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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winter-Solotunnel



Sarekmaniac
11.01.2010, 00:02
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt_mit_sulitjelma.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php/photo/11120)


Guolldo I
by gulo gulo designs


Guolldo ist Lulesamisch und bedeutet "Schneesturm".;-)

Was lange währt, wird endlich (fast) fertig.;-)

Schon seit dem Sommer tüftle ich an einem Winterzelt, das ich zukünftig bei meinen Solotouren nutzen will.

Das Ganze soll nicht schwerer als roundabout 2 kg sein, trotzdem eine ausreichend große Apsis zum Kochen haben und eine zweite Apsis für die Pulka, die ich gern im Zelt ent- und bepacken möchte.

Aufgrund dieser Vorgaben ist die Konstruktion im Grunde vorgegeben - ein Tunnel, da dieser das beste Raum-Gewichts-Verhältnis hat. Und Tunnelfan bin ich sowieso - auch wegen des einfachen Aufbaus auch allein und bei starkem Wind.

Es ist ein reines Winterzelt, was sich auch auf viele Details auswirkt: Man muss bei den Nähten nicht sooo viel über Wasserdichtigkeit nachdenken, dafür umsomehr über Reißfestigkeit, man kann auf Mückenschutz verzichten, man kann gnadenlos breite Snowflaps anbringen, muss dafür umso mehr die Belüftung weiter oben beachten, der Abstand zwischen Außen- und Innenzelt darf geringer sein etc. etc.

Das Außenzelt ist inzwischen fast fertig. Jetzt folgt das Innenzelt, welches in Tunnelrichtung angeschnitten sein wird, um zusätzlich zur Eingangsapsis einen lange schmalen "PPP" zu schaffen - "Pulka-Parallel-Parkplatz". Ich danke Across für diese Wortschöpfung.;-). der Liegeraum wird dafür etwas schmaler, aber für eine Person immer noch luxuriös.

Außenzelt:

Länge 320 cm (2 x Apsis 100 cm, Tunnellänge 120 cm)
Breite: 140 cm, breite Eingang unten 84 cm
Firsthöhe 93 cm
Zwei Gestängebögen, 260 cm
Zwei integrierte Aufstellstangen in der hinteren Apsis, 20 cm

Material:
65g-Silnylon, sand, rot
90-g Bodenmaterial (für die Gestängekanäle)
36g-Innenzeltmaterial für die Lüfter
Opti-8er Reißverschluss für Fronteingang
Opti-6er Reißverschluss für Lüfter

Innenzelt:

Firsthöhe 90 cm, Breite Tunnelbereich 90 cm, Breite hintere Apsis 130 cm, Länge 220, (effektive Liegelänge durch integrierte Aufstellstangen in der hinteren Apsis ca. 200cm).

Material:
36g-Innenzeltmaterial
90-g Bodenmaterial
Opti-6er Reißverschluss für Eingang
Opti-4er Reißverschlüsse für Lüfter und "Pulka-Klappe"


Gewicht [edit]

Außenzelt: 1150 g
Innenzelt: 580 g
Gestänge: 310 g
Abspannleinen (ca 40 m:ignore:) und Spanner: 150 g

Gesamtgewicht: 2190 g


Danke an die Teilnehmer des MYOG-Treffens im November für die fruchtbaren Diskussionen, insbesondere Danke an den Mac, der mir meine wagemutige Konstruktion zur Stabilisierung der Seitenwände ausgeredet hat und mich auf die sehr schöne Lösung bei den Extremtunneln eines bekannten norwegischen Herstellers aufmerksam gemacht hat.;-)

Ein sehr wichtiges Hilfsmittel beim Entwurf war die Tunnelzeltformel von Christian Wagner (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?t=23407&highlight=formel+tunnelzelte), mit der sich die Apsiden berechnen lassen.

Jetzt ein paar Werkstatt-Bilder vom Außenzelt.


Probeaufbau der Eingangsabsis in artgerechter Umgebung:cool::

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt01.JPG

Leicht wackeliger Komplettaufbau im Keller (die hintere Apsis, links im Bild, ist noch nicht ganz fertig):

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt02.JPG

Vordere Apsis mit latzförmigem Front-Eingang:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt03.JPG

Blick durch den geöffneten Fronteingang auf die unfertige hintere Apsis:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt04.JPG

Frontal geöffneter Eingang:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt05.JPG

Seitlicher Eingang (andere seite geht auch;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt06.JPG

Panoramaöffnung (geht auch beidseitig;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt07.JPG

Solasimon
11.01.2010, 02:30
WOW...
da bleibt mir ja der Mund offen stehen!

Echt krass - sieht supergenial aus und du bist schon sehr weit...

Gibt es einen Grund warum du das 65g-Material für dein Außenzelt verwendet hast und nicht das leichtere 50er Silnylon?

Was soll man noch anderes sagen als das das ganze absolut genial aussieht...:grins:

Wie viele Stunden hast du denn schon reingesteckt (ich meine ins Nähen, die Planung kommt ja dann noch einmal mit fast endlos vielen Stunden hinzu...)?

Sarekmaniac
11.01.2010, 08:51
WOW...
da bleibt mir ja der Mund offen stehen!

Echt krass - sieht supergenial aus und du bist schon sehr weit...

Danke für die Blumen.;-)


Gibt es einen Grund warum du das 65g-Material für dein Außenzelt verwendet hast und nicht das leichtere 50er Silnylon?


Ja, reines Winterzelt eben: Sicherheitsreserve, erhöhte Reißfestigkeit. Das 50er Material ist mir zu filigran und frickelig. Bei den 8,5 bis 9 qm Stoff, die drin stecken, sind das 130 g Unterschied, das ist mir egal.



Wie viele Stunden hast du denn schon reingesteckt (ich meine ins Nähen, die Planung kommt ja dann noch einmal mit fast endlos vielen Stunden hinzu...)?

Ja, von Planung, Papiermodellen und 1-1-Bettlakenmodell, Schablonen, Zuschnitt wollen wir schweigen.

Ich glaube ich habe seit Weihnachten etwa 45 Stunden an der Nähmaschine verbracht... (einschließlich Auftrennen und Korrigieren fürchterlicher Nähfehler):o

Teures Zelt.:grins:

gelöschter Nutzer
11.01.2010, 09:02
Da bleibt mir nur zu sagen RESPEKT !!!! Ich freue mich auf mehr Bilder und nochmehr auf den ersten Reisebericht mit diesem Zelt. Welches Gestänge wirst du benutzten? nochmal HAMMER G......

Und wir machen uns gerade sorgen wie wir die Pulkaschutzhüllen fürs Flugzeug genäht bekommen :p

wulxc
11.01.2010, 09:08
Es gibt also Ergebnisse ;-) - und die sehen sehr stabil aus.

Du hattest überlegt, ob/wie Du das Innenzelz tieferlegen könnstest. Problem war die Kollision mit den Spannschnüren von Bogenende zu Bogenende quer durchs Zelt. Ich hab nun ein anderes Zelt im Internet gesehen, wo diese inneren Abspannungen nach befestigung der Bodenendpunkte im Schnee wieder gelöst werden, und dadurch der Boden abgesenkt werden kann.
Falls ich nicht schon zu spät bin, m.M. nach eine gute Idee.

grüße, wulxc

Sarekmaniac
11.01.2010, 09:44
Es gibt also Ergebnisse ;-) - und die sehen sehr stabil aus.

Du hattest überlegt, ob/wie Du das Innenzelz tieferlegen könnstest. Problem war die Kollision mit den Spannschnüren von Bogenende zu Bogenende quer durchs Zelt. Ich hab nun ein anderes Zelt im Internet gesehen, wo diese inneren Abspannungen nach befestigung der Bodenendpunkte im Schnee wieder gelöst werden, und dadurch der Boden abgesenkt werden kann.
Falls ich nicht schon zu spät bin, m.M. nach eine gute Idee.

grüße, wulxc


Hallo Wulcx,

danke für den Tipp. Zu spät ist/wäre es noch nicht, da das Innenzelt noch nicht zugeschnitten ist. Die Idee ist interessant, kommt aber nicht in Frage, da die Bogenenden bei mir nicht befestigt werden (auch bei meinem HB-Tunnel nicht) - zuviel Aufwand beim Aufbau und IMO überflüssig für die Stabilität. Ich habe da jetzt noch nicht mal optionale Heringsschlaufen vorgesehen.

Ein Link zu dem Zelt würde mich trotzdem interessieren?

