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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leichtgewichtsrucksäcke....



Albatros
02.02.2004, 20:22
Kann mir jemand Erfahrungen zu Rucksäcken von Golite schildern? Ich grüble momentan darauf herum, mir so ein Ding mit ca. 60l Volumen zu kaufen.
Ich habe vor, damit maximal Lasten von 10-11kg zu tragen. Fabrikate wie Gregory kommen da für mich nicht in Frage, da deren Eigengewicht zumeist die 3Kilo-Grenze deutlich durchschlagen.

Ich will ganz bewußt auch am Eigengewicht des Rucksacks sparen...

Danke

ich
02.02.2004, 21:28
Hab das Gustpack...

http://www.golite.co.uk/images/products/pa5002.jpg

...gerade mit ca 12kg mal nen Augenblick probegetragen; das Teil wiegt nix (560 gr) und macht nen sehr stabilen Eindruck!
Für Deine Anwedung macht das nen guten Eindruck


Gruß
Bene

Steffen Schwientek
02.02.2004, 22:24
Ich habe den golite breeze. Er hat weder eine Rückenpolsterung noch ein Tragegestell, wiegt dafür aber nur angenehme 500g.
Da ich mich mit dem Gepäck beschränke (gut 4kg inkl Rucksack für die Ausrüstung), komme ich mit dem Breeze sehr gut klar. Er ist auch noch nach einem langen Wandertag noch gut tragbar.

Das MAterial ist leicht und hinreichend robust. Spitze Gegenstände sollte man in diesem Rucksack aber nicht aufbewahren, bei mir hat sich ein einzelner Hering durch das dünne Gewebe gebohrt (also die Heringe gebündelt im eigenen Packsack transportieren.


Preiswerte Alternativen sind u.U billige große Rucksäcke aus den Großmärkten für 20?, nur darauf achten, daß weder Tragegestell noch eine zu dicke Rückenpolsterung vorhanden ist.

Steffen

Saloon12yrd
03.02.2004, 06:24
Hi Albatros,

zum GoLite kann ich nichts sagen, hab aber zwei generelle Anmerkungen:

- Lasten von 10-11kg kriegst Du 100%ig auch in 35 Liter, dafür brauchts keine 60. Siehe z.B. diese Liste (http://forum.saloon12yrd.de/viewtopic.php/p.55173/#55173). Es kamen noch 3 Liter Wasser, Essen für zwei Tage / Nächte dazu, alles in allem 12kg. Als Rucksack diente ein Osprey Eclipse mit 42 Litern (wiegt übrigens 1kg).

- auf der selben Tour hatte Christian Wagner ein Gepäck von 11kg in einem selbstgenähten Rucksack dabei (500g AFAIR). Wir haben am ersten Tag mal Rucksäcke getauscht: Es gab keinen Komfortunterschied beim Tragen! Der Osprey ist generell etwas "fester" (Gurte, ...) aber subjektiv nicht bequemer.

Ich würde mir an Deiner Stelle überlegen ob ich Geld für einen GoLite (~150 USD) kaufe oder falls die Möglichkeit besteht selbst nen Rucksack nähe. Anleitungen und Beispiele gibts im Netz zu Hauf. Bei Bedarf einfach mal hier im Forum nachfragen.

my 2 cents,
Sal-

P.S.: Bevor hier wieder eine Glaubensdiskussion losgeht: Der Osprey ist mit 20kg noch genauso bequem wie mit 12kg - ob Christians Rucksack das ist weiß ich nicht, hab aber meine Zweifel.

Carsten010
03.02.2004, 08:26
Es gibt auch einen leichten Rucksack von Gregory.

Den Z-Pack mit 60 Litern und 1500 gramm

http://www.gregorypacks.com/prod.php?ID=50

Im Vergleich zu den Golite Sacken ist der natürlich ein bisschen schwerer, har dafür aber so ein bisschen was von einer Rückenplatte und ein bisschen was von einem Hüftgurt.

Ich wollte mir letztes Jahr eigentlich nen Golite kaufen, hab mir die verschiedenen Modelle dann auf der Outdoor angesehen und dann irgendwie doch lieber das Ding von Gregory gekauft.

Manche Golite Rucksäcke werden übrigens gerade in den USA im Internet zu ziemlich günstigen Preisen rausgehauen. Gehr mal auf GoLite.com und klickt Euch dort ins Bargain Base Camp.

CU

Carsten

Dani
03.02.2004, 10:43
ich habe mir den golite breeze vor etwas über einem jahr bei sackundpack on-line gekauft und bin (immer noch) voll zufrieden damit.

http://www.sackundpack.de/shop/GoLite/breeze.shtml (kostet z.z. 99 oiro)

ob man für diesen preis so ein teil lieber selber nähen möchte, hängt IMO in erster linie von den eigenen handwerklichen fähigkeiten ab.

beim direkt-bestellen in USA daran denken, dass noch porto und zoll dazu kommen.

aber zurück zum breeze. wichtig ist IMHO, dass man sich stets der dahinterstehenden "philosophie" bewusst ist *, also nur so wenig und so leichte ausrüstung wie möglich (nötig) einpacken.

um einen guten tragekomfort zu erreichen, beim packen darauf achten entweder eine liegematte am rücken einzuschieben oder einfach die weicheren ausrüstungsstücke dort unterzubringen (vorzugsweise in einen wasserdichten beutel - müllsack - verpackt, da der schweiss ungehindert durch den rucksack durchdringt).

und wie mit aller ausrüstung: vor der "grossen" tour ausprobieren!

