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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hardangervidda: Tour um den Hardangerjokulen



tigger09
15.06.2004, 23:23
Hej :D

Ich plane grad eine Tour um den Hardangerjokulen-Gletscher in der Hardangervidda.

Unsere Idee war, südlich an der Landstraße 7 (wie nennt man das in Norge - B7 ? :wink:) in Dyranut zu starten, weil man da das Auto gut abstellen kann und dann nach Norden und einmal rund um den Gletscher zu laufen.

Wir haben 6 Tage Zeit und planen mit einer Strecke von ca. 75 km auf der Karte. (Nicht lachen, bitte, da sind Anfänger dabei... :P)

War gaaanz zufällig schonmal jemand von euch da?


Liebe Grüße,
Hannah

Menelaos
16.06.2004, 00:03
6 Tage für 75 Km und das off-road sind für Anfänger kein Schmankerl. Selbst erfahrene, kondition ganz gut trainierte haben in der Pampa teilweise nur 10 Km am Tag geschafft.

tigger09
16.06.2004, 00:10
Was genau ist für dich "in der Pampa"? Wege sind ja da schon...
Ich hab mal die Wege einmal rundrum und wieder zum Startpunkt abgeradelt, das sind sogar ca. 75km...
Einer der Mitwandernden meinte, 10-15km sind gut zu schaffen, als gut trainierter auch mehr, aber ehrlichgesagt hab ich selbst auch noch nie so genau drauf geachtet, wieviel ich wo genau gegangen bin...

Rantanplan
16.06.2004, 00:49
Unter "Pampa" würde ich eher querfeldein verstehen, und manche norwegische Routen sind eher schon richtige Pfade, mehr oder weniger anspruchsvoll.

Vor ein paar Jahren bin ich nur das Stück Dyranut-Kjeldebu und Umgebung gelaufen und das war eigentlich super easy ... für mich als totaler Anfänger ;). Die anderen Strecken rund um den Hardangerjokulen werden wohl anspruchsvoller sein, besonders wenn das Wetter mal wieder rumzickt. Das mit dem Einschätzen von Routen für Anfänger ist schwer, kann ich aus momentaner Eigeneinschätzung zumindest sagen :bg: ...

Die Rundtour um den Hardangerjokulen ist z.B. im Buch "Outdoor Kompass Südnorwegen" von Lars Schneider beschrieben:

"5-7 Tage, Schwierigkeit 3/4, Höhendifferenz 2/4, wenig große An/Abstiege, mitunter aber anstrengend zu begehen, Geröllfelder und Altschneefelder, Abbauzeit von Sommerbrücken beachten"

6 Tage sind vielleicht eher Minimum und als Anfänger sollte man vielleicht etwas Reserve einplanen.

Gruß, Mathias

P.S: Ende August kann ich mal schildern, wie sich ein "Anfänger" nach einer Woche Jotunheimen fühlt :bg: ...

Thor
16.06.2004, 04:42
Jap, war auch schon da - sind von Finse so halb um den Gletscher gelaufen und dann mit nem kleinen Südschwenker nach Geilo zurück.

Gerade bei der Strecke um den Hardangerjökulen verschätzt man sich doch ganz gern mit der Tagesstrecke, hat und doch der ein oder andere Tag mit einer kleinen Kletterpartie überrascht - gerade im westlichen Bereich geht´s ganz schön auf und ab...

Ist aber echt superschön da - wünsch euch viel spaß.
hier gibts auch ein paar fotos von unserer tour: klick mich (http://www.yggdrasill.info/inhalt.php?dyn=gall_norwegen03&sub=1)

MaMa
16.06.2004, 11:52
Hi Hannah,

wir sind letzten September um den Hardangerjokulen rumgelaufen. Von Finse nach Finse in ziemlich genau 6 Tagen.
1. Tag Anreise und noch ne halbe Stunde laufen bis hinter Finse.
2. Tag bis zur Abbruchkante oberhalb der Rembsdalseter
3. Tag Camp oberhalb des Eidfjord
4. Tag nach Liseth an der Bundesstrasse
5. Tag bis zum Abzweig in Ri. Kjeldebu
6. Tag Camp östlich des Gletschers
7. Tag Camp in Sichtweite von Finse
8. Tag noch eine Stunde bis Finse und Abreise
Meine Freundin war zwar Trekkinganfängerin, ist aber konditionell sehr gut drauf :ill:
recht zeitintensiv waren sumpfigen Abschnitte zw. Liseth und der Ostseite des Gletschers. Wir haben immer so zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr unterwegs. Ich denke, mit sechs Tagen haut das schon hin.

