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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Faltcaravan



Torres
11.02.2010, 14:42
War gestern auf der Reisemesse in Hamburg und habe mir spaßeshalber mal Wohnmobile angeschaut und Platzangst gekriegt. 164.000 € für ein Gefährt, in dem man sich nicht bewegen kann, fand ich krass.

Dann kam ich an einen Stand mit Faltcaravans und war ganz angetan. Das sind riesige Zelte, die in einem Autoanhänger transportiert werden und dann ausgefaltet werden. Auf dem Hänger ist der riesige Schlafraum mit zwei Doppelbetten und davor ist ein riesiges Vorzelt mit Stehhöhe, in dem man sitzen und kochen kann. Hier ein Link: http://www.faltcaravan.com/

Da man ja nicht jünger wird, finde ich das eine klasse Idee, um auch in betagtem Alter noch outdoor unterwegs sein zu können, wenn Rheuma oder eingeschränkte Mobilität zelten im kleinen Zelt nicht mehr möglich macht.

Kennt jemand die Teile? Hat jemand Erfahrung damit?

barleybreeder
11.02.2010, 14:50
So neu sind die Teile nicht. Wurden seit den '60er Jahren auch in Sachsen unter dem Namen Klappfix oder Camptourist gefertigt. Waren recht verbreitet.
http://www.unser-camptourist.de/index.html

Erstaunlicherweise fuhren in Island allerhand mit den Teilen rum. Dann aber offroad-modifiziert...:grins:

heron
11.02.2010, 14:52
War gestern auf der Reisemesse in Hamburg und habe mir spaßeshalber mal Wohnmobile angeschaut und Platzangst gekriegt. 164.000 € für ein Gefährt, in dem man sich nicht bewegen kann, fand ich krass.

Dann kam ich an einen Stand mit Faltcaravans und war ganz angetan. Das sind riesige Zelte, die in einem Autoanhänger transportiert werden und dann ausgefaltet werden. Auf dem Hänger ist der riesige Schlafraum mit zwei Doppelbetten und davor ist ein riesiges Vorzelt mit Stehhöhe, in dem man sitzen und kochen kann. Hier ein Link: http://www.faltcaravan.com/

Da man ja nicht jünger wird, finde ich das eine klasse Idee, um auch in betagtem Alter noch outdoor unterwegs sein zu können, wenn Rheuma oder eingeschränkte Mobilität zelten im kleinen Zelt nicht mehr möglich macht.

Kennt jemand die Teile? Hat jemand Erfahrung damit?

:o :o Das ist ja teurer als meine ET-Wohnung mit Garten - aber gut, die ist auch ortsgebunden!

on topic: Wir haben unsere Familienurlaube in sowas verbracht, nachdem meine Eltern in der Erkenntnisphase waren, in der du jetzt bist :ignore:
Sind super Teile - wir hatten es drauf, alles in unter 5 Minuten bewohnbar zu haben. Man ist flexibler bei der Ortswahl verglichen mit einem Zelt.

lina
11.02.2010, 14:57
Ja, die gibt's schon länger, sie fallen nur nicht auf, weil man sie auf den ersten Blick für normale Anhänger hält. Habe deren überraschende Kapazitäten auch mal anlässlich Live-Ausklapp auf einem Zeltplatz betrachten können. Allerdings braucht man dazu ein Auto mit Anhängerkupplung und Platz zum Aufbewahren zwischen den Reisen. Da ist so ein Zelt doch raumschonender (mal abgesehen davon, dass ich finster entschlossen bin, auch noch in biblischem Alter, sofern ich das erreiche :grins:, zelten zu gehen ;-) ).

Torres
11.02.2010, 15:21
Ich bin auch finster entschlossen, noch mit 90 zu zelten, aber man weiß ja nie....

Am meisten überrascht war ich, dass es die in wirklich ansprechendem Design gibt. Einige sehen aus wie normale Vorzelte, andere dagegen sind echt stylisch und wirken eher wie ein Berberzelt oder wie ein italienischer Wintergarten als wie ein miefiges Campingassesoir.

