Lightwave hab ich mir auch schon angeguckt. Aber auch da gibts kein seperates Schlafsackfach.

Gut ok man packt den Schlafsack nicht alle 5min aus. Ich finde es jedoch praktisch. Ok ich kenne es auch nicht anders und hab mich dran gewöhnt.

Der Lightwave oder auch z.B. Millet Expedition 65(?) sind ja, wie ich es verstehe, schon ziemliche UL Kandidaten. Hier mag es einfach an der Gewohnheit liegen, aber so bestimmte Zusatzfeatures fehlen mir da halt schon mal.

Lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber mein Ziel wäre halt das gesunde Mittelmaß und nicht direkt voll ins Extreme.

Und ja in Zukunft sind weitere Touren geplant (Norwegen, Schottland, sonstige Bergtouren, mal gucken wie es so läuft) :)

woodpecker.21
31.03.2011, 16:27
Also UL ist der Lightwave erst mal nicht, aber das führt ins OT.

Schlafsackfach ist IMHO vollkomen überflüssig, denn die alte Regel lautet...was du am abend einer Trekkingtour nicht ausgepackt has ist zuviel dabei (Ausnahme: Verbrauch, Apotheke). Da man ja den Schlafsack nur abends braucht kann der ganz unten rein. Was auch sein Volumen automatisch reduziert.

Der Lightwave gilt übrigens, wenigstens bedingt, als wasserfest/dicht. Welche Zusatzfeatures meinst du denn die dir fehlen würden?

Gerade wenn du in Zukunft mehr machen willst lohnt es sich auf das Gewicht/Komfort Level zu achten.

ThomasA
31.03.2011, 16:30
Oder eine Tour zu machen, um zu merken was man wirklich braucht.
Meine Meinung: Mach die Tour mit deinem jetzigen Rucksack, dann kannst du später den perfekten (ja, den gibt's nicht:baetsch:) Rucksack kaufen, statt jetzt nur wegen Gewicht was zu kaufen, wo du dir auf Tour denkst: "jetzt fehlt mir aber XY" oder er passt net perfekt oder ...

strauch
31.03.2011, 16:35
Ich brauch kein Schlafsackfach, vor allem muss ich an den auch nie als erstes. Wiegt nur und ist unnötig.

Onkel Homie
31.03.2011, 16:55
Keinen Schlafsack?
Nu ja bei so 0 Grad und drunter in den Bergen hätte ich den schon gerne ;)

Das ist eben der Punkt wo es doch zu extrem UL wird. Zumindest jetzt. Ob ich in 2 Jahren anders denke sei mal dahingestellt.

@ThomasA:
Das mit der Test Tour ist eh geplant. Problem ist nur: passende Touren sind hier nicht so vorhanden :( Also nix wo auch mal ein paar Höhenmeter drin sind etc. Habe kein Auto und muss daher immer mit der Bahn los. Da ich nicht mal eben Urlaub für ein langes WE nehmen kann, bleibt mir für alles quasi nur der Samstag. Ne lange Anreise per Bahn ist also auch schlecht und meist auch nicht billig usw.

Alles nicht so leicht, daher frage ich halt hier möglichst erst mal nach.

Und ich kann ja auch nicht mal eben mit dem Osprey durch den Wald rennen. Noch gehört er ja Globi ;)

woodpecker.21
31.03.2011, 17:00
Keinen Schlafsack?
Nu ja bei so 0 Grad und drunter in den Bergen hätte ich den schon gerne ;)


Ich glaub da hast was falsch gelesen :bg:

Onkel Homie
31.03.2011, 17:08
Jo hab ich wohl. Lese nur am Handy, da übersieht man schon mal was, sorry.

Das es auch nicht die perfekte Lösung gibt ist mir auch klar.

Prinzipiell gehts mir halt auch um drum ob es sich lohnen dürfte oder ob es zu viel des Guten ist.

Ich muss jetzt nicht gerade jeden Cent 2mal umdrehen, aber mal eben 200&euro; "rausschmeißen" für etwas, dass nur begrenzt Sinn macht muss auch nicht sein.

Ist der entsprechende Sinn gegeben, passt es auch mit dem Geld.

strauch
31.03.2011, 17:21
Keinen Schlafsack?
Nu ja bei so 0 Grad und drunter in den Bergen hätte ich den schon gerne ;)

Schlafsackfach.....

Onkel Homie
31.03.2011, 17:23
Siehe oben... ;)

strauch
31.03.2011, 17:24
Siehe oben... ;)

wie du schon schriebst manch mal übersieht man was ;).

kraxler
31.03.2011, 18:02
Hallo zusammen,

mir ist leider kein besserer Titel eingefallen und auch wenn es hier schon viele Thread zum Thema Rucksäcke und Gewicht gibt, habe ich noch nicht so die passende Antwort gefunden.

