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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigenschaften von Filmen



Christoph1972
16.03.2004, 09:32
Ich habe letzten Winter in der Silvretta Bilder gemacht, die Bilder hatten alle einen leichten Blaustich. Ich finde das für Winterbilder sehr passend, da sie die Landschaft so wiedergeben, wie ich sie in Erinnerung habe. Leider kann ich mich nicht mehr entsinnen was für ein Hersteller das war. Es war sich ein 200er Film.

Wer kann mir sagen, was die einzelnen Filmhersteller für Eigenschaften haben?

Christoph

Flachlandtiroler
16.03.2004, 10:00
Leider kann ich mich nicht mehr entsinnen was für ein Hersteller das war. Es war sich ein 200er Film.
Das läßt vermuten, daß Du einen Negativfilm verwendet hast ("Papierfilm"). Da sind keine verallgemeinerungsfähigen Aussagen möglich à là "Der Fuji macht eher grüne Bilder", denn die Farbtonwiedergabe wird maßgeblich von dem Fotolabor beeinflußt, das Deine Bilder druckt. Du siehtst ja nie das Original (=Negativ) sondern nur Ausbelichtungen, die _irgendwie_ gefiltert wurden.

Bei Diafilmen gibt's schon so gängige Vorurteile wie oben genannt, aber da hab' ich auch keinen Überblick. Kaufe halt immer die Restposten mit Verfallsdatum, Hersteller egal (z.B. 36er Diafilm für 1.20€ ;-)). Man beachte auch, daß sich die Farben durch Alterung deutlich verschieben; habe letztens altes Material von Agfa gescannt, das war durch die Bank rotstichig geworden...

Gruß, Martin

Becks
16.03.2004, 11:00
Papierfilm: Kannste vergessen, da hat das Labor weitaus mehr Einfluß auf das endgültige Bild als der Film selbst da bei die Übertragung Negativ (Film) -> Positiv (Papier) mittlerweile durch die Bank digital erfolgt, also das Negativ gescannt und dann farblich invertiert wird und anschließend gedruckt wird. Und bei der Inevrtierung werden gleich noch eine Batterie Filter auf das Bild angewendet um kleinere Übel die einem typischen 0815-Knipser so mit seiner handlichen Kamera passieren zu enrfernen. Dazu gehören halt Farbkorrekturen, Änderung der Farbsättigung sowie eine Korrektur von Unter- bzw. Überbelichtung.

Bei Dias pfoten die Belichter nicht so viel am Ende rum was ich persönlich sehr schätze. Wenn ich beim Bild Mist baue, ok ,dann isses so, muß ich eben mehr lernen.

Bezüglich Farben:
Kodak eigentlich durch die Bank sehr poppige und gesättigte leuchtende Farben, mir persönlich zu leuchtend. Unseren Grialetschausflug im 03.03 hab ich mit einem Kodak 400er Diafilm geschossen. Man beachte die Bilder speziell am letzten Tag bei der Besteigung des Piz Grialetsch. Dominiques Jacke und der Himmel sind satt bunt.

Fuji Sensia: nicht ganz so poppig und aufdringlich, minimaler Stich ins Grüne. Der Sensia 100 ist mein Standardfilm, verwende ich in Kombination mit einem Skylight 1A der das Bild einen winzigen Tick Richtung rot verschiebt. Der Unterschied ist nicht so krass, hab mal zwei Vergleichsbilder mit und ohne Filter geschossen. Wichtiger ist mir der mechanische Schutz der Linse sowie ein zusätzlicher UV-Filter der verhindert daß das Bild blaustichig wird.

Meine nexten Anschaffungen: N Skylight für das neue Objektiv sowie einen Polarisationsfilter.


Wie andere Filme jetzt wirken (Agfa und Co.) - keine Ahnung. Der Sensia gefällt mir, mehr brauch ich nicht.


Alex

Flachlandtiroler
16.03.2004, 11:09
Bei Dias pfoten die Belichter nicht so viel am Ende rum
Streiche "nicht so viel", setze "überhaupt nicht" -- der Diafilm wird als ganzes einem definierten Chemikalien-Prozeß unterzogen, höchstens das mal ein Ansatz 'n bißchen abgestanden ist oder so. Es gibt keinerlei individuellen Eingriff.

