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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geldkatze, aber welche?.. oder ne bessere Lösung



Nocki
01.03.2010, 17:42
Hallo,

meine Reise rückt immer näher und ich habe auch endlich so ziemlich alles beisammen. Nur fehlt mir noch was zur einigermaßen sicheren Verwahrung von Geld und Papieren.

Hier in einem Outdoorladen in der Nähe haben sie ein paar verschiedene Modelle von Eagle Creek.

http://img138.imageshack.us/img138/5810/gk2.jpg
http://img443.imageshack.us/img443/1262/gk1.jpg

Das obere Teil bindet man sich einfach um den Bauch, das untere hängt man mit den Schlaufen in einen Gürtel ein und hängt es sich dann in die Hose. Was meint ihr welches ist gescheiter/besser/praktikabler? Oder wisst ihr vielleicht noch ne viel bessere Möglichkeit um seine Wertsachen einigermaßen sicher mit sich zu führen.
Die Reise geht zwei Monate durch Nepal und Indien, denke da werde ich ja irgend so etwas in der Art brauchen. Es Geld einfach in die hintere Hosentasche wie ich es hier in D mache dürfte dort wohl suboptimal sein.

Schon mal Danke. Gruß,
Oli.

Ixylon
01.03.2010, 17:55
Ein zusätzlicher Tipp, den ich immer wieder gehört habe ist, eine "falsche" Brieftasche mit sich zu führen mit ein paar alten Plastikkarten und einer Handvoll Dollar oder so drin, die man dann im Ernstfall rausrückt.

Wenn jemand mit gezogener Waffe vor Dir steht und Deine Brieftasche haben will nützt Dir halt das beste Versteck nichts.


Ansonsten dürfte es ziemlich egal sein, wo Du die Sachen versteckst. Dass man die Sachen nicht zu offensichtlich präsentieren sollte ist ja klar. Das trifft auch auf andere Sachen zu (Handy, Kamera, GPS, etc.)

hyrek
01.03.2010, 21:39
ich hatte immer diesen bauch-beutel. den aber auf dem ruecken getragen und alles darin in fruehstuecksbeutel eingepackt gegen das durchschwitzen. da war aber auch immer nur das "grossgeld" bzw. amex-checks drin. normalen geldbeutel braucht man also trotzdem fuers taegliche einkaufen.

IronFist
01.03.2010, 22:05
Am Körper, ist immer gut, wo ist fast egal, solang es nicht der offensichtliche DinA4 Brustbeutel ist.

Sonst kann ich Ixylon nur zustimmen. Ne Fakebrieftasche kann leben retten...

Pfad-Finder
01.03.2010, 23:30
Und das Geld/Plastikkarten auf verschiedene Depots verteilen. Auch wenn das bei mir zur Folge hatte, dass ich 2004 zur Bundesbank musste, um noch mal 200 DM umzutauschen, die sich in einer Jacke versteckt hatten.

Brustbeutel usw. signalisiert immer, dass da was wertvolles drin ist. Deswegen gibt es so etwas bei mir nicht.

hotdog
02.03.2010, 08:21
Auch wenn das bei mir zur Folge hatte, dass ich 2004 zur Bundesbank musste, um noch mal 200 DM umzutauschen, die sich in einer Jacke versteckt hatten.

2004 hast du noch DM getauscht? Wo warst du denn? Aufm Mond? :ignore:


Zum Thema: beim Wort "Geldkatze" dachte ich zuerst an sowas:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/14/Manekineko1003.jpg/180px-Manekineko1003.jpg

So eine Geheimtasche habe ich auch, benutze sie aber nie. Bargeld habe ich, wenn möglich, nur in geringen Mengen dabei. Und für den Reisepass z.B. sind solche Taschen meist zu klein bzw. tragen zu sehr auf und stören dann am Körper.

nosports
03.03.2010, 01:10
Was ich gerne nehme für ne Notreserve:
Geldgürtel (http://intranet.tatonka.com/infosys/infocgi/artinfo1.dll?2863_Travel_Waistbelt&0)
Kostet wenig und ist gut für ne Barreserve.

Mecoptera
06.03.2010, 12:20
Geldgürtel und co sind inzwischen ziehmlich bekannt; ich habe bei Reisen in unsichere Länder immer eine Fakebrieftasche mit genug Landeswärung für den täglichen Bedarf und einigen ausländischen Scheinen mit großen Nummern drauf (alte Lire...) dabei, der Rest ist in einer wasserdichten Tüte in meinem Stiefel...

derjoe
08.03.2010, 01:27
Hi,

Geldkatze kennt jeder Gauner von vorgestern... . Ich habe trotzdem auf Reisen meist eine dabei, weil ich es so immer am Mann habe. Ich packe alles in einen Gefrierbeutel - Schweiß kann Papieren, Geld ganz schön zusetzen. Ich würde irgendeine billige Geldkatze nehmen, die angenehm auf der Haut ist.


