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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erste Hilfe Kurs



tigger09
16.05.2004, 14:45
Hallo ihrs! :)

Ich komme grad vom zweitägigen Erste Hilfe Kurs des DRK und kann nur sagen "aaaaarrrrrrrrrrrrrrrggggggggggghhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!"
:bash: :bash: :bash: :bash: :grrr: :grrr: :grrr: :bash: :bash: :bash:

Die Kursleiterin stellte sich mit den Worten vor "Ich bin Hausfrau und Mutter und jetzt wo die Kinder ausm Haus sind mache ich das hier ehrenamtlich, weil ich nicht nur Putzen und Bügeln wollte."
Okay - zunächst mal ne ganz gute Idee, aber: die Frau hatte weder medizinische Kompetenz noch pädagogisches Gespür.....

Das einzige was ich gelernt habe war: Lebensfunktionen überprüfen, Beine hochlegen, gut zureden,(was man halt so macht - ist ja auch okay) und: auf den Notarzt warten.
Bei jeglicher frage, die etwas tiefergehen war, kam nur "warten sie auf den Arzt!"
In eine Notfallsituation, in der der Krankenwagen nicht in 15min spätestens da ist konnte die sich garnicht reinversetzen.
:kotz:

Mir ist schon klar, das so ein Kurs nicht viel abdecken kann, aber das war schon irgendwie der Gipfel an Inkompetenz - da war mein "Lebensrettende Sofortmaßnahmen" für den Führerschein besser, weil der Medizinstudent, der das gemacht hat, auch ein bißchen aus der Praxis berichten konnte und Hintergrundwissen hatte...

Sorry - aber ich bin echt ziemlich frustriert, weil ich das Gefühl hab, garnichts dazugelernt zu haben... :-?

Jetzt meine Fragen:
Ruft ihr bei ner Schürfwunde auch nen Krankenwagen??????????????
Woher habt ihr eure Erste (und weitergehende) Hilfe Kenntnisse?
Wißt ihr genau was auf Tour zu tun ist, wenn kein Arzt schnell kommen kann?
Wo lerne ich sowas? Bei längeren Touren sollte man doch schon einiges wissen finde ich, damit man z.B. trotz Verletzung zumindest die nächste Hütte erreichen kann, oder?!
Gabs da nicht mal so nen Kurs, den ihr in Lappland gemacht habt?
....

:bash:

Helft mir....!!!! :wink:

Liebe Grüße,
Hannah (nach nem vergeudeten Wochenende...)

Traeuma
16.05.2004, 15:15
< Ruft ihr bei ner Schürfwunde auch nen Krankenwagen??????????????
kommt drauf an, wie groß sie ist.
Auch durch Schürfwunden kann man ne ganze Menge Blut verlieren.

<Woher habt ihr eure Erste (und weitergehende) Hilfe Kenntnisse?
Rettungssanitäterausbildung (nächste Woche Abschlußprüfung *bibber*)

<Wißt ihr genau was auf Tour zu tun ist, wenn kein Arzt schnell kommen kann?
Kommt auch auf die Verletzung/Krankheit an.
Aber mittlerweile eigentlich schon.

<Wo lerne ich sowas? Bei längeren Touren sollte man doch schon einiges
<wissen finde ich, damit man z.B. trotz Verletzung zumindest die nächste
<Hütte erreichen kann, oder?!
Zeit und Lust? Frag einfach mal bei den Johannitern, beim Kreuz, oder ASB nach. Die bieten oft die Rettungssanitäterausbildung an. Kann ich nur jedem empfehlen. Irre interessant.

<Gabs da nicht mal so nen Kurs, den ihr in Lappland gemacht habt?
glaub schon... aber vor meiner Forumszeit

Gibt soweit ich gehört habe auch noch Outdoor-Erste-Hilfe-Kurse.