Verankerung im Boden (mit Ski, Stöcke) erfolgt nur an den vier Apsidenenden vorn und hinten; die Bögen werden allein durch die Abspannleinen runtergedrückt und das ganze ringsum durch Snowflaps stabilisiert. Plus zwei Firstleinen an den Lüfterhauben, die direkt an den Gestängekanalfirst greifen, und zwei seitliche Abspannungen gegen Deformation bei drehenden Winden.

Ich werde vorne im First das Innenzelt mit minimalstem Abstand einhängen und nach untem Spiel lassen, um 10 cm im Sitzbereich auskoffern zu können (muss man eigentlich nicht groß "auskoffern, so tief drückt sich der Schnee schon von allein platt), dann habe ich eine Sitzhöhe von 95-100cm, was für mich ausreicht. Wenn ich mit den Füßen zum Eingang schlafe, macht es nichts, wenn die Beine etwas "tiefergelegt" sind.

Jaerven
11.01.2010, 10:00
Der Eingang erinnert mich stark an etwas ;-)

Sarekmaniac
11.01.2010, 10:02
Der Eingang erinnert mich stark an etwas ;-)


Psssst. Oder gibt es auf sowas Patente?:o

Jaerven
11.01.2010, 10:06
Quatsch. Aber ich hätte es genau so gemacht ;-)
das Helags ist nach wie vor mein Lieblingszelt, und mit den 11mm- Stangen...

Sarekmaniac
11.01.2010, 10:18
11mm- Stangen...

Wenn Du diese Stangen noch einmal erwähnst, schicke ich ein Elch-Rollkommando:bg:

@Eimoti: Habe zwei 8,9mm-Easton-Stangen von meinem Hilleberg-Helags angepasst, d.h. jeweils sechs Segmente genommen und dann aus einem passenden Endsegment, dass ich beim Outdoorhändler meines Vertrauens geschnorrt habe, zwei kurze Stücke gesägt, um auf die passende Länge zu kommen.

Immerhin sind beide Gestänge exakt gleichlang. Wenn das mal kein präziser Zuschnitt ist.:cool:

Stephan Kiste
11.01.2010, 10:26
Also ich kann nur sagen: Respekt,
gefällt mir auch ausgesprochen gut!!!

Bergbaumi
11.01.2010, 10:36
Wow! Mutiges Vorhaben und tolle Umsetzung!
Bin gespannt auf die nächsten Fortschritte (und natürlich die Bewährungsprobe ;-)).

barleybreeder
11.01.2010, 11:13
Erste Sahne...

Ist ja wirklich sehr zügig vorangekommen dein Projekt.

Die Detail, die ich erkennen konnte, gefallen mit schon mal sehr gut. Sieht aus als könnte die Konstruktion einiges Vertragen. Das IZ ist ja nunmehr ein Klacks..

Ich wünsche weiter gutes Gelingen...:grins:

Ixylon
11.01.2010, 15:21
Na das sieht ja mal richtig gut aus.

Wie bist Du denn auf diese schicke Farbkombination gekommen?

Sarekmaniac
11.01.2010, 15:45
Na das sieht ja mal richtig gut aus.

Wie bist Du denn auf diese schicke Farbkombination gekommen?

Naja, Rot muss sein, von wegen fotogen im Schnee und so.;-) Aber: Rot allein sieht zu hillebergig aus:ignore:; und Sand finde ich außerdem sehr schick, aber nur Sand ist zu tarnfarbig und zu wenig fotogen (s.o.). Und: was anderes als Rot und Sand hat Extremtextil aktuell nicht, außer einem ziemlich kranken Gelb. Und Grün. Aber Grün ist mir zu grün, und Rot-grün wäre auch zu politisch...:o Sand war außerdem zweite Wahl und günstiger als Rot.

Ääh, wie war nochmal die Frage?:grins:

Ixylon
11.01.2010, 15:50
Ääh, wie war nochmal die Frage?:grins:

Passt die Farbe des Zeltes du der von Gamaschen, Handschuhen und Mütze? :bg:

Dabei sieht doch ein Rot-Gelbes Zelt (http://www.helsport.no/fileshare/thumbRoot%5C5_thumb_24072.jpg) so toll aus.

ich
11.01.2010, 19:09
Bin grad zu kaputt um alles genau zu lesen, aber sieht echt super aus!!!!
Freue mich auf die weiteren Schritte!

meisterJäger
11.01.2010, 19:25
Na dann hätt ich nen komplett rotes Zelt gemacht mit sandfarbigen Tupfen drauf. Und wenns doch mal auf Tarnung ankommt einfach in eine Gruppe Fliegenpilze stellen ;-)

Sehr schickes Zelt, hatte auch schon nen Tunnel in SketchUp gemacht.
Allerdings hätte das meine rudimänteren näherischen Fähigkeiten bei weitem Überstiegen :bg:
Werd erstmal mit nem Lavu kämpfen.

Viel Spass noch beim weiteren Basteln, bin schon auf die nächsten Schritte gespannt

Jaerven
11.01.2010, 19:35
Rot allein sieht zu hillebergig aus
Wenn Du dein rotes Helags loswerden willst....:cool:

Goettergatte
11.01.2010, 20:05
Wenn Du dein rotes Helags loswerden willst....:cool:

... wünsch ichs mir zum Geburtstag.:baetsch:

Jaerven
11.01.2010, 20:06
Klüngel! :grins:

Stephan Kiste
11.01.2010, 22:20
ICh würde immer auf Signalfarbe setzten,
die sind 2008 an uns an der Kebnekaise Landverschickung entgegengekommen.
Zelte waren schon abgebaut, allerdings denke ich die fahren bei jedem
Wetter, auch bei 5m Sicht wenn es sein muß.
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/18/3681918/400_6230323030343933.jpg

felö
11.01.2010, 22:29
Herzlichen Glückwunsch. Nach der Projektvorstellung beim MYOG-WE war ich schon sehr gespannt, was aus dem Projekt wird und es war bei der Planung zu erwarten, dass es etwas Besonderes sein muss - meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht - bin total begeistert.

Wirklich richtig schön gemacht (gut die Farbe ist Geschmacksache). Die Lösung an der hinteren Apside (mit der senkrechten Wand unten) ist klasse, die Abspannmöglichkeiten gut gelöst und der Schnitt ist super geworden.

Bin auf das Innenzelt gespannt (wird nach der Vorarbeit ein Leichtes sein) und wünsche Dir immer viel Spaß mit Deinem MYOG-Projekt (und uns viele Bilder aus der Praxis:D).

Gruß Felö

Sarekmaniac
11.01.2010, 23:52
ICh würde immer auf Signalfarbe setzten,
die sind 2008 an uns an der Kebnekaise Landverschickung entgegengekommen.
Zelte waren schon abgebaut, allerdings denke ich die fahren bei jedem
Wetter, auch bei 5m Sicht wenn es sein muß.
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/18/3681918/400_6230323030343933.jpg


Den Post verstehe ich nicht - das Fahrzeug hat doch gar keine Signalfarbe...;-)


@Felö: Ja, ich erinnere mich, das rettungswestenfarbige ultrareißfeste (:ignore:) Einwandzelt-Gore hat es dir sehr angetan.

Ich habe heute die hintere Apsis fertig genäht. Ich habe die Stangen etwas gekürzt, von geplant 35 cm auf 22. Die Absisseiten hingen mit den langen Stangen etwas durch (jaa, überall hat das mit dem Schnitt nicht so optimal geklappt), außerdem wurde mir die Apsis zu flach - d.h. da sammelt sich dann Regen und Schnee drauf. Sieht 1:1 dann doch anders aus wie am Modell (ich hatte ein 1:5 Papiermodell gebaut).

Jetzt ist die Apsis etwas steiler und straffer, und ich denke, der Liegelängengewinn innen ist auch bei 22cm-Stangen noch ausreichend.

Und die Snowflaps seitlich sind nun um ein Stück ehemalige Seitenwand breiter geworden, weil ich keine Lust hatte, alles wieder aufzutrennen.;-) Aber Snowflaps schaden nie - der hinten an der Apsis ist 35 cm breit :o und in die Abspannungen integriert.

Am Mittwoch bin ich auf dem Rothaarsteig unterwegs und werde das Ganze Mal unter Realbedingungen aufbauen ... im Keller liegt zu wenig Schnee.

JonasB
12.01.2010, 00:11
Super!
Tolles (erstes, richtiges!? :ignore:) MYOG Projekt hast du gezaubert!!!!!!!

Bin auch sehr gespannt auf das innenzelt.

Ich will auch endlich mal wieder Zeit finden um meine ganzen Ideen um zu setzen!!

derMac
12.01.2010, 00:13
Tolles (erstes, richtiges!? :ignore:) MYOG Projekt hast du gezaubert!!!!!!!
Also ich fand die Biwak-Schuhe ja auch schon "richtig".