Zusätzlich habe ich es mir angewöhnt, bei Reisen in "heikle" Länder immer etwas Geld in der Brusttasche zu haben. Das reicht für alle kleineren Ausgaben über den Tag, nix ist wohl bescheuerter als vor den Augen aller anderer das Hemd hochzukrempeln um 2 Dollarscheine rauszufischen. Packe das Geld meist in einen Gefrierbeutel, 2-3 mal umschlagen, fertig. Ist handlich, unkompliziert und man kann bei einem Überfall direkt was vor die Füße werfen.

Schnipfel
15.03.2010, 23:54
Hallo Nocki,

für den Fall daß Du noch nicht unterwegs bist, ein paar Überlegungen/Erfahrungswerte zum Thema Geld-etc.-stash (erfolgreich erprobt in 4 Wochen Südamerika).

Meine Valuta waren recht kleinteilig verteilt. Und zwar:

1. Geldgürtel (i.S.v. Hosengürtel mit inwendigem langem RV-Fach) mit Kopie der ersten beiden Seiten des Reisepasses und zwei 50US$-Scheinen, beides so kunstvoll gefaltet daß es im Gürtel nicht mehr tastbar war - als allerletzen Strohhalm, in der Hoffnung daß man mir bei einem Komplettraub wenigstens Hose und Gürtel lassen würde. :)

2. Geldkatze mit den gelegentlich anfallenden größeren Geldbeträgen und als Hauptquartier für die Kredit- und EC-Karte. Desweiteren darin eine Liste mit diversen ggf. wichtigen Telephonnummern (Kartensperrung, KV, Bank, Konsulat,...).

3. Normales Portemonnaie mit dem Geld für die nächsten paar Tage

4. Throwdown-Portemonnaie: ein billiges aber glaubwürdiges Teil mit vielen Fächern, für den Fall daß man doch mal was rausrücken muß. Darin das Geld für den voraussichtlichen Tagesbedarf, ein paar kleine Dollarnoten und alles, was nach Grenzübertritten an kleinen Scheinen und Hartgeld aus den vorigen Ländern über war. Also insgesamt wenig Geld, das aber phasenweise nach ziemlich viel aussah.

5. Versteckte Tasche in der Hose mit 50 US$ und 200€, sozusagen als Komfortreserve, falls man mal irgendwo hängenbleibt wo es keinen Bargeldnachschub gibt.

6. Zu guter Letzt noch eine sichtbare, aber sehr schwer unbemerkt auszuräumende (weil genau zur Karte passende) Hosentasche, in der EC- und/oder Kreditkarte auf dem Weg zum Automaten reisten - damit man nicht in aller Öffentlichkeit an der Geldkatze rummurksen muß. Den Paß hatte ich nach kurzer Zeit auch nicht mehr eingekatzt, sondern in einer anderen knirsch passenden Hosentasche.

Klingt nach ziemlich viel Aufwand und auch ein bißchen paranoid, nehme ich an. In der Durchführung war das Konzept aber sehr handhabungsfreundlich. Von den stillen Reserven (1. und 5.) merkt man eh nichts, und die Geldkatze war so komfortabel daß ich von ihr auch nicht viel mitbekommen habe. Der einzige merkliche Unterschied zum hiesigen Alltag war das zweite Portemonnaie.

Zu deiner eigentlichen Frage: Katze oder Gürtelschlaufentaschendings? Beides würde ich 1. möglichst nur mit Dingen befüllen die man nicht dauernd braucht, so daß man das Versteck nicht in der Öffentlichkeit behändigen muß; 2. maßvoll beladen: durch eine leichtere, helle Hose zeichnet der ganze Papierkram sich erstaunlich deutlich ab. Die Katze bietet tendentiell mehr Platz, so daß die gleiche Füllung sich flächiger verteilen läßt und dadurch weniger aufträgt. Meine ist aus Seide (Eagle Creek), was sich auch bei mehrtägigem Dauergebrauch als sehr komfortabel bewährt hat. Desweiteren sind bei meiner auch die oberen Ecken abgerundet, was der Anschmiegsam- und Unsichtbarkeit zugutekommt (manche anderen Modelle haben oben eckige, abstehende Ecken, keine Ahnung was das soll?). Den Bauchgurt habe ich passend eingestellt und das lose Ende mit ein paar Stichen festgenäht, damit es nicht versehentlich aus der Hose hängen möge.

Das Gürtelschlaufendings hatte ich mir vor Jahren mal gekauft, finde es aber nicht mehr. Zumindest bei der aktuellen Version von meru ist auf beiden Seiten (also Körper- und Hosenseite, sozusagen) je ein relativ dicker Reißverschlußschieber, das stelle ich mir recht unangenehm vor. Nicht zuletzt deswegen habe ich mich für die teurere Katze entschieden. Ich trage sie seitlich zwischen Unterhose und Hose, Oberkante Katze etwas unter Oberkante Hose. Übrigens habe ich mir gleich auf dem Hinflug die EC-Karte verknackst. Wahrscheinlich habe ich beim Versuch im Flugzeug zu schlafen blöd draufgelegt - man wähle also bei solch empfindlichem Stash die genaue Trageposition mit Bedacht.