Stimmt, man muss den Hänger irgendwo lassen. Aber 600 € im Jahr Stellgebühr auf einem Campingplatz oder Garagenmiete ist immer noch weniger als das Geld für das oben erwähnte, riesige Wohnmobil (das ich schon öfter gesehen habe - Mann, müssen manche Leute eine Knete haben). Damit kann man das Teil 273 Jahre lang stehen lassen. ;-)

Jocki
11.02.2010, 15:24
Naja, letzten Endes ist das Ding ein Zelt, das teuer,schwer und sperrig ist und einem langsamer macht (100er Beschränkung). Der einzigste Vorteil: man kann auch in ner Pfütze zelten.:bg:

Dann schon lieber ein Dachzelt + großes Tarp oder den Coleman Eventshelter.

Pico
11.02.2010, 15:28
Mich faszinieren am meisten die Unimog-umbauten.... aber die sind auch immer so teuer.... :-(

Torres
11.02.2010, 16:19
Als Rentner tatterig in ein Dachzelt krabbeln - nun ja.:ignore:

blitz-schlag-mann
11.02.2010, 16:27
Hier aus dem Forum hat doch jemand so ein Teil. Vielleicht spuckt die Sufu was aus?

MisterT
11.02.2010, 17:10
Die gibt es in Australien überall. Besonders für Offroad um/aufgebaut. Die sind dann (als Anhänger verpackt) wasser- und staubdicht, haben warmwassersysteme und alles Zeugs an Board. Aber Qualität hat auch dort ihren Preis und es gibt die Dinger von A bis Z. Nicht nur von der Ausstattung, sondern auch beim Preis :cool:

vatersay
11.02.2010, 18:53
Hab außer ein paar "richtigen" Zelten etwas ähnliches. Geländeanhänger von der Bundeswehr und darauf mein Dachzelt befestigt. Auf dem Autodach möchte ich so ein Ding nie haben, wiegt schon leer so um die 50 kg. Bin damit bestimmt schon 10 mal in Schottland unterwegs gewesen und super zufrieden damit.

ostseesegler
11.02.2010, 19:00
Ich finde Faltcaravan vereinigen die Nachteile eines Zelts ( geringer Wetter- und Schallschutz ) mit den Nachteilen eines Wohnwagens ( Geschwindigkeitsbegrenzung, Überholverbote, Parkprobleme, höhere Benzin- und Fährkosten ).

Gruß Hans

Spinoza
11.02.2010, 19:46
Moin,

da hat der Hans nicht unrecht, außer vielleicht beim höheren Spritverbrauch. Die Dinger wiegen nämlich nicht viel und laufen wegen ihrer geringen Höhe fast vollständig im Windschatten des Zugfahrzeuges (es sei denn dieses ist ein Trike :bg:).
Ach, und noch einen Vorteil gegenüber Zelten gibt es: Man pennt in einiger Höhe über dem Boden...und wenn man den Wagen im Winter irgendwo hochkant abstellen kann, relativiert sich auch die Platzproblematik etwas.
Ganz viele Infos zu diesem Thema gibt es hier (http://www.klappcaravanforum.de/). Da steht dann auch, welchen Klappcaravan ich mein eigen nennen darf.....:cool:

Torres
12.02.2010, 00:46
Wow, das ist ja ein movement. Hätte nicht gedacht, dass es soviel darüber gibt. Muss mich mal die Tage durch das Forum lesen.

@ MisterT, barleybreeder: Habt Ihr ein Bild von so einem Offroad-Teil? Wie sind die modifiziert? Und wie sieht so ein Warmwassersystem aus?

@ostseesegler: Ist mir klar. Gemütlich sahen die Teile trotzdem aus - und viel netter als die grauseligen Wohnwagen! Notfalls kann man immer noch ein Expeditionszelt daneben stellen, auf die paar Gramm kommt es dann auch nicht mehr an :bg:

Kann man die Teile eigentlich alleine aufbauen?
@heron: Wie viele Leute wart ihr, dass ihr das in 5 Minuten geschafft habt?

Kann man das Ding auch an eine Honda Goldwing hängen? Habe mir mit 20 geschworen, mir mit 65 Jahren eine Goldwing zu kaufen (unter echten Bikern abwertend auch als Zweizimmerwohnung bezeichnet....:grins:). Natürlich mit voller Beleuchtung (und nur, um die Kumpels zu ärgern....)

blitz-schlag-mann
12.02.2010, 09:44
Und wie sieht so ein Warmwassersystem aus?

Gemütlich sahen die Teile trotzdem aus - und viel netter als die grauseligen Wohnwagen!

Warmwassersystem: Das einfachste Warmassersystem besteht aus einem Kaltwassersystem mit einem Heizstab im Tank, ähnlich den Aquarienheizstäben (kein Witz, viele Eigenbauer nehmen hochwertige Auqarienheizstäbe mit Thermostat).