Gleich zu Beginn die Info: Es geht mir nicht um kompromissloses UL Trekking ;)

Hier dann mal mein Anliegen:

Ich habe zur Zeit einen guten alten BigPack 55l (kennt wer die Marke noch? Soll laut Globi Mitarbeiter jetzt wohl LaFuma sein...) Rucksack der mich nun schon geschätzte 12 wenn nicht gar 15 Jahre durchs Leben begleitet hat. Hab ihn für Tagestouren in den Bergen genutzt und auf unzähligen Festivals. Der Rucksack ist robust (Cordura Aufnäher vorhanden :bg:) und an sich gibts nichts zu beanstanden...wenn da nicht das Gewicht wäre. Ich muss nochmal genau wiegen, aber so seine 3,xkg wird er wohl auf die Wage bringen.

Da nun eine Tour von 10 Tagen ansteht habe ich mir einfach mal den Osprey Aether 70 bestellt um mal zu vergleichen.

Gestern habe ich dann mal beide Rucksäcke mit grob 12kg beladen, sprich mit dem Gewicht was ich auch grob für die Tour anpeile (wie gesagt, bitte großen keine UL Diskussionen, die habe ich hier schon zur Genüge gelesen und wenn ich dazu ne Frage habe, stelle ich sie schon :cool:).

Mein Fazit vom Vergleich der beiden Kandidaten:
- ja der Osprey ist leichter
- er lässt sich etwas besser beladen
- bietet etwas mehr Stauraum (der aber womöglich nicht voll ausgefüllt wird)
- er sitzt nicht viel besser/schlechter, ist aber halt etwas leichter

Meine Frage an die Experten hier ist nur:
Wie stark würdet ihr den Gewichtsvorteil bewerten, wenn man mal davon ausgeht das die restlichen vorteile des Osprey eher "nice to have" bzw. kl. Annehmlichkeiten sind, die aber alleine definitiv keinen Neukauf rechtfertigen würden?

Kann sich der Vorteil von ca. 1kg wirklich so positiv auswirken das sich die Ausgabe lohnt?
Oder sagen wir es noch anders: wenn die zusätzlichen Funktionen zu 10-15% einen Neukauf rechtfertigen, würde der Gewichtsvorteil nochmal locker 60-70% draufpacken so dass man echt sagen kann "hier muss man zuschlagen, den Rücken wird es dir danken"?

Ich sollte dazu sagen das ich noch recht untrainiert bin bzw. gerade auch mitten im Training für die Tour stecke und ich somit womöglich auch mehr Profit aus einem geringeren Rucksack Gewicht ziehen könnte. Mir fehlt halt nur die Erfahrung bzw. der Vergleich.

Wäre nett wenn hier vielleicht jemand eine grobe Bewertung/Einschätzung abgeben könnte.

Danke schon mal im Voraus.






Hi Onkel Homie,
also wenn du noch für die anstehende Tour noch nicht austrainiert bist, macht die Überlegung mit dem Gewicht sparen schon Sinn.
Wenn du bis zur Tour aber deine Form erreicht hast dürfte ein Kilo keinen großen Unterschied machen.
Grüße

Onkel Homie
31.03.2011, 18:10
Beim "Training" siehts halt so aus, dass ich mit nem Kollegen seit Februar alle paar Wochenenden mal so 25-40km unterwegs bin. Allerdings nur mit leichtem Gepäck (ca 3-5kg) und ohne große Steigungen. Ansonsten hab ich halt lange auf der faulen Haut gelegen, von :( Von Ski-Urlauben mal abgesehen. Aber der letzte ist auch schon 3 Jahre her. Im Juni soll es los gehen mit der Tour und bis dahin muss ich klar noch gut was machen. Aber das wird schon :cool:

Na mal gucken, hab ja noch wie erwähnt gute 14 Tage Zeit zu überlegen.

woodpecker.21
31.03.2011, 18:24
Wenn es dir u.a. darum geht das Gewicht zu optmieren, poste ruhig mal ne Packliste für die Tour, dann kann man schauen was ohne großen Komfort Verlust und mit wenig Geld geht...

Ansonsten nochmal die Frage welche Features du denn am Rucksack haben willst?

Onkel Homie
31.03.2011, 19:32
Danke für das Angebot. Eine mögliche Packliste habe ich unten mal als OT angehängt.
Habe sicher noch was vergessen, oder zu viel drauf. Ist ja wie gesagt die erste große Tour.

Noch zum Rucksack:
Nette Features wären (ohne Rangfolge/Gewichtung):
- Möglichkeit für Camelbak (ich brauche generell viel zu trinken bzw. trinke halt viel Wasser, daher wäre das komfortabler als immer ne Flasche rausfummeln zu müssen)
- eine Möglichkeit Stöcke gut verstauen/anbinden zu können
- "gutes" Deckelfach, schwer zu beschreiben. Hier nervt mich mein Bigpack seit Jahren, weil es nur bei einem bestimmten Packvolumen (nahezu voll, aber auch nicht zu voll...blöd zu beschreiben) gut sitzt/schließt. Ist auch mein einziger größerer Kritikpunkt am Bigpack. Man packt etwas ins Deckelfach und es hängt quasi vorne über. Womit der Rucksack oben nicht dicht ist usw.
- "breite Ladeluke", hier ist der Bigpack z.B. etwas enger und es ist schon recht angenehm den Osprey zu beladen
- Zugriff ohne Deckel öffnen zu müssen: seit ich das beim Osprey entdeckt hab finde ich es total praktisch. Mal eben schnell reingreifen und was rausholen, ohne erst mehrere Schnallen lösen zu müssen
- Schlafsackfach (ok die Gegenargumente leuchten mir durchaus ein, da grübel ich noch)

Mehr fällt mir gerade nicht ein.