* von der sich golite (wohl aus umsatz-gründen) leider mehr und mehr entfernt. die teile sind zwar immer noch "leicht" aber es hat immer mehr schnick-schnack daran, hier ein (überflüssiger) reissverschluss, dort eine schnalle oder ein riemen etc.

eine alternative wäre, einen preiswerten standard rucksack zu erstehen und alles "überflüssige" (gestell, packriemen, hüftgurt etc) zu entfernen, bis nur noch das daran ist, was DU umbedingt brauchst.

Michael Boos
03.02.2004, 22:41
@ Sal-:
Geht sicher in nen 35-Liter-Sack, wird aber eng. Da ist ein grösserer einfach komfortabler.

Leicht sind auch die Khamsin von Arc'teryx mit Volumina von 30 bis 42 Liter und etwas schwerer wie die GoLite-Modelle, aber sehr robust und bequem, mit etwas mehr Gadgets dran - alle unter 1 Kg!

Christian Wagner
04.02.2004, 01:22
Ich habe vor, damit maximal Lasten von 10-11kg zu tragen. Fabrikate wie Gregory kommen da für mich nicht in Frage, da deren Eigengewicht zumeist die 3Kilo-Grenze deutlich durchschlagen. Öhm, was haste denn mit dem Teil eigentlich vor? Nur Wanderungen? Klettern?

Welcher Rucksack solls denn nun konkret werden?

Ich kenn zwar die Golitemodelle nicht aus eigenem Augenschein, habe jedoch einige Erfahrung mit selbergenähten Rucksäcken mit ähnlicher Ausstattung (siehe meine HP).
Im angegebenen Gewichtsbereich sind die Teile sicherlich recht gut zu tragen, viel mehr sollte es aber nicht mehr werden.

Sal hat IMHO recht. Es wird schwer mit 10-12 kg den Rucksack vollzukriegen. 60 Liter sind da vielleicht etwas viel.

Die Netztaschen wie sie am Breeze verbaut sind halte ich im übrigen zum normalen Wandern für eine extrem sinnvolle Einrichtung. Kleinkram ist so sehr praktisch verstaut, und lässt sich sehr einfach und unkompliziert entnehmen. Alleine deshalb würde ich den Breeze eigentlich dem Gust (wenn das der augenblickliche Favorit sein sollte :wink: )vorziehen. Das völlige Fehlen eines Hüftgurtes (und sei es nur ein 4 cm Gurtband mit Schnalle) mag jedoch für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein. Entweder rüstet man den nach, oder man probiert den vollgeladenen Rucksack einfach zu Hause aus. Zurückschicken kann man den dann immer noch.

@ Sal:
11 kg Gesamtgewicht erscheint mir ehrlichgesagt etwas hoch- ich würde unsere Rucksäcke eher im 7- 9 kg Bereich (je nach Füllgrad der Wasserblase) ansiedeln :wink: . Und ja, mit 12 kg ist mein Rucksack noch fast genauso bequem wie mit 7 kg, obs mit 20 kg immer noch so ist, bezweifle ich sehr stark :D .

Ansonsten kann ich wie so oft nur zum Selbernähen raten- das ist dann viiiiiieeeeel billiger als kaufen, und mitnichten schlechter. Gerade ultraleichte Rucksäcke sind von der Konstruktion sehr einfach, sodass selbst ein ungeübter Näher bald Erfolge hat (Links: www.thru-hiker.com, www.backpacking.net, www.gvpgear.com, meine HP)

gi
04.02.2004, 14:35
@Christian
Hast du ein richtiges Foto von deinem Rucksack?
Könntest du das bitte mal posten?

Hawe
04.02.2004, 15:04
Hej Albatros
da ich selber handwerklich eher mindergeschickt bin, habe ich mir vor 3 Jahren bei sackundpack einen Breeze bestellt - damals gab es die hier in Europa sonst nirgends (hat sich das eigentlich geändert ?). Ich fand die Ideen von Ray Jardine teilweise sher gut, und mich hat auch immer schon gestört, dass bei Leicht-Wanderungen im Zweifel der Rucksack das schwerste Gepäckstück war...