Grauseliger Wohnwagen: Muss nicht sein, gibt auch handliche Schuhkartons ohne Barockausstattung, passend zum Auto :grins:
http://www.abload.de/thumb/p101034645cp.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=p101034645cp.jpg)

ostseesegler
12.02.2010, 10:27
Geht auch noch kompakter. Hier ist unsere Variante. Niewiadow aus Polen, 650kg zulGG, würde ich jedem Zeltanhänger vorziehen:

Gruß Hans

Mäusefänger
12.02.2010, 11:26
Also, wir sind glückliche Faltcaravanbesitzer. Wenn wir den Hauptwagen hinstellen zum Übernachten, steht der in wenigen Minuten, aber da sind die Betten schon gemacht. Das Vorzelt dauert dann. Aber wenn wir länger an einem Ort bleiben, macht uns das nichts aus.

Ja, und wir haben aber auch grad ein neues Zelt gekauft für unsre Fahrradtouren und den Trauminselurlaub im Norden. Nur eins kann ich mir nicht vorstellen: in einem Wohnwagen schlafen, wir brauchen Frischluft. Heißt ja auch Wohnwagen.

Die hier finde ich am besten geeignet für Trekkingfreunde, sind die schnellsten im Aufbau:

http://www.holtkamper.de/

Kosten aber auch. Ein User hier im Forum hat einen von denen, vielleicht meldet er sich mal.

Hier könnt ihr auch noch lesen, ein weiteres Forum, ist aber nicht ganz so viel los:

http://www.campinganzeigen.de/zeltcaravaninfo/modules.php?op=modload&name=XForum&file=index

Wir sind in diesem und auch im genannten Klappcaravanforum unterwegs.

Auch wenn wir mit dem Falti unterwegs sind, lieben wir es dennoch eher spartanisch, also kein Strom usw. Aber Hightech gibts auch. Die ganze Bandbreite sieht man schön auf unsren Treffen, regelmäßig Himmelfahrt und Pfingsten.

Die meisten schaffen sich so ein Teil an, wenn sie mit Kindern unterwegs sind, war bei uns auch so. Campinggerödel für 4 oder 5 oder noch mehr Personen will schon mal verstaut sein, so ist halt alles schon drin im Hänger.

Contra für uns: Nass einpacken und dann zu Hause trocknen. (Wir wohnen zu Miete) Aber irgendwie haben wir das immer hingekriegt.

Ach, und unser Faltcaravan ist bei guter Abspannung sehr sturmstabil!

blitz-schlag-mann
12.02.2010, 11:49
Geht auch noch kompakter. Hier ist unsere Variante. Niewiadow aus Polen, 650kg zulGG, würde ich jedem Zeltanhänger vorziehen:

Gruß Hans

Ja, der wäre aber zu klein für 4 Personen und Fiffi ;-) Hab ich mir angesehen, schöne Plastebomber ;-)

MisterT
12.02.2010, 11:57
Wie so ein Warmwasser-System funktioniert, kann ich dir gar nicht beantworten. Die Anhänger die ich mir angeschaut habe, waren alle super durchdacht. Also man konnte Kühlschrank, "Küche", Schubladen und so an den Seiten rausziehen. Und wie gesagt, sie waren Wasser/Staub dicht!

Einen traf ich auf dem Old Telegraph Track in Cape York. Wir hatten Wasser im Auto (Fluss war über nen Meter tief) :baetsch: und jede Menge Staub ist durch die Ritzen des Wagens gekommen. Der Trailer hingegen war von innen komplett sauber/trocken, als wir unser Abendquartier aufschlugen. Jedoch, wie schon geschrieben, kostet so ein Ding ordentlich Geld. Es gibt auch einige "Offroad Trailer", die bekommen nur Geländereifen und ein bisschen Riffelblech und taugen absolut nix! You get what you pay for ;-)

Mit zwei der wirklich guten Marken: King of the Off-Road (http://www.kimberleykampers.com/) oder Track Trailer (http://www.tracktrailer.com.au)

Hier mal einige guten Bilder (http://myswag.org/forum/index.php?topic=1396.0) von einem Trailer...

