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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie weit reichen "Trekkingsteigeisen"?



heinze
03.01.2010, 15:56
Hallo,

ich möchte dieses Jahr etwas mehr in das alpine Bergwandern einsteigen und einfachere Berge in der Kategorie Lagginhorn und ähnliches bewandern.
Jetzt stehe ich vor der Frage, ob ich meine eingelaufenen Bergschuhe (nicht Steigeisenfest) mit einem Trekkingsteigeisen benutzen kann, oder ob richtige Bergschuhe (kombieeisentauglich) + Kombiesteigeisen die vernünftigere Wahl sind.

Was würdet ihr für einen Wanderer empfehlen, der mal hier und dort einen leichten Gipfel mitnehmen möchte?

Danke!

mfg heinze

shorst
03.01.2010, 16:20
Treckingsteigeisen sind für mich 10-Zacker, ich würde mir heute keine mehr kaufen so ich noch keine habe. 12-Zacker gibts auch mit Körbchenbindung und sind bei weitem universeller einsetzbar, Bedingung ist nicht ein steigeisenfester Schuh, bedingt steigeisenfest reicht auch für so einiges.
Was für eine Kategorie haben deine Schuhe denn?

heinze
03.01.2010, 16:30
Hallo,

Habe einen Paar Haix BGS in Größe 48. Wegen meiner großen Füße, scheint es etwas Probleme zu geben. Habe 2 Modelle gefunden, welche für mich interessant sind:
STUBAI Tirol Universal
Grivel Monte Rosa mit Verlängerungssteg
Empfehlungen?

Danke!
mfg heinze

shorst
03.01.2010, 17:00
Die Stiefel kenne ich leider überhaupt nicht, sie scheinen mir allerdings ihre Priorität nicht unbedingt beim Bergsteigen und noch dazu im Winter zu haben, insofern ist vielleicht wirklich nen Komplettwechsel sinnvoll.
Aber wie gesagt ich kenne die Stiefel nicht, vielleicht kann hier jemand was genaueres dazu sagen.
Die Steigeisen sind soweit okay, aber es gibt eigentlich von fast allen Herstellern Steigeisen bis Größe 48, da bleibt Dir nicht nur Stubai.

heinze
03.01.2010, 17:11
Die Stiefel kenne ich leider überhaupt nicht, sie scheinen mir allerdings ihre Priorität nicht unbedingt beim Bergsteigen und noch dazu im Winter zu haben, insofern ist vielleicht wirklich nen Komplettwechsel sinnvoll.
Aber wie gesagt ich kenne die Stiefel nicht, vielleicht kann hier jemand was genaueres dazu sagen.
Die Steigeisen sind soweit okay, aber es gibt eigentlich von fast allen Herstellern Steigeisen bis Größe 48, da bleibt Dir nicht nur Stubai.

Das stimmt, Priorität ist absolut nicht beim Bergsteigen, aber ich laufe in den Schuhen wie auf Wolken und hatte noch nie Blasen. Meine Unternehmungen werden sich auf den Sommer beschränken. Für den Winter, habe ich noch gar keine Ausrüstung und brauche dafür noch einiges an Zeit und Erfahrung.

mfg heinze

Clouseu
07.01.2010, 23:44
Hallo,

zuerst mal, in 4000m höhe ist immer Winter. Deine Schuhe kenne ich auch nur aus dem Internet, aber ich bin da auch skeptisch, für Steigeisen muss die Sohle schon eine gewisse Steifigkeit aufweisen, für Berge dieser Kategorie würde ich doch zu einem guten Bergstiefel raten.

heinze
08.01.2010, 00:17
Hallo,

zuerst mal, in 4000m höhe ist immer Winter. Deine Schuhe kenne ich auch nur aus dem Internet, aber ich bin da auch skeptisch, für Steigeisen muss die Sohle schon eine gewisse Steifigkeit aufweisen, für Berge dieser Kategorie würde ich doch zu einem guten Bergstiefel raten.

Hmm, das lässt mich jetzt schon etwas überlegen. Nur kann man denn in steifen Bergstiefeln auch bequem wandern? Ich stell mir das eher ungemütlich vor, wenn ich nicht über den Ballen abrollen kann. Und "by fair means" würde ich schon gerne zum Fuß des Berges hinwandern (außerdem, wenn man schon mal in den Alpen ist ;-))
Habe letztens von einem Sherpa gelesen, der auf den Mt. Everest mit Trailrunningeisen hoch ist. Könnte es da nicht einen Kompromiss geben?
Danke!
lg, heinze

Flachlandtiroler
08.01.2010, 08:44
ich möchte dieses Jahr etwas mehr in das alpine Bergwandern einsteigen und einfachere Berge in der Kategorie Lagginhorn und ähnliches bewandern.
Mittlerweile apert der Normalweg auf das Lagginhorn in vielen Jahren komplett aus (ok., Steigeisen sollte man dann natürlich trotzdem einpacken, nur zur Sicherheit im falle eines Wettersturzes).