Mac, auch auf das Innenzelt gespannt seiend

lina
12.01.2010, 00:37
Finde auch, das sieht super aus!
Besonders die hintere Apsis mit ein bisschen mehr Fußhöhe ist interessant.
Ob es nötig ist, die Ansatzstelle der Lüfter ein bisschen zu verstärken, da sie mitten im Seitenteil enden? Obwohl, das Material ist ja sehr reißfest?

JonasB
12.01.2010, 01:38
Also ich fand die Biwak-Schuhe ja auch schon "richtig".

Mac, auch auf das Innenzelt gespannt seiend

Stimmt,
ganz vergessen.
und die Zuggestänge.....


War evt auch komisch aus gedrückt.
Meinte eher, für das erste größere Projekt gleich SO WAS fettes hin zu stellen :o

Sarekmaniac
12.01.2010, 08:50
@Jonas B.::oldman: In solchen Situationen hat einer meiner Profs. immer gesagt: "Man soll das Gefäß seines Wissens nie bis auf den letzten Tropfen ausleeren".:bg:



Ob es nötig ist, die Ansatzstelle der Lüfter ein bisschen zu verstärken, da sie mitten im Seitenteil enden? Obwohl, das Material ist ja sehr reißfest?

Das ist eine gute Beobachtung, zumal der Lüfter seitlich parallel zu den Reißverschlüssen verlaufen und deswegen am Rand nur umsäumt und auf die Reißverschluss-"Borte" aufgenäht sind. Oben ist der Lüfter allerdings mit dem Gestängekanal vernäht - deswegen geht der ganze Zug nicht auf den Apsisstoff sondern auf den Gestängekanalfirst - mit der Lüfterabspannung wird also nicht die Apsis in Form gezerrt, sondern das Gestänge nach vorne hin fixiert.

lina
12.01.2010, 10:21
Hm, ja schon -- bleibt noch der Fall, dass es stark stürmt und der Wind die Lüfter anhebt und bauscht. Möglicherweise wird das aber ja durch die Lüfterabspannung kompensiert?

Sarekmaniac
12.01.2010, 10:27
Wenn der Wind da mal drunter greift - das wird halten, ist ja auch mit zwei parallelen Nähten aufgenäht. Der Rand der Lüfterhaube, wo es anfangen würde/könnte zu reißen, ist verstärkt (der schwarze Streifen ist Bodenzeltmaterial). Mit Reißen meine ich, das eine Naht aufgeht. Der Stoff reißt durch Winddruck mit Sicherheit nicht.

lina
12.01.2010, 10:30
Ok ;-)

Jaerven
12.01.2010, 10:33
Hm, ja schon -- bleibt noch der Fall, dass es stark stürmt und der Wind die Lüfter anhebt und bauscht. Möglicherweise wird das aber ja durch die Lüfterabspannung kompensiert?

das hat man bei allen Zelten mit einem derartigen Lüfter.
Ist auch bei meinem Helags so- und das hat schon einige Stürme überstanden.
Der Lüfter bauscht sich auf aber da passiert nichts weiter.
Gefährlicher ist dann alles was im Zelt liegt und am Aussenstoff scheuert.

Sarekmaniac
12.01.2010, 10:47
@Lina: Aber danke, immer weiter so. ;-)ich bin für jeden potentiellen Schwachpunkt dankbar, der hier aufgespießt wird.

Bergbaumi
12.01.2010, 19:24
Ein weiterer potentieller Schwachpunkt liegt in der Gesamtumsetzung des Zeltes begründet und äußert sich unabsehbar hoher Neid- und Diebstahlgefahr. Vielleicht solltest Du das Zelt vor Abschreckung von mißgünstigen Wanderern mit einem JW-Schriftzug versehen. :bg:

meisterJäger
13.01.2010, 15:36
Ein weiterer potentieller Schwachpunkt liegt in der Gesamtumsetzung des Zeltes begründet und äußert sich unabsehbar hoher Neid- und Diebstahlgefahr. Vielleicht solltest Du das Zelt vor Abschreckung von mißgünstigen Wanderern mit einem JW-Schriftzug versehen. :bg:

Wäre dann nach der Post von Jack das wohl teuerste JW-Zelt :bg:
und qualitativ hochwertigste

Sarekmaniac
13.01.2010, 22:22
So liebe Leute, da bin ich wieder.;-)


Bin heute den ganzen Tag auf den Ski durchs Sauerland geflitzt, und habe dem Zelt auf dem Gipfelplateau des Langenberg die standesgemäße Schneetaufe verpasst. So richtig sauber und stramm war es nicht aufzubauen, zu wenig Schnee, und vor allem zu wenig Schneeschaufeln. Eigentlich gar keine. Heißa, was hatten wir kalte Finger.:bg:

Trotzdem hat der Aufbau (bei Windstärke 3) einige interessante Erkenntnisse gebracht.

Der Aufbau startet mit einem quergelegten Ski am Fußende, an den zwei Leinen für die integrierten Stangen angebracht werden. Die Leine spannt zugleich den 35 cm breiten Snowflap auf, auf den dann fleißig schnee geschaufelt wird. Selbst das bißchen Schnee, was wir mit den klammen Fingern dahin gescharrt haben, reichte aus, die Absis an Ort und Stelle zu halten - obwohl, wie zu sehen, der Ski dahinter mit den Absapnnungen verrutscht war:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt08.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt09.JPG

Durch den verrutschten Ski war die Absis dann leider nicht ganz stramm aufgespannt, hier gut zu sehen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt10.JPG

Eine Korrektur (z.B. am Snowflap ziehen, war selbst mit dem bißchen Schnee praktisch nicht möglich - und so soll es auch sein. Ab 30 cm Schneedecke lässt sich auch der Ski bombenfest verankern, dann ist das kein Problem mehr.

Außerdem werde ich an der oberen Schlaufe noch einen verstellbaren Spanner anbringen (unten ist einer, aber da ist ja dann Schnee drauf), dann lassen sich die Aufstellstangen noch nachspannen

Blick auf die hintere Apsis: Die durch die Aufstellstangen entstehende rechte Winkel zwischen Absidenabschluss und Snowflap wird komplett mit Schnee "verfüllt". Wenn man eine Schneeschaufel mit hat, dauert das höchstens 20 Sekunden.;-):

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt12.JPG


Blick auf vordere Apsis:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Zelt11.JPG


Filmchen gibt es auch:cool:

@Lina: Der hintere Lüfter ist nicht bei Windstärke 3 abgerissen, der ist noch nicht angenäht.:bg:

<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/eCW6efIJZtc&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/eCW6efIJZtc&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>

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<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/AZ0URF-HIqE&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/AZ0URF-HIqE&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>

barleybreeder
13.01.2010, 23:30
Allererste Sahne....:grins:
Die Filmchen sind toll. Da liegt eindeutig zu wenig Schnee für nen super korekten Aufbau. ;-)

wulxc
17.01.2010, 11:56
Hab nochmal nachgesehen, wo der Tunnel mit den aushängbaren Bogeninnenabspannungen war. Wenn man bei youtube nach "siltunnel" sucht, gibt es nur ein Ergebnis und darin wird gegen Ende diese Möglichkeit dargestellt.

späte grüße, wulxc

Sarekmaniac
17.01.2010, 15:20
Hab nochmal nachgesehen, wo der Tunnel mit den aushängbaren Bogeninnenabspannungen war. Wenn man bei youtube nach "siltunnel" sucht, gibt es nur ein Ergebnis und darin wird gegen Ende diese Möglichkeit dargestellt.

späte grüße, wulxc

Schönen Dank.

Habe mir das angesehen: Es ist der Integral Design-Siltunnel. Wobei das Feature mit dem "Raum nach unten schaffen" ja keine Eigenschaft der Konstruktion ist, sondern mit jedem Zelt zu realisieren ist - auch bei Kuppeln/Geodäten.

Ich werde davon absehen, vor allem wegen der nötigen zusätzlichen Fixierungen an den Bogenenden - da gehen nur Ski und Stöcke, die woanders besser eingesetzt sind, oder Alu-Schneeheringe =4x 80g zusätzlich)

Außerdem ist das ein Einwandzelt. Ich scheue die Graberei - unter dem eingehängten Innenzelt, und tagtäglich, denn dann muss ich graben, sonst hängt das innenzelt wie sonstwas. Und manchmal hat man ja auch keinen so tiefen Schnee.

