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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Testbericht] white box stove



bigdwarf
14.03.2010, 01:49
http://www.outdoorseiten.net/forum/attachment.php?attachmentid=4023&stc=1&d=1268526615[/IMG-r]Kaufdatum: 2008
Gebrauchszeitraum: bisher 2 Jahre
Art des Einsatzes: kurze Solotouren
Hersteller: W.Ballowe
Modellbezeichnung: white box stove
Modelljahr: 2008
Unverbindliche Preisempfehlung: 20$
Vorgesehener Einsatzbereich:
Frühjahr bis Herbst
Ausstattung und besondere Details:
sehr leicht und trotzdem stabil



1. Erster Eindruck

Auf der Suche nach einem kleinen Dosenkocher bin ich auf ein Video des white box stoves gestoßen. Dieses machte mich so neugierig, dass ich bei dem Preis von 20$ direkt beim Hersteller (über Ebay) einen bestellen musste.
Er wurde völlig überraschend ;-) in einem weißen Karton verschickt. Im Lieferumfang waren der eigentliche Kocher, ein Primerpad (kleine Aluunterlage) und ein passender Windschutz.

Verarbeitung:
Der Kocher wird aus einer recht stabilen Alubierflasche gefertigt. Diese ist deutlich stabiler als die uns bekannten (Bier-)Dosen. Das Mittelstück wird herausgeschnitten und das Oberteil mit Flaschenhals wird umgedreht in den unteren Teil eingedrückt, die Oberkannte wird perfekt nach innen umgebogen, womit die beiden Teile fest miteinander fixiert sind. Somit gibt es auch keine scharfen Kannten. Auf ca. 2/3 der Höhe wurden 20 kleine Löcher gebohrt, aus denen später die eigentliche Kocherflamme kommt.

Größe und Gewicht:
Der Kocher ist 5,5cm hoch, hat 5,8cm Durchmesser und ist 29g schwer. Maximal passen 60ml Spiritus hinein.
Der Aluwindschutz ist 9,5cm hoch, 60cm lang, 13 Luftlöcher 2cm vom Rand entfernt und wiegt ebenfalls 29g.

Kochleistung:
Der kleine Kocher brennt (bei mir) maximal 14 Minuten mit einer Füllung. Natürlich kann man nachdem er leer ist problemlos nachfüllen und weiterkochen.
Für 1L Wasser benötigt er ca. 8 Minuten bis es kocht.
Mit meinem kleinen 0.9L Titantopf (11.5cm Durchmesser) dauert es 4 Minuten bis 0.5L kochen, mit einem 3L Alutopf (17.5cm Durchmesser) sind es nur 3.45 Minuten. Ermittelt bei 16° Lufttemperatur und 8° kaltem Wasser.


2. Praxistest

Ich nehme den white box stove auf meinen kurzen Solotouren sehr gerne mit, da er für wenige Tage einfach unschlagbar in Gewicht und Packmaß ist.
Die Handhabung ist problemlos:
Einen halbwegs geraden und festen Untergrund suchen (feuerfest oder) primerPad hinlegen, Kocher befüllen, dies geht über die 5cm große Öffnung natürlich super. Nun ein wenig Spiritus auf den Kocherrand und um den Kocher herum tröpfeln. Dort zünden wir das Ganze auch an. Der Spiritus um den Kocher herum sorgt dafür, dass der Kocher nach ca. 20 Sekunden seine Betriebstemperatur erreicht hat. Dann ist der Spiritus so weit erhitzt, dass er siedet und durch die kleinen Löcher verdampft!

