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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Monowalker



Susanne
25.03.2010, 09:44
Hei Leute,

ich habe gestern eine Mail bekommen, in der ein Wanderanhänger vorgestellt. Den kann man auch als Radanhänger oder Lastenkraxe verwenden. Was sagt ihr zu dem Teil? CLICK (http://monowalker.com) Bisschen komisch sieht das ja schon aus. :hahaa: Könnte aber in der Tat eine nette Entlastung geben.

Gruß Susanne

lutz-berlin
25.03.2010, 09:50
700€ sind für einen Radanhänger aber ein stolzer Preis:bg:

Susanne
25.03.2010, 10:30
Hast Recht. Den Preis hatte ich mir noch gar nicht angeschaut. :bg:

Pfad-Finder
25.03.2010, 22:07
@lutz: Wetten, dass das Teil ziemlich bald von einer gewissen Klientel im Prenzlauer Berg zum Einkaufen benutzt wird? :bg:

thefly
25.03.2010, 22:29
die Umbau-Option ist schon ganz nett, aber der Preis :o und das Gewicht :o
kann man sowas nicht wesentlich leichter aus einer normalen Kraxe bauen?

die Optionen sich auch ein bisschen krude:

Wanderanhänger: 899E, Umbausatz zum Radhänger: 570E
Radanhänger: 699E, Umbausatz zum Wanderanhänger: 299E

:confused:

Windesser
26.03.2010, 00:26
die Umbau-Option ist schon ganz nett, aber der Preis und das Gewicht
kann man sowas nicht wesentlich leichter aus einer normalen Kraxe bauen?

die Optionen sich auch ein bisschen krude:

Wanderanhänger: 899E, Umbausatz zum Radhänger: 570E
Radanhänger: 699E, Umbausatz zum Wanderanhänger: 299E


Der Monowalker Wanderanhänger wird in Deutschland und der Schweiz hergestellt. Es ist kein Produkt aus Taiwan oder China, wie z.B. der Bob Yak, Carry Freedom Y-frame etc. Das Gewicht ist mit 7 kg gering. Zudem spielt es keine nennenswerte Rolle mehr, denn das Gewicht der Ausrüstung inkl. Trailer verteilt sich zu 50% auf den Hüftgurt und zu 50 % auf das Hinterrad. Das Wandern mit schwerer ( z.B 20 - 35 kg) Ausrüstung über mehrere Tage oder Wochen wird so zum Genuss. Man kommt ausgeruhr ohne Nacken, schulter oder Rückenschmerzen Abends an. Ich habe den Trailer genau aus der Intention heraus erfunden. In dieser Bauart ist er voll Alpen tauglich. Den alpinen Einsatz kann man auf YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=qjWUeOkGJDU) auch sehen.

thefly
26.03.2010, 00:53
ok, aber wo ist denn der Unterschied?
Wenn ich einen Wanderanhänger zum Radanhänger umbaue kostet mich das 1469E für alles. Wenn ich einen Radanhänger zum Wanderanhänger umbaue kostet der Spaß nur 998 Euro.

zum Gewicht: Für die Kraxen-Option sind 6-7 kg schon arg viel, dass andere Anhänger in der Klasse auch so viel auf die Waage bringen ist schon klar.

so oder so gerade aber eh nicht in meinem Preisrange und Anwendungsbereich ;-)

grüße

Fred

Windesser
26.03.2010, 13:49
Danke für den Hinweis. Da waren die Optionspreise den falschen Zeilen zugeordnet. MONOWALKER DESIGN

Komtur
26.03.2010, 14:17
Ich habe den Trailer genau aus der Intention heraus erfunden.

Oh, schön, dass der Erfinder selbst hier schreibt.

Zuerst: eine tolle Idee!
Habe genau über so etwas auch schon nachgedacht, da ich bei einer Wanderung vor zwei Jahren mit 30Kg umhergelaufen bin und das über 3 Wochen schon heftig war. Meine Idee war dann, so etwas wie eine Pulka, nur mit einem Rad und vorn Befestigung an einem Hüftgurt zu bauen.

Wenn ich bedenke, dass mein Bergans Rucksack schon 4,3Kg wiegt, sind 7Kg für den Monowolker, der ja noch Rad und Bremse hat, schon cool.

Die Gewichtsverteilung 50/50 stimmt aber nicht, wenn man einen sehr steilen Berg oder eine Treppe hoch geht. Da man das Gewicht ja nach oben ziehen muss hat man dann das volle Gewicht am Hüftgurt. Trotzdem interessant, da man ja während der restlichen Tour nur einen Teil des Gewichtes tragen muss.