Sarekmaniac
17.01.2010, 15:59
Nach dem ersten probeaufbau habe ich noch ein paar Änderungen vorgenommen: Der hintere lüfter hat eine Drahtverstärkung bekommen und vor allem habe ich im unteren Drittel der Apsis einen Lifter angebracht, der mit der Firstleine gekoppelt wird und die Stoffbahn im unteren Drittel anhebt. Der Raumgewinn am Fußende ist enorm, außerdem erhoffe ich mir davon, dass sich nicht so schnell eine "Tasche" bildet, in der sich Schnee sammelt. Bei starkem Wind wird sich das Ganze natürlich trotzdem eindrücken, aber so ist das Leben in Tunnelzelten.

Und ich geb nicht auf.;-) An einem schattigen Waldrand bei Altenaffeln sind wir gestern auf reichlich Schnee gestoßen. Und wir hatten intelligenterweise die Schneeschaufel eingepackt. Und schon ging's los:



Ausrollen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_01.JPG

Windzugewandte Apsis mit Ski fixieren:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_02.JPG

Gestänge rein:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_03.JPG


Eingangsapsis mit Ski fixieren:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_04.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_06.JPG

An beiden Enden nachspannen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_07.JPG

Schnee auf den große Snowflap am hinteren Ende:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_08.JPG

Und Schnee auf die Snowflaps ringsum:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_09.JPG

Dann kommen die Leinen. Insg. acht Stück, fünf sind obligatorisch, die an den Tunnelseiten und am Eingangsende optional:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_10.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_11.JPG

Fertig::D

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_12.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_13.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_14.JPG

Detail vom Lifter an der hinteren Apsis:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_14a.JPG


Und ein paar Bilder vom Innenraum. Höhe der hinteren Apsis 40 cm vom Zeltende entfernt: 54 cm. Höhe unterhalb des Lifters (also 10 cm vom Zeltende) = zwei Schneeschaufelbreiten = 40 cm:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_15.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Myogzelt_Affeln_16.JPG


Auf dem Reißverschlussende vom Eingang ist bei strammem Aufbau zuviel Zug, so dass er sich aufzieht (ja, ja der Felö hat es prophezeit;-))

Da werde ich die Abspannungen noch versetzen - d.h. in den vorderen Snowflap verlagern.

Scar
17.01.2010, 16:08
:o

Ich habe einen Krampf in der Kinnlade....
WOW!

across
17.01.2010, 18:24
Ja, wirklich fantastisch!

Wann kommt das Innenzelt???

Bin schon so was von gespannt!


Weiter so, viel Kraft und Energie, wünsche ich Dir.

Für mich hast du den MYOG-AWARD 2010 verdient!

Sarekmaniac
17.01.2010, 21:41
O ja, wann kommt das Innenzelt? Es kann sich nur noch um Wochen handeln.:bg:

Aber erstmal wird das Außenzelt fertig gemacht. Habe heute abend die Abspannungen an der vorderen Apsis versetzt, um den Druck vom Reißverschluss zu nehmen

Abspannung vor Änderung, direkt am Reißverschluss:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010590.JPG

Abspannung neu, am Snowflap:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010591.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010592.JPG

Sarekmaniac
19.01.2010, 09:57
Kleiner Tipp für alle Zeltbauer:

Vor Zuschnitt des Innenzelts ist es seeehr klug, das Außenzelt einmal komplett zu vermessen. Da stellt man interessante Sachen fest.

Sollhöhe Tunnel 93 cm; Isthöhe: 92 cm.

Sollbreite Absis hinten: 77 cm; Istbreite: 75 cm.:o

Sollbreite Fronteingang: 84 cm; Istbreite: 80 cm.:o:o

Solltiefe Apsis hinten 100 cm, Isttiefe: 95 cm.:ignore: (kein Wunder, dass die Apsis durchhing.:bg:)

Aber Solltiefe vordere Apsis: 100 cm; Isttiefe: 100 cm. Immerhin.:cool:


Und heute abend wird gezeichnet und gerechnet.:grins:

Ixylon
19.01.2010, 14:36
Jepp, hab ich damals auch gemacht und es war gut so.

martin boehm
20.01.2010, 18:04
5sterne :o
also wirklich mal ein super MYOG-Projekt. Respekt!

Schöne Touren wünscht,
Martin

david0815
21.01.2010, 17:24
habe mir gerade mal den ganzen Thread durchgelesen.
Krass! Absolut beeindruckend was du da auf die Beine gestellt hast. Die ganzen Details sind ja superdurchdacht und ausgearbeitet.

Bei deinem Projekt ziegt sich wieder einmal die wahre Stärke von MYOG-Projekten: Man kann die Werkstücke wirklich exakt auf seine Bedürfnisse anpassen. Sicher gibt es kein käuflich erhältliches Zelt, das ähnliche Spezifikationen wie deines aufweist, oder?

Eine Anmerkung noch: Die Lüfter hätte ich wohl mit in die R-Naht eingenäht. Das wäre vermutlich stabiler gewesen. Aber ob es das wirklich braucht? Vermutlich reicht das auch so.

Irgendwas war da doch noch mit einem fertigzustellenden Zeltprojekt das da irgendwo in meinem Keller rumliegt :roll:

Sarekmaniac
26.01.2010, 22:55
Bei deinem Projekt ziegt sich wieder einmal die wahre Stärke von MYOG-Projekten: Man kann die Werkstücke wirklich exakt auf seine Bedürfnisse anpassen. Sicher gibt es kein käuflich erhältliches Zelt, das ähnliche Spezifikationen wie deines aufweist, oder?

Genau. Sonst hätte ich mir die Mühen vielleicht auch nicht gemacht. Aber ich finde es einfach toll, ein Zelt zu bauen, das an meine Routinen im Winter optimal angepasst ist.


Eine Anmerkung noch: Die Lüfter hätte ich wohl mit in die R-Naht eingenäht. Das wäre vermutlich stabiler gewesen. Aber ob es das wirklich braucht? Vermutlich reicht das auch so.

Zum Lüfter hatte ich ja weiter oben schon was geschrieben. Die Nähte auf den RVs (Eingang, Lüfter) sind ja notwendiger Weise aufgesetzt, und keine Kappnähte. Was ich gemacht habe, ist, erst die Seitenwände der Apsis und den Eingangslatz auf den RV zu nähen (mit jeweils zwei parallelen Nähten), und dann auf die äußere Doppelnaht die Seitenwände des Lüfters (auch mit zwei parallelen Nähten). Wenn ich es gemacht hätte wie Du schreibst, hätte ich

1) den Stoff z.T. in sechs Schichten sauber nadeln müssen - das war mir echt zu friemelig. zumal die Stofflagen direkt am RV lang laufen. Eine optisch etwas unsaubere Naht ist ja meist genauso so belastbar wie eine hübsch ordentliche, aber wenn ausgerechnet am RV das eine oder andere kleine Fältchen zu weit vorragt, klemmt es - und das wäre ärgerlich.

2) Stößt der Lüfter ja erst nach ca 10 cm auf den RV - ich denke nicht dass man diesen Übergang so sauber hinkriegt, wenn man alles nur mit einer Naht macht. Das Silnylon faltenfrei auf die Rundung des RV zu bekommen war eigentlich die schwierigste Naht - an der ersten Apsis hat das auch noch nicht so gut geklappt. Die kleinen Fältchen, die an der Rundung entstanden sind und über die ich dann kühn hinweggenäht habe, ziehen sich im oberen Bereich bis zum Gestängebogen.:(

Was ich allerdings gemacht habe, ist, den Lüfter in den Gestängeganal mit einzunähen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P1010306.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php/photo/9188)

So geht der ganze Zug der Firstleine auf den Gestängekanal (Kappnaht)

Aus drei größeren Reststücken vom 90 g-Zeltboden habe ich jetzt die Bodenwanne genäht:

Wegen der Aussparung für die Pulka wird der Schnitt auch ein bißchen komplizierter. Aber ich wollte die schöne großere hintere Apsis nicht anschneiden - das wäre toter Raum, da die Pulka nur 120 cm, also so lang wie der Tunnel ist. Lieber schlage ich die Apsis komplett dem Innenraum zu, dann habe ich seitlich eine Nische, um Kleidung, Packbeutel etc. abzulegen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P1010595.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php/photo/9190)


Einparktest:grins: Passt.;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P1010594.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php/photo/9189)

Der PPP mit (provisorisch) eingehängtem Innenzelt:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010598.JPG


Da der Einkauf geschlampt und eine unzureichende Menge Kordelhaken geordert hat, ist gestern ein unvorhergesehener Produktionsstopp eingetreten.:bg:

Aber mein Zulieferer hat heute ein Paketchen auf den Weg geschickt.:cool:

wesen
26.01.2010, 23:43
1. Sehr schick, dein Zelt.

