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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [MA] Reiseanekdoten aus Marokko (backpacking)



Nammalakuru
30.01.2011, 17:16
"Sie müssen ...", "Sie müssen ... ", "Sie müssen ... " - der Imperativ beherrscht die Tonalität bei der Anreise. Der Kunde ist notwendiges Übel bei Europas größtem Low-Cost-Carrier Ryanair. Billig ist es. Und: You get what you pay for. In meinem Fall ein Personentransport ab dem subventionierten Flughafen Weeze. Zur groben Orientierung auf einer Weltkarte nennt Ryanair freundlicherweise noch eine bekannte Stadt im Umkreis von 300km. Hier "Düsseldorf".

Einige Flugstunden entfernt, im marrokanischen Fés, ist man dann schnell in der arabischen Welt angekommen. Same same but different. Die Geschäftstüchtigkeit der Einheimischen ist allgegenwärtig. Nicht wenige wünschen sich sicherlicher ähnliche Modelle auch in der Heimat. Fliegende Händler mit Zigaretten, wahlweise einzeln oder ganze Packungen, beispielsweise. Für Raucher bestimmt sehr bequem. Automaten sucht man hier allerdings auch vergebens. Und auch das deutsche Einmaltaschentuch Tempo hat eine Sales Force die hierzulande ihres Gleichen sucht. An jeder Ecke bekommt man sie. Soviel Schnupfen kann man gar nicht haben. Socken gehören scheinbar auch zu den Schnelldrehern unter den Produkten, die sich auf der Straße gut verkaufen lassen. Warum auch immer. Hundertschaften von Schuhputzern lassen alles Schuhwerk auf den Strassen glänzen. Mir ist es hingegen ganz recht, dass meine Cordura-vernähten Treter so gänzlich uninteressant für diese Dienstleistung sind.

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Beim Bier hört die Geschäftstüchtigkeit kulturgemäss auf. Nur im verschließbaren Hinterzimmer eines kleinen selbsternannten "Supermarktes" entdecke ich in den Abendstunden eine regsame Betriebsamkeit. Zwei Kühlschränke mit Glastüren sind mit einigen Biersorten gefüllt. Ein Regal offeriert Spirituosen. Jede Flasche wird einzeln in Zeitungspapier gewickelt, dann verschwindet der Einkauf in eine undurchsichtige braune Plastiktüte.


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Hängen in asiatischen Hotels die Waschbecken und Spiegel sehr niedrig, so kann ich das aufgrund unterschiedlicher Durchschnitts-Körpergrößen nachvollziehen. Aber warum hängt auch in Marokko das Waschbecken auf Kniehöhe und ich kann bei einer Körpergröße unterhalb der 190cm beim Blick in den Spiegel winkelbedingt auch selbige nur erblicken? Fehlplanung ist wohl das Stichwort. Türen die nur in begrenztem Umfang öffnen, weil ein Klo auf einmal im Weg steht. Fensterverriegelungen die um ein, zwei - leider entscheidene - Zentimeter ihre Fassungen verfehlen. Duschen deren Wasser mangels funktiontüchtigem Abfluss das eigene Zimmer fluten. Aber hey: Deshalb ist man ja da! Alles andere wäre ja langweilig, weil wie gehabt.

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Den Zenit der Betriebsamkeit einer arabischen Medina erlebt man in den Souks. Hierbei meine ich nicht Ladenlokale, welche Kissen, Lampen und Holzschnitzereien für Touristen anbieten. Nippes, den vermutlich kein Einheimischer geschenkt in seine Wohnung stellen würde. Nein, natürlich gibt es auch heute noch die Märkte des täglichen Bedarfs. Leicht makaber, für den an ausgeblendete industrielle Tierverwertung gewöhnten Europäer, sind hier die Metzger bei denen man frisches Hühnerfleisch kauft. Hinten schauen die lebenden Hühner auf ihre toten Kollegen in der Auslage. Und natürlich ist auch der Transformationsprozess vom pickenden Federtier hin zur pfannenfertigen Hühnerbrust transparent gestaltet - um es mal ohne Blutspritzer zu formulieren. Frischer gehts quasi nicht. Präsentiert oftmals auf schönem grünem Kunstrasen. Da kommen die hängenden Hammelköpfe und Kuhbeine der gewöhnlichen Schlachter nicht mit. Apropos: In Marrakech konnte ich auf einer Art Flohmarkt auch Kuhbeine zwischen gebrauchten Klodeckeln, alten Ausgaben französischer Magazine und einer einseitig abgebrochenen Kombizange entdecken. Wirkten dort allerdings etwas deplaziert. Ich versuchte einen Zusammenhang zwischen den Sachen herzustellen aber meine Fantasie war überfordert.