Erwähnen sollte ich noch, dass man alter Bigpack schon ziemlich knarzt und quietscht wenn er ordentlich voll ist. Mag dran liegen das die jahrelangen Transporte von Pavillons mit ordentlich Übergewicht nicht so "gesund" waren.


Packliste 10 Tage Fagara?, Gewichte von globi übernommen oder geschätzt:

Zelt: Wechsel Interpid 2 ZG ca. 3kg (die Hälfte trägt wohl ein Kollege)
Schlafsack: Ajungilak Kompakt 3-Seasons ca 1,5kg
Matratze: Thermarest..weiß gerade nicht welche, ist rel. dünn denke mal so 500g
Multitool: Victorinox Swiss Tool Spirit Plus 340g
Stöcke: Black Diamond Trail 620g
Camelbak (von meinem Vater geliehen, gehört zu nem Deuter Rucksack, Gewicht kA)
Regenhülle für Rucksack (ebenfalls geliehen, Gewicht 150-200g?)
Stirnlampe ca. 70g
Kocher: Primus Express 82g
Kartusche: 450g
Topf, Teller, Löffel, Gabel (noch nicht alles vorhanden bzw. nicht gewogen, Topf ist aus nem alten Trangia Set) grob 500g schätze ich mal
Handtuch
Reiseapotheke/Erste Hilfe Set
Cocoon Memory Foam Travel Pillow 650g (ja das bleibt wohl zu hause...aber es schläft sich so gut drauf *g*)
Kulturbeutel bzw. Waschzeug Gewicht kA

Kleidung:
Schuhe (auch wenn nicht im Rucksack): womöglich Scarpa Troilet, also ~1700g (ich überlege noch, hab ja auch dazu hier nen Thread laufen, ihr seid einfach klasse ;))
Hardshell: Bergans Luster Jacket 740g
Softshell: Mammut Ultimate Jacket ca. 500g
ggf. noch nen Fleece, hier habe ich diverse zur Auswahl
dünne Hose: Arc'teryx Palisade Pant 320g
dickere Hose: Mammutt Basejump 500g
2x Funktionsshirt je 150g
1x lange U-Hose 130g
2-3 kurz U-Hose 80-90g ?
2-3x Falke TK1 je 80g
Sandalen (brauche ich noch, Empfehlungen? auch wenn es hier OT ist)

weiterer "Kleinkrams":
Kamera Panasonic Lumic FS7 (die große Sony H5 bleibt wohl zu Hause, mal gucken)
Sonnenbrille
Sonnencreme
Buff
Toilettenpapier
Taschentücher
Schnurr
Klebeband
Ausweis, Kreditkarte etc.
Handy

Mehr fällt mir da gerade nicht ein.


Nachtrag zum Rucksackgewicht:
Hab mich jetzt mal inkl. testweise vollgepacktem Rucksack gewogen.
Der Bigpack ist ca. 600-700g schwerer (hab nur ne alte Wage), also gute 3kg. Insgesamt habe ich damit gerade ~16kg auf dem Rücken. Halt mit Wasserflaschen und Füllmaterial. Ist beim Osprey bequem, beim Bigpack noch bequem. Kleiner Pluspunkt erneut für den Osprey.

HUIHUI
31.03.2011, 22:15
Ich hab auch schon 200+e fürn Rucksack bezahlt der a) 70L und 1.5kg hatte, weils so schön leicht ist und b) keine "Extras" hatte sondern das wesentliche.
Muss das sein? Nein. Musst du das vor irgendwem rechtfertigen ausser dir selbst oder der Finanzministerin? Nein!
Abgesehen davon, bei Rucksäcken sind Extras eigentlich immer müll. Ein Rucksack braucht ne Deckeltasche(abnehmbar), n Schneefang, n durchlass für Trinkschläuche, lange seitliche Kompressionsriemen, seitliche Schlaufen mit "Stoffbechern" unten und 2 Eisgerätehalter. Dazu noch einen Tragegriff oben, möglichst am Rahmen befestigt und gut ist. Alles mehr ist a) unnötig b) kann kaputt gehen c) wiegt und kostet. Vorallem Reissverschlüsse und lauter Innentaschen und Schlafsackfächer sind überbewertet und, pardon my french, Schrott.
(ja, ich finde der Crux AK70 ist wirklich der Gipfel der Rucksackentwicklung)

strauch
01.04.2011, 12:06
Wieg am Besten noch mal genau nach. Ein paar Dinge hast du denke ich zu leicht geschätzt, ich schreib mal was dazu.

Matratze: Thermarest..weiß gerade nicht welche, ist rel. dünn denke mal so 500g
Die einzige die unter 500g wiegt ist die Prolite, die älteren wiegen alle mehr, hast du ne viereckige würde ich eher 800-900g schätzen. Wenn es eine 183x51x2,5cm ist.