2. Wär's nicht praktisch, wenn du vom Innenzelt aus direkten Zugriff auf die Pulka hättest? Du liegst im wamen Schlafsack, denkst an was Leckeres in der Pulka - und musst dich nicht erst aus dem Sack pellen, um da dranzukommen.

3. Gibt's deine Homepage noch irgendwo? Ich wollte mich gerade in Wintertourenstimmung bringen. :(

Sarekmaniac
26.01.2010, 23:49
1. Sehr schick, dein Zelt.


2. Wär's nicht praktisch, wenn du vom Innenzelt aus direkten Zugriff auf die Pulka hättest? Du liegst im wamen Schlafsack, denkst an was Leckeres in der Pulka - und musst dich nicht erst aus dem Sack pellen, um da dranzukommen.

Ja das ist sehr praktisch. Das ist der Sinn des PPP. (Pulka-Parallel-Parkplatz) Und deswegen gibt es seitlich in der Innenzeltwand einen laanngen halbrunden Reißverschluss zu ebendiesem Zweck.




3. Gibt's deine Homepage noch irgendwo? Ich wollte mich gerade in Wintertourenstimmung bringen. :(

Die muss eigentlich noch unter meinem Nick verlinkt sein. Wobei sich da seit drei Jahren:ignore: nichts tut...:roll:

wesen
27.01.2010, 00:00
Die muss eigentlich noch unter meinem Nick verlinkt sein. Wobei sich da seit drei Jahren:ignore: nichts tut...:roll:

Klar tut sich was: Sie ist (jedenfalls momentan) weg. Vielleicht haste ja nicht nur nichts mehr geschrieben, sondern auch vergessen, die Rechnung zu bezahlen? :grins:

across
27.01.2010, 21:00
http://www.sarekmaniac.de/

... hat geradeeben funktioniert!

Jaerven
27.01.2010, 21:07
Dieser Pulkaparkplatz gefällt mir sehr gut.
Im Grunde bräuchte man doch nur ein neues Innenzelt für das Helags.

Sarekmaniac
28.01.2010, 11:10
Im Helags hat man doch in der zweiten Apsis genug Platz (oder ist deine Pulka zu lang?:ignore:).

Ich denke, die Idee ist eher für 2-Bogentunnel mit nur einer Apsis interessant.

Im Prinzip würde es reichen, an das normale Innenzelt eines käuflichen Zelts einen Reißverschluss zu machen und es dann teilweise auszuhängen - da ich es jetzt selber genäht habe, wollte ich aber gern eine Lösung, bei der dann nichts locker rumhängt, der Boden Falten wirft etc.

Sarekmaniac
02.02.2010, 22:36
:wohoo:


:D

Ich muss nur noch gefühlt drei Millionen Fadenenden versäubern.:roll:


Fußende hintere Apsis:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010666.JPG

Nische Hintere Apsis/PPP:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010667.JPG


Hinterer Lüfter komplett offen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010658.JPG


Außenzelt zu, Innenzelt auf:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010668.JPG


Und Lüfter komplett zu:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010669.JPG


PPP mit Eingriff::grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010664.JPG

Sorgsam zusammengetüddelter IZ-Eingang:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010682.JPG


Kramtaschen (insgesamt vier Stück):

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010662.JPG


Gestückelteter Zeltboden (aber Kappnähte natürlich:cool:):

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010670.JPG


Abspannung des Zeltbodens im Eingangsbogen mit Line-Lock-Blitzverschluss. Lässt sich schnell aushängen, wenn man die Pulka reinschiebt:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010683.JPG

Aufhängung des Innenzelts mit geschlossenen Kordelhaken, 10mm-Ripsband und 3 mm-Gummischnur. Abstand AZ-IZ ca. 2-3 cm:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010690.JPG

Damit das IZ sauber hängt, habe ich mit Elastosil drei zusätzliche Aufhängepunkte im Firstbereich der Tunnelmitte eingeklebt:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010692.JPG

sebastian75
02.02.2010, 22:59
Tolle Leistung! Kannst echt stolz auf dich sein!

Ein wirklich super Projekt, das Mut macht endlich mal ein Custom Nest für das SL3 zu nähen.

Sarekmaniac
02.02.2010, 23:05
Und weiter gehts mit dem Eingang.;-)


Vorderer Lüfter aufgespannt:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010673.JPG

Aber meist stört der (und vor allem die Leine) nur - beim Kochen, beim Rein- und Rausgehen. Wenn es nicht arg windig ist, verschwindet die Firstleine in einer kleinen Tasche innen an der Lüfterhaube:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010672.JPG

Und der Lüfter wird nach oben weggerollt:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010657.JPG

Wenn mir die Aussicht dann noch nicht reicht - weg mit der Apsis.;-) Die Seilschlaufen der vorderen Abspannungen (in denen z.B. Ski stecken) können mittels Kunststoffhaken abgekoppelt werden:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010675.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php/photo/9326)

Also. Apsisenden lösen, Eingang komplett öffnen und Lüfterhaube oben im Gestängebogen einhaken:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010677.JPG

Die Seitenwände werden ebenfalls am Gestängebogen fixiert:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010676.JPG

Voila: Panorama:cool:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010681.JPG


Geschlossener Innenzelteingang. Die Seitenwand hängt mit Absicht etwas, damit sie bei vollgepackter Pulka (40 cm hoch) nicht spannt. Um das Raumgefühl zu optimieren habe ich die Wand nicht senkrecht gespannt sondern leicht schräg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010684.JPG

Seitlich geöffneter Eingang, um die Pulka unfallfrei einzuparken:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010694.JPG

Sarekmaniac
02.02.2010, 23:27
Und noch ein paar Details:

Reißverschluss Innenzelt:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010663.JPG

Gestängeaufnahme:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010697.JPG

Nachspannbarer MYOG-Gestängefuß, entlastet:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010696.JPG

...und gespannt:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010687.JPG


Abspannung am Gestängekanal:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010685.JPG


Abspannung Tunnel-Seitenwand:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010686.JPG

Abspannung Snowflap hinten:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010689.JPG


Ich hatte nochmal Nachschub besorgt, aber dann doch nicht gebraucht. Aber so an die 980 lfm Garn habe ich vernäht.:ignore:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010640.JPG


Mit allem Pipapo- ready to go, sozusagen, wiegt das gute Stück 2190 g - habe die Angaben in Post 1 editiert.

Symion
03.02.2010, 08:59
Einfach traumhaft. Könnte man als Meisterstück druchgehen lassen :bg:

konamann
03.02.2010, 09:33
grad so ganz respektabel. ;-) grandios!

Macintechno
03.02.2010, 22:05
Also ich bin ja mal gespannt,.... Wenn das Zelt sich in der Praxis so gut schlägt wie es in der Theorie aussieht dann wird das Ding wohl ein absolut geniales Winterzelt..... Glückwunsch...

Sarekmaniac
03.02.2010, 23:39
ich freu' mich schon auf Windstärke 8.:bg:

casper
03.02.2010, 23:48
Ich muß ja wirklich sagen:
Hut ab vor deinem neuen Zelt!
Sehr schöne Details, die du da eingearbeitet hast.
Da sieht man, wo Erfahrung steckt!
Viel Spaß damit wünsche ich dir!!!!

lina
03.02.2010, 23:55
Das sieht superklasse aus!
5sterne5sterne5sterne

Jaerven
03.02.2010, 23:55
Vielleicht willst Du ja den Beruf wechseln ;-)
Herr Bo H. war früher auch mal was anderes.

Sarekmaniac
04.02.2010, 00:09
@Järven: Das Gestänge ist noch suboptimal.;-)

j.c.locomote
05.02.2010, 00:37
Ich bin absolut beeindruckt!
http://www.brickshelf.com/gallery/Fryslayer/Castle-Etc/Customs/CCCEcomotion/vk_smiley_thumbs_up.gif

felö
05.02.2010, 10:38
@Sarekmaniac:

Ich hab´s schon geschrieben, trotzdem nochmal: ein super Projekt, bei dem die Vorteile von MYOG demonstriert werden: auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen und der Vorteil etwas Einmaliges zu besitzen.

Dass Du Dich dabei nicht vor den etablierten Herstellern verstecken musst, die ein oder andere schöne Lösung für Details zeigst, macht das Ganze noch wertiger.

... ganz großes Kino - ich wünsche Dir viele Tage mit Windstärke 8 und kann es nicht erwarten, ein Bild mit dem freudestrahlenden Grinsen von Dir im Zelt zu sehen, wenn sich die Zeltstangen bei Windstärke 8 leicht im Wind wiegen:bg:.