Wie andere Filme jetzt wirken (Agfa und Co.) - keine Ahnung. Der Sensia gefällt mir, mehr brauch ich nicht.
Der ist bei mir auch öfter in der Verfalls-Ware dabei; tendiert eher zu starker Grün- und Blau-Sättigung. Velvia ist idR erheblich teurer. Bei Kodak gibt's verschiedene Diafilme, die sich auch vom Farbton her unterschiedlich verhalten.

Gruß, Martin

Scotlandfan
16.03.2004, 11:14
Kodak ist sehr bunt, das stimmt. Ist nicht jedermanns Sache, das haben in meinem Fotokurs auch schon einige gesagt. Aber da ich ja gerne in "grüne" Länder fahr, kommt mir das grad recht. Irland hat ja angeblich "40 shades of green" und Schottland mindestens genauso. Und die erkennt man richtig gut mit nem Kodak 100 ISO. :)

Flachlandtiroler
16.03.2004, 11:18
Kodak ist sehr bunt, das stimmt.

Bei Kodak gibt's verschiedene Diafilme, die sich auch vom Farbton her unterschiedlich verhalten.
Mit "bunt" sind die Ektachromes gemeint, oder? Der Kodakchrome ist schon wegen des harten Kontrasts (niedrige Empfindlichkeit) bestimmt nicht "bunt".

Gruß, Martin

jfkoehle
16.03.2004, 11:32
Kodak ist sehr bunt, das stimmt. Ist nicht jedermanns Sache, das haben in meinem Fotokurs auch schon einige gesagt. Aber da ich ja gerne in "grüne" Länder fahr, kommt mir das grad recht.

http://jfkoehle.bei.t-online.de/bilder/040.jpg

Grün ist gut :). Das Photo ist mit einem Kodak APS "Erlebnis 200" geschossen.

Aber jetzt ne andere Frage: Wodurch entstehen weiße Pünktchen auf den Bildern? Ist irgendwas mit der Kamera (Minolta Vectis S-1)?

Christian J.
16.03.2004, 12:08
Sieht aus wie 'ne Reflexion auf der Linse oder auf dem Filter. Ist das bei allen Bildern so oder nur bei dem? Hier hattest du ja doch starkes Gegenlicht, da kann sowas vorkommen.

Flachlandtiroler
16.03.2004, 12:09
Grün ist gut :). Das Photo ist mit einem Kodak APS "Erlebnis 200" geschossen.
Nochmal: Auch wenn bei APS die Belichtungsdaten vom Printer genutzt werden (könnten), was als Papier herauskommt hat oft wenig mit dem Negativ zu tun. Es liegt nicht umbedingt am Film, wenn das Papierbild nachher einen Farbstich hat.

Aber jetzt ne andere Frage: Wodurch entstehen weiße Pünktchen auf den Bildern? Ist irgendwas mit der Kamera (Minolta Vectis S-1)?
Außer zwei stark vignettierten Bildecken und einem weißlichen Flecken im rechten unteren Bildteil sehe ich da keine Punkte... :roll:

Weiße Punkte an Konturen sind bei digitaler Bildbearbeitung normalerweise ein Anzeichen, daß das Bild zu stark geschärft wurde.

Gruß, Martin

jfkoehle
16.03.2004, 12:32
Außer zwei stark vignettierten Bildecken und einem weißlichen Flecken im rechten unteren Bildteil sehe ich da keine Punkte... :roll:

Weiße Punkte an Konturen sind bei digitaler Bildbearbeitung normalerweise ein Anzeichen, daß das Bild zu stark geschärft wurde.

Das Bild war jetzt auch kein Beispiel dafür, sondern für das "Grün". der weiße Fleck kommt durchs Gegenlicht.

Mein Problem ist ein wenig schwer zu beschreiben. Ich hab auch leider keine Ahnung wie das alles genau funktioniert *g*, aber wenn man sich vorstellt das die Körnung eines Filmes unterschiedlich hoch ist, das heißt einige Körnchen sind höher als andere, könnte man denken das die weggerubbelt wurden und dafür weiße Püntchen da sind... öhm ja:

http://jfkoehle.bei.t-online.de/bilder/026.jpg

Flachlandtiroler
16.03.2004, 12:47
Mein Problem ist ein wenig schwer zu beschreiben. Ich hab auch leider keine Ahnung wie das alles genau funktioniert *g*, aber wenn man sich vorstellt das die Körnung eines Filmes unterschiedlich hoch ist, das heißt einige Körnchen sind höher als andere, könnte man denken das die weggerubbelt wurden und dafür weiße Püntchen da sind... öhm ja:
http://jfkoehle.bei.t-online.de/bilder/026.jpg
Sieht aus wie ein Scan vom Papierbild, kleinste Fusseln werden beim Schärfen (erfolgt bei vielen Scannern standardmäßig) vor allem in den dunklen Bildteilen plötzlich sichtbar. Abhilfe: Die frischen Abzüge sofort scannen, erst dann herumreichen; noch besser: Die Negative scannen (lassen).