Multitool: Victorinox Swiss Tool Spirit Plus 340g
Viel zu schwer. IMHO reicht ein Opinel mit ca. 45g

Stöcke: Black Diamond Trail 620g
brauchst du die wirklich?

Kartusche: 450g
Ne 450g Kartusche wiegt mehr als 450g eher so 590g.

Handtuch
Ein Microfaserhandtuch wiegt ca. 80g

Cocoon Memory Foam Travel Pillow 650g (ja das bleibt wohl zu hause...aber es schläft sich so gut drauf *g*)
Ich nehm nen Packsack mit Fleece etc. drin

Hardshell: Bergans Luster Jacket 740g
das schon schwer aber vermutlich Robust.

Softshell: Mammut Ultimate Jacket ca. 500g
Brauchst du die dann noch? Ich selber hab ne Windjacke wiegt ca. 80-150g.

ggf. noch nen Fleece, hier habe ich diverse zur Auswahl
lieber ein Fleece mitnehmen als die Softshell.

dünne Hose: Arc'teryx Palisade Pant 320g
dickere Hose: Mammutt Basejump 500g

IMHO reicht eine Hose

2x Funktionsshirt je 150g
1x lange U-Hose 130g
2-3 kurz U-Hose 80-90g ?
2-3x Falke TK1 je 80g

Ich hab immer 1 Klamotte an und eine als Ersatz. Unterplinten wiegen ca. 35g.

Sandalen (brauche ich noch, Empfehlungen? auch wenn es hier OT ist)
Vibram Fivefingers? Ansonsten weglassen. wiegt nur

Regenhose?

Onkel Homie
01.04.2011, 13:27
Danke für die ausführliche Antwort.

Thermarest:
Ja die könnte schwerer sein. Wird geprüft.

Multitool:
Klar ist das nicht leicht, aber das muss einfach mit ;) Ist ein Geschenk meines Vaters der mir damit auch ne riesen Freude gemacht hat. Die Bit-Aufsätze lasse ich zu Hause ;)

Softshell:
Hab auch schon dran gedacht sie wegzulassen. Ist zwar ein treuer Begleiter sei Jahren aber gut wenn sie über ist...

Hardshell:
Ja die ist robust, dass geht schon ok.

Stöcke:
Machen durchaus Sinn finde ich und sind ja auch eher in der Hand als auf dem Rücken.

Regenhose brauche ich wohl such noch. Sollte aber mal nicht so teuer sein.

Ansonsten ist mein Gedanke bei den zwei Hosen halt, dass ich doch gerne eine als Notfall Ersatz dabei hätte. Wer weiß was man sich nicht doch mal irgendwo aufreißt, odet ob es nicht doch mal zu kalt wird (ok dafür ja die lange U-Hose) etc.

Danke auch für die Sandalen Empfehlung. Gucke ich mir mal an.

strauch
01.04.2011, 14:38
Für den Reißfall hab ich meine Regenhose bzw. Nadel und Faden dabei. Als Regenhose hab ich eine günstige von Jeantex bin zufrieden mit ihr.

Onkel Homie
01.04.2011, 15:45
Hab mir mal ein paar Regenhosen (auch Jeantex, weil günstig) bestellt. Mal gucken wie da so der erste Eindruck ist.

Nadel&Faden (jetzt muss man auch noch Nähen lernen *g*) ist natürlich auch immer ne Idee. Aber zumindest bei der ersten großen Tour werde ich doch mal eher die sichere Variante wählen.

india
01.04.2011, 21:24
Nahrung ist da noch nicht eingerechnet, ebensowenig Wasser.

Gewicht lässt sich am effektivsten beim Rucksack, Schlafsack, Zelt und Isomatte sparen.

Die größte Ersparnis pro Euro hast Du wohl beim Rucksack (noch billiger ist nur das Weglassen nicht unbedingt notwendiger Dinge...),
dann wohl bei der Isomatte und dann bei Schlafsack und Zelt.

Ich würde erst mal weglassen, was Du nicht unbedingt benötist und dann mal das ganze Zeugs in den Rucksack packen und damit ein paar Stunden herumlaufen.

Dann siehtst Du wahrscheinlich schon, wie Du mit dem Gewicht zurechtkommst.

Es kommt auch auf die beabsichtigten Tageskilometer an.
Wenn Ihr nur zwanzíg Kilometer im Flachland laufen wollt (ich weiß, Ihr wollt ins Gebirge),
dann geht das mit dem Gewicht schon sehr gut,
aber bei dreißig Kilometer, bzw. zusätzliche Höhenmeter fällt das Gewicht, vor allem in schlecht trainiertem Zustand schon unangenehm auf.

Es kann sein, dass der erste Tag mit 15kg auf dem Rücken noch sehr gut geht, aber am zweiten Tag bereits alles weh tut.
Im ungünstigsten Fall musst Du die Tour abbrechen.

Ich würde im Vorfeld trainieren und zusätzlich Gewicht auf max 12kg reduzieren, dann hast Du mehr Spaß an der Tour.

Onkel Homie
01.04.2011, 21:47
Ja genau Essen+Trinken fehlt da noch. Hatte ich vergessen mit dazu zu schreiben sorry.

