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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [US] Desert Trails and Dirt Roads - Unterwegs in den Wüstengebieten des Westens



Canyoncrawler
03.01.2010, 09:53
Land: USA
Reisezeit: Sept. 2006, Sept. 2007, Sept. 2008, Sept. 2009, Okt. 2005
Region/Kontinent: Nordamerika

Hallo Zusammen,

schaut man in die Wikipedia findet man unter dem Eintrag "Wüste in Nordamerika" die folgenden:

A
* Alvord Desert
* Anza-Borrego
B
* Baja-California-Wüste
* Black Rock Desert
C
* Cataviña-Wüste
* Chihuahua-Wüste
* Colorado-Wüste
D
* Death-Valley-Nationalpark
E
* Escalante (Wüste)
G
* Gran Desierto de Pinacate
* Great Divide Basin
* Große Salzwüste
* Großes Becken
M
* Mapimi (Wüste)
* Mojave-Wüste
O
* Owyhee-Wüste
P
* Painted Desert
S
* San-Felipe-Wüste
* Sonora-Wüste
V
* Vizcaíno-Wüste
Y
* Yuma-Wüste
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:W%C3%BCste_in_Nordamerika

Einige davon liegen in Mexico, ein Grossteil davon aber bereichern die grossartige Landschaftsvielfalt in den westlichen Bundesstaaten der USA.

Wir lassen uns bei unseren Touren auf dem nordamerikanischen Kontinent immer wieder gerne in die Wüste schicken. ;-)

Canyoncrawler
03.01.2010, 09:56
Samstag, 09. September 2006

Wir sind früh wach, es ist ein schöner Tag und schon am frühen Morgen mind. 20 Grad warm. Unser erster Weg nach dem Frühstück am Buffet und dem Auschecken führt Richtung West Charleston Boulevard. Mit einer nach Bereichen gegliederten Einkaufsliste, die einer Expedition zur Ehre gereicht hätte, betreten wir das Walmart Supercentre.
Zuerst wollen wir uns den dringenden Lebensmitteln und Ausrüstungsgegenständen zuwenden und uns erst dann den Verlockungen der Camping-, Fishing- und Huntingabteilung hingeben.

Aus unserem Plan wird jedoch nichts. Die Auswahl unserer Frühstücksnahrungsmittel schaffen wir noch wie geplant zügig, aber irgendwo zwischen Konservendosensortiment und Nudelregal überfällt mich ein heftiges Rumpeln im Bauch und ich suche erstmals für heute den Restroom auf. Ich nehme es schon vorweg, es sollte nicht der letzte Besuch werden. Je nach Einkaufsfortschritt und Standort im Laden pendelte ich mehrmals zwischen Restroom bei der Elektronikabteilung und Restroom hinter dem Kassenbereich.

Das konnte ja heiter werden. Schon die letzten 14 Tage vor dem Flug hatte ich mit einer angeschlagenen Gesundheit gekämpft und sogar 2 Tage im Krankenhaus zugebracht. Ein heftiger Infekt streckte mich dann ab dem Wochenende vor dem Abflug nieder und mein Arzt zweifelte zwischendurch wahrscheinlich genau wie ich an der rechtzeitigen Genesung. Aber die Aussicht auf Abenteuer im Südwesten beschleunigte meine Rekonvaleszenz.


Irgendwie schafften wir es an diesem Tag doch noch, die geplanten Artikel unserer Einkaufsliste zu besorgen, einschl. einer Packung Kamillentee und einiger Anschaffungen, die zum Überleben in der Wüste zwingend notwendig waren! Mit den von zu Hause mitgebrachten Ausrüstungsgegenständen wie Taschenmesser, Multitool und nur einer Maglite hätten wir es auch sehr schwer gehabt, zumal wir zusätzlich nur 3 Stirnlampen, 1 Dolch, 1 Campingaxt, 1 Klappsäge zur Verfügung hatten. So wertete z.B. ein weiteres Leatherman, ein Buck Knife und eine LED-Maglite unsere Ausrüstung auf, ergänzt um eine stattliche Anzahl Unterwäsche, Socken und T-Shirts von Fruit of the Loom und Hanes.

Wir würden den Kofferraum des Trailblazers schon füllen!

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Da es in meinem Bauch noch immer rumorte, stellten wir die heutige Tagesetappe kurzerhand um. Bis zum Joshua Tree wäre es zu beschwerlich, also nahmen wir ausserplanmässig Kurs auf einen unserer Lieblingsorte: Valley of Fire und bangten um einen freien Stellplatz auf den beliebten Campgrounds im State Park.
Am Nachmittag laufen wir im Valley of Fire ein und fahren direkt durch zum Atlatl Rock Campground. Schon von weitem entdecken wir einige freie Plätze und unser Herz macht einen Sprung. Wir haben sogar noch etwas Auswahl und entscheiden uns für einen schönen Zeltplatz in einer malerischen Felsnische.

Während ich mir einen Kamillentee koche, baut Frank das Zelt auf und wir können schon bald zum gemütlichen Teil des Tages übergehen.

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Nach 2 Tassen Tee hat sich mein Bauch beruhigt und wir geniessen mit Blick auf die im letzten Licht glühenden Felsen unser Abendessen. Im Schein der Gaslampe stecke ich anschliessend meine Nase in den Tony Hillerman-Roman, den ich mir schon das ganze Jahr als angemessene Lektüre für den Urlaub aufgespart hatte.

Es ist spätabends noch so heiss, dass ich in Trägershirt und Shorts vor dem Zelt sitze. Die roten Steine strahlen noch immer Wärme ab und als es dann Zeit wird, sich im Schlafsack zusammenzurollen, entscheiden wir uns für unsere neuerworbenen Fleeceinlets. Aber mit diesen ist es noch so heiss, dass zunächst an Schlaf nicht zu denken ist. Wir kommen uns vor, wie auf einem grossen Heizkissen. Erst nachdem wir uns bis auf die Unterwäsche entkleidet und den Zelteingang komplett auf die Seite gerollt haben, ist es einigermassen erträglich. Die Schlafsäcke verwenden wir aber nur als Unterlage, eine Decke brauchen wir heute nicht.

Übernachtung: Atlatl Rock Campground, Valley of Fire State Park 14 USD

Canyoncrawler
03.01.2010, 09:56
Sonntag, 10. September 2006

Nach einer kurzen Prüfung der Befindlichkeit, attestiere ich mir selbst eine ausreichende Belastbarkeit für den White Domes Trail, was bei Frank zunächst auf wenig Begeisterung stösst. Er meint, wir sollten lieber direkt zum Joshua Tree aufbrechen, damit ich mich auf der Fahrt noch schonen kann.
Ich schwärme ihm nochmals von dem Slotcanyon vor, den wir letztes Jahr bei den White Domes verpasst haben und von der Rainbow Vista, die ich so gerne noch mal sehen möchte. Schliesslich stimmt er zumindest der Auffahrt zu den White Domes zu. Das Wetter tut ein Übriges dazu, über dem Valley of Fire strahlt der Himmel im satten blau.

Nachdem wir noch ein wenig zwischen den Felsen auf dem Campground herumgeturnt sind, packen wir unser Zeltlager zusammen und schlagen die Richtung White Domes ein.
Am Visitor Centre vorbei führt eine 11 Meilen lange Stichstrasse ins Hinterland des State Parks. Reisende, die aus Zeitgründen die Strasse auslassen, versäumen meines Erachtens das Schönste im Park. Den Mouse Trank Trail schenken wir uns, wir sind diesen Kurztrail, der durch den Petroglyph Canyon an schönen Felsformationen und indianischen Felszeichnungen vorbei zu einem Wasserbasin führt, schon im letzten Jahr gelaufen. Auch den Fire Canyon und den Silica Dome Overlook, den man über eine abzweigende Schotterpiste erreicht, kennen wir bereits.

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Wir halten erst wieder an der Rainbow Vista, und dass für länger. Die vielfarbigen Felsen und bizarren Gesteinsformationen hatten uns schon beim letzten Besuch begeistert und zogen uns auch jetzt wieder in ihren Bann.

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Es gibt keinen markierten Pfad, man sucht sich seinen Weg selbst. Wir versuchen, die Wüstenvegetation zu schonen und halten gleichzeitig die Augen auf, um nicht versehentlich auf einen Rattler zu treten oder eine Tarantel oder einen Skorpion aufzuscheuchen. Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass wir in das Gebiet eines Streifenhörnchens eindringen, dass die Verletzung seines Territoriums mit heftigem Gezeter quitiert. Zwei Eselhasen flüchten ebenfalls, als wir uns, behängt mit Cameraequipment unseren Weg bahnen.

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Nach 1 Stunde beschliessen wir, dass die heimische Tier- und Pflanzenwelt genug gelitten hat und wir machen uns auf den Rückweg zum Auto.