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Taxifahren in Marrakech ist in der Theorie einfach und preiswert. "Petit Taxis" fahren zahlreich durch die Stadt. Taxifahrer sehen nicht ein warum sie mit Touristen nicht ihr Einkommen aufbessern sollten. Das alte Spielchen an den Verkehrsknoten wie Bahnhöfen, Busbahnhöfen oder sehr belebten Plätzen kenn ich aus anderen Ländern zur genüge. Fahrer die dort warten - und das oftmals auch sehr lange - möchen sich diese Wartezeit vergolden und machen dem ausländischen Fahrgast ein, leider nur für sie selbst, unschlagbar gutes Angebot. Gegenrezept: ignorieren und zwei Strassen weiter ein neues Taxi anhalten. In Marrakech kann man mit dieser Nummer wohl niemanden mehr beeindrucken. Wenn auch die Preise hier schon halbiert werden, so lässt man beharrlich das Taxameter aus. "Jalla, Jalla". Tür laut zuknallen. "Hau ab" - Geste hinterher. Und dann solange durchhalten bis man einen Taxifahrer findet der vornehmlich kein Wort französisch oder gar englisch spricht aber soviel versteht, dass er das Taxameter anstellt. Selbst mit großzügigem Tip ist man mit dieser zeitaufwändigen Methode tatsächlich preiswert unterwegs.

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Marrakech ist eine spannende Metropole. Sehr lebendig, fordernd und bzgl. der Moppedfahrer in der Medina auch manchmal Nahtoderfahrung. Auf dem Platz Djemaa el Fna tummeln sich jede Menge wirrer Gestalten. Teilweise billige Attraktion für ausländische Touris, teilweise authentische Unterhaltung. Medizinmänner die Blicke der Zuschauer in Ihren Bann ziehen. Mitleidserregende Greise mit Gitarren-ähnlichen Instrumenten die furchtbar klingen und keine Zuschauer binden. Und auch einfachste Unterhaltung wie z.B. einen Fussball durch zwei Kegel schiessen. Nicht, dass es ohnehin schon fast unmöglich ist den Ball aus einem Meter Entfernung durch die Kegel zu schieben. Nein, der Betreiber des großen Sports hat die Kegel anschließend selbst aufgestellt und den Ball fast bis zur Hälfte zwischengeschoben um zu zeigen, dass es möglich ist. Nur leider ist die maximale Breite exakt in der Mitte - eben nicht kurz davor.

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Was sieht man sonst noch in Medina, Mellah oder Neustadt? So viel. Man wünscht sich wirklich mit den Augen fotografieren zu können. Kurioses? Sonnenbrille statt Schweißbrille im metallverabeitenden Handwerk sieht man nicht selten. CD-Verkäufer die mit Lautsprechern bewaffnet ihre Bahnen durch die Gassen ziehen. DIe Playlist kommt vom Laptop. Die Dinger sind natürlich sehr teuer und somit leiht man sich dann eines und lässt es in der eingeschweißten Verpackung. Selbst eingeschweißte Fernsehgeräte hab ich in den Souks gesehen. Keine Ahnung wie das Überhitzungsproblem gelöst wird.

Mir stellt sich die Frage wie es um die akustische Leidensfähigkeit ausschaut. Meine eigene wurde jedenfalls stark strapaziert. Ob TV, CD-Player, Radio oder Handy: Hauptsache volle Lautstärke. Näher am Hörsturz als am Hörgenuss. Vielleicht liegt es aber auch an meiner gestreuten Aufmerksamkeit dass ich sowas tendenziell anstrengend finde. Auch ein nettes Beispiel: Cyber, die futuristische Bezeichnung für weit im Land verbreitete Internetcafés. Ich sitze zwischen zwei besetzen Rechnern. Insgesamt sind wir nur zu viert. Rechts neben mir startet jemand ein arabisches HipHop-Video auf Youtube. Beiliegende Kopfhörer werden ignoriert. Links neben mir startet nur Sekunden später das zweite Musikvideo. Fünf Minuten lang dröhnen die beiden Songs durcheinander, kurz unterbrochen nur von fehlender Bandbreite. Person vier im Raum fällt kaum noch durch laute wiederholende Windows Fehlermeldung-Geräusche auf.