Und noch zwei Videos, was mit so einem Ding alles machen kann: Eins (http://www.youtube.com/watch?v=0GAc9WgF5zA&feature=related), Zwei (http://www.youtube.com/watch?v=Cbxd3x8oepw) :bg:

Torres
13.02.2010, 09:54
@Mäusefänger, MisterT, all

Super, vielen Dank für die vielen Infos, da werde ich mich mal durchpfriemeln. Jetzt weiß ich endlich, was die Landis, die mir auf Touren begegnen, auf dem Hänger haben.

Zorro4504
13.02.2010, 13:52
Ich denke es geht auch beim Wohnmobil nicht anders zu als beim Zelt, man muss sich überlegen was man will und wieso man es braucht.
Unser Traum ist es möglichst bald einen California oder Marco Polo zu kaufen, der Wunsch entstand auf dem Weg zu den Lofoten als man eigentlich erstmal KM runterputzen musste und in den wenigen Schlafpausen keinen Bock hatte n Zelt aufzubauen, dann kam der Fährhafen Bodö wo eine Fähre ausfiel und wir gute 14 h warten mussten, danach auf den Lofoten wo der Abend aufgrund der Temperaturen schnell beendet war... auch hier hätten wir uns ein Bulli mit Standheizung gewünscht. Dazu ist der Anhänger einfach keine Alternative wie ich finde.
BWG
Zorro

karpow
13.02.2010, 14:02
Auf dem Autodach möchte ich so ein Ding nie haben, wiegt schon leer so um die 50 kg. Bin damit bestimmt schon 10 mal in Schottland unterwegs gewesen und super zufrieden damit.

na und...meines wiegt 63kg.der suzuki hat zugelassene 65kg dachlast und mit schlappen 46 lenzen zieh ich mich da auch noch hoch...:baetsch:
http://up.picr.de/3507218.jpg

und offroad geht es auch ganz gut...:grins:
http://www.youtube.com/watch?v=TYjsVnIQp6M
sorry for ot.:ignore:

rso4x4
13.02.2010, 17:33
und offroad geht es auch ganz gut...:grins:

wobei man eher sieht, dass die kiste halt nicht verschränkt ;-)

btw. dachzelte gibts auch leichter, aber ist alles geschmacksache.

und zu den faltcaravans.... ich finde, da muß man ganz schön nach vorteilen suchen um dann doch kaum welche zu finden ... :o

MisterT
13.02.2010, 19:34
wobei man eher sieht, dass die kiste halt nicht verschränkt ;-)

Ist halt kein Landcruiser :baetsch::baetsch:

Ditschi
14.02.2010, 11:11
Hallo,

an alle, die sich mit dem Thema noch nicht befaßt haben:

Geht mal auf die Internet-Seite von 3Dog-Camping in Hamburg.

Wir haben uns die Faltcaravans life angeschaut und waren begeistert, insbesondere von der Liebe zum Detail und der Qualität.
Und auch davon, daß man damit auch mit kleinem Zugfahrzeug mobil und fast völlig autark ist.
Leider, wie alles, was gut ist, nicht billig.
Meine Frau und ich waren uns aber einig: wenn überhaupt, dann der!
Wir sparen drauf.

Gruß Ditschi

Ditschi
14.02.2010, 11:28
Hallo,

möchte noch ergänzen, was uns an diesem Faltcaravan reizt:

Ich zähle jetzt 60 Lenze, und meine Frau 55, und sie hats im Rücken.
Noch ziehen wir mit unserem xtend-Grand-Hotel durch Skandinavien- wie seit über 40 Jahren. Aber wir werden nicht jünger, und der Auf- und Abbau eines so großen Zeltes nervt, wenn man längere Touren fährt und etwas sehen will.
Vorteil eines Scout-Dog oder Trail-Dog: man hat in wirklich 3 Minuten ein gemachtes Bett, und zwar eines, daß keinen Vergleich mit den Betten zu Hause scheut. Und genauso schnell ist alles wieder verstaut. Im Gegensatz zu einem festen Trailer trägt so ein Hänger nicht auf: man kann ihn hochkant in die Garage stellen. Gut: mit einem Zelt ist man noch mobiler, mit einem festen Trailer noch geschützter. Es ist halt ein Kompromiß, den jeder für sich abwägen sollte. Wie immer.