[IMG]http://www.outdoorseiten.net/forum/attachment.php?attachmentid=4024&stc=1&d=1268526615

Diese kleinen Flammen entzünden sich von alleine und nun können wir den Topf draufstellen. Es ist kein zusätzlicher Topfständer nötig. Je heißer der Kocher wird, desto größer werden die Flammen, dies kann man mit dem Windschutz prima regeln. Wird der Kocher zu kalt, verdampft kein Spiritus mehr und die Flammen erlöschen.
Bisher hatte ich keinerlei Probleme mit dem Kocher. Da er so simpel ist, benötigt er keine Wartung und man hat kaum die Möglichkeit etwas falsch zu machen. Zudem brennt er unhörbar, das kochende Wasser ist lauter.

http://www.outdoorseiten.net/forum/attachment.php?attachmentid=4025&stc=1&d=1268526615


3. Langzeittest

Nach 2 Jahren bin ich immer noch vollauf zufrieden, es gab nichts zu warten, es ist nichts kaputt gegangen und er brennt wie am ersten Tag.
Da ich nicht weiss wie lange es diese Flaschen und somit diesen Kocher noch gibt, habe ich mir Ersatz bestellt. Wer weiss wie doof ich mich irgendwann anstelle und ich mich auf den schönen white box stove setzte oder ihn verliere.
Der neue Kocher hatte zusätzlich noch eine kleine Flasche dabei, es könnte eine Relags Flasche sein, transparent mit weißem Deckel/Ausgießer. Dort passen drei Kocherfüllungen hinein.

Einen kleinen Nachteil hat der Kocher dann doch:
Durch die teilweise hohen Flammen beim vorwärmen, beim Kochen kann es auch mal eine Flamme über den Topfrand hinaus schaffen, ist der white box stove völlig ungeeignet um IM Zelt zu kochen.

friewu
22.03.2010, 15:12
Der White Box interessiert mich auch schon lange, deshalb danke für den sehr schönen Testbericht;-)

Was mich noch interessiert, wie stabil steht der Kocher auch mit vollen Töpfen (>1l) und ab wann neigt er zum kippen?

india
16.04.2010, 17:01
Den Kocher habe ich mir auch gekauft und ich verwende ihn mit dem Snow Peak 1400.
Der hat einen etwas größeren Durchmesser, als die kleineren töpfe und in der Kombination funktioniert das sehr gut.
Mit vollem Topf habe ich noch nicht gekocht, deshalb habe ich zur vorherigen Frage im Moment keine Antwort.

Für mich ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.

edit: Der Kocher wurde innerhalb einer Woche geliefert!

bigdwarf
16.04.2010, 18:18
Die Stabilität ist gut, da sich der Kocher weder verdreht noch verbiegt. Somit ist das Kippen des Topfes alleine vom Untergrund und wie mittig du den Topf aufstellst abhängig. Aufpassen sollte man beim Einschütten und Umrühren, mit Topfzange kein Problem.
Einen Eindruck davon kannst du dir mit einer ungeöffneten Coladose und deinem Topf verschaffen. Die Coladose ist höher und der Auflagedurchmesser etwas geringer. Wenn dir die Coladose zusagt kann der WhiteBoxStove nur besser sein.

chivas
16.04.2010, 19:37
schöner Bericht, BigDwarf! :D
ich nutze den WB auch seit längerem und mag das Teil sehr gerne, wg Stabilität würde ich mir keine Sorgen machen, ich hatte noch nie einen Unfall damit.
EDIT:
und für den Preis kann man nicht viel falsch machen, meiner war auch nach 10 Tagen da.

emdoubleu
31.08.2011, 22:13
Hi,

ich muss mal den Totengräber spielen und diesen Thread vorkramen.

Denn mittlerweile habe ich auch mehrere Liter Wasser unter den verschiedensten Bedingungen und mit den verschiedensten Töpfen (Primus LiTech Trek Kettle, Edelrid Ardor Solo, Trangia Duosal 1,5l...) gekocht.

Mein Fazit deckt sich mit den anderen bereits veröffentlichten: Für kleine Solo-Töpfe mit geringem Durchmesser an der Unterseite ist der WBS meiner persönlichen Meinung nach gar nichts, die Flammen schlagen unter dem Topf hervor, es geht viel Wärme verloren. Die vom Hersteller angegeben 5-6" (entsprechend 12,5-15cm) sind die absolute und nicht wirklich empfehlenswerte Untergrenze, am besten funktioniert der WBS wirklich erst mit Töpfen mit einem unterem Durchmesser über 15cm, vom Flammenbild her ideal sind auch meiner Meinung nach ca. 17cm. In Verbindung mit dem großen Duosaltopf des 25er Trangias inkl. Deckel kocht ein Liter Wasser bei mir bei 20 Grad Lufttemperatur nach exakt 7 Minuten.

