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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Testbericht] OutDry - wasserdichte Membran



Traeuma
27.03.2010, 13:40
OutDry - wasserdichte Membran

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/outdry-logo.jpg[/img-r] (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php/photo/9458)Name: OutDry
Kategorie: wasserdichte Membran
Stand der Information: Dezember 2009
Homepage: www.outdry.com (http://www.outdry.com/)



Vorgeschichte:
Im Dezember 2009 erhielten wir eine Anfrage von Luca Morlacchi, einem der Geschäftsführer der italienischen Firma "OutDry". Er habe über seine geschäftlichen Kontakte von den outdoorseiten.net erfahren und würde dem Team der Testgruppe gerne die OutDry-Membran als Alternative zu den bereits etablierten Membranen vorstellen.
Nach kurzer Terminabsprache mit den anderen Mitgliedern der Testgruppe wurde ein Meeting in Freiburg ausgemacht, an dem Marco (Neo) und ich teilgenommen haben.
Im Verlauf des Abends stellte Luca uns die OutDry Membran vor und wir hatten Gelegenheit diverse Muster und "Querschnitte" von Schuhen und Handschuhen zu begutachten.
Nach dem Treffen war sich die Testgruppe relativ schnell einig, dass man die von Luca genannten Vorteile der Membran gerne einmal in der Praxis testen würde. Zu diesem Zweck werden der ODS-Testgruppe im Laufe des Jahres 2010 verschiedene Produkte für die Ausrüstungstests zur Verfügung gestellt, die mit der OutDry Membran versehen sind.

Zunächst aber einmal grundlegende Informationen zum Material dieser Membran, wie sie uns von Luca vorgestellt worden sind:





Informationen

Das Material:
Der Stoff selbst ist eine PU-Membran auf Polyestergewebe, die sowohl wasserdicht als auch hoch atmungsaktiv sein soll. Sie ist überaus dehnbar in alle Richtungen.
Eine Eigenschaft, die für uns sehr von Interesse war, ist die Öko-Verträglichkeit der Membran. Die "OutDry Membran" soll komplett PTFE-frei gefertigt sein (im Gegensatz zu einigen bekannten Markenmembranen, die wegen des PTFE Anteils Sondermüll sind) und somit recycelbar. Darüber hinaus sollen weder Farbstoffe noch Aufheller verwendet worden sein und selbst der Laminierungsprozess (siehe unten) soll mit einem Schmelzkleber durchgeführt worden sein, welcher keine Lösungsmittel enthält. Hierfür gewann OutDry übrigens den Eco-Design Preis auf der ISPO 2009.



Die Verarbeitung:
Während bisher das sogenannten Bootie-System bei der Herstellung von wasserdichten Wanderschuhen der Standard war, geht die Firma OutDry einen anderen Weg, der diverse Vorteile bringen soll.
Beim "Bootie-System" (Grafik unten - rechts) wird ein separater Membran-Innenschuh zwischen Außenschuh und Innenfutter gesteckt und durch Nähe verbunden. Ein Problem, das hierbei laut Luca entsteht ist die Wasserschicht, die sich bei Regen im Hohlraum zwischen dem Außenmaterial und dem Membran-Bootie sammeln kann. Verringerte Atmungsaktivität, erhöhtes Gewicht und Frostgefahr im Winter sollen die Hauptnachteile bei dieser Konstruktionsart sein.
Links sieht man das Verfahren, das für die OutDry-Membran verwendet wird. Hierbei wird ein vorgefertigter Membraninnenschuh unter hohem Druck dauerhaft mit dem Außenmaterial des Schuhs verklebt. Die oben genannten Nachteile des Bootiesystems sollen hierbei komplett entfallen. Auf der Homepage der Firma gibt es hierzu auch ein Video (http://www.outdry.com/GER_calzature_processo.html), dass den Laminationsprozess verdeutlicht.
Bei Handschuhen verläuft die Lamination der Membran dann ähnlich. Auch hierfür findet sich ein Video (http://www.outdry.com/GER_guanti_processo.html) auf der Homepage.

Zum Vergleich eine Grafik (Quelle: OutDry Homepage)
[img]http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/outdry-vergleich.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php/photo/9459)




Wie geht es weiter?
Die Materialzusammensetzung und die Verarbeitungsweise lassen sich durch uns so nicht ohne weiteres überprüfen. Wohl aber die genannten Vorteile der Membran. Und darum soll es innerhalb der nächsten Monate auch gehen.
Hierfür haben wir bereits diverse Praxistests mit Handschuhen von Mountain Hardwear (mit der OutDry Membran) durchgeführt und werden in den kommenden Wochen bis in den Sommer hinein nun auch noch mehrere Schuhe mit der neuen Membran testen können.
Auf Grund dieser Praxistests wird sich dann zeigen, ob die Membran wirklich das halten kann, was sie verspricht. Die Ergebnisse der Tester werden wir dann natürlich hier veröffentlichen, bzw. die Links zu den Testberichten hier einfügen.


Bisherige Berichte:
- Mountain Hardwear Medusa Handschuhe (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?t=41909)
- Mountain Hardwear Typhoon Handschuhe (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?t=43018)
- Gronell Active Men Wanderstiefel (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?46489-Gronell-Active-Men)
- Lafuma Skyrace OT Halbschuh (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?44959-Lafuma-Sky-Race-OT)


Fazit
Erfolgt Ende 2010, sobald die Praxistests durchgeführt worden sind.

oo0OooO0oo
15.07.2015, 16:26
Inzwischen wird Outdry auch für Jacken verwendet und soll gegenüber Goretex und allen anderen Membranen den Vorteil haben, dass die Atmungsaktivität bei Regen nicht schon nach einer kurzen Weile dadurch weitgehend verloren geht, dass sich der Oberstoff der Jacke mit Wasser vollsaugt.

http://blog.columbia.com/outdry_extreme/

Wenn das klappen würde und sich das Gewicht der Jacken in Grenzen hält, wäre das interessant. Robust genug müsste Outdry ja eigentlich sein, da es seit einigen Jahren auch bei Handschuhen und Rucksäcken verwendet wird.