Gruß Ditschi

Gruß Ditschi

Zorro4504
14.02.2010, 12:44
Moin Ditschi,
Respekt ! Aber auch mit einem Anhänger läuft das Zelt ja nicht weg, einpacken werdet ihr es dann ja trotzdem und für den Fall der Fälle ist man ganauso Mobil wie zuvor man hat nur eine eigene Hytta an der Anhängerkupplung.
KLar eine frage des Geldes aber mit einem California oder Marco Polo wärt ihr vielleicht auch noch besser Unterwegs.
BWG
Zorro

Torres
14.02.2010, 19:18
Über einen California habe ich schon nachgedacht. Aber ein Bus ist kein Zelt und ich bin Zelter. Ich fand genau das faszinierend: Man hat ein komfortables Bett, ist dennoch im Zelt und muss nicht mehr auf dem Boden rumkriechen. Und kann das eigene Auto weiterverwenden, Anhänger abkoppeln, einlagern. Und fürs Wintercamping kann ich mir ´ne Hütte mieten.
Guter Tipp mit 3Dog-Camping, schaue ich mir auch mal an. Super, welche Tipps ich hier bekomme. Das ist ja eine ganz neue Welt!

Ditschi
14.02.2010, 22:27
Hallo Zorro,

wie Du schon richtig sagst, es ist eine Frage des Geldes. Brauchbare Wohnmobile sind sündhaft teuer. Für den Preis eines Traildog von 3Dog-Camping bekommt man ein ausgelutschtes Wohnmobil mit 150000 KM auf dem Tacho, das innen muffig riecht. Und Wohnmobile sind innen verdammt eng, viel enger als ein großes Zelt oder eben ein Faltcaravan.
...und mit Zeltstoff zwischen sich und der Natur ist man eben näher dran an dieser! Hat alles seine Vor- und Nachteile.
Gruß Ditschi

Zorro4504
14.02.2010, 22:47
Moin Torres, Ditschi,
Das eine schließt das andere doch nicht aus, den großen Unterschied zwischen 3dog und dem Bett im Aufstelldach sehe ich nun nicht. Ich sehe aber auch im Wohnbulli kein Ersatz für meine Zelttouren sondern eine Bereicherung bzw. Abrundung. Wenn ich irgendwo Kletterurlaub mach dann wird auch das große Zelt aufgestellt und der Bulli dient als Transportmittel, genau wenn es in Richtung Trekkingtour geht es ist eben einfacher und bequemer aber deswegen läßt man ja nicht das trekking bleiben, nur warum soll man nur ein wahrer Outdoorer sein wenn man auf dem Weg zur Tour wer weiss wie oft unbequem auf dem Autositz gedöst haben wenn man auch richtig ausgeruht ans Ziel kommen kann. Alles zu seiner Zeit und für mich ist ein California/Marco Polo da optimale Freizeitmobil, leider liegt der Preis von halbwegs akzeptablen Wagen mit gut 25 bis 30 tausend Talern bisher noch etwas über der Schmerzgrenze.
BWG
Zorro

alter Schwede
10.10.2017, 22:12
Hallo,

möchte noch ergänzen, was uns an diesem Faltcaravan reizt:

Ich zähle jetzt 60 Lenze, und meine Frau 55, und sie hats im Rücken.
Noch ziehen wir mit unserem xtend-Grand-Hotel durch Skandinavien- wie seit über 40 Jahren. Aber wir werden nicht jünger, und der Auf- und Abbau eines so großen Zeltes nervt, wenn man längere Touren fährt und etwas sehen will.
Vorteil eines Scout-Dog oder Trail-Dog: man hat in wirklich 3 Minuten ein gemachtes Bett, und zwar eines, daß keinen Vergleich mit den Betten zu Hause scheut. Und genauso schnell ist alles wieder verstaut. Im Gegensatz zu einem festen Trailer trägt so ein Hänger nicht auf: man kann ihn hochkant in die Garage stellen. Gut: mit einem Zelt ist man noch mobiler, mit einem festen Trailer noch geschützter. Es ist halt ein Kompromiß, den jeder für sich abwägen sollte. Wie immer.

Gruß Ditschi

Gruß Ditschi
Hallo Ditschi,

es sind mittlerweile einige Jahre vergangen seit Deinem Beitrag. Ich geh mal davon aus dass es in der Zwischenzeit das Scout oder Trail-Dog geworden ist. Ich kenne es nur vom Sehen. Mein Nachbar hatte dieses Jahr auf Elba ein Scout -Dog und ist begeistert, ich so fasziniert dass ab dem Frühjahr noch einer mit der blauen Plane unterwegs ist.
Und wo hast Du es bisher schon aufgestellt ?

