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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biwaksack schneidern - Tipps und Rat gesucht



grosserbruellaff
26.11.2010, 19:50
Hallo,

ich will mir einen Biwaksack nähen. Über den Stoff -Thread hab ich schon mal etwas Material gesucht.

Zum einen das Pu-Nylon (90g 2.Wahl oder 110g normal) oder den Zeltstoff mit PTFE Membran:
http://www.extremtextil.de/catalog/Stoffe/atmungsaktiv/Zeltgewebe-atmungsaktiv-mit-PTFE-Membran-125g-qm::1200.html
zZ tendiere ich zu diesem.
Dazu ein wasserabweisender RV und ein möglichst einfacherSchnitt (ohne Mückennetz, oder komplett verschließbarer Kapuze.
Ich dachte daran einfach ein Oberteil und ein Unterteil auszuschneiden und dann zusammenzunähen . Also keine stehenden Seitenwände, sondern nur eine Naht ringsrum. Die Kapuze würde ich dann an andersj.se anlehnen.
Die Frage ist, wie dichtet man die Nähte bei diesem Stoff ab. bzw ist es überhaupt notwendig, da der Sack sowieso oben offen ist?
Macht der ganze Plan so Sinn, oder gibt es Einwände bzgl Stoff oder Schnitt?
Bin über jeden Tipp oder Vorschlag froh!

Vielen Dank,
markus

peter-hoehle
26.11.2010, 21:22
Hallo Markus,

Gehe mal rüber zu "MYOG" und gib rechts oben
bei Thema durchsuchen "Biwaksack" ein.
Da gibt es 46 Treads dazu.

Gruß Peter

grosserbruellaff
27.11.2010, 15:45
Hallo,
bin in MYOG;-)

zu Biwaksäcken hab ich in letzter Zeit auch schon einiges gelesen (so ziemlich alle (jetzt 47 :bg:) Threads)

Die Hauptfrage bezüglich des Schnittmusters konnte ich aber nicht klären.
Andersj.se setzt seitliche Wände, um eine Art Kastenform zu bekommen. Diese möchte ich mir aber aufgrund des Aufwands und vor allem wegen der Mehranzahl von Nähte sparen. Eigentlich sollte sich somit eine Art Schlauch ergeben, der wenn die beiden Teile groß genug sind, ebenfalls genügend Volumen haben sollte.
Auch sollte sich so der RV nicht mehr auf der Oberseite befinden, wodurch ein wasserabweisender ausreichen soll.

Ich würde aber nur ungern Stoff für 40€ verschneiden, wenn mir jetzt schon jemand sagen kann, dass es so keinen Sinn macht.

Als Stoff habe ich mittlerweile, nach Auswahl über Schnittmuster, den Zeltstoff bestellt.

MfG
markus

Sarekmaniac
28.11.2010, 11:25
Ich weiß nicht, ob ein dampfdichter Stoff eine gute Idee ist?

Für den Sack würde ich ein eine 2 m Stoffbahn längs und etwas diagonal halbieren.

Bei 140 Stoffbreite z.b. auf 45 x 95 cm. Dann ein Teil drehen und wieder zusammennähen, ergibt ein Trapez 190 x 90. Die andere Seite auch zusammennähen, mit kurzem RV wegen Einstieg (kommt ja noch eine Kapuze dran). Das schmalere Ende=Fußende einfach flach zunähen, oder ein kreisförmiges Fußteil (Umfang 180 cm) einnähen. Dann kannst Du unten den Raum besser nutzen.

Wenn dir der Umfang nicht reicht, zwischen die Trapezhälften ein rechtechiges Stück in der gewünschten Breite einsetzen; der Umkeis des Fußteils wird dann entsprechend größer.

Die Kapuze konstriert man am besten aus zwei "geschwungenen" Dreiecken und einem rechteckigen oder leicht trapezförmigen Mittelstück - da hat Felö glaube ich, mal eine Kurzanleitung gepostet.

grosserbruellaff
28.11.2010, 12:09
Hallo,

danke für den Tipp!
Also dampfdicht ist der Stoff auf keinen Fall, da kann man direkt durchatmen (wenn man sich den vor den Mund hält) oder hast du Bedenken wegen:
Für die Funktion bedarf es des üblichen Temperaturgefälles zwischen Innenraum und Umgebung.
Das brauchts doch immer, oder?