Einen Appell habe ich noch: Bitte liefere uns bald ein neues Projekt dieser Güte.

Gruß Felö

JonasB
29.03.2010, 14:54
wie hat es sich geschlagen?

Sarekmaniac
30.03.2010, 17:41
Gut;-)

Es gibt Filmchen, und Bilder natürlich.

Dauert nur noch was, ich muss erst meinen Schlafsack (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?t=40211) verarzten:roll:

Sarekmaniac
31.03.2010, 23:43
So, das Zelt hat jetzt seine ersten drei Wochen Härtetest hinter sich. Ich war ja mit insgesamt gutem Wetter gesegnet, so dass, ähnlich wie beim Schlafsack, auch das Zelt nicht wirklich gefordert wurde. Ein bißchen Wind gab es an einigen Tagen aber doch - und an anderen ein "bißchen" Schnee...;-)

Ein paar Bilder vom Zeltinnenleben:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_01.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_02.JPG

Die Pulka taugt gut als Ablagefläche...


http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_03.JPG


... und als Esstisch:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_04.JPG


Kochen in der Apsis ging hervorragend:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_05.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_06.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_07.JPG


In der von der Pulka eingerahmten Nische der hinteren Apsis ließ sich so einiges stapeln (Schuhe, Hose, Jacke, Tagesrucksack, leere Packbeutel...):

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_08.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_09.JPG

Was sonst so rumfliegt in einem Zelt - Kochuntensilien z.B., kam dann abends rasch in oder auf die Pulka, so dass ich eine bequeme freie Liegefläche von 90 x 220 cm hatte.

Aufbau auf festem Schnee dauert inklusive Leinen setzen und Abdichten, Pulkagestänge entkoppeln und Pulka einparken etwa 15, 20 Minuten, das Abdichten geht wegen der Snowflaps super schnell. Meist hat es aber diesmal länger gedauert, weil ich furchtbar viel tiefen, ungesetzten Schnee hatte - ich glaube, so oft habe ich auf einer Tour noch nie getrampelt.

Die Dyneemaleinen an den Zeltfüßen werde ich noch tauschen - die wurden bei Kälte sehr steif und ließen sich kaum noch durch die Linelock-Spanner ziehen.

Selbst zu Tourbeginn, mit ca 40 kg, ließ sich die Pulka immer gut in den "Parkplatz" schieben, auch bei tiefem Schnee. Ich hatte da vorab, Bedenken, dass sich sich im IZ verhakt o.ä.

Das AZ-Material bleibt übrigens auch bei tieferen Minusgraden vergleichsweise weich; und der Sound bei Wind ist auch anders wie bei meinem Hilli, irgendwie dumpfer, schön melodisch.:grins:

Ein bißchen Wind und Schneedrift nachts gab es eine Nacht Gabrek-Massiv:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_10.JPG

Und ein bißchen mehr Wind bei Vuonatviken, direkt am Ufer des Riebnes. Da habe ich das Zelt schön ordentlich eingegraben, was bei hüfttiefem Schnee nicht so einfach ist.:roll:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_12.JPG

Laut SMHI 14-16 m aus Nordwest, praktisch genau dem Verlauf des Sees entsprechend, der schmal und von steilen Hängen eingerahmt ist - ein Windkanaltest sozusagen. Ich schätze mal 7 Bft kommt hin, die Böen, vor allem nachts waren deutlich drüber.

Morgens um 7:00:

<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n5IEeCvI8vs&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/n5IEeCvI8vs&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>


<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7gjxmtF2gEo&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/7gjxmtF2gEo&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>


Irgenwann nachts habe ich die hintere Apsis durch den Lüfter gefilmt, professionell ausgeleuchtet mit einer funzeligen Silva L4.

Bei Sekunde 18 taucht der Schlafsack aus - da kann man schon ganz gut sehen, das das Zeltende kaum eingedrückt wird - der Lifter leistet wirklich gute Dienste:

<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/QSZQDljOBpA&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/QSZQDljOBpA&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>

In der drittletzten Nacht, im Padjelanta, gab es dann nochmal etwas in der Preisklasse Bft 6 bis 7 mit Flugschnee. Da war das Zelt kaum eingegraben und man kann noch mal deutlicher sehen, wie sich die hintere Apsis im Wind verhält. unterhalb des Lifters gibt es eine senkrechte Fläche, die sich zwar nach innen drückt, aber nicht nach unten. Hat mir gut gefallen.;-):

<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/R7prpMLydyY&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/R7prpMLydyY&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>

Im Pielekaise-Nationalpark habe ich einen nicht ganz freiwilligen Ruhetag eingelegt und bin ein wenig eingeschneit. Das Zelt hat sich gegen reichlich Neuschnee (ca. 70 cm in 36 Stunden) gut behauptet:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_13.JPG

Und wie man sieht: Hoch angebracht Lüfter sind echt praktisch:bg: (Der Tunnel hängt nicht, der ist schon halb abgebaut):

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_15.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Arjeplogsf_ll_Zelt_14.JPG

Hilsi
01.04.2010, 03:10
---,
*sprachlos*

mit größter Hochachtung *Mütze zieh* +*tiefe Verbeugung*

Gruß
Hilsi

wulxc
08.04.2010, 14:24
Scheint doch besser zu sein, als gekauft :bg:

Ich glaube, die hier oft vorhandene Angst vor senkrechten Flächen ist total überzogen (sonst würden alle Tunnelzelte generell versagen, da der untere Bereich zwischen den Bögen eigentlich meisten sehr senkrecht ist).

Und nun?

grüße, wulxc

Sarekmaniac
08.04.2010, 16:22
Wie, "und nun?":o

Ich habe fertig.:bg:

Also, zumindest für den Winter brauche ich jetzt erstmal nichts Neues.

Wobei mir da eine Sache im Kopf rumgeht - ein max 800 g schweres, aber kochertaugliches Notzelt für schnelle, leichte (Hütten)-Touren.

Und für den Sommer - da hast Du ja was sehr Nachahmenswertes gebaut...;-)

KuchenKabel
08.04.2010, 22:16
So was würde mir auch gefallen. Haste klasse gemacht!
Aber ich kann mich zu so einer Leistung wohl nicht aufraffen....

wulxc
09.04.2010, 10:22
Kochertaugliches Notzelt (Sommer oder Winter?)

Für den Sommer hab ich hier gerade eine Rechteckpyramide hier liegen (unten 2,90 x 2,30 m, 1,45 m hoch), is als Notzzelt für Sommerhüttentour mit Unterlegplane und als Pausenzelt (Pausen im Regen sind wichtig, trocken aber besser) gedacht. Gewicht ohne Heringe und Nahtdichtung 660g. Sitzen kann man bequem zu viert, zu zweit mit Gepäck hat's viel Platz. 1,45 m hat mein Stock noch gerade eben, mit zwei Stöcken bei 1,60 m steht es solide.

Mein Zelt würde ich in ein paar kleineren Punkten verbessern (recht stark, wenn man eine Ein-Personen-Variante bauen würde). Falls Du so etwas in derArt baust, ...

grüße, wulxc

Sarekmaniac
09.04.2010, 12:27
Kochertaugliches Notzelt (Sommer oder Winter?)


Winter - so in die Richtung wie dieser Integral designs Tunnel, aber niedriger - ein Dach für eine Schneegrube, die darunter ausgekoffert wird. Eventuell auch nur ein Bogen, für den Kopfbereich.

Am minimalistischsten wären natürlich Skistöcke, aber ich bin da wegen der Windstabilität etwas skeptisch....

wulxc
09.04.2010, 13:02
Ich hab keine Ahnung, wie sich Skistöcke im Schnee verhalten (und was die halten, ich kenne nur die Wanderstöcke). Ich halte aber vom Gefühl her (und aus Vergleichen in Norwegen, wo wir in der Nähe von Helsport Einbogenzelt im Wind standen) die Wanderstockvariante mit Einbogen-Zelten vergleichbar - gut abgespannte Tunnel mit mehreren Bögen könnten stabiler sein. 800 g für ein Tunnelnotzelt sind allerdings ziemlich sportlich (inkl. Boden?), wenn es mehr als ein Biwaksack sein soll. Ich fände so etwas wie das MSR Twin Sisters, jedoch mit kürzerem hinteren Stock auch noch interessant, spart halt das Gestänge (das bei 800 g und Sturmfestigkeit einen nicht unerheblichen Anteil haben dürfte).
grüße, wulxc

Sarekmaniac
09.04.2010, 14:54
"Notzelt", also kein Boden.