Viele Grüße, der alte Schwede

Ditschi
10.10.2017, 22:48
Ja, den Scout Dog haben wir seit dem 01.09.2014. Kein Tag hat uns leid getan. Wir waren damit auf Gotland, den Lofoten, den Åland Inseln, 2 X zum Wintercamping im Januar in Braunlage, diverse Wochenenden und Kurzurlaube in DK. Diese Woche ziehe ich wieder damit los nach DK. Die Plattfische warten. Bett und Küche sind immer gepackt, das Teil in 3 Minuten bezugsfertig.
Angelsachen, Reisetasche mit Kleidung, Waschbeutel ins Auto, fertig. Essen kaufe ich in DK.
Bequemer als ein Zelt und weg vom nassen Boden; aber nicht so abgeschottet wie im Wohnwagen oder Wohnmobil. Ein gelungener Kompromiß, finden wir. Aber ich will und muß niemanden überzeugen. Das ist unser Ding.
Ditschi

P.S. im neuesten Katalog von 3Dog Camping bin ich abgebildet beim Wintercamp in Braunlage. Findet bestimmt wieder statt. Sehen wir uns?

derSammy
11.10.2017, 07:11
P.S. im neuesten Katalog von 3Dog Camping bin ich abgebildet beim Wintercamp in Braunlage. Findet bestimmt wieder statt. Sehen wir uns?

Bist Du der mit der schneefarbenen Mütze?
Davon abgesehen find ich die Anhäger extrem cool...aber das Quadratmeterverbrauchs><Beratungsintensivitäts><Ertragsverhältnis :( leider nix für meinen kleinen Campingladen ...

Ditschi
11.10.2017, 09:22
DerSammy:
OT: Bist Du der mit der schneefarbenen Mütze?

Nein. Winterbild Grüner FR- Parka mit Kaputze.

@ Alter Schwede, entschuldigung, hatte überlesen, daß Du Deinen Hänger erst im Frühjahr bekommst. ScoutDog oder TrailDog?

Zur Erläuterung: 2016 und 2017 hat 3DogCamping jeweils anfang Februar ein Wintertreffen auf dem Campingplatz Braunlage durchgeführt. Ich gehe davon aus, daß dieses Treffen auch 2018 wieder stattfindet, obwohl darüber noch nichts verlautet ist. Wir waren beide Mal da und haben nette 3Dog-Eigner kennengelernt. Organisator war jeweils der holländische Journalist Wim de Roos, übrigens auch bei ODS registriert.
Aber vielleicht sieht man sich ja mal sonstwie unterwegs?
Ditschi

alter Schwede
11.10.2017, 11:33
Ja Ditschi im Frühjahr und im Mai mach ich mich damit auf den Weg nach Korsika. Ich nehme das Scout-Dog mit Anbauzelt. Für mich als Einzelgänger genügt es allemal. Fahre in der nächsten Zeit nach Wertheim zu HymerWorld. Das ist für mich der nächstliegende 3 Doghändler. Hast Du im Bett die Polyschaummatratze oder die Premium? Hast vielleicht sonst noch nen Tipp diesbezüglich parat? Wie war es in Braunlage? die Temperaturen waren vermutlich nicht so heftig, die Winter sind es ja nicht mehr wie s mal war. Und unseren Senioren- Gelenken tut die nasskalte Zeit ja auch nicht gut. Wir haben übrigens den selben Jahrgang;-)

:oldman:

Ditschi
11.10.2017, 11:55
Hallo alter Schwede, Glückwunsch zum Scout Dog. Vom Platz her bietet der zwei Personen üppig Raum. Den Traildog nur nehmen, wenn man Kinder dabei hat. Uns reicht der Küchenerker. Ist schnell angebracht, bietet draußen Schutz vor Sonne und Regen beim Kochen und Ausklappen der Küche, und man kann auch bei Schietwetter auf der Seite die Fenster auflassen. Aber das große Anbauzelt ist natürlich auch etwas Feines.
Wir haben das Premiumbett genommen. Bietet nicht nur mehr Komfort, sondern durch die Tellerferdern ist die Matratze stets unterlüftet. Die einfache Matratze muß man sonst nach kalter Nacht hochnehmen und von unten trocknen, damit sie nicht schimmelt. Auch eine Gefahr, wenn der Hänger länger steht. Tipp: nimm unbedingt das Kupplungsschloß mit Safty- Ball. Das ist klasse!
In Braunlage hatten wir Schnee, Frost bis - 8°, aber auch Matsch und Tauwetter. Der ScoutDog ist wetterfest, auch im Winter. Absolute Premium-Qualität. Nur der Gaskocher funktioniert bei tiefen Minusgraden natürlich nicht mehr. Da kochen wir dann auf dem Trangia. Mit Vorheizkralle bekomme ich den Spiritus auch bei tieferen Minusgraden an. Und wenn er erstmal brennt...
Aber darüber mußt Du Dir auf Korsika keine Gedanken machen. Viel Spaß dort. Und berichte mal.

