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Nammalakuru
10.04.2010, 01:16
Land: Laos
Reisezeit: März/April 2010
Region/Kontinent: Südostasien

http://lh6.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zLjWeMhPI/AAAAAAAAEjU/bxR_P1Hh7K8/s720/DSC_0147.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457460656654288114)

Ungewöhnlicher Start: Ich treffe mich mit meinem Kumpel erst in Dubai. Unsere Flüge ab Düsseldorf und München gehen zeitlich nahezu paralell. Lustigerweise sitze ich im Emirates Flieger neben zwei etwas jüngeren Alleinreisenden, so dass der Hinflug nach einiger Malaria Prophylaxe (Gin Tonic) doch entgegen meiner Erwartung recht unterhaltsam wird. Ernüchterung gibts dann Tags drauf in Dubai. Nach Wasser kommt Sand, kommt Dubai - mitten im nix. Noch leicht angeschlagen find ich irgendwann und irgendwo im Airport meinen Reisegefährten.

Nach kurzem Aufenthalt gehts ab in den A380 gen Bangkok. Dachten wir. Der Kaptain hat vorher einen Kommunikationskurs "bad news" belegt und verkauft den Vorfall geschickt. "Wir haben hier ein kleines technisches Problem, leider wird die Behebung eine Stunde dauern. Wir warten auf einen Techniker. Bitte bleiben Sie sitzen." Eine Stunde später: " Der erste Teil des Problems ist nun gelöst, nun müssen wir noch den zweiten Teil lösen." Die zweite Stunde vergeht. Draussen wird fleissig am Triebwerk geschraubt. A380? Muss sich um einen Garantiefall handeln denke ich. "Leider dauert es doch länger als erwartet. Für Ihre Bequemlichkeit möchten wir Sie bitten die Maschine zu verlassen und zurück in das Gate zu gehen." Alles raus. Zielstrebig mit Argumenten im Gepäck suchen wir das Emirates Buffet auf. Die Meute folgt 30 Min. später. Nach insgesamt 5 Stunden ist das Triebwerk verarztet und der insgesamt doch unspektakuläre Stahlvogel hebt ab Richtung Thailand. Aufgrund der geringen Umstiegszeit von 1 Std. in Bangkok flogen wir mit Handgepäck - hätten wir uns schenken können. Wir müssen am Zielort im Airport nächtigen und rennen morgens um 4.00 Uhr Ortszeit zum Airasia schalter um just-in-time um 7.00 Uhr den Flug nach Chiang Rai zu buchen. 50 griechische Euro sind in Anbetracht der Kurzfristigkeit aktzeptabel.

Mit der gefühlt ersten ausgelieferten Boing 737 gehts in knapp einer Stunde nach Chiang Rai. Der Flug ist definitiv besser als der Flieger. Mit Taxi und Bus gehts an die laotische Grenze und über den Mekong nach Huay Xai. Hier gibts nicht allzuviel zu sehen - typische Durchgangsstation.

http://lh4.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zIEpkt62I/AAAAAAAAEjU/LJDmWEMKRGc/s720/DSC_0036.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457456830671088482)