EDIT: Erster Test ... http://www.outsideonline.com/1994306/columbia-outdry-extreme-diamond-shell

Gewicht ist ok. Performance wohl auch. Sieht aber optisch fies aus ... wie ein altertümlicher, gelber Regenmantel ;)

lorenz7433
15.07.2015, 20:45
Inzwischen wird Outdry auch für Jacken verwendet und soll gegenüber Goretex und allen anderen Membranen den Vorteil haben, dass die Atmungsaktivität bei Regen nicht schon nach einer kurzen Weile dadurch weitgehend verloren geht, dass sich der Oberstoff der Jacke mit Wasser vollsaugt.

eine vermeindliche atmungsaktivität geht nicht dadurch verloren ob sich der oberstoff paar Prozent mit wasser vollsaugt oder nicht sondern durch die übersättigte luft und das nicht mehr existente vermögen der luft Feuchtigkeit aufnehmen zu können.

meinst outdry hat da was inovatives erfunden oder ne Idee die noch keiner hatte?

leider nein!
der Großteil der billigst regenbekleidung ist auch genau so aufgebaut zum Beispiel auch meine arbeitsregenhose.

innen polyestergewege und aussen die PU Membran welche einfach bishen dicker gemacht wurde und somit auch der "aussenstoff ist".
hier mal meine (http://www.absshop.de/epages/ABSTaeubner.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/ABSTaeubner/Products/8323-0/SubProducts/8323-0-18-L) als Beispiel:
diese hat nen laborwert hinsichtlich atmungsaktivität von ~8000mvtr.

bei schönen und staubtrockenem wetter getragen ist wirklich bishen das empfinden da, das die Feuchtigkeit von innen nach aussen geht wie bei jeder x-beliebigen Membrane im großen und ganzen auch.
kaum regnet es versagt das teil wie jede andere Membran und ist hermetisch dicht obwohl doch an der aussenseite PU ist"gummi" der sich nicht mal ansatzweise vollsaugen kann ist.

ob an der aussenseite ein nylongewebe,polyestergewebe oder ein PU gummi ist spielt kein bishen eine rolle, Membranen schalten ab aufgrund der übersättigten luft.

es gibt am markt keine membran die bei regen irgend ne Funktion hat, hab schon duzende probiert und alles waren 100% totalausfälle bei regen.
ist auch mitunter der grund warum ich mir schon lange abgewöhnt hab regenbekleidung zu imprägnieren, es macht einfach absolut keinen unterschied.:ignore:

ich denk mal mitunter deswegen wurde der faden auch nie weiter verfolgt.

AlfBerlin
15.07.2015, 21:16
:o Also wenn ich Dich richtig verstehe, lorenz7433, lassen die atmungsaktiven Membranen nur Wasserdampf durch, solange es nicht regnet?

oo0OooO0oo
15.07.2015, 22:06
Ich finde die - etwas arg selbstbewusst vorgetragene - Aussage von Lorenz durchaus interessant: es soll also an der Luftfeuchtigkeit und weniger an der Nässe auf dem Oberstoff liegen, dass die Atmungsaktivität bei Regen schlecht ist.

Fragt sich nur, ob das stimmt. Dass die Atmungsaktivität bei Regen schlecht ist, entspricht auch meiner Erfahrung mit diversen Membranjacken. Goretex Mitarbeiter behaupten meines Wissens auf Schulungen, dass die Atmungsaktivität nur um ca. 30% herabgesetzt ist.

Von Columbia eingeladene bzw. gesponserte Tester behaupten, dass Outdry Jacken viel atmungsaktiver als herkömmliche Membranjacken sind.

Fragt sich jetzt, was zutreffend ist.

Bluebalu
15.07.2015, 23:00
Naja, guckt mal bei Wiki Thema Osmose/ Diffussion.
Statistisch diffundiert halt genauso viel Wasserdampf rein wie raus wenn auf beiden Seiten ein gesättigtes Medium vorhanden ist.
Einziger Unterschied ist Temperatur und auch da : wieviel Differenz ist wohl direkt ausserhalb der Membran und innerhalb.

Für mich ist Membranware DER Marketingeffekt!!
Die funktioniert prächtig wenns auusen Kalt und trocken ist und Du innen total verschwitzt aktiv bist.
Also Hardcore Eisklettern und ähnliches.

lorenz7433
15.07.2015, 23:53
:o Also wenn ich Dich richtig verstehe, lorenz7433, lassen die atmungsaktiven Membranen nur Wasserdampf durch, solange es nicht regnet?


war doch schon immer so, warum meinst ist jeder auf der suche nach der magischen Membrane die doch endlich mal funktioniert.

mal ein einfaches praxisbeispiel was jeder auch selber probieren kann:

nimm ein Shirt"baumwolle,Kunstfaser,... egal was es ist" mach es nass.

häng nun dieses duchnässe Shirt bei 25°C und ~55% Luftfeuchtigkeit auf.
dieses wird in ~8 stunden trocken sein, die wärme in Kombination der luft die noch gut Feuchtigkeit aufnehmen kann bewirkt das.
kennt jeder der seine Klamotte im alltag trocknet in trockener umgebung.

nun häng das gleiche Shirt wieder bei 25°C und dieses mal aber ~75%+ Luftfeuchtigkeit auf.
siehe da das Shirt ist nach nem ganzen tag nass nach 2 tagen ebenfalls und am dritten tag..... es trocknet schlicht und einfach nicht mehr.
hab ich selber in ner regenwoche getestet und war erstaunt das es kein bishen trocken werden wollte.:bg:
die luft weigert sich in dem fall Feuchtigkeit vom Shirt anzunehmen.

