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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [CA][US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains



Libertist
05.10.2009, 18:28
Hallo liebe Leute,

vor einigen Tagen kam ich von meinem Sommertrip aus Nordamerika zurück. Die Reise dauerte 11 1/2 Wochen und führte mich in einige Nationalparks zwischen Alaska und Salt Lake City in Utah. Ich würde euch gern ein paar Dinge davon erzählen, weiss aber nicht, wir ausführlich ich das machen soll. Ich versuch mal, den Reiseverlauf im Groben wiederzugeben...

Die Reisegruppe bestand aus einem Freund (23) und mir (22); wir haben alles selbst geplant, wobei wir uns vorher nicht auf eine bestimmte Route festlegen konnten bzw. wollten. Das wurde mehr oder weniger spontan entschieden. Es gab lediglich einen Hinflug (nach Edmonton) und einen Rückflug (von Salt Lake City). Im Wesentlichen bestand die Reise aus Hiking und Hitchhiking - in den Parks genossen wir die Natur zu Fuß und zwischen den Parks wurde getrampt.

Am 8. Juli flogen wir nach Edmonton in Kanada und fuhren erst nach Westen in Richtung Berge und dann nach Norden, bis zu einer kleinen Stadt namens "Grande Cache". Von da aus ging es zu Fuß in den „Willmore Wilderness Park“ und ein paar Tage später zum „Mt. Robson Provincial Park“.

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Nach einigen Tagen in dieser Gegend starteten wir auf dem bekannten „Skyline Trail“ in den „Jasper National Park“ und entschieden uns am „Maligne Lake“, die Gegend zu verlassen, da einfach zu viele Mücken unterwegs waren. Die Park Ranger meinten, es würde ungefähr drei Wochen dauern, bis man die Natur wieder einigermaßen mückenfrei geniessen könnte; also machten wir uns auf den Weg nach Norden.

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Wir trampten die ca. 1700 Kilometer bis in den Yukon und verbrachten 14 wundervolle Tage im „Kluane National Park“ – keine Trails, keine Menschen; nur wir und die Wildnis.

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Nach diesen Tagen ging es wieder nach Süden, zum „Banff National Park“, in dem wir eine weitere Woche verbrachten.

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In der Nähe von „Lake Luise“ steht der Mt. Temple (3548m). Den bestiegen wir und verbrachten eine geniale Nacht in den Biwaksäcken auf dem Gipfel.

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Weiter gingt es nach Süden bis zum „Waterton Lakes National Park“; ein kleiner Park, in dem wir nur 3 Tage verbrachten.

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Im Anschluss daran überquerten wir die US-Grenze und trampen quer durch Montana bis nach Wyoming in den „Yellowstone National Park“, den wir in 16 Tagen kreuz und quer durchwanderten.

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Als wir die atemberaubenden Berge Kanadas schon ein wenig vermissten, machten wir uns zum Ende unserer Reise, dem „Grand Teton National Park“, auf.

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Nach einem 7-Tages-Marsch durch diese Bergkette trampten wir nach Salt Lake City, wo wir zwei weitere Tage verbrachten (natürlich mit Gottesdienstbesuch bei den Mormonen), bevor wir von da aus für 4 Tage nach NYC flogen. Nach so vielen Wochen in der Wildnis fiel es uns nicht gerade leicht, das Großstadtleben zu genießen – schon am zweiten Tag in Manhattan wäre ich am liebsten sofort wieder in den Flieger Richtung Berge gestiegen.

Gut, das war jetzt wirklich nur ein ganz kurzer Abriss. Irgendwelche Fragen zur Tour, zu den einzelnen Parks, Trails oder zur Ausrüstung beantworte ich natürlich gern. Jetzt muss ich mich erstmal wieder ins Studentenleben einfinden, aber in meinen Gedanken dreht sich eigentlich schon wieder alles um den nächsten Sommer. Ihr wisst ja, wie das ist ;-) …

Nachtrag vom 5. Februar 2011: Der Server, auf dem ich mal die Bilder hatte, existiert wohl nicht mehr - alle Bilder sind verschwunden. Damit das hier trotzdem nicht so leer aussieht, lade ich ein paar Neue hoch. Diesmal auch etwas mehr ;-) ...

Ro
05.10.2009, 19:05
http://www.bilder-hosting.de/img/16S2I.jpg

Klick auf "zitieren", dann siehst Du wie es funktioniert. ;-)

phoeniks
05.10.2009, 19:07
Wow, klingt nach einer absolut traumhaften Tour :o. Bin ziemlich neidisch. So viel Zeit möcht ich auch nochmal haben. Schreib doch ruhig noch ein wenig ausführlicher was zu den einzelnen NP und euren Routen dort.
Das mit dem Kulturschock in NYC kann ich gut nachvollziehen. Hab letztes Jahr nach 2 Wochen Alaska auch noch 3 Tage New York dran gehängt und bin fast verrückt geworden ;-)

Libertist
05.10.2009, 19:48
Klick auf "zitieren", dann siehst Du wie es funktioniert. ;-)

Danke Ro!


Schreib doch ruhig noch ein wenig ausführlicher was zu den einzelnen NP und euren Routen dort.

Puhh, das ist schwierig, es gäbe so viel zu erzählen, ich würde mir die Finger wund schreiben :confused: ... Gibt es denn konkrete Fragen?
Was ich schon mal sagen kann, ist, dass mir der Trip durch den Kluane NP am besten gefallen hat. Dort war die Natur wirklich noch unberührt. Wir sind 2 Wochen off-trail gegangen, weil es in der Gegend, wo wir halt waren, weit und breit keine Trails gab. Dementsprechend sind wir in der Zeit auch niemandem begegnet - das war genial! Hätten wir Proviant für mehr als 14 Tage in unseren Rucksäcken verstauen können, wären wir länger geblieben!

Ich hänge noch mal ein Bild vom über 50 km langen Donjek Glacier (Kluane NP) an, weil's da so schön war ;-) ...

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Ehemaliger
05.10.2009, 22:18
Das klingt ALLES sehr interessant. Um Dich nicht gleich mit zuuu vielen Fragen zu entmutigen, fange ich erstmal ganz harmlos mit Kluane an ;)

Wie lief der Einstieg...Whitehorse...wie kommt man dann nach Haynes Junction und wie geht es dann weiter? Welche Route (Rundwanderung?) habt Ihr genommen? Besondere Schwierigkeiten (Flussüberquerungen etc.)? Hattet Ihr eine Bärentonne dabei oder habt Ihr die Nahrung nur hochgehangen? Gab es Bärenbegegnungen? Dort also keine Moskitos? Ist das Querfeldeinlaufen dort einfach oder schwierig? Temperaturen?

Vielen Dank!

Sector
06.10.2009, 02:37
WOW!
Mehr Bilder. Bitte! Das Bild mit den Biwaksäcken ist hammer!
Manche träumen davon andere tuen es.

edit: ist das die Rückansicht vom Mt. Robson? Kenne ihn nur aus einer anderen Perspektive und da sieht er komplett anderst aus.

Mika Hautamaeki
06.10.2009, 11:17
Wow, unglaubliche Tour!

Bitte noch mehr Bilder!

peter-hoehle
06.10.2009, 12:56
Wow, unglaubliche Tour!

Bitte noch mehr Bilder!

Bei 81 Tagen sind doch mehr Bikder drin.Oder?

Gruß Peter

xe3tec
06.10.2009, 13:26
WOW *neid*

MORE PICS DUDE!!

Libertist
06.10.2009, 14:27
Das klingt ALLES sehr interessant. Um Dich nicht gleich mit zuuu vielen Fragen zu entmutigen, fange ich erstmal ganz harmlos mit Kluane an ;)

Wie lief der Einstieg...Whitehorse...wie kommt man dann nach Haynes Junction und wie geht es dann weiter? Welche Route (Rundwanderung?) habt Ihr genommen? Besondere Schwierigkeiten (Flussüberquerungen etc.)? Hattet Ihr eine Bärentonne dabei oder habt Ihr die Nahrung nur hochgehangen? Gab es Bärenbegegnungen? Dort also keine Moskitos? Ist das Querfeldeinlaufen dort einfach oder schwierig? Temperaturen?

Vielen Dank!