Abends buchen wir noch die Fahrt nach Luang Namtha. Noch leicht benommen vom köstlichen Beerlao (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457460528326528482)geb ich natürlich bei der Buchung das falsche Hotel an. Hier sollten wir am nächsten morgen zwischen 9-10 Uhr mit einem Minibus {"minibat"} abgeholt werden. Wir sitzen gegenüber unseres Hotels mit Sicht auf den Eingang und frühstücken gemütlich. Nachdem ich die Hälfte meines Omletts inhaliert hatte und grade den Fahrtbeleg aus der Tasche zog fiel mir wie Schuppen von den Augen, dass die Hotelnamen keineswegs deckungsgleich sind. Upps. Just in diesem Moment kommt einen junge Laotin vorbei und fragt, ob wir nach Luang Namtha fahren wollen. Wir bejahen. Die gute Frau gehört zur Travel Agency und bittet uns den Bus aufzusuchen und weist uns den Weg. Blödheit wird in Laos einfach nicht bestraft - dieses Phänomen wird uns eng begleiten. Die Dame gibt uns gleichzeitig zu verstehen, dass wir in Ruhe aufessen könnten. Gesagt getan. Wir lassen uns schön Zeit und trinken unseren zuckrigen Cafe Lao. Als wir an der Travel Agency waren kam sogleich der Busfahrer auf mich zugestürmt und wies mich zum Bus. Ich wunder mich woher die Leute immer wissen wer wohin will, obwohl man sich noch nie gesehen hat. Fazinierend! Es ist viertel vor zehn, der Busfahrer gibt in die sitzenende Runde im Businneren, dass jetzt die beiden Jungs vom Frühstück daseien und man nun los könne. Ich wette die saßen alle schon seit 9 Uhr in dem engen Minibus und konnte nur hoffen dass sich die böse Stimmung nicht (zurecht) an uns beiden entlud. Die Reisegruppe war fair oder emotionslos die Reise nach Luang Namtha ging los.

Luang Namtha ist ein kleines leicht verschlafenes Nest im Nordwesten des Landes. Wir bevorzugten zur Erkundung der Umgebung die wohl natürlichste südostasiatische Fortbewegungsweise: den Motorroller. Für nur 50.000 Kippen, etwa 5 €, kann man die Zweiräder ausleihen. Fragen nach einer Versicherung werden mit großen Augen oder alternativ mit einem breiten Grinsen beantwortet. Vor Fahrtantritt muss noch der Pakt mit dem Teufel unterzeichnet werden. Der Mieter haftet für alle Schäden, geht das Gefährt irreparabel zu Bruch werden 1.500 US$ fällig - was so in etwa um den Faktor 4 zu hoch sein dürfte, da es sich meistens um chinesische oder laotische Nichtqualitätsware handelt. Trotzdem voller Sorge um seinen Geldesel gibt uns der Moppedvermieter noch den Hinweis an der richtigen von zwei möglichen Tankstellen Benzin nachfüllen zu lassen. Hier wid das Benzin nicht gepanscht.

http://lh6.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zIF5Z6ZJI/AAAAAAAAEjU/E4Hq31asrnw/s720/DSC_0073.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457456852100605074)

http://lh5.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zIKmUerAI/AAAAAAAAEjU/CEqJWsSxKDE/s720/DSC_0106%20%2825%29.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457456932876889090)

Wir fahren zuerst ne kleine Runde im Osten der Kleinstadt. Man ist doch sehr schnell draussen, den Rollern verlangen wir nicht originär vorhandene Enduroqualitäten ab - oder: "bad road" wir die Karte sagt. Wir passieren kleine Dörfer und machen hier und da mal halt um ein Kaltgetränk zu nehmen. An dieser Stelle sei auch gleich mal die bis zur Perfektion ausgeprägte "Büdchenkultur" erwähnt und gelobt. Ruhrpottler und Rheinland-Metropolisten wissen was ich meine. Überall in jedem Dorf und an jeder Ecke gibt es irgendjemanden der Kaltgetränke aus Kühlschränken verkauft. Bei doch hohen Temperaturen weiss man diesen Luxus schnell zu schätzen. Bei der nächsten Brücke werden wir auf die erste kleine Probe gestellt. Eine schmale Bambusbrücke über einen kleinen Fluss. Irgendwie müssen wir da mit den Moppeds rüber. Hälftig auf der Brück schweift die Konzentration für einen kleinen Moment ab und ich überlege mir nur wie ich dem Vermieter erklären soll, dass ich seine Maschine im Fluss versenkt habe. Ich schaffe es auf die andere Seite. Mein Reisegefährte stellt sich hier weitaus schlimmer an - hats aber auch nicht einfach, da ein Paparazzi in meiner Person nur auf den "Splash"-Moment wartet. Alles geht gut - wir sind drüben. Weiter gehts. Eine sehr schöne Gegend. Wir passieren traumhafte Reisfelder, insgesamt bieten sich auf unserer Runde herrliche Ausblicke.

