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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biwaksack Wäfo "besonders atmungsaktiv" - Erfahrun



Lightfoot
21.03.2004, 07:29
Von Wäfo gibt es ein angeblich 260 g leichtes Biwaksäckchen für ca. 80 €, was "besonders atmungsaktiv" wäre. Nach dem letzten Regensturm unterm Poncho könnte ich so einen (leichten!) Biwaksack gut gebrauchen.

Hat einer Erfahrungen mit dem Ding? Ist es wasserdicht???

Die sonstigen "atmungsaktiven" Wäfo-Biwaksäcke scheinen ja hinsichtlich Wasserdichte eher kläglich zu versagen, wenn man den Bewertungen bei Globetrotter glauben darf. Ein besonders atmungsaktives Wäfo-Teil ist also vielleicht besonders wenig wasserdicht? Scheint aber ein anderes Produktionsverfahren zu sein wie bei den einfachen Säcken für 40 €. Ich hoffe mal.

Lightfoot
26.03.2004, 15:53
Ganz habe ich es ja nicht geschafft, an die Aufruf-Antwort-Mißverhältnis-Weltmeister ranzukommen, aber 61 : 0 ist auch nicht schlecht.

Habe das Ding mal besorgt und in der lebensfeindlichen Umwelt meines Naßbereiches einem kleinen Test unterzogen:

1. Nennt sich Wäfo Biwaksack aus besonders atmungsaktivem 2-Lagenlaminat; kostet 79,95 €.

2. Ich vermute aufgrund Gefühl und Handling, daß das mit der hohen "Atmungsaktivität" stimmt.

3. Gewichtsangabe bei Därr/ Lauche und Mass: 260 g
auf der Packung angegeben: ca. 300 g
gemessen mit Küchenwaage: 380 gr. + 20
g Packbeutel
grmmpf... :o

4. Nach einigem Überbrausen (ca. 5 Min.) des auf "Stelzen" gelegten Sackes mit kaltem Wasser in der Badewanne (ohne daß Wasser länger auf dem Sack stehen konnte): feuchte Stellen im Inneren, Billigschlafsack im Inneren teilweise naß ... :cry:

5. Abbruch des Tests wegen der drohenden Gesundheitsgefahr

Ich würde diesen Biwaksack nicht gerade weiterempfehlen. Da hatte die Community mit ihrer Mißachtung des Produkts wohl doch recht. :roll:

AskeT
26.03.2004, 19:14
Sind die echt so schlecht geworden?

Ich habe noch ein altes Wäfo-Modell (1-Mann, beschichtetes Nylon, KEINE abgeklebten Nähte) das nach einer Nahtdichterschmiererei bisher ziemlich dicht war. Allerdings ists vom Kondens morgens innen trotzdem nass, sorry feucht.

Ganz gut ist das BW-Modell aus 3-Lagen-Laminat. Richtig dicht und so gut wie kein Kondens. Für nen schlappen Hunni zu haben. Allerdings nur in Flecktarn und 600g schwer.

AskeT

Thorsten
26.03.2004, 19:29
Bei dem BW-Modell würde ich etwas vorsichtig sein; die Dinger werden jetzt offensichtlich woanders gefertigt und machen Äusserlich so gar keinen hochwertigen Eindruck mehr.

Ist/war jedoch ohnehin nicht "original".

AskeT
26.03.2004, 20:24
:o

Alles wird anscheinend immer mieser in der Qualität! :grrr:

Wie gut, das ich noch so viele alte Sachen habe :bg:

AskeT

Hawe
27.03.2004, 11:49
Hej asket
>Alles wird anscheinend immer mieser in der Qualität!
>Wie gut, das ich noch so viele alte Sachen habe

den Eindruck mit der imme rminderwertigeren Verarbeitung habe ich zuweilen auch... hat wohl mit dem Billigwahn der Käufer auf der einen Seite (Ausrüstung darf nichts kosten) und der Gier der Hersteller auf der anderen Seite (vernünftige Löhne mit geschultem Personal sind zu teuer, zu Fischschwanz-Löhnen produzieren und teuer verkaufen bringt Profit, und der ist für viele Hersteller inzwischen alles) zu tun.
Auch bei mir halten die alten Sachen von vor 15 Jahren immer noch bestens...was ich nicht von jedem in der letzten Zeit gekauften Teils agen kann.
Gruss Hawe

Lightfoot
30.03.2004, 15:29
Hallo Asket,

hast Du eine Quelle für den BW-Sack? Würde mich interessieren.