Wir kamen abends in Whithehorse an und suchten uns einen Platz zum Zelten, dirket neben dem Yukon River (Kurze Anmerkung: auf der gesamten Reise bezahlten wir nicht einen Dollar für Schlafplätze. Wir stellten das Zelt immer irgendwo auf.). Am nächsten Morgen kauften wir in der Stadt Proviant für 14 Tage ein und tramptem zuerst nach Haynes Junction, wo wir uns im Visitor Center eine Karte vom nordöstlichen Teil des Kluane NP kauften und mit der Dame ein wenig über mögliche Routen diskutierten. Das war nicht ganz einfach, weil niemand der dort anwesenden Angestellten jemals eine längere Tour durch den Park gemacht hat - da es nur ganz wenige, am Rand des Parks gelegene Trails gibt und man im Inneren eher schroffe Landschaften, Eisfelder und Gletscher findet, sind die meisten Besucher eben Dayhiker. Aber es gibt ein Buch, in dem einige mögliche "Routes" beschrieben sind, die irgendwann schon mal jemand gegangen ist. Man läuft also nicht auf Trails, kann sich aber an Bergen und Flüssen einigermaßen orientieren. Aus diesem Buch bekamen wir ein paar Seiten kopiert: beschrieben war ein 8-Tagesmarsch der höchsten Schwierigkeitsstufe. Letztendlich hielten wir uns nur ganz grob an diese Wegbeschreibung - wir machten einige Umwege (manche absichtlich, andere unabsichtlich), bestiegen nebenbei ein paar Berge, liefen auf Berggraden, anstatt in Tälern und so weiter... Aber zurück zur "Story": normalerweise hätten wir in "Burwash Landing" (glaube ich) eine Genehmigung "kaufen" und uns ordnungsgemäß abmelden müssen, so dass die Parkverwaltung weiß, dass da gerade jemand irgendwo durch die Wildnis läuft. Aber darauf verzichteten wir wie immer. Wir trampen auf dem Alaska Highway weiter nach Norden bis zum Duke River und stiegen dort, zunächst auf einer alten, oft kaum erkennbaren Minenstraße, in den Park ein. Am zweiten Tag gab es dann keinen Weg mehr und wir mussten viele anstrengende Stunden über Tundra gehen. Über Tundra zu marschieren, ist wie auf einem Trampolin zu laufen: mühsam! Hat man den Teil der Strecke überstanden, wird das Gehen einfacher. Den Rest der Route (so, wie sie beschrieben ist) in Kurzform: erreicht man erstmal die Berge, ist es nicht weit zum Hoge Pass. Von da aus geht es in einen Canyon, der zu dem großen Tal führt, in dem weiter südlich der Donjek Glacier thront. Ist man an dem vorbei gelaufen, geht es wieder hoch zum Atlas Pass, durch einen Canyon hinunter zum Duke River, den man einige Kilometern entlang läuft und dann überqueren muss. Weiter gehts nach Osten zum letzten, nicht all zu hohen Pass und entlang des Halfbreed Creeks wieder Richtung Highway. Große Schwierigkeiten gab es eigentlich nicht. Die Flussüberquerungen haben Spass gemacht. Eiskalt, das Wasser stand aber immer unter der Hüfte. Zur Schneeschmelze würde ich allerdings eine andere Route wählen ;-) ... Moskitos gab es in der Tundra-Landschaft einige wenige, später, im "richtigen Gebirge", gar keine mehr. Eine Bärentonne hatten wir selbstverständlich nicht dabei (wir hatten ja noch nicht mal eine Genehmigung). Da, wo es Bäume gab, haben wir unsere Nahrung zwischen zwei Bäumen weit hoch gehangen. Überhalb der Baumgrenze (wo sich Bären sowieso seltener aufhalten), haben wir alles, was riecht, in Exped Fold Drybags verpackt weit entfernt vom Zelt irgendwo abgelegt. Es gab damit nie Probleme (der einzige NP den wir besuchten, in dem Tonnen mitgeschleppt werden mussten, war übrigens der Grand Teton NP). Und ja, es gab eine Bärenbegenung, eine "Gegenüberstellung" sozusagen. Der Grizzly stand weniger als 20 Meter von uns entfernt am Rand des Flussbetts - da man die Augen beim Laufen in Flussbetten meist konzentriert auf den Boden richten muss, haben wir ihn erst spät bemerkt. Er stand jedenfalls aufgerichtet auf den Hinterfüßen und hat uns angesehen. Ein wunderschönes Tier. Nach einigen Sekunden des gegenseitigen Musterns ist er weggelaufen. Zu den Temeraturen: wir hatten tolles Wetter da oben. Tagsüber Sonnenschein, man konnte die meiste Zeit des Tages in kurzer Hose und T-Shirt laufen (am Morgen und ab dem späten Nachmittag war es natürlich schon kühler, ich ging dann meist in kurzer Hose und Fleecepullover). Nachts sanken die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt, ein paar mal gab es Frost. Und einmal Schnee. Jetzt noch ein paar Bilder von der Tour durch den Yukon (Tundra - Karibu - Bergsteigen Nähe Hoge Pass - Flussüberquerung - Donjek Glacier - Atlas Pass)

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edit: ist das die Rückansicht vom Mt. Robson? Kenne ihn nur aus einer anderen Perspektive und da sieht er komplett anderst aus.

Das ist gar nicht der Mt. Robson, sondern der Robson Glacier mit der dahinterliegenden Berggette. Der kleine Ansatz, den du da rechts siehst, ist der Robson. Ich stelle gleich noch zwei Bilder vom eigentlichen Berg rein.


So, hier also noch ein paar weitere Bilder:
Bild 1: Mt. Robson und Emperor Falls vom Trail aus (das ist die Westansicht, die meisten bekannten Bilder zeigen ihn sicher von Süden, also vom Highway aus)
Bild 2: Sonnenaufgang am Snowbird Pass (Mt. Robson Provincial Park) nach einer verregneten Nacht im Biwaksack
Bild 3: Christian und ich beim Bergsteigen im Mt. Robson Provincial Park
Bild 4: Berg Lake und Berg Glacier (Mt. Robson Provincial Park)
Bild 5: Skyline Trail (Jasper National Park)
Bild 6: auf einem Berggipfel im Jasper National Park
Bild 7: Mt. Temple: Ich nach Erreichen des Gipfels
Bild 8: Mt. Temple: Sonnenuntergang aus Biwaksack-Sicht
Bild 9: Mt. Temple: Ich beim Abstieg
Bild 10: Unser Zelt im Banff National Park nach Schneefall in der letzen Nacht
Bild 11: Banff National Park vom Pulsatilla Pass aus
Bild 12: Waterton Lakes National Park: Elche im Wasser
Bild 13: Waterton Lakes National Park
Bild 19: Yellowstone National Park
Bild 20: Yellowstone National Park: Antilopen
Bild 21: Yellowstone National Park: überall heiße Quellen
Bild 22: Yellowstone National Park: Buffalo kommt mir gefährlich nahe
Bild 23: Yellowstone National Park: Hotspring und Sonnenuntergang
Bild 24: Yellowstone National Park: Kochen, wie immer, auf offenem Feuer
Bild 25: Yellowstone National Park: Grand Prismatic
Bild 26: Yellowstone National Park: heisser Bach
Bild 27: Grand Teton National Park vom Highway aus
Bild 28: Grand Teton National Park: Marion Lake
Bild 29: Grand Teton National Park
Bild 30: Grand Teton National Park: Alaska Basin
Bild 31: Grand Teton National Park
Bild 32: Grand Teton National Park
Bild 33: Grand Teton National Park: Ich im eisigen Regen auf dem Paintbrush Divide



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phoeniks
06.10.2009, 14:40
Vielen Dank erstmal für die vielen Fotos. Traumhaft :o
Kannst du vielleicht nochmal was zu eurer Erfahrung (ist wahrscheinlich schlecht ausgedrückt, ich meine euer Erfahrungsniveau was Trekking, Bergsteigen o.ä. angeht) sagen, damit man einschätzen kann, ob so eine Tour auch für andere geeignet ist. Was für Ausrüstung hattet ihr denn dabei?

Libertist
06.10.2009, 15:05
Vielen Dank erstmal für die vielen Fotos. Traumhaft :o
Kannst du vielleicht nochmal was zu eurer Erfahrung (ist wahrscheinlich schlecht ausgedrückt, ich meine euer Erfahrungsniveau was Trekking, Bergsteigen o.ä. angeht) sagen, damit man einschätzen kann, ob so eine Tour auch für andere geeignet ist. Was für Ausrüstung hattet ihr denn dabei?

Mir fällt es schwer, meinen eigenen Erfahrungsgrad einzuschätzen... vor dieser Tour war ich natürlich schon in verschiedensten Gebirgen Europas unterwegs. Aber das steht in keiner Relation zu dem, was wir hier gemacht haben. Um es mal ganz klar zu sagen: wir haben manches riskiert. Natürlich kenne ich meine Grenzen (z.B.: wenn man keine Steigeisen dabei hat, hält man sich von Gletschern fern usw.), ich bin also nicht lebensmüde. Aber wenn du gute Ausrüstung hast, eine Karte lesen kannst, Routen planen und Proviant einplanen kannst UND echte Leidenschaft für das in dir trägst, was du machen möchtest... dann tu es halt. Auf diese Weise konnte ich jedenfalls einen wundervollen Trip geniessen und bin heil wieder heim gekehrt.

Eine pdf-Datei mit meiner Ausrüstung hänge ich mal an (Gewichtsangaben sind oft nur grob!). Auf meiner Packliste fehlen Handschuhe. Und die fehlten mir leider auch in den Bergen :grrr: ...

Mika Hautamaeki
06.10.2009, 15:21
Vielen Dank für die Bilder! Unglaublich schön dort!

bergzwerg61
06.10.2009, 17:17
Super Bilder! Danke!

Libertist
06.10.2009, 17:24
Gern geschehen! Ich hätte auch gleich ein paar mehr Bilder reingestellt, wenn ich gewusst hätte, dass daran so große Interesse besteht ;-) ...

winnetoux
06.10.2009, 19:26
Super - ich kann nur ansatzweise abschätzen, was ihr da im Kluane veranstaltet habt. Da ich gerne krittele: eine Genehmigung hättet ihr euch schon holen sollen, das ist kein Spielplatz - wisst ihr ja ... - ich denke nicht, dass dadurch eine Tour geschmälert wird und der Nutzwert wäre doch recht hoch.

Libertist
06.10.2009, 20:12
Super - ich kann nur ansatzweise abschätzen, was ihr da im Kluane veranstaltet habt. Da ich gerne krittele: eine Genehmigung hättet ihr euch schon holen sollen, das ist kein Spielplatz - wisst ihr ja ... - ich denke nicht, dass dadurch eine Tour geschmälert wird und der Nutzwert wäre doch recht hoch.

Im Grunde genommen hast du Recht - vor allem, weil tatsächlich niemand wusste, wo wir waren :cool: ...
Es gibt zwei Gründe dafür, warum wir prinzipiell auf diese Genehmigungen verzichtet haben:
1. In den kanadischen Nationalparks (zumindest da, wo wir waren) zahlt man pro Übernachtung 10 Dollar pro Person, oder mehr. Ich nehme an, dass das im Kluane auch der Fall ist, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen, weil wir nicht nachgefragt haben. :ignore: Mal abgesehen davon, dass ich idielle Probleme damit habe, für das Erleben von freier Natur Geld bezahlen zu müssen, war das für uns auch eine Budget-Frage. (Wer jetzt meint "Ja klar, superteurer Trip und dann kein Geld für Genehmigungen!", dem sei gesagt, dass wir ausschließlich für Flüge und Nahrungsmittel bezahlt haben - sooo teuer war der ganze Spaß also nicht.)
2. Genehmigungen bedeuten Routenplanung. Routenplanung bedeutet, man muss jede Nacht auf einer vorher festgelegten Campsite zubringen. Das ist mir viel zu unflexibel. Was ist, wenn es schneit und ich einen Tag im Zelt zubringen muss oder will? Was ist, wenn mir irgendein Berggipfel gefällt und ich einen Tag Zeit brauche, um ihn zu besteigen? Diese Dinge waren das Geniale an unserer Tour: Freiheit, Flexibilität und eben auch ein bisschen Gesetzlosigkeit. :bg:

Allerdings weiß ich nicht, wie so eine Routenplanung im Kluane ausgesehen hätte. Da es an vielen Orten ja weder Trails, noch Campsites gibt, ist es gut möglich, dass alles wesentlich offener bleibt. Ich gebe dir also Recht und wenn ich die selbe Tour da oben wieder machen würde, dann würde ich mich bestimmt auch ordnungsgemäß abmelden und eine Genehmigung erwerben. Denn WENN dort etwas passiert und niemand weiß, wo ich bin (wir hatten ja auch kein Satellitentelefon dabei), kann es Wochen oder Monate dauern, bis man zufällig gefunden wird.

winnetoux
06.10.2009, 21:44
Dann bin ich beruhigt ;-) denke mir eben auch: wenn schon die paar Regeln nicht eingehalten werden, gibt's irgendwann richtig strenge Kontrollregeln. Da genügen zwei tote oder gerade so gerettete deutsche Tourists bestimmt. Das ist ja das Schöne an Kanada: keine Verbote, aber ein paar Appelle, für die es gute Gründe gibt.

