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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kontrastfilter



Becks
01.03.2004, 09:19
Moin, gibt es so etwas überhaupt ?
Ich suche - wenn erhältlich - einen Filter der den Kontrast erhöht, analog der Wirkung einer Sonnenbrille. Ich hab bisher immer wieder das Problem gehabt daß eine Szenerie durch die Sonnenbrille betrachtet gut aussieht. Saubere Kontraste und damit ein schönes Motiv.
Nimmt man die Brille ab wars das, alles in einer Farbe (oftmals Eis am Mittag), langweilig.

Gibt es was dagegen ? Polarfilter z.B. ?

Alex

Flachlandtiroler
01.03.2004, 09:23
Für Schwarzweiß AFAIR Gelb-, Orange- oder gar Rotfilter.
In Farbe je nach Beleuchtung Polfilter, reduziert das diffuse Licht (verringert sozusagen das Rauschen) und erhöht dadurch Farbsättigung und eben Kontrast.
Kann je nach Kamera (Belichtungsautomatik erfordert Zirkularfilter) und Objektiv (Suppenzoom mit 77er Filtergewinde (*)) 'n Haufen Geld kosten...
Nachteil: Wenn Du stark "zudrehst" frißt das Teil 1,5-2 Blendenstufen, aber den setzt man eh' meist nur bei viel Licht ein.

Gruß, Martin
(*)Aufpassen, daß in Weitwinkel-Stellung der (dicke) Filter nicht vignettiert!

luke
09.03.2004, 18:34
bei s/w photos habe ich gelegentlich einen orangefilter verwendet. habe auch schon absichtlich mal die exakt gleiche aufnahme mit und ohne filter gemacht. musste leider feststellen, dass das photolabor den kontrast offenbar ausgleicht und so auf den prints kaum ein unterschied zu sehen war. auf den negativen ist jedoch ein unterschied feststellbar.

luke

Bernie
10.03.2004, 17:26
Moin, gibt es so etwas überhaupt ?
Alex


Filter für Farbfilme:
- Als Minimum kannst Du mal ein sog. "Skylight" - Filter benutzen, ist ein UV-Filter, das bspw. den Dunst etwas "wegfiltern" kann = günstigstes Filter
- Polfilter:vgl. "FLT", hier werden primär Spiegelungen auf bspw. Wasser und anderen reflektierenden Oberflächen eliminiert, holt auch Wolken, das Blau des Himmels stärker hervor. Ist wahrscheinlich am ehesten das, wonach Du suchst.

Mal versuchen:
- Je nach Film (Dia oder Negativ) kanst Du mit Über- und Unterbelichtung arbeiten. Normalerweise musst Du hier mit minimal 1.5 Blenden Abweichung arbeiten, praktisch bis ca. 3 Blendenstufen, versuchen kannst Du es je nach Film mit bis zu 5 Blendenstufen, was dann aber extrem wird.
So kannst Du massiv den Kontrast verstärken oder abschwächen (bspw. High-key-Aufnahmen à la Hamilton = Weichzeichnereffekt bei hoher Überbelichtung und Negativfilmen)


Weitere Möglichkeiten
- Falls Du selber kopierst kannst Du auch beim Kopieren mit verschiedenen Papieren (harte / weiche) und auch hier mit Über- und Unterbelichtung arbeiten
- Photos scannen / auf CD produzieren lassen und am Compi nachbearbeiten


Tip:
Opfere doch mal einen Film unter Testumgebungen mit Über- / Unterbelichtung und schau, ob Dir das reicht.


Gruss und viel Spass
Bernhard

Christian J.
10.03.2004, 17:36
Also Becks, falls du noch das Nikon G 28-80er hast, solltest du mit Polfiltern aufpassen. Die Frontlinse von dem Objektiv dreht sich mit und das kann beim Polfiltereinstellen nervig sein. Musst das nicht überbewerten da ja bei Landschaften der Fokus sowieso meist auf unendlich steht und sich der Autofokus nicht verstellt und sich somit die Frontlinse nicht dreht. Also einfach mal im Laden ausprobieren ob du damit klarkommst.

Christian

Flachlandtiroler
10.03.2004, 18:13
- Polfilter:vgl. "FLT", hier werden primär Spiegelungen auf bspw. Wasser und anderen reflektierenden Oberflächen eliminiert, holt auch Wolken, das Blau des Himmels stärker hervor.
Am Himmel hat man es dann mit Lichtstreuung statt Reflexion zu tun, und die erfolgt zum Zenith hin mit immer stärkerer Polarisation; damit kann man den Himmel mit einem Polfilter, v.a. in größeren Höhen, praktisch schwärzen.
An Medien, die bei der Reflexion nicht polarisieren wie z.B. Leiter (Metalle) erzielt man dagegen überhaupt keinen Effekt.
Bei Reflexion an Wasser hat man den größten Effekt bei Winkeln um 30...45° [edit]genauer: beim Brewster-Winkel, dessen Tangens gleich dem Verhältnis der Brechungsindizes ist[\edit]; Seen, Meer etc. zeigen daher bei leicht erhöhtem Standort die beste Farbsättigung (diese fast unglaubwürdigen Türkistöne...).


- Je nach Film (Dia oder Negativ) kanst Du mit Über- und Unterbelichtung arbeiten. Normalerweise musst Du hier mit minimal 1.5 Blenden Abweichung arbeiten, praktisch bis ca. 3 Blendenstufen, versuchen kannst Du es je nach Film mit bis zu 5 Blendenstufen, was dann aber extrem wird.
Mit einem normalempfindlichen Farbdiafilm kannst das vergessen, mehr als 1-1,5 Blendenstufen Unterbelichtung verkraftet der nicht. Im Gegensatz zu Umkehrfilmen entspricht die Empfindlichkeit fast dem Nennwert, d.h. es gibt praktisch keine nutzbare Belichtungsreserve.

Gruß, Martin