Ansonsten: Robuste Sorgloskonstruktion, stabiler Topfstand, im Vergleich zu anderen Spirituskochern im Bereich UL noch nicht das Ende der Fahnenstange, aber trotzdem eine erhebliche Gewichtsersparnis z.B. ggü. dem Trangia-Spiritus-Brenner.

emdoubleu
22.09.2011, 08:49
Hi,

ich habe mir gestern über Ebay einen White Box Stove Solo bestellt.

Der Solo soll in Bezug auf den Durchmesser nahezu identisch zu seinem größeren Bruder sein, dafür aber weniger hoch. Dadurch nimmt er weniger Spiritus auf, seine maximale Brenndauer soll ergo kürzer sein. Außerdem hat er weniger seitliche Flammenöffnungen.

Ich bin gespannt, wie sich das kleinere Modell macht - vielleicht ist er für das reine Erhitzen von Wassermengen von ca. 500-1.100ml sogar die bessere Wahl.

india
22.09.2011, 21:33
Wenn ich "Solo" höre, denke ich erst einmal, der sei
für die kleineren Töpfe oder Tassen geeignet, wie sie
viele ULer benutzen. Dem ist aber nicht so.
Die sind wohl beide nur für breitere Töpfe geeignet,
deshalb erschliesst sich mir der Sinn des Solo nicht ganz,
es sei denn, es geht um einstellige Grammeinsparungen...

Aber berichte mal, wie Du zufrieden bist.

DTL
07.10.2011, 08:14
Meiner ist gestern endlich gekommen :wohoo:

Die Sache mit dem Topfdurchmesser kann ich im Großen und Ganzen bestätigen... außer man verwendet einen 1L-eta Topf. Der hat zwar auch nur so 12 cm Durchmesser, aber die Höhe der Seitenlöcher des WBS harmoniert hervorragend mit den Lamellen. Die Flammen verschwinden quasi in den Lamellen (manchmal lecken welche durch) und der Topfboden ist von unten komplett von den Flammen abgedeckt.

Reichhi
07.10.2011, 08:42
Was hat er denn fuer einen Verbrauch?

Ich hab nur Infos bzgl. Zeit bis zum Kochen gefunden.

emdoubleu
07.10.2011, 10:33
Was hat er denn fuer einen Verbrauch? ...

Hi,

ich zitiere mich mal aus dem anderen Thread...


... der White Box Stove brennt mit 25ml Spiritus mit Windschutz bei mir korrekt aufgeheizt und kochbereit rund 7 Minuten und 45 Sekunden, wenn ein Topf auf gestellt wird.

Ergo reichen die 25ml Spiritus auch gut, um 1 Liter Wasser von ca. 18 Grad bei Windstille zum sprudelnden Kochen zu bringen. Bei kälterem Wasser und Wind plane ich aber ich lieber nach wie vor eine kleine Reserve ein, 40ml sind trotzdem zu viel.

emdoubleu
25.10.2011, 09:51
Hi,

leider warte ich noch immer auf den White Box Stove Solo. Auf meine Nachfrage bei Bill Ballowe habe ich innerhalb weniger Stunden eine Antwort bekommen.

Er hat mir geschrieben, dass das "Shipping" lt. dem Tracking über USPS am 27.09.2011 erfolgt ist - leider sind lt. seiner Aussage aber in den letzten drei Monaten zahlreiche Lieferungen nach Deutschland verloren gegangen bzw. wurden gestohlen. Ich geb die Hoffnung noch nicht auf - er hat mir aber angeboten, den Kaufpreis für den Fall der Fälle zu erstatten.

Achso, im übrigen hat Bill Ballowe jetzt wohl auch einen Vertriebspartner in den Niederlanden, auf den er mich bei Interesse verwiesen hat: http://www.hetbuiten.nu/white-box-stove.php - vielleicht auch nicht ganz uninteressant für potentielle Käufer.