Und klar: wofür man sein Geld ausgibt oder was Natuur so kostet, das Fass mach ich jetzt nicht auf ... Fürs Backcountry in Eurem Fall ein Jahrespass, um die 70 Dollar pro Person, wenn ich nicht irre, gilt dann auch für Banff etc.. Und Kluane hat ja keine Campsites in dem Sinne, ich nehme mal an, dass ist dann damit "geregelt" - kann das schon nachvollziehen mit vorbuchen und so, das kann oder will ich auch nie und ist da ja wohl auch wirklich weder machbar noch notwendig - das Buchen ist ja in den übrigen Nationalparks vor allem auch nötig, um die Zahl der Besucher zu beschränken. Da fährt man im Kluane schon eine geschicktere Taktik. Bis eben auch diese langen "Trails" dann irgendwann mal geregelt werden müssen, seufz.

winnetoux
06.10.2009, 22:00
oh, ignorant: austrian Tourists ... oder einfach: stupid folks :ignore:

Libertist
06.10.2009, 22:11
oh, ignorant: austrian Tourists ... oder einfach: stupid folks :ignore:

Kapier ich nicht...

Ehemaliger
06.10.2009, 22:15
@Libertist Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!! Würdest Du sagen, dass man Kluane auch als Solotour machen kann (wenn man bereit ist, gewisse Risiken einzugehen)?

Wie sah es mit den anderen Parks aus. Konnte man da auch wild campen? Welche waren gut und welche schlecht/überlaufen/zu zivilisiert?

winnetoux
06.10.2009, 22:17
macht nix - ich kapier auch nicht immer alles, was ich schreibe - wohl doch nicht Wienerisch.

Libertist
06.10.2009, 22:52
@Libertist Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!! Würdest Du sagen, dass man Kluane auch als Solotour machen kann (wenn man bereit ist, gewisse Risiken einzugehen)?
Wie sah es mit den anderen Parks aus. Konnte man da auch wild campen? Welche waren gut und welche schlecht/überlaufen/zu zivilisiert?


Natürlich kann man Kluane auch als Solotour machen. Ich hätte dann auf einige Berggipfel verzichtet, weil das allein doch zu riskant ist (zumindest ohne Satellitentelefon), aber die "Routes" an sich sollten kein Problem sein. Würde ich auch jederzeit wieder machen - wenn nötig auch allein.

In den kanadischen Nationalparks haben wir nie von Campsites Gebrauch gemacht. Man kann das Zelt sicher immer irgendwo aufstellen. Manchmal waren wir am Abend zu faul, uns noch weit vom Trail zu entfernen; dann bauten wir unser Zelt sicherheitshalber eben recht früh am Morgen wieder ab. Alles unproblematisch.
Abgesehen von unserer Zeit im Waterton Lakes National Park und dem Mt. Robson Provincial Park (die ziemlich klein sind und in denen man einen Großteil der Trails von irgendeinem Highway aus auch als Dayhike gehen kann) sind wir kaum Menschen begegnet. Jasper, Banff, Yellowstone... dort trifft man einen oder zwei Hiker am Tag, meistens aber gar keinen. Das hängt sicher auch von den Trails ab: wir bevorzugten prinzipiell längere Wege, auf denen also keine Dayhiker unterwegs sind. Zum Yellowstone muss ich noch sagen, dass wir nur im September, also nach Beginn der Schulferien in Amerika, dort waren; zur Hauptsaison ist der Park vielleicht nicht mehr ganz so still. Und im Grand Teton NP sind, wie im Waterton, verhältnismäßig "viele" Menschen - der Park ist klein und wunderschön. Das sind dann allerdings auch keine "Touristen" bzw. Dayhiker, sondern sehr angenehme Hiker, mit denen man sich vernünftig austauschen kann.

Wenn du wirklich deine Ruhe haben möchtest, empfehle ich Jasper, Banff oder Yellowstone (ggf. nicht in der Hauptsaison)... wenn du's ein wenig "extremer" vertragen kannst natürlich Kluane. Damit möchte ich die anderen Parks nicht abwerten! Ich konnte alle Parks sehr geniessen.

Umso größer die Parks, desto seltener trifft man wahrscheinlich auf einen Menschen. Und wie gesagt: WENN man auf einem längeren Trail schon mal jemanden trifft, ergeben sich meistens gute Gespräche zwischen Gleichgesinnten. Etwas anderes ist es mit diesen Dayhikern in den kleinen Parks oder highway-nahen Trails... mit denen muss man dann in Waterton & Co halt leben.

Rückblickend hätte ich die drei Tage im Waterton Lakes NP gestichen und wäre dafür längere im Kluane geblieben. Alles andere war gut so.

Hilft dir das?



macht nix - ich kapier auch nicht immer alles, was ich schreibe - wohl doch nicht Wienerisch.

Ich bin Deutscher und studiere in Wien, falls du darauf anspielst. Was ich nicht verstanden habe, ist, welche Rolle das spielt. Aber das verstehen wir offensichtlich beide nicht. :baetsch:

Ehemaliger
06.10.2009, 23:42
"Hilft dir das?"

Sehr. Many thanks!

Sector
07.10.2009, 06:05
Tolle Fotos! Hast du noch mehr?:bg:
Das mit dem Mt. Robson hab ich mir fast gedacht...ich kenn ihn wirklich nur von der Südseite her (Highway Seite)

Vielleicht noch was zum Permit und dem "Zelten wo ich will".
So wie ich das hier in Kanada momentan erlebe ist das alles halb so wild. Ob man sich abmeldet oder nicht ist schliesslich jedem selber überlassen...ist ja dein Leben;-) so denken halt die Kanadier... Ich denke aber auch das man mit den Ranger ruhig reden kann und ihm seine Pläne unterbreiten...im Zweifelsfall muss er ja nicht alles wissen ;) Normalerweise kann man auch den Zeitpunkt angeben ab welchem nach einem gesucht wird (inkl. 2-3 Reserve Tage also genug um noch einen Gipfel mehr mitzunehmen)
Wildzelten macht hier sowieso jeder und da gibtes soweit auch keine Probleme allerdings sollte man das nicht unbedingt in jedem Forum breittreten:ignore:
Wer das machen will soll schon selber auf die Idee kommen ;-)

edit: hab gerade gesehen das Du 3 SD Karten dabei hattest..da müssen doch noch mehr Bilder sein?:baetsch:

Libertist
07.10.2009, 10:35
Wildzelten macht hier sowieso jeder und da gibtes soweit auch keine Probleme...

Nicht in den Nationalparks! Da sind die Ranger ziemlich streng. Zumindest wurde uns das immer erzählt :bg: ...

Noch mehr Bilder!? Na gut, dann gibt es jetzt noch mal 2 Murmeltiere (Mt. Robson), ein recht karges Flussbett vor'm Donjek Glacier (Kluane), ein Stachelschwein (Kluane), ein weiteres Bild vom Gipfel des Mt. Temple aus und ein letztes vom South Boundary Trail (Yellowstone).


[IMG-L]http://www.bilder-hosting.de/img/1DKHU.jpg[/IMG-L]
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[IMG-L]http://www.bilder-hosting.de/img/1DMZI.jpg[/IMG-L]
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Sector
08.10.2009, 16:35
Nochmals sehr schöne Bilder!

Natürlich sind die Ranger sehr streng sonst würde es ja auch ausarten. Aber was ist die Chance erwischt zu werden wenn man sein Zelt Abends am Ende einer Backroad aufstellt und morgens wieder weg ist. Selbstverständlich ohne Spuren zu hinterlassen.;-)

Trampvan
08.10.2009, 21:23
total schönre bericht... irgendwann muss ich auch mal dorthin :)

BubiBohnensack
17.11.2009, 12:04
Gibt es vielleicht noch mehr Fotos? :)
Mich reizt die ganze Geschichte auch sehr - wie habt ihr euch denn die Zeit genommen? Einfach nur die Sommersemesterferien komplett ausgenutzt? Wir schreiben unglücklicherweise immer noch am Ende ein paar Klausuren. U.u. müsste man mal in Kauf nehmen ein Semester länger zu studieren, um so eine "waghalsige" Tour zu machen, solange man jung und eben...waghalsig ist ;)

Tolles Ding!

Libertist
17.11.2009, 12:14
Genau: einfach die Semesterferien komplett ausgenutzt. Ich hätte Anfang Oktober auch Klausuren schreiben können; darauf musste ich natürlich verzichten (keine Zeit zur Vorbereitung). Aber egal. Wen interessiert, ob du 1 oder 2 Semester länger brauchst!?? Höchstwahrscheinlich werde ich ab Sommer 2010 ein Jahr mit dem Studium aussetzen und quer durch die Welt reisen (genaue Route ist gerade in Planung). Somit verschiebt sich mein Abschluss wieder um ein Jahr - aber das ist mir relativ egal. Warum sollte dich sowas stören?

Bilder gibt es schon noch einige. Aber ich habe eigentlich wenig Lust, schon wieder welche hochzuladen, sorry ;-) ... Es sei denn, es gibt eine ganz bestimmte Gegend, die dich interessiert. Dann zeig ich dir noch etwas davon.

Canyoncrawler
19.11.2009, 08:05
Hallo,

vielen Dank für diesen schönen Bericht.

Nordamerika war die letzten Jahre der Schwerpunkt unserer Reisen, allerdings nicht Trampen und Trekking - sondern Camping und Dayhiking mit Zelt und SUV.
Bis in den hohen Norden des Kontinents haben wir es allerdings noch nicht geschafft, ist noch ein Wunschziel von uns.

Fjaellripan
19.11.2009, 10:24
Eine Traumreise!!!

Libertist
22.11.2009, 10:57
Bis in den hohen Norden des Kontinents haben wir es allerdings noch nicht geschafft, ist noch ein Wunschziel von uns.

Na dann los! :cool:

BubiBohnensack
22.11.2009, 14:03
Ok, dann habe ich doch mal eine konkrete Frage :)

Hier in Deutschland bzw Europa ist es zu zweit ja bedeutend schwerer zu trampen als allein. Zum einen vermutlich wegen der Angst potentieller Mitnehmer, zum anderen, weil Lastwagen soweit ich weiß keinen Platz für drei haben.
Wie ist das in Amiland? Habt ihr lange (mehrere Tage) warten müssen, bevor ihr wieder 500km weiter gekommen seid?