kannst auch ausprobieren.;-)

und wenn schon ohne irgend nem Membrane man nicht trocken werden kann wie soll das dann noch mit der zusatzbelastung"genannt Membran" gehen.

bei kräftigem regen bei welchem es sinvoll wird eben regenbekleidung anzuziehen herrscht eigentlich immer eine so gesättigte luft die sich generell weigert Feuchtigkeit in der dampfform aufzunehmen.
aus diesem hoffe ich mal einfachen und verständlichen Beispiel ist ne atmungsaktivität erst garn nicht möglich.

und genau deswegen ist es doch sowas von egel was an der aussenseite der Membran aufgeklebt ist, Nylon oder PU das ändert nicht am grundproblem.

oder wie Blueblau eben sagt.:bg:

gummiaussenseiten find ich pfui, hab damit ja auch schon rumprobiert, da sind mir textile auf jeden fall lieber.

oo0OooO0oo
16.07.2015, 08:31
Naja. Das Beispiel mit dem Trocknen überzeugt mich nun nicht besonders. Selbst bei andauerndem Regen und damit extrem hoher Luftfeuchtigkeit, kann man eine klitschnasse, nicht am Körper getragene Goretexjacke in einem Zelt binnen relativ kurzer Zeit trocknen. Obwohl ein TShirt auch nach Tagen nicht trocknen würde. Das liegt u.a. daran, dass GTX Jacken ohne Futter nicht so viel Wasser aufsaugen.

Hat aber mit der Frage der Atmungsaktivität nicht direkt etwas zu tun. Das schnelle Trocknen ist schlicht ein anderer Vorteil von Membranjacken (ohne isolierendes Futter).

Was die Atmungsaktivität angeht: Ich hatte es bislang immer so verstanden, dass die Atmungsaktivität - solange kein blockierender Wasserfilm (nach Versagen der Imprägnierung) auf der Jacke liegt - in erster Linie davon abhängt, wie gross das Temperaturgefälle innerhalb und außerhalb der Jacke ist.

Gibt es dazu Untersuchungen, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit (außen), die Atmungsaktivität trotz deutlichem Temperaturgefälle massiv beeinträchtigt? Könnte ja durchaus sein.

Becks
16.07.2015, 10:28
Um mal einen praktischen Kommentar zu Membranen einzuwerfen: ich benutze seit sie rausgekommen ist eine Snowtastic Jacke (Membran: Dry Q Elite - so n Krams von MH) und von MH die Medusa Handschuhe (Membran: outdry), sprich das Zeugs ist nun seit 5-6 Jahren im Einsatz.

Die Atmungsfähigkeit bei Regen ist für mich kein Argumentationsgrund für/wider solche Gegenstände da ich nicht all zu oft im Regen herumrenne und bei Regen früher oder später eh alles irgendwann nass ist - Membran hin oder her. Spätestens wenn die Schuhe oder Socken sich vollsaugen hat der Spass ein Ende.

Interessanter ist der allgemeine Einsatz. Wenn die Jacke hier zu viel Widerstand gegen Wasser besitzt dann sitzt man schnell im eigenen Saft und muss das Ding ausziehen. Hier punktet die Snowtastic denn obwohl sie eigentlich wasserdicht ist (getestet bei einem Regenaufstieg, nach 2 Stunden Dauerregen war ich oben herum trocken) ist sie beweglich wie eine Softshell, lässt den Wasserdampf spürbar bessser durch als ältere Goretexjacken und blockt zuverlässig Wind.

Fazit: ich kann die Snowtastic aus dem Grund quasi die ganze Zeit am Berg tragen, habe einen Regenschutz auf der Haut, schwimme nicht im Schweiss davon, Wind wird komplett geblockt und da sie nicht so sperrig ist wie eine Hardshell kann ich auch damit klettern.

Die Handschuhe waren ebenfalls 100% wasserdicht aber nach 6 Jahren Einsatz bestehen fast alle Fingerkuppen aus mehreren Lagen Klebeband, ein Teil der Nähte ist gerissen und das Innenfutter ist quasi nicht mehr existent....


Strich drunter: schaut nicht nur auf die theoretischen Werte sondern auf das Einsatzspektrum. Eine Jacke die nur in 2-3% der Gesamtzeit unterwegs überhaupt zum Einsatz kommt weil sie ansonsten zu unhandlich ist oder zu viele andere Nachteile mit sich bringt sollte man hinterfragen und ev. austauschen oder ganz weg lassen.

oo0OooO0oo
16.07.2015, 15:19
Die Frage ist, ob die Outdry Membran ein technologischer Fortschritt ist oder nicht.

Dass Membranjacken allgemein nicht schlecht, aber lange noch nicht perfekt sind (und man insbesondere bei Regen oder bei starker körperlicher Anstrengung trotzdem schwitzt), weiss ja eigentlich jeder. Gute Jacken haben Pitzips, so dass man die Atmungsaktivität bei trockenen Verhältnissen oder bei leichtem Regen stark erweitern kann.

Die Snowtastic wiegt meines Wissens etwa doppelt so viel wie eine normale, moderne Membranjacke und funktioniert nicht deutlich besser. Hast Du die geschenkt bekommen? ;)

Becks
16.07.2015, 16:32
Nope,
ich habe sie mir gekauft weil ich eine wasserdichte Softshell für das ultimative Konzept halte, Gewicht hin oder her. So brauche ich maximal mal einen Stop um darunter das Fleece aus- oder anzuziehen und kann ansonsten ohne Wechsel den ganzen Tag herumtigern. Ausserdem habe ich nichts mehr im Rucksack ausser maximal eben dem Fleece und kann so einen kleineren Rucksack nutzen.