Eine geführte Tour von Las Vegas ist mittlerweile auch am Parkplatz eingetroffen. Zwei Amerikaner springen aus dem gelben Hummer, schiessen ein Foto und steigen sofort wieder ein. Weiter geht’s. Auch für uns, die White Domes warten. Neben der Rainbow Vista erschienen uns die White Domes als besonders lohnenswertes Ziel.

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Leider hatte ich auf einer Tafel ein Komma überlesen und so war ich letztes Jahr der Meinung, dass der White Domes Trail 13 Meilen lang ist und daher für einen Tagesbesuch ungeeignet. Seitdem habe ich mich allerdings „weitergebildet“ und Silke (http://www.westernladys-world.net/) hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Trail nur 1,3 km lang ist. Wir sind den Trail im letzten Herbst ein Stück gelaufen und müssen kurz vor dem Slotcanyon umgekehrt sein, den Steffen Synnatschke (http://www.synnatschke.de) auf seiner Website beschreibt.

Heute sind wir besser informiert, haben Informationen zahlreicher Websites studiert und die Informationen ausgedruckt, haben die Bücher von Laurent Matres im Gepäck und rüsten uns für die Wanderung. Der letzte Anflug von Schwäche nach der Durchfallerkrankung steckt mir zwar noch in den Kleidern, aber beim Anblick der White Domes-Szenerie, verwandeln sich meine Hanwag-Boots flugs in Siebenmeilenstiefel. Auch Frank ist kaum zu halten. Wir schaffen es gerade noch, neben dem Wasser auch 2 Energieriegel einzupacken – und schon geht es los.

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Zunächst wandern wir wieder den sandigen Pfad entlang, der führt einen Hang hinab mitten in das Reich bizarrer Felsformationen.

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Irgendwo am Trail sollen auch die Reste einer alten Filmkulisse zu sehen sein. Hier in der Nähe soll der Weg nach rechts durch einen Wash gehen, der dann in den kurzen Slotcanyon führt.

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Bevor wir uns aber den alten Bauten nähern, erkunden wir die Plateaus oberhalb des Trails und den Wash in der entgegengesetzten Richtung. Die Auswaschungen sind ganz nett, aber es sind keine aufragenden Canyonwände.

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Das sollte sich ändern ...
Nachdem wir dem spärlich markierten Pfad weiter folgen, entdecken wir den Eingang zum Slotcanyon.
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Schöne kreisförmige Auswaschungen zieren die Canyonwände.
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Nach etwa 20 m weitet sich der Canyon wieder.
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Macht nichts, uns hat die kurze Narrow-Section hervorragend gefallen und wir laufen nochmal zurück und filmen die Begehung für unsere Familie zu Hause.
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Der Weg führt als Rundweg zurück zum Parkplatz der Picnic Area bei den White Domes.
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Wir kommen an weiteren sehenswerten Felsformationen vorbei, entdecken sogar einen netten Arch und wandern schliesslich das letzte Stück an der Strasse entlang zum Auto. Mittlerweile ist es sehr heiss geworden und wir sind dankbar als wir unser Auto erreichen und uns mit einem kühlen Getränk aus unserer Styropor-Kühlbox versorgen können.
Fazit:
Tolle Wanderung, die nicht viel Zeit in Anspruch nimmt und die man unbedingt machen sollte. Etwas Orientierungssinn ist allerdings gefragt, da der Trail im mittleren Abschnitt nur äusserst spärlich mit Cairns (Steinmännchen) markiert ist.

Hatten wir uns auf dem Flug noch immer nicht auf unseren Routenverlauf geeinigt, hatte Frank jetzt gar nichts mehr gegen Colorado einzuwenden, wohl eher weil er noch immer der Meinung war, ich müsse mich schonen. Im Yosemite NP in Kalifornien hatten wir Permits für 3 Tage John Muir Trail-Trekking reserviert und wollten auf den alpinen Gebirgspfaden der High Sierra der Hektik im Yosemite Valley entfliehen. Aber diese anstrengende Wanderung im Hochgebirge wäre wohl zu anstrengend für mich.

Es ist schon Mittag, als wir trotzdem Richtung Kalifornien aufbrechen. Den Joshua Tree National Park wollen wir uns nicht entgehen lassen. Auf der Interstate 15 düsen wir Las Vegas entgegen, wechseln auf die US 93, in Boulder City auf die US 95, wechseln auf die IS40 und setzen dann hinter Needles unsere Fahrt auf der 95 fort. Ein Hinweisschild reisst uns aus unseren Gedanken. Der Highway ist wegen Überflutung gesperrt, Weiterfahrt nur bis zur Abfahrt Lake Havasu möglich.
Was nun ?

Ein Blick auf die Karte bringt uns auf eine neue Route. Von der IS 40 zweigen einige Fahrspuren ab, die auf unserer CA-Karte keine Nummer haben. Eine davon geht über Amboy, irgendetwas dämmert in meinem Unterbewusstsein. Hatte ich nicht mal von Amboy in einem Reisebericht gelesen ?
Mir fällt es nicht ein. Als auf der Interstate früher als erwartet ein Exit nach Amboy auftaucht, ergreifen wir die Gelegenheit und verlassen die Interstate. Ich weiss auch ungefähr wo wir sind, es müsste die 1. Abfahrt sein, die wir eigentlich nicht nehmen wollten, da uns die Weiterfahrt über die 2. Abfahrt günstiger erschien. Egal, jetzt waren wir unterwegs. Wir kamen durch Essex, dass aus einer Ansammlung weniger Häuser bestand.

Ich kramte weiter in meinem Gedächtnis, und da war es wieder: wir fuhren auf einem Stück Historic US 66 und Amboy ist eine Fast-Ghosttown. Die Verkehrsdichte hier ist sehr gering, wir sehen kaum Autos, gelegentlich ein Bike oder eine Gruppe von Bikern. Was finden die nur hier an der Gegend ? Die Landschaft ist zwar nicht abstossend, aber nichts Besonderes, es muss also an der Strasse liegen. Man merkt, dass es hier schon bessere Zeiten gegeben hat, am Strassenrand viele Scherben, Aluminiumdosen und sonstiger Abfall. Durch die Teerdecke spriest hier und da schon etwas Grün. Als wir Amboy erreichen, haben wir endgültig das Gefühl, als ob gleich jemand kommt und das Road End-Sign auf die Strasse stellt. Die langsam verfallenden Bauten von Roys Motel zeugen noch von einer besseren Vergangenheit.

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Auch das Postoffice hat für immer seine Türen geschlossen.

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Wir sind froh, Amboy verlassen zu dürfen und fahren durch das Bett des Bristol Dry Lake. Auch hier überall Schilder, die auf eine Überflutung des Highways hinweisen. Ausser die Fahrspur einengenden Schlammschichten ist davon jedoch nichts mehr zu spüren. Die Fahrt durch die eintönige Landschaft zieht sich, wir erblicken die ersten Siedlungen von Twentynine Palms. Der Begriff Trailer-Siedlung trifft es wohl am Ehesten, obwohl es keine klassischen Wohnwagen-Viertel sind, eher heruntergekommene Mobilhomes, wie man sie häufig in Indianerreservaten findet. Hier sollte sich Arnie sein Kalifornien mal anschauen, wenn er mal Geld zu verteilen hat.

Wir wollen heute bei den Jumbo Rocks zelten, dort gibt es kein Wasser – daher besorgen wir an einer Seven-Eleven Tankstelle noch 2 Gallonen und sehen uns auch nach Feuerholz um – leider keines mehr da. Die langen Gesichter verschwinden, als wir die Zufahrt zum Joshua Tree entdecken. Das Oasis Visitor Centre hat längst geschlossen, es dämmert bereits, als wir den Parkeingang erreichen und uns die Angestellte eine Karte aushändigt und uns mit ihrer Aussage beruhigt, dass es diese Nacht bei den Jumbo Rocks viele freie Stellplätze gäbe.
Wir erreichen die Campgroundzufahrt und beginnen unsere Stellplatzsuche. Wir hatten die Qual der Wahl und suchten einen schönen Platz mit fotogenen Felsen und möglichst vielen unbelegten Nachbarplätzen.

Nachdem wir mehrere Schleifen abgefahren sind, fällt unsere Entscheidung auf eine Felsansammlung mit einem Bäumchen obendrauf und bevor uns die einbrechende Nacht in völlige Dunkelheit hüllt, platzieren wir unseren letzten Hering im sandigen Boden und räumen unser Lager ein.