Viele Grüße!

Libertist
22.11.2009, 14:35
Pauschal sag ich mal: Trampen in Nordamerika ist nicht schwierig. Oftmals steht man nur ein paar Minuten. Ein paar Sachen sollte man wissen:

1. Interstate-Highways vermeiden. Auf zweispurigen "Autobahnen" hält keine Sau. Selbst Auffahrten sind unpraktisch. An Raststätten zu fragen ist dann das beste.
2. Straßen, die hauptsächlich von Touristen befahren werden, vermeiden. Der Alaska-Highway ist beispielsweise über weite Strecken kaum befahren und wenn mal jemand vorbei kommt, dann meist ein US-Wohnmobil, das den Weg von Texas bis Fairbanks mit Sicherheit ohne Hitchhiker bestreiten wird. Wenn du allerdings das Glück hast, mitgenommen zu werden, dann meist über weitere Strecken. Am Alaska Highway standen wir zweimal fast den ganzen Tag. Aber WENN jemand hält, dann kommst du gut voran.
3. Kleinere Highways werden vor allem von Berufstätigen (Pendlern) befahren; die nehmen meistens gerne Hitchhiker mit - natürlich fahren die aber auch nicht so weit. Trotzdem empfehle ich diese Variante. Mehr Abwechslung, man lernt interessante(re) Menschen kennen, weniger Langeweile. Stundenlanges Stehen auf Touristenstraßen kann schon mal zu deprimierter Stimmung führen.
In der Gegend um Banff, Jasper & Co wirst du keine Probleme haben. Dort sind genügend Leute unterwegs. Dasselbe gilt für alle (mir bekannten) Strecken bis nach Salt Lake City: keine Probleme, wenn man die Interstates vermeidet. Und natürlich Großstädte, wie Calgary (dort hatten wir das Glück, dass derjenige, der und IN die Stadt fuhr, uns auch wieder auf den richtigen Highway außerhalb der Stadt brachte). Schwieriger wird es, wenn du (wie wir) die 2500 Kilometer in den Yukon trampen willst; wir haben dafür 6 Tage gebraucht.

Noch eine Kleinigkeit: Stell deinen Rucksack so vor dich hin, dass er von den Autofahrern gesehen wird. Wir haben unsere Rucksäcke anfangs eher "versteckt", damit man nicht sieht, wie viel Gepäck wir haben (könnte die Fahrer ja aus Platzgründen abschrecken, obwohl es doch meistens passen würde). Das war falsch: wenn Autofahrer einen großen Rucksack sehen, an dem bestenfalls noch ein paar "Hiking poles" befestigt sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie dich als harmlosen Reisenden erkennen, der einfach so schnell wie möglich wieder in die Natur möchte. Und Hiker sind grundsätzlich beliebt.

Ich plane gerade meine Alaska-Reise (Sommer 2010) und werde mich aufgrund meiner guten Erfahrungen, die ich in diesem Jahr in Kanada und den USA gemacht habe, wieder auf's Hitchhiken verlassen. Und ich rate jedem dazu.

Edit: allein ist immer leichter, als zu zweit. Das gilt also auch für Amerika. Aber möglich ist es trotzdem. Und wenn du eine Frau an deiner Seite hast, wirst du sowieso keine Probleme haben. Wir beide sind in Kanada beispielsweise oft getrennt gereist, während wir in den USA (wo wir das Trampen als leichter empfanden), meist zu zweit unterwegs waren.

BubiBohnensack
22.11.2009, 14:44
Top Infos, ein Riesendank!

reinhardt
23.11.2009, 11:11
Hi,

hätte da auch noch ne Frage zum Trampen.
Wie habt ihr den übernachtet, wenn ihr über mehrere Tage getrampt habt?

Gruß
Reini

Canyoncrawler
23.11.2009, 11:42
1. Interstate-Highways vermeiden. Auf zweispurigen "Autobahnen" hält keine Sau. Selbst Auffahrten sind unpraktisch. An Raststätten zu fragen ist dann das beste.

Auf Interstates hält sinnvoller weise keiner an, denn es gilt der Grundsatz "No Stopping on Interstate", ist wie auf Autobahnen in Deutschland wo man auch nicht ohne wichtigen Grund auf dem Seitenstreifen anhalten darf.

Wo in den USA Trampen erlaubt (bzw. - sehr häufig - nicht erlaubt ist), kann man auf dieser Seite nachlesen (es gibt ausser den Interstates eine ganze Reihe weiterer Verbote, die je nach Bundesstaat unterschiedlich sind):
http://www.digihitch.com/usa-map.html

Als Tourist kennt man sich i.d.R. weder mit Bundesgesetzen noch mit den State Laws aus, daher werden Touristen i.d.R. keine Anhalter mitnehmen.

In der Nähe von Gefängnissen habe ich schon Schilder gesehen, wo das Mitnehmen von Anhaltern bei einer hohen Strafe (Fine) verboten war.

Innerhalb von National Parks stehen die Chancen nicht schlecht, da viele Touristen ein Herz für die Wanderer haben die zwischen den Trailheads unterwegs sind (wir sind in Colorado auch schon mitgenommen worden und das obwohl wir überhaupt nicht trampen wollten und auch nicht den Daumen rausgestreckt haben). Es ist keine Seltenheit dass die Amerikaner einfach anhalten und fragen ob man mitfahren möchte.

fjellstorm
23.11.2009, 11:57
@Libertist:
Toller bericht, tolle Gegend, wunderschöne Fotos.

Schön, wenn man die ganzen Semesterferien nutzen kann um in die Wildnis abzuhaun.Ganz mein Geschmack.
Aber mal aus Interesse: Wieviel hat dich das ganze gekoste, vor allem der Flug?
Vor allem wie hast du die Kosten, die ja sicher 1000-1500.- € ausgemacht haben, aufgebracht, zudem du ja Student bist??:grins:


Wen interessiert, ob du 1 oder 2 Semester länger brauchst!?
hm aktuell ist ja bildungspolitisch einiges im Gange bzw rennt einiges schief in Österreich, da würd ich mal mit solchen aussagen vorsichtig sein...;-):grins:

Anyway, würd mich über eine genauen Tourenverlauf mit Karten freunen,sofern dir das möglich ist.

Best regards, ebenfalls aus Wien:D

tom

Libertist
23.11.2009, 13:23
Wie habt ihr den übernachtet, wenn ihr über mehrere Tage getrampt habt?

Irgendwo :bg: ... Wenn wir am späten Nachmittag oder am Abend von jemandem mitgenommen wurden und befürchten mussten, dass wir am selben Tag nicht mehr weiter kommen würden, haben wir uns immer an einer Stelle rausschmeißen lassen, an der wir prinzipiell auch übernachten könnten. Wenn unser Fahrer also beispielsweise bis nach Dawson Creek fuhr, baten wir ihn darum, uns noch wenige Kilometer weiter auf unserer Route zu fahren (was immer geschah!), so dass wir hinter der Stadt an einem kleinen Bach oder See oder was auch immer weiter trampen oder - im Zweifel - eben auch übernachten konnten. Unser Zelt haben wir dann immer abseits vom Highway aufgeschlagen. Es gibt da genügend Wald und Hügel; es ist nicht schwierig, einen Schlafplatz zu finden.



Wo in den USA Trampen erlaubt (bzw. - sehr häufig - nicht erlaubt ist), kann man auf dieser Seite nachlesen...

Es stimmt, dass Hitchhiking in vielen Staaten verboten ist. Ich weiß bis heute noch nicht, welche das sind. Oft wurden wir von Leuten mitgenommen, die meinten, dass sie das gar nicht dürften. Einerseits wegen der Gesetzeslage des Bundesstaates (keine Ahnung, ob sie das wussten oder nur vermuteten), andererseits weil sie mit ihrem Firmenauto oder geschäftlich unterwegs waren. Police-Officer, Park-Ranger, Bauarbeiter in der Arbeitszeit und mit Firmen-Truck... sie alle haben uns mitgenommen! :baetsch: Scheint also nicht ganz so wild zu sein.

Noch eine Sache zum Hitchhiking: wir haben dadurch viele wunderbare Menschen kennengelernt. Und viele Kontaktadressen bekommen. Wir sind jetzt sozusagen in die verschiedensten Teile Kanadas und der USA eingeladen: von Québec bis zum Yukon; von Washington State bis nach Texas: es gibt jetzt eine Menge Menschen zu besuchen! Und einige von denen sind natürlich ebenso scharf auf VIENNA!
Trampen ist eine gute Sache.



Aber mal aus Interesse: Wieviel hat dich das ganze gekoste, vor allem der Flug?

Alle Flüge kosteten insgesamt circa 1100 Euro. Hätten wir auf die 4 Tage NYC verzichtet (was im Nachhinein sehr ratsam gewesen wäre), wäre es noch mal günstiger geworden.
Vor Ort haben wir ca. 900 Dollar ausgegeben. Man muss bedenken, dass wir uns in den 11 1/2 Wochen nichts anderes, als Nahrung leisteten. Nie ein Hostel, keinen Campingplatz, keinen Bus und so weiter... Der gesamte Trip kostete uns also keine 2000 Euro. Das ist für circa 3 Monate in Nordamerika nicht so schlecht, glaube ich. Und ich könnte nicht behaupten, dass es uns an irgendetwas gefehlt hätte. Außerdem hätten wir noch eine Menge Geld sparen können, wenn wir auf Eis-Orgien und All-you-can-eat Restaurants verzichtet hätten, an denen es hin und wieder (nach vielen Tagen Wildnis) kein Vorbei gab. Ihr kennt das vielleicht ;-) ...



...zudem du ja Student bist??

Tja, was soll ich sagen? Ich bekomme Bafög und lebe sparsam. Ich verzichte auf einige Dinge in meinem Leben, um das machen zu können, wofür ich wahre Leidenschaft empfinde. Und weil ich sehe, was ICH monatlich ansparen kann (und dann in 3 Monate Semesterferien investiere :D), stehe ich der aktuellen bildungspolitischen Debatte entsprechend skeptisch gegenüber.



"Wen interessiert, ob du 1 oder 2 Semester länger brauchst!?"

hm aktuell ist ja bildungspolitisch einiges im Gange bzw rennt einiges schief in Österreich, da würd ich mal mit solchen aussagen vorsichtig sein...

...warum?

Libertist
23.11.2009, 13:34
Anyway, würd mich über eine genauen Tourenverlauf mit Karten freunen,sofern dir das möglich ist.