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Kurz noch zur Route: Fés, Rabat, El Jadida, Essaouiera, Marrakech, Nahe Boulmande dú Dades, Merzouga, Marrakech. Mit Bus, Bahn, Anhalter und Fahrrad.
Essaouiera ist sehr touristisch und somit schon ziemlich verkommen - wenn auch ansehnlich schön. Merzouga ist ein Farce. Ein kleines Feld Wüste durchzogen von Quadspuren. Berber die tagtäglich Touris auf ihre Kamele schnallen und ihnen vormachen wie sie schon längst nicht mehr leben. Kulturprostitution at its best.
In den großen Städten kann man die touristisch bedingten Fehlentwicklungen bei seinen Erkundungen meiden. In den beliebten Gebieten nahe des hohen Atlas, hab ich mir auch mal ein Fahrrad geliehen. Das geht dann manchmal so: Den Besitzer einer Imbissbude gefragt ob man im Ort ein Rad leihen kann. Zwei Minuten später hatte ich direkt sein Rad unterm Hintern. Einfach, oder? Mit nem Fahrrad reist man doch intensiver. Im Nachhinein würd ich sagen, es ist die beste Fortbewegungsart für Marokko. Nächstes mal vielleicht.

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Intensive Farben, blauer Himmel, Licht und Wärme. Flugzeug. Farbleere, grauer Wolken verhangener Himmel, Dunkelheit und Kälte.
Dies skizziert auf die Schnelle den Rückflug von Marrakech nach Hahn im Hunsrück. Ende der Geschichte.

Mehr Fotos und Vollbild gibts hier (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Maroc#).

Werner Hohn
30.01.2011, 17:30
Gerne tue ich es nicht ;-) , aber mal wieder muss die Lob-Schublade herhalten. Feine Bilder, noch besser gefällt mir der Text.

Die Geschichte mit dem grauen Himmel über dem Hunsrück, der fast bis auf die Landebahn reichte, möchte ich auf die Schnelle vergessen. Ich glaube, wir sind ungefähr zur gleichen Zeit dort ausgeladen worden.


Den Besitzer einer Imbissbude gefragt ob man im Ort ein Rad leihen kann. Zwei Minuten später hatte ich direkt sein Rad unterm Hintern.

Ähnliches hatten wir vor einigen Jahren in Tunesien erlebt, jedoch mit einem Mietwagen. Den Portier im Hotel nach einem Mietwagenunternehmen gefragt. Kein Problem, sein Vetter usw. 30 Minuten später stand der in der Halle und wollte uns seinen beinahe neuen Kleinwagen für ein paar Tage vermieten. Leider war da die Sache mit der Versichung, so dass wir ablehnen mussten.

heron
30.01.2011, 18:26
Ausserordentlich!

In jeder Hinsicht - ganz tolle Bilder, ich mag diese eingefangenen Momente, die ganze Geschichten erzählen können und Stimmungen wiedergeben. So wie du sagst - mit deinen Augen fotografiert!
Auch der Bericht: köstlich und unterhaltsam; auch wenn mich diese Ecke der Welt nach wie vor nicht anzieht ... geniesse ich die Tour auf diese Weise.

Wookasch
31.01.2011, 23:45
In jeder Hinsicht - ganz tolle Bilder, ich mag diese eingefangenen Momente, die ganze Geschichten erzählen können und Stimmungen wiedergeben.