Das ist nämlich der Nachteil des zig-Schalenprinzips: die Leute verbringen ordentlich Zeit damit ständig die Schalen zu wechseln wenn die Bedingungen wie üblich von "kalt / kalt windstill" (früh morgens) auf "wärmer" (sonnenaufgang, "warm" (tagsüber), kalt windig (oben am Grat) usw durchrotieren müssen. Alternativ frieren sie sich dann auch mal ordentlich den Hintern ab weil sie so spontan nicht die Klamotten wechseln können weil sich kein Zeitpunkt dafür ergibt (z.B. Beim Warten an einer kalten zugigen Stelle an einem Zwischenhaken beim Klettern).

Zur Funktion: sie ist deutlich besser als die anderen Jacken. Lauf einfach mal mit einer dicken 3Lagen Gorejacke den ganzen Tag herum dann weisst Du wie sich ein Panzer in Punkto Schweissmauer und auch in Punkto Beweglichkeit anfühlt.

oo0OooO0oo
16.07.2015, 16:55
Ok. Danke für das Teilen der Erfahrung. Muss ich irgendwann vielleicht auch mal ausprobieren.

Habe immerhin die Erfahrung gemacht, dass eine nicht-wasserdichte Windstopper Softshell etwas atmungsaktiver als meine 2.5 Lagen Theta SL Hardshell ist. Trotzdem kommt diese Softshell nicht mit auf Tour. Sie wird beim Trekking viel schneller dreckig und das Trocknen dauert ewig. Außerdem zu schwer.

Beim Klettern bzw. Tagestouren sind aber sichere andere Sachen wichtig als bei einer mehrwöchigen Trekkingtour. Auch dürften aufgrund der schnelleren Höhenveränderungen die Temperaturunterschiede noch größer ausfallen. Bei einer normalen Trekkingtour mit schwerem Rucksack wechsele ich nicht ständig die Kleidung. Patagonia R1 und leichte Hardshell reicht quasi für den ganzen Tag. Wird es mal besonders schattig, kalt und windig, laufe ich halt etwas schneller :)

lorenz7433
17.07.2015, 23:22
Die Frage ist, ob die Outdry Membran ein technologischer Fortschritt ist oder nicht.

schau dir mal im netz verschiedenes dazu an.
es ist dadurch nämlich klar, das dieses teil ein fortschritt ist.

Handschuhe und schuhe tapefrei!!!!
rücksäcke tapefrei!!!!

alles dadurch leichter, beweglicher.....

die kehrseite der medaille,
weil die Besonderheit im heiß kleben liegt, hat diese Membran fast 0 atmungsaktivität und das immer.
darum gibt der Hersteller ja auch keine RET oder mvtr werte an und beschreibt sein Produkt als perfekt für Handschuhe schuhe und rücksäcke."...Zubehör"

tapefrei ist trotzdem interessant,
ein Rucksack oder Handschuh völlig ohne tapes würd mich schon reizen.:bg:

oo0OooO0oo
18.07.2015, 00:05
schau dir mal im netz verschiedenes dazu an.
es ist dadurch nämlich klar, das dieses teil ein fortschritt ist.

Handschuhe und schuhe tapefrei!!!!
rücksäcke tapefrei!!!!

alles dadurch leichter, beweglicher.....

die kehrseite der medaille,
weil die Besonderheit im heiß kleben liegt, hat diese Membran fast 0 atmungsaktivität und das immer.
darum gibt der Hersteller ja auch keine RET oder mvtr werte an und beschreibt sein Produkt als perfekt für Handschuhe schuhe und rücksäcke."...Zubehör"

tapefrei ist trotzdem interessant,
ein Rucksack oder Handschuh völlig ohne tapes würd mich schon reizen.:bg:

Sorry. Aber mit so 'ner unfundierten "Polemik" kommen wir hier nicht weiter. Du hast Dich offenbar nicht einmal informiert, dass die in der neuen Bekleidung verwendete Membran (Outdry Extreme) nicht identisch mit derjenigen ist, von der Du sprichst. Außerdem bitte Belege, statt völlig unbewiesene Behauptungen. Sonst macht es überhaupt keinen Sinn zu diskutieren. Denn dann kann man den Wahrheitsgehalt Deiner Aussagen nicht verifizieren.

Angeblich wird gerade KEIN Kleber verwendet: "The other benefit of this design: There’s no glue holding the layers together, which means it’s super-breathable. Instead, Columbia bonded the interior fabric to the dual-layer membrane with heat and pressure. The inside fabric is soft and wicking, not clammy, against your skin. It also disperses beads of sweat, which makes it easier for the jacket to move moisture to the outside with the help of your body heat. "

Ansonsten: "Columbia claims that in a rain test with Patagonia’s Torrentshell, Marmot’s Minimalist, Arcteryx’s Alpha AR, and The North Face’s Venture, “all competitors showed signs of wet out in less than one hour of constant rain. “OutDry Extreme did not wet out in over 24 hours of continuous rain testing.” (With abrasion, the Columbia jacket may even “win” sooner.)
I didn’t sweat as fast as I normally would in other waterproof-breathable rain jackets I’ve tested regardless of the membrane. And during a rainy weekend of backpacking in New York’s Adirondacks, I never got that wet feeling from the outer fabric soaking through."

Quelle: http://www.outsideonline.com/1994306/columbia-outdry-extreme-diamond-shell

"I put Outdry Extreme to the test both in the field and in the lab. At first glance the new Outdry Extreme jackets do not appear particularly breathable, but Columbia claims breathability in line with other waterproof breathable technologies.

From a jungle in Colombia to the shower in my home in Santa Fe, I was unable to get the prototype jacket's Outdry Extreme membrane to leak, wet-out, or fail in any way. In fact, after a three-hour hike in the drenching rain of the Chingaza National Forest, and several river crossings, I was still dry from the knees up. As an added bonus the thick jungle mud had a hard time sticking to my shell and pants due to the lack of a fabric-based outer layer. Considering the elevation, the quick pace set by the local guide, and driving wind and rain from every direction – this stuff lived up to its billing.