Puhh, den genauen Tourenverlauf? Heißt das, du willst die Namen der Trails, unsere Nachtlager und so weiter? Hm, du wohnst doch in Wien. Wie wäre es, wenn du mal unser Scheißhaus besuchen würdest - da kann ich dir alles erklären! :bg:

[IMG-L]http://www.bilder-hosting.de/img/7C6MP.jpg[/IMG-L]

BubiBohnensack
23.11.2009, 15:03
Und noch eine Frage habe ich. Ich hoffe sie erscheint nicht zu...pedantisch penibel!? Anyways:
Wenn ihr nach einer Woche Wildnis aus einem Nationalpark gekugelt seid, habt ihr euch zunächst Gedanken um eine Dusche gemacht, bevor ihr den Daumen raus gehalten habt? Falls ja - war immer irgendwo in der Nähe etwas zu finden oder habt ihr in den Flüssen ein zweites Set Klamotten immer frisch gehalten? Ist es in Amiland möglich wie in Europa an den Tankstellen zu duschen?

Aber die wichtigste Frage, eine Frage die hier sicher schon häufiger theoretisch diskutiert wurde, möchte ich dich trotzdem noch mal fragen. Wie schaut es mit den bösen, bösen, tödlichen Bären aus? Hattest du ein ungutes Gefühl? Ein anhaltendes ängstliches Ziehen im Magen oder hattest du zu keiner Zeit das Gefühl etwas gefährliches zu tun? Deine Bärenbegegnung ist ja gut gegangen und muss beeindruckend gewesen sein!

Der Grund für meine ganze Fragerei ist, dass ich nächsten Sommer (ergo auch die ganzen Semesterferien) irgendwohin möchte. Ich weiß nur noch nicht wo. Ob GR11 komplett von Atlantik bis Mittelmeer, Nordkalotleden oder halt ein bischen durch Nordamerika...

Viele Grüße
Vincent

Libertist
23.11.2009, 18:27
Auf die Dusch-Frage hab ich nur eine dreckige Antwort: keine Ahnung, wir waren nie duschen. Zumindest fast nie: 1x in einer Helicopter-Station in Grande Cache (wir haben direkt daneben übernachtet und wurden am nächsten Morgen von 2 freundlichen Piloten geweckt; dann gabs Frühstück, Internet und eine Dusche). Und natürlich in SLC und NYC, aber auf der eigentlichen Reise mussten Bäche, Flüsse, Wasserfälle und Seen ausreichen. Und das reichte tatsächlich. Wir hatten Kernseife dabei und Gelegenheiten zum Waschen gibts in den Rockies wie Sand am Meer. Wenn unsere Klamotten zu stinken begannen, dann haben wir über dem Feuer Wasser aufgewärmt, dieses samt feuchter, eingeseifter Wäsche in den Drybag gestopft und ordentlich geschüttelt und geknetet. Funktioniert super. Unsere Klamotten waren natürlich trotzdem nicht wirklich sauber, aber das ist beim Hitchhiken kein Problem. Solange du als Hiker (und nicht als Obdachloser) erkannt wirst, hat man keine großen Probleme. Im Gegenteil: wenn du dreckig, unrasiert und ausgehungert am Straßenrand in scheinbar endloser Gebirgslandschaft stehst, halten einige wahrscheinlich sogar an, um von deinen "Abenteuern" zu hören. Naja, den Gefallen kann man selbst einem Tourist mal tun ;-) ... Und die Mädchen stehen ja sowieso drauf! :ignore:
Soll heißen: es gibt schon hier und da Duschen bzw. Waschsalons. Aber von denen haben wir nie Gebrauch gemacht. Trotzdem war mein Kadaver meistens relativ sauber.



Wie schaut es mit den bösen, bösen, tödlichen Bären aus?

Du meinst die lieben Kuschelbären, die man meistens nur von Ferne sieht und die sofort das Weite suchen, sobald sie einen Menschen bemerken? Ja, vor denen hatten wir ganz schreckliche Angst! :bg:
Nein, im Ernst: nach einigen Tagen hatte ich beinah vergessen, dass es in den Bergen, durch die ich hier gedankenlos marschiere, ja auch gewisse Gefahren gibt. Vor Bären hatte ich keine Angst, im Gegenteil: ich hätte gern ein paar mehr gesehen. WENN man ihnen dann tatsächlich begegnet oder nachts von lautem Schnaufen direkt neben dem Zelt geweckt wird (und man nicht weiß, ob es ein Igel oder ein Grizzly ist :p ), dann ist man schon sehr, sehr angespannt. Aber das ist doch genial!! Ich liebe dieses Gefühl... Letztendlich muss ich allerdings auch zugeben, dass mein Reisepartner und ich in Bezug auf Vorsicht im weitesten Sinne eher zu den "relaxten" Typen gehören. Viele, denen wir begegneten, hatten wesentlich mehr Angst vor wilden Tieren. Die hörte man schon kilometerweit mit ihren Bärenglocken und den Warn-Gesängen... wir verhielten uns beim Gehen meistens still. In jedem Backcountry Office wird empfohlen, in der Wildnis möglichst viel Geräusch zu machen. "Aber da verscheucht man doch die vielen Bären", denke ich mir da nur :bg: ...

Canyoncrawler
23.11.2009, 20:00
Hallo,


Ist es in Amiland möglich wie in Europa an den Tankstellen zu duschen?
mit Duschen in Amiland kenne ich mich aus, aber ich weiss nicht, ob wir das hier weiter im RB-Thread diskutieren sollen oder in einem Extra-Thread.

In Tankstellen findet man normalerweise keine Duschen. Öffentliche Duschen gibt es entlang der US-Highways und Interstates (die Autobahnen) z.B. auf den gut ausgestatteten Rasthöfen (es gibt aber auch ganz viele Rasthöfe wo man noch nicht mal ein Spül-WC findet).

In den National Parks sind die Duschen (sofern überhaupt welche vorhanden sind) meistens in der Nähe eines der grösseren Campingplätze.
In einigen National Parks findet man auch Duschen neben bestimmten General Stores oder in der Nähe der Visitor Center, kostenpflichtig sind die normalerweise alle. Die Zeitschrift der Parks gibt Auskunft über die Public Showers und deren Öffnungszeiten (ich finde das immer ganz toll wenn die wie so Vieles nach dem 1. Septemberwochenende schliessen :grrr: )

Im Schnitt ist man mit 4 USD dabei. Entweder bezahlt man den Betrag bei grösseren Bathhouses an einer Art Kasse oder aber es handelt sich um Münzduschen in die man 25-Cent-Stücke einwirft (die man vorher gewechselt haben sollte, Wechselautomaten findet man nicht überall).

Auf privaten Campingplätzen kann man häufig auch gegen Geld duschen (ohne dass man als Camper eincheckt, wenn man eincheckt sind die Duschen auf den allermeisten privaten Plätzen kostenlos).
Die KOA (Kampgrounds of America) sind eine weit verbreitete Kette privater Campingplätze, hier kann man gegen einen Betrag von 4-6 USD pro Person duschen.

Wir campen in den USA öfters auf den ganz einfachen Plätzen in den Parks (wo es keine Duschen gibt) und die Fahrt zur Dusche kann in den grossen Parks schon mal eine Fahrt von 50 und mehr Meilen bedeuten. Daher haben wir uns eine Solardusche angeschafft (diese schwarzen Wassersäcke mit Schlauch und Ventil).
Man bekommt sie für etwa 10 USD in den Walmarts, Kmarts, in Canada z.b. im Real Canadian Superstore, aber auch in den Outdoorläden wie REI, BassPro, Cabellas ...
Wir füllen den Wassersack mit Wasser und hängen ihn in einen Baum oder legen ihn über einen Felsbrocken (Achtung, es gibt auch Parks wo man noch nicht mal einfaches Wasser wegen der Bären ausserhalb der metallenen Bärenboxen liegen lassen darf z.B. Yosemite, Sequoia und Kings Canyon in Kalifornien).
Falls die Vegetation nicht genügend Schutz vor den Nachbarcampern bietet, sollte man beim Duschen Badekleidung anziehen, denn die Amerikaner sind nackte Tatsachen in der Öffentlichkeit nicht gewöhnt und es könnte Ärger geben. ;-)

Wir reisen mit 4WD und Zelt und haben dann im Auto genügend Platz für den Wassersack wenn wir weiterfahren. Wenn man als Long Distance Hiker die ganze Habe aber Rucksack transportieren muss, würde ich den Wassersack einsparen und auch in Flüsse und Seen springen (Achtung in den Nationalparks gelten dafür bestimmte Regeln. Im Yellowstone sieht man es gar nicht gerne, wenn jemand in den heissen Quellen baden würde, es ist bei Strafe verboten). Dafür kann (und darf!) man sehr schön im Boiling River baden (ein Abschnitt des Gardner Rivers wo heisse Quellen zulaufen).
Die Verwendung von Bioseife (heisst in den USA Non-Detergent Soap) wird empfohlen um die Gewässer nicht zu verschmutzen. Es gibt aber auch Parks wo man auch keine Bioseife in den Parks verteilen soll (z.B. auch wieder Yosemite, Sequioa und Kings Canyon in Kalifornien).

Zum Spülen gibt es auch wieder - je nach Park - spezielle Empfehlungen.

Am Besten ist, man schaut sich bei Aufenthalten in den Parks der USA zunächst mal die Infoseiten der Parks an.
Über www.nps.gov erreicht man die offiziellen Seiten der US-amerikanischen National Parks und vieler National Monuments.

Unsere Kanada-Reise ist schon 8 Jahre her, aber in den kanadischen National Parks der Rocky Mountains war es ähnlich.
Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, gab es in Kanada in den Parks in BC und Alberta aber häufiger kostenlose Duschgelegenheiten auf den Campingplätzen (als nicht registrierter Camper sollte man sich dort aber wohl eher nicht erwischen lassen).