Ich will jetzt mal den Bivanorak von Hilleberg probieren, der 700 g wiegen soll und 139,- € kostetl (bei sackundpack.de). Bei dem Namen Hilleberg gehe ich zunächst mal von wirklicher Wasserdichtheit aus.

Da ich vom absoluten Leichtgewichtswahn befallen bin, könnte der Bivanorak nicht schlecht sein, weil er als Behelfsponcho zu nutzen ist und mir die Mitnahme von Regenjacke und Regenhose und Plastikplane (= insg. 860 g) sparen würde.

hal9000
30.03.2004, 21:27
Hi,

hat schon jemand Erfahrung mit dem Ajungilak Grevling Biwacksack gemacht? Taugt der was?

soose04
30.03.2004, 21:36
Hi,

hat schon jemand Erfahrung mit dem Ajungilak Grevling Biwacksack gemacht? Taugt der was?

grevling ist nur gut für schrottige zelte, die wasser reinlassen. richtig wasserdicht ist der nich, hab den mal gekaufft und gleich wider zurück.

liebe gruesse soose

AskeT
31.03.2004, 05:08
hast Du eine Quelle für den BW-Sack? Würde mich interessieren.
http://www.oliv.de
Unter "Schlafsäcke" auf Seite 4 unten.


Ich will jetzt mal den Bivanorak von Hilleberg probieren, der 700 g wiegen soll und 139,- € kostetl (bei sackundpack.de). Bei dem Namen Hilleberg gehe ich zunächst mal von wirklicher Wasserdichtheit aus. Da ich vom absoluten Leichtgewichtswahn befallen bin, könnte der Bivanorak nicht schlecht sein, weil er als Behelfsponcho zu nutzen ist und mir die Mitnahme von Regenjacke und Regenhose und Plastikplane (= insg. 860 g) sparen würde.

Der Preis ist aber heftig für so ein Nylonteil...

Gruß
AskeT

Zaza
31.03.2004, 07:56
Wenn es um einen Not-Biwaksack geht, würde ich mal den Bivy-Poncho von Exped anschauen: www.exped.ch. Ist jedenfalls auch preiswerter als das Teil von Hilleberg.

Wenn es hingegen um einen Zelt-Ersatz geht, dann kommen m.E. eher die Sachen von Bibler oder Integral Designs (sogar mit E-Vent) in Frage. Sind allerdings reichlich teuer.

Hawe
31.03.2004, 12:53
[quote="Lightfoot"]
>Ich will jetzt mal den Bivanorak von Hilleberg probieren, der 700 g wiegen soll und 139,- € kostetl (bei sackundpack.de).

Das war wohl ein Einzelstück-Angebot - ist leider wech. Normal kostet der Bivanorak ja wohl drastisch mehr...
Frage an die Bastler: kann man so ein Teil aus ultraleichtem Zeltstoff (Quelle) nicht prima selber bauen ? Bauanleitungen ?

Hawe

Hawe
31.03.2004, 12:55
[quote="Zaza"]Wenn es um einen Not-Biwaksack geht, würde ich mal den Bivy-Poncho von Exped anschauen: www.exped.ch. Ist jedenfalls auch preiswerter als das Teil von Hilleberg.

Ja. Habe ich, das Teil, bislang als Poncho genutzt. War nicht begeistert ! Für einen Poncho über Perso plus mittelgrossen Rucksack nicht lang genug - das Regenwasser ist mir von hinten durch leichten Wind bis zum Oberschenkel gegen die Beine geblasen worden...
Da war mein guter alter Caravan Poncho mit ähnlicher Machart, später frech von Tatonka nachgebaut, doch deutlich besser. OK - man konnte keinen Sparschlasa einknöpfen...
Gruss Hawe

AskeT
31.03.2004, 13:06
Mit Schnitten kann ich leider nicht dienen.