Stephan Kiste
25.10.2011, 10:17
Hi,
hab schon 3 normale geordert, einer war in 10 Tagen da,
die 2 anderen haben 7 Wochen gedauert, da de Zoll noch einen
Obolus haben wollte, dazu konnte oder wollte er sichn icht kurzfristig entscheiden,
hat dafür aber nochmal 7:95€ verlangt.

Bin sehr zufrieden

emdoubleu
25.10.2011, 11:28
Hi,
... da der Zoll noch einen Obolus haben wollte, dazu konnte oder wollte er sichn icht kurzfristig entscheiden, hat dafür aber nochmal 7,95€ verlangt. ...

Hi,

hmm, dann müsstest Du theoretisch aber noch etwas mehr als die zwei WBS in Deinem Paket gehabt haben, denn bei 7,95 Euro Einfuhrumsatzsteuer hätte der Warenwert etwas unter 42 Euro betragen müssen... ;-)

Wie gesagt, ich hab nur EINEN Solo bestellt und da liegt der Warenwert (selbst inklusive Versandkosten) locker unter der Grenze von 22 Euro für die Versteuerung. Mein normaler WBS lag auch nach etwas mehr als einer Woche auf meinem Schreibtisch.

Stephan Kiste
25.10.2011, 12:06
Sorry, nciht klar ausgedrückt,
habe 2 Bestellt, 2 sind geliefert worden.

Übrigens, wenn ihr den ausmachen wollt, wie
stopt ihr den, hab nisjetzt gute Erfahrung indem ich ne Tasse verkehrt herum drüberstulpe?!

Linnaeus
25.10.2011, 14:09
Hab meinen heute bekommen. Bestellt Anfang Oktober.


Hi,

leider warte ich noch immer auf den White Box Stove Solo. Auf meine Nachfrage bei Bill Ballowe habe ich innerhalb weniger Stunden eine Antwort bekommen.

emdoubleu
26.10.2011, 22:16
Hi,

soo, gestern noch die Lieferung praktisch schon abgeschrieben, heute lag dann plötzlich doch ein kleines weißes Päckchen auf meinem Schreibtisch – die zollamtliche Abfertigung im Zollamt Hafencity ist anscheinend für die nicht unerhebliche Verzögerung verantwortlich gewesen.

Also fix ausgepackt und gegen Abend die ersten Vergleiche des White Box Stove Solo mit dem regulären White Box Stove gezogen. Die erste Überraschung: Der niedrigere und damit insgesamt kleinere Solo wiegt mit 32gr sogar 3gr mehr als sein „normal“ großer Bruder. Das geht ja schon mal „toll“ los, zum Glück bin ich kein penibler ULer.

Weiter mit den technischen Daten: Der WBS ist ca. 59mm hoch, der WBS Solo ca. 50mm. Der Durchmesser liegt bei beiden Kochern bei ca. 59mm. Der WBS hat 20 Brenneröffnungen mit einem Abstand von ca. 18mm zur oberen Topfauflage, der WBS Solo hat 15 Brenneröffnungen mit einem Abstand von ca. 19mm zur oberen Topfauflage. Insgesamt erscheint mir mein Exemplar des WBS Solo komischerweise deutlich druckempfindlicher und stärker zu Dellen neigend – logisch ist das nicht. Das maximale Fassungsvermögen des WBS Solo wird vom Hersteller mit 1,5 ounces angegeben, was knapp 45ml entsprechen sollte.

Soweit zu den offensichtlichen Geschichten, interessanter sind ja sicherlich die Punkte, ob der WBS Solo schneller oder langsamer Wasser zum Kochen bringt, ob er sparsamer ist usw. Deshalb habe ich beide WBS mit Bioethanol befüllt und entzündet...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/47/medium/Photo12.jpg

... links der WBS Solo, rechts der reguläre WBS. Rein vom Flammenbild ohne Topf hätte ich auf keinerlei große Unterschiede getippt – das Vorheizen geht beim WBS Solo übrigens trotz gleicher eingefüllter Ethanolmenge deutlich schneller.

