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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Komperdell Carbon Duolock Men, Fehlerhaft



chbla
04.02.2010, 02:15
Hi,

Hab heute meine bei Bergzeit bestellen Komperdell Carbon Duolock Men erhalten - und musste leider feststellen das man einen der Stöcke nicht fixieren kann.

Nun habe ich in der zwischenzeit einiges Negatives über carbon-Stöcke allgemein und die Komperdell Modelle gelesen - und Frage mich ob ich eventuell doch ein anderes Modell nehmen soll (da sie ja eh zurück müssen).

Hauptgrund für dieses Modell war natürlich das geringe Gewicht.

Was meint ihr, irgendwelche Tips? :)
Bei backpackinglight gäbs reviews zu etlichen (auch diesen) Modellen - den Artikel kann ich aber irgendwie nicht freischalten ..

Danke im Voraus,
Christoph

Andreas L
04.02.2010, 07:18
... also ich hab mir vor etwa 5 Jahren neue Stöcke gekauft, von Komperdell, aus der roten Serie. Aus Alu, für um die 50 Euro - und hab mir gedacht: das passt schon, die schmeiss ich weg wenn sie hinüber sind, dann kommen ein paar neue her. Nur halten die immer noch: Bergwandern, Langlauf, Schneeschuhtouren. Ab uns zu auch noch mal eine Skitour. Mit dem Fixieren gabs noch nie Probleme, das Material ist erstklassig, alle Parameter entsprechen in etwa denen von deinen Stöcken - bis auf das Gewicht: 480 Gramm das Paar, mit den grossen Schneetellern.

Das sind genau 130 Gramm mehr als deine Karbon-Stöcke wiegen - entspricht drei Müsliriegel mit Verpackung. Ich würde nicht tauschen, und wenn man mir noch was zahlen würde. Karbon ist für Stöcke IMO eh ein etwas fragwürdiges Material, Alu ist erprobt und kostet nur die Hälfte. Ich weiss nicht, was du mit den Stöcken vorhast, ich verwende meine im Gebirge. Und da möchte ich Stabilität, Funktionalität und Verlässlichkeit bei einem akzeptablen Gewicht. Und das erkauft man sich in diesem Fall nicht durch ein scheinbar innovatives Material, sondern durch ein paar Gramm Mehrgewicht. Und was die Stabilität angeht: Ich verwende diese Stöcke auch problemlos als Stiel für meine Lawinenschaufel.

Andreas

chbla
04.02.2010, 09:05
Naja, es ist ja nicht so das sie die Dinger nicht in einem gewissen Maße Testen müssten - also zumindest ein bisschen Stabilität muss da schon vorhanden sein um sie dann auch dementsprechend zu verkaufen..

Ich waere aber sehr dankbar wenn jemand der die oder ähnliche Stöcke (ausprobiert) hat, mir seine Meinung dazu sagen könnte.

derSammy
04.02.2010, 09:26
Naja, es ist ja nicht so das sie die Dinger nicht in einem gewissen Maße Testen müssten - also zumindest ein bisschen Stabilität muss da schon vorhanden sein um sie dann auch dementsprechend zu verkaufen..


:popcorn:


ich versteh dich nicht ganz chbla....

natürlich testen "sie" die stöcken und natürlich haben sie ein "bisschen" stabilität ....

aber alu is alu und carbon carbon...

deine motorhaube am auto dengelst du wieder hin nachdem du einem drauf gefahren bist und fährst weiter, der schumi nimmt schaufel und besen wenns gekracht hat ...

dafür isser leichter unterwegs...

dafür brauch ich keine backpackers review und keine 3te meinung.

ich würd an deiner stellen gegen die da
(http://www.bergzeit.de/black-diamond-spire-elliptic.html) tauschen .... schaun doch "ganz nett" aus...;-)

chbla
04.02.2010, 09:28
Es ging mir nur um die Meinungen das die Stöcke oft als zu schwach gelten, "nicht fuer diesen Einsatzzweck geignet" und "sowas vertraue ich doch nicht".
Deswegen wollte ich doch schon mal aufzeigen das die Hersteller da nicht einfach irgendwelche Kinderschirme als Trekkingstöcke verkaufen werden (dürfen).

D.h. es geht mir um den Einsatz, nicht wie schnell die Dinger bei unsachgemäßer Handhabung im Eimer sind - das gilt für alles andere auch, deswegen besteht mein ganzer Kram trotzdem nicht aus Stahl.

