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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trekkingstöcke



Grashalm
12.02.2004, 23:44
Hi!
Wandert ihr immer mit Trekkingstöcken?

Oder nur ab einem bestimmten Rucksackgewicht?

Oder nur im bergigen Gelände?

Oder gibt es auch welche, die gar keine benutzen?


Also ich hab bis jetzt nie welche benutzt und hatte auch nie das Bedürfnis danach.
Findet ihr es nicht viel angehmer, eben auch, wenn das Gelände anspruchvoller wird, die Hände freu zu haben?

Gruß,
Grashalm

Thomas123
12.02.2004, 23:59
Na, auf geraden Strecken finde ich Trekkingstöcke auch nicht besonders hilfreich. Besonders bei den typischen "Dolomitenstrecken", daher 20kg auf dem Buckel und damit 600 Höhenmeter eine sehr steile Geröllrinne runter, sind die Stöcke echt prima. Manchmal frage ich mich, wie ich denn da ohne runter gekommen wäre. Wenns aber wieder so steil wird, dass man auch seine Arme einsetzen muss, dann wandern die Stöcke hinten an den Rucksack, dass ist dann fast schon allgemeingefährlich :D

Grüße

Thomas

davis
13.02.2004, 00:23
Also, ich hab gerade damit angefangen, welche zu benutzen.

Ich übe eifrig für meine 230km im Mai. Dabei will ich ca. 24Km pro Tag schaffen mit 15-20kg Gepäck.

Bisher bin ich nur mit 10Kg "Trainieren" gegangen. Letztes Mal mit knapp 17Kg. Im Odenwald. Berg hoch, Berg runter.
Nach ca. einer halben Stunde hatte ich an die Stöcke gewöhnt.
Es ist sehr entlastend gewesen. Einfach toll. Ich bin total überrascht gewesen. Hätte ich nicht gedacht.

Ohne hätte ich keine 5Km geschafft. Hab Sie aber auch gerne auf flachen Stücken weiter benutzt.
Interessant war auch das der Oberkörpermuskelkater ausblieb.

Gerade berg hoch möchte ich Sie jetzt nicht mehr missen.
Allerding bin ich auch der Meinung, daß Sie bei leichtem Gepäck(<12 Kg) nur für hoch und runter notwendig sind.
Trotzdem hab ich Sie für die +- 400m jetzt auch ans leichte Gepäck gehängt.

Davis

P.S. Vorallem als Zeltstangenersatz mit einem Poncho finde ich Sie praktisch.

LuNAtiC
13.02.2004, 01:13
bis 10kg in der ebene lass ich die stöcke am rucksack.

sonst sind sie noch praktisch beim waten und in sumpfigen gebieten

Alpenkönig
13.02.2004, 11:55
Die Stöcke nehmen ca. 30% des Körpergewichts oder Körpergewicht + Gepäck auf! In der Addition sind das tausende von kg pro Wandertag! Also für die Gelenke, speziell die Kniegelenke, ist das eine gute Erleichterung, auch auf lange Sicht (Abnutzung) gesehen. Bei Kletterpassagen kommen die auf den Rucksack, wo ist das Problem?

Dani
13.02.2004, 12:35
daneben sind sie integraler teil meiner behausung unterwegs.

geronimo
13.02.2004, 12:36
Also ich verwende, trotz anfänglicher Skepsis, seit 1,5 Jahren Trekkingstöcke. Ich würde sie niiiiiie in meinem Leben wieder hergeben!!! Sind eine echte Hilfe bergauf und bergab. Egal wie steil. Der grosse Vorteil, es arbeitet der "ganze" Körper mit (gerade beim Aufstieg). Auch nach langen Touren habe ich jetzt nicht nur Schmerzen in den Beinen sondern auch noch in den Armen. :bg: Nööööööööööö! Bin natürlich überhaupt nicht mehr ausgepowert und Abends fitter als früher!

geronimo der gar nicht wissen möchte was alles passiert wäre ohne seine Stöcke! :lol:

Nicht übertreiben
13.02.2004, 12:40
Längere Wanderungen im Sommer habe ich bisher immer ohne Stöcke gemacht. Hier in den Alpen beutze ich sie aber inzwischen regelmäßig.

Nur wenn es irgendwo zum KLettern geht, dann bleiben sie zuhause, weil sie doch ein bisschen stören wenn sie am Rucksack hängen...