Ich trainiere aktuell nahezu jedes WE, aber halt nochohne all zu viel Gewicht, aber das sollte sich auch übernächstes WE ändern (die Tour steht Ende Juni an).

An Tageskilometern sind so grob 15-20 angepeilt. Mal etwas mehr, mal weniger.

Aktuell wäre ich wohl über den Daumen gepeilt bei 18-19kg inkl. Nahrung. Ok Zelt, Kocher, Geschirr auf 2 Leute verteilt, aber dann bin ich dennoch jenseits der angepeilten 15kg. Wie schnell sich das läppert...wenn man alles einrechnet lohnt sich der leichtere Rucksack wirklich schnell.

Denke gerade daher echt noch über einen Lightwave Ultrahike oder Lightwave Wildtrek nach.

Ötzi
01.04.2011, 23:39
Meine persönliche Meinung mittlerweile:
der einzig gute Rucksack ist ein leichter Rucksack,
Gewicht auf dem Buckel macht selten Laune,
man braucht meist sehr viel weniger, als man glaubt,
Rucksack, Schlafsack, Zelt, da kann man auf einen Schlag richtig Gewicht sparenund das lohnt sich, auch wenn man kein UL-Freak ist (ich bin keiner!).
Aber ich bin auch erstens, faul, zweitens gesundheitlich nicht mehr auf der Höhe und drittens mit einer sehr niedrigen Schmerzschwelle ausgestattet;-)
http://www.outdoor-professionell.de/outdoor-lighthiking-gewicht-reduzieren/
http://www.outdoor-professionell.de/outdoor-lighthiking-wandern-packliste/

Onkel Homie
02.04.2011, 00:16
Das Zelt steht fest mit meinem Wechsel Intrepid 2 ZG. Knappe 3kg für 2 Leute plus ordentlich Gepäck das muss passen. Da ich neben nem Rucksack auch wohl noch neue Schuhe brauche, noch ne Regenhose und evtl. andere Sachen ist da kein neues Zelt drin. Irgendwo muss mal Schluß sein ;) Zumal das Zeltgewicht ja auch durch 2 geteilt wird.

Beim Schlafsack siehts ähnlich aus. Damit es da viel leichter wird, wirds auch gleich ordentlich teuer. Muss auch nicht sein.

Beide sind auch erst grob 3 Jahre alt. Die müssen noch halten.

Hab aber mal meine Thermarest gewogen und bin fast hinter rüber gefallen. Lockere 1,2kg :ignore: Da gucke ich jetzt noch mal nach ner günstigen&leichten Alternative. Nur auf ner Rettungsdecke will ich nu nicht pennen, aber an sich bin ich da rel. anspruchslos. Brauche keine 5cm Matratze. Mal gucken was sich finden lässt. Muss aber auch irgendwie gut zu verpacken sein. Im Flieger muss ja alles gut im/am Rucksack verstaut sein.

Ansonsten bin ich wohl schon rel. nah dran an dem was auch in den verlinkten Artikeln steht. Wenn man bedenkt das da jemand wohl ohne Zelt, Schlafsack, Isomatte und Nahrungsmittel (außer 2l Wasser) unterwegs ist ;-)

Die Ideen nur eine Hose+Regenhose mitzunehmen, keine Softshell, vielleicht doch auf die Sandalen zu verzichten (dachte das sie extrem nützlich wenn man die dicken Treter abends mal nur vors Zelt stellt...) und dann halt bedenkt das ich bei meiner Rechnung alle Sachen drin hatte und die Sachen am Körper nicht rausgerechnet habe.

Dürfte schon irgendwie hinkommen mit den ganzen tollen Tips hier.

Was mir aber immer noch im Kopf rum spukt: Packt ihr echt immer den ganzen Rucksack aus um an den Schlafsack zu kommen? Es mag ja Gewohnheit sein, aber ich hab das noch nie machen müssen. Ich bin es halt gewohnt das aus dem Rucksack zu nehmen was ich brauche. Sei es ein frisches Shirt, oder halt eben nachts der Schlafsack. Immer alles auspacken und morgens einpacken, ich weiß ja nicht. Wie gesagt, mag an der Gewohnheit liegen, aber ich finde es doch schon verwunderlich das hier scheinbar kaum jemand ein Schlafsackfach benötigt/nutzt.

Ötzi
02.04.2011, 01:03
Der Schlafsackkam bei mir immer ganz zum Schluß unter die Deckelklappe.
Grund dafür ist der Schwerpunkt. Unten im Fach hat er den Schwerpunkt hochgelegt. Wenn ich zwei Fächer hatte, habe ich immer in beiden alles Schwerere nah am Rücken platziert, die leichten Sachen an die Aussenseite.