Das Flammenbild ändert sich aber, wenn jeweils ein Topf aufgestellt wird. Zuerst der WBS Solo...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/47/medium/Photo22.jpg

... dann der WBS...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/47/medium/Photo32.jpg

Für die beiden Vergleichsbilder habe ich den 1,5l-HA-Topf von Trangia verwendet, der Topf hat einen unteren Durchmesser von ca. 15cm.

Ergebnis: Der WBS bekommt einen Liter Wasser unter Idealbedingungen in ca. 7min in dieser Konstellation zum Kochen, der WBS Solo schafft dies erst nach fast 9 Minuten. Das war für die Verwendung mit dem 1,5l-Trangia-Topf – also einem relativ breiten Modell – ein sehr enttäuschendes Ergebnis, obwohl selbst unter diesem Topf einige Male Flammen teilweise hervor züngelten. Erwartungsgemäß hat der WBS das deutlich dichtere Flammenbild. Wie gesagt, der WBS Solo sollte theoretisch für kleinere Töpfe die bessere Wahl aufgrund des kleineren Flammenbildes darstellen, schneller oder merklich sparsamer ist er für mein Gefühl aber auch dann nicht im direkten Vergleich mit dem WBS und einem angepassten Topf.

Mein erstes Fazit nach diesen Tests: Lieber den regulären White Box Stove kaufen, der ist deutlich universeller und mit einem entsprechend passenden Topf auch deutlich schneller und effektiver.

Feurio
28.10.2011, 19:00
Vielen Dank für diesen schönen Test!

Ein paar Fragen habe ich noch: Emdoubleu, hast du eine Möglichkeit gefunden ihn (den normalen WBS) platzsparend in den Trangia 1,5 zu verstauen? (geht der Windschutz da rein?)
Und teilst du Bigdwarfs Meinung, dass er zum Kochen im Zelt ungeeignet ist?
Wie man ihn am besten löscht fände ich auch interessant.

Weil ich leider erst nach dem Winter wieder vor die Tür gehen kann, habe ich mir den Kocher noch nicht zugelegt - er bleibt aber mein Favorit. Die Zeit bis zum Frühling läuft so Gefahr mit der absoluten Materialfrage totgeschlagen zu werden.;-)


Beste Grüße

mastersergeant
28.10.2011, 20:20
Bei dem Preis und den Lieferzeiten lohnt der Myog sich.
Vorallem, da man sich das Optimale Döschen für seinen Topf basteln kann:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1040298a.JPG.

Ist garnicht schwer, aber wie o.g. nur für Töpfe über D=15cm geeignet.

emdoubleu
28.10.2011, 20:49
... hast du eine Möglichkeit gefunden ihn (den normalen WBS) platzsparend in den Trangia 1,5 zu verstauen? (geht der Windschutz da rein?) ...

Hi,

das ist im 1,5l HA Trangia-Topf überhaupt kein Problem. Ich habe in einer kleinen 1l-Ziploc-Tüte die Brennerunterlage, den Windschutz, eine 125ml Nalgene Flasche für Spiritus, einen 30ml Messbecher und natürlich den White Box Stove. Die originale Trangia Griffzange lege ich auf die Tüte, der Topf wird mit einem MYOG-Deckel geschnitten aus einem Serviertablett verschlossen - der mit 13gr aber auch nicht wirklich UL ist. :D

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Photo13.jpg
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Photo23.jpg

Alles wiegt komplett 269gr - wie gesagt, für mich ist das als Leichtkombo für Heissgetränke und Trekkingmahlzeiten bei Kurztrips okay, für echte ULer ist das sicherlich noch ein arg verbesserungswürdiger Graus. ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Photo33.jpg

Zum Kochen im Zelt: Das habe ich bisher auch vermieden, Grund ist die erwähnte höhere offene Flamme beim Vorheizen und die trotz vorsichtiger Handhabung doch immer noch vorhandene Möglichkeit des Umkippens des Kochers.

