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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [UH] Langfristiges Tarpprojekt in extra-stabiler Ausführung



Zotti
28.01.2010, 12:29
Der Gedanke endlich mal selber eine gescheite Schlafmöglichkeit für Trekkingtouren zu nähen, verfolgt mich schon länger und hat sich seit den ersten schlechten Erfahrungen mit Nordisktarps bei den Pfadfindern in 2008 soweit entwickelt, dass ich mit der Planung weitgehend durch bin und nur noch einige Praxistests mit einer etwas modifizierten Faserplane im Frühjahr fehlen.
Meine Absicht ist dabei nicht etwas das allerleichtestes aller superleichten Tarps zu basteln, sondern etwas richtig robustes und zuverlässiges, mit Dauerhafter, 100%iger Wasserdichtigkeit und einer so hohen Reißfestigkeit, dass das gute Stück auch mehr oder minder heftigen Sturm sowie Ast oder Steinkontakte übersteht, was auch für die Ösen/Abspannpunkte gelten soll. Also: Lieber 2-300g mehr und stabil.
Beim Hauptmaterial selber bin ich noch etwas unsicher. So ein ultra-dünnes Zeug, wie viele der kommerziellen Tarps verwenden will ich nicht, dass ist mir nicht stabil genug. Wasserfestes Cordura wirds auf der anderen Seite zu schwer. An dieser Stelle wäre ich für Tipps sehr dankbar.
Der Rand und der Bereich um die Mittelöse sollen komplett mit Gurtband oder Cordura gesäumt werden, damit die Abspannpunkte stabiler sitzen und die Verbindung zum Hauptmaterial einen größeren Kraftschluss hat. Bei den Abspannpunkten bin ich auch noch nicht bei der Weisheit letzten Schluss. Geplant sind Schalufen an den Eckpunkten und der Mitte der Ränder, sowie Ösen an jeder Ecke, allen (halben) Meter auf dem Rand, sowie eine in der Mitte der Plane.
Die Nähte werden natürlich alle verklebt.
Die Größe soll voraussichtlich 3*4m betragen, man ist ja auch mal mit 1-2 Freunden unterwegs. Tests müssen aber noch ergeben, ob das ganze wirklich rechteckig wird, da ich noch eine Konstruktion suche, die nach 3 Seiten zuverlässig geschlossen werden kann.
So, jetzt dürft ihr meine Pläne zerfetzen; Konzeptzeichnungen folgen, wenn ich mal lustig bin sie hochzuladen.

Sarekmaniac
28.01.2010, 19:52
Wenn Du mal bei Extremtextil (http://www.extremtextil.de/) schaust, da gibt es auch Zeltstoffe zwischen 80 und 130 g/qm. Ob die wirklich reißfester und haltbarer sind als das hochwertige 65g-Silnylon - muss nicht sein.

Für Verstärkungen an Abspannpunkten bietet sich z.B. 90-g-Zeltbodenmaterial an.

3 x 4 m ist eine recht kleine Fläche, da solltest Du mit dem 65g-Material ein ordentlich stabiles Tarp hinbekommen.

Haindling
28.01.2010, 20:17
Pläne zerfetzen:

Es macht wenig Sinn eine Komponente (das Tarp) bombproof zu designen, wenn die anderen Komponenten (bis hin zu den Heringen) das nicht auch sind.
Bei meinen zwei selbstgenähten Tarps hatte ich selbst bei der UL-Version mit superleichtem Sil-Nylon nie Probleme mit Gewebe und Wasserdichtigkeit, sondern immer mit den Abspannpunkten bzw. dass das Tarpkonzept sich irgendwann windbedingt verselbständigt. Die größten Unsicherheitsfaktoren waren hier die Gestänge und vor allem die Auszugskraft der Herige.
Du solltest also durchaus das ganze System im Auge behalten statt einen Aspekt zu überdimensionieren.

konamann
28.01.2010, 20:19
gurtband in der mittelnaht hab ich auch drin.
verstärkungen hab ich auch aus leichtem silnylon gemacht, zeltboden 90g reicht aber dicke!

http://extremtextil.de/catalog/product_info.php?products_id=1199 wäre noch eine möglichkeit. aber wenn ich mir HB oder Helsport anschaue nehmen die auch nur dünnes silnylon...

Zotti
28.01.2010, 21:44
@Haindling:
Dass der Rest passen muss ist mir schon klar. Alle Tarps, die bsiher in meiner Gegenwart den Geist aufgegeben haben, hatten Schäden an den Abspannpunkten, oder den Nähten nahe der Abspannpunkte.
Ich denke beim material werde ich dann das 85g nehmen. Reichen 3000mm Wassersäule? Eine Jacke wäre nach 5 Minuten durch.

konamann
28.01.2010, 23:13
locker reichen die, 1500 tuts auch!
beim tarp bekommst du ja nie diesen druck her. 3000mm heißt ja dass du 3m wasser über einem punkt stehen haben kannst bzw den druck von 3m wasser bevor ein tropfen durchgeht.
wenn du dich auf einen zeltboden mit 1500mm hinknieen würdest, hättest du schnell eine nasse hose. solang du dich nicht auf das dach deines tarps setzt kann nix passieren ;-)

PU wird sich halt nicht so sehr dehnen wie silnylon, dass es stabiler als ein gutes silnylon ist glaube ich wie gesagt nicht.

und nähte dichten nicht vergessen. ich hab auch gedacht das brauchts nicht unbedingt... kleiner fehler nach einer regennacht :o