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Tags drauf beschliessen wir gen Norden nach Muang Sing zu fahren. Bekannt ist der Bezirk als großes Opiumanbaugebiet. Viele verschiedene Ethinien leben hier zusammen. Die bekanntesten Drogenbauern sind sicher die "Akha", laut Reiseführer haben Sie bis vor kurzem, als der laotische Staat seine sehr restriktive Drogenpolitik gestartet hat, ungefähr zwei drittel ihrer Opiumernte selbst verbraucht. Quasi arm aber künstlich glücklich.

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Wir haben eine Wanderung durch mehrere kleine Dörfer gemacht, darunter auch Akha Dörfer. Statt landesüblicher Begrüßung wurden wir desöfteren mit "Opium?Opium?Opium?" begrüßt, teils auch von sehr schrägen Zeitgenossen mit Schrotflinte auf dem Rücken und breitem Grinsen im Gesicht. Angst musste man aber trotzdem nicht haben. Die Dörfer sind sehr einfach gehalten. Schlichte Häuser aus Bambus, sieht ein wenig aus als besucht man ein Steinzeitdorf. Auf den Wegen im Dorf ist ne Menge los, liegt aber auch an den kinderreichen Familien. Macht man eine Pause im Dorf, so zieht man als Weißbrötchen zwar anfangs Aufmerksamkeit auf sich, diese ist aber nicht von langer Dauer und keineswegs penetrant. Alles mit einem Lächeln.

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Wir fahren die Straße entlang zur chinesischen Grenze. Ein Motorrad überholt uns. Später heisst es von einem Kanadier in einem Guesthouse, dies sei Stefan Loose vom gleichnamigen Verlag gewesen und hätte sich zuvor die Zimmer des Hauses angesehen. Meine Wissensbasis beruhte ebenfalls auf dem orangefarbenen Laos Reiseführer. Wir finden die Geschichte natürlich lustig, jedoch möchte ich nicht ausschließen, dass es auch ein beliebiger Autor dieses Verlages gewesen sein könnte oder absolut nix davon wahr ist. Also Stefan Loose: Falls du diese Zeilen hier liest: Ich bitte um Stellungnahme!
Entlang der Strasse dehnen sich Reisfelder aus. Kolonnen von LKW fahren gen China. Laos macht grade Rohstoff-Ausverkauf an den roten hungrigen Drachen hat man das Gefühl. Globalisierung ist sicher nicht nur Segen, der Raubbau an der Natur ist in Laos erkennbar. Brandrodung schafft immer neue Flächen und der Nachbar ist hungrig, der marode Staat braucht dringend Geld. Wir fahren bis zur chinesischen Grenze und kehren wieder um nach Muang Sing.

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Nach einiger Zeit im Norden gehts nach kurzem Stopover in Oudomxay weiter nach Luang Prabang. Oudomxay ist bei unsere Ankunft durch Brandrodungen in der Umgebung völlig vernebelt. Es riecht nicht aber das Licht ist völlig gelb. Es ist als trägt man eine getönte Brille. Die Sonne am Himmel ist auch Nachmittags durch die Rauchwolke nur ein schwach erkennbarer Punkt. Beim roten Kreuz nehmen wir eine Massage und gehen in die Dampfsauna. Ein Kessel über offenem Feuer, draussen Sturmböen. Und ein Saunameister der es zu gut meinte. gefühlte 80 C sind dann für ne Dampfsauna doch etwas viel. Ein Mann bleibt natürlich trotzdem sitzen ... war aber schon mit Schmerzen verbunden. Die Massage im Anschluß war perfekt.