In my shower test, a Gore-tex Active jacket's outer fabric was quickly saturated, inhibiting its breathability and causing it to feel clammy against my skin. That damp sticky feeling was noticeably absent when wearing the Outdry Extreme jacket. Additionally, it took a couple of hours for that wet outer layer to dry, while my Outdry jacket was easy to shake off, and dry in a quarter of the time."

Quelle: http://www.gearinstitute.com/gear-news/industry-news/item/outdry-extreme-columbia

Mir genügen diese Testeraussagen natürlich nicht. Aber immer noch besser als völlig unbewiesene Behauptungen aus dem Internet von Personen, die mit der neuen Technologie womöglich noch nie etwas zu tun hatten ...

lorenz7433
18.07.2015, 10:12
Du hast Dich offenbar nicht einmal informiert, dass die in der neuen Bekleidung verwendete Membran (Outdry Extreme) nicht identisch mit derjenigen ist, von der Du sprichst.

das hab ich sonst hätte ich nicht zu begin schon gesagt das gummi aussen"PU" albern ist.
outdry extreme=PU an der aussenseite
outdry Basic=PU an der Innenseite

ansonsten die gleiche PU.

ebenfalls zeigt es wieder mal schön das im Marketing so viel gelogen wird.

hier ne aussage von outdry:
http://blog.columbia.com/outdry_extreme/

OutDry Extreme is the first waterproof ultra-breathable jacket with a waterproof membrane on the outside of the jacket for permanent water repellency and durability.

zumindest sagen mir das mein 10€ regenklamotten die es schon seit Uhrzeiten gibt"PU aussen"......


Außerdem bitte Belege, statt völlig unbewiesene Behauptungen. Sonst macht es überhaupt keinen Sinn zu diskutieren. Denn dann kann man den Wahrheitsgehalt Deiner Aussagen nicht verifizieren.

was genau soll ich beweissen müssen?
das outdry keine werte angibt weil sie anscheinend unterste Schublade sind?
dafür muss man nur 1+1 zusammenzählen, ansonsten brüsten sich ja Hersteller mit den so tollen RET-mvtr werten sobald sie annehmbar sind.

oder noch besser.:bg:
dann beleg du mir mal das die PU mehr zustande bringt als meine PU regenklamotte vom berufsbekleider und zwar belegte laborwerte!

ansonsten das outdry nur für Ausrüstung taugt?
https://www.louis.de/service/outdry-technologie


OutDry macht Handschuhe und Stiefel extrem wasserdicht

http://www.wandersuechtig.de/outdoor-news-neuheiten-aus-dem-outdoor-bereich/item/655-die-neue-wasserdichte-laminierungstechnologie-von-outdry-fuer-rucksaecke-auf-erfolgskurs

ansonsten herstellerseite bewundern?
http://www.outdry.com/

nur für schuhe usw... zu gebrauchen.
was muss ich da noch sonderlich belegen oder beweissen wenn der Hersteller selber darauf hinweist?




Angeblich wird gerade KEIN Kleber verwendet:

es wird angeblich kein üblicher Lösemittel haltiger kleber verwendet.
da es heiß geklebt wird ...... von nix kommt nix.:roll:


den werbungstest lass ich mal umkomentiert.

oo0OooO0oo
18.07.2015, 11:24
Sorry. Mir wird immer noch nicht klar, was Du sagen willst.

1. Wie geht Dein PU-Argument genau?

Willst Du sagen, dass eine atmungsaktive PU Beschichtung hinsichtlich Atmungsaktivität und Haltbarkeit das Gleiche wie eine Membran ist?

Oder willst Du einen nicht atmungsaktiven Billigregenmantel mit einer Membran vergleichen?

2. RET Werte

Nur weil keine RET Werte angegeben werden, heisst das ja noch nicht zwingend, dass die Atmungsaktivität schlecht ist. RET Werte werden vielfach kritisiert, weil sie unter Laborbedinungen entstehen, weil sie keine dynamischen Faktoren (wie starkes oder geringes Schwitzen, bei denen z.B. Dermizax angebliche Vorteile hat) berücksichtigen und weil sie nicht einkalkulieren, dass in der Praxis die DWR Beschichtung schnell versagt und deshalb eine Wasserschicht die Atmungsaktivität auf der Membran einschränkt.

Hast Du irgendwelche anderen Gründe, warum Du vermutest, dass die Atmungsaktivität von Outdry Extreme so schlecht ist?

lorenz7433
18.07.2015, 13:18
1. Wie geht Dein PU-Argument genau?

Willst Du sagen, dass eine atmungsaktive PU Beschichtung hinsichtlich Atmungsaktivität und Haltbarkeit das Gleiche wie eine Membran ist?

da gibt's kein Argument sondern nur generelles zu PU.

die beste käufliche PU wird seit paar jahren von dermizax angeboten, praktisch 100% das gleiche wie outdry nur halt um längen besser hinsichtlich der eigentlichen funktionalität.

die besonderheit die für outdry spricht hab ich dir schon gesagt aber gern nochmal.
hier wird das PU mit Hitze auf verschiedene träger flächig auch über nahtstellen geschmolzen was den Vorteil bring das man nähte nicht umständlich abtapen muss.



Hast Du irgendwelche anderen Gründe, warum Du vermutest, dass die Atmungsaktivität von Outdry Extreme so schlecht ist?

weil ich:
einerseits schon die beste PU ausprobiert hab"dermizax" die ich auch schon schlecht gefunden hab.

weil ich andererseits regenbekleidung besitze die zu 99% wie outdry extreme aufgebaut ist. "PU auf ein polyestergewebe drauflaminiert"
und das zeug ebenfalls unterste Schublade ist.

und gummi aussen furchtbar ist in vielen anderen hinsichten, probiers aus dann weist was ich meine.


wie viele Sachen mit PU beschichtungen oder Membranen hast du den so verwendet?
ich komm da auf ungefähr 8 stück.

und hat da jemals eine davon auch nur ansatzweise bishen überzeugt?
bei mir keine, eher das Gegenteil ist immer der fall.

oo0OooO0oo
18.07.2015, 14:15
Danke für die genaueren Erklärungen, wobei ich immer noch nicht verstehe, weshalb Du es für irrelevant ansiehst, dass sich auf der Outdry Extreme im Gegensatz zu Event, Goretex, Dermizax (nach Versagen des DWR) kein Wasserfilm bildet. Dass fehlende Nahtvertapungen die Atmungsaktvität der Outdry Extreme zusätzlich erhöhen, ist natürlich auch richtig.

