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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [SE] Wintertour Ostern 04 - Lappland



Rüro
29.05.2004, 14:36
Land: Schweden
Region/Kontinent: Nordeuropa

Moin!

Wer Langweile hat kann sich ja mal meine Bilder von der letzten Wintertour angucken.

http://cards.webshots.com/cp-80532293-ixmj-album/141849148RbitQG
Reisebericht siehe unten

CU, Mark

Fjaellraev
29.05.2004, 23:44
Nicht nur bei Langweile ratsam :wink: . Echt geniale Bilder (Hilfe ich muss auch mal wieder im Winter rauf!!!).
hast Du vielleicht zu den Bildern mal noch ein paar Worte (sprich: Reisebericht) vorrätig.

Gruss
Henning

Rüro
30.05.2004, 02:48
Reisebericht Øvre Dividalen

So und hier geht’s los:

Als wir (Ich und Mirko) von zu Hause aufgebrochen sind hatten wir 'ne ganze
Menge Gepäck bei uns, zwei voll bepackte Pulken (Transportschlitten), vier
Skitaschen, zwei Skischuhtaschen, das Zuggestänge und zwei große Rucksäcke.
Nachdem uns im ersten Zug der Schaffner ein wenig schief angeguckt hatte und
uns gefragt hatte wie weit wir denn noch wollten mit unserm Zeugs, hatte wir
selbst so unsere Zweifel, ob wir die ca. 2500km bis irgendwo hinter Narvik
überhaupt schaffen würden.
Aber solche Zweifel waren im Nachhinein völlig unberechtigt... *g*
In Hamm hatten wir uns von dem Wagenanzeiger täuschen lassen und mussten
deswegen unsere Sachen durch 5 Waggons tragen, bis wir zum Fahrradabteil
gelangten.
Nach einer schier endlosen Odyssey von Bahn- und Busfahrten gespickt mit
teilweise längeren Aufenthalten (in Trondheim haben wir 'nen kleinen
Stadtbummel gemacht) sind wir nach 5 Tagen denn auch endlich am Anfang
unserer Tour angekommen.
Der Anfang war am Altevatn-See, der von hohen Bergen eingerahmt ist. Als wir
am späten Nachmittag angekommen waren, wanderten auf unsern Skiern noch ein
Stündchen und haben uns danach in einer Schneewechte 'ne Höhle gegraben. Zum
Abendessen gab's Jägertopf aus der Dose. Draußen ist es auch ganz schön
frisch geworden so -20°C (in der Schneehöhle aber mollige 0°C), dafür wurde
man aber mit ein paar Polarlichtern entschädigt, die allerdings recht
schwach leuchteten.
Am nächsten Tag war das Aufstehen recht hart, da es kalt und sehr windig war
und die anfängliche Sonne recht bald einer geschlossenen Wolkendecke wich.
Als endlich unsere Thermoskannen gefüllt waren und wir unsern Müsliteller
leer gemampft haben konnten wir endlich aufbrechen und nach kurzer Zeit war
einem schon wieder recht warm.
Diese erste richtige Tagesetappe an deren Ende die Gaskashytta stand, führte
die ganze Zeit am Altevatn endlang. Am Abend angekommen haben wir die Hütte
erstmal ordentlich befeuert und haben den Abend ausklingen lassen. Draußen
schneite es...
Am nächsten Tag strahlte die Sonne und es schien ein guter Tag zu werden...
An diesem Tag hatten wir eine weite Etappe vor uns, an deren Anfang auch ein
Pass zu überqueren galt. Nach recht kurzer Stellte sich heraus, dass es
nicht nur sonnig war, auch recht windig. An den windgepressten Hangstellen
musste ich feststellen, dass meine teilweise selbstzusammengezimmerten Skier
nicht gerade ideales Terrain hatten und ich immer wieder aufpassen musste,
dass die Latten nicht am Hang wegrutschten. Zur Mittagszeit haben wir an
einer windgeschützten Schneeverwehung Pause gemacht und eine von unseren
Terrinen gegessen.
Nach der kleinen Mahlzeit wurde es spürbar steiler, denn der Pass lag nun
direkt vor uns. Der Wind wurde immer stärker und wirkte irgendwie schon
bedrohlich. Dann ist an einem von Mirkos Skiern das Fell abgegangen...
Was für ein Krampf! Ausgerechnet im Sturm musste ich versuchen das Fell
vorne wieder einzuhaken. Dabei ist es dann passiert! Ich habe einen