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Busfahren in Laos ist schon so eine Sache. In den Travel Agencys werden die Reisezeiten der einzelnen Busarten oftmals geschäftlichen Interessen unterworfen. Entweder es gibt keinen Local Bus oder aber er braucht mindestens 2-3 Stunden länger als ein vollklimatisierter V.I.P. Bus oder Minibus. In beiden letztgenannten sitzen dementsprechend nur Weißbrötchen drin. Man steht nicht im Stau - man ist der Stau. Mir völlig klar, auch ich bin nur ein Tourist. Trotzdem bevorzuge ich die Reise in den "normalen" Lokalbussen statt mit 10 Franzosen und Engländern in einen Kleinbus gefercht zu werden. Desweiteren stimmt die reisezeit nie mit den Versprechungen überein. So braucht der Minibus in der Regel eine Stunde um voll zu werden und klappert noch x-Gästehäuser ab bevor es dann endlich mal losgeht. Kurz vor Ankunft wird dann noch eine Pause nach Provisionsmodell in einem Restaurant gemacht und wieder ist ne halbe Stunde weg. Der Local Bus hingegen tuckert in der Tat etwas langsamer, jedoch fährt er unseren Erfahrungen nach überpünktlich, auch gerne mal 20 Minuten vor Plan, ab und fährt non-stop durch. Die zuvor mitgeteilten Reisezeiten aus den Travel Agencys wurde realit sogar halbiert. Generell sind die Reisezeiten aber nicht zu unterschätzen. Für 100 km braucht der Bus im Norden um die 4-5 Stunden, kein Vergleich mit Europa. Das kostet am Ende viel von der meist beschänkten Reisezeit.
Der Laote ist längere Reisen im Bus offenbar nicht gewohnt. Die Strassen sind in schlechtem Zustand der Bus ebenfalls. Die Wegführung ist sehr kurvig. Kotztüten fehlen in keinem Bus. Und sie werden von Jung und Alt eifrig genutzt. Als Kontrastprogramm und zur kontinuierlichen Verwunderung meines Reisegefährten konnte ich - auch dank meines aufblasbaren Nackenkissens - trotz der Strassenzustände immer gut schlafen. Schön wenn man das kann.

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Luang Prabang ist die Stadt der Tempel. Das spirituelle Zentrum Laos. Die ehemalige Hauptstadt hat nur etwa 50.000 Einwohner und ist aufgrund der vielen Sehenswürdigkeiten gut erschlossen - auch touristisch. Das Tempo in Luang Prabang ist sehr gemächlich und das macht den Charme der Stadt aus. Die Lage ist wunderschön zwischen Mekong und dem nebenarm Nam Khan. In der Tat gibt es viel zu sehen und man mutiert leicht zum "Vat-Wanderer". Vom Phousi Mountain mitten in der Stadt hat man einen sehr guten Ausblick. Die Sichtweite hängt von der Reisezeit ab. Ende März war die Sicht sehr stark vernebelt, nach und in der Regenzeit kann man kilometerweit die ganze Umgebung einsehen. Wir halten uns gerne einige Tage in Luang Prabang auf und erkunden zu Fuß und mit dem Rad in engem Radius die City.

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Ein schöner Ort zu chillen. Sicher ein Highlight ist der Kuang-Si-Wasserfall. Klare blaue Wasserbecken laden zum baden ein, mehrer Kaskaden lassen das Wasser sprudeln. Und die großen Wasserfälle sind ein nettes Fotomotiv.