Habe den Breeze inzwischen in jedem Jahr mehrere Wochen eingesetzt, vorzugsweise auf Strecken-Wandertouren auf den Kanaren, wobei ich mit Tarp, Schlasa und Isomatte plus Klamotten und Essen (vor allem Trinken) für 1,5 Tage (dann kommt wieder ein Kramladen und oder eine Quelle) auf 8 kg Gewicht gekommen bin.
Da liegt mE auch die Komfortgrenze für den Breeze, eventuell bei schlauem Packen noch 2 kg mehr. Wohlgemerkt: wenn ich das Teil den ganzen Tag trage.

Etwas schwerer ist der Gust, auch etwas grösser - wobei ich grösser noch nicht gebraucht habe. Er hat eine dünne Rückenpolsterung. Wenn ich häufiger mit Gewicht um die 9 kg unterwegs wäre, und meinen Breeze noch nicht hätte, würde ich mir heute wahrscheinlich den Gust kaufen.

Ulkig finde ich hier in der Diskussion die Gleichsetzung "Gewicht-Volumen". Klar bekommst Du 8 kg (was denn) wahrscheinlich in einen 35 l Pack - bloss: wozu ? da muss alles ziemlich gepresst werden. Mehr potentielles Volumen heisst doch nicht, dass dann Tragekomfort oder sowas leidet.

Die beiden Golites Breeze und Gust sind das leichteste, was mir bisher untergekommen ist, und was taugt. Wer nähen kann: ich habe Freunde/Bekannte, die sehr brauchbare Teile so ähnlich wie Breeze/Gust selber gebastelt haben. Das kann ich nicht, und ich habe auch nicht so viel Spass am Basteln... Bauanleitungen gibt es u.a. von Ray Jardine in seinem Buch zum Thema "Ultraleicht backpacking". Ist auch so lesenswert, wenn man in Betracht zieht, dass ein paar Sachen vielleciht doch etwas übertrieben sind...

viele grüsse
Hawe

tiejer
04.02.2004, 15:56
mehr Volumen heißt auch meistens , daß der Schwerpunkt weiter nach außen wandert- das toleriert man genau so wenig(macht sich ebenso unangenehm bemerkbar).
Außerdem packt man mit mehr volumen gerne zuviel ein. beschränkt man sich und er Rucksack ist nicht voll und der inhalt schlackert rum- ist auch nix. Sal und Christian haben mit der Volumenoptimierung IMHO recht.

Dani
04.02.2004, 16:57
mehr Volumen heißt auch meistens , daß der Schwerpunkt weiter nach außen wandert .... Außerdem packt man mit mehr volumen gerne zuviel ein ....

IMO spielt der schwerpunkt bei 8kg eigentlich nicht so eine rolle. zudem schlägt der ray jardine vor, dass man den breeze je nach belieben nur über eine schulter tragen kann/soll. dadurch würde der schwerpunkt sowieso nach aussen wandern.

und das "zuviel-einpacken" sollte es beim leichtgewichtswandern ja eben gerade nicht geben: was man nicht braucht, nimmt man nicht mit.

Hawe
04.02.2004, 17:27
>mehr Volumen heißt auch meistens , daß der Schwerpunkt weiter nach außen wandert .... Außerdem packt man mit mehr volumen gerne zuviel ein ....

wenn der Rucksack schlau gepackt wird, "wandert" der Schwerpunkt nicht... Und wer sich von mehr Volumen verleiten lässt zu "mehr mitnehmen" muss halt lernen auszuwählen und wegzulassen.

Ich habe ja auch Essensvorräte in der Wohnung, ohne mich davon zu dauerndem Essen provozieren zu lassen...

Gruss hawe

david0815
12.02.2004, 20:48
im Globi-Forum biete einern den Golite Gust üfr 90? an.

http://www.globetrotter.de/de/forum/lesen.php?num=7&id=29547&loc=0&thread=29547&area=1

tsfc
12.02.2004, 23:11
Kann mir jemand Erfahrungen zu Rucksäcken von Golite schildern? ....

Nein, aus eigener Erfahrung nicht. Ich habe aber gerade auf den Seiten von 'BackpackGearTest.org' gestöbert und dabei gesehen, daß auch ein paar Erfahrungsberichte zu Golite-Rucksäcken vorhanden sind. Falls Du dort noch nicht nachgeschaut haben solltest, so kannst Du es hier (http://www.backpackgeartest.org/reviews/Packs/Frameless%20Backpacks%20and%20Day%20Packs/) nachholen.

Tom

tiejer
13.02.2004, 09:39
Also wenn man den Rucksack beidesmal optimal packt (sollte man bei so bewanderten usern vorraussetzen dürfen - Hach welch Wortspiel :D)WANDERT der Schwerpunkt mit dem Volumen nach außen, wenn es sich um die gleiche Trageart (Rucksack auf dem Rücken etc...) und den gleichen Inhalt -der dann mehr oder weniger komprimiert ist, handelt.
Das Problem, dass der Inhalt ein ungewolltes Eigenleben entwickelt und sich eben nicht da platziernen läßt wo man will ist bei zu großen Volumina die sich nicht gleichmäßig reduzieren lassen ( keine Kompressionsriemen etc.) gegeben.