Onkel Homie
02.04.2011, 01:17
Ok klar, alles Schwere muss nah an den Rücken, so kenne ich es auch. Der Schlafsack war da für so ein Teil was nicht ganz in dieses Schema passt. Unten ist er halt unheimlich praktisch weil er dem Rucksack sofort eine gewisse Form und Stabilität gibt. Aber so machts dann doch mal Sinn ohne Schlafsackfach :)

Nur was packst du denn dann unten rein? Mal weg von zwei Fächern oder nur einem Fach. Wie sieht da die Packreihenfolge/-Anordnung so grob aus?

india
02.04.2011, 09:46
Die Isomatte würde ich auf alle Fälle austauschen.
Über die einschlägigen Foren, oder auf ebay sollte es möglich sein, eine
Prolite 3 für um die 60 - 70€ zu bekommen.
Mit etwas Glück bekommst Du die auch für weniger...
Die wiegt dann ca. die Hälfte.

Der Schlafsack unten im Rucksack ist eigentlich eine bewährte Geschichte.
Du baust das Zelt auf, nimmst die Kochutensilien aus dem Rucksack, Klamotten hast Du kaum drin und schon bist Du beim Schlafsack.
Wenn Du Dir Deinen Kleinkram gut organisierts mittels leichter Packbeutel, ist das alles kein Problem.

Onkel Homie
02.04.2011, 10:50
Damit wäre ich wieder bei dem Punkte einer möglichst großen Öffnung zum (ent-)packen bzw. generell einem eher breiten Innenraum.

Bei meinem Bigpack wäre das z.B. nicht so einfach möglich. Wenn man etwas Größeres wie z.B. einen Schlafsack unten rausholen möchte, müsste alles andere raus.

Gut da läuft es letztendlich wohl auf das alte Problem Komfort vs. Gewichtsreduktion hinaus.

hotdog
02.04.2011, 10:59
Bei meinem Bigpack wäre das z.B. nicht so einfach möglich. Wenn man etwas Größeres wie z.B. einen Schlafsack unten rausholen möchte, müsste alles andere raus.

Was ist denn "alles andere"? Kocher und Lebensmittel willst du doch nicht im Rucksack lassen, oder?

Onkel Homie
02.04.2011, 11:07
Die komplette zweite Klamotten Garnitur, Hardshell, Regenhose (insofern man die gerade nicht trägt).

Es ist zugegebener Maßen natürlich eine ziemliche Bequemlichkeit und da kann man sicher abwägen ob man nicht lieber 500-1000g weniger mit sich rumschleppt und dafür täglich einige Minuten mehr für das Packen/Entpacken aufwenden muss.

Und wie erwähnt gehe ich hier von den Erfahrungen mit meinem aktuellen Rucksack aus. Da muss ich ziemlich viel rumräumen/rausräumen um an etwas von unten ranzukommen.

hotdog
02.04.2011, 11:12
Die komplette zweite Klamotten Garnitur, Hardshell, Regenhose (insofern man die gerade nicht trägt).
Wenn du das alles in Beuteln verpackt hast, kannst du es einfach rausziehen. Auch den Kleinkram würde ich in einen Beutel packen. Dann fliegt nix lose herum und ist zudem gegen Feuchtigkeit und Dreck geschützt. Aus deiner Klamottengarnitur und/oder Regenbekleidung kannst du dir ein Kissen formen. Dann muß das sowieso raus aus dem Rucksack. Also ich sehe einfach das Problem nicht, daß der Schlafsack an etwas vorbei aus dem Rucksack genommen werden muß.

Onkel Homie
02.04.2011, 12:19
Das Problem ist dann wohl eher die Erfahrung ;)
Oder anders gesagt: mit den ganzen Tipps hier verschwindet das Problem ja immer mehr. Es sind halt so einfache kleine Kniffe wo man sich, wenn man sie hört/liest dann auch nur fragt "warum bin ich nicht gleich drauf gekommen, ist doch logisch".

HUIHUI
02.04.2011, 12:23
Das Problem ist dann wohl eher die Erfahrung ;)

Tjo, irgendwann "willst" du eigentlich nur noch einen großen Beutel und Schwupps kommt morgens alles rein und abends alles raus. Die 2 Sachen die tagsüber gebraucht werden (könnten) kommen halt unter den Schneefang und gut ist :)

ThomasA
02.04.2011, 12:28
Äh, mal ernsthaft: Packt ihr am Abend das ganze Essen (Gedankenexperiment 2Wochentour) aus dem Rucksack aus? Also ernsthaft :o
Ein Schlafsackfach hat 2 Reißverschlüsse und 0,8qm Stoff, das sind max. 200Gr Extra. Das trag ich dafür gerne. Aber ich bin ja eh raus, ich hab auch nen Frontzugriff aufs Hauptfach und komm so an alles dran, ohne auszupacken. Und ja, ich lebe noch und bin noch nie auf ner Tour zusammengebrochen, trotz des Exorbitanten Gewichts meines Rucksacks.
Für Tagestouren hab ich nen kleinen Rucksack, der diese "Luxus"-sachen nicht hat. Ich ärger mich jedes mal wieder, wenn ich ganz unten die Regenhose/den Foto/wasauchimmer rausziehen muss. Es liegt halt immer das ganz unten, was man grade braucht.

palmero
02.04.2011, 13:02
Zum Thema Isomatte,
wir sind vor kurzem auch aus
Gewichts und Komfortgründen
von unseren alt gedienten
Thermarest Matten umgestiegen
haben uns für Exped's entschieden
klein verpackbar, unsere wiegen lt
Hersteller 660 gr und (für mich sehr
wichtig;Rücken...) mit 7.5cm sehr
komfortabel. Bei outdoorfair zb
die Basic synmat versandkostenfrei
für 54€
Gruß Marco

Onkel Homie
02.04.2011, 13:24
Ah Outdoorfair, da hab ich mein Zelt her.
Ist ja auch hier in Dortmund.