Handschuh verloren! Der Wind hatte Ihn davon getragen, erst nur 15m oder so.
Was sollte ich tun? Hinterher abfahren? Als ich diesen Entschluss gerade
fassen wollte, wurden der Handschuh weiter getragen, erst 20 dann 30 und dann
40m weit weg. Da wusste ich, dass es aussichtslos sein würde
hinterherzufahren.
Als ich meine Hand unter der Jacke wieder aufgetaut hatte habe ich aus der
Pulka meine Ersatzhandschuhe hervorgekramt und musste dabei sehr darauf
achten, dass nicht noch irgendwas davon weht!
Dann ging’s weiter, der Sturm wurde auch immer schlimmer! Als die Sichtweite
nur noch 5-10m betrug mussten wir uns entscheiden, ob wir weiter gehen um
noch eine bessere Stelle zu finden, oder ob wir gleich an Ort und Stelle 'ne
Schneehöhle bauen sollten. Wir entschieden uns für letzteres. Nachdem wir
die Schneehöhle fertig gebaut hatten, waren wir schachmatt und an meiner
Sturmhaube hing ein langer Eiszapfen.
Am folgendem Tag wussten wir das Wetter nicht richtig einzuschätzen und sind
schweren Herzens wieder abgestiegen zur Gaskashytta. Auf dem Weg dorthin ist
uns noch eine kleine Gruppe von Norwegern entgegengekommen, die eine
Tagestour zur nächsten Hütte machen wollten.
Abends ist noch ein Finne in der Hütte angekommen, der alleine von
Kilpisjärvie bis nach Kirkenes wollte und dafür so 6 Monate eingeplant
hatte. Er meinte ganz trocken, dass er ein wenig Urlaub bräuchte, weil er so
viel gearbeitet hat! *lol*
Mitten in der Nacht wurden wir plötzlich wach gemacht von einer Gruppe von
Finnen, die wegen schlechtem Wetter ein wenig Verspätung hatten und bis
Mitternacht durchgelaufen sind.
Am nächsten Tag sind wir mit dem Finnen zusammen aufgebrochen und haben
einen zweiten Versuch gemacht, die ersehnte Vuyoumahytta zu erreichen.
Diesmal hatten wir leichten Schneefall und Nebel und es war windstill.
Hinterm Pass lockerte sich die Nebeldecke und es wurde auch wieder windig.
Diesmal hatten wir aber Rückenwind und es tat sich geradezu eine
Traumlandschaft auf. Während man in den Tälern noch vielen Polarbirken
begegnet ist, befanden wir uns nun in einer baumlosen Schnee- und Eiswüste,
die mit Ihren vielen Bergspitzen sehr alpin wirkte.
Als wir abends ankamen wartete der Finne schon 'ne Stunde auf uns, da er
selber nicht über den Hüttenschlüssel verfügte.
Den Tag danach sind wir auch noch an der wunderschön gelegenen Hütte
geblieben. Am Nachmittag wurde es richtig voll sogar, eine holländische
Gruppe und ein lustiger Berliner sind eingetrudelt. Später haben die
Holländer auch noch Pudding gemacht, und wir hatten einen geselligen Abend.
Tags darauf ging es ins nächste Tal das Wetter war super sonnig und wir
konnten bis auf wenige Stellen die ganze Zeit auf dem Fluss langgehen, der
sich im Tal entlang zog. Abends wurde gezeltet.
Am nächsten Tag wurde das Gelände wieder schwieriger, da wir nun nicht mehr
dem Flussverlauf folgen konnten, da er in teilweise gewaltige Einschnitte in
den Berg gemacht hatte und hin- und wieder auch in Wasserfällen überging.
Wir waren nun mit dichtem Wald und tiefem Schnee konfrontiert, das war nicht
das richtige Terrain für Ski- und Pulka, so dass bei Mirko schon das
Zuggestänge angebrochen ist.
Am späten Nachmittag haben wir dann auch die alte Holzfällerhütte gefunden,
über die Mirko schon was in seinem Buch gelesen hat. Die war zu unserm Glück
unverschlossen, was uns sehr erfreut hatte.
Den Tag darauf haben wir mit Sägen und Holzhacken begonnen und nachmittags
hat jeder für sich noch 'nen kleinen Tages-Ausflug gemacht. Am folgenden Tag
wollten wir die Tour beenden und die nächste Straße erreichen. Nach sehr
kurzer Zeit ist das eine Zuggestänge ganz gebrochen, was zur Folge hatte,
