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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausleuchtung in dunkler Höhle



glowfire
20.05.2004, 12:46
Hallo zusammen,
ich fotografiere recht viel in Höhlen und hab dabei immer das Problem, dass meine Kamere (Casio EX-Z4) den Nahbereich überbelichtet und man ein wenig weiter nix mehr erkennt.

Hat jemand eine Idee, wie ich das ganze ein wenig homogener hinbekomme?

Ja ich weis der eingebaute Blitz ist sicher nicht der stärkste - aber mir würde es ja schon reichen, wenn der Nahbereich nicht überbelichtet ist ;-)

THX
Stefan

Flachlandtiroler
20.05.2004, 18:30
Bin zu faul nachzusuchen -- hat Deine Kamera einen Anschluß für einen externen Blitz? Durch sog. "entfesseltes" Blitzen kannst Du ja schonmal Hindernisse im Vordergrund umgehen und bekommst eine gleichmäßigere Ausleuchtung sowie natürlich mehr Leistung; die meisten externen Blitzgeräte fangen von der Leistung (Leitzahl) beim Doppelten von dem an, was in so'ner Knipse eingebaut ist ;-)
Wenn Du keinen zusätzlichen Synchronanschluß hast gibt es immer noch Geräte, die als sog. "Slave" blitzen, d.h. die zünden automatisch und kabellos, sobald irgendwo anders ein anderer Blitz losgeht. Da wäre allerdings die Frage, ob die Belichtungsautomatik Deiner Kamera das gebacken bekommt.

Gruß, Martin

glowfire
21.05.2004, 00:26
Hmm - natürlich hat die Kamera - wie alle so neumodischen Digitalwinzlinge - keinen externen Anschluß.

Die Idee mit dem Slave hatte ich auch schon - das Letzte mal als ich mir einen "Tauchblitz" von einem Bekannten ausgeliehen habe war aber leider der Akku leer bevor ich ein Bild machen konnte :(

Saloon12yrd
21.05.2004, 06:52
Es leben die alten Kameras mit externem Blitzanschluß :) SCNR.
Mal ganz anders, wenn Du öfter in Höhlen rumkrauchst besorg Dir ne Karbitlampe - die sollte hell genug sein um mittlere Höhlen auch für nen Fotoapparat halbwegs hell genug zu bekommen. Mich haben die Teile jedenfalls immer beeindruckt.

Sal-

glowfire
21.05.2004, 07:42
Mit der Karbidlampe hast du grundsätzlich recht.

Nur gibt es Höhlen, in die man mit der Karbidlampe nicht rein darf und grundsätzlich versuche ich alles wieder mit rauszunehmen, was ich mit reinnehme. Die einzige Beleuchtung die absolut keine Rückstände hinterlässt ist nunmal eine elektrisch betriebene Lampe.

Crautz
21.05.2004, 08:11
morgen,

warum nimmst du nicht einfach eine LED-Lampe und bastels dir eine kleine Softbox/Bouncer davor, damit du das Licht wärmer bekommst.

Ingo

Waldhoschi
02.06.2004, 11:06
Ich würde mir an deiner Stelle überlegen -also falls du Speleologie wirklich ernst betreibst- eine UW-SLR zu kaufen. nur damit kannst du einigermaßen vernünftige Aufnahmen machen. Stell das Teil auf ein Stativ, Blendenzeit "B" oder ein Paar mins und dann läufst du in der Höhle mit nem Externen gedimmten oder gefärbten Blitz rum und blitzt hier mal, da mal. (so machen es die Fotografen von NG). Leuchtet gut aus und sieht auch noch super aus. Das mit der UW SLR ist schon desshal binterresant, weil du dann Siphons und co mal von unten blitzen kannst :bg:
Was auch geht ist: Dauerbelichtung und mit einer LEDElampe den Raum mehrmahls vollständig ausleuchten (Wird bei Katedralen schwierig). Es gibt auch spezielle Speleo blitze, die du dir basteln kannst. Wen du mit Halbleitertechnik und Lötkolben umgehen kannst bau dir einen slave-blitz, der eine Alte BLITZLAMPE zündet. Ich meine damit nicht Würfelblitzchen sondern ausgewachsene "Blendgranaten" (gibts bei Ebay unter Photografika) Auf wunsch kann ich ja mal nen Schaltplan zimmern.