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Auf der Suche nach einem Platz hatten wir auf einer freien Campsite eine Menge Feuerholz gesehen, das der vorherige Camper dort zurückgelassen hatte. Wir erledigen die Selfregistration für unseren Stellplatz und laden auf dem Rückweg zu unserem Zelt einige Scheite ein und so prasselt schon bald ein schönes Campfire in unserem Firering. Wir sitzen bei angenehmen Temperaturen auf der Bank neben dem Zelt und freuen uns, hier sein zu dürfen. Als wir unsere Abendmahlzeit beendet haben, bekommen wir noch Nachbarn: 4 junge Leute aus Israel schlagen auf einem der Stellplätze neben uns 2 Zelte auf.

Übernachtung: Jumbo Rock Campground, Joshua Tree National Park 5 USD

Canyoncrawler
03.01.2010, 09:59
Montag, 11. September 2006

Wir sind schon früh wach und lauschen dem entfernten Heulen eines Kojoten. Um etwa 6.00 Uhr Morgens schälen wir uns aus den Schlafsäcken und betrachten unsere Campsite im Hellen ein wenig näher. Während Frank das Frühstück vorbereitet, knipse ich schon mal die ersten Digitalfotos von den Jumbo Rocks.

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Es ist noch ein wenig zu dunkel und auch noch etwas zu kühl fürs T-Shirt und ich ziehe meine Fleecejacke über. Nachdem wir uns mit Croissants gestärkt haben, wirft die Sonne immer mehr wärmende Strahlen über die Felsen und taucht sie in ein majestätisches Licht. Wir erklimmen die Rocks hinterm Zelt und streifen umher, nach jeder Felsansammlung ergeben sich neue Aussichten. Wir steigen nur noch mal ab, um die Videokamera zu holen und uns der Fleecejacke zu entledigen - Kaffeereste und Morgentoilette interessieren erstmal nicht mehr.

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Auf dem Gelände des Campground könnte man stundenlang umherstreifen und würde immer wieder neue, schöne Motive entdecken.

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Nach einer improvisierten Morgentoilette und Zeltabbau geht es weiter. Wir halten bei den Joshua Trees an der Campgroundeinfahrt und spazieren ein wenig auf den Pfaden umher.

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Für eine ausführliche Erkundung des National Park fehlt uns leider die Zeit, so haben wir uns einen Plan zurechtgelegt. Wir fahren auf dem Park Boulevard zunächst in Richtung West Entrance Station und geniessen auf der Scenic Road die Schönheiten der Mojave Wüste.

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Am Abzweig der Keys View Road biegen wir auf die Stichstrasse ein.

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Die Dead-End Road führt an Joshua Tree-Hainen beeindruckender Grösse vorbei. Besonders stattliche Exemplare sind mit Seilen gegen Umkippen gesichert. Am Keys View überblicken wir die weitläufige Erosionslandschaft des Coachella Valleys und der San Bernhardino Mountains.

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Ausser uns will heute keiner die Aussicht von diesem 1580 m hoch gelegenen Punkt geniessen - ein Motorradfahrer kehrt am Ende der Strasse direkt wieder um, ansonsten begegnen wir keinem anderen Fahrzeug. Das ändert sich am Hidden Valley, hier parken bereits einige Autos. Wir packen noch schnell einen Wasservorrat in den Rucksack, schnappen uns die Foto- und Videoausrüstung und marschieren los.

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Der Rundweg ist nur etwa eine Meile lang und man kann ihn kaum als Trail bezeichnen, eher ein hervorragend angelegter und gepflegter Spazierpfad, der trotz der mittlerweile heissen Temperaturen kaum eine Schweissperle kostet. Sehenswert ist die Landschaft allemal und lädt zu einigen Fotostopps ein.

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Zurück am Auto, setzen wir unsere Fahrt Richtung West Entrance Station fort und verlassen den Park in Richtung Joshua Tree, biegen auf der Stateroad 62 nach links Richtung Twentynine Palms ein und machen im Burger King erstmal eine kurze Mittagspause und wollen anschliessend von der Telefonzelle den Campground im Yosemite canceln. Die Reservation-ID haben wir allerdings ganz nach unten ins Bodenfach des Kofferraums gepackt und zum Neusortieren unseres mittlerweile etwas chaotischen Reisegepäcks haben wir keine Lust. Ein kurzer Besuch im Oasis Visitor Centre, schon sind wir wieder auf dem Park Boulevard unterwegs, diesmal Richtung Süden nach Cottonwood Spring.

Von der Mojave-Hochwüste kommen wir, mittlerweile nennt sich die Strasse Pinto Basin Road, in die Colorado Desert, die sich durch erste Cholla-Kakteen ankündigt.

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Die Joshua Tree-Bestände nehmen gleichermassen ab, wie die Cholla-Kakteen zunehmen. Wir stoppen am Cholla Cactus Garden und laufen den Pfad und steigen wieder ins aufgeheizte Auto. Noch ein kurzer Fotostopp bei einem Ocatillo-Strauch – und weiter geht’s.

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Die Landschaft verflacht zunehmend und wir sind schliesslich froh, als wir das Cottonwood Visitor Centre erreichen und wenig später auf die Interstate 10 Richtung Blythe auffahren können. Wir haben noch eine lange Fahretappe Richtung Sedona vor uns.

Jetzt heisst es Meilen machen, die Landschaft ist zunächst noch ziemlich eintönig, wechselt aber später wieder, erste Saguaro Kakteen begrüssen uns praktsich mit der Stateline von Arizona. Wir nehmen die Abfahrt 31 Richtung Vicksburg Jct. und kommen durch einige kleine Ortschaften, die man als solche kaum bezeichnen kann, es ist kaum mehr als eine Ansammlung von Häusern in nicht gerade reizvoller Umgebung. Erst als wir die US60 verlassen haben und auf der SR 71 Richtung Congress fahren, wird es landschaftlich wieder interessant. Die Strasse windet sich allmählich dem Red Rock Country entgegen. Doch bis dahin ist es noch ein gutes Stück, die Strecke führt durch den Prescott National Forest und wird immer kurviger. Unser Stundenmittel sinkt, bis zum Eintreffen in der Nähe von Cottonwood würde es bereits dunkel sein. Wir fahren zur Golden Hour an den Granite Dells vorbei, mein Antrag auf einen Fotostopp an diesen markanten Rundfelsen in der Nähe des Watson Lakes wird aber vom Fahrer abgelehnt, Frank fährt einfach weiter, er will nur noch ankommen. In Prescott ist es bereits dunkel und wir überlegen kurzzeitig, unsere Etappenziel nach Prescott ins Motel 6 zu verlegen – aber direkt am 2. Tag schon ein Motel wäre schlecht für unser Camper-Image. ;-)

Zwischen Prescott und Cottonwood wird die Strasse noch abenteuerlicher. Mittlerweile ist es stockdunkel und wir besichtigen einen National Forest Campground, den wir nach den vielen Blackbear Warning-Signs aber wieder verlassen, auf Zelten direkt im Bärenrevier sind wir heute nicht vorbereitet, von „Proper Food Storage“ ist unser Chaos aus Lebensmitteln und Campingartikeln im Kofferraum weit entfernt. Im schön restaurierten Jerome halten wir kurz an und schauen uns die beleuchteten historischen Fassaden an.

In Clarkdale verfahren wir uns verpassen im Dunkeln zunächst die Zufahrt zum Dead Horse Ranch State Park, finden sie aber kurze Zeit später und biegen endlich Richtung Campground ein. Wir müssen uns dann zwischen 2 Campgrounds entscheiden und treffen keine gute Wahl. Während alle Camper bereits zum fortgeschrittenen gemütlichen Teil übergegangen sind, suchen wir im Schein der Autoschweinwerfer und der Stirnlampe zunächst einen freien Stellplatz und bauen dann unser Zelt auf. Als die Hütte endlich steht und wir gerade mit dem Einräumen der Matten beginnen wollen, mache ich eine sehr unschöne Entdeckung. Unser aufwendiger Einbogentunnel thront scheinbar mitten in einer Dornenansammlung, irgendetwas hat bereits an mehreren Stellen zwei Unterlegplanen und den Zeltboden unseres teueren Leichtgewichtszelts durchstochen. Also Heringe alle wieder raus und Zelt auf die Seite getragen. Unsere Nachbarn schauen schon komisch, wir sind heute das Fernsehprogramm. In der untersten Matte stecken mehrere Dutzend stachlige Samenknubbel eines Strauches die wir mühsam aus der Matte puhlen.

Was nun ?
Noch mehr Löcher im Boden unserer 350 Euro-Hütte wollen wir nicht riskieren und auch zu Hause nicht reparieren.
Also Zelt auf der Asphaltfläche aufstellen, aber wo abspannen ?
Wir fluchen mal wieder über unser Zelt, wer unseren Reisebericht vom letzten Jahr gelesen hat, kennt das ja schon …
Mit Reepschnur verlängern wir schliesslich die Zeltleinen so weit, das wir ein paar Heringe neben der Asphaltfläche setzen können und unsere provisorische Unterkunft zumindest eine Nacht ohne heftige Winde überstehen würde. Es ist bereits 23.00 Uhr als wir ein schnelles Abendessen einnehmen und ziemlich müde in die Schlafsäcke kriechen.