Und noch was zum Thema Bären: in den Parks mit Grizzlys in den kontinentalen USA z.b. Yellowstone, Glacier, aber auch viele Wilderness Areas und National Forests in Idaho, Montana und Wyoming sollte man ohne Bärenabwehrspray nicht losziehen. Die grosse Dose kostet zwischen 39 und 49 USD, die kleine zwischen 29 und 39 USD. Diese Bewaffnung gibt einem im Grizzlycountry ein gutes Gefühl, auch wenn man Nachts im Zelt liegt und der Maultierhirsch der neben dem Zelt die Sträucher abnagt sich wie ein Bär anhört. :grins:
Mit den Bären passiert erstaunlich wenig, die meisten Verletzungen beim Aufeinandertreffen von Mensch und Tier entstehen in den Rocky Mountains durch brünftige Wapitihirsche (Brunft der Wapitis ist in den Monaten Sept./Okt.) oder durch Bisons und Elche.
Eine Elchkuh hat uns auch schon mal Angst eingejagt, als wir sie beim Wandern im Yellowstone im sumpfigen Gestrüpp aufschreckten und sie sich in weniger als 20 m Entfernung vor uns auf den Weg stellte und zunächst keine Anstalten machte den Trail frei zugeben. Wenn das ein Elchbulle mit ausladendem Geweih gewesen wäre, ich glaube ich hätte freiwillig den Rückwärtsgang eingelegt.

fjellstorm
23.11.2009, 20:58
Tja, was soll ich sagen? Ich bekomme Bafög und lebe sparsam. Ich verzichte auf einige Dinge in meinem Leben, um das machen zu können, wofür ich wahre Leidenschaft empfinde. Und weil ich sehe, was ICH monatlich ansparen kann (und dann in 3 Monate Semesterferien investiere :D), stehe ich der aktuellen bildungspolitischen Debatte entsprechend skeptisch gegenüber.




...warum?
Das Bafög, in Österreich auch Stipendien oder Studienbeihilfe genannt, bekommt man nicht grenzenlos,nur unter speziellen bedingungen, ergo nicht endlos sondern für die mindestzeit des studiums+2 Toleranzsemester oder so, vorrausgesetzt ist ein regelmäßiger Studiumerfolgsnachweis (semesterstunden, etc).Das meinte ich vorhin, aber egal.
Ich bekomme keins und muss arbeiten nebenbei:motz::motz:.. keine 3 monate "urlaub" deshalb vielleicht die Spur eines Neides...:lol:


Hm, du wohnst doch in Wien. Wie wäre es, wenn du mal unser Scheißhaus besuchen würdest - da kann ich dir alles erklären!
..hm, wäre ein bier inkludiert? dann sofort.....:bg:

So, wieder weiter im Text:
Habt ihr ein visum gehabt?

Libertist
23.11.2009, 21:29
Auf die Bafög/Studienbeihilfe/Audimaxbesetzungs - Geschichte gehe ich jetzt mal nicht weiter ein. Das könnte nämlich zum Streit führen ;-) ... Nur so viel: ich habe es Bafög genannt, weil ich tatsächlich Bafög - nämlich aus Deutschland - bekomme.

Zum Bier lade ich dich nicht ein. Wir haben gerade keins da. Aber ein Glühwein wäre drin. Freitag?

Ein Visum hatten wir nicht. Braucht man auch nicht, insofern man die Aufenthaltsdauer von 90 Tagen nicht überschreitet.

fjellstorm
23.11.2009, 21:34
Auf die Bafög/Studienbeihilfe/Audimaxbesetzungs - Geschichte gehe ich jetzt mal nicht weiter ein. Das könnte nämlich zum Streit führen ;-) ... Nur so viel: ich habe es Bafög genannt, weil ich tatsächlich Bafög - nämlich aus Deutschland - bekomme.
Na, das war eh nicht meine absicht.;-) ich distabziere mich ebenfalls von dem ganzen, weil ich sowieso nichts bekomme:(;-).



Zum Bier lade ich dich nicht ein. Wir haben gerade keins da. Aber ein Glühwein wäre drin. Freitag?
werd dir noch ne PM bezüglich dessen schicken, schätze das interessiert den rest wohl kaum;-)

Schön, dass das auch mit dem Trampen so gut bei euch funtioniert hat.

Libertist
23.11.2009, 21:38
Alles klar!

Clouseu
26.11.2009, 10:30
Geniale Tour!

Libertist
01.12.2009, 23:18
Danke! Überhaupt freue ich mich sehr über das positive Feedback! :popcorn:

hrXXL
02.12.2009, 18:02
mir gefällt die tour auch sehr sehr gut. leider habe ich nie so viel zeit an einem stück um so etwas großes zu machen und die freundin spielt da auch nicht immer mit

CODY
23.02.2010, 01:28
Traumhafte Fotos.Schöner Bericht.Danke.

Gruß Cody

DonJuan
23.02.2010, 10:51
Wow, echt sehr schön.
Wie toll es doch ist wenn man wo man gerade möchte sein Nachtlager aufschlagen kann.
2000 Euro für 3 Monate? Das ist denke ich echt nicht schlecht. Wenn die Flüge 1100 Euro verschlungen haben habt ihr 900 Euro für Lebensmittel ausgegeben, d.h. im Monat ca. 300 Euro.
Wie waren denn die (Lebensmittel-)Preise? Vergleichbar mit Deutschland oder günstiger?
Was gab es denn bei euch in der Regel zu Essen? Viele Grundnahrungsmittel (Reis, Nudeln...) oder Fertigessen?

Danke.
DonJuan

OliverR
23.02.2010, 12:10
Noch einmal so jung und ungebunden sein, noch einmal so viel Zeit investieren können... Toller Trip und sehr schöne Fotos 5sterne

Libertist
23.02.2010, 12:27
Wie waren denn die (Lebensmittel-)Preise? Vergleichbar mit Deutschland oder günstiger?

Um einiges teurer. Wir hielten uns ja größtenteils in Nationalparks auf, das heißt, wir mussten da einkaufen, wo auch die vielen Touristen einkaufen. Die Lebensmittelpreise waren wirklich unverschämt. In Kanada noch krasser, als in den USA. Hätten wir zu deutschen Preisen einkaufen können, hätten wir wohl nur halb so viel Geld für Lebensmittel ausgeben müssen.



Was gab es denn bei euch in der Regel zu Essen? Viele Grundnahrungsmittel (Reis, Nudeln...) oder Fertigessen?

Eigentlich jeden Tag dasselbe: Morgens ein gutes Müsli, angerührt mit Milchpulver und Wasser. Zum Mittag Brot, ein bisschen Käse und Wurst. Manchmal noch Zwiebel. Am Abend gab es Spaghetti: ins Nudelwasser warfen wir immer irgendeinen Suppen-Brühwürfel, so dass man eigentlich von einer Nudelsuppe sprechen konnte. Also keine Soße oder sowas, sondern einfach Spaghetti im Nudelwasser mit Suppengeschmack ;-)... Zwischendurch Müsli-Riegel.
Das hört dich jetzt vielleicht ziemlich eintönig an, aber wir haben uns auf jede Mahlzeit gefreut, es war immer lecker!
An Einkaufsmöglichkeiten haben wir dann meistens eine ordentliche Ladung Obst und Gemüse verzehrt - und Eis natürlich!

http://www.bilder-hosting.de/img/CN05O.jpg


Im kommenden Sommer werden wir wohl aus Gewichtsgründen auf das Mittagessen verzichten und stattdessen viel mehr Müsli-Riegel mitnehmen.

TSC
23.02.2010, 14:08
Erstmal danke an Cody, dass er mit seinem Posting diesen Reisebericht nochmal hochgeholt hat. Den hatte ich noch garnicht gesehen.

Dann: Wow! Eine tolle Tour und klasse Fotos. Die Rockys stehen bei mir auch noch auf dem langen Zettel der Ziele. Ich war 1989 mal im Yellowstone, aber nur für ein paar Tage. Eine so lange zusammenhängende Zeit muss die Eindrücke noch wahnsinnig vertiefen. Auch, weil man mehr Zeit zum geniessen hat.
Leider ist es bei mir wie OliverR es so schön ausgedrückt hat... :(


Im kommenden Sommer werden wir wohl aus Gewichtsgründen auf das Mittagessen verzichten (...)

Na, dann wird der Urlaub ja noch preisgünstiger und Ihr am Ende UL ;-)

Libertist
23.02.2010, 14:25
Na, dann wird der Urlaub ja noch preisgünstiger und Ihr am Ende UL

Preisgünstiger ja (also die Einkäufe an sich), UL nein - allein meine Basis-Ausrüstung (ohne Essen) wird schon 23 Kilo haben! :ignore:

TSC
23.02.2010, 14:43
Preisgünstiger ja (also die Einkäufe an sich), UL nein - allein meine Basis-Ausrüstung (ohne Essen) wird schon 23 Kilo haben! :ignore:

Ich meinte ja auch, dass Ihr UL werdet, wenn Ihr konsequent auf das Mittagessen verzichtet :bg:

Libertist
23.02.2010, 14:45
Achsoooo... :bg: :bg:

BubiBohnensack
23.02.2010, 15:09
Für wieviele Tage wart ihr im längsten Fall autark unterwegs? Ergo, wieviel Essen habt ihr maximal mitgeschleppt?

Libertist
23.02.2010, 15:15
Für wieviele Tage wart ihr im längsten Fall autark unterwegs? Ergo, wieviel Essen habt ihr maximal mitgeschleppt?

14 Tage im Kluane National Park, Yukon. Da war ich bei ca. 33 kg.

thelina
23.02.2010, 16:12
Wir sind im August von Banff nach Jasper (haben aber ein Stück ausgelassen) gewandert und waren auch auf dem Skyline Trail und er war traumhaft schön. Total waren es 15 Tage und können somit einigermassen während normal lagem Urlaub untergebracht werden.

Libertist
23.02.2010, 16:37
In 15 Tagen von Banff nach Jasper!? Wow, das ist nicht viel. Wieviel habt ihr denn ausgelassen?

thelina
23.02.2010, 16:45
Es waren insgesamt 300 Km und wir sind von Field nach Saskatchewan River Crossing mit dem Taxi gefahren und haben ca 100 km aufgelassen, die aber auch den Ruf haben, nicht so schön zu sein, da man fast die ganze Zeit unterhalb der Baumgrenze unterwegs ist.

Wir haben uns an der folgenden Aufstellung orientiert http://bradlandproductions.com/gdt-itinerary.pdf

Edit: Eigentlich hatte ich mal vor, einen Reisebericht zu schreiben, aber bis jetzt ist alles nur in Form eines Reisetagebuches vorhanden.:ignore:

BubiBohnensack
23.02.2010, 18:47
edit: Eigentlich hatte ich mal vor, einen reisebericht zu schreiben, aber bis jetzt ist alles nur in form eines reisetagebuches vorhanden.

her damit!

Chemiker
24.02.2010, 14:07
:o Was für eine tolle Tour! Danke für den Reisebericht.

Hexe
24.02.2010, 18:27
Schöne Tour, soviel Zeit müsste man mal haben... !