Gruß, Martin

jfkoehle
16.03.2004, 12:57
Die Negative scannen (lassen).
Hmm, hoffen wir es mal... Die sind nämlich von http://www.farbglanz.de/ gescannt worden...

Flachlandtiroler
16.03.2004, 14:40
Hmm, hoffen wir es mal... Die sind nämlich von http://www.farbglanz.de/ gescannt worden...
Hmm, sonderbare Dienstleistung: Man bestellt Entwicklung und sagen wir Abzüge in 9cm x 13cm, dann bekommt man auch nur die entsprechende Scanauflösung für 9cm x 13cm @300dpi, nämlich 1000x1500 Pixel :kotz: Zahlt man einen größeren Abzug, gibt's mehr Pixel... :grrr:
Immerhin sollten dabei eigentlich keine Fussel auftreten :roll: ist aber genau der gleiche Effekt.

Gruß, Martin *ratlos*

Sneaker
17.03.2004, 22:47
Hi

@jfkoehle: is das ein Scan vom Papierbild? ich könnte mir vorstellen, das das Bild ziemlich unterbelichtet ist (Negativ fast komplett durchsichtig?) und das das Labor einfach versucht hat, massiv aufzuhellen. Dadurch wird natürlich auch das Filmkorn sichtbar, insbesondere wenn ein Film mit höherer ASA-Zahl verwendet wurde.


@all:
zu den (Dia-)Filmtypen (mal schauen, ob ich noch alles richtig im Kopf hab :))

Kodak tendiert generell zu rötlich/braunem Farbton.
Kodak Elitechrome 100 EC: das EC steht für Extra Color, d.H. extra viel Sättigung
Kodak E100 (S/W/SW): Satte/Warme/SatteWarme - Farbe, sonst ziemlich ähnlich dem EC
beide sehr gut zum scannen

Fujis Sensia 100+400 tendiert eher ins grünliche
Fuji Velvia 50: eine Sache für sich, geniale Farben, wahnsinns Dichteumfang (super Durchzeichnung in dunklen Bereichen). Einer meiner Lieblinge, inzwischen gibt's auch eine Nachfolgeversion mit 100Asa.
Fuji Astia und Provia: tendieren eher ins magentrige, aber bei weitm nicht so stark wie Kodak. Sehr gute Hauttonwiedergabe, sehr gut zum scannen.


Beim Ausbelichten von Negativfilmen spielt auch das Fotopapier eine wichtige Rolle... kann man natürlich als Konsument schwer beeinflußen (bei 0815 haumichwegdafürkost'snix-Entwicklung sowieso nicht). Wenn man gute Abzüge von seinen Bildern haben will (vorrausgesetzt sie sind richtig belichet...) ist es imho im Moment am besten, wenn man zu einem lokalen Fotohändler geht, der ein digitales Minilab im Haus hat (Agfa Digilab, Fuji Frontier, Noritsu, ...), denn die scannen von Haus aus jedes Negativ ein, entfernen automatisch Staub und mit ner halbwegs kompetenten Bedienung bekommt man ein super Ergebnis ohne das man bettelarm wird (Alternative: Profi-Handabzug: ab 25E, je nach Größe). Im übrigen können die auch Dias auf diese Weise verarbeiten.

Achja:
Dias auf Fotopapier: Das Dia hat eine viel höhere Dichte als das Fotopapier, d.H. entweder überstrahlen Teile oder "saufen ab", die am Dia noch sichtbar sind.

tiejer
20.04.2004, 14:28
hat jemand erfahrungen mit SW DIA filmen?

Sneaker
20.04.2004, 15:06
Der einzig vernünftige SW-Diafilm ist der Agfa Scala.
Nachteil: teuer und nur in speziellen Labors zu entwickeln.

dann gab's (oder gibt's?) von Polaroid mal so einen Film (mit eigener Entwicklungsdose), der SW-Dias und (sehr dünne) SW-Negative rausbrachte.

Weiter gibt's von Tetenal glaub ich noch ein Kit, mit dem man SW-Negativfilme selbst auf Dia Umkehrentwickeln kann.