Übernachtung: Campground im Dead Horse Ranch State Park 12 USD

Wir springen dann mal ins Jahr 2007, da uns Canyons und Berge mehr faszinieren sind unsere Aufenthalte in der Wüste immer begrenzt. ;-)

Canyoncrawler
03.01.2010, 10:03
Sonntag, 09.09.2007:

Las Vegas - Death Valley NP

Der Jetlag durchkreuzt heute Morgen unsere Pläne von länger Schlafen und ohne Weckerklingeln sind wir vor 07.00 Uhr hell wach. Frank verschwindet im Bad, ich versuche derweil die Kaffeemaschine in der Küchenecke des Zimmers in Gang zu setzen, krame den Laptop hervor und versuche mich zum 1. Mal an einer W-Lan-Verbindung in den USA. Das klappt hervorragend, das W-LAN ist aber ziemlich langsam und nicht sonderlich stabil und bis ich einen Gruss in die Heimat gesendet habe vergeht einige Zeit, da die Tastatur des Laptops plötzlich nicht mehr alle Buchstaben kann. Ich tippe zwischendurch immer wieder Sonderzeichen, die ich durch Umschalttaste umgehen muss. Leider weiss ich nicht genau, wie ich diese Tastenbelegung ausschalten kann (oder ist die Tastatur sogar defekt ?) und nur mühsam, mit einigen Flüchen, hangele ich mich durchs WWW um die Wettervorhersage für die Ziele in Kalifornien zu checken. Die Voraussage für die nächsten 10 Tage verspricht bombiges Wetter, warme und sonnige Tage, aber auch kühle Nächte in den Hochlagen der Sierra Nevada.
Als Frank aus dem Bad kommt, gönnen wir uns jeder eine Tasse Kaffee und nachdem auch ich die Badezimmerzeremonie hinter mich gebracht habe, werden die Sachen zusammengerafft und Frank kämpft ebenfalls mit der Tastatur, um per Mail unsere sichere Landung und den Start der Rundreise zu übermitteln.
Mit knurrenden Mägen sind wir vor 8.00 Uhr auf der Paradise Road unterwegs und beschliessen, auf der Tropicana Avenue einen Supermarkt zu suchen für Frühstück und Ersteinkauf. Wir müssen nicht lange suchen, im Bereich der University of Nevada lacht uns das Schild eines Vons-Marktes entgegen. Bewaffnet mit unserer langen Einkaufsliste durchstöbern wir den Laden nach den Lebensmitteln und verschiedenen Artikeln wie Küchenrolle, Spülmittel, Waschmittel, Feuerzeuge, Batterien usw., die wir für den Campingaufenthalt benötigen. Mit Kundenkarte erhält man 10 Dosen Chef Boyarde Nudeln für 9.99 $ und ich fülle beim Kundenservice ein Formular aus und halte wenig später eine Vons-Kundenkarte in den Händen, die auch in den Safeway-Märkten gilt. Wir decken uns reichlich ein mit Konserven und verpackten Lebensmitteln, gönnen uns frische Croissants fürs Frühstück und verschiedene andere Leckereien. Beim Auto werden die Croissants verzehrt und wir nehmen Kurs auf Henderson. Wir passieren das Hofbräuhaus und stoppen am Sunset Station um das Schwestercasino unseres letztjährigen Hotels in Augenschein zu nehmen.

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Einige Fotos später sind wir wieder auf Kurs. Auf unserer langen Einkaufsliste stehen verschiedene Ausrüstungsgegenstände. Nachdem beim letzten Urlaub in Italien meine Isomatte ihren Dienst quittiert hat, brauche ich Ersatz und da Therm-a-rest-Matten in den USA die Hälfte der UVP in Deutschland kosten, ist Frank auch ohne Matte angereist und möchte sich ein Light-Modell aus gestanzten Schaum zulegen. Mit der von Mapquest-geplanten und ausgedruckten Route mit Karte dirigiere ich Frank zum REI-Store, den wir erst einmal verfehlen. Nachdem wir gewendet haben, erwischen wir doch die korrekte Abfahrt vom Green Valley Parkway zum Village View Drive und wenig später entdecken wir den Store.

Wir setzen uns ein Limit von 1 Stunde und betreten den Laden. Im Unterschied zu den Campingabteilungen der Walmart- und K-mart-Märkte verkauft REI fast ausschliesslich hochwertige Markenware renommierter Outdoorausrüster. Die Zeit verfliegt geradezu und nachdem wir das Sortiment begutachtet haben, treffen wir eine Auswahl und unser Einkaufskorb füllt sich langsam. Jeder eine Therm-a-rest-Matte, die passenden Nylonhüllen, Gaskartuschen, Trekkingmahlzeiten, ein Funktionsshirt für Frank und ein kartenfähiges GPS mit Höhenmesser und Kompass für Katja. :bg: In der Bücher- und Kartenabteilung bleiben wir länger hängen und anschliessend liegen diverse Trails Illustrated Topo Maps von National Geographic in unserem Einkaufskorb. Mit Daunenjacken ist man noch nicht gut sortiert, die Winterware würde in den nächsten Wochen geliefert und wir verlassen mit mehreren Tüten bepackt den Laden.

Trotzdem der Trailblazer einen riesigen Kofferraum hat, wird es langsam unübersichtlich und das Chaos würden wir heute Abend erst einmal sortieren müssen. Noch immer fehlen ein paar Gegenstände auf unserer Einkaufsliste und das nächste Ziel ist das Walmart Supercentre in der Marks Street. Viel länger als geplant halten wir uns hier auf, was grösstenteils den Verlockungen der Hunting, Camping und Fishing Abteilung anzurechnen ist. Um weitere Ausrüstungsgegenstände, Kleidung, Mini-DV-Kassetten, Lebensmittel und Gebrauchsgüter wie Spülschüssel und Transportbox reicher, verlassen wir das Supercentre und nehmen jetzt endlich Kurs auf Death Valley.

Ein Stop an einem Fastfoodlokal und wir gönnen uns bei Carls Jr. jeder ein Menü mit einem Burger, belegt mit Bacon und Onion Rings der erstaunlich gut schmeckt. Wir nähern uns dem Flughafen und sortieren uns auf die State Road 160 ein. Doch wir kommen nicht weit. Frank biegt ab, ich ahne es schon – in Richtung Silverton Casino und BassPro Shop. Meine Proteste werden überhört und er meint ich könnte ja im Auto warten, er würde sich nur schnell das Messer holen, dass es letztes Jahr nicht gab. Im heissen Auto möchte ich auch nicht sitzen und ich folge ihm ein wenig missmutig ins überdimensionale Blockhaus.

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Die Einrichtung des Ladens entzückt mich auch heute wieder und mit deutlich besserer Laune streifen wir durch das urige Ambiente. Da die Bilder vom letzten Jahr nicht so toll geworden sind, kommt die neue Nikon jetzt zum Einsatz.

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Die Auslagen gefallen mir sehr gut und neben der Rolltreppe haben wir bereits unsere 1. Bärenbegegnung.

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Im 1. Stock ist die Jagdabteilung und in einer der Vitrinen liegt das Buck Alpha Hunter mit Rosenholzgriffschalen, so hofft Frank. Der Platz in der Vitrine ist leer und ein Verkäufer kommt uns zur Hilfe. Es ist so, wie ich schon befürchtet habe, das Messer ist zur Zeit ausverkauft, die Nachlieferung wird aber binnen der nächsten 2-3 Wochen erwartet. Dann sehen wir uns in etwa 3 Wochen wieder und wir plaudern noch ein wenig mit dem Verkäufer. Ed, so heisst er, erzählt uns, dass er in den 50er Jahren in Deutschland gewesen wäre, infolge der Contergan-Affäre. Das erklärt jetzt auch das Fehlen seines linken Armes. Er war damals noch ein Kind und die Erinnerungen sind verschwommen und verblasst. Wir verabschieden uns da wir schon mal hier sind, können wir auch noch mal am T-Shirt Stand im Erdgeschoss vorbei sehen.

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Wenig später quetschen wir eine weitere Tüte in den Kofferraum des Trailblazers und Frank ist jetzt zufrieden und wir starten jetzt wirklich in Richtung Death Valley. Es ist Nachmittag und im Westen brauen sich dunkle Wolken zusammen. Es wird doch nicht regnen ? Frank beruhigt mich und nachdem wir infolge einer Umleitung zunächst in die falsche Richtung fahren, geht es jetzt endlich auf der State Road 160 gen West voran.