Danke für den Tipp.

Thomasy
02.04.2011, 13:44
Hallo Onkel Homie,

hier noch ein paar Kandidaten von mir.

Black Diamond Predator 50, Black Diamond Quantum 65 oder Black Diamond Mission.

http://www.bergfreunde.de/black-diamond-quantum-65-rucksack/?utm_source=froogle-de&utm_medium=preissumas&utm_content=preissumas-null&utm_campaign=preissumas-froogle-de&pid=10003

http://www.bergzeit.de/black-diamond-mission-75-rucksack.html?campaign=froogle

http://www.bergfreunde.de/black-diamond-mission-50-alpinrucksack-eisklettern/?utm_source=froogle-de&utm_medium=preissumas&utm_content=preissumas-null&utm_campaign=preissumas-froogle-de&pid=10003

http://www.bergzeit.de/black-diamond-predator-50l-rucksack.html?campaign=froogle

Oder Rucksäcke wie die von Berghaus.

http://wuerzburger-sportversand.de/Produkt/Berghaus/Rucksaecke/Verden-65/12268

http://wuerzburger-sportversand.de/Produkt/Berghaus/Rucksaecke/Verden-65+10/11284

LG

Thomas

HUIHUI
03.04.2011, 14:13
Äh, mal ernsthaft: Packt ihr am Abend das ganze Essen (Gedankenexperiment 2Wochentour) aus dem Rucksack aus? Also ernsthaft :o
Ein Schlafsackfach hat 2 Reißverschlüsse und 0,8qm Stoff, das sind max. 200Gr Extra. Das trag ich dafür gerne. Aber ich bin ja eh raus, ich hab auch nen Frontzugriff aufs Hauptfach und komm so an alles dran, ohne auszupacken. Und ja, ich lebe noch und bin noch nie auf ner Tour zusammengebrochen, trotz des Exorbitanten Gewichts meines Rucksacks.

Ja. Es ist eh alles in Packbeuteln und es ist nichts dabei was nicht eh gebraucht wird. In der Futtertüte sind Gewürz etc bei, es ist viel entspannter sich "was grad mundet" am Kocher aus dem Beutel zu fischen als vorher schon zu entscheiden.
Es geht übrigens weniger ums Gewicht als um das schwierigere Einpacken, wenn innen die Nähte und andere Driss rumschaben. Zusätzlich sind Reissverschlüsse gerne mal Kaputt wenn es am wenigsten passt. Daher: wozu einen Reissverschluss der eh nicht genutzt wird.



Für Tagestouren hab ich nen kleinen Rucksack, der diese "Luxus"-sachen nicht hat. Ich ärger mich jedes mal wieder, wenn ich ganz unten die Regenhose/den Foto/wasauchimmer rausziehen muss. Es liegt halt immer das ganz unten, was man grade braucht.

Ich wüsste nicht wie die Regenhose unten im Rucksack landen könnte, Regenzeug kommt halt immer oben auf.
Ich habe _noch nie_ ein Schlafsackfach oder einen Frontzip vermisst. Ich habe, wo vorhanden, bei mir die Schlafsackzipper mit Kabelbindern zusammengezippt und den inneren Boden rausgeschnitten.
Der Schlafsackboden passt NIE zum eigenen Schlafsack, er sorgt üblicherweise dafür das der Rucksack schlecht gepackt wird, wie auch die Frontzipper.

Paco
03.04.2011, 14:53
Ja. Es ist eh alles in Packbeuteln und es ist nichts dabei was nicht eh gebraucht wird. In der Futtertüte sind Gewürz etc bei, es ist viel entspannter sich "was grad mundet" am Kocher aus dem Beutel zu fischen als vorher schon zu entscheiden.
Es geht übrigens weniger ums Gewicht als um das schwierigere Einpacken, wenn innen die Nähte und andere Driss rumschaben. Zusätzlich sind Reissverschlüsse gerne mal Kaputt wenn es am wenigsten passt. Daher: wozu einen Reissverschluss der eh nicht genutzt wird.



Ich wüsste nicht wie die Regenhose unten im Rucksack landen könnte, Regenzeug kommt halt immer oben auf.
Ich habe _noch nie_ ein Schlafsackfach oder einen Frontzip vermisst. Ich habe, wo vorhanden, bei mir die Schlafsackzipper mit Kabelbindern zusammengezippt und den inneren Boden rausgeschnitten.
Der Schlafsackboden passt NIE zum eigenen Schlafsack, er sorgt üblicherweise dafür das der Rucksack schlecht gepackt wird, wie auch die Frontzipper.