Ich hätte mir jetzt sowas ausgeschnitten:54525452

und dann noch etwas für die Kapuze gebastelt.

ich werde mal die von Felö suchen

grosserbruellaff
04.12.2010, 15:31
Hat funktioniert.

felö
07.12.2010, 07:58
... vielleicht gibt´s noch Detail Fotos? :cool:

Felö

grosserbruellaff
07.12.2010, 12:19
Jein ;-)

a) meine Kamera kann draußen nicht besser :roll:
b) der Federstahl für die endgültige Kapuze ist noch nicht da

spooner777
08.12.2010, 23:30
Federstahl? Kohlefaser 1mm!

grosserbruellaff
08.12.2010, 23:33
Federstahl <1€
Kohlefaser ??
und Kohlefaser aufrollen?

spooner777
08.12.2010, 23:38
Kohlefaser Staab im Modellbau/drachenladen kostet nicht mehr als 2€ der Meter. Wiegt so gut wie nichts, kann man auf etwa 30cm Durchmesser zusammen rollen. Gibt es auch noch dünner.

petr
06.01.2011, 03:52
Welchen Stoff hast du genommen? Und wieviel (laufende Meter)?

Hast du noch ein rechteckiges Stück zusätzlich eingesetzt oder hast du nur den Stoff schräg durch geschnitten und ein Trapez genäht.

grosserbruellaff
06.01.2011, 10:54
irgendwie sind die Bilder nicht mehr da??

Zum Stoff:
4m Zeltgewebe und dann wie auf der Zeichnung ausgeschnitten. Natürlich etwas gedreht und versetzt, sonst hätte es nicht gereicht und Verschnitt wäre auch gigantisch gewesen. Dann noch die Kapuze auschneiden und alles zusammennähen.

EDIT: Bilder neuer Veruch:

58915890589258935889

Nicknacker2
18.04.2012, 22:35
Hallo Markus,

ich bin gerade dabei mir einen Biwaksack nach Deinem Schnittmuster zu fertigen. Weißt Du zufällig noch die Maße des Schnittmusters bzw. kannst Du mir bitte die Abmessungen Deines Biwaksacks mal durchgeben? Ich habe mir nämlich gerade eine 2,5 x 1,45 m große Bahn Stoff bestellt und befürchte, dass ich mit der Breite nicht ganz hinkomme.

Vielen Dank!

Gruß,
Bastian

ToniBaer
18.04.2012, 23:04
Ich hab auch schon ein Biwaksack gebaut. Für den Umfang des Biwaksacks, kommt es auch immer auf den jeweiligen Schlafsack drauf an und etwas auf die Statur es Benutzers. Aber 1,45m erscheinen mir in jedem Fall zu wenig, außer du hast noch einen Stoff als Bodenmaterial. An der breitesten Stelle (Schulter) sollte man mindestens 1,60m einplanen um noch halbwegs komfortabel ein/aussteigen zu können.

Viele Grüße
Toni

Nicknacker2
18.04.2012, 23:51
Beim Bestellen habe ich Depp nicht an die Nahtzugaben gedacht. Ursprünglich habe ich mich an den Maßangaben des Biwaksacks "Hunka" der Firma Alpkit orientiert. Die Schulterbreite beträgt bei diesem Modell 80 cm. Am Fußende hatte ich mit 50 cm gerechnet. Wenn ich die Schnittmuster versetzt auf dem Stoff platziere, komme ich so genau mit 1,45 m Breite hin. Wie gesagt, die Nahtzugabe fehlt. Mal sehen, vielleicht kürze ich noch ein wenig die Fußbreite, um für die Schultern noch 1-2 Zentimeter herauszuholen. Zuerst werde ich mir aber mal ein Schnittmuster mit 85 cm und 55 cm basteln und versuchen, mit Drehen und Versetzen doch noch alles auf den Stoff zu bringen. Den Biwaksack möchte ich übrigens mit dem Cumulus LL300 nutzen. Der Schlachsack ist zum Glück nicht so voluminös: Die Schulterbreite beträgt ca. 60 cm und das Fußteil ist gute 40 cm breit.

ToniBaer
19.04.2012, 00:01
Naja vielleicht hast du ja Glück. Ich hab meinen im Umfang 1,80m an den Schultern und 1,20m am Fußende gemacht. Geplant war es, die Isomatte mit in den Biwaksack zu nehmen. Daraus ist jetzt nix geworden. Den Biwaksack hat meine Freundin bekommen, da er mit meinem Nahanny Hibernatus doch etwas zu eng war, dabei dachte ich schon, das ich großzügig kalkuliert hätte.
Solltest jetzt erst bestellt haben, kannst du morgen früh in dem Shop anrufen und die Bestellung ändern. Das hat bei Extremtextil bisher immer wunderbar geklappt.

Viele Grüße
Toni

JonasB
19.04.2012, 09:23
der Alpkit Hunka ist auch recht eng.

einfach nur die Schulterbreite zu messen reicht nicht- später liegt ja noch eine Person drin und der Loft ist auch da.