P.S. Ich packe grade für`s Angeln in DK und fahre nachher für ein paar Tage. Mit dem ScoutDog.
Ditschi

Hapi
11.10.2017, 12:28
http://mini-caravans.com/de/mini-wohnwagen/bushcamp.html

...finde ich ganz putzig :D und verträgt auch mal Dreck

alter Schwede
11.10.2017, 12:51
Hallo alter Schwede, Glückwunsch zum Scout Dog. Vom Platz her bietet der zwei Personen üppig Raum. Den Traildog nur nehmen, wenn man Kinder dabei hat. Uns reicht der Küchenerker. Ist schnell angebracht, bietet draußen Schutz vor Sonne und Regen beim Kochen und Ausklappen der Küche, und man kann auch bei Schietwetter auf der Seite die Fenster auflassen. Aber das große Anbauzelt ist natürlich auch etwas Feines.
Wir haben das Premiumbett genommen. Bietet nicht nur mehr Komfort, sondern durch die Tellerferdern ist die Matratze stets unterlüftet. Die einfache Matratze muß man sonst nach kalter Nacht hochnehmen und von unten trocknen, damit sie nicht schimmelt. Auch eine Gefahr, wenn der Hänger länger steht. Tipp: nimm unbedingt das Kupplungsschloß mit Safty- Ball. Das ist klasse!
In Braunlage hatten wir Schnee, Frost bis - 8°, aber auch Matsch und Tauwetter. Der ScoutDog ist wetterfest, auch im Winter. Absolute Premium-Qualität. Nur der Gaskocher funktioniert bei tiefen Minusgraden natürlich nicht mehr. Da kochen wir dann auf dem Trangia. Mit Vorheizkralle bekomme ich den Spiritus auch bei tieferen Minusgraden an. Und wenn er erstmal brennt...
Aber darüber mußt Du Dir auf Korsika keine Gedanken machen. Viel Spaß dort. Und berichte mal.

P.S. Ich packe grade für`s Angeln in DK und fahre nachher für ein paar Tage. Mit dem ScoutDog.
Ditschi
Danke Ditschi für die Hinweise. Is ja prima, Du bist in etwa 3-4 Std. in Dänemark und ich in der Zeit in Südtirol zum goldenen Oktober und trink ein Glas roten auf Dein Wohl (unbekannterweise).;-)
Petri Heil.

Ziz
11.10.2017, 13:10
Coole Idee! Das wär doch was für Ralfs und Susis Kanadier. :bg:

Ditschi
31.10.2017, 12:57
Wie schlägt sich so ein Faltcaravan im Sturm ? Wir hatten Gelegenheit, es mit dem ScoutDog von 3DOG-Camping zu testen.

Vom 27.10.17 - bis zum 30.10.17 stellten wir ihn auf dem Campingplatz Augustenhof an der Nordspitze der dänischen Insel Als auf. Für die Nacht vom 28.10 auf den 29.10 war der Orkan Herwart angesagt. Und der kam auch.

Der Platz Augustenhof liegt direkt an der Küste und ist von Norden her, also vom Wasser her, völlig ungeschützt. Gegen Westwind schützen lange , etwa 2m hohe Hecken. Hinter so einer Hecke stellten wir uns auf. Als Windschutz in Richtung Norden stellte ich noch das Auto davor. Wie das Ganze ohne Windschutz ausgegangen wäre, weiß ich nicht.

