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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zelten mit Baby/Kleinkind



Berghexe
03.07.2010, 14:54
Hallo Ihr,
ich muss mich hier gleich mal als Neuling outen. Zumindest beim selbst Verfassen. Mitlesen tue ich schon immer mal wieder seit einigen Jahren, aber nun habe ich eine Frage an diejenigen mit Kindern unter euch! Deshalb dann auch gleich mal meine Anmeldung (wurde ja auch mal Zeit!)

Also, wir haben einen 11 Monate alten Sohn-Jonathan und haben von gestern auf heute das erste Mal mit ihm im Zelt übernachtet. Wir haben gestern abend eine Radltour zu einem nicht allzu weit entfernten Campingplatz gemacht um sozusagen mal zu testen!

Als wir ins Zelt gekrabbelt sind zum schlafen war es schon weit hinter seiner normalen Insbettgeh-Zeit ( normal um 20 Uhr jetzt wars schon 22 uhr). Er hat dann noch seine Abend Flasche getrunken und dann haben wir die Lampe ausgemacht und Ihn in seinen Schlafsack verfrachtet. Er sollte eigentlich außen schlafen neben seinem Papa, er hat dann aber immer an der Zeltwand "gekratzt", also in die Mitte genommen, mitsamt seiner Therm-a-Rest. Da ist er dann nach für uns ewiger Zeit eingeschlafen, nachdem er rumgenestelt hat. Nachts wurde er bei jeder Bewegung von uns wach, und wir bei jeder der seinen weil wir dachten er ist wach. Er hat sich im Schlaf immer in Kopfrichtung geschoben. Also die Nacht war nicht sehr erholsam und um 4.30 als es hell wurde war er dann entgültig wach - da gingen auch grade lautstark die Jugedlichen neben uns ins Bett die vom See kamen.

Ich war dann erstmal 2 h mit ihm spazieren damit wenigstens einer von uns noch etwas Schlaf hatte.

So jetzt seid ihr dran, habt ihr eine Idee wie es besser gehen könnte, so dass wir wenigstens erholt schlafen könnten. (Jonathan schläft seit 2 Monaten eigentlich durch bis 7 Uhr). Wir möchten nämlich in 3 Wochen eine 1 wöchige Radltour machen und ehrlichgesagt im Moment bin ich erstmal abgeschreckt.

Noch zur Info unser Zelt ist ein MSR Fury 2 Personen Zelt.

Bitte um Erfahrungen und Tipps!

Vielen Dank
Eva

Nordstroem
03.07.2010, 15:04
Hallo Eva,

leider kann ich noch nichts konstruktives beitragen, gespannt auf die nächsten Postings bin ich allerdings. ;-)

Unser Lütter ist jetzt auch fast 11 Monate und natürlich möchte ich mal wieder raus zum zelten.

Wir haben einen Kinderanhänger den wir gerne für kurze Ausflüge mit dem Rad nutzen möchten. Allerdings klappt das irgendwie nicht. Entweder mag er den ganzen Anhänger nicht oder nur den Helm den wir ihm aufsetzen. Jedenfalls gibt es beim anschnallen schon immer etwas Brüllerei.

Wir werden auf jeden Fall weiter üben und schon mal kurze Einkaufstouren zum Supermarkt machen.

Ich hoffe das wird sich einspielen.

Gruss
Nordstroem

Gecko
03.07.2010, 15:06
Hallo Berghexe, willkommen hier!

Ich habe keine eigenen Kinder, erdreiste mich aber trotzdem mal, hierzu etwas zu sagen:baetsch: Hab ja reichlich mit den Kinder anderer Leute zu tun, wobei die in der Regel deutlich älter sind...

Zwei Gedanken, die euch den Schrecken vielleicht ein wenig nehmen: Wenn ich das richtig verstehe, war das Jonathans erste Nacht im Zelt. Na, ist doch gar nicht so überraschend, dass er dann unruhig schläft, da ist ja alles ungewohnt: Der Geruch, die Geräusche, alles, was er sieht (bis auch euch, ok), vielleicht fühlt sich der Schlafsack auch ganz anders an als sein üblicher Schlafsack/Bettdecke. (Das ist bei Kindern so ab 4,5,6 Jahren nicht anders: Erste Nacht im Zelt ist oft high life - und bei den älteren wird das auch nicht besser, ist ja alles aufregend und spannend:bg: ) Ich könnte mir vorstellen, dass er sich einfach erst mal daran gewöhnen muss. Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, das Zelt in einem Garten bei euch aufzustellen, so dass ihr das in den nächsten Wochen möglichst oft noch ausprobieren könnt?

Zweiter Gedanke: Zur Zeit isses ja etwas wärmer... ich meine, ich selbst schlafe bei diesen Temperaturen schon im Bett nicht durch. Und im Zelt ist es ja oft noch deutlich wärmer. Vielleicht hat ihn das auch vom gewohnten ruhigen Schlaf abgehalten.

Viele Grüße,
Marcus

sjusovaren
03.07.2010, 15:42
Ich möchte nur kurz anmerken, daß es hier inzwischen sogar ein eigenes Unterforum ("Unterwegs mit Kindern") zu dem Thema gibt, klick (http://www.outdoorseiten.net/forum/forumdisplay.php?f=138)
Vielleichst wirst du in den dortigen Threads schon fündig.

Vielleicht ist ein Mod so nett und verschiebt auch diese Frage dorthin.

bergzwerg61
03.07.2010, 15:50
Hallo Eva,

Deine Anfrage passt besser in diese Rubrik (http://www.outdoorseiten.net/forum/forumdisplay.php?f=138), vielleicht verschiebt es ein Mod.
Dort findest Du auch ähnliche Themen.

Zur Frage: Gecko hat schon gute Gedanken dazu geäußert. Noch eine simple Idee von mir: hat euer Sohn ein spezielles Kuscheltier, mit dem er immer einschläft? Das wär dann sicher auch im Zelt wichtig.
Schläft er zu Hause allein im Zimmer oder manchmal bei euch im Bett?
Vielleicht war es nicht nur für ihn, sondern auch für euch Große sehr ungewohnt, so nah beieinander zu schlafen? Also vielleicht auch zu Hause mal mehr Nähe wagen?? Keine Bange, das ist nicht für immer ;-)

Meine Zeit mit Kleinkind ist -leider- schon sehr lange her. Lieblingsschlafstätte war eine Hängematte (tagsüber) und nachts natürlich der eigene Schlafsack.

Versucht es einfach mit Gelassenheit, die innere "Aufregung" der Großen überträgt sich ganz unbewußt auch auf die Kleinen....

Wünsche euch viel Erfolg, ruhige (und kühlere) Nächte!

P.S. mit dem verschieben war ich zu langsam...

Berghexe
03.07.2010, 16:55
Hallo,
so erstmal Danke für die schon vielen netten schnellen Antworten.

Zu unserer normalen Schlafsituation:
Wir sind vor 1 Monat umgezogen und Jonathan hat seitdem ein eigenes Zimmer. Die ersten beiden Lebensmonate hat er meistens bei uns im Bett geschlafen und dann bis zum 6. Monat immer intermittierend wenn ich nach dem stillen eingeschlafen bin ohne ihn umzubetten. Seit er ein halbes Jahr alt ist schläft er im eigenen Bett, das bei uns im Schlafzimmer stand. Nun hat er ja wie gesagt, das eigene Zimmer und ist es deshalb vielleicht auch nicht mehr gewöhnt. Wobei er da recht robust ist (er hat letztes WE auf einer Hochzeit auch bei Lärm im Kinderwagen geschlafen).

Sein Schäfchen hatten wir dabei und er hat in seinem normalen Babyschlafsack von zuhause geschlafen wegen der derzeit herschenden Hitze hier.

Ihn zum üben wieder zwischen uns schlafen zu lassen ist mir bisschen zu gefährlich, da er doch recht mobil ist nachts, nicht dass er aus dem Bett plumpst.

Uns ist noch eingefallen dass wir ihm irgendwie ein Nest bauen müssten dass ihn stoppt bei umherschieben im Schlaf, aber soviel Platz ist nicht in unserem Zelt glaube ich.

Wir werden heute Nacht mal hier auf dem Balkon aufbauen und nochmal testen! Und nächstes Wochenende wohl gleich wieder mal was versuchen wenn das Wetter mitmacht!

LG Eva

ich
03.07.2010, 17:58
Wir werden heute Nacht mal hier auf dem Balkon aufbauen und nochmal testen! Und nächstes Wochenende wohl gleich wieder mal was versuchen wenn das Wetter mitmacht!
Hi Eva,

ich glaube genau das ist das richtige!
Auf unserer ersten Radtour war Ronja damals 9/10 Monate alt und es war echt anstrengend! Wir hatten einfach noch keinen Rhythmus gefunden mit ihr. Da hilft nur probieren. Jedes Kind hat einen anderen Rhythmus, andere Schlafgewohnheiten.
Ich denke auch, dass das ne ansstrengende Kombi für ihn war - erstes Mal zelten und so warm.

Wir haben inzwischen mit unseren Kleinen einige Wochen Radtouren und auch die erste Wanderung hinter uns - jetzt sind sie aber auch schon 5 und 7.

Passt auf, dass er viel Zeit zum Spielen etc hat, damit er schön müde ist ;-) Bei uns hat es auch viel geholfen, wenn die Mädels abends lange wach waren. Wir sind eigentlich immer zusammen ins Bett. Morgens sind wir dann früh raus und konnten so den Tag prima genießen.

Viel Spaß weiterhin!

hyrek
04.07.2010, 23:20
wir gehen jedes jahr mit unseren beiden zelten (seit die grosse 13 mon alt war). wir halten es fuer sehr wichtig, dass die rituale / zeiten eingehalten werden. das hat dann auch immer halbwegs geklappt. aber ansonsten stimmt das, was die anderen sagen. immer wieder versuchen um das richtige setting zu finden.

atlinblau
06.07.2010, 11:02
Wenn Kind nicht schläft brauch man Intuition.
Hülle und Rythmus sind die grundlegenden Bedürfnisse eines Kindes,
und dies kommt von den Eltern. Mit diesen Intuitionen will das Kind begleitet und geführt werden.
Als "Störung" empfindet dein Kind folgendes (Passagen aus deinem Text)
- Wir sind vor 1 Monat umgezogen und Jonathan hat seitdem ein eigenes Zimmer
- das erste Mal mit ihm im Zelt übernachtet
- war es schon weit hinter seiner normalen Insbettgeh-Zeit
- deine Unsicherheit, dass das Kind im Bett der Eltern doch wohler fühlen würde
Wenn ich dieses so auf mich wirken lasse...dies strahlt mehr Unsicherheit
als Geborgenheit und Stabilität aus.
Lass dich und das Kind erst einmal in der neuenWohnung/neuen Situation ankommen.
Werde dich über deine Motivation im klaren, damit du dir sicher bist,
dass das, was du tust gut und nicht nur gut gemeint ist.
Kinder haben sagenhafte Antennen für die Unsichheit der Eltern...
Zur geplanten Radtour...kann sie sein oder muss sie sein???

Thomas

PS: seit zwei Wochen steht das Zelt im Garten. Die Kleine, jetzt 5 will den ganzen Sommer draussen verbringen. Das erste mal auf Outdoortour war sie mit 18 Monaten...

guido66de
06.07.2010, 11:26
Hei,

ich sehe das genau so. Wichtig ist Geduld und ein zuverlässiger Rahmen damit Jonathan sich sicher fühlr. Simon war mit uns das erste Mal mit 6 Monaten im Zelt unterwegs und wir haben versucht das gewohnte Ritual, was wir zu Hause auch hatten (er schlief schon im eigenen Zimmer) auch beim Camping durch zu ziehen. Es hat zwei-drei Nächte gedauert und er hatte sich an die typische Zeltgeräusche gewöhnt und schlief, bis auf die Stillpausen, die Nacht durch.

Liebe Grüße
Guido

Berghexe
07.07.2010, 17:34
Hallo,
so danke für die weiteren Rückmeldungen.
Zu deinem Text, Atlinblau

Als "Störung" empfindet dein Kind folgendes (Passagen aus deinem Text)
- Wir sind vor 1 Monat umgezogen und Jonathan hat seitdem ein eigenes Zimmer
- das erste Mal mit ihm im Zelt übernachtet
- war es schon weit hinter seiner normalen Insbettgeh-Zeit
- deine Unsicherheit, dass das Kind im Bett der Eltern doch wohler fühlen würde
Wenn ich dieses so auf mich wirken lasse...dies strahlt mehr Unsicherheit
als Geborgenheit und Stabilität aus
Grundsätzlich ist Jonathan ein sehr selbstsicheres in sich ruhendes Kind, in seinem neuen Zimmer hat er seit der ersten Nacht durchgeschlafen, was er vorher nicht immer tat. Von daher denke ich waren wir so nah beim ihm schon sehr ungewohnt, und ich bin überzeugt davon dass er uns mittlerweile Nachts nicht mehr braucht, bzw sich auch nicht wohler fühlen würde, dürfte er noch bei uns schlafen. Wäre das so, so würde er das auch dürfen! Von daher hast du mich vielleicht falsch verstanden.

Bei der Bettgehzeit hast du völlig recht, da werden wir bei nächsten Mal versuchen ihn früher hinzulegen.
Und dass er sich an die Situation erst mal gewöhnen muss versteht sich von selbst.

Die Radtour muss natürlich nicht sein, wenn es nicht funktioniert werden wir nicht auf biegen und brechen losfahren, denn in aller erster Linie wollen wir uns dabei ja erholen, und das tun wir natürlich nicht wenn wir Alle nicht gut schlafen!

Wir werden am WE nochmal probieren und dann werde ich wieder berichten!

Eva

atlinblau
07.07.2010, 23:47
hallo Eva,

von mir soll das keine Wertung, keine Kritik gewesen sein...
ich versuche lediglich nachzuvollziehen, ab wann die Situation gekippt ist.
Noch einmal zu Hülle und Rythmus. Mit diesen inneren Ankern
umsorgen die Eltern das Kind...unabhängig von dem was das Kind tut.
Schafft das Kind mich aus dieser Ruhe zu bringen und z.B.innerlich wütend zu machen,
ist dies die Folge aus meiner Bewertung des Verhaltens des Kindes.
Es läuft dann oft ein Automatismus zwischen Elternteil und Kind ab, der
alle(s) schafft, aber keine Ruhe, keinen Schlaf.
Deshalb ist Elter sein sehr anstrengend und wohl dem,
der sich zurücknehmen kann weil ein anderer übernimmt.
Den Rythmus Abstand - Nähe bestimmt besser das Kind selbst.
Das Kind ist jedenfalls "unschuldig" an der Situation ...
ob der Test von euch gut-oder gutgenmeint war bleibt euch überlassen.

Andere Frage: Welche Farbe hat euer Zelt???

Thomas

hyrek
08.07.2010, 00:40
Den Rythmus Abstand - Nähe bestimmt besser das Kind selbst.
Das Kind ist jedenfalls "unschuldig" an der Situation ...
ob der Test von euch gut-oder gutgenmeint war bleibt euch überlassen

sehe ich anders. manchmal muss man kinder zu ihrem glueck zwingen

guido66de
08.07.2010, 08:09
sehe ich anders. manchmal muss man kinder zu ihrem glueck zwingen
Sehe ich auch so ... ;-)

hosentreger
08.07.2010, 08:50
...So jetzt seid ihr dran, habt ihr eine Idee wie es besser gehen könnte, so dass wir wenigstens erholt schlafen könnten...

Etwas OT:
:bg: Vielleicht nach einem kleinen Umweg suchen: Wenn das kleine Jonelchen einen lieben Opa hat, dann einfach den auf die Reise mitnehmen (mit eigenem Zelt natürlich) und den lieben Kleinen ein paar Stellplätze weiter (vielleicht so gerade außer Hörweite) plazieren...
Dann kriegt der Opa auch die Haue ab, wenn der Kleine nachts plärrt und die Leute in den Nachbarzelten stinkig werden:bg:

meint hosentreger

motion
08.07.2010, 08:51
Oder vielleicht auf eine Radtour mit Übernachtung in Pesionen ausweichen. Ich glaube da hat man dann als Elternteil auch mehr davon. In einem Jahr kann man ja dann immer noch mit Zelt los ziehen. Wir haben jetzt auch ein knapp 11 monatiges Kind und werden bald mit VW BUs für 2 Monate Richtung franz. Küste fahren. Zelt war mir ehrlich gesagt noch ein bisschen zu früh. Aber jeder muss das selbst entscheiden.

Gruß und Viel Spaß

SVen

Hollgi
08.07.2010, 09:26
Dranbleiben und nicht verzagen! Meine haben beide mit 1 Woche days erste mal drausen geschlafen (Teepee), und sind mit 3/4 Ein Jahr um Australien (im Zelt) gereist. Wenn sie sich an die umgebung (zelt) gewöhnt haben schlafen die dort super, besser als Zuhause. Wir haben immer eine kleine LED Taschenlampe an, damit es nicht völlig dunkel ist, ansonten ist rabatz wenn sie aufwachen. Meine brauchen ein wenig licht um sich zu orientieren, damit sie wissen wo sie sind, und sie brauchen keine Angst vor der dunkelheit zu haben..

ich
08.07.2010, 09:31
Oder vielleicht auf eine Radtour mit Übernachtung in Pesionen ausweichen. Ich glaube da hat man dann als Elternteil auch mehr davon. In einem Jahr kann man ja dann immer noch mit Zelt los ziehen.
Wobei das auch einfach nur eine Verlagerung der Probleme sein kann. Kinder müssen sich einfach an viele Dinge im Leben gewöhnen und neues ist immer aufregend und führt zwangsweise zu Störungen...jedes Kind ist eben dich anders ;-)

Ich hoffe z.B. ganz stark, dass unsere Große ihren momentan konstanten Zickenalarm in den kommenden drei Wochen auf Tour anstellt, sonst könnte das n höllischer Urlaub werden :roll:

atlinblau
08.07.2010, 09:56
guido und hyreck...geht es etwas konkreter???
Was sind eure Erfahrungen...

Meine Grundannahme:
Das Kind möchte von sich aus die Welt entdecken, selbstständig werden.
Dazu u.a.gehört seine sich entwickelnde Mobilität.
Es lernt im allgemeinen selbst stehen und laufen und entfernt sich schrittweise von selbst von den Eltern,
auch aus dem elterlichen Bett.
Dieser (sich ständig erweiternde) dynamische Grenzraum
von Nähe und Abstand bietet den Kindern Schutz und Stabilität.
Zwang im Umgang mit Kindern dient für mich lediglich als setzen einer
Grenze, und dies zum Schutz des Kindes vor Gefahren.
Anderer Zwang bis hin zur Gewalt ist daher Ausdruck der eigenen Ohnmacht im Umgang mit dem Kind.
Ich bleibe dabei: das Kind ist immer unschuldig...

Hilfreich für Eltern, die mehr innere Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern brauchen:
http://www.perlentaucher.de/buch/5456.html



Thomas

barkas1980
08.07.2010, 10:40
Nun schreib ich auch noch n Erfahrungsbericht.

Erste Nacht Ostern 2010 - Kind 7 Monate alt - Kanutour mit Zelt - -3°C Nachts.
Die Kleine schlief noch beim Abendessen ein, wachte dann aber gegen 23.30 Uhr auf, vermutlich weil die Schlafsacklösung zu kalt für diese Nacht war. Unser Fehler. Da keine Lust auf eine miese Nacht zügige Inanspruchnahme der Backup-Lösung => Autotransfer nach Hause mit Mama und dort weitere Nachtruhe. Hat super geklappt.

Dann Materialeinkauf und Umstellung

1 Woche bei Nachttemperaturen um 2-3°C in der Provence Fahrradtour: Die Kleine schlief in 3 Schlafsäcken nach dem Zwiebelprinzip. Um 19 Uhr gabs wie immer Essen für sie, parallel hat der Partner das Erwachsenenessen gekocht, parallel wurde Kleine Bettfertig gemacht und in die Schlafsäcke gesteckt, aber so, dass sie uns bei Essen zugucken konnte. Das "Beim Essen von MaPa zugucken" muss eine unheimlich ermüdende Tätigkeit sein - jedenfalls ist sie immer dabei eingeschlafen und hat 5/7 Nächte bis morgens um 6 oder 7 Uhr durchgeschlafen.
------

Das ist jetzt sicher nicht bei jedem Kind so - allerdings haben wir schon immer viel mit der Kleinen gemacht von Anfang an - im Auto geschlafen - auf Hütten geschlafen, bei Oma/Opa/Freunden usw. Lediglich die Zeiten und die abendlichen Grundrituale (Essen-Wickeln-Noch ein bissl zugucken im Schlafsack - Singen von MaPa) haben wir eingehalten.

So klappt das super - am allerwichtigsten ist aber wohl den Zeitpunkt des ins Bett bringen nicht zu verpassen - ist die Kleine über den Müden Punkt heraus oder nicht richtig müde sondern nur quengelig - dann wirds halt hässlich und langwierig - das ist wohl aber bei jedem Kind so - so war ich wohl auch :grins:

Fahrt ruhig in den Radurlaub - ist doch ne Super Grundidee. Wenn Euer Kind halt nachts Terror macht - was solls, dann schlaft halt auch mittags mal n Stündchen mit Ihm - ist super so n kurzes Powernapping- man hat ja sonst im Urlaub nix zu tun. Er wird sich schon daran gewöhnen.
Ich persönlich halte nix davon meine Tochter ausschließlich daheim in einer sicheren Umgebung auf zu ziehen und alles nach Ihr zu orientieren. Das kann nicht fürs Ego gesund sein :roll: Die Welt ist nicht mit Kissen und Plüsch gepflastert. Wichtig ist ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber das geht fast überall mit ein bissl Phantasie (ausser vielleicht 10m von der RockamRing-Bühne entfernt:grins:)

guido66de
08.07.2010, 10:56
Zwang im Umgang mit Kindern dient für mich lediglich als setzen einer Grenze, und dies zum Schutz des Kindes vor Gefahren.

Genau DAS meine ich, Grenzen setzen und durchsetzen ist aber heute für viele Eltern ein Problem und die Grenzen und Regeln innerhalb der Familien werden von den Eltern aufgestellt (unserer ist jetzt 5,5 Jahre) - im höheren Alter der Kinder vielleicht auch gemeinsam, da fehlen mir Erfahrungswerte.
Mit unserem Sohn klappt das recht gut auch wenn er ein ausgemachter Dickkopf ist (hat er von beiden Elternteilen). Die meisten Grenzen / Neins werde ohne Diskussion oder nach kurzer akzeptiert.

atlinblau
08.07.2010, 11:27
"...Ich persönlich halte nix davon meine Tochter ausschließlich daheim in einer sicheren Umgebung auf zu ziehen und alles nach Ihr zu orientieren...."
Ich beziehe jetz das mal auf mich:
- ich habe definitiv den Eltern nicht geraten zu Hause zu bleiben
- es geht bei der Nähe-Distanz-Beziehung um ein spielerisches emotionales Wechselspiel
- die Sicherheit im Kind muss erst wachsen
- es ist im Urlaub wie in einer Wandergruppe; der Schwächste bestimmt das Tempo
- dynamische Grenzen setzen gibt dem Kind Sicherheit für dessen lebendige Entfaltung
- Kinder wollen die Welt entdecken; sie zu Hause in Sicherheit und Watte zu packen, zeugt von der Lebensangst der Eltern

"Um reisen zu können, muß man ein zu Hause haben, das man verlassen und zu dem man zurückkehren kann. Sonst ist man ein Flüchtling..."
http://picasaweb.google.de/derForster/Babyweste#5196542188929667826
(als familie seit 15 Jahren im Sommer auf dem Wasser)

Thomas

(Die Angst vor Kinder als Thyrannen erzeugt diese erst...)

hyrek
08.07.2010, 11:35
Das ist jetzt sicher nicht bei jedem Kind so - allerdings haben wir schon immer viel mit der Kleinen gemacht von Anfang an - im Auto geschlafen - auf Hütten geschlafen, bei Oma/Opa/Freunden usw. Lediglich die Zeiten und die abendlichen Grundrituale (Essen-Wickeln-Noch ein bissl zugucken im Schlafsack - Singen von MaPa) haben wir eingehalten.

So klappt das super - am allerwichtigsten ist aber wohl den Zeitpunkt des ins Bett bringen nicht zu verpassen - ist die Kleine über den Müden Punkt heraus oder nicht richtig müde sondern nur quengelig - dann wirds halt hässlich und langwierig - das ist wohl aber bei jedem Kind so - so war ich wohl auch :grins:

Fahrt ruhig in den Radurlaub - ist doch ne Super Grundidee. Wenn Euer Kind halt nachts Terror macht - was solls, dann schlaft halt auch mittags mal n Stündchen mit Ihm - ist super so n kurzes Powernapping- man hat ja sonst im Urlaub nix zu tun. Er wird sich schon daran gewöhnen.
Ich persönlich halte nix davon meine Tochter ausschließlich daheim in einer sicheren Umgebung auf zu ziehen und alles nach Ihr zu orientieren. Das kann nicht fürs Ego gesund sein :roll: Die Welt ist nicht mit Kissen und Plüsch gepflastert. Wichtig ist ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber das geht fast überall mit ein bissl Phantasie (ausser vielleicht 10m von der RockamRing-Bühne entfernt:grins:)

full ack


auch aus dem elterlichen Bett.
machmal kommen sie aber wieder zurueck ;-)
und das ist auch bei jedem kind verschieden

Zwang im Umgang mit Kindern dient für mich lediglich als setzen einer Grenze, und dies zum Schutz des Kindes vor Gefahren.

bei gefahr natuerlich ein muss. aber auch ansonsten muss ein kind lernen, dass es grenzen gibt im zusammenleben mit anderen (ich darf nicht jeden an den haaren ziehen, und wenn ich es doch mach, traegt papa mich auf dem arm, bis ich wieder normal bin).


Anderer Zwang bis hin zur Gewalt ist daher Ausdruck der eigenen Ohnmacht im Umgang mit dem Kind. Ich bleibe dabei: das Kind ist immer unschuldig...
ich denke auch, dass das kind unschuldig ist. es gibt aber situationen, mit denen das kind nicht umgehen kann (z.b. weil zu muede, etc.), man es auf dem arm unter zwang festhaelt bis es sich wieder beruhigt hat. dabei habe ich den eindruck, dass es zwar die naehe des elternteil braucht / will, dies aber nicht richtig artikulieren kann. es findet also auch hier ein zwang zum wohle des kindes statt.

atlinblau
08.07.2010, 12:14
Trost als Erfahrung einer körperlichen Grenze hilft auch uns Erwachsenen, es bewahrt vor dem Gefühl des zerfließens.
Der Widerwillen des Kindes von jedem gedrückt zu werden ist jedoch etwas anderes und im Sinne der Grenzen des Kindes zu respektieren.

Thomas

hosentreger
08.07.2010, 15:17
"...der Schwächste bestimmt das Tempo...

Also das halte ich für Unfug! Auch der "Schwächere" kann/soll/muss an sich arbeiten.
Richtig ist allerdings aus meiner Sicht, dass schon bei der Tourenplanung der Leistungsstand der einzelnen Gruppenmitglieder mitbedacht werden sollte. Ggf. muss auch mal einer zu Hause bleiben!

Ohne atlinblau allzusehr nahezutreten - mit manchen seiner der Begriffe und Ansichten kann ich garnix anfangen, dafür verwende ich dann den Begriff "Hohlraumesoterik".:ignore::ignore::ignore:

Ist aber nicht böse gemeint!

hosentreger

walkingalone
08.07.2010, 15:45
Hallo zusammen,

kann es sein, dass die Diskussion hier in Richtung „wie geht man RICHTIG mit Kindern um?“ geht? Beim Begleiten von fünf Kindern (heute zwischen 30 und 14) auf dem Weg zum Erwachsenen habe ich zwei Dinge gelernt:

1. Die Moden zur Kindererziehung wechseln alle paar Jahre und haben – im Gegensatz zu Kleidermoden - die Tendenz zur absoluten Ausschließlichkeit. Will heißen: Das und das ist (aktuell) richtig und Stand der Wissenschaft und alles andere „geht gar nicht“. Beispiele: Zu meiner Babyzeit war Stillen was für Arme oder Primitive, wer es sich leisten konnte, fütterte mit Milupa und Co., das war zeitgemäß. Heute ist Stillen nicht nur als natürliche Ernährung rehabilitiert (was ich sehr begrüße), sondern jede Frau, die nicht stillt, muss sich rechtfertigen!
Beim Impfen, der „Sauberkeitserziehung“ (welch ein Wort), dem Aufstellen und Einhalten von Regeln und vielen anderen Themen ist es ähnlich: Wer die Regeln, die zu der Zeit (und im sozialen Umfeld) gelten, verletzt, muss sich erklären und wird u.U. sogar attackiert.
Erzählt mal Nicht-Outdoorern, dass Ihr Eure Kleinkinder im Zelt/im Freien/auf dem Boden schlafen lasst! Die fallen um!

2. Es gibt keinen „richtigen“ Umgang mit Kindern! Nicht nur die wechselnden Erziehungsmoden, sondern auch die Unterschiedlichkeit unserer Kinder, machen es unmöglich, als Eltern dauerhaft richtig zu handeln. Was bei Kind a wunderbar klappt, versagt bei Kind b kläglich. Was das eine Kind toll findet, stößt beim anderen auf heftigen Widerstand.
Ich kann die Verunsicherung vieler junger Eltern gut verstehen. Uns allen fehlen Modelle, an denen wir uns ausrichten können. Der alte, patriarchalisch-autoritäre Stil hat ausgedient, der anti-autoritäre der 68er versagt – und nun?

Fazit: Lasst Euch nicht verrückt machen. Schaut genau auf das eigene Kind und dessen Reaktionen: Was ist gut, was fordert das Kind in angemessenem Rahmen, was ist zu viel? Gebt dem Kind über Rituale und Kontinuität so viel Sicherheit, wie es braucht (je jünger, desto wichtiger) und vertraut darauf, dass diese kleinen Wesen nicht so zerbrechlich sind, wie uns die Ratgeber glauben machen.

Ich habe meinen Kindern immer viel zugetraut und auch viel zugemutet – war aber auch immer im Hintergrund unterstützend da, wenn es nötig wurde. Hin und wieder habe ich auch zu viel gewollt und es ist schief gegangen. Dann musste ich trösten, wieder gut machen, erklären, mich entschuldigen. Und habe an meinen Fähigkeiten als Mutter gezweifelt, wenn es schlimm war.

Aber ich glaube, perfekte Eltern gibt es nicht – sie wären auch das Schlimmste, was Kindern passieren kann. Eltern, die ihre Kinder lieben und es so gut machen, wie es ihnen möglich ist, sind schon sehr sehr viel.

In diesem Sinne: Eltern wachsen an ihren Kindern. Viel Freude dabei!

hosentreger
08.07.2010, 15:56
@walkingalone:
4sterne

hosentreger
Vater von mittlerweile 3 erwachsenen Kindern und Opa

walkingalone
08.07.2010, 16:30
@walkingalone:
4sterne

hosentreger
Vater von mittlerweile 3 erwachsenen Kindern und Opa

Fein, dann weißt Du ja, was ich meine :p
Vielen Dank für die Rückmeldung!

Opa/Oma stelle ich mir toll vor: Nicht mehr erziehen müssen, aber spielen dürfen!

Berghexe
08.07.2010, 18:25
Hallo Ihr,
da habe ich ja als Neue hier gleich schon eine Lawine losgetreten, fühle mich aber nicht schuldig dabei - VIVE LA FORUM!

Grundsätzlich bin ich auch eher nicht überzeugt von der vorher so treffend bezeichneten Hohlraumesoterik, liegt wohl auch an meiner Erziehung ;-) (trotz des Sozialpädagogen-Papas).

Ich denke auch dass sich der Kleine schon dran gewöhnt, zumindest habt ihr mir dafür Mut gemacht, und eure Erfahrungen sprechen ja auch dafür. Unser Kleiner ist robust, der schafft das schon.

Grüße Eva

Enja
17.07.2010, 20:58
Unsere drei inzwischen erwachsenen Kinder haben von Anfang an mit uns im Zelt Urlaub gemacht.

Wir haben sie schlafen gelegt, während wir noch draußen sitzen blieben. Dann konnten sie sich noch beliebig oft um sich selbst drehen. Wobei sie das in unterschiedlichem Ausmaß taten. Unruhige Schläfer wurden am Zeltende quer gelegt, um die anderen nicht zu stören. Wir hatten zu fünft nur ein 3-Mann-Zelt. Es gab also genügend Gekuschel.

Manche Kleinkinder/Babys robben solange vorwärts, bis sie irgendwo anstoßen. Legt man sie zurück, beginnt es von vorne. Da man aus einem Zelt nicht rauskrabbeln kann, sehe ich da kein Problem.

Wenn man zu Hause endlose Rituale kompliziertester Art einführt und wenig Spielraum im Tagesplan hat, wird es natürlich im Urlaub schwierig. Deswegen würde ich das nicht zu sehr ausbauen.

bikefamily
06.04.2011, 15:59
Hallo zusammen,

kann es sein, dass die Diskussion hier in Richtung „wie geht man RICHTIG mit Kindern um?“ geht? Beim Begleiten von fünf Kindern (heute zwischen 30 und 14) auf dem Weg zum Erwachsenen habe ich zwei Dinge gelernt:

1. Die Moden zur Kindererziehung wechseln alle paar Jahre und haben – im Gegensatz zu Kleidermoden - die Tendenz zur absoluten Ausschließlichkeit. Will heißen: Das und das ist (aktuell) richtig und Stand der Wissenschaft und alles andere „geht gar nicht“. Beispiele: Zu meiner Babyzeit war Stillen was für Arme oder Primitive, wer es sich leisten konnte, fütterte mit Milupa und Co., das war zeitgemäß. Heute ist Stillen nicht nur als natürliche Ernährung rehabilitiert (was ich sehr begrüße), sondern jede Frau, die nicht stillt, muss sich rechtfertigen!
Beim Impfen, der „Sauberkeitserziehung“ (welch ein Wort), dem Aufstellen und Einhalten von Regeln und vielen anderen Themen ist es ähnlich: Wer die Regeln, die zu der Zeit (und im sozialen Umfeld) gelten, verletzt, muss sich erklären und wird u.U. sogar attackiert.
Erzählt mal Nicht-Outdoorern, dass Ihr Eure Kleinkinder im Zelt/im Freien/auf dem Boden schlafen lasst! Die fallen um!

2. Es gibt keinen „richtigen“ Umgang mit Kindern! Nicht nur die wechselnden Erziehungsmoden, sondern auch die Unterschiedlichkeit unserer Kinder, machen es unmöglich, als Eltern dauerhaft richtig zu handeln. Was bei Kind a wunderbar klappt, versagt bei Kind b kläglich. Was das eine Kind toll findet, stößt beim anderen auf heftigen Widerstand.
Ich kann die Verunsicherung vieler junger Eltern gut verstehen. Uns allen fehlen Modelle, an denen wir uns ausrichten können. Der alte, patriarchalisch-autoritäre Stil hat ausgedient, der anti-autoritäre der 68er versagt – und nun?

Fazit: Lasst Euch nicht verrückt machen. Schaut genau auf das eigene Kind und dessen Reaktionen: Was ist gut, was fordert das Kind in angemessenem Rahmen, was ist zu viel? Gebt dem Kind über Rituale und Kontinuität so viel Sicherheit, wie es braucht (je jünger, desto wichtiger) und vertraut darauf, dass diese kleinen Wesen nicht so zerbrechlich sind, wie uns die Ratgeber glauben machen.

Ich habe meinen Kindern immer viel zugetraut und auch viel zugemutet – war aber auch immer im Hintergrund unterstützend da, wenn es nötig wurde. Hin und wieder habe ich auch zu viel gewollt und es ist schief gegangen. Dann musste ich trösten, wieder gut machen, erklären, mich entschuldigen. Und habe an meinen Fähigkeiten als Mutter gezweifelt, wenn es schlimm war.

Aber ich glaube, perfekte Eltern gibt es nicht – sie wären auch das Schlimmste, was Kindern passieren kann. Eltern, die ihre Kinder lieben und es so gut machen, wie es ihnen möglich ist, sind schon sehr sehr viel.

In diesem Sinne: Eltern wachsen an ihren Kindern. Viel Freude dabei!
Du sprichst mir aus der Seele (habe selbst 5 Kinder 2-18),hätte auch meine Worte sein können.Das tut gut dieses nach den vorherigen Berichten zu lesen.

steakhouse
18.04.2011, 21:48
Kurz meine Erfahrung:

Wir sind mit unseren 13 monatigen Zwillingen 3 Wochen im Hochsommer durch Utah getingelt (von -2 bis +40 Grad also alles mitgemacht). Ist alles wunderbar gelaufen. Die Kleinen waren genauso glücklich wie wir.

Mein bescheidener Rat zum Thema:

1. Einen Eimer kaufen und mit Wasser füllen.
2. Kleine Schaufeln nicht vergessen.
3. Abends eine kleine Excursion unternehmen.
4. Lieblingsmusik und Kuscheltiere mitnehmen.

Ansonsten bleibt noch anzumerken, dass unsere Kinder besonders die Trinksysteme toll fanden (zum knabbern und spielen versteht sich....))

Maltespalte
29.04.2011, 19:54
Was bei Kind a wunderbar klappt, versagt bei Kind b kläglich. Was das eine Kind toll findet, stößt beim anderen auf heftigen Widerstand.


Ich stimme dir zu und möchte die Elternseite ergänzen:

Bei Kind a (20 Monate) waren wir total aufgeregt, ob das alles klappt, sehr vorsichtig und damit auch unsicher. Klar haben wir auch Sprüche von Nicht-Outdooren abbekommen. Das wirkte dann nicht gerade ermutigend. So richtig gut hat das nicht alles nicht funktioniert. Aber die Zeiten änderten sich, wenn auch langsam, weil wir es immer wieder probiert haben.

Bei Kind b (10 Monate) waren wir entspannt, routiniert im Zelten mit Kind und konnten die nötige Ausstattung gut abschätzen. Außer einer Nacht mit Fieber war die Kleine sehr umgänglich. Sprüche von anderen (inkl. Campingplatzbetreibern!): "Häh? Ich hör gerade nix..." :baetsch:

Erklärungsversuche würden hier wohl schnell zirkulär werden. Und da ist was dran.