dass wir unsere beiden Pulken übereinander gebunden haben, die dann von
einem gezogen werden, während der andere aufpassen musste, dass die
Schlitten nicht umkippen. Die beiden Pulken im dichten Wald durch den tiefen
Schnee einige Höhenmeter hinaufzuhiefen, war wirklich sehr anstrengend. Als
wir dann endlich eine Schneescooterspuhr gefunden hatten, ging alles viel
schneller und wir erreichten am Abend kurz vor dem ersten Bauernhof noch
eine kleine Schutzhütte.
Am nächsten Tag haben wir mit dem Bauern ausgehandelt, dass er uns zur
nächsten Bushaltestelle 30km entfernt, bringen würde. Von Dort aus sind wir
noch am gleichen Tag mit dem Bus wieder nach Narvik gefahren, wo wir in dem
einen Backpacker-Hostel, in dem wir auch unsere restlichen Sachen deponiert
hatten, genächtigt hatten.
Abends haben wir uns endlich mal wieder 'ne richtig ordentliche Pizza und
'nen Bierchen in einer Imbissbude gegönnt.
Gut gefrühstückt sind wir am folgendem Tag zur Ski Piste gegangen; nach über
einem Jahr skiabstinenz brauchte ich erstmal den halben Tag bis ich wieder
mein altes Niveau erreicht hatte.
Die Piste in Narvik hat einen ganz eigentümlichen Charme; von der
Gipfelstation aus konnte man die auslaufenden Erztanker beobachten und wir
hatten bei strahlendem Sonnenschein einen tollen Blick auf den Ozean.
Den folgenden Tag waren wir auch noch Skilaufen, und danach sind wir wieder
in Richtung Süden gefahren, da wir noch zur Mirkos Bekannten auf dem
Bauernhof im Surnadal wollten.
Als wir dort ankamen wurden wir herzlich von Erik und Elisabeth empfangen,
die uns erstmal mit 'nem leckeren Lammbraten verwöhnten.
Da wir schon am Nachmittag angekommen sind, wurden wir am Abend noch zur
Stallarbeit eingeteilt. Als der Stall ausgemistet und die Kühe gemolken
worden sind, waren wir Hundemüde und sind nach dem Abendessen todmüde ins
Bett gefallen.
Tags darauf war Karfreitag und wir sind mit Erik erstmal zur alten Dorfkirche
gegangen und haben dem Gottesdienst beigewohnt. Nachmittags sollte es dann
zur Alm gehen auf der Erik zwei Hütten unterhält. Erik wollte dort ein Bett
hinbringen und wir durften dort in einer der Hütten über Ostern 'nen
bisschen ausspannen. Das Wetter war endlich mal wieder schlecht, denn es
schneite! Wir sind mit Erik erst zu irgendeinem Bekannten gefahren, neben
dessen Garage irgendwo im Schnee der Schlitten begraben lag, auf dem wir das
olle Bett transportieren wollten. Der Schlitten lag wirklich dort, aber das
rostige Ding war nicht mal halb so groß wie das Bett. Na ja mit Bett und
Schlitten eingepackt ging es bis zum Ende der Straße, wo denn auch sein
Schneescooter bereitstand. Nach weiteren 1-2 Stunden Tüftelei haben wir das
Ding auch tatsächlich zum Laufen gebracht, als Schlitten haben wir
letztendlich doch 'nen größeres Exemplar genommen, dass wir uns von
entgegenkommenden Leuten ausleihen konnten.
Danach ging alles glatt und wir erreichten nach wenigen km die Alm. Während
Erik wieder heim gefahren ist, verbrachten wir den Abend und den nächsten
Tag auf der Alm. Endlich hatte man mal Zeit zum Lesen und Karten schreiben.
Zwei Tage lang hat es ohne Unterbrechung geschneit, was uns 50cm Neuschnee
bescherte.
Als wir wieder auf dem Hof waren sind Erik und Elisabeth für einen Tag in
die 'Ferien' gefahren, so dass wir zusammen mit seinem Sohn und dem
Stallburschen aus der Nachbarschaft, die Arbeit übernommen haben. Hierbei
wurden wir auch Zeuge, als die eine Kuh gekalbt hat.
Danach den Tag haben wir uns bei Erik und Elisabeth, die aus ihrem Urlaub
wieder zurückgekehrt sind, herzlich bedankt und sind wieder zurück nach
Deutschland gefahren.
Die beiden Pulken und das doofe Zuggestänge (und einiges anderes mehr) haben
wir gleich da gelassen.