Die primitiveste Variante einer solchen Notunterkunft wäre: Schneegrube ausheben und mit einem Tarp bedecken, das an vier Ecken festgesteckt wird.

Dann kann man aber nur rumliegen. Deswegen ein erhöhtes "Dach": Als Firstzelt (zwei Skistöcke), oder eben als flacher "Einbogentunnel", so dass man in der Grube zumindest zum Teil Sitzhöhe hat.

Bogen hat den Vorteil, dass man ihn über die Grube stellen und die beliebig auskoffern kann; Stöcke stehen ja mittig. Der Bogen müsste deshalb nicht sehr hoch sein - 60 cm vielleicht.

Sobald man etwas Höhe hat und das Material schräge Wände kriegt, kann man eine schneesichere Lüfterklappe einbauen, dann kann man sogar den Kocher anwerfen.

Eigentlich müsste Firstzelt rein windtechnisch auch gehen - HB (da kupfer ich ja immer ab:bg:) hat z.B. Anfang der 90er noch ein Winter-Firstzelt mit Snowflaps gebaut (Allerdings nicht für lange - hat vielleicht doch nicht so gut geklappt?). Das Problem ist da eher, das ich aus anderen Erwägungen (Unkaputtbarkeit) im Winter Festlängenstöcke verwende, d.h. ich kann keine Höhe nachjustieren.

Wie gesagt - nicht als Zelt gedacht, sondern als Ersatz für das, was man bei leichten Hüttentouren sonst als backup für den Notfall dabei hat - Biwak- oder Windsack.

wulxc
09.04.2010, 17:57
Bei den UL-Leuten gibt es öfter den Ansatz, zwei Stöcke wie einen Bogen mit Knick zu verwenden (A-Frame). Gerade bei glatten Festlängenstöcken könnte das als stabilere und leichtere Abwandlung zum Einbogenzelt interessant sein. Was ich mangels Erfahrung nicht abschätzen kann ist, ob gerade in Situationen, in denen man ein Notzelt braucht, zuverlässig soviel Schnee da ist, dass man 40 cm ausbuddeln kann. Die Amerikaner halten in den Leichtwanderforen Pyramiden wegen der steilen Wände und dem schmaleren oberen Beeich für recht wintertauglich, aber ich bin halt Warmwetterzelter.

grüße, wulxc

PS. sind wir eigentlich OT?

Sarekmaniac
09.04.2010, 18:45
PS. sind wir eigentlich OT?

Nö. Is ja mein Thread.:bg:


Bei den UL-Leuten gibt es öfter den Ansatz, zwei Stöcke wie einen Bogen mit Knick zu verwenden (A-Frame). Gerade bei glatten Festlängenstöcken könnte das als stabilere und leichtere Abwandlung zum Einbogenzelt interessant sein.

Wenn man bei der Konstruktion Stöcke einsetzt, muss man verstellbare nehmen. Alles andere ist aufbautechnisch graue Theorie - wir reden ja von Schlechtwetteraufbau. bei gutem Wetter geht man bei einer Hüttentour weiter bis zur nächsten Hütte.


Was ich mangels Erfahrung nicht abschätzen kann ist, ob gerade in Situationen, in denen man ein Notzelt braucht, zuverlässig soviel Schnee da ist, dass man 40 cm ausbuddeln kann.

Meist geht das im skandinavischen Winter schon. Wenn die Kuppen kahlgefegt sind, liegt der Schnee nebenan in der Senke. Das es um Notsituationen geht, kann man aber u.U. wegen fehlender Sicht oder Verletzung auch im Nahbereich nicht nach tiefem Schnee suchen. Deswegen habe pi x Daumen 50, 60 cm für die Firsthöhe angenommen, da kann man sich zur Not dann auch ohne Auskoffern reinquetschen.


Die Amerikaner halten in den Leichtwanderforen Pyramiden wegen der steilen Wände und dem schmaleren oberen Beeich für recht wintertauglich, aber ich bin halt Warmwetterzelter.


Es kommt halt drauf an, wie windig der Winter ist. Für rein zeltgebundene Wintertouren ist mein kleiner Tunnel momentan für mich persönlich die Komfort- und Gewichtsuntergrenze. Ich muss mich abends und nachts erholen können, und richtig kochen, ganz egal welches Wetter draußen tobt. Noch leichter und kleiner - da seh ich momentan keine Möglichkeit ohne Konzessionen an Komfort und Sicherheit (Materialreserven etc.) machen zu müssen.

wulxc
09.04.2010, 20:09
Ob man nicht auch mit Festlängenstöcken arbeiten kann, bin ich mir nicht sicher (größere außen liegende Gestängekanäle, Stöcke werden von unten mit Griff zuerst eingeführt, Abspannen unten). Könnte ein recht solides Notzelt ergeben.
Nur aus Neugier: Wie lang sind deine Stöcke (Griff bis Teller, nicht Spitze)?

Das beim Tourenzelt der Komfort unglaublich wichtig ist, sehe ich genauso. Das Zelt nochmal ein bißchen schmaler, kleiner usw. zu machen bringt lustiger Weise oft gar keine so große Einsparung (ich hab für meine Zelte jeweils min. 5 unterschiedliche Versionen durchkalkuliert), senkt aber den Aufenthalts- und Erhohlungswert ab gewissen renzen doch stark ein - insbesondere, wenn man mit Zelttagen wegen Schlechtwetter rechnet.

grüße, wulxc

Sarekmaniac
09.04.2010, 20:23
Ob man nicht auch mit Festlängenstöcken arbeiten kann, bin ich mir nicht sicher (größere außen liegende Gestängekanäle, Stöcke werden von unten mit Griff zuerst eingeführt, Abspannen unten). Könnte ein recht solides Notzelt ergeben.
Nur aus Neugier: Wie lang sind deine Stöcke (Griff bis Teller, nicht Spitze)?

Die Stöcke sind 140 cm - ob bis zum Teller oder bis zur Spitze - gute Frage:o. Muss ich mal nachmessen.;-)

Würdest Du einfach einen durchgehenden Kanal machen und den dann in der Mitte der Bahn einma "durchsteppen, um die Griffe zu stoppen? Wahrscheinlich macht man besser etwas verstärkte Aufnahmetaschen.

Für die Spitze dann einen Ring, der am Teller stoppt. Und mit Linelock nachspannen.

Ich glaub' ich geh mal zeichnen....:bg:




Das beim Tourenzelt der Komfort unglaublich wichtig ist, sehe ich genauso. Das Zelt nochmal ein bißchen schmaler, kleiner usw. zu machen bringt lustiger Weise oft gar keine so große Einsparung (ich hab für meine Zelte jeweils min. 5 unterschiedliche Versionen durchkalkuliert), senkt aber den Aufenthalts- und Erhohlungswert ab gewissen renzen doch stark ein - insbesondere, wenn man mit Zelttagen wegen Schlechtwetter rechnet.


Ja, das sehe ich auch so. Ich hatte mal überlegt, dass man als minimalistische Variante einfach das IZ weglässt. Aber das wiegt gerade mal 560 Gramm, und dafür muss man sich nicht mit Schnee rumschlagen, kann seine Sachen ausbreiten etc.

wulxc
09.04.2010, 22:39
Als heavy duty-Ausführung würde ich auf den AZ-Stoff innen mit zwei parallelen Nähten (Abstand 4-5cm) eine Stoffbahn aufnähen, die mit zusammengenähten Rändern den Kanal ergibt. Da lässt sich dann im Firstbereich Cordura mit einlegen, eine Quernaht, und fertig ist die Tasche. Durch dass zusätzliche Stück Stoff für den Kanal reibt auch nicht der Außenstoff direkt auf den Stangen. Würde ich vorher aus Reststücken zur Probe bauen, um zu sehen, wie es mit den Stöcken funktioniert (ja, die Praxis...).
Für die Spitze vielleicht auch einfach Gurtschlaufe und Spanner? Dann 65 g/qm Stoff, 5er RVs und das Ergebniss sollte halten, Platz für einen großen, hohen Lüfte gäb es auch...

gute nacht, wulxc

Sarekmaniac
07.08.2010, 10:14
Kleiner Nachtrag: Wasserdicht ist es auch.

Ich hatte das Zelt im Juli zur Outdoor nach Friedrichshafen mitgenommen. Also nicht zur Outdoor, sondern auf einen der Campingplätze am Messegelände.

Ich dachte, ich nehme besser ein Noname-Zelt mit, wegen Diebstahlsgefahr und so.:bg: Den zweiten Abend und die ganze Nacht hat es geregnet ohne Ende. Aber kein Wasserschaden.;-)

An der hinteren Apsis hat sich zwischen Lifter und integrierten Aufstellstangen eine kleine Tasche gebildet, in der Wasser stand. Die Stelle war in der Hinsicht etwas verdächtig (Naht direkt an der kante lang etc.), aber durchgedrungen ist nichts.