Wenn man aber das größte Gewicht direkt vor dem Rad positioniert und die leichten Sachen wie Schlafsack etc. dann davor, sollte doch die Gewichtsverteilung noch besser sein. z.B. 30/70

Kann man die Befestigung an den Griffen zum Hüftgurt ganz vorn an den Griffen anbringen? Zum einen wäre die Person weiter vorn und hätte mehr Platz zum Rad (für mich bei 1,97cm wichtig) und die Gewichtsverteilung ist dann noch vorteilhafter.

Der Link zu Youtube-Video ist fehlerhaft - eckige Klammer zu viel.

Gruß

Dirk

hotdog
26.03.2010, 15:46
Eigentlich haben wir ja schon lange auf so einen Artikel gewartet, aber krass, wie teuer das Ding ist :o und krass, wie gestylt die Website daherkommt. Da möchte man ja gleich wieder Reißaus nehmen :ignore:

Wie wär's, wenn du dem Verein mal so einen Wanderanhänger zur Verfügung stellst? Dann könnte die Testgruppe ihn mal einem objektiven Test unterziehen. Wenn das Konzept was taugt, wäre das die ideale Werbung für euch ;-)

Windesser
28.03.2010, 16:14
Die Position der Trageschlaufen ist zwar generell individuell verstellbar, da mit Klettband am Holm fixiert, aber dies ist nicht notwendig, da der Abstand zum Hinterrad gross genug ist.Der Lenker ist aber in der Höhe entsprechend der Bein - und Armlänge verstellbar, sodass auch 1.95m Menschen den MONOWALKER ziehen können.

Zum Gewicht: ich habe den ersten Prototypen vollständig aus 35x2 mm Rohr geschweisst und dabei 1.6 kg Mehrgewicht gehabt als jetzt mit dem Eschenholzrahmen. Um das Gewicht zu reduzieren, kam nur Carbon oder Holz als alternativer Werkstoff in Frage. Als passionierter Faltbootfahrer ist mir die Stabilität von gut verarbeitetem Eschenholz bekannt und so lag es - auch unter dem ökologischen Aspekt - nahe den Hauptrahmen aus gedämpfter und gebogener Esche zu fertigen. Unter Dampf gebogenes Holz weist dieselbe Stabilität auf wie das gerade belassene Holz. Zudem konnte ich in den neuralgischen Bereichen das Holz dicker halten und an weniger belasteten Stellen auf 15mm runterfräsen. So wiegt der eigentliche Rahmen nur noch 900 g.

Bei den Griffholmen konnte ich mit Holz eine höhere Biegestabilität gegenüber Aluminium erreichen. Dass Holz im Sommer wie Winter sehr angenehm zu greifen ist, weiss wahrscheinlich jeder. Aber auch unter ergonomischen Aspekten sind die gebogenen Holzgriffe nicht zu verachten . Ich meine, dass Outdoor Produkte - wie der Trend auf den Messen zeigt - nicht zwangsläufig aus Hightech Werkstoffen sein müssen und dürfen, wenn wir weiterhin unsere Umwelt / Natur in den nächsten Jahrzehnten geniessen wollen.

JonasB
30.04.2010, 13:22
ich finde das Konzept klasse!
Gibt es eine Möglichkeit das Ding (in Norddeutschland) zu testen?

Villmar
21.06.2010, 13:30
Warum nicht einen Wanderwagen/Pilgerwagen selbstbauen ?
Schaut mal in diesen blog hienein !

http://r-camino.blogspot.com/

Ich selber bin Konstrukteur des Modells " D " , mit dem ich auf etlichen Fernwanderwegen unterwegs gewesen bin . Der Wagen ist so konstruiert,daß man sich diesen mit Materialien aus jedem Baumarkt (Kosten : ca. 120.- € ) bauen kann, ohne schweißen zu müssen .
Durch die Aufhängung an einem bequemen Schulterträgersystem hat man in der Regel (abhängig von Untergrund und Gelände) beim Gehen die Arme frei zum Schwingen , - und den Rücken und die Hüfte frei von allen Gurten und Riemen.
Das Restgewicht auf den Schultern beträgt unabhängig (!) vom Gewicht der Zuladung ca. 1 - 2 kg , da das Gepäck bzw. der Rucksack voll auf der Achse des Wagens ruht . Bei einem Eigengewicht des Wagens von ca. 3,7 kg ( mit 12 -Zollrädern ) bleibt das Ganze auch noch tragbar, falls das Gelände nicht mehr fahrbar ist, z.B. , wenn die Spurbreite für den Pfad zu breit ist.
Für Alpendurchquerungen ist dieser Wagen allerdings nicht gedacht.
Kontakt über : villmar@hotmail.com
Achim Villmar