Nicht übertreiben
17.06.2004, 01:05
Wir sind die Strecke mal im Winter gelaufen. Geht ganz schön auf und ab, aber ist eine sehr schöne Ecke. Mit der Zeit solltest Du gut hinkommen, sonst halt noch einen Schlenker mit einbauen. Unsere genaue Route kann ich nochmal posten, hab jetzt aber keine Lust die Karten zu suchen :bg:

Gruss
Thorben

tigger09
17.06.2004, 16:44
Na, das scheint ja dann zu klappen, so wie wir uns das denken... fein :)

@all
Danke! :D

@Thor
Tolle Fotos.... :D
Habt ihr alle die ganze Zeit in den Kothen geschlafen??? Wie schwer waren die Planen pro Person?

Thor
17.06.2004, 20:29
Danke - ja, wir haben die ganze Zeit in Kohten geschlafen, die wiegen zwar schon ein bisschen was, wie du schon richtig bemerkt hast - keine ahnung, so 2 kilo pro plane oder so - aber das ist es mir schon wert... Man kann das Gewicht ja auch ganz gut umverteilen...

casper
18.05.2014, 17:04
*schubs*
Ich grab diesen Faden nach langem Tiefschlaf aus, da er wie die Faust aufs Auge passt.

Am 11.September ist Start gen Norden angesagt.
Zeitlich haben wir grob 8-9 reine Tourentage zur Verfügung.

Nun arbeite ich aktuell verschiedene Tourmöglichkeiten aus, um Alternativen in der Tasche zu haben.
Eine davon soll die Umrundung des Hardangerjokulen sein.
Anreise erfolgt mit PKW, womit ich zur ersten Frage komme und hoffe, dass jemand bereits Erfahrung hat:
Ist es möglich, den Wagen an der Dyranut Fjellstube für die Dauer der Tour zu parken?

Weitere Frage:
Wie schaut es mit dem "Schwierigkeitsgrad" aus?
Mein Begleiter ist zwar "outdoortauglich", jedoch wird dies seine erste mehrtägige Tour werden und Erfahrungen mit "in den Bergen" gehen bei ihm gen 0.
Weitere Schwierigkeit: es dürften keine ausgesetzten Stellen dabei sein (nicht schwindelfrei).
Auf der Karte ist zumindest im westlichen Bereich rund um Rembesdalseter einiges an "scharfen" Höhenlinien zu sehen, die mich ein wenig an der Machbarkeit für den Co zweifeln lassen.

Wann ist mit dem Abbau der Sommerbrücken um den Jökulen zu rechnen?
Meine Erfahrung in anderen Vidda- Bereichen schaut so aus, dass sie erst gegen Ende September abgebaut werden.
Ist das um den Jökulen möglicherweise anders?
Wäre prima, wenn ihr mir (uns) ein paar Tips /Infos zukommen lassen könntet.

Zio
19.05.2014, 13:44
Ist es möglich, den Wagen an der Dyranut Fjellstube für die Dauer der Tour zu parken?

Ja, am besen in der Hütte fragen ob man dort wo man steht ein paar Tage stehen bleiben kann ohne wen zu behindern.



Wie schaut es mit dem "Schwierigkeitsgrad" aus?

Moderat - Fortgeschritten je nach Wetterlage
Trittsicherheit sollte auf jeden Fall vorhanden sein.



Weitere Schwierigkeit: es dürften keine ausgesetzten Stellen dabei sein (nicht schwindelfrei).

Ich kann dies schlecht für Andere beurteilen da ich 100% Schwindelfrei bin aber es gibt einige Stellen wo man bei Unachtsamkeint schon 20m "abstürzen" kann. Gerade bei Nässe oder Schneefall sind die schon kritisch und Angst wäre dann hinderlich. Primär ist das an der Rembedalsseter Gletscherzunge und von / nach Kjeldebu.



Wann ist mit dem Abbau der Sommerbrücken um den Jökulen zu rechnen?

26.9-28.9 werden sie abgebaut.


Grundsätzlich musst Du zu der Zeit schon mit Schneefall rechnen, das ist dann nicht witzig gerade um den Jökulen rum.
Weg nicht mehr zu erkennen und Wegmarkierung genausowenig. Meistens in Verbindung mit Nebel.
Für Anfänger eher unschön. Ich suche heute Abend mal nen paar Fotos raus, die zeigen was ich meine.