Fledi
16.05.2004, 15:44
Gabs da nicht mal so nen Kurs, den ihr in Lappland gemacht habt?
Jup, gab es, den haben Becks und Sal gemacht. Hier (http://www.saloon12yrd.de/index.html/cid.77/) steht etwas darüber, vielleicht hilfts Dir weiter...
Das Ding würd ich auch liebend gerne mal machen, nur leider läßt das meine finanzielle Lage in den nächsten 2 Jahren wohl kaum zu... :ill:

Gruß,
Britta

Thomas
16.05.2004, 16:13
Habe wie jeder Fü.Sch.-Inhaber einen DRK-Kurs besucht und an meiner Uni auch diverse Kurse absolviert (Bergrettung u.ä.).

Spätestens bei den Wiederbelebungsmaßnahmen kamen aufgrund der unterschiedlichen Meinungen regelmäßig Diskussionen auf.
Der eine massiert das Herz in einem Rhytmus von 60-90/min, der andere wiederum viel schneller (>120/min) um die Beatmungspausen auszugleichen.

Wäre schön, wenn sich jemand mit Ahnung mal dazu äußern könnte, vielleicht gibts da ja noch ganz andere Grundsätze (Pumpen im Dreivierteltakt oder so ;) )

Absolute Grundlagen wie z.B. die stabile Seitenlage sollten jedenfalls in jedem Kurs gelehrt werden.


Thomas.

Legatus
16.05.2004, 16:44
Hallo,

erstmal finde ich es sehr aergerlich, dass Tiggers EH-Kurs derartig enttaeuschend war. Bei uns in .at halten die Erste Hilfe-Kurse des RK immerhin erfahrene Rettungs-/Notfallsanitaeter, die zumindest in urbanen Gebieten schon einiges erlebt haben.
Andererseits wird auch in guten Kursen (ich hatte damals eine hervorragende Vortragende) nur auf die Techniken der EH in zivilisiertem Gebiet eingegangen. Andererseits aendern sich die Basistechniken ja nicht dadurch, dass du dich in der Pampa befindest. Was dazukommt ist mehr Improvisation, speziell was Transport und Dinge wie Schienung/Immobilisierung angeht (mit weniger als 2 Personen kannst du dieses Thema sowieso vergessen). Das ist dann sowieso eine Frage des Improvisationstalentes als das Befolgen irgendwelcher Schemata...
Ein recht gut gemachtes Buch (das ich jedoch nur durchgesehen, nicht gelesen habe) ist "Erste Hilfe Unterwegs" von Armin Wirth. Im Gegensatz zu Nehbergs "Medizin Survival" kann man das lesen, ohne regelmaessig vor Entsetzen in Ohnmacht zu fallen. Viel Hausverstand und, im Gegensatz zu N. ausreichendes med. Wissen scheinen diesem Buch zu Grunde zu liegen.


Was die Herzdruckmassage angeht hier eine Kurzfassung der aktuellen "Lehrmeinung" beim RK in .at:
Fuer den Druckpunkt "halbierst" du die Laenge des Brustbeines und legst den Handballen genau unter (nicht auf!) die Mitte (auf mehr oder weniger den selben Punkt kommst du, wenn du vom unteren Ende des Brustbeines zwei Finger breit Abstand laesst). Die Drucktiefe betraegt in etwa 6cm. Verhaeltnis HDM zu Beatmung ist 2:15 also 15 HDMs und dann 2 Beatmungen etc. Das aendert sich auch nicht, wenn man zu zweit ist, auch da macht man 2:15. Frequenz ist 100/min, eine etwas makabere aber sehr hilfreiche Eselsbruecke ist uebrigens der Radetzkymarsch (oder generell Marschmusik), der auch 100 schlaege pro Minute hat. Bei all dem sollte man darauf achten, dass die auf-ab-Bewegung regelmaessig (Vorstellung: sinuskurve) und nicht "hektisch stossend" (wie in den meisten TV-Serien) ist. Richtung sollte genau senkrecht sein, dann ist das Risiko, Rippen zu brechen, geringer.
Das klingt kompliziert, ist es aber nicht wirklich. An und fuer sihc ist es am besten, das an einer dafuer gemachten Puppe unter Aufsicht eines Instruktors zu ueben, also bei einem "normalen" EH (Refresher) Kurs...
Fuer wen die Bewegungsablaeufe bekannt und geuebtsind, ist die Information "100/min, 2:15, 6cm". Man tendiert uebrigens eher dazu, unbewusst schneller zu werden....