Andreas L
04.02.2010, 09:40
:bg:... mhmmm - das kommt natürlich auch auf die Person an: Ich kenne so 200 cm Exemplare, die nehmen irgendwas in die Hand, das ich schon seit Jahren an den Rand treibe und rums - innerhalb von 10 Sekunden haben die nur noch Brösel in der Hand. Und andere kommen mit Ausrüstung klar, die so filigran ist wie ein Spitzenhöschen.
Ich denke, da müssen wir jetzt einfach mal den 3. Weg gehen: Du hast die Teile ja nu schon mal. Jetzt teste die ordentlich und schreib einen Testbericht fürs Forum. Dabei aber nicht vergessen, den Tester zu beschreiben: "200 cm-Berseker" oder "Bohnenstangen-Filigran-Trekker". Da haben wir dann alle was von ... ;-)

Und deine direkte Frage: Hab mal mit Carbon bei Zeltgestängen rumgemacht - versuchsweise. Das waren auch schon meine Erfahrungen mit dem Material ... und die waren nicht unbedingt gut.

Andreas

derSammy
04.02.2010, 09:42
Es ging mir nur um die Meinungen das die Stöcke oft als zu schwach gelten, "nicht fuer diesen Einsatzzweck geignet" und "sowas vertraue ich doch nicht".
Deswegen wollte ich doch schon mal aufzeigen das die Hersteller da nicht einfach irgendwelche Kinderschirme als Trekkingstöcke verkaufen werden (dürfen).

D.h. es geht mir um den Einsatz, nicht wie schnell die Dinger bei unsachgemäßer Handhabung im Eimer sind - das gilt für alles andere auch, deswegen besteht mein ganzer Kram trotzdem nicht aus Stahl.

;-)

häää?

:o

Da findest Du aber auf "anderen" Seiten 1Millionen17 Meinungen die genau was anders schreiben ..

Super, leicht, prima, irre, toll...

kommt halt jeweils auf den Einsatz , wie Du schreibst.

:bg: bei Skitouren sausen dann und wann so "klack-klacks" ein einem vorbei die haben sowas (http://www.sport-klausmann.de/Leki-Pro-Carbon-Langlauf-Stoecke) in der Hand..die finden das Super....

aber welch Stock DU für DEINEN EInsatz für den Richtigen hälst..musst du selber wissen..

Ich als bekenender Stockvernichter nehm "nur" noch welche in der Preisklassen 50-70 Eurs.... und inzwischen immer die selben/gleichen .. so hab ich derweil ein nettes Ersatzteillager aus Griffen, Mittelteilen und Endrohren Daheim (bzw. im Kofferraum ;-) )

chbla
04.02.2010, 09:45
Ich habe einfach nur um Meinungen gebeten - wieso muss man sich da gleich lustig drüber machen?

Was ich geschrieben habe sind halt die Erfahrungen von anderen die ich lesen konnte - wenn du da andere gesehen hast dann mag das schon so sein, deshalb muss man ja nicht gleich meine Recherche anzweifeln oder?

Ich gehe fast nie mit Stöcken, trotzdem habe ich ab und zu welche dabei weils in gewissen Situationen einfach besser ist.

Und natürlich muss ich selber beurteilen ob die Stöcke für meinen Einsatzzweck geignet sind oder nicht - das schliesst jedoch nicht aus das ich in einem Forum nach Meinungen fragen darf oder soll - deswegen habe ich das auf ganz normale und sachliche Weise getan, und bitte auch um dementsprechende Antworten.

derSammy
04.02.2010, 09:53
Ich habe einfach nur um Meinungen gebeten - wieso muss man sich da gleich lustig drüber machen?

Was ich geschrieben habe sind halt die Erfahrungen von anderen die ich lesen konnte - wenn du da andere gesehen hast dann mag das schon so sein, deshalb muss man ja nicht gleich meine Recherche anzweifeln oder?

Ich gehe fast nie mit Stöcken, trotzdem habe ich ab und zu welche dabei weils in gewissen Situationen einfach besser ist.

Und natürlich muss ich selber beurteilen ob die Stöcke für meinen Einsatzzweck geignet sind oder nicht - das schliesst jedoch nicht aus das ich in einem Forum nach Meinungen fragen darf oder soll - deswegen habe ich das auf ganz normale und sachliche Weise getan, und bitte auch um dementsprechende Antworten.

:o SORRY !!

aber ich hab beim Ausgangspost das da gelesen




Nun habe ich in der zwischenzeit einiges Negatives über carbon-Stöcke allgemein und die Komperdell Modelle gelesen

und Du weisst ja sicher das es grad in Foren bei 3 Usern 5 Meinungen gibt.

Über Deine Einsatzzwecke hatst Du bisher ja (noch) den Mantel des Schweigens gelegt ausser "ich geh fast nie mit Stöcken"

Und Deine "Recherche" mit 2..3 Links zu Untermauern wäre ja ggf. "hilfreich" gewesen ...