Löschen tue ich den Kocher gar nicht, ich lasse ihn einfach ausbrennen. Mittlerweile versuche ich aber so effektiv wie möglich mit dem Spiritus umzugehen, so dass er nur die gewünschte Flüssigkeitsmenge zum Kochen bringt und nach Möglichkeit nicht lange danach von sich ausgeht.

@ Mastersergeant

Schick, sieht gut aus.
Ich hätte nur schon Probleme, an die entsprechende Bierdose zu kommen.

Joachim2011
28.10.2011, 21:03
Hi,



Schick, sieht gut aus.
Ich hätte nur schon Probleme, an die entsprechende Bierdose zu kommen.

Ne´ Dose Heineken bekommste selbst in Katmandu.:roll:

Joachim

Feurio
29.10.2011, 11:35
Ich glaube, es geht nicht um die Marke, sondern die spezielle Dosenform, die nicht überall erhältlich ist.

@emdoubleu: Danke nochmal, das sieht sehr gut aus! Schicker Deckel auch. Du erwähnst mehrmals, dass der WBS für dich als leichte Kochmöglichkeit bei kurzen Touren Verwendung findet. Ist dir bei längeren Touren der Spiritus zu schwer, verwendest du dann Gas? Oder hat das andere Gründe?

emdoubleu
29.10.2011, 13:17
Hi!


Ich glaube, es geht nicht um die Marke, sondern die spezielle Dosenform, die nicht überall erhältlich ist.

Genau das ist der Punkt - siehe auch >>hier (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?45079-Green-box-stove&highlight=green+stove)<< ... ;-)


... ist dir bei längeren Touren der Spiritus zu schwer, verwendest du dann Gas? Oder hat das andere Gründe?

Naja, bis das Gewicht meiner anderen leichteren Kombo erreicht ist (ca. 650gr für Markill Peak Ignition Gaskocher + Edelrid Ardor Solo Topf + 220gr Gaskartusche + Packbeutel) kann ich ja noch recht viel Spiritus mitnehmen. Trotzdem ist ein Gaskocher für mich persönlich deutlich dann variabler und komfortabler: Man kann auch mal etwas köcheln und nicht nur eine Trekkingmahlzeit mit kochendem Wasser aufgießen oder sich ´n Kaffee und ´nen Tee bereiten.

Stephan Kiste
23.12.2011, 11:24
Bin jetz auch glücklicher Besitzer vom WBS.

Meine Frage, der PRimus 1,2l Eta Topf mit dem Heizregister unten drann sollte
doch der Ideale Partner des WBS sein?

Größe des Topfes ok, Griff finde ich super ( Hab ne WinterGriffzangenphobie bekommen)
Deckel mit Nudelsieb und das Mehrgewicht des Topfes (260g find ich ok?!)
lässt sich doch durch schnelleres und damit brennstoffsparendes kochen
ausgleichen? Was hält mich davon ab den zu kaufen?
(Ok, der Deckel ist kein Teller, aber ich esse eh meistens direkt aus dem Pott?!)

Klippenkuckkuck
23.12.2011, 16:57
Bin von dem Prinzip überzeugt, habe selber den 2,1l Topp. Und bilde mir ein
bei unwissendschaftlichen Versuchen in der Küche 1min pro Liter kocherndes Wasser eingespart zu haben.




lWas hält mich davon ab den zu kaufen?
(Ok, der Deckel ist kein Teller, aber ich esse eh meistens direkt aus dem Pott?!)

Mist das frage ich mich auch gerade.
Der mitgelieferte Lamellenschutz soll angeblich den Teller ersetzen.

Stephan Kiste
23.12.2011, 18:57
Ok, toll, Tellerproblem gelöst :-)

Was mich so interessiert.
Der Primus Topf steht ja aufgrund der Lamellen locker 18mm höher als ein normaler
Topf auf einem normalen Brenner.
Beim Dosenkocher mit Sidepipes ;-) also aussenstrahlenden Düsen würde er mit dem Topfboden
auf dem Brenner stehen, wie gedacht, die Lamellen aber tiefer ragen und genau im Flammenstrahl
sitzen, bin mir noch nicht sicher ob das sinnvoll ist?
Der Topf kostet 40 € und den brauchte ich nur für Leichtes Wochenendhiken??