Ich habe bislang diverse Gore Membranjacken (Pro, Active, Windstopper (nicht wasserdicht), Paclite, XCR) sowie Event verwendet. Und diverse Softshells (nicht wasserdicht).

Bin allerdings zu einem anderen Ergebnis als Du gekommen ;) Grundsätzlich sind diese Membranjacken alle toll und ein riesiger Fortschritt gegenüber nicht-atmungsaktiven Regenmänteln oder nicht-wasserdichten Parkas, Softshells etc.

Solange es nicht stark regnet, sind die Membranjacken wegen Pitzips atmungsaktiv genug. Wenn es stark regnet wird man zwar auf Dauer von Innen etwas nass (was man aber durch eine unter der Hardshell getragene, dünne, wasserabweisende Softshell wie die Marmot Vapor Trail halbwegs kontrollieren kann und zwar so, dass sich der Kondens zwischen Soft- und Hardshell befindet und die Haut und Unterkleider selbst nicht gross nass werden); die Membranjacken trocknen aber geradezu blitzartig. Insbesondere im Vergleich zu Softshells oder Parkas o.ä.

lorenz7433
19.07.2015, 08:11
Danke für die genaueren Erklärungen, wobei ich immer noch nicht verstehe, weshalb Du es für irrelevant ansiehst, dass sich auf der Outdry Extreme im Gegensatz zu Event, Goretex, Dermizax (nach Versagen des DWR) kein Wasserfilm bildet.

weil ne DWR nur ein Show Effekt ist.

nemmen wir mal meine Event und gore-tex Sachen im Neuzustand.
die DWR war noch 100% da und alles wasser ist daran abgeperlt, es wurd auch in einer stunde Dauerregen absolut garnix nass."aussen"
trotzdem war ich nach ner stunde in der gore oder Event durchnässt"innen", was hat mir ne 100% funktionierende DWR den genau gebracht?
garnix nur den abperl Show Effekt.

das gleiche gilt für die regenhose die ich dir oben schon verlinkt habe, die wird niemals nass da das gummi aussen liegt"wie outdry extreme" trotzdem bin ich darin gleich schnell und stakt durchnässt bei regen von innen wie in jedem x-belibigen anderen Produkt.

all diese Produkte"atmen" das sogar recht gut sobald es draussen trocken ist, wie die von becks verwende softshell mit Membran.
darum verwendet er sie auch immer.
ich könnte mein zeug bei schönwetter auch tragen und dampf geht dann wirklich raus.

seit ich meine Sachen nicht mehr imprägniere und die DWR nicht mehr funktioniert werde ich immer noch kein bishen mehr nass von innen gegenüber nen neuprodukt.
DWR hat rein garnix mit der Unterstützung einer Atmungsaktivität bei regen zu tun.

das hab ich dir schon anfangs gesagt warum das so ist, bei regen gibt's keine Atmung egal was and der aussenseite der Bekleidung ist.

darum ist auch jeder auf der suche nach einer Membran die doch bei regen endlich mal ne Funktion hat den jeder kennt das durchnässen von innen bei regen.


Dass fehlende Nahtvertapungen die Atmungsaktvität der Outdry Extreme zusätzlich erhöhen, ist natürlich auch richtig.


ja, ohne tapes verbessert sich ne atmungsaktivität von Membranen.

bei outdry und vor allem der extreme variante davon gibt's aber ein gewaltiges Problem.
gore und co haben sich in den letzten 25 jahren durch nen simplen trick"kein technischen know how...." verbessert.
die Membranen wurden über die jahre ganz einfach ausgedünnt wodurch die atmungsaktivität natürlich steigt zum Ungunsten der Haltbarkeit.
glaub von ~0,4mm auf ~0,05mm heutzutage.

dünnere Membran=atmungsaktiver

bei outdry gibt's aber genau da ein Problem!
die extreme varinate hat ja das PU als aussenhaut darum kann man nix superdünnes verwenden sondern muss den gummi verhältnissmässig dick machen, wie bei meiner regenhose in etwa."wesswegen diese auch nur 1/4 der atmungsaktivität von gore-tex hat"

aus diesem hoffentlich einfach verständlichem grund, bin ich mir zu 100% sicher das der mvtr wert von outdry extreme sehr niedrig ist.

oo0OooO0oo
19.07.2015, 10:33
Danke! Diese ausführliche Erklärung habe ich verstanden. Glaube ich zumindest. Sie beruht auf der Grundannahme, dass bereits wegen hoher Luftfeuchtigkeit das Membranprinzip bei Regen nicht gut funktioniert (und es auf DWR deshalb nicht stark ankommt).

Ich werde mal googlen, ob sich dazu irgendetwas findet.

lorenz7433
20.07.2015, 20:26
wennst mal ein duzend membranarten durch hast, wirst auch zu der Erkenntnis kommen, auch wenn du es jetzt anscheinend noch nicht glauben willst.;-)

becks sagte es dir ja schon,
schau bei solchen Sachen auf andere Sachen die weit wichtiger sind!!!!!!

wofür genau will ichs verwenden?
immer angezogen oder nur notfall Regenschutz?

daraus ergeben sich schon mal hunderte punkte:
wie Passform, schnitt, tragekompfort, produktgewicht und viele Details die dem einen wichtig dem anderen weniger sind wie, taschen ja/nein?, wie gut und aufwendig soll die Kapuze aufgebaut sein, pitzips ja/nein?,Klett an den Händen? bund mit kordelzug oder doch was anderes,.......