Fjaellraev
30.05.2004, 12:14
Danke, so werden die Bilder gleich noch viel schöner.

Gruss
Henning

Holger
24.06.2004, 16:18
Mich würde die genaue Anreise und Abreise interssieren. 5 Tage ist für mich unmöglich. Da sind ja schon 10 Tage vom Urlaub verbraucht. Kann man auch bis Narvik fliegen? und wie würde man dann weiter kommen.

Holger

Rüro
24.06.2004, 17:06
Hallo Holger,

In Narvik gibt es keinen Flughafen.
Der nächste Flughafen ist aber in Tromsø wenn ich mich nicht irre.

Von dort kann man dann mit dem Bus nach Setermoen fahren.
Soweit ich mich erinnern kann, war Setermoen der letzte Ort bevor man von der Bundesstraße E? abweichen muss.
Ab hier fährt nur noch der Schulbus weiter nach Innset. (Achtung: Schulferien beachten!)

Wenn man ganz regulär die Tour bis zum Ende geht, dann kommt man später in Finnland an der E? wieder an.

Wenn Du wenig Zeit hast, dann kannst Du auch eine organisierte Tour dort machen. In Innset hat ein ausgewanderter Deutscher eine Huskyfarm und organisiert für Touristen Hundeschlitten-Touren und änliches. (www.huskyfarm.de)

Cu, Mark

Fjaellraev
24.06.2004, 17:34
Hallo Mark
und Narvik hat doch einen Flughafen :wink: , er liegt zwischen Narvik und Harstad (Richtung Lofoten) und heisst offiziell Harstad-Narvik. Er wird zB. von Wideroe (http://www.wideroe.no/deutsch/index.html) angeflogen. Sonst bietet sich ev. noch Kiruna in Schweden an.
@Holger: Ganz so lang ist man in der Regel nicht unterwegs, wenn man direkt via Schweden mit dem Zug nach Narvik fährt, sollte es in 3 Tagen zu schaffen sein (Ich brauche aus der Schweiz bis Abisko nicht ganz 48 Stunden).

Gruss
Henning

Becks
24.06.2004, 18:15
Hey, ich sehe Pulken auf Rollen :)
Die Technik und die Pulkenrohform (Kinderschlitten) kenn ich doch irgendwo her :)

Alex

Rüro
24.06.2004, 18:24
@Fjaellraev

Klar über Kiruna kann man auch mit der Bahn fahren,
dann kann man aber die Tour auch von der Finnischen Seite aus starten.

Wenn man mit der Bahn reist, sollte man auf jedenfall viel Zeit mitbringen, da der Fahrplan auch nicht immer perfekt abgestimmt sein muss!
Wir haben ursprünglich auch gedacht, dass wir es in vier Tagen schon schaffen würden, aber dann mussten wir in Trondheim 'nen ganz auf den Zug warten.
Außerdem haben wir in Narvik auf der Hinreise auch noch eine Nacht in einer Herberge verbracht, unter anderem auch, damit wir unsere Abfahrtski-Sachen dort deponieren können.

Wie dem auch sei, 3-4 Tage in Zügen schlafen und auf Bahnhöfen gammeln ist 'ne lange Zeit, da sollte man vor der Tour noch eine Nacht im Bett verbringen!

CU, Mark

Rüro
24.06.2004, 18:30
@Becks

Das mit den Rollen wurde denkbar einfach gelöst, indem wir die Schlitten auf stinknormale Rollbretter gelegt haben. Das Gewicht alleine hat schon ausgereicht!
Achso, der sogenannte 'Kinderschlitten' war nix anderes als der 'Expedition Sled' von Globe (ich denke ihr wißt wohl was meine)!

CU, Mark

Fjaellraev
24.06.2004, 20:01
Ich denke mal Becks kam das Zeug deshalb (http://www.saloon12yrd.de/index.html/cid.69/) so "bekannt" vor :wink: . Aber wie er dort selber schreibt, die Idee mit den Kinderschlitten an sich ist auch nicht auf seinem Mist gewachsen (@Becks: Mark Harris (http://xray.bmc.uu.se/markh/) ???).
Wenn mehrere Leute die gleichen Ideen verwenden, heisst das doch dass sie gut sind.
@Rüro: Ist mir schon klar, dass man für den Zug VIEL Zeit braucht, besonders wenn ein Anschluss nicht klappt. Es ging mir eigentlich mehr drum aufzuzeigen dass im Normalfall für so eine Tour nicht 10 Tage nur für An- und Abreise draufgehen müssen. Kiruna als Flughafen hat ev. den Vorteil, dass man wenn man die ganze Tour macht, den Krempel den man nicht dabei haben will deponieren kann.

Gruss
Henning

Rüro
24.06.2004, 21:32
Die Idee mit dem Kinderschlitten ist zwar ganz O.K. aber nicht perfekt.

In Oslo haben wir Jemanden kennengelernt, der von einer Segebaden-Pulka 'nen Abdruck mit Laminatplatten gemacht hat. Die sieht dann aus wie das Original


CU, Mark

Julia
25.06.2004, 15:23
Der Flughafen Harstad-Narvik heisst Evenes (3-Lettercode: EVE) und wird nicht nur von Widerøe, sondern von der Braathens direkt von Oslo aus angeflogen (mit Jets, so dass auch Gepäck kein Problem ist; Widerøes hat nämlich nur 15 kg statt 20 bei den Jets).

Wem die Anreise nach Nordnorwegen zu lang ist, dem sei gesagt, dass auch Südnorwegen bestens für Skiwanderungen geeignet ist (siehe Link unten -> Bildergalerie -> Andere Fjellreigionen -> Ostertour 2004 Teil I-III (Teil II und III unter Jotunheimen)). Die Tage sind lang, der Schnee gut, die Landschaft grossartig! Aber Man sollte Skier mit Stahlkante haben, die das Kanten am Hang und bei schwierigeren Abfahrten (hartgefrorener Schnee, Eis) deutlich erleichtern!

Flachlandtiroler
25.06.2004, 15:28
Hallo Julia,


Der Flughafen Harstad-Narvik heisst Evenes (3-Lettercode: EVE) und wird nicht nur von Widerøe, sondern von der Braathens direkt von Oslo aus angeflogen (mit Jets, so dass auch Gepäck kein Problem ist; Widerøes hat nämlich nur 15 kg statt 20 bei den Jets).
Da kennt sich jemand ja gut aus! :) Muß gleich nachhaken, auch wenn es nicht akut ist: Irgendwann wollen wir mal mit dem Rad auf die Lofoten; ist bei den genannten Linien z.Zt. Radtransport (unzerlegt) möglich, gesetzt man kommt mit der Gewichtsbeschränkung hin?
Ist das überhaupt eine sinnvolle Idee, da eine Radtour zu machen? Oder nur bei seeehr sportlicher Einstellung? :roll:

Gruß, Martin

Julia
25.06.2004, 15:35
@ Martin:

Evenes oder Bodø sind die besten Ausgangsflughäfen für Radtouren auf den Lofoten/Vesterålen. Beide werden von SAS oder Braathens angeflogen - Radtransport kein Problem (muss nur ganz normal angemeldet werden). Im Sommer gibt es von Troll Tours (www.trolltours.de) einen Charter von München nach Bodø; auch hier können Räder mitgenommen werden.
Es gibt viele tolle Nebensträsschen dort oben, so dass die Region ein wirkliches Radparadies ist (und ziemlich flach), vor allem für Leute, die evtl. auch mal einen Tag Bergwandern/Bergsteigen wollen, um die ganze Pracht mal aus der Vogelperspektive zu betrachten. Mit Rädern ist auch das Fährefahren nicht so teuer.
Ab Bodø geht ja die Fähre ab Mitte Juni mehrmals täglich nach Moskenes. Auch die Hurtigrute könnte mit dem Fahrrad auf der Strecke Bodø-Svolvær oder sogar Harstad-Svolvær (alt. Stamsund, Stokmarknes, Sortland, Risøyhamn) eine gute Transportalternative sein.