Gruß
Zio

Rhodan76
19.05.2014, 14:06
Ich wage mich zu erinnern, daß beim letzten Abstieg direkt zur Rembesdalseter Hütte runter der Weg recht steil nach rechts abfiel - aber mit Stöcken zur Sicherheit sollte das kein Problem sein.

casper
19.05.2014, 19:59
Besten Dank ihr beiden für die ersten Info´s!

Anfrage bezüglich Parken ist bereits raus.
"Moderat - Fortgeschritten" läßt sich bewerkstelligen.
20 m Absturz.....:roll: da schauts dann schonmal seeehhhrrr kritisch mit aus, wenns um die Schwindelfreiheit geht.
Auf einen Hochsitz kommt er hoch. Höher wird schon langsam ein Problem:roll:.
Speziell in der Ecke "Remesdalseter" habe ich da, was die eingezeichneten Höhenlinien auf meiner Karte anbelangt, einige Bedenken...
Ich hätte grundsätzlich vor, den Gletscher gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Somit würden wir den Bereich zur Hütte "absteigen".

Rückfahrt wird definitiv VOR dem 26.9. stattfinden, womit das Thema Abbau der Sommerbrücken wahrscheinlich für uns nicht mehr sher von Bedeutung werden dürfte.

Das mit Schneefall ab September in der Vidda zu rechnen ist, ist bekannt (trotzdem besten Dank für den Hinweis!)
Hatte ich selbst bereits erlebt, jedoch war das für uns nicht weiter von Belang.
Bekleidungstechnisch werden wir auf Temps im leichten Minusgrad eingestellt sein.

Stöcke sind bei uns beiden vorhanden und kommen definitiv mit.

Wenn du (Zio) wirklich das ein oder andere Bild, speziell von den steilen An-/Abstiegen hättest, wäre das möglicherweise eine prima Entscheidungshilfe!

Wie schauts mit dem Aufstellen eines "Lavvu´s" um den Jökulen aus?

StepByStep
19.05.2014, 21:35
Bei nicht vorhandener Schwindelfreiheit ist es wenn ppanbar eigentlichen immer sinnvoll, die "Schlüsselstelle" im Aufstieg zu machen. Ist so besser geh- bzw. kletterbar und man schaut a7f den Berg

Sandmanfive
19.05.2014, 22:23
Ich wollte Dich gerade auf meinen Reisebericht verweisen, aber da muss ich jetzt erstmal die Bilder wieder einpflegen.:(

casper
19.05.2014, 23:22
Bei nicht vorhandener Schwindelfreiheit ist es wenn ppanbar eigentlichen immer sinnvoll, die "Schlüsselstelle" im Aufstieg zu machen. Ist so besser geh- bzw. kletterbar und man schaut a7f den Berg

Guter Einwand.
Werd ich im Hinterkopf behalten...

Zio
20.05.2014, 10:44
Ich habe gestern mal meine Fotos gesichtet.
Da ist keines bei bei dem man ahnen kann wie steil es runter geht.
Also ich würde die Strecke auch andersrum laufen.
1. ist das Stück zur Rebemdals um einiges heftiger als von (wegen bergab) und 2. gibt es in die andere Richtung nicht so fiese endlos lange Anstiege. Das kann für den Anfänger echt frustrierend sein. 3. Wenn es nass ist brauchst Du den Abstieg gar nicht versuchen mit einem Anfänger.

Gruß
Jörg

Gismo834
20.05.2014, 11:00
Ich bin von Finse aus über Rembesdalseter am Gletscher vorbei gelaufen.

Meiner Meinung nach ist das, wenn man sich Zeit lässt, für einen Anfänger im trockenen machbar.
Ich bin damals komplett im Regen gelaufen. Da ist z.b der Abstieg zur Rembesdalseter Hütte kritisch.
Auch der Part nach der Hütte am Gletscher vorbei ist nicht ohne. Habe mich damals zweimal auf dem Felsen langgelegt.
Würde ich im Regen mit einem Anfänger nur im Notfall laufen.

Du kannst ja vor Ort sehen wie das Wetter ist und danach deine Entscheidungen treffen.

casper
20.05.2014, 12:34
Danke für die Infos!
Ich komme zu dem Schluß, dass diese Tourmöglichkeit zunächst "auf Eis" gelegt wird.
Mit miesem Wetter ist zwar überall zu rechnen dort oben, aber ich muß nichts herausfordern!
Auch wenn mich die Umrundung schon seit einiger Zeit reizt.
Werde mich nach anderen Tourmöglichkeiten umsehen, die geeigneter erscheinen.
Es gibt ja soo viele schöne Ecken dort oben...!!!
Hab da auch schon 2-3 andere Varianten nebenbei in Planung.