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In Höhe des Red Rock State Parks ist die Verlockung gross, sollen wir ? Nein, wir sind standhaft und der Park bleibt weiterhin unbekanntes Terrain für uns. Almählich ändert sich die Landschaft. Die roten Felsen werden von braunen Hügelketten abgelöst.

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Die Strasse geht endlos in Richtung Horizont.

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In Pharump biegen wir auf die State Road 378 in Richtung Shoshone ab. Nach passieren der Grenze von Nevada zu Kalifornien verläuft die Strasse als SR 178. Geplant war bei Anfahrt die Besichtigung verschiedener Ziele an der Badwater Basin Road.

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Doch die Sonne sinkt unbarmherzig und die Schatten werden länger und länger. Trotzdem stoppen wir immer wieder unseren Wagen und geniessen die Weite und die Stille der Mojave-Wüste. Nach den ganzen Shopping-Exzessen ist es viel zu spät und die Black Mountains glimmen bereits in sanften rot-braun-Tönen des Sonnenunterganges.

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Als uns das Schild des Death Valley National Park begrüsst, verzaubert die versunkene Sonne mit zarten Pastelltönen den Himmel und taucht die Hügelketten für wenige Stunden ins dunkle Schattenreich der Nacht.

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Es ist noch immer heiss, sehr heiss und wir steigen wieder ins Auto. Geplant war die Übernachtung auf dem höher gelegenen Wild Rose Campground um der Hitze zu entfliehen. Es dämmert immer mehr, die Dunkelheit rückt unbarmherzig näher und wir verlegen die Übernachtung auf den Campground der Furnace Creek Oase, da wir die raue, unbefestigte Strasse nicht bei Dunkelheit fahren wollen. Schneller als uns lieb ist, verschwindet das letzte Licht des Tages und nur der Lichtkegel unserer Scheinwerfer begleitet uns auf der langen Fahrt zur Oase.

Bei heruntergekurbeltem Fenster geniessen wir das laue Lüftchen des Fahrtwindes und nach kurzer Zeit ist das Auto so aufgeheizt, dass wir das Fenster schliessen und die Klimaanlage einschalten. Ziemlich spät erreichen wir den Campingplatz, der kaum besucht ist und nachdem wir einige Runden gekreist sind, haben wir uns für einen Stellplatz mit Baumbestand entschieden und errichten im Dunkeln unser Zelt. Dieses Mal sind wir nicht mit der fummeligen Einbogen-Konstruktion von Vaude angereist, sondern mit dem kleinen Geodäten von Jack Wolfskin, der minimal nur für das Abspannen des Vorzeltes einen einzigen Hering benötigt. Wir schlagen mit dem Campingbeil trotzdem ein paar weitere Heringe ein und die Matten kommen zu ihrem ersten Einsatz. In der beengten Schlafkabine liegen die Matten im Fussbereich übereinander, im Schulterbereich passen sie gerade so nebeneinander in den asymmetrischen Grundriss des Innenzeltes. Die Schlafsäcke lassen wir direkt in den Hüllen im Auto und entrollen stattdessen die Fleeceinlets die wir als Schlafunterlage nutzen wollen.

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Da der Campground keine Duschen hat, füllt Frank unsere Campingdusche mit Wasser das mit bester Badetemperatur aus der Wasserleitung kommt und hängt diese an einen stabilen Ast in die Bäume. Kaltes Wasser wäre uns lieber gewesen, doch das Klima an einem der heissesten Orte der Erde hat auch das Wasser in den Leitungen aufgeheizt. An einem Automaten bezahlen wir die Campinggebühr und überlegen ob wir ein Lagerfeuer entzünden sollen. Aufgrund der Hitze verzichten wir, bei den Temperaturen rinnt fast unaufhörlich Wasser durch unsere Kehlen und wir haben schon einen kleinen Hügel leerer Plastikflaschen aufgeworfen, den wir jetzt in einen Müllbeutel räumen und auf der Fussmatte im Auto deponieren.

Gegenüber von unserem Zeltplatz haben es sich zwei Camper auf dem Tisch der Sitzgruppe bequem gemacht und bewundern auf dem Rücken liegend den Sternenhimmel. Als wir sie bemerken, überfällt uns ein schlechtes Gewissen, denn mit jedem öffnen einer Tür an unserem Trailblazer geht auch das Standlicht an und es dauert nicht lange bis die beiden sich eine neue Sternenwarte suchen. :grins:

Auf ein üppiges Abendessen haben wir bei den Temperaturen keinen Appetit und wir begnügen uns mit ein paar Blätterteigteilchen, die aufgrund der Hitze ziemlich pampig geworden sind. Das erspart uns den Abwasch und wir widmen uns jetzt ebenfalls der Sternbeobachtung. Die Dose Bier ist warm und bleibt zunächst im Kofferraum, stattdessen findet Wasser weiterhin reissenden Absatz. Wenn das so weiter geht, müssen wir nach Death Valley bereits wieder nachkaufen.

Als wir langsam müde werden überzeugen wir uns nochmal davon, dass die Sternengucker ihren Platz verlassen haben, entkleiden uns und stellen uns unter die Outdoordusche, wo wir uns mit einem Spritzer Bioseife die salzige Haut reinigen und anschliessend in die Schlafgewänder und ins Zelt schlüpfen. Hier ist es inzwischen megaheiss, die Temperatur in einer indianischen Schwitzhütte dürfte kaum höher sein und als erstes wird das Überzelt fast vollständig zurückgezogen und gegen Flattern mit ein paar Heringen gesichert. Nach dieser Aktion sind wir wieder schweissgebadet und stellen uns zur Erfrischung kurz unter das warme Wasser.

Im Zelt ist an Schlaf zunächst nicht zu denken und es wird eine sprichwörtliche heisse Nacht. Das Innenzelt besteht grösstenteils aus Moskitonetz und aus unserer Schlafloge sehen wir die Sterne funkeln und Lauschen den Geräuschen der Nacht. Es dauert eine ganze Weile bis Sandmännchen ein Einsehen hat und uns ins Reich der Träume hinübergleiten lässt.

Übernachtung: Furnace Creek Campground 12 $

Canyoncrawler
03.01.2010, 10:06
Montag, 10.09.2007:

Death Valley NP – Death Valley NP

Als ich um etwa 7.00 Uhr die Augen aufschlage, vernehme ich das entfernte Heulen eines Kojoten. Frank ist auch bereits wach und fragt mich, hörst Du das ?
<Ja, ein Kojote.> Sage ich. <Nein> - geflüstert - <dass meine ich nicht. Da ist etwas ganz in der Nähe beim Zelt.> Jetzt höre ich es auch, ein leises Scharren und ich denke an eines der niedlichen Hörnchen, aber ob es die hier gibt ? Durch das Moskitonetz des Schlafzeltes kann ich nichts erkennen. Frank will Gewissheit und öffnet leise die Reissverschlüsse und kriecht beinahe geräuschlos aus dem Zelt. <Komm’ mal her.> <Was ist denn da?> Keine Antwort. Ich folge Frank weniger geräuschlos und ernte ein <Psst>. Dann sehe ich es auch. Unter den Bäumen am Zelt ist ein grosser Vogel und ich erhalte eine Lehrstunde in Biologie. Das ist ein Roadrunner, sagt Frank. Ein Wüstenrennkuckuck.

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Ich bin mir nicht sicher, ob Frank mich verkohlen will, aber sein Blick verrät mir, dass er es ernst meint. Wir beobachten den flinken Vogel und leise hole ich aus dem Wagen die Kamera und pirsche mich an. Das bleibt nicht unbemerkt und der Roadrunner zieht sich zurück, sodass ich ihm durch die Büsche hinterher schleiche und ihn leider nur noch von hinten erwische, bevor er sich mit schnellen Schritten ausser Sichtweite gebracht hat.

Für ein Zelt-Foto stülpen wir jetzt die Aussenhülle übers Innenzelt und richten uns fürs Frühstück. Im Kofferraum erwartet uns noch immer ein schreckliches Durcheinander und die Sitzgruppe ist schnell mit Tüten und Schachteln belagert. Fürs Croissant-Frühstück und den Gaskocher bleibt noch Platz und bei kräftig steigenden Temperaturen schwitzen wir im Halbschatten der Bäume vor uns hin. Während Frank die Matten einrollt und da Zelt abbaut, sortiere ich unsere Einkäufe. Heute Abend wollen wir bei Lone Pine, also in Bärengebiet, übernachten und dafür gilt es, die Lebensmittel und Kosmetikartikel so zu sortieren, dass wir sie mit wenigen Handgriffen in der metallenen Bärenbox auf dem Stellplatz verstauen können. In die grosse Kunstoff-Aufbewahrungsbox von Walmart verstauen wir soweit alle Lebensmittel, Einiges kommt in die Styropor-Kühlbox. Kosmetikartikel werden aus dem Koffer gekramt und kommen in mitgebrachte durchsichtige Plastiktaschen. Zum Schluss durchsuchen wir nochmal die Koffer und die Rucksäcke und verstauen auch noch Kaugummi, Bonbons und Labello. Bis wir fertig sind, sind mehr als 2 Stunden vergangen und wir sind die letzten auf dem Campingplatz. Dafür herrscht Ordnung im Kofferaum und auf der Rückbank des Wagens.