Belüftung war erstklassig, obwohl die Snowflaps alles nach unten abdichten. Die Öffnung zum "Pulkaparkplatz" leistet auch belüftungstechnisch gute Dienste. Plus Lüfter vorne und hinten natürlich.

Nur ein Moskitonetz habe ich vermisst. Aber das habe ich ja bewusst wegelassen.

entropie
08.08.2010, 02:36
Du rockst.

Sarekmaniac
15.09.2013, 18:15
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P1080718.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=75305&title=p1080718&cat=500)


Nachdem ich das Zelt auf drei längeren Touren, zusammen ca. 40 Nächte, benutzt habe, habe ich jetzt ein paar Sachen, die ich suboptimal fand, verändert.


Anstelle der MYOG-Gestängefüße habe ich jetzt „echte“ angebracht, die über einen 15 mm breiten Riemen laufen. Die MYOG-Teile haben nicht schlecht funktioniert (und auch, inklusive Tiefsttemperaturen, gehalten), aber die Schnur über, die sie liefen, neigte zum Vertüddeln, vor allem bei viel Wind war mir das auf Dauer zu fummelig.

Vorher:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010696.JPG

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010687.JPG


Nachher:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P10900111.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84744&title=p10900111&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P10900121.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84745&title=p10900121&cat=500)


Außerdem habe ich eine Zugentlastung für Frontreißverschluss angebracht (der neigte dazu, sich unten aufzuziehen, vor allem beim Aufbau, wenn noch kein Schnee angehäuft ist):

Vorher:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010592.JPG


Nachher:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P1090025.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84755&title=p1090025&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P10900261.JPG


An den Ecken der Snowflaps habe ich kurze Griffschnüre angenäht, damit man die Flaps beim Schneeanhäufeln mal eben schnell mit der linken Hand stramm ziehen kann:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P1090013.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84746&title=p1090013&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P1090015.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84747&title=p1090015&cat=500)


Und zu guter letzt drei Gummibandschlaufen mit Tankas, um die lange hintere Leine und die nur selten gebrauchten seitlichen Abspannungen aufschießen zu können, so dass sich beim Rollen des Zelts nichts verheddert:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P10900171.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84754&title=p10900171&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/P10900161.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84748&title=p10900161&cat=500)

across
15.09.2013, 19:52
Sehr gut!
Dann fehlt nur noch der Schnee und einen Plan für die nächste Winterzelttour. Oder steht letzterer schon?!
:cool:

4jahreszeitencamper
15.09.2013, 23:59
Alter Schwede, das Projekt scheint ja schon etwas älter zu sein, bin aber soeben erst auf den Thread aufmerksam geworden. Was ein krass cooles Projekt. Gab's ja schon mehrfach: RESPEKT!!!

jeha
16.09.2013, 20:58
Anstelle der MYOG-Gestängefüße habe ich jetzt „echte“ angebracht

Sind das "echte" Hilleberg-Gestängefüße? Wo hast du die her? Oder haben sie dich schon als neue Chef-Entwicklerin eingestellt? ;-)

Sarekmaniac
16.09.2013, 21:37
Ah, da hat jemand Kennerblick.

Es ist zum Verhexen, solche Gestängefüße sind nirgends zu bekommen. Einen habe ich vor Jahren mal bei einem Outdoorhändler aus der Wühlkiste geklaubt, und den anderen habe ich jetzt bei einem meiner Hillebergtunnel ausgeschlauft. Und zwei von diesen Schnallen, dafür habe ich jeweils eine Naht auftrennen müssen:o

Wenn jemand eine Bezugsquelle für Zeltfüße und gewölbte Leiterschnallen für 15 mm Gurtband hat, idealerweise Aluminium, immer her damit. Ich muss ein Hillebergzelt instandsetzen...:bg:

Christian J.
29.05.2014, 12:07
Aufhängung des Innenzelts mit geschlossenen Kordelhaken, 10mm-Ripsband und 3 mm-Gummischnur. Abstand AZ-IZ ca. 2-3 cm:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010690.JPG

Auch nach Jahren ist Dein Projekt noch die Referenz für MYOG-Zeltarchitekten. Daher habe ich mal eine Frage: Hast Du einen Link zur Bezugsquelle der Haken. Ich konstruiere gerade ein leichtes Firstzelt und suche Lösungen, das IZ ins AZ zu hängen.

Danke!

Christian

jeha
29.05.2014, 12:18
Auch nach Jahren ist Dein Projekt noch die Referenz für MYOG-Zeltarchitekten. Daher habe ich mal eine Frage: Hast Du einen Link zur Bezugsquelle der Haken. Ich konstruiere gerade ein leichtes Firstzelt und suche Lösungen, das IZ ins AZ zu hängen.

Danke!

Christian

http://www.extremtextil.de/catalog/Kordelhaken-geschlossen::619.html

Christian J.
29.05.2014, 12:34
Danke! Warum hab ich den nur beim stundenlangen Stöbern auf der extremtextil-Seite immer ignoriert.

Lässt der sich im Winter mit Handschuhen gut einhängen oder lässt Du das Innenzelt permanent eingehängt?

Ganz glücklich bin ich mit dem Haken noch nicht....ich suche noch mal weiter nach Alternativen.

JonasB
27.06.2014, 14:59
Im Grunde kenne ich nur 3 Lösungen:
Haken und Öse, wie hier beschrieben
Blitzverschluss (wie diese (http://www.extremtextil.de/catalog/Blitzverschlu%DF-zum-einseitigen-F%E4deln-10mm::1312.html). Vorteil ist das du mit den roten gleich die entsprechenden Ecken markieren kannst.)
T-Steg und Öse oder ggf. Ring
Teilweise werden diese auch gemeinsam genutzt (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/19417-Zelt-für-197cm-Mann-mit-viel-Platz?p=282439&viewfull=1#post282439)

Sarekmaniac
03.07.2014, 14:35
Danke! Warum hab ich den nur beim stundenlangen Stöbern auf der extremtextil-Seite immer ignoriert.

Lässt der sich im Winter mit Handschuhen gut einhängen oder lässt Du das Innenzelt permanent eingehängt?

Ganz glücklich bin ich mit dem Haken noch nicht....ich suche noch mal weiter nach Alternativen..

Sorry, habe den Thread nicht mehr abonniert.

Bei mir bleibt das Innenzelt auf Tour eigentlich immer drin.

Laasen sich aber IMO leicht aushängen (mit Liner-Handschuhen beispielsweise), und vor allem: lösen sich nicht von allein, was mit T-Stoppern durchaus mal passiert. Wenn Du eine noch bessere Alternative findest, bitte posten.

JonasB
04.07.2014, 11:01
Wenn jemand eine Bezugsquelle für Zeltfüße und gewölbte Leiterschnallen für 15 mm Gurtband hat, idealerweise Aluminium, immer her damit. Ich muss ein Hillebergzelt instandsetzen...:bg:

Hab's eben gelesen. Bestimmt hast du es schon längst behoben.

Ich würde mal beim Händler anfragen ob er dir die Füße und Leiterschnallen besorgen kann.
Ansonsten gibt es die Schnallen inzwischen ja wenigstens in 20mm. http://www.extremtextil.de/catalog/Leiterschnalle-20mm-Edelstahl::1040.html

Sarekmaniac
04.07.2014, 11:56
Noch nicht. Aber ein netter User hat welche für mich, die kriege ich bei Gelegenheit.

(An meinem alten Helags, wo ich sie abgemacht habe ist eh der Boden durch, das wird dann alles in einem Zuge repariert.)

20 mm-Schnallen finde ich etwas zu mächtig. Aber gut, wenn man nicht auf jedes Gramm schaut, gehen die auch.

Schmusebaerchen
19.07.2014, 14:38
.

Sorry, habe den Thread nicht mehr abonniert.

Bei mir bleibt das Innenzelt auf Tour eigentlich immer drin.

Laasen sich aber IMO leicht aushängen (mit Liner-Handschuhen beispielsweise), und vor allem: lösen sich nicht von allein, was mit T-Stoppern durchaus mal passiert. Wenn Du eine noch bessere Alternative findest, bitte posten.

T-Stopper mit großer Schlaufe -> leicht lösbare Verbindung
T-Stopper mit Knoten in der Schlaufe(kleine Schlaufe) -> löst sich nicht mehr von selbst

Lässt sich besser bedienen, ist einfacher in der Herstellung, als T-Stopper mit Plastikringen.