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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rettungsdecke >> Dämpfe >> Gesundheit...



maro
26.05.2002, 07:42
Hallo,

jeder kennt sie jeder hat sie, die gold- silberbeschichtete Rettungsdecke. Angeblich sollen sich hier bei Folien auf PU-Basis unter folgenden Umständen Dämpfe bilden:

Es regnet in strömen, man schnappt sich die Decke und hält sich sich schützend über den Kopf bzw. Körper. Durch die Körperausdünstung bildet sich auf der Innenseite der Folie eine Kondensschicht. Diese soll angeblich Dämpfe verursachen, die zu wehementen Kopfschmerzen führen...

Habt Ihr da Erfahrungen oder vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht...? Ich habe den Sachverhalt am vergangenen Samstag in einem Outdoor-Shop mit bekommen. Ehrlich gesagt schaute ich den Erzähler auch etwas ungläubig an. Bisher habe ich diese Folie wenn ich sie benutzt habe, als "Rettungsdecke" benutzt. Wobei sie als Unterlage gerade für ne Isomatte genial leicht ist.

Es würde mich allerdings interessieren, in wie weit hier etwas dran sein kann...


Gruß Mark

Saloon12yrd
26.05.2002, 10:40
Hi maro,

zuerst mal was zum Wirkprinzip als Isomatte: Das kann nicht funktionieren. Du wirst genauso frieren als würdest Du Dich auf den nackten Boden setzen. Über das Warum haben wir uns hier (http://jeannie.chemie.uni-konstanz.de/forum/viewtopic.php?t=237&start=28) schon einmal im Forum ausgelassen, ist interessant zu lesen, auch wenn es etwas schnell in Thermodynamik ausartet :)

Was die Dämpfe angeht kann ich nur spekulieren, mir ist so eine Behauptung unbekannt. Ich tue mich jedoch schwer mir vorzustellen wie Wasser mit Aluminium bzw. Gold (ist das überhaupt wirklich Gold?) reagieren könnte. Insbesondere da Letzteres ein Edelmetall ist - wenn wirklich Gold benutzt wird - welche ja "edel" sind da sie besonders reaktionsarm sind.

Jetzt bliebe das Plastik auf dem die Metalle aufgedampft sind. Auf meinen Rettungsdecken steht nichts zum verwendeten Material, aber PE schließe ich hier mal nicht aus. Das Zeug wird auch als lebensmittelechte Beschichtung verwendet, in dem Fall sehe ich da also kein Problem.

Vielleicht kann Becks oder einer der anderen Chemiker ja mal testen was da wirklich benutzt wird, aber ich kann mir eine Reaktion schlicht nicht vorstellen. Eventuell hat sich der Verkäufer da komplett in der Decke abgedichtet und die Kopfschmerzen kommen von einer Kohlenmonoxidvergiftung, da er vergessen hat die Nase rauszuhalten :D

Saloon12yrd

-CaRsTeN-
26.05.2002, 16:47
Hallo,

ich habe die Rettungsdecke bisher noch nicht benötigt, ausser bei der Sonnenfinsternis. Wenn es regnet, ziehe ich eine Regenjacke an oder binde diese irgendwohin.

Vielleicht hat der Kerl auch seine Schuhe ausgezogen ??

-CaRsTeN-

Becks
27.05.2002, 09:13
Moin,
so auf die Schnelle würde ich sagen: der Bursche hat beim Test seine Schuhe ausgezogen. Daß die Kombination PU (bzw. PE wie Dominique schrieb), etwas aufgedampftes Metall und Wasser reagieren soll kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. PE jedenfalls verwenden wir hier als Hülle für so ziemlich alles - angefangen bei Wasser über konzentrierte Säuren bis hin zu EE (Essigsäureethylester), Aceton und Ethanol. Da passiert schlichtweg nichts dabei.

Ich guck aber mal woraus die Folien bestehen und gegen was das Material empfindlich ist.

Alex

maro
27.05.2002, 13:27
Hi Leute,

besten dank für die Infos. Ich kann mir das auch nicht so richtig vorstellen. Ich meine das manch einer Atembeschwerden neben einem Laserdrucker bekommt kann ich ja nachvollziehen. Aber die Geschichte fand ich auch schon etwas merkwürdig.

Übrigens das die Rettungsdecke nicht als isoloerende Unterlage zu verwenden ist, ist mir schon klar. Vielnehr wollte ich damit sagen sie als Unterlage bei Siffe und Dreck ganz brauchbar ist. :-))


Gruß Mark