Genau so sehe ich das auch. Habe mein ganzes Gerödel eh in einem Wasserdichten Rucksackliner und da macht ein Schlafsackfach bzw. Fronteingriff keinen Sinn.
Ich bin zur Zeit mit einem Umgebauten Cerro Torre unterwegs an dem sämtliche Reißverschlüsse und Schnickschnack den man nicht braucht verschwunden sind.
Wiegt glatt mal 600gr weniger! :p

india
03.04.2011, 21:32
Hast Du zu Deinem Umbau evtl. ein paar Bilder?
Wieviel wiegt der jetzt?

Onkel Homie
06.04.2011, 21:21
So habe jetzt den Lightwave Ultrahike da und muss sagen das ich etwas enttäuscht bin.
Das alles dünner und kleiner ist ist ja kein Thema, wie sonst soll man auch auf das geringe Gewicht kommen. Habe ihn jetzt mal mit meiner "Testbesladung" gepackt, also 6 1,5 Liter Flaschen, Schlafsack und ein großes dickes Kissen und ich muss leider sagen, die Falschen sich voll durch den Rücken drücken, was bei den anderen beiden Rucksäcken nicht der Fall ist. Der Lightwave ist einfach am Rücken deutlich schlechter gepolstert.

Sicher muss man fairerweise sagen das eine Rucksackfüllung in er Regel nicht aus 6 großen Flaschen besteht, aber hier schneidet die Konkurrenz (zumindest die hier bei mir) deutlich besser ab. Auch trägt er sich nicht so angenehm muss ich sagen. Trotz des leichteren Grundgewichts wirkt er zumindest auf dem Rücken schwerer. Hier kann man sicher noch einiges einstellen um das Gewicht etwas besser zu verlagern, aber so vom ersten Eindruck her denke ich einfach mal er ist nichts für mich. Aber nicht jeder Rucksack passt auch jedem, dass ist ja auch klar.

Vom aktuellen Standpunkt aus werde ich dann wohl doch den, für mich gesunden Mittelweg gehen und zum Osprey Aether greifen. Wiegt keine 3kg wie der Bigpack, ist zwar gute 1kg schwerer als der Lightwave, bietet aber auch einige nützliche (aber nicht zwingend notwendige) Annehmlichkeiten und fühlt sich einfach am besten an.

Ich werde es morgen oder übermorgen nochmal alles mit realistischer Beladung testen wie die Rucksäcke dann sitzen. Denn so ganz will ich die Hoffnung beim Lightwave nicht aufgeben. Schließlich kostet er ja auch fast 50€ weniger als der Osprey :)

Paco
06.04.2011, 21:36
Hast Du zu Deinem Umbau evtl. ein paar Bilder?
Wieviel wiegt der jetzt?

Bilder habe ich noch keine gemacht.
Gewicht ist 2518gr! :p
Wobei da noch zusätzlich vernünftige Seitentaschen eingearbeitet sind, in die man auch noch etwas reinstecken kann außer ein Tempo Taschentuch.

Gruß Paco

winnetoux
06.04.2011, 21:45
Nur mal so zur info: bei outdoor-discount gibt es den Aether 60 in M oder L im Angebot.
Ich hatte jahrelang einen schweren stabilen 3kg-Rucksack, der mir doch irgendwie zu schwer - oder vielleicht einfach zu unbequem, weil die Schulterträger nicht so gut passten - wurde. Ersetzt wurde er inzwischen durch einen mit 2 kg - bei dem mich schon etwas nervt, dass er eindeutig nicht so robust ist wie der alte, diverse Riemen sind irgendwie kurz u.a., aber natürlich genügt er völlig für meine Durchschnittszwecke und hat dafür ein paar nette Gimmicks, die der alte nicht hatte - der wurde günstig verscherbelt, in der Summe hat der neue dann 80 Euro gekostet. Wenn es nicht so dringend ist, würde ich mich einfach entspannt bisschen umschauen und nix für 200 Euro kaufen.

Diese Leichtdinger sind ein Kompromiss und sinnvoll, wenn es wirklich aufs Gewicht ankommt, ständig steil bergauf geht, man so bei 13 kg bleiben möchte möglichst, ohne alles auf ul umzustellen - sach ich mal :grins: Sie sind auch als Tagesrucksack praktisch ggfs bei ner Autotour, aber eben nicht so stabil und packtechnisch leicht umständlicher - es ist schön, einen Leichtrucksack als Zweitrucksack zu haben. Vielleicht gewöhnt man sich dann so sehr an ihn, dass man ihn irgendwann doch zum Erstrucksack macht. Damit anfangen würde ich nicht, sehe bei deinen Plänen auch keine Not zum Rucksackkauf.

Thomasy
06.04.2011, 22:34
Deshalb habe ich Dir ja auch meine Alternativen hier noch mitgeteilt, da ich das Problem selber kenne.

Black Diamond macht für mich echt sehr gute und noch relativ leichte Rucksäcke.

Onkel Homie
06.04.2011, 22:39
Ui der Tip mit Outdoordiscount ist nicht schlecht.
Gibts schon Erfahrungen zu dem Shop? Hab davon bisher nix gehört und wenn ich den Osprey schon zu Globi zurückschicke, dann mit gutem Gewissen wo anders bestellen ;)

edit:
Ok habe mich mal umgeguckt und die Meinungen (vor allem hier im Forum) sind ja doch zu gut 95% positiv.