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Die Ranger haben bereits ihre Patrouille absolviert und wir sind alleine. So nutzen wir unter Sichtschutz des Trailblazers die Gelegenheit für eine weitere Outdoordusche, entsorgen unseren stattlichen Berg leerer Wasserflaschen im Recyclingcontainer und verlassen um etwa 10 Uhr den Campingplatz in Richtung Visitor Centre. Am Abend vorher hatten wir versucht, an den Automaten einen Jahrespass zu kaufen. Dieses war nicht möglich und wir holen es jetzt nach. Zusätzlich zum Pass erhalten wir eine Art Bon, den wir an der Windschutzscheibe anbringen sollen. Nachdem wir uns etwas im Visitor Centre umgesehen haben, stellen wir uns am Rangerpult an, um nach den Strassenzuständen der Titus Canyon Road zu fragen. Der Ranger mit wettergegerbten Gesicht greift unter die Theke und zaubert eine Kopie einer topographischen Karte hervor. Auf der Rückseite findet sich eine Beschreibung der Strasse. Er erläutert uns die Einwegproblematik und gibt uns eindringlich zu verstehen, dass wir ausser genügend Wasser auch Lebensmittel mitnehmen sollen, da auf dieser rauen, einsamen Strasse im Falle einer Panne nicht mit unmittelbarer Hilfe zu rechnen ist. Die Ranger patroullieren die unbefestigte Strasse in Abständen von 1-2 Tagen. Wir erklären, dass wir ausser ausreichend Wasser und Lebensmitteln für mehrere Tage auch unsere gesamte Campingausrüstung an Bord haben. Er empfiehlt uns die Wanderung durch den Upper Titus Canyon und mahnt zum Aufbruch, damit wir vor Einbruch der Dunkelheit wieder Asphalt unter den Rädern haben.

Das lassen wir uns nicht 2x sagen und bewaffnet mit dem Titus-Canyon Blatt, der Besucherkarte und einem Merkblatt in deutscher Sprache machen wir uns auf den Weg in Richtung Beatty. Wir folgen der Strasse 190 nach Westen, biegen ein auf die Beatty Cutoff Road und stoppen als die Strasse sich besonders malerisch durchs Tal des Todes schlängelt.

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Bei etwa 40° Aussentemperatur wird jeder Fotostopp eine schweisstreibende Angelegenheit und schon bald haben wir wieder ein Häufchen Plastikflaschen im Auto liegen. Nach 10 Meilen stossen wir auf die 374 East, die sich als Daylight Pass Road durchs Hells Gate und über den 1316 m hohen Daylight Pass windet. An der California/Nevada Stateline stoppen wir für ein Foto und passieren die Abfahrt zum Titus Canyon die wir uns gut merken.

Unser erstes Ziel ist Rhyolite Historic Townsite, eine 1904 nach Goldfunden entstandene Minenstadt. In der Boomzeit des Bullfrog Mining District zwischen 1905 und 1910 lebten hier mehr als 8.000 Einwohner und Rhyolite stieg zur drittgrössten Stadt Nevadas auf. Nachdem 1914 die Goldvorkommen erschöpft waren, erfolgte der rasche Niedergang. Zuletzt schloss 1919 die Poststation. Die Häuser wurden grösstenteils aus Holz errichtet und so stehen heute nur noch die Ruinen der steinernen Gebäude, wie ein Bankhaus, Bahnhofsgebäude, Gefängnis und ein Hotel sowie einige wenige Holzbauten. Dazu ein alter Truck und eine altertümliche Telefonzelle beim Rhyolite Mercantile.

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Eine Kuriosität ist das Bottle House, das 1906 aus etwa 50.000 leeren Bush Beer-Flaschen aus dem benachbarten Saloon gemauert wurde. Ein verlassener Wagon der Union Pacific zeugt von den ehemals 3 Bahnlinien.

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Zur Blütezeit Rhyolites wurde in 50 Minen Erz abgebaut. Für Verstreuung sorgten eine Oper, ein Schwimmbad, eine Symphonie, 3 Zeitungen sowie 19 Hotels und 18 Supermärkte. Nach Schlägereien und Schiessereien in den 53 Saloons der Stadt konnten die Plessuren im Krankenhaus wieder zusammengeflickt werden. Weitere Infos: http://www.rhyolitesite.com/tour.html

Nachdem mit einem robusten Zaun (das Bahnhofsgebäude) ...

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... oder mit unübersehbaren Kettenabsperrungen der Zugang zu den einsturzgefährdeten Ruinen verwehrt wird und die allgegenwärtigen Klapperschlangenwarnschilder zu besonderer Vorsicht auf den mit Buschwerk überwucherten Wegen mahnen, verzichten wir auf die Besichtigung der Siedlungsreste abseits der Wege und machen uns auf dem Weg zum Bullfrog-Rhyolite Cemetery, denn Friedhöfe erzählen mehr über die ehemaligen Bewohner einer Stadt als die verfallenden Bauten. Der Friedhof liegt etwa 2 Meilen südlich der Stadt und neben dem verrosteten Tor heisst uns wieder ein „Caution Rattlesnakes“-Schild willkommen. Da der Friedhof aber spärlich mit Büschen bewachsen ist, treten wir ein und drehen eine Runde über das recht weitläufige Gelände.

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Am auffälligsten ist eine Grabstätte die von einem Joshua Tree behütet wird.

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Hier ruht Marie Elizabeth Madison alias Panniment Anne, eine Goldsucherin die dem städtischen Dasein entsagte und ein unabhängiges Leben in den Bergen und in der Wüste vorzog. Mehr Infos über Panniment Anne:
http://www.rhyolitesite.com/annie.html

Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit ist unser nächstes Ziel Beatty, wo wir auf einen Burger hoffen und tanken wollen. Trotzdem wir mehrmals das Stadtzentrum kreuzen und auch die aussichtsreichsten Strassen abfahren, finden wir keinen Fastfood-Tempel und gönnen lediglich unserem Grauen (Trailblazer) einen grossen Schluck Benzin, damit er uns sicher durch den Titus Canyon bringt.

Zurück an der Abzweigung zur unbefestigten Titus Canyon Road beherzigen wir den Ratschlag des Rangers und schalten die Klimaanlage aus. Die 27 Meilen lange, nicht asphaltierte Strasse führt als breite Gravel Road vom Amargosa Valley westwärts zunächst schnurgerade auf die Hügelkette der Grapevine Mountains zu. Nach ein paar Meilen durch weites Buschland, säumen die ersten verwitterten Felsen unseren Weg und schon bald geht die Phantasie mit uns durch: wir fahren auf ein grosses, zur Fratze entstelltes Steingesicht zu, das über der Strasse lauert.

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Doch wir meistern diese Prüfung und nach weiteren Meilen finden wir uns inmitten der gezackten Gebirgskette der Grapevine Mountains wieder, die in Gelb-Braun-Grautönen über noch farbenfroherem Grund aufragen.

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Die bunten Gesteinsschichten im Titanothere Canyon erreichen wir nach dem White Pass. Hier lagern 30-35 Millionen Jahre alte Fossilien und im Jahr 1933 fand man hier den Schädel eines behornten Hufsäugetieres (Titanothere oder Bronthotherium). Die Felsen gleichen einem schlafenden Ungeheuer, von dem man nur den gepanzerten Rücken sieht (Sind die Titanotheres wirklich ausgestorben ;) )

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Ohne Zwischenfall passieren wir auch dieses Hindernis und die Strasse windet sich weiter mit wechselnden Aussichten durch die gezackte Gebirgskette, wird jetzt zunehmend steiniger und schmaler und erreicht am Red Pass ihren höchsten Punkt. Red Pass ist eine der schönsten Aussichten und wir geniessen die kurvenreiche, holprige Auffahrt mit Blick auf den 1945 m hohen Thimble Peak zwischen Titanothere und Titus Canyon.

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Auf 1600 m erreichen wir die Passhöhe und halten eine ganze Weile und geniessen die weitläufige, farbenfrohe Landschaft. Nach Abfahrt von der Passhöhe

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erreichen wir schon bald die Ghosttown Leadville, bzw. dass was von ihr noch übrig ist. Einst zog die Stadt 300 hoffnungsvolle Glücksritter an und nach dem schnellen Aufstieg 1926 folgte nach dem Erschöpfen der Bleivorkommen binnen eines Jahres der Niedergang und im Februar 1927 wurde das erst im August 1926 geöffnete Postoffice wieder geschlossen. Die Gebäude verfielen und heute erinnern noch einige Minenschächten, Hütten und andere Siedlungsreste an die vergangenen Zeiten.