Gruß Hexe

Ehemaliger
21.06.2010, 19:13
Ich darf den Thread noch einmal aufgreifen, da sich meine Pläne etwas geändert haben. Ich bin nun im September für ca. 2 Wochen in der Nähe von Denver und damit auch in der Nähe von Yellowstone/Grand Teton und werde ein Auto zur Verfügung haben.

Klar ist schon mal, dass ich den Teton Crest Trail laufen will. Soll ja einer der besten Trails sein. Gibt es da einen Tip für einen Loop (Einstiegspunkt, Ausstiegspunkt) o.ä.? Ich vermute, dass man im September keinen Eispickel mehr braucht bzw. noch nicht wieder braucht? Gibt es um die Jahreszeit noch Permit-Probleme (hab natürlich keine Reservierung)?

Und was mache ich dann am besten im Yellowstone NP? Ist dieser Thoroughfare Loop gut? Sieht alles etwas weniger spektakulär als im Grand Teton NP aus (soweit ich das anhand der Google Bildersuche beurteilen kann). Ab wann sind die besten Herbstfarben (erst ab Mitte September oder noch später)?

Vielen Dank für alle guten Tips!

Libertist
21.06.2010, 19:51
Zu den Tetons: wir haben eine nette Runde in dem Park gedreht, die ich auch weiterempfehlen kann. Einstiegsort war das Visitor Center in Moose, wo wir die Bear Canisters bekommen haben (verpflichtend!), eine Karte besorgten und mit der Rangerin eine Route geplant und gebucht haben. Vorher buchen ist nicht unbedingt notwendig; einige Camps mögen ausgebucht sein, wenn du Pech hast, aber in der Regel kannst du die Strecken gehen, die du gehen willst. Also einfach in das Visitor Center marschieren, Hello sagen, Ideen und Routenvorschläge bringen und die Ranger machen den Rest. Haben wir genauso gemacht und sind am selben Tag noch losgegangen. Unsere Route: Phelps Lake, Open Canyon, Mt Hunt Divide, Marion Lake, Death Canyon Shelf, Alaska Basin, Hurricane Pass, South Fork, Lake Solitude Trail, Paintbrush Divide, Paintbrush Canyon, Jenny Lake und von dort zurück nach Moose getrampt. Ich kann ein Bild von dem Kartenausschnitt machen und es dir schicken, wenn du willst. Dann kannst du unsere Route leicht nachvollziehen. Eispickel bzw. Steigeisen sind nicht nötig

Zum Yellowstone: da kommt es ganz darauf an, was du sehen willst (Berge, Steppe, Geysire, heiße Quellen, Bisons...?) und wie viel Zeit du dafür hast. Wir waren insgesamt 16 Tage in dem Park und sind wirklich viele Trails gelaufen. Schreib mal, wie viel Tage du dafür einplanst und wofür du dich interessierst, dann empfehle ich dir was.
Was die Herbstfarben angeht, kann ich dir nicht viel sagen. Wir waren bis Mitte September dort und haben diesbezüglich nichts Besonderes bemerken können. Und ich bezweifle, dass sich das ändert: im Yellowstone gibts vor allem Steppe, Gras und Nadelwald - weniger Büsche und Tundra (wie beispielsweise in Alaska), die sich im Herbst färben.

Ehemaliger
21.06.2010, 20:25
Danke!

Zeit...wie immer knapp. Beispiel:

10.9. (Freitag spät): Ankunft Denver
11.9. (Samstag): shopping, family visit, Zeitumstellung verdauen
12.9. (Sonntag): 8-9 Stunden Autofahrt nach Grand Teton
13.9. (Montag) - 22.9. (Mittwoch): nur 10 Tage Zeit für echtes Hiking :(
23.9. (Donnerstag): 8-9 Stunden Rückfahrt mit dem Auto
24.9. (Freitag): family visit bzw. Reservetag
25.9. (Samstag): Rückflug von Denver

Im Yellowstone würde ich schon gerne fette Bisons usw. sehen, aber möglichst auch interessante Landschaft.

Alternative: Wenn ich am 25.9. von Jackson (Yellowstone) über Denver zurückfliege, hab ich 2 Tage mehr Zeit ...

Libertist
21.06.2010, 20:54
Danke!

Zeit...wie immer knapp. Beispiel:

10.9. (Freitag spät): Ankunft Denver
11.9. (Samstag): shopping, family visit, Zeitumstellung verdauen
12.9. (Sonntag): 8-9 Stunden Autofahrt nach Grand Teton
13.9. (Montag) - 22.9. (Mittwoch): nur 10 Tage Zeit für echtes Hiking :(
23.9. (Donnerstag): 8-9 Stunden Rückfahrt mit dem Auto
24.9. (Freitag): family visit bzw. Reservetag
25.9. (Samstag): Rückflug von Denver

Im Yellowstone würde ich schon gerne fette Bisons usw. sehen, aber möglichst auch interessante Landschaft.


Also 10 volle Tage für die Tetons und den Yellowstone?
Dann würde ich vorschlagen: 4 1/2 Tage Trekking in den Tetons, da kann man von Moose (Visitor Center!) aus schon eine schöne Runde drehen. Am Ende des 5. Tages Fahrt in den Yellowstone. Mein Vorschlag: Madison Valley (1 Tag; tolle flache Steppenlandschaft, Bisons) und Mary Mountain Trail (1 Tag; heiße Quellen, warme Bäche (Baden!!), viele Bisons), danach Grand Prismatc und Old Faithful anschauen. Und dann würde ich dir noch den South Boundary Trail ans Herz legen. Schau mal, wie viel du davon in 2 bzw. 2 1/2 Tagen gehen kannst - es gibt einen tollen Pass (über 3000 Meter), von dem man einen guten Blick auf die umliegenden Berg- und Steppenlandschaften hat.
Wie auch immer: die beste Auskunft bekommst du von den Rangern vor Ort. Da du deine Touren sowieso im Backcountry Büro buchen musst, kannst du dir gleich Trails vorschlagen lassen, die deinen Bedürfnissen und zeitlichen Gegebenheiten entsprechen.

Ehemaliger
21.06.2010, 21:51
Danke! Das sind schon mal viele gute Hinweise. Den Rest ergoogele ich mir bzw. frage die Ranger.

jacky09
30.06.2010, 13:20
einfach nur geniale tour. ich hoffe ich werde das auch irgendwann machen können. dh sobald ich genügend erfahrung für so eine tour habe. :D

Libertist
02.12.2010, 22:06
Habe von funkymonk die Erlaubnis bekommen, eine PN hier im entsprechenden Thema zu beantworten, damit ggf. auch noch andere User nützliche Infos beisteuern können.

Hallo Libertist,
ich habe schon seit längerer Zeit vor nach Canada Wandern zu gehen. Ich habe kaum Erfahrung in Sachen Trekking. War letztes Jahr für drei Wochen in England, wanderte die Südküste ab.
Ich möchte in Vancouver mit einem Sprachkurs starten. Nach vier Wochen beginnt dann meine Trekkingreise. Meine derzeitige Route sieht folgendermaßen aus: Galcier NP, Kootenay, Yoho, Banff, Jasper dann weiter über Dawson Creek, Watson Lake, Whitehorse, Haines Junction, Kluane NP und jetzt frage ich mich wie einfach das Vorankommen per Anhalter ist. Laut deinen Reiseberichten kann man schon einige km in kurzer Zeit zurück legen. Vom Kluane NP aus in die USA zum Yellowstone NP, funktioniert das gut?
Wie ist es mit der Erfahrung, kann ich als Anfänger in diesen NP wandern ohne gleich die Orientierung zu verflieren? Deine Bericht über die Reise im Wrangell und Denali NP waren atemberaubend, aber bestimmt nicht für jedermann.
Reisebeginn ist sehr wahrscheinlich im März/April. Ich habe bis August/September Zeit.
Wäre sehr froh um einige Tipps,

Also, wie gesagt, die Tour hört sich ziemlich gut an. Ich würde nur die Reiseroute noch etwas mehr auf die Jahreszeit abstimmen: im März/April ist es in den Rockies noch ziemlich winterlich, du solltest also so südlich wie möglich starten. Warum beginnst du nicht direkt in der Yellowstone-Gegend (die im April auch noch verschneit sein kann), reist dann weiter nach Norden und fliegst am Ende deiner Reise von Withehorse zurück?
Zum Trampen: wie ich hier schon mehrmals betont habe, funktioniert das in den USA sowie auch in Kanada sehr gut. Erfahrungsgemäß braucht man für eine Distanz von A nach B so ungefähr die doppelte Zeit (gemessen an der reinen Fahrtzeit). Etwas schwieriger kann es auf dem "Alaska Highway" sein, weil dort hauptsächlich Touristen unterwegs sind und diese nur selten Hitchhiker mitnehmen. Wenn du allerdings mal das Glück haben solltest, kannst du mit einem "Ride" ziemlich große Distanzen zurücklegen. Trotzdem solltest du etwas mehr Zeit einplanen, wenn du dich über den Alaska Hwy in Richtung Whithehorse aufmachst. Wir standen dort zeitweise relativ lang an der Straße, aber egal: du kommst definitiv irgendwann an ;-) ...
Das Wandern in den Nationalparks in Wyoming, Montana, sowie im südlichen Kanada kannst du dir ganz sicher zutrauen. Mit einem gesunden Menschenverstand, vernünftiger Ausrüstung und ein wenig "Outdoor-Wissen" kannst du auch als Anfänger dort einiges unternehmen. Am besten gehst du zuerst immer zu den Touristeninformationen, erklärst deine Interessen und lässt dir Routen vorschlagen. Du kannst vor Ort Karten kaufen, die dich über einfachere oder anspruchsvollere Trails führen... alles kein Problem. Das bedarf auch keiner großen Vorbereitung.
Etwas anders sieht die Welt im Kluane National Park aus. Wenn du dort eine längere Tour unternehmen möchtest (wie wir es getan haben), wirst du wohl (auch) "off-trail" unterwegs sein müssen. Das setzt schon etwas mehr Verständnis vom Kartenlesen voraus. Die Flussüberquerungen können herausfordernder sein, das Gelände ist anspruchvoller, du bist stärker auf dich allein gestellt... dort sind halt nur relativ wenige Menschen unterwegs. Unerfahrene würde ich nicht dorthin schicken ;-) ... wenn du allerdings vorher in den anderen Parks Erfahrung gesammelt und Lust auf den Kluane hast, dann solltest du dir die Gegend unbedingt anschauen. Es ist echt toll, dort oben (fast so schön, wie Alaska:cool:). Natürlich gibts auch da Touristeninformationen (z.B. in Haines Junction), die dir bei der Planung einer bestimmten Route helfen können.