Nochmals vielen Dank!!

Ardunaut
20.05.2014, 13:27
Ich mache diese Tour Anfang August. Ich habe bisher geplant die Tour im Uhrzeigersinn zu machen. Wer gute Tipps hat, zB. tolle Schlafplätze oder schwierige Stellen kennt, kann sie gerne posten ;-)

Zio
20.05.2014, 13:47
Link auf urheberrechtlich geschütztes Material... (http://www.imgbox.de/users/public/images/TPWlYd9sWB.jpg)


Schwarz = Steiler An/Abstieg
Grün = keine Zelt Möglichkeit

Daddyoffive
20.05.2014, 14:58
Ich mache diese Tour Anfang August. Ich habe bisher geplant die Tour im Uhrzeigersinn zu machen. Wer gute Tipps hat, zB. tolle Schlafplätze oder schwierige Stellen kennt, kann sie gerne posten ;-)

Ich werde Ende August (ab dem 21.08.) mit meinem Sohn den Hardangerjökull umrunden. Daher wäre ich für Infos dankbar, wenn Du wieder zurück bist.

Schonmal gut zu wissen, dass eine Umrundung im Uhrzeigersinn sinnvoller ist.

Ardunaut
20.05.2014, 16:04
Habe mir mithilfe von ut.no und Photoshop eine hochauflösende Karte zusammengebaut.
Wenn du möchtest, kann ich dir die Datei schicken.

Daddyoffive
20.05.2014, 18:39
Habe mir mithilfe von ut.no und Photoshop eine hochauflösende Karte zusammengebaut.
Wenn du möchtest, kann ich dir die Datei schicken.

Yes please!

Ardunaut
22.05.2014, 18:33
@Zio Vielen Dank :D

Daddyoffive
04.06.2014, 16:40
Ich nehme den Faden nochmal auf und frage mal nach:

Leider bekomme ich keinen Zug mehr, der zu anständigen Zeiten ab Bergen nach Finse fährt. Wir kommen mit dem Flieger in Bergen um 18:00 Uhr an. Der nächste (und letzte) Zug ab bergen fährt um 22:59 Uhr los und ist entsprechend erst um 01:33 Uhr in Finse. Da wird es dann dunkel sein. Weil man ja direkt in der Nähe des Bahnhofs nicht zelten darf (wohl nur am Südrand des Sees) überlege ich gerade, ob wir nicht doch die erste Nacht in der Finsehytta verbringen. Was meinen denn diejenigen, die schon vor Ort waren? Findet man auch im Dunkeln den Weg und einen ordentlichen Zeltplatz? Oder sollte ich in die Hytta gehen? Ich habe halt auch meinen 12jährigen Sohn dabei.

Danke

Zio
04.06.2014, 18:26
Da brauchst Du Dir keinen Gedanken machen.
Zug raus A
Straße bis zur Hütte nehmen ca 300m B.
Straße weiter bis ein Pfad zum Wehr abgeht (Damm) C
Da rüber, ist nen Betondamm mit Geländer rechts und links D
Und schon kannst Du zelten E

Klick Mich! (http://goo.gl/maps/Qg7Hx)

Wenn Du andersrum gehen willst, kannst du bis B auf der Straße, musst dann zwischen Hütten durch bis C und kannst ab C campen. Dauert ungefähr doppelt - dreimal solange wie die erste Route. 1 Stunde ca.?

Klick mich 2! (http://goo.gl/maps/NsvNd)

PS: Nimm Dir aus der Finsehytta Frischwasser mit. Das Wasser vom See soll man nicht trinken, Stehen auch extra Schilder!

Gruß
Zio

Daddyoffive
04.06.2014, 19:01
Danke. Dann spar ich mir die Hytte. Wasser nehm ich dann wohl eher aus dem Zug mit. Die Hytte wird nachts um halb zwei nicht offen sein.

Zio
04.06.2014, 21:44
Die Hütte bzw. das WC sollte offen sein. Ist direkt wenn Du rein kommst nach dem Vorraum links und dann rechte Tür im Gang.
Am Bahnhof in Finse ist auch ne Toilette (sauber).
Ansonsten kauf in Oslo gerade ne Flasche Wasser und füll Sie um.

Gruß
Zio