In der Nacht nahm der Wind stetig zu. Am 29.10 morgens zwischen 05.00 Uhr und 07.00 Uhr kachelte es richtig. Als hat keine Wetterstation. Benachbarte deutsche Wetterstationen meldeten Orkan: Glücksburg- Meierwik 129,5 Km/h, Fehmarn- Marienleuchte 144,5 Km/h. Es darf davon ausgegangen werden, daß die exponierte Lage an der Nordspitze von Als ähnliche Werte aufzuweisen hatte. Windrichtung war aus Nordwest.
Die Geräuschkulisse war infernalisch. Das Heulen und Pfeifen des Sturmes in allen Tonlagen, das Rauschen der Bäume des nahen Waldes und der Buschreihen, das Donnern der Brandung, das Knallen des Zelttuches über unseren Gesichtern. Die schweren Böen hört man kommen wie einen Güterzug. Und dann treffen sie mit Wucht trotz Windschutz. An Schlaf war nicht zu denken, nicht nur des Kraches wegen. Wir wurden in dem Bett auf dem Hänger durchgeschüttelt, als befände sich der Hänger in voller Fahrt auf einer Buckelpiste. Ich war schon in Sorge, ob alles hält und ob Mensch und Material unversehrt durch die Nacht kommen.

Dann flaute der Sturm gegen morgen ab. Alles hatte gehalten. Keine Schäden. Nachts bin ich mit meinem Kaindl- Windmesser nicht raus. Jetzt bin ich damit noch einmal an die Steilküste. Der Windmesser hielt als Spitzenwert noch 69 Km/h fest. Schneidend kalt aus Norden. Das kam uns nach der Nacht lächerlich wenig vor. Bei nur noch 5 °+ Frühstück draußen im Windschatten des Zeltes.
Der ScoutDog hat den Sturm ohne Schäden weggesteckt. Gut zu wissen. Ist man damit einmal 3 Wochen unterwegs, kann man einem Sturm nicht immer ausweichen. Etwas haben wir jedoch beigetragen:
Zum einen die Aufstellung so windgeschützt wie möglich. Da haut bei Orkan noch wirklich genug drauf.
Zum anderen hatte ich vorher die mitgelieferten Heringe ausgetauscht, die wirklich nicht viel taugen. Schon ein mäßiger Wind zieht sie aus der aufgeweichten Zeltwiese. Stattdessen Heringe 40 cm lang, 330g schwer das Stück. Und dann alles an Leinen raus, was geht. Die Ösen waren zu klein für die neuen Heringe. Ich mußte Schlaufen aus Zeltleine binden und dazwischen setzten.

Foto: die mitgelieferten Heringe, meine neuen Heringe, zum Vergleich ein 30 cm-Lineal.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/001231.jpg

Sehr gut bewährt haben sich die serienmäßig mitgelieferten , kräftigen Edelstahlfedern, siehe Foto:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/03610.jpg

Sie leisteten Schwerstarbeit und hielten bei den schweren Böen die Belastungsspitzen fern von den Leinen, den Nähten und dem Gestänge.

Vielleicht war es etwas riskant, sich ohne Not dem Sturm auszusetzen, aber im Nachherein möchte ich die Erfahrung nicht missen. Wir können uns auf das Material verlassen. In der Erkenntnis holten wir völlig entspannt bei gemütlichem Wind von noch ca. 60 Km/h unseren entgangenen Schlaf nach.

Ditschi

Torres
31.10.2017, 13:47
Ganz schön riskant, bei Orkan ein Auto als Windschutz aufzustellen. :o Schön, dass es gut gegangen ist.
Hier hat der Wind so an die Scheiben gedrückt, dass trotz modernster Doppelverglasung die Innenjalousien geklappert haben und sich im Wind bewegt haben. Die Geräuschkulisse war ähnlich, lange nicht mehr ein so lautes Pfeifen gehört.

Ditschi
31.10.2017, 14:43
Zitat Torres:
...bei Orkan ein Auto als Windschutz aufzustellen

...aber in Längsrichtung, nicht quer. Wenn es fällt, fällt es auf die Seite, aber es überschlägt sich nicht. Aber riskant war die ganze Aktion. Ich lese grade, Herwart war entgegen Ankündigung einer der schwersten Stürme der letzten 10 Jahre:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/naturkatastrophen-die-bilanz-von-sturm-herwart-1.3730440

Ditschi

LihofDirk
31.10.2017, 15:46
Wenn es nicht gerade ein kippelig stehender Hochdach Laster ist sollte das Risiko eines Autos als Windschutz geringer sein, als ohne Windschutz dazustehen.
Die Verglasung und Karrosserie sollte auf jeden Fall für Windkräfte in Sturmstärke locker ausgelegt sein, auch quer zur Fahrtrichtung.
Man lasse sich nur mal auf der Autobahn mit dem Mopped von so einem >250km/h Bolzer überholen, der Wirbel hat was von Sturmböe.