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Nach passieren der Ghosttown erreicht die Titus Canyon Road den namensgebenden Titus Canyon.

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Hochaufragende Kalksteinklippen säumen die Weiterfahrt und wir erreichen den Trailhead des Upper Titus Canyon Hike. Trotzdem wir die grösste Mittagshitze bereits hinter uns gelassen haben, herrschen noch immer unbarmherzige Aussentemperaturen und zwei bereits in Ruhe durchgeschwitzte Canyoncrawler verspüren keine Energie um sich 2,5 Meilen one-way durch ansteigendes Gelände zu quälen. Ein Bighorn Sheep zeigt sich uns nicht und so steigen wir wieder ins Fahrzeug und geben unseren Grauen die Sporen. Auch bei Klare Spring zeigt sich uns keines der Dickhornschafe und nachdem wir die Petroglyphen bewundert haben, fahren wir weiter. Es ist nicht mehr weit bis zu den Titus Canyon Narrows. Hier schneidet die Strasse auf 1,5 Meilen Länge durch senkrechte Felswände, die sich bis auf Wagenbreite verengen. Wir parken im noch weiten Eingangsbereich der Narrows und erkunden die Engstellen zu Fuss.

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Unsere Schritte hallen in den steilen Canyonwänden wieder. Zurück am Auto gönnen wir uns vor der Weiterfahrt erst mal einen Apfel und einen Energieriegel, die erste Mahlzeit seit dem Frühstück. Nach passieren der Narrows endet die Einbahnstrasse und die letzten 3 Meilen rechnen wir mit Gegenverkehr. Ausser uns wollte heute niemand den sehenswerten Titus Canyon erkunden, jedenfalls sind wir seit dem Tankstopp in Beatty keiner Menschenseele begegnet.

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Über die Scottys Castle Road fahren wir zurück in Richtung Strasse 190 und kommen an sehenswerten Landschaften vorbei.

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Wir gönnen uns einen Stopp an unserem Lieblingsviewpoint, dem Zabriskie Point. Mit einer Flasche Wasser bewaffnet nehmen wir den kleinen Anstieg in Angriff und werden mit einer der schönsten Aussichten im Park belohnt.

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Unzählige Fotos später sind wir zurück im Auto und fahren in Richtung Badwater Basin Road. Diese Strasse sind wir bei unserer 1. USA-Reise nur bis zum Artist Drive gefahren und heute möchten wir uns endlich den tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre anschauen. Zuvor halten wir noch Ausschau nach dem Golden Canyon Trailhead, den wir uns für die Rückfahrt merken.

Am Devils Golf Course stoppen wir und erkunden die Salzpfannen. Durch die Füsse vieler Besucher sind die meisten Salzkrusten im vorderen Bereich zertrampelt und wir laufen etwa ½ Meile bevor wir auf unversehrte Krusten treffen. Hier wäre ein Holzsteg nicht schlecht, der den Untergrund vor den Fußabdrücken und damit vor Zerstörung schützt. Wir bleiben am Rand des zertrampelten Bereiches um diesen nicht noch weiter auszudehnen und schiessen ein paar Fotos.

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Dieser mit braunen und weissen Salzkrusten überzogene und von Hügelketten eingerahmte Teufelsacker bietet eine beinahe unwirkliche Szenerie, die noch durch die dunklen Wolken verstärkt wird, die sich über der Amargosa Range ballen. Zurück am Auto geht es nach einigen tiefen Zügen aus der Wasserflasche zum Badwater Basin. Wir stehen auf dem Grund eines ausgetrockneten Sees und die Markierung des Meeresspiegels in Form einer Tafel in den umliegenden Bergen zeigt uns, dass wir anderenorts eigentlich Taucherflossen und Neoprenanzug tragen müssten um uns in gleicher Tiefe aufzuhalten.

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Wir folgen dem Holzsteg und schliesslich der ausgetretenen Spur bis tief hinein auf die riesige Salzpfanne. Zwischendurch immer wieder der Griff zur Trinkflasche. Inzwischen wird jeder von uns so 6 oder 7 Liter getrunken haben und Wasser ist noch immer ein köstliches und gut gehendes Getränk.

Zurück am Auto beschliesen wir, die Wanderung im Golden Canyon auf den nächsten Besuch im Park zu verschieben – zu einer anderen Jahreszeit bei angenehmeren Temperaturen. Stattdessen fahren wir bei unaufhaltsam sinkender Sonne in Richtung Furnace Creek. Für den Sunset an den Sanddünen bei Mesquite Flat sind wir zu spät dran, die Sonne ist bereits untergegangen. So halten wir nur kurz und diskutieren darüber, welchen Campground wir nehmen sollen.

Ich bin für Wildrose Canyon Campground, zumal ich inzwischen auf der Parkkarte gesehen habe, dass die Zufahrt über den Emigrant Canyon asphaltiert ist. Frank möchte lieber noch ein Stück in Richtung Lone Pine fahren und nachdem der einfache Emigrant Campground wegen vieler spitzer Steine fürs Zelten ungeeignet ist, erreichen wir bei Dunkelheit die Siedlung Panamint Springs und nach Besichtigung des Campgrounds möchten wir am liebsten weiter fahren. Ich habe in den USA noch nie so verschmutzte und heruntergekommene Sanitäranlagen gesehen wie zu diesem Zeitpunkt auf diesem Platz. Da wir aber nicht wieder den ganzen Weg zurück fahren wollen, registrieren wir uns für eine Nacht und nachdem wir uns den Zeltplatz mit den wenigsten Kronkorken und den wenigsten Hinterlassenschaften im Feuerring ausgesucht haben, errichten wir unseren Schlaftempel für die Nacht und ich versuche mich in der Bedienung des neuen GPS-Gerät, das am nächsten Tag zum Einsatz kommen soll.

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Übernachtung: Panamint Springs Resort Campground 15 $

Nach 2 Tagen in der Wüste verabschieden wir uns für einige Tage ins Hochgebirge.
Die Story gibt es hier:
Out of the Desert - Zwischen Wüste und Hochgebirge in Kalifornien (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?t=38150)

In Nevada kommen wir wieder in die Wüste zurück.

Canyoncrawler
03.01.2010, 10:11
Mittwoch, 19.09.2007:

Tonopah – Cedar City

Das Rauschen der Dusche im Nachbarzimmer holt uns um 6.00 Uhr aus dem Schlaf. Wir haben aber noch keine Lust, unser Domizil zu verlassen und drehen uns nochmal rum bis auf dem Motelparkplatz die Strassenbaukolonnen ausrücken, die das Clowns Motel als Domizil nutzen. In der Rezeption lasse ich mir den W-Lan Zugangscode geben, Frank kocht derweil Kaffee. Im Internet recherchieren wir den Wetterbericht und senden ein paar Grüsse in die Heimat. Die Schlechtwetterfront zieht von Colorado in Richtung Utah und wird in etwa 2 - 3 Tagen in der Gegend um Escalante erwartet. Spontan canceln wir den geplanten Great Basin National Park und beschliessen direkt nach Utah durchzufahren, bevor uns eine verschlammte Hole-in-the Rock Road einen Strich durch unsere Wanderpläne macht.

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Nach Dusche und gemütlichem Frühstück verlassen wir gegen 8.30 Uhr den Motelparkplatz und fahren durch die Main Street von Tonopah.

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Einige Gebäude vermitteln versprühen einen schönen historischen Flair. Insgesamt ist der Niedergang der Minenstadt mit langsam bröckelnder Bausubstanz nicht zu leugnen. Mit etwas mehr Zeit, wäre ein Besuch im Tonopah Mining Park lohnenswert.

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Wir verlassen Tonopah über die US 6 zunächst in Richtung Ely. Ein Stopp an einem einsam im Gelände stehenden Windrad und weiter geht’s.

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Über schier endlose Highways, gesäumt von Buschwerk und Hügelketten fahren wir nach Warm Springs um dort auf die State Road 375 einzubiegen.

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Es ist inzwischen ziemlich stürmisch und vereinzelte Windwirbel peitschen den Staub neben der Strasse auf und wirbeln diese als weisse Wolke in die Luft.

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Das ist ein sehr eindrucksvoller Anblick und wir liefern uns auf der Strasse immer wieder ein Wettrennen mit den peitschenden Staubstürmen am Wegesrand. Es herrscht kaum Verkehr und wir halten auf der Strasse an für ein paar Fotos. Haare und Kleider flattern dabei in einer ordentlichen Brise und der Wind peitscht uns Staub ins Gesicht. Bei jeder neuen Böe evakuieren wir die Kamera unter die Kleidung. Kräftig stemmen wir uns zum Öffnen der Autotüren gegen die Elemente. Unvorsichtig öffnen wir beide Türen gleichzeitig und im Auto wirbeln Karten und Papier herum. Schnell eine Tür zuschlagen. Beim Einsteigen müssen wir aufpassen, dass der Sturm uns die Autotür nicht aus der Hand reisst.