Gruß, Martin

derSammy
08.01.2010, 09:04
Hmm, das lässt mich jetzt schon etwas überlegen. Nur kann man denn in steifen Bergstiefeln auch bequem wandern? Ich stell mir das eher ungemütlich vor, wenn ich nicht über den Ballen abrollen kann. Und "by fair means" würde ich schon gerne zum Fuß des Berges hinwandern (außerdem, wenn man schon mal in den Alpen ist ;-))
Habe letztens von einem Sherpa gelesen, der auf den Mt. Everest mit Trailrunningeisen hoch ist. Könnte es da nicht einen Kompromiss geben?
Danke!
lg, heinze

;-)

Tja Heinz.... die Lösung dieses Problemes würde Dich über Jahre hinaus finanziell unabhängig machen;-)

Allerdings benötigst Du für die "klassischen Walliser 4000er" Laggin, Strahl, Allalin..Weissmies... wahrlich nur "normale" Trekkingschuhe mit Körbchen/Körbchen Eisen.
Diese Kombi ist dann allerdings am oberen Ende der "Leistungsfähigkeit"...ggf. wirds halt "oben" ein bissl frisch und bei unpassenden Verhältnissen wird die eine oder andere Stelle ein bissl "kitzlig" aber für 90% der Tour bist Du optimal gerüstet.

Oder Du "leidest" in einer anderen Richtung Zu- und Abstieg in Trailrunnern dafür halt 3 bis 4 KG Zusatzgewicht (schwere Schuhe) am Buckel...

Clouseu
08.01.2010, 10:33
Hmm, das lässt mich jetzt schon etwas überlegen. Nur kann man denn in steifen Bergstiefeln auch bequem wandern? Ich stell mir das eher ungemütlich vor, wenn ich nicht über den Ballen abrollen kann. Und "by fair means" würde ich schon gerne zum Fuß des Berges hinwandern (außerdem, wenn man schon mal in den Alpen ist ;-))
Habe letztens von einem Sherpa gelesen, der auf den Mt. Everest mit Trailrunningeisen hoch ist. Könnte es da nicht einen Kompromiss geben?
Danke!
lg, heinze

da hat jeder so seine eigene Methode, die Schuhe gibt es ja in verschiedenen Kategorien ( B - B/C - C - D ) für Dich wäre B/C wohl das richtige und darin kann man durchaus noch gut laufen, ich mache auch Hüttenzustiege in meinen C Tretern, auch kein Problem. Ansonsten kannst du auch wie Sammy schon sagt für den einfacheren Teil des Weges leichtere Schuhe mitnehmen, aber das musst du selber rausfinden was dir am besten zusagt.
Die Verhältnisse an den Bergen sind halt nicht immer gleich und ich habe auch schon an einfachen 4000er Teile des Aufstiegs auf spiegelglattem Blankeis erlebt, ohne vernünftige Steigeisen wär ich da nicht hochgegangen.

O_l_i
08.01.2010, 11:03
Also einfach keine guten Steigeisen kaufen, dann bringt man sich nicht unnötig in Gefahr sondern dreht einfach um :pIch bin mit meinen B/C-Stiefeln Lowa Tibet GTX auch schon zum Testen senkrechte Eis-Wände hochgeklettert (alpinismus-kurs des sac) und konnte da keine Einschränkung feststellen, Steigeisen mit Riemenbindung.
In den Schuhen kann ich aber auch noch prima wandern.
Für mich ein guter Kompromiss, da ich meistens eben doch nicht auf Gletschern rumlaufe.
Gruß
Oli

yetimensch
09.01.2010, 00:08
Bei zu "weichen" Schuhen wirst Du auf Dauer mit den Steigeisen die Schuhe ruinieren. Für das was Du brauchst, solltest Du nach einem Schuhmodell Ausschau halten, welches an der Ferse für Kipphebelbindung geeignet ist. Vorne reicht normale Schuhkonstruktion für Körbchenaufnahme. Bedenke auch die Temperaturunterschiede, da kann so ein dünner Haix auf dem Eis schon mal ziemlich schnell kalt werden (Sohlenaufbau).

Wenn Du ihn für unter 200.- bekommen kannst, wärest Du ürbigens mit dem Lowa Cevedale ganz gut bedient. Der ist auch ohne Eis noch flexibel genug zum Laufen.