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(http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457459710956981570)

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Mal wieder eine 5-6 stündige Busfahrt. Vang Vieng steht auf dem Plan. Vang Vieng ist insbesondere durch das Tubing, bei dem man sich in einem Traktorschlauch den Fluss hinuntertreiben lässt zum Wallfahrtsort für vergnügungssüchtige junge Leute geworden. Offensichtlich scheiden sich hier die Geister. Auch meine Meinung ist gespalten. Oder um es abzukürzen: Ja, ich kann mir vorstellen, dass eine Flussfahrt in einem aufgeblasenen Gummischlauch mit 3.0 Promille bei bestem Ausblick auf die wunderbare Landschaft ne Menge Spass macht. Wenn ich mir den ort heute aber anschaue sehe ich auch die negativen Seiten. Überall wird gebaut, wirklich überall. Es gibt mehr Bars und Guesthouses als Wohnhäuser. An jeder Ecke Pizza, Falafel und Pancakes. Eine alkoholisierte Partycrowd die tagsüber in DVD-Bars ausnüchtert und sich von Friends-Folgen in der Schleife berieseln lässt. Abends wird sogar die Sperrstunde die von der kommunistischen Regierung landesweit verhängt wurde vernachlässigt und auf einer Partyinsel mittig der Stadt wird eifrig bis 2.00 Uhr in englischen Bars feiert. Und ja: Auch ich habe mich diesem zweifelhaften Vergnügen in den Abendstunden hingegeben. Eher mangels Alternativen. Ich brauche keinen Heiligenschein. Trotzdem ist es nicht mein Verständnis ein Land zu entdecken. Motivgleichheit wäre allerdings eine Unterstellung von mir - ich glaub die meisten Besucher von Vang Vieng findet man zu anderen Zeiten auch auf Ibiza und Mallorca.

http://lh3.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zLJLgCsDI/AAAAAAAAEjU/fMnMDyOXAKA/s720/DSC_0165-1.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457460207032643634)


http://lh3.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zLSnLwQQI/AAAAAAAAEjU/0HJ-cgu9_EA/s720/DSC_0032.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457460369082564866)

Vang Vieng möchte ich nicht düsterer zeichnen als es ist. Vang Vieng ist nämlich auch die wirklich wunderschöne Karstlandschaft.
Am zweiten und dritten Tag liehen wir uns wieder Motorroller und erkundeten die Umgebung der Stadt. Geschäftstüchtig wird man an jeder kleinen Brücke abkassiert, keine dramatischen Beträge aber schon ungewöhnlich. Die Preise sind verhandelbar. Eine Androhung mit dem Mopped zu furten lässt den Preis bei niedrigem Wasserstand halbieren. Es gibt typische Dörfer und mehrere Höhlen zu bestaunen, in einigen Caves gibt es die Möglichkeit zu baden - auch hier in klarem blauem Wasser. Eine willkommene Abkühlung bei Temperaturen um die 30-35 C. Die Karstlandschaft gibt herrliche Anblicke frei. Die "dirty roads" fordern die beiden Moppeds und fahrer sehr stark. Eine Reifenpanne bleibt uns erspart. Bisschen Glück gehört dazu.

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http://lh5.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zLUb0LVlI/AAAAAAAAEjU/k2q0H9uspIs/s720/DSC_0039.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457460400390624850)

Letzte Station in Laos ist die Haupstadt Vientiane. Die Stadt ist aufgrund der Kolonialzeit sehr französisch geprägt, was sich in der Architektur zeigt. Ein Ausflug zum Buddha Park, rund 17 km östlich der Stadt, ist lohnenswert. Desweiteren hat Vientiane noch einige interessante Märkte und natürlich Tempel zu bieten. Bei 40 C und das schon in den Morgenstunden haben wir auch eine "Badeanstalt" aufsuchen müssen um Abkühlung zu finden.
Am Mekong wurde während unseres Aufenthaltes kräftig gebuddelt. So ergaben sich etwas skurile Bilder des dort ansässigen Nachtmarktes inklusive Outdoor-Gastronomie. Lärmende Baumaschinen im Hintergrund scheinen für den Laoten kein Grund sein gemütlich ein Mahl einzunehmen, Und auch wir geben uns der Szenerie hin und nehmen eine paar Beerlao (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457460528326528482)ein.