Ich würde es ganz genau "am Objekt" vermessen bevor der Stoff geschnitten wird. Nochmal 2m bestellen ist nicht so schlimm, wie aus 2,5m einen nicht passenden Biwaksack zu schneidern.

grosserbruellaff
19.04.2012, 12:00
Hallo,

2,5m wären bei mir zu wenig gewesen, da ich die beiden Teile etwas versetzen musste um die notwendig Breite zu erreichen. Ich hatte den Sack sehr groß geschnitten um meinen Nahanny darin unterzubringen, der immerhin 235cm x >80cm bringt.
Im Nachhinein hat sich die Breite als Vorteil herausgestellt. Obwohl der Sack mw. in den Händen meiner Freundin ist :roll: und er somit viel zu lang ist, ist er eigentlich nicht zu breit, da sich dadurch etwas mehr Freiraum im Sack ergibt. Das ist besonder schön, wenn es sehr windig ist, man den Sack also ganz zu macht, zum Lesen aber auf der Seite liegen will und den Schlafsack selbst noch halboffen hat. Wäre der Biwacksack "passgenau" wäre das auf der Seite liegen lang nicht so einfach und komfortabel. (Wobei nicht jeder beim wandern lesen will)
Ansonsten ist der von mir verwendete schnitt schon sehr einfach zu nähen, vor allem da ich keine doppelte Kappnaht (?) verwendet habe. Einfach beide Teile auf links zusammengenäht und dann den Rand versäumt. Bisher hälts, normalerweise wird diese Naht ja keinen großen Belastungen ausgesetzt. Ebenfalls wurden die Nähte bei mir nicht abgedichtet, da der Einsatz ja unter einem (kleinen) Tarp stattfinden sollte. Bislang hat sich dies auch bewährt. ;-)
Für mich muss es dann auch noch einen Biwaksack geben, aber ich denke dass dieser Stoff für den Einsatzzweck etwas zu gut gemeint ist.

Schmusebaerchen
19.04.2012, 12:14
Ergänzung zu JonasB: Statt Schulterbreite den Umfang messen.

Meiner wird 250cm im Umfang und 250cm lang. Möchte die Ausrüstung komplett mit rein nehmen und mich darin umziehen können.

Nicknacker2
19.04.2012, 12:53
Vielen Dank für Eure Antworten und Ratschläge!

Ihr habt mich ins Grübeln gebracht. :bg: Also, nochmal 2 m Stoff nachbestellen, werde ich wohl nicht. Sonst hätte ich insgesamt 62,55 € nur für den Stoff ausgegeben. Für weniger Geld hätte ich mir den Hunka oder Hunka XL von Alpkit bestellen können. Okay, ich bin ein Knauser... :bg:

Als Alternative habe ich mir jetzt aber eine atmungsaktive Tarp-Decke überlegt. Da ich immer einen Poncho dabei habe, kann ich diesen als Bodenplane nutzen. Mit der Tarp Decke kann ich dann je nach Lust und Wetter entweder ein Tarp aufstellen oder mich zudecken. Die überlappenden Seiten und Enden werden bei der Option Zudecken einfach unter den Poncho gestopft. Mit meinen knapp 90 kg sollte die Decke dann auch nicht so schnell verrutschen, ggf. bastel ich mir noch eine Befestigung mit Klettbändern.

Schmusebaerchen
19.04.2012, 13:32
Hab ich mir auch schon mal überlegt. Klett wollte ich auch erst nehmen aber Gummibänder wie einen Schuh zugeschnürt hält die Decke auf jeden Fall an ihrem Platz.

Ich werde Zeltboden für unten verwenden. Kostet ja nur 7,90 der Meter.

ToniBaer
19.04.2012, 13:36
Du musst ja nicht nochmal den selben Stoff nachkaufen. Als Bodenmaterial reicht oftmals auch ein günstigeres Nylon, was unter Umständen auch robuster und wasserdichter ist. Wenn du das Bodenteil dann noch etwas kleiner machst, bekommst du sogar 2 Bodenteile raus.

Viele Grüße
Toni

Edith: So (http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-PU-beschichtet-68-g-qm-2-Wahl::474.html) etwas reicht in den meisten Fällen auch, denn du hast ja noch eine Isomatte dazwischen.

Tragon
19.04.2012, 14:20
Meiner Meinung nach ein recht feiner Link zum Thema Biwacksack basteln:
http://translate.google.com/translate?hl=sv&ie=UTF8&rurl=translate.google.se&sl=sv&tl=de&u=http://www.andersj.se/overdraget1.htm

Tragon

Nicknacker2
19.04.2012, 18:18
Das Projekt Biwaksack ist erstmal verworfen. Dafür ist jetzt das Projekt Decke eröffnet. Als Nähanfanger ist das vielleicht auch die bessere Option. :bg: Trotzdem noch einmal vielen Dank für Eure Tipps und Ratschläge!

ToniBaer
19.04.2012, 21:41
Ein sehr schönes Einstiegsprojekt ist auch ein Tarp. Nicht allzu teuer, gerade einfache Nähte, je nach belieben erweiterbar und vielseitig in der Nutzung. Was will man mehr.

Viele Grüße
Toni