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Eine besonders kraftvolle Windhose hat einen gigantischen Wirbel entfacht der auf ein Farmhaus zurast. Frank stoppt mit quietschenden Reifen und hält anschliessend mit der Kamera drauf. Doch die peitschenden Winde irritieren den Autofoccus der Kamera und diese löst nicht aus. Leise fluchend gibt Frank mir die Kamera und ich versuche mein Glück. Noch immer wirbelt der Sturm etwa 20 m hoch Staub um das Farmgebäude auf und erzeugt ein beinahe mysthisches Ambiente. Mir gelingt auch kein Foto. Das Objektiv zoomt einfach nur hilflos herum, stellt nicht scharf. Der Wirbel rast am Farmhaus vorbei, ist aber nicht stark genug um Schaden anzurichten. Wir erinnern uns an den Film Twisters und haben jede Menge Spass daran, die Staubfontänen zu verfolgen.

Die Hügelketten treten näher an den Highway heran und die Windböen lassen etwas nach. Wir fahren durch eine weitläufige Landschaft aus braun-gelb-grünem Buschwerk, wo ab und zu ein paar Kühe grasen.

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Ansonsten ausser unserem Auto kein Anzeichen für Leben. Endlos führt der Highway zum Horizont.

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Kurz vor dem Ort Rachel trägt die State Road 375 den Beinahmen Extraterrestial Highway und das Nest scheint sich komplett dem Alien-Tourismus verschrieben zu haben.

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Es gibt nicht viel zu sehen und wir sehen zu dass wir weiter kommen, bevor wir von außerirdischen Wesen gekidnappt werden. In der Nähe von Ash Springs verlassen wir den ET-Highway und folgen der US 93 in Richtung Caliente. Auf diejenigen, die die stärker befahrene Strasse nicht lebend passieren, warten die Geier. Die grossen Vögel steigen auf als wir uns mit dem Fahrzeug der Beute nähern. Wir halten an und nach einer Weile kehren die Geier zurück und setzen sich wie beiläufig auf die Zaunpfähle über dem Aas.

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Ein Reh liegt mit klaffender Bauchhöhle im Gras und bei dem uns entgegen strömenden Geruch verzichten wir darauf, uns den Vögeln für eine bessere Aufnahme zu nähern.

In Richtung Caliente wird die etwas trostlos wirkende Hügel- und Buschlandschaft von Nevada langsam von Joshua Tree-Ständen abgelöst.

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Je mehr wir an Höhe gewinnen, desto dichter wird der Bestand von Joshua Trees am Strassenrand.

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Unser nächstes Ziel ist Panaca und der Cathedral Gorge State Park, den ich mir schon länger anschauen wollte. Wir stoppen am Visitor Centre, holen uns ein wenig Infomaterial und erledigen anschliessend bei der Einfahrt an der Self Pay Station die Registrierung und stecken Bargeld in einen Umschlag, den wir in eine Box werfen.

Der Anblick der Cathedralen aus Clay-Gestein haut uns nicht gerade um und wir werfen uns die ersten enttäuschten Blicke zu.

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Die Formationen sind kleiner als erwartet und Fotos hatten andere Erwartungen geschürt: gewaltige Felsen wie im Cathedral Valley in Utah. Aber das hier?

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Frank ist noch enttäuschter wie ich und möchte am liebsten direkt weiter fahren. Ich überrede ihn zu einer kurzen Erkundung des Geländes und wir stoppen zunächst an den Caves und schieben uns durch die engen Tunnelpassagen.

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Dabei kommt jetzt doch Spass auf und erst nach einer halben Stunde kriechen wir mit eingestaubten Hosenbeinen aus den Gängen hervor.

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Mit dem Auto fahren wir bis zur Picnic Area, wo ein hochaufrangender Fels dann doch etwas an das Cathedral Valley in Utah erinnert.

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Wir laufen zu Fuss zum Campground, ein ganz netter Platz mit einigen schattigen Plätzchen unter Bäumen, übernachten möchten wir hier trotzdem nicht. Zurück am Auto fahren wir noch zum Miller Point Overlook in Richtung Pioche und dann anschliessend über Panaca und die State Road 319 zur Grenze nach Utah.

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Das Utah-Welcome Schild empfängt uns und kaum hat die Strasse an der Grenze den Namen gewechselt (State Road 56) ändert sich die Landschaft. In der Ferne locken die bewaldeten Hänge des Dixie National Forest und durch Farmland und verschlafene Nester nähern wir uns Cedar City. Die Stadt im Iron County hat uns bereits bei unserer ersten Reise hervorragend gefallen und wir machen erneut Station in der 1851 von Mormonen gegründeten Siedlung mit dem gepflegten Stadtbild.

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Nach etwas Suchen finden wir den KOA Campground und besichtigen die Zeltplätze. Die Gesichter werden etwas länger, denn die Tentsites sind nur durch einen Holzzaun vom stark befahrenen US Highway 130 getrennt. Wir müssen aber dringend Wäsche waschen und der Platz hat einen gut ausgestatteten Laundry. An der Registrierung erkundigen wir uns nach den Preisen für eine Cabin. Der Host versucht unsere Bedenken gegen die Zeltplätze zu zerstreuen, ab 20.00 Uhr würde die Strasse sehr ruhig. Wir nehmen trotzdem eine One-Room Cabin aus der am weitesten zurückgezogenen Reihe, schaffen ein wenig Gepäck in die kleine Holzhütte und fahren anschliessend zurück auf die Main Street zum Einkaufen. Die Strasse runter soll es einen Lebensmittelladen geben. Die Kette kennen wir aber nicht und wir fahren weiter in Richtung Interstate, da auf Werbetafeln ein Walmart an einem Interstate Exit angekündigt wird.

Auf dem Weg zum Walmart Supercentre finden wir einen grösseren Albertson Markt und decken uns mit Grillfleisch, Mashed Potatoes und frischem Salat fürs Abendessen ein. Auch die eine oder andere Süssigkeit, Obst, Joghurt, Aufschnitt, Brot und frischer Orangensaft findet den Weg in den Einkaufswagen. Zurück auf dem Campingplatz mache ich mich sofort daran die Schmutzwäsche zu sortieren und Frank hilft mir anschliessend, die beiden blauen Müllsäcke zum Laundry zu schaffen. Der Laundry schliesst um 20.00 Uhr die Vordertür, die Camper von der Rückseite dürfen den Salon aber nach Befüllen der Maschinen verlassen, bis zum entgültigen Ladenschluss um 20.30 Uhr. Bis 20.00 Uhr ist der Waschgang durch und die Wäsche hat noch 40 Minuten Zeit um in den Trocknern rund zu sausen.

Während Frank den Grill befeuert und das Fleisch würzt, kümmere ich mich um den Salat und heisses Wasser für den Kartoffelbrei. Langsam wird es dunkel und im Schein der Gaslampe sitzen wir gemütlich vor der Cabin. Kurz vor 20.30 Uhr hole ich die Wäsche aus dem Salon und wir sitzen nach dem Essen noch eine ganze Zeit vor der Cabin, leeren eine Flasche Wein und verschwinden gegen 22.30 Uhr nach einer Dusche in der heimeligen Blockhütte.

Übernachtung: Cabin KOA Campground, Cedar City 48,55 $

Wir sind jetzt in Utah, einem Bundesstaat in dem wir bisher die meisten Touren gemacht haben.
Wild Heart of the West - Unterwegs in Utahs Canyoncountry (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?t=38822)

Tie_Fish
03.01.2010, 10:54
Oh, danke! Sehr schöner Bericht und tolle Bilder (obwohl ich persönlich die Rahmen mit dem weißen Strich scheußlich finde, die mit dem Unscharf-Rahmen gehen schon eher).

Obwohl ich kein besonderer Ami-Fan bin, machen die Bilder doch Lust drauf...

Canyoncrawler
03.01.2010, 13:11
Oh, danke! Sehr schöner Bericht und tolle Bilder (obwohl ich persönlich die Rahmen mit dem weißen Strich scheußlich finde, die mit dem Unscharf-Rahmen gehen schon eher).

Obwohl ich kein besonderer Ami-Fan bin, machen die Bilder doch Lust drauf...

Hallo Tie_fish.

danke für das Lob.

Das mit dem Rahmen werde ich mir für den noch zu erstellenden RB der 2009er-Tour mal überlegen.
Da gibt es dann Chihuahua Wüste (Big Bend NP) ggf. ohne Rahmen. :D