Sowas (http://www.testberichte.de/a/walking-und-trekkingstock/magazin/outdoor-10-2009/180058.html) z.B... also äääh..Negativbeispiele ;-)

chbla
04.02.2010, 10:01
Ich habe die Stöcke meistens dabei wenn ich mit einem Steilen oder eisigen Abstieg rechne, und wenn ich weiß das ich ueber einen Fluss muss.

Links habe ich leider keine mehr im Kopf, war eher das Gesamtgefuehl nach einigen Threads und Reviews, das man generell keine Carbonstoecke empfiehlt. Deswegen wären für mich Meinungen von Leuten die beides ausprobiert/in Benutzung haben, interessant.

Dabei ist mir natürlich klar das es gewisse Ausreisser in den Meinungen auch gibt, und das das sehr subjektiv ist. Aber das gilt für alle Themen hier im Forum gleichermaßen..

Also nochmal zum Punkt:
Ich bin mir nicht mehr sicher ob ich Carbonmodelle, bzw. die angegebenen nehmen soll, weil mir damit die Erfahrung fehlt. Deswegen würde ich gerne Meinungen dazu hören von jemandem der diese Erfahrung bereits hat.

Danke,
Christoph

blitz-schlag-mann
04.02.2010, 10:25
Senf:
Ich vertraue den Drehverschüssen an Trekkingstöcken nicht so recht, weil die bei meinen Leki Stöcken nicht funktionieren, unabhängig vom Material.

Deswegen würde ich mir die Komperdell Carbon nur mit Powerlock kaufen.

Zum Material: Ich war beim Treffen des leichten Forums der Macht (http://trekking-ultraleicht.de/news.php). Wir haben eine lange Schneeschuhtour gemacht, dabei waren auch einige Leute mit ultraleichten Carbonstöcken. Wir haben die Dinger intensiv begrabbelt und getestet. Natürlich kann ein Stock immer kaputt gehen, aber bei normalem Gebrauch hält auch ein Carbonstock. Eine Truppe aus dem UL-Forum ist momentan in Finnland unterwegs, wahrscheinlich auch mit Carbonstöcken. Und leichtsinning ist da keiner.

Vergleiche mit Motorhauben und Lawinenschaufelstilen hinken doch ganz gewaltig ;-)

derSammy
04.02.2010, 10:30
Vergleiche mit Motorhauben und Lawinenschaufelstilen hinken doch ganz gewaltig ;-)

findest du ?? ;-)
aber das mit dem "Schaufel & Besen" war doch Klasse!! oder ...:(

aber so wie Du das schreibst geb ich dir 100% Recht ....

Carsten010
04.02.2010, 10:45
Hallo zusammen,

ich bin mal kurz über den Beitrag drübergeflogen und möchte auch 1-2 Sachen
zum Besten geben.

1.)Wenn sich ein Stock nicht feststellen läßt, dann ist das erfahrungsgemäß
in 85% der Fälle (die Zahl habe ich mir ausgedacht) ein Anwenderfehler.

Bei Spreizdübelsystemen wurde nicht richtig zugedreht oder soweit aufgedreht,
dass der Spreizdübel erst wieder halten würde, wenn man ihn händisch etwas
zudreht....bei Klemmsystemen wurde die Klemmschraube (wie bei einem
Fahrradschnellspanner) nicht richtig zugedreht, was dazu führt, dass der
Stock eben nicht richtig klemmt.

2.)Carbonstöcke darf man so auch nicht einfach in eine Schublade stecken.
Es gibt da sicher wirklich UL-Lösungen, die man mit etwas Bedacht einsetzen
muss und Stöcke wie z.B. den Leki, der (in meinen Augen) den Blechvarianten
in keiner Weise nachsteht.

Ich persönlich habe erfolgreich 2 Komperdell Stöcke aus Carbon beim
Trekking geschrottet und werde auch keine Komperdellstöcke aus
Carbon kaufen. Wenn man die Carbonstöcke von Komperdell und Leki
im 1-zu-1-Vergleich in der Hand hat, wird einem auch als Laien klar,
dass der Leki wohl der bessere Stock ist. Schauts Euch einfach mal
an.

So, das war es.

Achso...ich werd wahrscheinlich diese Saison mal diese Stöcke
ausprobieren ->110Gram je Stock (http://www.mountainking.co.uk/lightcompact.html#Anchor-Trai-25886)

chbla
04.02.2010, 10:51
Hi Carsten,

Hallo

1.)Wenn sich ein Stock nicht feststellen läßt, dann ist das erfahrungsgemäß
in 85% der Fälle (die Zahl habe ich mir ausgedacht) ein Anwenderfehler.


Mein Vorgehen: Beide Stöcke ausgepackt, einer lässt sich mit 2 Umdrehungen arretieren, beim anderen kann ich drehen bis ich schwarz werde. Mehr habe ich damit nicht gemacht.