Becks
20.07.2015, 21:27
becks sagte es dir ja schon,
schau bei solchen Sachen auf andere Sachen die weit wichtiger sind!!!!!!


Mal als Bildernachweis. Ich trage die Jacke quasi als Immerwetter- und Windschutz, beim Klettern wie auf Skitour und zu 98% mit Rucksack der auch mal schwer sein kann.

So sieht jetzt die Jacke nach ein paar Jahren aus:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150720-1931-DSC_3629.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=131127&title=20150720-1931-dsc-3629&cat=500)
Kontrastbild - original rot vs. dem Bereich der dem Licht ausgesetzt war

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150720-1933-DSC_3633.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=131130&title=20150720-1933-dsc-3633&cat=500)
Noch einmal die Rotkontraste

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150720-1932-DSC_3631.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=131128&title=20150720-1932-dsc-3631&cat=500)
Und die Rückenansicht wo man deutlich erkennt wo der Rucksack immer aufliegt. Sogar die Falten in den Ärmeln kann man an der Färbung erkennen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150720-1934-DSC_3635.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=131132&title=20150720-1934-dsc-3635&cat=500)
Kapuze und Innenfutter.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150720-1933-DSC_3634.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=131131&title=20150720-1933-dsc-3634&cat=500)
Innenfutter alleine

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150720-1932-DSC_3632.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=131129&title=20150720-1932-dsc-3632&cat=500)
Zum Abschluß noch die Stelle die üblicherweise am stärksten strapaziert wird - die Ärmelenden. Damit scheuer ich ständig über den Felsen

Fleißaufgabe: such in den Bildern nach Abnutzungserscheinungen, geplatzten Nähten o.ä. Du wirst keine finden.

Fazit: die Jacke ist schwer, erfüllt aber alle Funktionen und ghält ohne Verschleiß seit Jahren durch. Warum also eine andere suchen?

Dominik
20.07.2015, 21:49
Nachdem ich meine Rab Latok Alpine nun durch habe, muss ich mich mal wieder mit diesem leidigen Thema beschäftigen. Mit 5 Jahren Lebensdauer pro Hardshell bin ich alles andere als glücklich.

@ Becks:
Im Sommer ist es in der Morgenfrische ganz nett, über dem Shirt ein Hardshell als "Windstopper" zu tragen. Die Latok war dabei perfekt, da sie sehr dünn und leicht war. Selbst einem stinknormalen Hemd war sie dabei überlegen.
Meinst du, dass ist mit deiner Jacke ebenfalls möglich oder ist der Stoff schon zu dick und zu warm?

Grüße
Dom

oo0OooO0oo
20.07.2015, 22:01
1.
Dass man auf Taschen, Pitzips, Farben, dies und das achtet, versteht sich ja von selbst. Hier geht es nur um die Frage, ob sich im Bereich der Membrantechnologie ein Fortschritt ergeben hat. Und zwar gegenüber allen bisherigen Membranen (weshalb es auch einigermaßen irrelevant ist, wenn man mit diesen herkömmlichen Membrantechnologien Erfahrungen gesammelt hat).

2.
Die entscheidende Frage scheint mir deshalb zu sein, ob die neue Membrantechnologie Outdry Extreme von der (im Vergleich zu bisherigen Technologien) trockeneren Oberfläche profitieren kann oder ob dies irrelevant ist, da der die Atmungsaktivität limitierende Faktor nicht die (nasse oder trockene) Oberfläche der Jacke ist, sondern die Luftfeuchtigkeit außerhalb der Jacke. Dazu habe ich leider nichts gefunden. Es wird immer nur die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Jacke diskutiert.

3.
Meine gegenüber der Snowtastic halb so schwere Theta SL sieht nach jahrelangem Gebrauch (bis auf den schlecht verarbeiteten inneren, unteren Kordelzug) deutlich besser aus als die Jacke auf den Fotos. Ich verzichte jetzt darauf zu belegen, dass ich meine Jacke natürlich viel härter und auf viel extremeren Touren rangenommen habe als jeder andere Trekker oder Bergsteiger auf diesem Planeten ;) Wäre auch sinnlos, da ich meine Accountlöschung beantragt habe.

In diesem Sinne:

"Wer hat an der Uhr gedreht? / Ist es wirklich schon so spät? / ... / Schade, dass es sein muss. / Ist für heute wirklich Schluss? / Heute ist nicht alle Tage. / Ich komm' wieder, keine Frage. / Doch, für heut ist wirklich Schluss."

Viel Spass noch. Bin gespannt auf erste unabhängige Tests der Outdry Extreme.

lorenz7433
20.07.2015, 23:55
Wäre auch sinnlos, da ich meine Accountlöschung beantragt habe.

ich hoff mal nicht wegen dem leidigen Thema, gibt's ne brauchbare regenbekleidung?:o

ich nörgle an so ziemlich allem herum mich brauchste da nicht zu ernst nehmen.:bg:

Becks
21.07.2015, 00:05
Viel Spass noch. Bin gespannt auf erste unabhängige Tests der Outdry Extreme.

Selber kaufen und testen und nicht maulen/meckern wenn andere nicht das liefern können was man so wünscht.

Nachhaker wegen den Bildern: mir ist es wuppe was Du machst und auch schnurzegal wie dein Kram aussieht. Meine Schuhe sind auch in allen Fällen diejenigen die in der Hütte am miesesten aussehen, was keine Rückschlüsse daruf zuläßt wie schwer ich damit klettere. Die Seitenfrage war lediglich ob sich eine schwere Jacke lohnt und meine Ansicht ist ja.

oo0OooO0oo
21.07.2015, 00:56
Das war keine "Seitenfrage", sondern totales offtopic. Es ist egal, wie meine Theta SL aussieht und was ich damit gemacht habe. Und genauso egal ist es, ob Deine Snowtastic was taugt. Dies wollte ich Dir mit meiner Übertreibung verdeutlichen.