http://lh3.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zL9gRo58I/AAAAAAAAEjU/a07ZtzFru_g/s720/DSC_0241%20%28177%29.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457461105962575810)

http://lh3.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zMA2zfmOI/AAAAAAAAEjU/9nOyeRQZcHE/s720/DSC_0245%20%28173%29.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457461163549759714)

http://lh5.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zLkfvjPuI/AAAAAAAAEjU/mTbRWYVxGlc/s720/DSC_0150-1.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457460676322868962)

Drei Tage später geht es mit dem Nachtzug von Nong Khai nach Bangkok zurück. Im Speisewagen lässt es sich aushalten: Ein Mix aus Thai-Pop und West-Pop dazu ein paar Singha Beer und ein Barkeeper der die Bierflasche noch, wie es sich gehört, an der Tischkante öffnet. Eine lustige Fahrt, wenn ich auch kaum ein Auge zubekommen habe.

http://lh5.ggpht.com/_6D3vlWTGFlg/S7zMFBQIwYI/AAAAAAAAEjU/oQRQg6YwwvU/s720/DSC_0287.jpg (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#5457461235073728898)

Morgens in Bangkok angekommen haben wir uns noch kurz unter die Rothemden gemischt. Super organisiert: Souvenierstände, Essen, Toiletten, ja sogar mobile Massagen gibt es. Da kann sich so manch eine deutsche Demo-Orga mal ein Beispiel nehmen. Die Rothemden machen es vor! Nach einer Shoppingtour auf der Khaosan Rd. gings via Dubai wieder gen Deutschland.

Fazit: Laos ist ein sehr interessantes und lohnenswertes Reiseziel. Traumhafte Landschaften und nette Leute. Nur sollte man lieber mindestens 3-4 Wochen einplanen.

Weitere Fotos gibt es hier (http://picasaweb.google.com/Nammalakuru/Laos#) (Drücke "Diashow" und F11 für vollen Bildschirm).


Herzliche Grüße,
Nam

Klappstuhl
10.04.2010, 02:49
Wie von dir gewohnt - Wahnsinnige Bilder und ein guter, informativer Reisebericht!
Sehr schön zu lesen.
Vielen vielen Dank Nam ;-)

Grüße Klapp

Fledi
10.04.2010, 07:15
Tolle Fotos und ein toller Bericht!

Nam, nimmst Du mich irgendwann mal mit? *liebschau*

Pfad-Finder
10.04.2010, 08:19
Da sieht man mal wieder, dass sich reißerische Überschriften auszahlen - normalerweise hätte ich Fernost überblättert. Danke, es hat sich jede Zeile gelohnt!:bg: und die Bilder erst recht.

Pfad-Finder

peter-hoehle
10.04.2010, 09:09
Ein sehr schöner und informativer Reisebericht.
Da kommt das "ich muss auch da hin" Gefühl hoch.
5sterne

Gruß Peter

ranunkelruebe
10.04.2010, 09:59
Na toll!
Laos steht auf meiner Wunschliste doch eh schon so weit oben - und jetzt auch noch so ein toller Bericht mit genialen Photos... :motz:

DANKE! :D

Nammalakuru
10.04.2010, 10:16
Da sieht man mal wieder, dass sich reißerische Überschriften auszahlen
Tja, man muss sich halt auch mal Instrumenten der Boulevardpresse bedienen um Beachtung zu finden :bg: Funktioniert doch! :grins:

Mr.Sunrise
10.04.2010, 10:19
Funktioniert doch! :grins:

Das stimmt allerdings!

Ist aber wirklich ein guter Bericht mit sehr schönen Bildern!

Gruß,
Daniel

Nammalakuru
10.04.2010, 11:18
Nam, nimmst Du mich irgendwann mal mit? *liebschau*
Herzchen, bei uns steht doch sowieso noch Bali auf der Liste ;-)

sejoko
10.04.2010, 15:29
Hallo

Mein 6-Wöchiger Asientrip liegt zwar gerade erst 3 Wochen zurück, aber wenn ich deinen Bericht lese habe ich direkt das Bedürfnis den nächsten Flug nach Asien zu buchen.