Abt
25.12.2011, 14:41
also von dem Teil und der Bierdosenvariante bbin ich auch begeistert. Und immer ein gutes Alibi dass Bier etwas ganz wertvolles im Gepäck ist. Lieber am Gewicht des KoKochers sparen. Aber muss es unbedingt Heiniheiniken sein? das vertrage ich doch so schlecht... hicks.
Nun werd ich das wohl oder übel im Selbstversuch ausprobieren müssen.
Auch den Brennspiritus könnte man... doch gut ddurch SamOrgon, schwarzen Tod, Tzuika oder anderen hochschöngeistige Getränke ersetzen..ooder was meint ihr..?

Stephan Kiste
25.12.2011, 15:54
...das es gerade um Kocher geht und dies hier ein Testberichtthreat ist!

Nando
25.12.2011, 16:56
Der mitgelieferte Lamellenschutz soll angeblich den Teller ersetzen.

Also bei mir rußen meine diversen Spiritusbrenner leicht. Ich stell mir das nicht so toll vor, den Teller über den Lamellenschutz zu stecken und mein Essen mit Ruß "vollzusauen".

Abt
25.12.2011, 18:15
Also ich bin begeistert und will das Teil selbst bauer und unbedingt mal testen.
Würde für meine touren sicher auch vollkommen langen und zum Pilze bruzeln auch.
Die etwas wacklicke Bierbüchsenkonstruktion werde ich mal versuchsweise mit kleinen Steinen beschweren.
Die Frage steht echt, ob man gewöhnlichen hochprozentigen auch nehmen kann, nachdem man ihn auf Temperatur gebracht hat. Bleibt eben mehr Rest in der Brennstoffzelle.

mastersergeant
16.01.2012, 20:52
Winterzeit = Bastelzeit. Nachdem ich den Beitrag des WBS-Solo von Emdubleu gelesen habe hab ich mir gedacht mal in die andere Richtung zu bauen, also mehr Löcher als der standard WBS siehe hier
(noch mit zu kleinen 1mm Löchern) :

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1080036.JPG

Auch im MYOG Fred zu lesen:

http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?11570-Dosenkocher/page31

Da die z.Zt. Temperatur um den Gefierpunkt liegt will ich den Test die nächsten Tage mit 0° kaltem H2O und Sprit durchführen. Alc. ist dann ja wesentlich träger als im Sommer bei 25°C. Außer der Kochdauer ist auch der Verbrauch wesentlich höher.

Werde berichten.

emdoubleu
21.02.2013, 17:35
Hi,

ich habe den Tip aus dem Dosenkocherthread bzw. von dieser Seite (http://klemmkorken.de/index.php?id=663) ausprobiert und für meinen kleinen 1,5l-Topf (Trangia HA-Alu) aus einem 1,75l-Topf (Trangia UL-Alu) einen stabilen Windschutz mit erträglichem Mehrgewicht (ca. 100gr inkl. Lüftungsbohrungen) gebaut. Am unteren Rand habe ich alle 2,5cm Löcher mit rund 8mm Durchmesser gebohrt, dazwischen noch einmal kleinere Löcher mit rund 4mm.

Resultat? Der WBS gewinnt aufgrund des Kaminprinzips noch einmal deutlich an Effizienz, 1l Leitungswasser kocht sprudelnd bereits nach nahezu exakt 6 Minuten. Allerdings musste ich auch fast 40ml Ethanol verwenden, inkl. Vorheizen und Wasser kochen brannte der WBS noch etwas weniger als eine Minute nach. Ich gehe davon aus, dass etwas mehr als 35ml Ethanol auch ausschließlich zum Kochen gereicht hätten.

Ich bin am Überlegen, ob ich entsprechend der ursprünglichen Umsetzung des Erfinders auch noch auf der einen Hälfte des Windschutztopfes im unteren Bereich mehrere Löcher für eine noch bessere Sauerstoffversorgung bohre. Denn so ganz rußarm bis -frei brennt der WBS nicht, vielleicht ist da noch Optimierungspotential.