Dem kann ich nur zustimmen!
Toll geschriebener Bericht mit fantastischen Fotos - danke!
5sterne

codenascher
01.02.2011, 09:57
Auch ich schließe mich den Loben meiner Vorschreiber an. Super Bilder, die einem das "dabei Gefühl" vermitteln. Ein informativer kurzgehaltener Text der einem des öfteren Schmunzeln lässt :bg:

Von mir gibts dafür auch 5sterne

Sven

lina
01.02.2011, 11:02
5sterne Mehr 'von bitte! :D

Nammalakuru
01.02.2011, 19:09
5sterne Mehr 'von bitte! :D

Da könnte ich höchstens noch den Text meiner Buch Nicht-Empfehlung (http://www.amazon.de/product-reviews/3770176871/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1) anbieten. :grins:
edit: Den polemischen Titel mag man mir bitte verzeihen! Danke! :angst:

Beste Grüße,
Nam

Werner Hohn
01.02.2011, 21:06
Da könnte ich höchstens noch den Text meiner Buch Nicht-Empfehlung (http://www.amazon.de/product-reviews/3770176871/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1) anbieten. :grins:
edit: Den polemischen Titel mag man mir bitte verzeihen! Danke! :angst:

Beste Grüße,
Nam


Besser recherchieren und als "Ü50 Reiseführer ohne Kulturschock" positionieren ^^

Quelle: siehe Link oben.

Hier meldet sich die empfohlene Zielgruppe: :beleidigt:

Nee, stimmt schon. Leider gibt es nicht viele deutschsprachige Verlage, die gute Reiseführer für Individualreisende im Programm haben. Bei der Hotelsuche habe ich mir schon lange abgewöhnt, den Empfehlungen in den Büchern zu folgen. Und die Restaurant-Tipps sind in meinen Augen sowieso für die Katz'. Wer weiß schon, was so ein Reiseschriftsteller als gute Küche ansieht, oder wie die Küchenmannschaft (in südlichen Regionen eh meist die Familie) 3 Jahre nach der Beurteilung noch kocht.

Werner

Dominik
01.02.2011, 21:21
Ich hoffe, dass du trotz des Reiseführers, denoch ne schöne Tour hattest.
Eigentlich ein "gutes" Beispiel, dass man sich nach alternativen Reiserouten, abseits ALLER Reiseführer umsehen sollte.
Z.B. Auf den Spuren von Alexander von Humboldt.
oder die gute alte Seidenstraße.. (bessere Beispiele habe ich gerade nicht aus dem Stehgreif)

jeweils mit alter Literatur.

Das erfordert zwar wesentlich mehr Vorarbeit bzw. mehr Eigenrecherche, aber öffnet dann doch vielleicht mehr Türen als man denkt.
In diesem Zusammenhang fällt mir auch wieder Couchsurfing ein. Meistens sind die Leute, die einen Aufnehmen selbst daran interessiert, den Surfern Dinge aus der eigenen Stadt etc. zu zeigen.
Und das sind meist Dinge, die in keinen Reiseführern stehen.

Davon ab, gibt es aber ne Menge Menschen, die gerne mit LP und Co. reisen, weil sie dort auf Reisende treffen und somit die eigene Peer-Group. ...hat nicht nur negative Seiten..


Ansonsten: Genial Bilder! Wirklich! Habe bereits viele Marrokovorträge gesehen und deine Bilder sind da in jedem Fall mit an der Spitze!

blauloke
02.02.2011, 18:48
Tolle Bilder. 5sterne
Besonders das Bild vom Metzger erinnert mich an mein Jahr in Algerien. Dort sah das genau so aus.

MonaXY
02.02.2011, 20:54
Wirklich geniale Bilder und prägnante Texte, die das Wesentliche und Besondere deutlich machen...5sterne

Hast du eigentlich mal den frisch gepressten Orangensaft an einem Stand auf der Djema el Fna probiert? Absolute Weltklasse (sehnsuchtsvollseufz)

Nammalakuru
02.02.2011, 21:30
Hast du eigentlich mal den frisch gepressten Orangensaft an einem Stand auf der Djema el Fna probiert? Absolute Weltklasse (sehnsuchtsvollseufz)
Mehrfach und täglich :bg:

Enja
03.02.2011, 09:08
Die Zigaretten- und Taschentuchverkäufer repräsentieren den informellen Sektor. Das macht dort gut ein Drittel aus, wenn ich mich richtig erinnere. Im Grunde ist das verdeckte Arbeitslosigkeit. Es ist kein Zufall, dass der Taschentuchverkäufer zum Beispiel im Rollstuhl sitzt.

Mambo
17.08.2011, 23:16
Vielen Dank für den Bericht. Deine Bilder werden von Reise zu Reise besser.