Das Offtopic war auch unnötig, da bereits Übereinstimmung bestand, dass es auch für Jacken wie die Snowtastic einen sinnvollen Anwendungsbereich geben kann.

Und gemault habe ICH ja schon mal gar nicht. Vielmehr habe ich mich mit Interesse dem Thema Outdry gewidmet und bin offen an die Sache herangegangen. Bin also weder von Anfang an davon ausgegangen, dass jede Neuerung von vorne herein nutzlos oder Mist sein muss. Noch habe ich mir versucht einzureden, dass die Ausrüstung, die ich bereits besitze auf jeden Fall bis ans Ende aller Tage die Spitze der Entwicklung darstellt.

lorenz7433
21.07.2015, 07:42
Vielmehr habe ich mich mit Interesse dem Thema Outdry gewidmet und bin offen an die Sache herangegangen. Bin also weder von Anfang an davon ausgegangen, dass jede Neuerung von vorne herein nutzlos oder Mist sein muss.

deswegen ja der hinweis das daran nichts sonderlich neues ist,
outdry wird die PU wo draufgeschmolzen, bei meine regenhose wurde das PU beispielsweise draufgegoßen.
der unterschied im Endprodukt/endresultat ist kaum vorhanden.

hier Fakten:
PU aussen ist ne sehr unangenehme Sache, brauchst sowas nur mal angreifen dann weist auch warum und keine "unabhägigen"tests dafür.
auch ist die Haltbarkeit von PU ist sehr schlecht dafür ist auch kein test nötig, kannst tausendfach im netz nachlesen.

bei ner vaude Sache die ne weiße PU innen hatte ist mir schon nach nem jahr das PU ausgetrocknet gewessen und abgeblättert wie weiße haarschuppen hatte ich überall an der kleidung."das war bisher mein schlimmsten Erlebnis mit PU"

bei modernen schuhen wo auch PU als Dämpfung verwendet wird"früher wurde haltbares zeug verwendet" passiert es auch mittlerweile am laufenden band das das PU austrocknet und die sohle abfällt, bei manchen Nutzer schon nach 1-2 jahren!!!
deswegen wird auch hier im Forum immer wieder mal gejammert.

PU ist halt so schön billig darum werden damit mitttlerweile viele Produkte kapputgemacht auch schuhe.:(
http://www.mack-mountain-sport.de/hydrolyse-sohle-loest-sich/

PU ist und bleibt PU, ich versuche den billiggummi mittlerweile eher zu meiden wo es nur geht.:bg:


Noch habe ich mir versucht einzureden, dass die Ausrüstung, die ich bereits besitze auf jeden Fall bis ans Ende aller Tage die Spitze der Entwicklung darstellt.

solltest aber vermutlich denn im manchen hinsichten wird eher gedowngradet,
über die jahre wurden die Folien immer dünner im Gegenzug dafür weniger haltbar als die alten Sachen.
meine gore von vor 20 jahren war unverwüstlich aber halt bishen schwer, hatte den fehler gemacht sie dann trotzdem zu ersetzten auf der jagt nach besserem und bin zwar jetzt bei ner modernen sehr leichten Sache gelandet, bei welcher ich aber von ner kurzen Lebenszeit ausgehen muss."<5jahre"

wenn ich zurück denke an meine "ersten" Sachen kommst mir teilweise so vor als ob die doch überzeugender waren auch wenns damals bishen schwerer war das zeug.:roll:

und selbst wenn ich das erst nach jahren gemerkt hab, man bekommt die alten Sachen halt nicht mehr und muss sich mit dem neumodischen kramm irgendwo abfinden.:ignore:

oo0OooO0oo
21.07.2015, 08:29
Also halten wir mal fest:

Haltbarkeit, Optik und Haptik sind potentielle Problempunkte bei der neuen Technologie. Außerdem ist zweifelhaft, ob die Atmungsaktivität wirklich besser ist.

Zur Haltbarkeit: Ich habe einen MH BMG 105 Rucksack aus Outdry. Der wirkt extrem robust und haltbar. Jedenfalls haltbarer als das Außenmaterial anderer, leichter Rucksäcke. Wirkt auch nicht gummiartig oder so. Aber Outdry Extreme wird da sicher anders sein. Ob so schlecht, wie befürchtet. Mal sehen.

Echnathon
21.12.2016, 18:36
Habe mir Mitte des Jahres eine Columbia OutDry extreme Titanium geholt.
Mich stört der Griff des Materials nicht, Bauarbeiter Gelb ist gut sichtbar und meine bisherigen Jacken waren auch nicht der Weißheit letzter Schuss. Dazu war sie gut runtergesetzt.

Schnitt ist geräumig, und lang. Gefällt mir.
Frontreißer läuft gut, ist aber unten beim einhaken teils etwas frickelig.
Kaputze ist IO, da war meine alte Vaude Alpinist aber deutlich besser. Dafür ist sie auch hier wieder geräumig.
Die Jacke hat ein auflaminiertes Futter innen, trägt sich gut.
Materialdicke und gefühlte Robustheit ist ähnlich meiner alten eVent Jacke.
Meshtaschen find ich gut.

Und die Gretchenfrage nach dem Feuchtigkeitstransport.
Es trat auch am zweiten Tag Dauerregen kein Wasser ein.
Und die Feuchtigkeit staute sich auf keinen Fall stärker als im meiner eVent zu Zeiten als sie noch dicht war.
Messaufbau war Frederik mit 20kg Rucksack weglos im Rago.

Wie lange diese Jacke hält wird sich rausstellen, bin aber nicht pessimistisch.
Und: Abwischbare Oberfläche ist eine praktische Sache.