Na ja, erstmal in Europa den Sommer überstehen und im Winter wieder abhauen. :D:D:D

Sehr schöner Bericht und sehr schöne Bilder.

Gruß
Sebastian

blitz-schlag-mann
10.04.2010, 18:12
Wow!

Hammerbrecher
11.04.2010, 16:19
Der Wasserfall sieht ja mal übelst geil aus. Will auch da hin:bg:

Buck Mod.93
11.04.2010, 16:43
Ich frage mich immer wie du diese Bilder machst.Die Bilder im letzten Bericht waren auch schon verboten gut.Liegt es an dir oder an den malerischen Motiven.Dass es an der Kamera liegt wollen wir mal ausschliessen:bg:
Welche Kamera war denn dabei?

Menelaos
11.04.2010, 17:56
Das liegt an Nams Promillegehalt :D
Wie immer super Bilder Nam ... schade dass die da unten keine Wüste haben. :D Aber Dschungel ... mal schauen, warum nicht :bg:

Nammalakuru
11.04.2010, 19:45
Ich frage mich immer wie du diese Bilder machst.Die Bilder im letzten Bericht waren auch schon verboten gut.Liegt es an dir oder an den malerischen Motiven. Dass es an der Kamera liegt wollen wir mal ausschliessen
Welche Kamera war denn dabei?
Keine Frage: Dass muss an mir liegen :baetsch: Motive gibts in meinen Reisezielen immer reichlich, nur muss man diese auch sehen.
Was die Kamera betrifft: Nikon D60. Mittlerweile verstehe ich auch immer mehr wie das Ding überhaupt funktioniert :grins:


Das liegt an Nams Promillegehalt :D

:oldman: ... im Oman gabs aber nicht mal Bier!

Nam

shorst
11.04.2010, 20:04
Wirklich richt gute Bilder, und nen herrlich lakonischer Schreibstil, aber mir wärs zu warm dort.

dooley242
11.04.2010, 22:40
Wirklich richt gute Bilder, und nen herrlich lakonischer Schreibstil, aber mir wärs zu warm dort.

Dem kann ich mich nur anschliessen, obwohl ich natürlich noch nicht dort war.:ignore:

Mika Hautamaeki
13.04.2010, 15:17
Daaaannnkeeee!!!!!!!!!!! 5sterne

xe3tec
25.10.2010, 11:43
*fernweh bekomm* :ignore:

Peter83
17.03.2012, 08:47
Toller Bericht und wunderschöne Bilder - danke.

Grüsse,
Peter

Libertist
17.03.2012, 16:38
Wirklich klasse!

LeMonde
22.03.2012, 12:09
Eine sehr schöne Gegend da unten...

Danke für die Eindrücke!

Ingwer
22.03.2012, 12:55
Vielleicht stehe ich ja alleine da mit meiner Meinung, aber ich finde viele Bilder ziemlich trostlos und teils auch errschreckend.
Auch sind diese Bilder fast das vollkommene Gegenteil von dem, was ich sonst bisher über Laos mitbekommen habe. Die Bilder wirken auf mich recht trist, dabei habe ich von Laos sonst eher bunte Eindrücke von Vorträgen und anderen Reiseberichten mitgenommen. Mir drängt sich fast schon ein Vergleich mit meiner Reise durch den chinesischen Norden auf, was eine recht neblige und "industrielle" Erfahrung war.

Klappstuhl
22.03.2012, 13:02
Oft werden ja nur die "besten, schönsten, buntesten" Bilder zum "Erzählen" verwendet. Das mag ich so gerne an Nams Berichten/ Bildern....dass da eigentlich alles mit dabei ist

Vegareve
22.03.2012, 13:51
Wie immer, geniale Bilder (mit genial meine ich primär den künstlerischen Aspekt). Trostlos? Finde ich nicht, das ist die Welt, Schönheit hängt auch vom Betrachter ab.