Bei der nächsten langen Wandertour werde ich sie auf jeden Fall mitnehmen.

Vor- und Nachteil wurden übrigens hier irgendwann schonmal diskutiert, einfach mal suchen!

Grashalm
13.02.2004, 15:18
Vor- und Nachteil wurden übrigens hier irgendwann schonmal diskutiert, einfach mal suchen!

Hab auf Anhieb nix gefunden.

Trotzdem schonmal Danke, für die vielen Antworten.
Ich überlege auch mir welche zu kaufen, kann mich aber noch nicht so ganz damit anfreunden.

Hawe
13.02.2004, 15:28
Bin eine Zeitlang mit Stöcken gelaufen. Habe das jetzt aber wieder seingelassen, ausser bei Touren, bei denen ich mit viel Gepäck unterwegs bin, viel bergauf und bergab ohne Klettern unterwegs bin, und natürlich im Schnee...

Ich laufe allerdings auch meist mit sehr wenig Gepäck, bin seit früher Jugend in unwegsamem Gelände trainiert und generell ziemlich fit.

Nachteile der stöcke ?
Erstens glaube ich nicht an die vielen tausend kg, die man damit den Körper pro Tag entlastet...
Zweitens sehe ich bei vielen Stockbenutzern eine Tendenz zum "Tast-Wandern". Sie verlieren jede Möglichkeit und jedes Training zum freien Gehen und zum Gleichgewichtsgefühl. Um das zu bestätigen, brauchr man sich nur auf bestimmten Wanderpassagen das vorbeistömende Volk anzuschauen...

Na gut, mein Fazit: nützlich für alle wenig trinierten, oder für Leute mit viel Gepäck im schwierigen gelände.
Hawe

AskeT
13.02.2004, 18:17
Das mit den Stöcken ist wohl eher Geschmackssache...

Bei schwerem Rucksack sind sie sehr nützlich gegen die mitunter auftretend Gefühllosigkeit in den Fingern. Auf alpinen Touren möchte ich Sie eigentlich nicht missen. Bei Kletterstellen kommen Sie an den Rucksack. Und zum Aufstellen von Tarp oder Winsdchutz sind sie nützlich und sparen das zusätzliche Gewicht eines Gestänges.

Mein Traum: Der Teleskopstock mit integrierten Regenschirm :bg:

AskeT

Thomas
15.02.2004, 20:02
Ich verwende bei einem Rucksackgewicht von über 15 kg auch konsequent Stöcke. Wer nicht glaubt, wieviel Gewicht man sich damit von den Knien nimmt, dem setze ich meinen Stock gerne mal auf die Fußspitze. :bg:
Bei einem Abstieg von mehr als 1.000 Höhenmetern mit 20 kg auf dem Buckel dankst Du bei jedem Schritt dem Erfinder des Stockes.
Weiterer Vorteil ist die höhere Stabilität und Sicherheit des Wanderers bei starkem Wind und/oder abschüssigem Gelände.
Dabei wiegen sie nichts und sind universell einsetzbar.


Gruß, Thomas.

Flachlandtiroler
15.02.2004, 21:14
Im Sommer ohne (immer das nervige *tack* tack*...), wenn's Gelände steiler wird sowieso. Meinen Knien machen ein paar tausend Höhenmeter nix, gottseidank. Es ist nützlicher für die Technik & Trittsicherheit, auf zwei Beinen die Balance zu halten als sich Stöcke anzugewöhnen.

Im Tiefschnee bzw. mit Schneeschuhen finde ich Stöcke eine große Hilfe zur Balance, weniger um die Gelenke zu entlasten.
Vor zehn Tagen bin ich einen Grat hoch der freigeblasen war aber dafür manchmal vereist; da waren die Stöcke auch ganz nett, sobald ein paar steile Schritte vorkamen allerdings schon wieder hinderlich. Benutze dann einfach die LL-Skistöcke, nix Teleskop, nix Dämpfung.

Gruß, Martin

AskeT
15.02.2004, 22:17
Es ist nützlicher für die Technik & Trittsicherheit, auf zwei Beinen die Balance zu halten als sich Stöcke anzugewöhnen.
Ich selber halte mich für ziemlich Trittsicher und glaube, dass ich auch die Technik recht gut beherrsche. Trotzdem benutze ich gerne Stöcke. Wegen dem besseren "Ganzkörperbewegungseinklang" (was für ein Wort..)