2.)Carbonstöcke darf man so auch nicht einfach in eine Schublade stecken.
Es gibt da sicher wirklich UL-Lösungen, die man mit etwas Bedacht einsetzen
muss und Stöcke wie z.B. den Leki, der (in meinen Augen) den Blechvarianten
in keiner Weise nachsteht.

Ich persönlich habe erfolgreich 2 Komperdell Stöcke aus Carbon beim
Trekking geschrottet und werde auch keine Komperdellstöcke aus
Carbon kaufen. Wenn man die Carbonstöcke von Komperdell und Leki
im 1-zu-1-Vergleich in der Hand hat, wird einem auch als Laien klar,
dass der Leki wohl der bessere Stock ist. Schauts Euch einfach mal
an.

Das ist schon sehr hilfreich, wie genau hast du die denn "geschrottet" und darf man fragen von welchem Leki du genau sprichst?

Von Exped gäbe es auch einen sehr leichten Alu-Stock, den Alpin Lite

blitz-schlag-mann
04.02.2010, 10:51
findest du ?? ;-)
aber das mit dem "Schaufel & Besen" war doch Klasse!! oder ...:(

aber so wie Du das schreibst geb ich dir 100% Recht ....

Ja, Schaufel und Besen sind Klasse :grins:. Und der Arzt mit der Pinzette, der Schumi die abgebrochenen Carbonfasern aus dem Arsch zieht :hahaa:

Carsten010
04.02.2010, 11:03
Mein Vorgehen: Beide Stöcke ausgepackt, einer lässt sich mit 2 Umdrehungen arretieren, beim anderen kann ich drehen bis ich schwarz werde. Mehr habe ich damit nicht gemacht.


Und genau dieses Problem hatte ich in meinem Post ja auch beschrieben.
Läßt sich ein Spreizdübelsystem nicht fixieren, sprich man dreht sich ne
Wolf, dann ist der Spreizdübel nicht ausreichend gespreizt. Lösung dafür
ist ganz einfach. Segment rausziehen, Dübel von Hand drehen, sprich
spreitzen und wieder rein. Fertig.

Bei meinen Komperdell Airshosck Carbon waren zum einen die Verklebungen
der Spreizdübelelemente mit dem Carbonrohr echt lausig und darüberhinaus
haben sich die Spitzen sehr schnell abgelaufen. Nach 700km waren neue
angesagt. Bei Leki halten die Spitzen so um die 1500km. Diese
Erfahrungswerte konnte ich bei meinen Long-Distance-Hikes in den USA
sammeln.

Der gute Carbon Leki heißt jetzt glaube ich Carbonlite und findet sich im
Trekkingbereich auf Lekis Webseite.

chbla
04.02.2010, 11:13
Ich werds am Abend nochmal ausprobieren - bin mir aber auch wenns funktioniert nicht sicher ob ich die jetzt behalten soll :)

Wie gesagt, zum "normalen" laufen verwende ich keine Stöcke, nur wenns deutlich komfortabler ist zum Absteigen, Glätte, usw...
Also bis ich da auf 700km komme..

blitz-schlag-mann
04.02.2010, 11:45
Hi, noch ne Info:
Meine Spreizdübelstöcke machen dann Probleme, wenn sich die äußeren Bedingungen ändern. Z. B. aus dem Auto auf den Trail, Regen etc.
Irgendwie wird es dann innen flutschig durch Luftfeuchtigkeit, Kondens etc.

Ich muss sie stark anknallen, damit sie dann nicht durchrutschen.

Jocki
04.02.2010, 16:50
Wieso müssen es eigentlich immer verstellbare Stöcke sein? Einteilige sind leichter, stabiler, billiger. (Da gibts tolles, stabiles Zeug aus Plastik; Klacks-Klacks-Fraktion)

Mich stören die einteiligen am Rucksack nur im Klettersteig. Ansonsten hab ich sie eh in der Hand.

P.S Die Komperdell (Mit powerlock) hab ich auch: mir sind sie zu flexibel. Wenn man nicht aufpasst und sie beim gehen verklemmt, brechen die auch schnell- alu kann man zurückbiegen.

Stompy
04.02.2010, 20:02
Ein etwas ähnliches Problem hab ich auch.
Gleiche Stöcke, gleiche Qelle.
Allerdings mal wieder erst bemerkt und richtig getestet, als die Umtauschfrist schon abgelaufen war.

Einer der Stöcke lässt sich, trotz ordentlich festdrehen, relativ leicht zusammenschieben, der andere hält, leicht angezogen, wie ne Bombe.

Werde ihn auch noch mal zerlegen und den Spreizer zu überprüfen.

Weiß einer von Euch, ob man den Duolock auf Powerlock umbauen kann?
Theoretisch würde ich sagen ja, wenn ich mir die Ersatzteile für den Powerlock so ansehe.