Ich wollte nur auf ein bestehendes Problem bei derartigen Teilen hinweisen. Ich hatte damals von Salewa den sogenannten "Biwak-Poncho", ein Teil mit langen Ärmeln und unten mit Schnurzug zum schließen. Im Einsatz als Biwaksack funktionierte das Teil gut und auch als Unterlage gab es nix zum beanstanden.

Aber als Poncho ist das Dings fast unbrauchbar, da der Schnitt zu schmal ist um das Teil bei aufgesetzten Rucksack über den Kopf zu bringen. Es sei den, es gibt Hilfe von aussen...

Ich nehme an, dies ist bei heutigen Modellen genauso. Also unbedingt beim Kauf mit Rucksack testen!

Gruß
AskeT

Lightfoot
01.04.2004, 08:37
Den Exped-Poncho habe ich auch (Diagnose: Ausrüstungswahn). Als Poncho oder Notplane ganz gut, aber halt eben nicht dampfdurchlässig und mit starker Kondenswasserproblematik, sofern man ihn als Biwaksack benutzt. Nicht so gut für Daunenschlafsäcke.

Der Hilleberg Bivanorak ist (angeblich) wasserdampfdurchlässig und sollte so das Kondenswasserproblem verringern. Er kostet glaube ich regulär ca. 230,- €, also ziemlich heftig. Bei der Beratungsfirma Lauche und Maas gibt's ihn aber anscheinend für ca. 155,- €.

Zur Zeit gehe ich noch davon aus, das ich das Angebot bei sackundpack abgegriffen habe; mal abwarten, ob geliefert wird. Falls es interessiert, werde ich dann meine Erfahrungen berichten.

Generell würde ich zu Biwaksäcken Folgendes sagen: außer im alpinen Bereich nur geeignet für bedenkengeplagte Freicamper im Verbotseuropa, die sich wenigstens in die gesetzliche Grauzone des Vielleicht-nicht Zeltens begeben wollen (so wie ich). Ansonsten sehe ich nur Nachteile zu einem Tarp, das ich allen Skrupellosen ans Herz legen möchte. :-?

Lightfoot
01.04.2004, 09:05
Man sollte alle Posts richtig durchlesen, bevor man sich entäußert. Habe ich nicht, daher folgender Nachklapp:

zaza: Sicher sind als Zeltersatz die Säcke von Exped oder Bibler (mein Favorit in Theorie: Bibler Bivy Bag with Hoop) besser als der Bivanorak, schon da mit Kapuze, Moskitonetz und einer Art Aufstellung fürs Kopfteil versehen. Den Charme des Bivanorak sehe ich darin, daß er mit Ärmeln versehen ist und als Notponcho, bzw. genauer Notregenmantel, taugt (vielleicht jedenfalls, mal sehen). Damit kann ich in den meisten nichtextremen Gebieten auf Regensachen verzichten und Gewicht sparen.

Asket: Danke für die Info. Die vermutliche Enge des Bivanorak ist für mich wohl kein Problem, da ich den Rucksack lieber über dem Regenschutz trage. Erstens flattert dann weniger, zweitens war jedenfalls mein Rucksack auch bei normaler Ponchobenutzung bei längeren Regentouren immer nass (wegen Absetzen, Übernachtungen o.ä.), so daß der Rücken unter dem Poncho nass wurde. Das war der Hauptgrund, warum ich vor 10 Jahren vom Poncho zu Goretex-Jacken gewechselt habe, bis ich kurz danach mein jetziges scheniales Regenschutzverbundsytem fand.

Hawe
08.04.2004, 14:14
[quote="Lightfoot"]Ich will jetzt mal den Bivanorak von Hilleberg probieren, der 700 g wiegen soll und 139,- € kostetl (bei sackundpack.de). Bei dem Namen Hilleberg gehe ich zunächst mal von wirklicher Wasserdichtheit aus.

Hallo Lightfoot
was hat das Probieren denn ergeben ? Habe gerade gesehen, dass der Hille Bivybag vom Backpacker-Magazin zum "Best Bivy" gewählt wurde.
Den Normalpreis finde ich aber für so ein teil unglaublich... selbst für Hilleberg-Verhältnisse.

Interessierte Grüsse
Hawe