Meinen Knien machen ein paar tausend Höhenmeter nix...
NOCH NICHT :bg:

Gruß
AskeT

Flachlandtiroler
15.02.2004, 22:34
Es ist nützlicher für die Technik & Trittsicherheit, auf zwei Beinen die Balance zu halten als sich Stöcke anzugewöhnen.
Ich selber halte mich für ziemlich Trittsicher und glaube, dass ich auch die Technik recht gut beherrsche. Trotzdem benutze ich gerne Stöcke. Wegen dem besseren "Ganzkörperbewegungseinklang" (was für ein Wort..)
"Wer Stöcke benutzt ist nicht trittsicher"... sorry, so habe ich das nicht gemeint.
Natürlich kann man trittsicher SEIN und Stöcke benutzen; ich kann mir nur gut vorstellen, mit Stöcken ist es schwieriger, trittsicher zu WERDEN. Den TRITTsicher heißt ja, die Füße genau setzen zu können und da ist sicher mehr Präzision gefordert, wenn man die Füße mit voller Belastung setzen muß.
Andersherum braucht es mehr Fähigkeiten, mit Stöcken im Gelände einen "runden Gang" (AskeT's Wort-Ungetüm) hinzukriegen. Wer das beherrscht, hat natürlich die Ergonomie voll auf seiner Seite.

Mit den Knien: Hoffe natürlich, es bleibt so... :roll:

Gruß, Martin

Alpenkönig
16.02.2004, 09:46
Eh Du Flachlandtiroler, meine "Trittsicherheit" nimmt nur mit dem Grad der Alkoholisierung ab! Auch die von Dir zitierte "Präzision der Schritte" lässt nach! Soll ich also zur Kneipenrunde Stöcke mitnehmen und sonst nicht? :lol: :lol: :lol:

Christian Wagner
16.02.2004, 15:26
Brauchste nicht, Besoffene haben nen Schutzengel. :bg:

Mobi
16.02.2004, 23:03
Hi !!
Bin auch am überlegen mir welche zuzulegen. Gibt zwei verschiedene Klemmungen aussen / innen . Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht??

AskeT
17.02.2004, 18:37
Tja, öhm...

Ich bin mit den normalen Lekis sehr zufrieden. Und zwar OHNE Antishock-Federungs-Schnickschnack und OHNE gewinkelte Cortecgriffe. Ich verspüre keinerlei Verlangen nach derlei Gimmicks.

Bin eben ein AskeT :bg:

Simon
17.02.2004, 22:08
Ich würde aber bei den Verschlußsystemen unbendingt das Flik-Flok System empfehlen (eine Art Klemmmechanismus wie bei der Sattelstütze).
zB Black Diamond, Gipron.
Grüße
Simon

Mobi
19.02.2004, 13:19
Danke , erstmal !!
Bis jetzt habe ich immer nur die Leki's gesehen.Black Diamond
gibts die auch ohne Federung ???

Jürgen
20.02.2004, 14:02
Hallo allerseits,

habe mit Teleskopstöcken (Tchibo, gedämpft) recht gute Erfahrungen gemacht. Für mich ist das wie mit vier Beinen statt zwei zu gehen. Man muß aber manchmal wirklich gut aufpassen, wohin man sie setzt, damit sie nicht abrutschen, stecken bleiben oder sonst wie im Weg sind. Aber ich hab ja auch vier Augen :lol:

Mit vollem Rucksack, bei Bachüberquerungen oder bei abfallendem Gelände möchte ich sie nicht mehr missen. Wenn man stehen bleibt, kann man damit übrigens prima den Oberkörper abstützen, was ich sehr angenehm finde; als Tarpstangen sind sie auch prima zu nutzen.

Gruß
Jürgen

AskeT
20.02.2004, 14:23
Ich würde aber bei den Verschlußsystemen unbendingt das Flik-Flok System empfehlen zB Black Diamond
Gibt es einen deutschen Händler für Black Diamond?

AskeT

tsfc
20.02.2004, 14:43
Frag mal hier:

Black Diamond Equipment, AG
Christoph Merian Ring 7
4153 Reinach, Switzerland
+41/61 715 95 95
fax: +41/61 715 95 96
climb@blackdiamond.ch

Gruß,
Tom