Gruesse
Christoph

Traeuma
16.05.2004, 16:50
Standart im Rettungsdienst ist im Moment die HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung) im Verhältniss 2:15
Also 2x initial beatmen, dann 15x drügge und wieder 2x blase, usw.

Die Geschwindigkeit (und jetzt haltet euch fest) soll ungefähr im Rhythmus von dem Lied "Musident, Musident, da da da da da da dum.... da da da da dum ...." sein. Laut aktueller Lehrmeinung des European Resuscitiation Councils und der American Heart Association soll die Frequenz etwa 100/min betragen.
Aber das mit dem Musident ist leicher zu merken, leichter umzusetzen und irgendwie cool...

<OT>
kommt ein Rettungssani in der Ausbildung zu seiner ersten Rea und fängt an zu drücken....
kommt der Notarzt zu und fragt, ob des denn die erste Rea sei, worauf der Sani mit "Ja" antwortet.
Notarzt: "Dachte ich mir schon.... das muß etwas schneller sein... undgefähr so: ' Musident, Musident, da da da da da da dum....'"

Rettungsdienst-Live in Mannheim... unplugged!
</OT>

Traeuma
16.05.2004, 16:52
... ups...
zu spät....

Musident, musident, hmmm hmmmhmmmmhmm

Thomas
16.05.2004, 18:07
Danke für die Information.

Das Lied geht übrigens so:

Muß i denn, muß i denn zum Städtele hinaus, Städtele hinaus und du, mein Schatz, bleibst hier.

Makaber.

:bg:

tigger09
16.05.2004, 20:50
Bei uns in .at halten die Erste Hilfe-Kurse des RK immerhin erfahrene Rettungs-/Notfallsanitaeter, die zumindest in urbanen Gebieten schon einiges erlebt haben.
Das hätte ich mir auch gewünscht. Die Frau hatte einfach nur alles auswendiggelernt was auf den Folien stand und das war's ... :roll:


Andererseits wird auch in guten Kursen (ich hatte damals eine hervorragende Vortragende) nur auf die Techniken der EH in zivilisiertem Gebiet eingegangen. Andererseits aendern sich die Basistechniken ja nicht dadurch, dass du dich in der Pampa befindest.
Nein - das ist schon klar. Aber ich denke schon, daß es einige Situationen gibt, in denen man anders reagieren würde/sollte/könnte wenn kein Arzt abrufbereit ist.
Z.B. soll man ja Fremdkörper in der Wunde lassen und auf den Krankenwagen warten haben wir heute gelernt. Wenn ich nun aber zu Fuß unterwegs bin und per Krankentransport nicht gut zu erreichen und die Verletzung nicht so schwerwiegend ist, daß man sofort einen Hubschrauber braucht, kann ich mir gut vorstellen, daß man den Fremdkörper auch aus der Wunde entfernen kann (z.B. ne Scherbe ausm Fuß oder so), dann gut verbinden und bis zum nächsten Ort laufen und erst da zu Arzt oder wie auch immer...
Oder liege ich da völlig falsch?

Ich hab mich noch an ein Buch erinnert, was ich mal von meiner Tante bekommen hab. Sie ist Ärztin und war einige Jahre in Afrika und meinte, daß das Buch sehr gut ist:
David Werner - Wo es keinen Arzt gibt
http://images-eu.amazon.com/images/P/3831710198.03.MZZZZZZZ.jpg
Da werd ich jetzt mal drin lesen. Auch wenn das die praktischen Übungen nicht ersetzt...


@Traeuma
Ich hab mal im Internet gesucht, da gibt es beim ASB Kurse die dauern nen Monat und kosten 1400,- EUR oder so. Gibts da noch andere Möglichkeiten? Zeit hätte ich momentan nämlich...

@Fledi
Wird das denn noch angeboten? Wo? Wie? Wann? Wie teuer? :wink:

Fledi
16.05.2004, 21:17
@Fledi
Wird das denn noch angeboten? Wo? Wie? Wann? Wie teuer? :wink:

Hmm, 6.2- 13.2. 2005, Kosten ohne Anreise 470 €. Und wie alles Gute liegen mehr Infos so nahe --> Partnerseite des Forums... Gibt auch nen Sommerkurs

outdoorschule-sued (http://www.outdoorschule-sued.de/elch.html)

Da findest Du dann das meiste wissenswerte. Ansonsten löcher doch mal Becks und Sal... :bg:

Gruß,
Britta

Traeuma
16.05.2004, 21:35
@ tigger09

ich bin bei den Johannitern. Die finanzieren mir die Ausbildung und als Gegenleistung hab ich mich mündlich bereit erklärt, bei denen dann ne Zeit lang ehrenamtlich zu fahren.
ASB macht das auch, aber da muß man sich 2 Jahre verpflichten.

Frag doch einfach mal bei den Johnnos nach.
Wenn du FSJ hier in Mannheim machst bei den Johnnos, dann bekommst du die Ausbildung, verdienst dabei Kohle, bekommst ne Wohnung und kannst mit mir Wandern gehen :bg:

Fledi
16.05.2004, 21:39
....und kannst mit mir Wandern gehen :bg:
Na, ob ich das wollen würde... :roll: *duckandrun* :wink:

Gruß,
Britta

Traeuma
16.05.2004, 21:45
hab ich so'n schlechten Eindruck bei dir beim letzten Sommertreffen hinterlassen? :cry:
bin eigentlich 'n ganz lieber....
... und soooooo viel *räusper* ging auf meinen bisherigen Touren jetzt auch nicht schief, oder? Bin immer heil zurückgekommen :P

Andreas
16.05.2004, 22:10
fragt doch mal Vampire und Glowfire, wenn ich das richtig auf den Bildern erkannt habe waren die im Frühjahr auch dabei und haben den Kurs gemacht.

Vielleicht waren es aber auch nur biher unbekannte Zwillingsgeschwister :bg: :bg: :bg:

Fledi
16.05.2004, 22:21
hab ich so'n schlechten Eindruck bei dir beim letzten Sommertreffen hinterlassen? :cry:
Nö, das nicht, mach Dir mal keine Sorgen...


... und soooooo viel *räusper* ging auf meinen bisherigen Touren jetzt auch nicht schief, oder? Bin immer heil zurückgekommen :P
Klar bist Du das, aber manchmal kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass man bei Touren mit Dir immer das komplette Erste-Hilfe-Set dabeihaben sollten... :wink: Ansonsten könnte man vielleicht drüber reden...
:bg: :wink:

Gruß,
Britta

tigger09
16.05.2004, 22:26
Wenn du FSJ hier in Mannheim machst
Muß ich da nen Jahr machen oder geht das auch in 6 Monaten???
(du bringst mich noch auf Ideen... hmmmm.... :wink:)

Traeuma
16.05.2004, 22:32
nicht verzagen.... Johnnos fragen...

siehe PN

Freiflug
26.05.2004, 07:48
Hallo Hannah,

falls du die erste Hilfe Kenntnisse eher fuer den Outdoor Bereich brauchst, kann ich dir die Kurse der DAV Sektionen empfehlen.
Persoenlich kenne ich den der Sektion Koeln/Rheinland (www.dav-koeln.de), der war recht gut und auch nicht teuer. Wenn du allerdings nicht Sektionsmitglied bist, sind sie ein bisschen teurer, aber immer noch OK.

Gruss Helmut

cd
23.03.2005, 23:59
*hervorkram*

Ich hab letztes WE einen EH-Kurs beim DAV (Sektion Stuttgart) gemacht. Natürlich waren die gesamten Inhalte von nem "normalen" EH-Kurs drin, allerdings wurde alles an Beispielen besprochen, die in den Alpen tatsächlich so oder so ähnlich passiert sind. Die Verletzungen und so unterscheiden sich ja eh kaum von denen, die sonstwo passieren, den Unterschied macht die Umgebung, damit verbundene Gefahrenlage, längere Zeit bis professionelle Helfer da sind etc.
Der Leiter war nicht nur Mitglied in der Sektion, sondern auch EH-Ausbilder beim DRK, macht auch Kurse für Fachübungsleiter, Rettungssanis, etc. Der war echt gut und hat alles sehr locker und verständlich erklärt.
Gekostet hat das ganze 65€ für Kurs, 2x Hüttenübernachtung, VP. Nicht-AV-mitglieder 80€
Das schöne dran: es gab auch die offizielle DRK-EH-Kurs-bescheinigung, die man u.U. ja auch für diverse Sachen brauchen kann.

Einfach mal unter www.alpenverein-stuttgart.de nachgucken.

cd

BdP Axel
29.06.2005, 17:30
heyho,

ich kann ja mal versuchen meine erfahrungen mit eh-kursen zusamenzufassen...

bei den pfadis (zumindest bei uns im stamm :wink: ) legen wir natürlich immer viel wert darauf, dass auch unsere jugen gruppenleite rund auch mitglieder schon kurse mitmachen.

in meiner pfadfinderzeit hab ich jetzt schon 4 kurse über mich ergehen lassen, die waren allerdings auch sehr unterschiedlich gut:

der erste kurs (ich glaube drk, ist schon ein bissel her) war auch eher die o.g. hausfrau, aber der liegt lang zurück

dnach jkam mein ich der johanniter kursj, der war schonmal wesentlich besser, aber wie auch schon geschrieben nicht sehr auf outdoor ausgelegt

bei den letzten beiden kursen hatten wir glück, unsere bildungsreferentin aus dem landesverband (der pfadfinder) durfte nämlich diese kurse geben, ich muss sagen aus pfadfindersicht das beste was man kriegen kann 1. sehr günstig 2. geht gut auf spezielle situationen ein, die sich bei den pfadis häufen (brandwunden, schnittwunden, ach was halt so alles passier wenn jüngere lernen mit feuer/messern umzugehen :D 3. wurde das ganze auch noch nen bissel aus gruppenleitersicht betrachtet, was darf ich machen, was darf ich nicht machen

also klares fazit:

an alle pfadfinder ( man munkelt ja es gibt hier nen paar mehr davon), guckt ob ihr in eurem lv oder so pfadis habt die diese kurse geben dürfen, oft hat es auch nen besseren lerneffekt, wenn der typ da vorne auch nen halstuch um hat

an alle nicht pfadfinder, werdet pfadfinder ! :bg:

ich glaube es lohnt sich immer (auch wenn teuer) nen krus zu machen in dem man das lernt, was wirklich gefragt ist....

grüße, axel

ice
02.07.2005, 00:55
Ja, ja die guten alten 1. Hilfekurse.
Den ersten 1. Hilfekurs (mit 18 Führerschein und noch nicht so viel Ahnung) fand ich ja noch ganz interessant .
Den 2. und 3. (in Verbindung mit Rettungsschwimmer und Höhlenführerausbildung) fand ich dann eher, wie tigger09, eine Mischung aus ärgerlich und lächerlich.
Die Fragen die ich dem Kursleiter gestellt hab gingen viel in die Richtung Outdoor,Suvival also wenn nicht per Notruf der Rettungshubschrauber kommt, in 5 Minuten 10 Ärzte dastehen und das nächste Krankenhaus nicht innerhalb von 40 Km ist.
Auf meine Fragen erntete ich entweder die Standartantwort " Also nach momentaner Lehrmeinung macht man das so und was anderes kann ich ihnen auch nicht sagen. Oder sie machten ein Gesicht das besagte " Wie du machst Sachen wo kein Krankenhaus, Sanitäter u.s.w. in der Nähe ist.
Hab mich dann mal etwas umgehört und festgestellt: Entweder Sanitäterausbildung, befreundeten Arzt kennen, oder Bücher lesen.
Bei den Büchern kann ich die Seefahrtsbücher z.b Medizin an Bord von Klaus Bandtlow oder Medizinischer Ratgeber an Bord von Jürgen Hauert empfehlen.
Ich fand diese "Bordbücher" wesentlich besser als die typischen Survivalmedizinbücher (ist aber auch schon ein paar Jahre her. Keine Ahnung was es momentan so auf dem Büchermarkt gibt.)
Bei den "Bord" Büchern fand ich auch sehr gut das Medikamentenlisten dabei sind, und zwar nicht nur Aspirin und Co.
Anderes Problem war dann wieder sich diese Medikamente zu besorgen, da in BRD nur verschreibungspflichtig.
Hier wiederum zum Arzt seines Vertrauens gehen, ihm erklären daß man eine Wüstentour ,Dschungeltour u.s.w. macht und man halt nun mal sowas wie best. Medikamente u.s.w. braucht, oder aber nach Thailand fliegen, da gibts fast alles frei.

ekke
02.07.2005, 14:36
was sich meistens auch lohnt ist mal ordentlich in einer grösseren stadtbücherei zu stöbern. zumeist sollten die eine medizinische abteilung haben und vieleicht findet man in der gesellschaftsabteilung und sportabteilung auch literatur für feuerwehrleute, sanitäter, rettungschwimmer ect. wo man auch was rausziehen kann.
der erfahrung nach ist umsomehr die betonung auf survivel ist die seriösität zweifelhaft. der gipfel war ein buch welches sich "im abc-krieg" um erdstrahlen gedanken macht und ein beispiel für den einzig sinnvollen einsatz dieses buches lieferte: signalfeuer.
im internet gibt es auch einiges brauchbares wie
www.m-ww.de (allgemeines) oder www.toxinfo.de (alles giftige in der natur)
wobei auch im internet jeder depp sein scheiss ins netz stellen kann.

Markus K.
04.07.2005, 17:25
Hallo Zusammen,
ich habe es am Sonntag wieder festgestellt:

Ein Erste Hilfekurs ist immer sinnvoll, auch wenn es jetzt nicht Euren Vorstellungen entsprochen hat. Lernen muss man es leider in der Praxis.
Übrigens, das was beim den Menschen funktioniert kann man auch im Bedarfsfall auf verletzte Tiere anwenden.

Gruss Markus K.

Silke
04.08.2005, 00:52
Guter Tipp: wenn ihr einen Bekannten bei den Gebirgsjägern habt, quetscht den mal aus, der kann euch dann wenigstens erklären, was eine Hiebler Wärmepackung ist und wie man eine gescheite Trage im Schnellverfahren baut...

Ansonsten, was sollen die Leute in den Erste-Hilfe-Kursen schon sagen... das was wir Laien machen können, ohne dabei die Situation am ende eventuell noch zu verschlimmern, erfahren wir fast alles in den Kursen... ich meine, was erwarten wir denn bei einer Kursgebühr von 25,- Euro für 2 Tage?

und wenn ich mich dann an eine (zugegebenermassen sehr alte) Diskussion in diesem Forum erinnere, ob man überhaupt eine Rettungsdecke mit ins Erste-Hilfe-Pack stecken soll (von wegen zusätzlichen Kosten und zusätzlichem Gewicht), dann kann ich nur sagen, das beste um solch fragliche Situationen zu vermeiden ist Prävention und die geht einher mit gesundem Menschenverstand...

Viele Grüße,

Silke

Nitrox
07.08.2005, 11:52
Moin moin, also ich habe meinen Ersthelferkurs in Dortmund beim roten Kreuz gemacht (alle 2 Jahre). Firma zahlt. :bg: Muß dazu sagen das sich jedes mal was ändert und das einem immer mehr/öfter gesagt wird "warten sie auf den Arzt" :ill: