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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasserblasen…



maro
06.04.2004, 13:51
Moin,

gibt es eigentlich ein logische Erklärung, warum manche Wasserblasen am Fuß sich unter einer äußerst dünnen Hautschicht (für gewöhnlich die Blasen die sich von alleine aufscheuern) bilden und andere Blasen wiederum erst unter einer drei Millimeter starken Hautschicht (meist als dunkler Blutfleck zu erkennen) entstehen…? Wo sich die Blase jetzt am Fuß bildet ist dabei „eigentlich“ sekundär.

Das es für dieses Phänomen eine logische Erklärung gibt kann ich mir durch aus vorstellen. Doch ist diese auch für den medizinischen Laien nachvollziehbar…?

Schöne Ostern und hoooffentlich besseres Osterwetter… ;-/

Marcel
06.04.2004, 18:31
Hallo!

Da muss man sich die Anatomie der Haut anschauen:

Unsere Haut besteht aus einer nicht durchbluteten Epidermis , sowie einer gut durchbluteten Dermis (mit Subcutis darunter=Unterhautfettgewebe).

Wenn sich die Blase in der oberen Schicht, der Epidermis, bildet, ist die Wand der Blase nur dünn und verletzlich. Die Blase geht schnell kaputt.

Eine Blase in tieferen Schichten der Dermis ist aufgrund der Blutgefäße oft Blutgefüllt und durch hat aufgrund ihrer Tiefe eine dickere Wand.

Gruss
Marcel

Ilja
06.04.2004, 19:04
Besser hätte ich es auch nicht sagen können :bg:

maro
06.04.2004, 22:34
OK - hab ich soweit verstanden. ;-))

Allerdings ist mir noch unklar, warum ich gelegentlich eine solche Blase oder eben eine der anderen Blasen bekomme. Egal welches Schuhwerk bzw. welche der Socken ich dazu trage... *grübel grübel*

Kann man das begründen oder ist das eine Frage der Tagesverfassung...? * gnade verzeiht meine naive medizinische Unwissenheit* ;-)))

Flachlandtiroler
07.04.2004, 09:33
Hallo Mark,


Allerdings ist mir noch unklar, warum ich gelegentlich eine solche Blase oder eben eine der anderen Blasen bekomme. Egal welches Schuhwerk bzw. welche der Socken ich dazu trage... *grübel grübel*
- Immer an der gleichen Stelle oder z.B. mal unter der Hornhaut, mal an der Ferse?
- Außentemperatur: Stark geschwitzt im Schuh?

Die "tieferliegenden" Wasserblasen habe ich wenn überhaupt, dann gelegentlich unter der Hacke gehabt, funktionierte sozusagen als zusätzlicher Weichtritt und hat eingentlich beim Gehen keine Beschwerden verursacht. Die durchgescheuerten "oberflächennahen" Blasen finde ich unangenehmer.

Gruß, Martin *langeblasenfrei*
PS.: PN gelesen?

Marcel
07.04.2004, 19:17
Hallo!

Die Lokalisation der Blase hängt vom Ausmaß der Reibung/Belastung zusammen.
Bei einer Quetschung am Finger zum Beispiel bekommt man leicht eine Blutblase, weil tiefer liegende Stukturen und Gefäße ind der Dermis zerstört werden und das Blut austritt.
Bei einer eher oberflächlichen Belastung bekommt man "wassergefüllte" Blasen, die auch leichter kaputtgehen. Am Hacken sind diese Blasen aufgrund der dickeren Hornschicht dann doch relativ stabil.

Gruss
Marcel

maro
14.04.2004, 09:26
Hej,

sorry für die kleine Osterverspätung, war über die Feiertage offline, zwecks draussen rumtreiben, Erkältung einfangen und rumtreiben in Wald und Bääärgen.

Also der Reihe nach…

Ich selber bin vom Phänomehn der Blasenbildung glücklicherweise weitgehends verschont. Doch wenn sich denn mal eine bildet, ist es am ehesten im Bereich der Hacke (im Innenbereich ca. 1,5 bis 2 cm über Bodenberührung (im Verhältnis ich bin 185cm groß)). Wenn ich mit Turnschuhen im Wald unterwegs bin ist es eher eine Wasserblase (zu mindest wenn ich keine Socken trage). Bei leichten Trekkingschuhen oder auch mal bei einem leichten Bergschuh habe ich eher die tiefe Blasenbildung erlebt (in dem Fall immer mit Socken! *g*).

Je nach Gelände bzw. Untergrund (beispielsweise soll es ja gelegentlich unvermeidliche Asphalthatscher geben!), habe ich mir eine fette Butblase direkt unter der Ferse eingefangen. Die Teile finde ich ziemlich unangenehm! Ansonsten schliesse ich mich Martins Meinung an: die oberflächlichen Blasen sind recht unangenehm, vor allem wenn sie das nässen anfangen.

@Martin: PN ist in Arbeit ;-))

Bernie
14.04.2004, 22:17
Hilft allenfalls einzelnen Blasengeplagten:

Habe im Militär gelegentlich Blasen eingefangen. Auf Rat meines Vaters (Jahrgang 1905, ich btw 1957) mit einer Nadel ein Stück Garn durch die Blase gezogen. Das Garn wirkt wie ein Docht, der die Nässe rauslässt. So schwellen die Dinger nicht mehr an und man kann recht gut weitergehen. Die Haut über der Blase wächst so oft wieder recht gut mit dem "Untergrund" zusammen.

Nicht vergessen, das Garn rauszuziehen, bevor es eingewachsen ist :D

Beste Grüsse
Bernhard

Mephisto
15.04.2004, 09:07
Nette Methode, v.a. so sauber :bg:

Mecoptera
15.04.2004, 11:02
Aufschneiden und Schnittstelle mit Alkohol desinfizieren; hilft bei mir fast immer :wink:

Bernie
15.04.2004, 20:29
Bei mir bildete sich dann eine Zeit lang wieder neues Wasser, was eben besonders störend war. Ausser ich schnitt einen kleinen Spickel raus, so dass die neugebildete Flüssigkeit auslaufen konnte.
Das mit dem Garn funktioniert übrigens wirklich bestens, hatte nie auch nur den Hauch einer Entzündung.

maro
19.04.2004, 14:35
Moin,

also die Geschichte mit dem Faden komt mir doch sehr bekannt vor.Hört man überwiegend von älteren Leuten. Geschadet hat es wohl den wenigsten. Doch den Aspekt Hygine sollten wir in dem Fall doch lieber ausklammern.

Wenn die Blase an- oder doch gleich aufgeschnitten wird, sollten doch alle Hautränder entfernt werden. So wird einer nachfolgenden Infektion meines Wissens nach am besten vorgebeugt.

OK - wie kann ihc aber jetzt den diesen tief sitzenden Blasen vorbeugen. Die Schuhe passen, wenn so etwas auftritt, dann am ehesten wenn lange Touren auf hartem Untergrund anstehen...