Waldhoschi
02.06.2004, 11:15
Ich hab da was gefunden
bei http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=8279&item=3818806575&rd=1
Die Teile sind weit heller als jeder elektronenblitz und haben einen besseren abstrahlwinkel (Je nach Reflektor bis 160°) Du kannst eingentlich auch einfach dauerbelichten nd den Blitz einmal manuell zünden.

JoDo
02.06.2004, 12:02
Stativ und dann mit einer starken Lampe durch die Höhle laufen sieht total klasse aus. Ich habe mal Landschaftsaufnahmen gesehen, die in der Nacht aufgenommen wurden. Das sah super aus! War mal ein Artikel in der Geo, ist aber schon ein paar Jahre her.

Gruß, Jörg

Waldhoschi
02.06.2004, 12:07
Das stimnmt. Je nach Film kann man spitzen aufnahmen machen, auch mit kleinen Lampen. Leider geht das nur mit SLR, (von denenich immer 2 Dabei habe). Bei Digicams kann man weder Blende noch Zeit einstellen :'(

JoDo
02.06.2004, 12:21
Bei Digitalen gibt es dabei die Möglichkeit mehrere Bilder zu machen und mit der Ebenentechnik zu verbinden. Ich poste den Link, wenn ich wieder zuhause bin. Dieses Foto (http://dornblut.net/foto/013.html) ist auch so entstanden, da ja die hellen Bereiche sonst total überbelichtet wären.

Gruß, Jörg

Waldhoschi
02.06.2004, 12:26
Starkes Bild!
Stimmt schon, sind aber meistens Digi SLR.

Waldhoschi
02.06.2004, 12:31
@Becks und die restlichen Chemiker :)

eigentlich müsste es doch sehr gut gehen, wenn man die Kamera auf einem stativ stehen hat und unten drunter auf einem klenen Blech eine Ladung Magnesiumspähne mit Kaliumpermanganat (als Suerstofflieferant) zündet. Das leuchtet die Höhle wirklich enorm stark aus. Man sollte nur nicht reinschaun :g:

JoDo
02.06.2004, 12:44
Durch den großen Sensor rauschen sie weniger, das stimmt schon. Geht aber bestimmt auch mit einer Kompakten an der man die Blende und die Zeit vorgeben kann.
Das Foto habe ich mit einer Canon 10D und einem 70-200 2.8 aufgenommen.

Gruß, Jörg

Waldhoschi
02.06.2004, 12:49
Hehe die Kamera kostet zwischen 1,5 und 2 k €. Da mutt dat ja wat wern :bg: :bg: Wenn man die Blende einstellen kann ist es meist eine SLR. die meisten Kompaktcams haben feste Blenden und variieren nur die zeiten.

JoDo
02.06.2004, 13:07
Ich begründe immer alle Anschaffungen damit, dass ich nicht rauche. Vermutlich wäre rauchen günstiger für mich ;)

Die Kamera ist sicherlich nicht günstig und für den Einsatz in Höhlen, aufgrund ihres Gewichtes, auch nicht so gut geeignet. Macht aber einen riesigen Spaß!

Waldhoschi
02.06.2004, 13:11
Das ist ein guter Grund!!!
Ich hab schon lange sowas gesucht, mitdem ich vor mir selber das Knipsen legitimieren kann :bg: Meine Eltern sagn nix, ich bin ausgzogen, aber wen ich ne schöne alte manuelle SLR sehe, kann ich net anders. Hab gerade noch Ikoflex Mittelformat von Zeiss 1930 oder so :bg: geholt...
Das beste was ich je für Langzeitbelichtungen hatte ist eine Revueflex ML und eine Revueflex TL1. Ich liebe diese Teile. M42 Gewinde, Zeiss Objective, Fadenauslöse. Da lasse ich jede Af liegen. (ich sag das nicht, weil ich keine habe :lol: bin stolzer Besitzer einer nikon f65 und einer canon eos 3000 v :roll: ) *angeb* *stolz sei*

JoDo
02.06.2004, 18:09
So, ich habe den Link (http://www.digiachim.de/DRI/DRI_1.htm) gefunden.

Gruß, Jörg

Fernwanderer
03.06.2004, 11:08
Die Canon A80 ist komplett manuell zu steuern.

Gruß

Fernwanderer

Waldhoschi
03.06.2004, 11:23
Bleiben wir mal beim alten Thema. Ich bin dabei ne einfache Schaltung für einen Slave-Blitz mit Blendgraneten - Birnen zu konstruieren. Bräuchte nen E-techniker.
@etcks: Denkt ihr, dass die Reaktionszeit von einem LDR der doch recht träge ist ausreicht um durch einen Blitz sicher zu schalten? LDR sind günstiger wie Phototransistoren und einfacher zu benutzen, da sie keine Linse Haben-> Diffusor entfällt

Waldhoschi
06.06.2004, 11:37
So ich hab jetzt (endlich) mal das Teil gebastelt. Es funktioniert. Zu beachten ist, dass es sich bei der Lampe um eines dieser Würfelblitze bzw. "Blendgranaten" habdelt. Die Spannung kommt aus einer 9 Volt Block. Ich habe einen Phototransistor verwendet, da er zusammen mit dem bc140 eine Darlington-schaltstufe ergibt und so einen Schmitt-trigger ersetzt. Die Empfindlichkeit wird über den Poti 10 K geregelt. Über den Schalter kann das Gerät von der Spannung getrennt werden. Als Fototransistor könnt ihr jeden beliebigen verwenden. Durch den Poti wird die Schaltstufe ausgeglichen. der Bc140 darf kurzweilig überlastet werden (Also kann man die 1000 Ohm Basis R weglassen, da die Birne innerhalb von ms zündet) 9 Volt reichen aus. Am besten baut ihr das Ding in ein kleines Gehäuse und verwendet Adapter für die Birne. (der BP103P muss natürlich draußen bleiben und ni richtung Blitzlicht zeigen oder ihr sezt ihn direkt auf den Elektronenblitz von der Kamera wie bei Makroblitzen üblich)
Ich hab eauch noch eine IC-Version gebaut, die aber reichlich komplizierter ist Mit (SMT IC 74LM14 und TMR Ne555) auf Wunsch kann ich sie trotzdem mal veröffentlichen. Auch einen Adapter für einen Elektronenblitz (passiv) als Slaveblitz geistert bei mir als Schmiererei auf dem Tisch rum. http://www.home.pages.at/popmaus/blitz.jpg
Aufbau am besten auf einer halben Euro.
Viel Spaß beim Nachbau

Waldhoschi
19.06.2004, 01:23
ot

Joern
21.08.2004, 18:09
Oft hilft es auch, in den Sekunden vor dem Foto nicht auszuatmen, da das Licht des Blitzes dann nicht so stark vom Atemdampf reflektiert wird.

Allerdings hast du aufgrund von Atmung und Schwitzen in kleinräumigen Höhlen nur ein sehr kurzes Zeitfenster, in dem du mit einer Kamera mit integriertem Blitz überhaupt gescheite Fotos hinbekommst, bevor alles vernebelt ist.

Wenn du eine Digitalkamera benutzt, kannst du Sklavenblitze nehmen, die vom integrierten Blitz der Digi ausgelöst werden, da kommen auch sehr ansehnliche Bilder bei raus: Gouffre de la Borme (http://www.hoefo.de/gouffre_de_la_borme/gouffre_de_la_borme.htm)

Aber auch da muss man drauf achten, vor dem Auslösen möglichst wenig zu atmen, damit das Bild nicht vernebelt.

Gruss

Jörn