Von mir bekommst du also einen ganz großen Zuspruch für deine Idee - auch, wenn du noch Anfänger bist. Weitere Fragen einfach hier posten.

reinhardt
09.12.2010, 17:44
ich kann das mit dem TRAMPEN auch bestaetigen, ich bin anfang november von whitehorse nach vancouver getrampt und das ging ohne probleme. auch das in strassennaehe zelten hat gut geklappt.
man sollte sich allerdings drauf einstellen mit den unterschiedlichsten menschentypen im auto zu sitzen. eine beachtlich hohe anzahl an fahrern nimmt es mit "don't drink and drive" nicht so genau. :D
man laesst sich definitiv auf ein zusaetzliches abenteuer ein.

haette da noch ne frage zu dem packraft aus dem diesjaehrigen nordamerika trip. du schreibst:
"Einige Wochen später gaben wir in Anchorage 3 Alpacka Rafts inklusive Zubehör in Bestellung."
wo hast du die den bestellt?

Libertist
09.12.2010, 17:59
Hab die Frage gleich an der richtigen Stelle (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?46604-USA-Sommer-2010-9-Wochen-Trekking-in-Alaska-mit-Packraft-Wrangell-St.-Elias-amp-Denali&p=765999#post765999) beantwortet, um etwas Übersicht zu halten.

Libertist
05.02.2011, 02:49
Alle Bilder waren weg... hab sie im ersten Beitrag durch neue ersetzt. Anscheinend gibt es das Portal nicht mehr, auf dem ich ursprünglich meine Bilder hatte. Werde im Alaska- und Kaukasus-Bericht wohl auch noch mal alles neu hochladen und verlinken müssen. :cry:

Dekkert
05.02.2011, 10:38
Vielen Dank für die Arbeit!

Rhodan76
05.02.2011, 13:18
Sag mal, mit welchem Salewa Zelt wart ihr da unterwegs ?

Libertist
05.02.2011, 13:22
Sag mal, mit welchem Salewa Zelt wart ihr da unterwegs ?

Das Modell heißt Denali III, glaube ich. Gehört meinem Reisepartner, ich habe seit der Tour nie wieder darin geschlafen.

Rhodan76
05.02.2011, 13:26
Na gut, aber trotzdem schön zu sehen, daß man auch mit einem "preiswerten" Zelt so eine tolle Tour reißen kann...

Libertist
05.02.2011, 13:48
Na gut, aber trotzdem schön zu sehen, daß man auch mit einem "preiswerten" Zelt so eine tolle Tour reißen kann...

Natürlich, warum auch nicht?! Man geht halt Kompromisse ein: in Vergleich zu meinem Kaitum ist das Salewa schwerer, schlechter belüftet und bietet weniger Platz. Aber schlafen kann man trotzdem darin.

Atze1407
05.02.2011, 14:11
Hallo Libertist,

ich habe mir soeben noch einmal in aller Ruhe deinen Bericht durchgelesen, einfach Klasse.

Noch besser gefallen mir aber deine Fotos, endlich mal Impressionen die nicht vor Langweiligkeit strotzen. Das Foto mit dem Horn im Vordergrund gefällt mir mit am besten.

Danke für deine Mühe die Du dir für diesen Bericht gemacht hast.

5sterne

Gruß
Atze

theolino
13.02.2011, 16:43
Sehr schön, für mich gehts in diesem Sommer 4 Wochen nach Alaska und noch 6 Wochen cross country USA....eure Bilder sind wirklich wunderschön!
Könnt ihr mir eine Zeltempfehlung geben? Ich bin grad noch am Suchen was sich am Besten eignet für 2 Leut und bei dem Wetter....

Danke

Libertist
16.02.2011, 11:46
Könnt ihr mir eine Zeltempfehlung geben? Ich bin grad noch am Suchen was sich am Besten eignet für 2 Leut und bei dem Wetter....

Tja, die Wahl des Zeltes haengt von mehr Faktoren ab, als nur der Anzahl der Personen und dem Reiseziel. Ich habe gerade keine Zeit, naeher darauf einzugehen, bin momentan selbst auf Tour. Frag am besten mal in der Ausruestungs-Rubrik oder warte noch drei Wochen, dann bin ich zurueck.

Climbtom
26.02.2011, 21:21
super reise, super fotos, super reisebericht!

darf man wissen was euch das so ohne uasrüstung ca gekostet hat?

winnetoux
27.02.2011, 11:36
Steht nicht irgendwo, nicht mehr, als wenn sie zu Hause geblieben wären? Der Flug, aber wenn man dann trampt und irgendwo zeltet, gibt man doch weiter nichts aus.

Libertist
28.02.2011, 10:17
darf man wissen was euch das so ohne uasrüstung ca gekostet hat?

Ja, darf man. Steht unter anderem in Post #40. ;-)

bc
15.05.2011, 19:25
Toller Bericht! Schätze dich sehr glücklich, 81 Tage Semesterferien ohne Klausuren zu haben :D

MeisterYukon
16.10.2011, 12:28
Habe gerade auch deinen Bericht durchgelesen. Wow, ich bin sprachlos. Unglaubliche Bilder.

rhs
27.10.2011, 16:29
Hast du irgendwo eine Packliste veröffentlich oder gemacht ?

würde mich interessieren.

Super bericht und traumhafte fotos.

beste grüsse

Libertist
27.10.2011, 16:52
Hast du irgendwo eine Packliste veröffentlich oder gemacht ?

Ich meine, hier mal eine Ausrüstungs-Liste gepostet zu haben. Da musst du dich wohl mal durch die Beiträge wühlen ;-) ... Ich kann mich auch irren. Wirf im Zweifel mal einen Blick auf meine aktuelle Ausrüstung (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?56829-USA-Alaska-2011-%281-3%29-Talkeetna-Mountains&p=925722&viewfull=1#post925722) (keine Packliste!), einiges davon hatte ich auch im Sommer 2009 schon dabei.

Peter83
22.02.2012, 14:19
Toller Bericht und sehr schöne Bilder! Danke!

Grüsse,
Peter

Libertist
22.05.2013, 23:45
Heute kam eine PN von "Zelos" ins Haus. Ich habe seine Erlaubnis, die Fragen in den Bericht zu kopieren und direkt hier zu beantworten. So haben alle etwas davon.


Hallo Libertist,

[...]

1. Welche Literatur und Karten habt ihr zur Reisevorbereitung genutzt? Nur die Seiten des National Park Service?

2. Hattet ihr euch schon im Vorhinein für die Parks entschieden, die ihr besuchen wolltet - oder ergab sich das mehr oder weniger spontan?

3. Hattet ihr einen Straßenatlas o.ä. dabei, um euch Tramp-Routen zu suchen? Wenn ja, in welchem Umfang denn euer bereistes Gebiet ist ja riesig :o

4. Hattet ihr Stadtpläne zur Orientierung in den Städten dabei (insbesondere an den Flughäfen etc.)? Wie seid ihr vom Flughafen aus der Stadt rausgekommen (öffentlicher Verkehr, Trampen?)

5. Gab es genügend Möglichkeiten zum Geld abheben bzw. wechseln oder meist Bezahlung per Kreditkarte?

6. Wie habt ihr eure Lebensmittel verpackt? In Zip-Lock-Beuteln?

7. Die Frage klingt vielleicht etwas blöd: Aber was habt ihr mit Essensresten in der Wildnis gemacht (vergraben?, in einen Fluss geworfen?), zumal sich ja in den Rockies Bären zu Hause fühlen :)

8. Hatten eure Rucksäcke die Gewichtsbeschränkung beim Flug überschritten und wie habt ihr die Rucksäcke während des Fluges geschützt (Schutzhülle etc.)?

9. Habt ihr euch konditionell auf die Reise vorbereitet? Wenn ja, wie? Denke da so an Joggen, Kraftsport und Konditionstraining.

[...]


1. Kartenmaterial besorgten wir uns immer bei den Touristeninformationen im Park, dort gibt's ja alles zu kaufen. Folglich legten wir unsere Routen auch immer sehr spontan fest. Für Anfänger ist das okay - inzwischen plane ich meine Routen schon lange vor der entsprechenden Reise und studiere auch das Kartenmaterial genauer... Aber jetzt sind meine Routen halt auch anspruchsvoller.

2. Der grobe Ablauf der Reise stand vorher schon ziemlich fest, ebenso die Besuche der entsprechenden Parks. Nur der Abstecher in den Yukon wurde spontan entschieden. ;-)

3. Einen Atlas hatten wir nicht, nein. Dafür legten wir uns eine sehr grobe Straßenkarte von Kanada zu, bevor wir in den Yukon trampten. Ansonsten organisierten wir spontan Google Maps Ausdrucke, fotografierten Straßenkarten ab oder ließen uns einfach von den Leuten sagen, wo's lang geht.

4. Vom Flughafen nahmen wir den Bus ins Zentrum von Edmonton, von da aus ging's mit einem weiteren Bus Richtung Westen. Später achteten wir beim Trampen immer darauf, irgendwo am anderen Ende der Stadt herausgelassen zu werden, in der unser Fahrer Halt machte, so dass wir gleich von anderen mitgenommen werden könnten, die die Stadt in unsere Richtung verlassen. Hat immer gut funktioniert, die Kanadier und US-Amerikaner sind meiner Erfahrung nach äußerst hilfsbereit. Straßenpläne hatten wir keine, unsere Fahrer wussten immer Bescheid.

5. Klar, die Nationalparks sind ja alle sehr touristisch, da gibt's schon überall ATMs. Wir haben meistens Geld abgehoben und bar bezahlt.

6. Zip-Lock Beutel und Drybags.

7. Christian und ich sind beide recht gute Esser, da gab's keine Abfälle. ;-) Alles, was essbar ist, wurde verwertet. Alle sonstigen nicht-biologischen Abfälle wurden in Zip-Lock Beuteln aufbewahrt und in der Zivilisation vernünftig entsorgt.

8. Unsere Rucksäcke wogen am Flughafen unter 20 kg, da gab es also keine Probleme - Essen wurde ja erst vor Ort eingekauft. Einen Schutz für die Rucksäcke hatten wir nicht dabei, braucht man eigentlich auch nicht.

9. Ja, schon ein bisschen. Ausdauertraining (Laufen, Radfahren) für die Kondition, Krafttraining zur Stärkung der Gelenke. Dieses Konzept halte ich immer noch bei.

Ich hoffe, das hilft erstmal. ;-)

Zelos
23.05.2013, 07:56
Super. Danke für die tollen Hinweise.

Nachträglich auch von mir 5 Sterne für den Bericht: 5sterne :grins: