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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [NO][FI][SE] Nordkalottleden komplett Solo im September



Carsten010
03.10.2009, 13:39
Hallo zusammen,

ich schreib nur kurz 2-3 Zeilen aus der Bibliothek in Kiruna bevor ich dann nächste
Woche von dem Riesen-Arschtritt berichten, den mir Lappland mit nach Hause
mitgegeben hat :-)

Ich hab nur kurz ueber den Saltfjell-Bericht geschaut, der auch bei den Reiseberichten
zu sehen ist und muss sagen...ich hatte mehr Schnee!

Die Strecke ist auch "UL" in 4 Wochen zu schaffen, mein laengster Tag waren 48km
mit 20 Kilo Gepaeck als ich von Abisko aus Richtung Kvikkjokk gestartet bin.

Der Nordkalottleden ist ueberall da wo er sich nicht die Strecke mit einem anderen
Trails wie dem Kungsleden oder Padjalantaleden teilt ein sehr anspruchsvoller Trail
und zusammenfassend kann ich sagen, das die Aktion sicher das anspruchsvollste
war, was ich in meinem Trekkingleben bis dato gemacht habe.

Wer sowas "UL" macht sollte Erfahrung haben und das am besten nicht wie ich in
der Nebensaison machen.

So, flieg am Sonntag heim und am Montag komm ich dann hoffentlich gleich zu
mehr.

Achja...meine Kamera ist verreckt und ich bibber gerade, ob die Bilder zu retten sind.

CU

Carsten010

Biggi
03.10.2009, 13:53
... gespannt wartend.

Jaerven
03.10.2009, 15:01
Ich hab dich verpasst als Du von Abisko bis Tjäktja an einem Tag durchgerannt bist.
Das hat zu deiner Bekanntheit in der Region beigetragen, die Sami nennen dich jetzt den "Deutschen Blitz". :grins:
Und viele Grüsse von dem amerikanischen Fotografen....

Mo667
03.10.2009, 15:56
Ich hab nur kurz ueber den Saltfjell-Bericht geschaut, der auch bei den Reiseberichten
zu sehen ist und muss sagen...ich hatte mehr Schnee!


ABWARTEN !!!

Das, was dort zu sehen war, ist erst der Anfang.

:D

PS: Ich hab übrigens zufällig vor meiner Tour von deinem Vorhaben gelesen und hab im späteren Verlauf als das Wetter gekippt ist dann an dich gedacht und dabei ein wenig Sorge gehabt. Ist jetzt kein Scherz sondern ernst gemeint :)

Carsten010
05.10.2009, 00:13
dann an dich gedacht und dabei ein wenig Sorge gehabt.

Ja und da hast Du Dich zu Recht gesorgt.

Ich bin jetzt wieder in Sonthofen und muss am Montag mal zu Freunden
fahren, die nen Cardreader für meine Speicherkarte haben. Daumen drücken,
dass die Bilder noch drauf sind.

Und Wow! Da sind ja noch ne Menge Berichte aus der Gegend dazugekommen!

Bis Montag

Carsten

Moody
05.10.2009, 00:21
Wow, das klingt spannend.
Freue mich schon auf den Bericht und hoffentlich viele Fotos.

Es ist übrigens seit 20 Minuten Montag *wart* :bg:

Carsten010
05.10.2009, 07:48
Hallo zusammen,

da die Läden noch geschlossen haben und ich somit noch keinen Cardreader
für die hoffentlich noch intakte Speicherkarte meiner zerstörten Kamera habe,
fange ich mal mit einfachem Text an.

Die Inspiration

Ich wär da alleine nicht drauf gekommen, aber eine Beschreibung in Kirunas
Flughafen trifft es ganz gut "Lappland - Europas Alaska".

Ein Spanier, der 2006 mit mir auf dem Pacific Crest Trail unterwegs war,
ist ein Jahr später den Nordkalottleden komplett gegangen und obwohl
sein Reisebericht (http://www.viajarapie.info/routes/europe/nordkalottleden_intro.htm) auch etwas abschreckendes hatte, wuchs die Idee
genau das auch zu machen. Mit leichter Ausrüstung und 4 Wochen Urlaub
das Ding zu laufen.

Gerne wäre ich etwas früher dagewesen, allerdings war der Zeitraum der
einzige 4 Wochen Slot, der mir von der Arbeit genehmigt wurde.

Die Anreise

In Inakis Reisebericht, der generell eine super Infoquelle für die Planung
ist, wurde auch schon klar, dass es zu Anreise-Problemen kommen könnte,
was mir von Fjällräv hier aus dem Forum auch bestätigt wurde.

Aber es können ja auch mal Dinge gut gehen :-)

Ich bin mit SAS von Frankfurt nach Kiruna geflogen und wußte, dass ich
am nächsten Tag zumindest noch mit einem Bus nach Karesuando kommen
würde. Die restlichen 150km nach Kautokeino würde mein mein Daumen
bewerkstelligen müssen. Da ich am Morgen nach dem Flug allerdings sehr
früh aufgewacht war, entschloß ich mich noch vor der Busabfahrt einen
Tramp-Versuch zu starten und wurde auch relativ schnell von einem
Jäger ca. 75km nach Vittangi mitgenommen. Dort stand ich ungefähr
3 Stunden bis mich eine Frau den kompletten restlichen Weg mitgenommen
hat...Hammer! Über 300km mit 2 Stops und einer Wartezeit von vielleicht
4 Stunden.

Die ersten Meter

Für die ersten km hatte ich mir keine Karte gekauft laut Nordkalottleden
Reiseführer (http://www.amazon.de/gp/product/3866861729?ie=UTF8&tag=kiss0d&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3866861729) aus dem Conrad Stein Verlag wär das nicht nötig und mit der
Beschreibung im Führer sei alles paletti. Tatsächlich finde ich auch recht
problemlos aus der"Stadt" Kautokeino zum Trailhead. Direkt vor dem
Trailhead wird meine "Arbeit" allerdings durch einen weißen Samojeden-
Welpen behindert, der sich entschliesst das Grundstück zu dem er
gehört zu verlassen und mir auf Wanderschaft zu gehen.

Einen Kilometer gebe ich allmählich genervt auf. Der Hund läßt sich nicht
verscheuchen und ich kann und will ihn ja nicht mitnehmen geschweige
denn seinen Besitzern "klauen" und so packe ich das Kerlchen, laufe
den km zurück zu dem Haus. Ich klingel und klopfe aber keiner macht auf.
Nach ein bisschen Suche finde ich ein Band und kann den Kleinen an seinem
Halsband am Gartenzaun festbinden.

Danach gehts endlich richtig los. Durch Krüppel-Birken Wäldchen gehts
endlich los. Viel kann ich heute nicht mehr laufen, aber das Wetter ist OK
und noch bleiben meine Füße trocken. Das das anders werden würde wußte
ich, aber was mir die nächsten Wochen fußtechnisch bescheren würden
war so für mich nicht vorhersehbar.

Soviel ausrüstungstechnisch vorweg...es hat einen Grund warum Leute hier
oben in Lappland hohe Lundhags-Stiefel oder sogar Gummistiefel tragen.

CU

Carsten

gelöschter Nutzer
05.10.2009, 08:08
Soviel ausrüstungstechnisch vorweg...es hat einen Grund warum Leute hier
oben in Lappland hohe Lundhags-Stiefel oder sogar Gummistiefel tragen.



Das ist wohl war :)

Bin sehr gespannt auf den weiteren Bericht und drücke die Daumen das die Fotos noch heile sind.

Gruß Thomas

BubiBohnensack
05.10.2009, 08:15
Falls die Karte nicht mehr lesbar ist, nicht verzweifeln. Die Möglichkeiten der Rekonstruktion von Daten sind mittlerweile sehr ausgeklügelt. Im Normalfall löscht die Kamera schließlich nicht alle Fotos und überschreibt sie ein paar Mal mit Nulldaten, sondern formatiert nur die Verweistabelle - die Daten selbst bleiben erhalten...

Carsten010
05.10.2009, 08:19
Ich seh schon Vincent, dass ich mit Dir für den Fall der Fälle da
einen Ansprechpartner habe.

ulfs
05.10.2009, 09:54
Ich seh schon Vincent, dass ich mit Dir für den Fall der Fälle da
einen Ansprechpartner habe.

Jeder seriöse Computerladen sollte dir das gegen überschaubares Geld machen können.
Bin auch gespannt auf den Bericht! Hatten wir ja anscheinend noch Glück mit dem Wetter (Sulitjelma-Fjäll).
Grüße
Ulf

Jaerven
05.10.2009, 09:59
Das kann man bequem zuhause machen.

Ari
05.10.2009, 10:31
der sich entschliesst das Grundstück zu dem er
gehört zu verlassen und mir auf Wanderschaft zu gehen.

Ist mir auch schon passiert, nur war es bei uns ein Pyrenäenberghund :D.

Lightfoot
05.10.2009, 11:08
Bin sehr gespannt auf den weiteren Bericht, besonders die Schuhfrage!

Uns hat dieses Jahr mal ein pfiffiger Jagdhund auf Korsika als Begleitdummies ausgewählt. Hat eine ganze Tagestour mitgemacht (bestimmt doppelte Strecke wie wir, so wie der rumgerannt ist), von unserer Wurst genascht, abends ist er wieder verschwunden, die treulose Tomate. :bg:

Carsten010
05.10.2009, 12:26
http://1.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/Ssm1gaZAb5I/AAAAAAAAAds/ZHMhF0tWSP4/s320/DSC02316.JPG (http://1.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/Ssm1gaZAb5I/AAAAAAAAAds/ZHMhF0tWSP4/s1600-h/DSC02316.JPG)

:-)

Die Bilder sind noch brav auf der Karte und ich kann mich langsam vorarbeiten.

Das Bild hier entstand auf dem Weg von Innset nach Abisko und es sollte
noch schlimmer kommen...allerdings war meine Kamera dann später im
Arsch und ich konnte keine Beweisfotos mehr machen.

Aber eines nach dem anderen.

1.Etappe - Kautokeino nach Kilpisjärvi

2.Trekkingtag

Ein Blick in mein Papiertagebuch macht klar, dass ich heute viel gelaufen
bin. Es steht quasi nichts drin. Nach den ungefähr 9km gestern sind es heute
40km geworden. Fast ein bisschen viel für den 2.Tag, aber ich beiß mich
manchmal so an bestimmten Orten auf der Karte fest. Ich hab zwar nicht
in der Raisjavrihytta nächtigen wollen, aber irgendwie erschien sie mir als
Endpunkt für den Tag gerade richtig. So lässt sich mit Hand des Guidebooks
auch die km-Leistung viel leichter ermitteln ;-)

Doch eine Sache gab es noch an diesem Tag. Ihr erinnert Euch an die
Sache mit der nicht vorhandenen Karte für das erste Teilstück? Ich wußte
nicht so genau wo ich war, weil ich ja nicht auf die Karte habe schaun
können. Das macht auch genau solange nichts wie der Trail gut markiert
ist. Allerdings ist das der Nordkalottleden nicht immer. Ich verliere also den
Trail und reime mir mit Karte und Führer und GPS zusammen wo ich bin
und wo ich hin muss. Dann gehts einfach querfeldein dahin, kann ja nicht
so schlimm sein...

Definieren sie "nicht so schlimm". Nicht nur Turnhallen
haben einen Schwingboden, auch Sumpfgebiete haben das. Der Unterschied
ist, dass einem im Sumpf auch mal der Boden wegbricht, man bis zum Ar%&*
im Schlamm steckt und so nebenbei am 2.Tag das in der Oberschenkeltasche
steckende und natürlich nicht ordentlich verpackte Handy schrottet.

Und nasse Füße hatte ich schon vorher. Übrigens nützen einem auf den
ersten 50km auch Lundhags- oder Gummistiefel nur dann was, wenn man ein
bisschen Glück hat, ansonsten sind die Füße trotzdem naß. Um etwas vorweg
zu nehmen...für den Abschnitt von Kautokeino nach Kilpisjärvi wären beim
nächsten Mal Gummistiefel meine Schuhe der Wahl.

Wer ein bisschen tricksen möchte, weil er keine Lust auf den Matsch hat,
den ich mir die ersten 2 Tage gegeben hat...Es gibt die Möglichkeit diesen
Teil wegzukürzen in dem Mann ein bisschen Straße läuft. Hab auch ein paar
Tage später nen Deutschen getroffen, der das genau so gemacht hat und
somit fast nur die richtig schönen Fjellteile und den Reisa-Canyon mitge-
nommen hat.

Zu guter letzt für den heutigen Tag noch ein kleine Video-Impression:

<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MOlWQTzg6Pw&hl=de&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/MOlWQTzg6Pw&hl=de&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>

KuchenKabel
05.10.2009, 12:39
Das Video ist privat. Kanns mir also leider nicht ansehen.

Klingt ja schon mal sehr abenteuerlich, was du da erlebt hast! Bitte fortführen ;)!

Carsten010
05.10.2009, 12:41
Gehts jetzt? Hab vergessen das auf öffentlich zu stellen

KuchenKabel
05.10.2009, 12:42
Jep. Jetzt läufts.

phoeniks
05.10.2009, 15:34
Das fängt ja schonmal gut an und das erste Bild verheißt Spannendes. Bin sehr gespannt auf deinen kompletten Bericht, da ich insgeheim auch mit dem Nordkalottled liegäugel :ignore:
Der Bericht deines Spaniers war dementsprechend auch echt interessant. Kannte ich noch nicht.




"Lappland - Europas Alaska".



Genau dieser Vergleich war der Grund warum wir uns nach unserem Alaska-Trip letztes Jahr dieses Jahr für Lappland entschieden haben. Und ich muss sagen bis aufs Wildlife und die Höhe der Berge trifft der Vergleich es recht gut.

Lethoz
05.10.2009, 15:59
"Kalte nasse Füße" :D

Bin gespannt wie es weitergeht, der Bericht des Spaniers und das Video waren schonmal ein netter Einstieg.

Mika Hautamaeki
06.10.2009, 11:10
Genau dieser Vergleich war der Grund warum wir uns nach unserem Alaska-Trip letztes Jahr dieses Jahr für Lappland entschieden haben. Und ich muss sagen bis aufs Wildlife und die Höhe der Berge trifft der Vergleich es recht gut.

Interesse halber mal ne kurze Zwischenfrage: Wo wart ihr denn in Alaska unterwegs? ZU Fuß oder mit Kanu?

Lightfoot
06.10.2009, 12:22
Hallo Carsten,

wie waren denn die Temperaturen? Nasse Füße bei nicht zu niedrigen Graden (sagen wir mal bis 5 Grad plus und drüber) geht ja, auch wenn's nicht angenehm ist, aber wahrscheinlich war's sehr schattig bei Dir.

phoeniks
06.10.2009, 13:53
Interesse halber mal ne kurze Zwischenfrage: Wo wart ihr denn in Alaska unterwegs? ZU Fuß oder mit Kanu?


Wir hatten leider nur neun Tage (ich war dort auf einer Tagung und darf nur maximal fünf Werktage Urlaub an Dienstreisen anhängen). Deswegen war das ganze eine Autotour mit einigen Wanderungen zwischendrin. Zum einen sind wir im Denali Nationalparkt untewegs gewesen. Super schön, menschenleer und umsonst, da wir Ende September und daher außerhalb der Saison da waren. Auf der Kenai Peninsula waren wir dann auch noch auf dem Resurrection Pass Trail Richtung Trout Lake unterwegs.

Mika Hautamaeki
06.10.2009, 15:13
Vielen Dank, ich sollte auch mal zusehen, daß da auf ne Tagung komme. Wenn es schon mit dem Urlaub nicht klappt.

Carsten010
07.10.2009, 08:25
Hallo zusammen,

da die Arbeit ruft, muss man mit den weiteren Tagen Reisebericht etwas
geduldig sein.

1-2 Sachen gibts aber jetzt doch schon.

@Lightfoot: Minus 5 Grad waren das härteste. Ich hätte so gerne mein
Gesicht gesehen, als ich bei genannter Temperatur durch 15cm Neuschnee
gestapft bin, die Windgeschwindigkeit um die 60-70km/h lag und die
Brücke über den vor mir liegenden reißenden Wildbach nicht mehr da
war :-) Ich hatte keine Watschuhe dabei und werde das auch in Zukunft
nicht machen und bin dann bei diesen unangenehmen Bedingungen
durchgewatet.

Performance

Ich wog 80kg bei 176cm Größe und hatte wenig Sport gemacht vor
der Tour. Das zählt als leicht übergewichtig und generell darf man
mich wirklich als Joe Average bezeichnen.

Mit leichter Ausrüstung waren dann folgende Tagesleistungen auch
von nem Normalhansel wie mir machbar. Teilweise war es natürlich auch
anstrengend, allerdings waren auch viele 30er dabei bei denen ich mir
echt kein Bein ausgerissen habe.

gelaufene Tageskilometer

9
40
36
35
30
31
32
42
36
47
25
10
48
24
34
45
28
35
paarund30 muss ich nochmal auf der Karte ausmessen
paarund30 muss ich nochmal auf der Karte ausmessen
32
31
26
19
13

So, natürlich hab ich das mal schnell hingeschrieben, weil ich mir
damit selbst auf die Schulter klopfen will :-)

Mehr Infos dazu kommen aber noch mit den einzelnen Tagesberichten.

Schuh

Ich hatte einen Borah DLX von Mammut dabei und bin von der Performance
begeistert gewesen. Allerdings hat der Schuh bauartbedingt einen Nachteil,
der sich in Lappland auswirkt:

-Kein Stiefel und kein Gore. Garantie fü+r nasse Füße. Man muss das kennen,
sonst kommt man nicht klar. Ich kannte das weil ich 2008 direkt während der
Schneeschmelze 2 Wochen im Hochgebirgen in den USA war und dort auch
permanent nasse Füße hatte. Es war eine bewußte Entscheidung diesen
Schuh zu nehmen, allerdings hatte ich die Lage nen Tick trockener eingestuft.

Für die erste Woche würde ich mittlerweile nen Gummistiefel einpacken und
die restlichen 600km vom Weg mit nem hohen Lundhags oder anderen hohen
Jagdstiefel laufen. Gerade Lundhagsstiefel sind gar nicht so schwer.

So, ich schau heute Abend wieder rein.

CU

Carsten

Lightfoot
07.10.2009, 09:18
Brr, nasse Füße bei diesen Temperaturen, Schnee und dann noch die Tagesleistungen? Ich glaube, ich hätte den Rückholservice meiner Reiseversicherung eingeschaltet. :bg: Ich klopfe mal kräftig mit auf Deine Schulter.

Ich hatte letztens in Schottland Membranschuhe (nicht Leder) dabei, und permanent nasse Füße, habe mich geärgert, nicht membranlose Trailrunner genommen zu haben. Die Temperaturen waren aber meist über 8 Grad.

Lundhags sind sicher genial, aber ich kann Stiefel nun mal absolut nicht leiden. Was wäre mit Neoprensocken gewesen?

gelöschter Nutzer
07.10.2009, 11:24
Zu den Lundhags. Die normale Ranger High Version wiegt weniger als paar normale Wanderschuhe gleicher Schuhgröße. Grund natürlich die fehlende Polsterung. Trotzdem mit den richtigen Socken sehr bequem :)

[UL] ist zwar sehr schön aber halt nicht immer die beste Wahl ;-)

Jaerven
07.10.2009, 15:36
Brr, nasse Füße bei diesen Temperaturen, Schnee und dann noch die Tagesleistungen?
Man muss eben rennen um warm zu bleiben.
Aber das Wetter war auch sehr schlecht.
Und jetzt ist dort meteorologisch gesehen schon Winter. Ganz Nordschweden ist weiss...

Lightfoot
08.10.2009, 09:11
Tja, wir können nur auf die Klimaerwärmung hoffen... :bg:

Bei den Lundhags stört mich nicht das Gewicht, sondern das "Stiefel-sein". Ich mag Stiefel nicht, sicher nur tiefenpsychologisch erklärbar. ;-)

Didili, hoffentlich schreibt Carsten bald weiter. (Zaunpfahl versteck)

paddel
08.10.2009, 17:31
Wo ist denn hier der Reisebericht *suchsuch*

Moody
08.10.2009, 18:30
Wo ist denn hier der Reisebericht *suchsuch*

Kleiner Tipp: Er fängt NICHT auf Seite 2 an!

Biggi
08.10.2009, 19:19
Carsten, machet nich´ so spannend, verzichte notfalls auf Schlaf :gaehn:.

Carsten010
09.10.2009, 08:21
So,

ein paar Zeilen Bericht ja, aber die Bilder muss ich später einbauen.

3.Trekkingtag (36km)

Laut Beschreibung im Tourenführer soll es heute nicht ganz so naß werden
und zudem sehr schön. Na ja, hab wohl die 2-3 Flußquerungen überlesen,
die zwar nicht schwierig waren, aber dennoch wieder zu nassen Füßen
geführt haben. Irgendwie hatte ich aber auch nichts anderes erwartet.
Aber wie heißt es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Insgesamt werden es heute 36km und ganz ehrlich...nasse Füße schaffen
einen. Ich werde später auf der Tour noch Strategien entwickeln, um meine
Füße weniger angreifbar und leistungsfähiger zu machen.

Nachdem ich also wieder ein bisschen durch Flüsse und Sumpf geht, sieht
man schon von weitem einen klaffenden Spalt, der sich durch die Landschaft
zieht. Das Reisadalen, in das ich hinabsteigen werde. Hier gibts Wasserfälle
zu Hauf und ich werde auch die erste norwegische Hütte begutachten können,
wobei ich diese nicht nutzen werde...weil ich ein Hirni bin.

Die Nedrefosshytta, die ziemlich nah am imposanten Imofoss-Wasserfall liegt,
macht von außen einen super Eindruck. Allerdings offenbart der Führer eine
kleine kostenlose Minihütte nur weitere 6km den Weg runter, die ich für den
heutigen Tag anpeile. Konnte ich den wissen, dass ich mir den Abschluß des
Tages in der Nedrefosshytta mit einer Sauna hätte versüßen können? Ein
Fehler, der mir noch ein paar Mal auf der Tour passieren wird.

Der Abstieg ins Reisadalen bringt urwaldähnlich Vegetation mit sich und man
stapft durch dichtes Farngestrüpp. Die Abwechslung zum irgendwann auch
trostlosen Sumpfgelände tut mir gut und ich genieße trotz nasser Füße den
Weg.

Und da ist die kleine Hütte. vielleicht 9qm mit einem grasbewachsenen Dach.
Vor der Hütte ist Holz gestapelt. Ich hacke ein bisschen, bring meine Sachen
in die 2 Betten plus Tisch und Bollerofen fassende Hütte und entzünde ein
Feuer. Dank trockener Birkenrinde geht das auch richtig schnell und schon
bald ist eine mollige Wärme in der Behausung, die Abendessen, Karten
checken und Tagebuch schreiben zum reinsten Vergnügen machen. Kurz
vor dem Schlafengehen passiert dann aber ein Highlight der Tour.

Ich schau mich in der winzigen Hütte nochmal schnell um, ob ich nicht
vielleicht noch irgendwas zu lesen entdecke. Ich kann zwar keine
skandinavische Sprache, aber die Bilder in irgendeinem Magazin schau ich mir
trotzdem gerne an und da steht sie!

Eine Flasche Jägermeister. Natürlich leer, oder? Die muss leer sein, welcher
Hirni würde eine Glasflasche Jägermeister in die Wildnis schleppen und sie
nicht leer trinken?

Yippie-Ei-Jei! Da ist noch was drin. Voller Vorfreude schraubt der alte
Alkoliker die Flasche auf, um zu prüfen, ob sich da nicht jemand einen
gemeinen Scherz erlaubt hat. Es sind vielleicht noch 10cl...und es ist
tatsächlich Jägermeister, der mir bei offenem Bollerofen in die Flammen
schauend einen perfekten Abschluß des Abends beschert.

Vielen Dank an die Person, die den dort gelassen hat.

It made my day :-)

So...

mehr dann bald, hoffe ich...Arbeit und so muss halt auch sein

phoeniks
09.10.2009, 18:18
Hey Carsten,

schön dass du Zeit gefunden hast weiterzuschreiben. Verfolge deinen Bericht mit großem Interesse und bin schon sehr gespannt auf die Fotos.
Also, schreib doch bitte bald weiter.
Achja, das mit dem Jägermeister ist ja mal absolut genial. Trail magic, im wahrsten Sinne des Wortes :bg:

ulfs
09.10.2009, 18:26
10cl? Da hat man sich gerade warm getrunken und schon ist es vorbei mit der Freude :motz: Ich glaube in dem Fall hätte mein Unbewusstsein dafür gesorgt, dass ich die Flasche nicht finde :bg:

Suppus
09.10.2009, 19:10
Hi Carsten,
liest sich gut und freue mich schon auf den fertigen Bericht mit Fotos. Und das Du Dich über die 10cl gefreut hast glaube ich Dir;-) Gibt auf Tour nach einem anstrengenden Tag nix schöneres als einen gute Nacht Drink und dann in den Schlafsack kuscheln.
Frage: Hätten Gamaschen Dir die Füsse etwas trockener gehalten?

BigKahuna
09.10.2009, 20:42
Da es hier ja nicht ganz unwesentlich um nasse Füße bei relativ niedrigen Temperaturen geht, erlaube ich mir mal den Hinweis auf ein Problem, das sich Trenchfood (Grabenfuß) nennt. Erstmalig in großem Stile im 1. Weltkrieg dokumentiert (daher der Begriff "Grabenfuß" - die Soldaten standen wochenlang in den nassen Gräben), ist dies ein Kälteschaden, der bei Temperaturen über 0°C auftritt. Ich zitiere mal Wikipedia:
Immersion foot occurs when feet are cold and damp while wearing constricting footwear. Unlike frostbite, immersion foot does not require freezing temperatures and can occur in temperatures up to 60° Fahrenheit (about 16° Celsius). The condition can occur with as little as eleven hours' exposure. The mechanism of tissue damage is not fully understood. Quelle (http://en.wikipedia.org/wiki/Trench_foot)

Die meisten Leute hier sind ja alt genug, um selber zu entscheiden, was für sie am besten ist und mit welcher Ausrüstung sie los ziehen. Für den einen oder anderen mag es aber eine neue Erkenntnis sein, dass er sich dauerhafte Gesundheitsschäden zuziehen kann, wenn er unter vorgenannten Bedingungen länger mit nassen Füßen unterwegs ist. Ich habe selbst schon jemanden kennen gelernt, der sich Trenchfoot mit 17 Jahren im Falklandkrieg zugezogen hat (quasi unter patagonischen Herbstbedingungen), und noch heute unter den Folgen leidet.

Ich will hier niemanden kritisieren oder verurteilen. Ich finde nur, dass es hier ganz gut passt.

Jaerven
09.10.2009, 20:51
Da hast Du Recht. Hab selber dort einen mit diesen "Trailrunner- Turnschuhen" gesehen der einen sehr unglücklichen Gesichtsausdruck hatte.
Mit permanent nassen Schuhen, teilweise durch Schnee- das ist vielleicht 400 Gramm leichter aber dafür wesentlich ungesünder...


Frage: Hätten Gamaschen Dir die Füsse etwas trockener gehalten?

Gamaschen helfen da nicht- ich nehm gar keine mehr mit dort oben.
Das einzige was bei den Wetterbedingungen die da geherrscht haben hilft sind ungefütterte Stiefel (Lundhags...) oder Gummistiefel- eben Schuhe die sich nicht vollsaugen können- und genug warme Socken. :bg:

Carsten010
09.10.2009, 21:04
Der Hinweis auf Trenchfoot ist generell absolut in Ordnung und
sicher auch informativ. Sollte man in der Planung sicher auch
im Hinterkopf haben gerade wenn einem die notwendige Touren-
erfahrung vielleicht fehlt.


Immersion foot occurs when feet are cold and damp while wearing constricting footwear.

Der Satz beschreibt ganz gut warum ich das nicht bekommen habe.

Die von mir genutzten Approach Schuhe waren nicht constricting,
haben also die Blutzufuhr in meinen Füßen nicht abgeschnitten, sondern
waren einfach saubequem. Dann habe ich Merinosocken verwendet, die
meiner Ansicht nach im feucht-nassen Zustand noch etwas wärmer sind
und....was nicht zu verachten ist, ich habe nicht gestanden, sondern
meine Maschine fast permanent am Laufen gehalten. Bei Pausen habe
ich übrigens die Treter ausgezogen und meine Füße abgetrocknet und
für die Dauer der Pause in frische trockene Socken gepackt bevor ich nach
der Pause wieder in die kalten nassen Dinger rein bin.

Später sind dann bei den kälteren Temperaturen noch Plastiktüten zur
Verwendung gekommen.

Ich schreib das immer ganz gerne...Ich hab nen Riesen-Respekt vor Kälte
in allen Formen. Ich weiß, was fiese Minusgrade anrichten können und
ich war in meinem Leben auch irgendwann bei harmlosen Temperaturen
fast hypothermisch. Man muss auf seinen Körper hören und was tun, wenn
was aus dem Ruder läuft.

Was ich schon seit Kindesbeinen gelernt habe und was mir immer wieder
auf Touren hilft ist ein ausgeprägtes Plan-B-Denken, was generell hilft und
einem ultraleichte Touren immens erleichtert. Ich geh keine großen Risiken ein
und überleg mir immer was passiert, wenn etwas schief läuft und ob ich
dann noch Handlungsspielraum habe. Zusammen mit einer positiven
Grundeinstellung kann man dann schon einiges reißen :-)

So, am WE komm ich sicher zu mehr Text mit Bildern :-)

Carsten

Suppus
09.10.2009, 21:13
Gamaschen helfen da nicht- ich nehm gar keine mehr mit dort oben.
Das einzige was bei den Wetterbedingungen die da geherrscht haben hilft sind ungefütterte Stiefel (Lundhags...) oder Gummistiefel- eben Schuhe die sich nicht vollsaugen können- und genug warme Socken. :bg:
OK, dache nur wasserdichte Wanderschuhe mit wasserdichter Gamasche( ist ja schon fast wie Gummistiefel) das dann die Socken relativ vor Nässe geschützt sind. Bis auf den Schweiß der dann schlecht abdampfen kann:(.

Carsten010
09.10.2009, 21:32
:-)

Und genau was Järven gesagt hat, habe ich irgendwann am Anfang
fast genauso gesagt :-)

Für die erste Woche würd ich beim nächsten Mal nen Gummistiefel
nehmen und für die restliche Strecke nen hohen Lundhags :-)

CU

Carsten

Carsten010
10.10.2009, 07:36
4. Trekkingtag

Was für ein Tag! Nach 35km streiche ich gegen 17:30 Uhr die Segel. Es wär
zwar Zeit und Kraft für noch ein paar km, aber schlechtes Wetter ist im
Anmarsch. Ich bin auf einer Hochebene und nachher soll es geländemässig
wieder steiler werden. Die Gefahr keinen ordentlichen Zeltplatz zu finden und
dann weiterlaufen zu müssen, wenn ich dann wirklich platt bin, möchte ich
nicht eingehen. Hinzukommt der starke Wind. Gerade habe ich ein nettes
Plätzchen hinter einem Hügel gefunden, der mir einen super Windschutz
bietet. UL heißt immer auch mal die Augen aufzuhalten.

Heute morgen bin ich dank dem wenigen Jägermeister ganz ohne Kater
aufgewacht und den Fluß lang Richtung Salev gelaufen. Alles was mal
torcken war wurde dank urwaldmässigger Farnbewucherung auch gleich
wieder naß, dazu kamen gemeine Blockfelder, die einem balance- und
Sprunggelenksmässig einiges abverlangen. Ich bin untrainiert hergekommen
und eine meiner Achillessehnen fängt an zu mucken und eine Schienbeinsehne
findet das auch nicht toll. Mein linker Knöchel schwillt wegen Überlastung an
und ich mache das Unvernünftige, was bei mir persönlich immer geholfen
hat...einfach weiterlaufen :-)

Ich komm aber irgendwann auf den Feldweg, der zum nächsten Ort geht
von dem es steil hoch ins Kahlfjell geht. Da Regen heute auch ein ständiger
Begleiter war schlage ich mich kurz bevor es vom Feldweg wieder auf einen
Trail geht für eine Stunde unter eine Brücke, um Mittagessen zu kochen.
Ich esse die warme gehaltvolle Mahlzeit am liebsten mittgas, weil ich dann
viele Kalorien für die 2. Tageshälfte habe und abends im geschafften Zustand
nicht mehr kochen muss. In Zukunft werde ich mittags auch öfter mein
Zelt aufbauen, um im Regen im Fjell kochen zu können , bevor man weiter-
läuft.

Der Aufstieg ins Fjell ist steil und einmal dort angekommen ist jeder Schritt
ungewohnt und gleicht dem Lauf auf einem Trampolin. Flechten, Moose und
Beerenbewuchs sind so dicht, dass man wie auf Watte läuft. Ich genieße
den Landschaftswechsel und bin beeindruckt von dem über das Land auf
mich zukommenden schlechten Wetter. Die Weite hier oben ist fantastisch und
so karg und einsam es hier ist...es ist doch etwas Besonderes.

Wie oben beschrieben bringe ich mich in Sicherheit und kurz nach Aufbau
des Zelts fängt es an zu regnen. Das leise Prasseln und der Wind, der durch
die Ohropax hindurch gar nicht so laut ist, wiegen mich in den Schlaf.

Carsten

ulfs
10.10.2009, 08:59
Gerade habe ich ein nettes
Plätzchen hinter einem Hügel gefunden, der mir einen super Windschutz
bietet. UL heißt immer auch mal die Augen aufzuhalten.

Darf man fragen, was du für ein Zelt dabei hattest?
Danke und Grüße
Ulf

Carsten010
10.10.2009, 19:51
http://3.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StDJFVHP_sI/AAAAAAAAAeU/NICqRG5CnaU/s320/DSC02211.JPG

http://4.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StDJFt4XbMI/AAAAAAAAAec/cFoe0mNO860/s320/DSC02212.JPG

Golite Shangri-La 2 plus Tyvek Bodenplane.

phoeniks
10.10.2009, 23:03
Würdest du im Nachhinein das ShangriLa nochmal mitnehmen oder mit was anderem losziehen? Ich erinnere mich da insbesondere an die Island-Erfahrungen von Freak.

barleybreeder
10.10.2009, 23:15
Problem beim Freak war der Lavasandboden, in dem nur Sandheringe vernünftig gehalten hätten. Die hatte natürlich keiner von uns mit.
Ansonsten hätte das Zelt gut gehalten....

ulfs
10.10.2009, 23:31
http://3.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StDJFVHP_sI/AAAAAAAAAeU/NICqRG5CnaU/s320/DSC02211.JPG

http://4.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StDJFt4XbMI/AAAAAAAAAec/cFoe0mNO860/s320/DSC02212.JPG

Golite Shangri-La 2 plus Tyvek Bodenplane.

Danke! Werde wohl auch nächstes Jahr die Gegend um Kautokeino (allerdings wohl eher quer durch die Landschaft, nicht den Nordkalottleden) unsicher machen, und fragte mich ob mein Shangri La oder doch lieber ein festes Zelt mitkommen. Dann bist du jetzt also mein inoffizieller Vorkoster ;-)

Suppus
10.10.2009, 23:53
Danke! Werde wohl auch nächstes Jahr die Gegend um Kautokeino (allerdings wohl eher quer durch die Landschaft, nicht den Nordkalottleden) unsicher machen, und fragte mich ob mein Shangri La oder doch lieber ein festes Zelt mitkommen. Dann bist du jetzt also mein inoffizieller Vorkoster ;-)


Lieber kein festes Zelt das liegt dann nur schwer im Magen

Carsten010
11.10.2009, 07:32
Das Shangri-La steht und fällt mit der Frage, ob man Heringe in den Boden
bekommt, deswegen gabs wohl bei Freak auch Probleme.

Ich hab die Heringe immer gut verankern können, würde beim nächsten
Mal aber nicht 6 Heringe, die bis jetzt immer absolut ausreichend waren,
sondern noch 4-5 Extraheringe für Zwischenabspannungen mitnehmen.

Wenn ich in der schlechten Jahreszeit, also so spät wie diesmal, nochmal
hochfahren würde, würde ich aber wahrscheinlich irgendeine Solo-Kuppel
ohne Innenzelt mitnehmen, das kommt 100-200 Gramm schwerer und man
muss sich ein paar weniger Gedanken machen.

Ansonsten habe ich nach der Tour festgestellt, dass ich persönlich den
Nordkalottleden noch leichter und als reine Hüttentour hätte laufen können.
Das ist natürlich auch mal eine sensationelle Option, die allerdings wirklich
nur möglich ist, wenn die Ausrüstung leicht ist.

CU

Carsten

ulfs
11.10.2009, 09:19
Das Shangri-La steht und fällt mit der Frage, ob man Heringe in den Boden
bekommt, deswegen gabs wohl bei Freak auch Probleme.

Ich hab die Heringe immer gut verankern können, würde beim nächsten
Mal aber nicht 6 Heringe, die bis jetzt immer absolut ausreichend waren,
sondern noch 4-5 Extraheringe für Zwischenabspannungen mitnehmen.

Wenn ich in der schlechten Jahreszeit, also so spät wie diesmal, nochmal
hochfahren würde, würde ich aber wahrscheinlich irgendeine Solo-Kuppel
ohne Innenzelt mitnehmen, das kommt 100-200 Gramm schwerer und man
muss sich ein paar weniger Gedanken machen.

Ansonsten habe ich nach der Tour festgestellt, dass ich persönlich den
Nordkalottleden noch leichter und als reine Hüttentour hätte laufen können.
Das ist natürlich auch mal eine sensationelle Option, die allerdings wirklich
nur möglich ist, wenn die Ausrüstung leicht ist.

CU

Carsten

Vor allem sollte man bessere Heringe nehmen, als die von Golite mitgelieferten. Ich feile gerade noch daran, aber mit guten Abspannleinen und guten Heringen sollte es auch bei etwas schlechteren Verhältnissen mal gehen. Probleme bereiten natürlich etwas felsige Untergründe, aber zumindest mit den Abspannleinen lann man ja die Länge so variieren, dass man immer was findet.
Eine reine Hüttentour ist natürlich eine gute Möglichkeit, aber eben auch sehr geschmackssache. Mir geht es zumindest so, dass ich nicht in den hohen Norden fahre, um mich mit anderen in eine Hütte zu klemmen.
Grüße und schönen Sonnentach
Ulf

Carsten010
11.10.2009, 11:21
Mir geht es zumindest so, dass ich nicht in den hohen Norden fahre, um mich mit anderen in eine Hütte zu klemmen.

Ich war in fast jeder Hütte alleine :-)

Das kommt nur auf die Zeit an in der Du oben bist.


Vor allem sollte man bessere Heringe nehmen, als die von Golite mitgelieferten

Ich find die gar nicht so schlecht, wobei die gegen schon bei mir vorhandene
MSR Groundhogs ausgetauscht habe, die ich einfach sensationell finde.

Abspannleinen sind zusätzlich aber immer gut, weil Du so mit Felsen und
Steinhaufen arbeiten kannst. Im ganz krassen Fall muss man den Hering als
toten Mann nehmen und samt Leine unter einem Haufen Geröll vergraben.

War auf dem Nordkalottlesen nicht notwendig, aber in der Sierra Nevada in
den USA war ich auf diese Technik schon einmal angewiesen.

CU

Carsten

Carsten010
11.10.2009, 13:25
5.Trekkingtag

30km heute und das SL2 hat die Nacht gut überstanden. Der Wind hat
das kleine Zelt zwar hin und wieder gut durchgeschüttelt, aber dank
Ohropax und einer Passt-Scho-Einstellung des Zeltbewohners, wache
ich gemütlich und ausgeschlafen gegen 6.15 Uhr auf.

Die Achillessehne scheint sich erholt zu haben, aber das linke Schienbein
muckt. Jammern! Dafür sind Männer schließlich bekannt.

Ich laufe los und treffe 2 Stunden später auf Uli aus Hamburg. Er ist noch am
frühstücken und bezweifelt, das er mich nochmal zu Gesicht bekommt. Wir
schwätzen ein bisschen und ich sage ihm, dass ich an der nächsten Hütte eine
längere Pause einlegen werde. Ich trabe weiter bis zur Somashytta und lege
eine mächtig lange Pause ein in der mich Uli auch einholt. Ein norwegisches
Päärchen, das den Norge-Pa-Langs von Lindenes ans Nordkapp läuft, macht
hier einen Ruhetag und ich bekomme Kaffee und Gesellschaft angeboten.

Es ist richtig gemütlich in der Hütte und es ist schön sich nach den einsamen
Tagen im Fjell auch mal wieder länger mit jemandem unterhalten zu können.
Uli kommt dann auch noch dazu, möchte aber gar nicht lang bleiben und so
breche ich mit ihm auf. Trotz seines großen schweren Rucksacks legt er ein
gutes Tempo vor und wir machen gute Kilometer.

An der nächsten Hütte habe ich 30km in den Beinen und verabschiede mich
von Uli, der noch ein paar Kilometer weiterlaufen möchte, während ich es mir
in der kostenlosen finnischen Hütte gemütlich macht. Normalerweise sind die
Hütten hier im Umkreis proppevoll, weil der Halti, Finnlands höchster Berg,
in der Nähe liegt. Dank der Nebensaison habe ich die Hütte zunächst für
mich alleine. Ich breite mein Zeug in der gesamten Hütte aus und schwups
tauchen ein paar Finnen aus dem Nichts aus. Na ja, ich mach natürlich Platz,
unterhalte mich ein bisschen und irgendwann dämmern wir alle ins Land
der Träume.

Carsten

Andreas L
11.10.2009, 13:31
... dazu kamen gemeine Blockfelder, die einem balance- und
Sprunggelenksmässig einiges abverlangen. Ich bin untrainiert hergekommen
und eine meiner Achillessehnen fängt an zu mucken und eine Schienbeinsehne
findet das auch nicht toll. Mein linker Knöchel schwillt wegen Überlastung an
und ich mache das Unvernünftige, was bei mir persönlich immer geholfen
hat...einfach weiterlaufen :-)...

Ich würde mal sagen, das schuldest du deinen Schuhen. Je schwieriger das Gelände wird, desto ungeeigneter sind Schuhe mit weicher Sohle - denn je weicher die Sohle, desto mehr müssen die Achillessehnen leisten und aushalten. Dasselbe gilt dann für den Knöchel und den Schaft, wobei der Schaft auch für die Entlastung der Achillessehnen wichtig ist.
Deshalb bewirbt Mammut die Schuhe auch als für leichte Wanderungen geeignet und gibt das als Obergrenze des Benutzungsspielraums an. Hier sparst du also etwa 450 Gramm an Last ein (bezogen auf einen mitteleren Bergstiefel wie den Island von Meindl) - holst dir aber damit auch die beschriebenen Schwierigkeiten an Bord.

Trainieren kann man die Sehnen im Vorfeld - aber wenn sie mit Reizungen reagieren heisst das, dass schon Mikroverletzungen im Gewebe vorliegen.

Andreas

Mo667
11.10.2009, 13:54
Naja er hat ja schon erwähnt, dass er beim nächsten Mal andere Schuhe anziehen würde. Mit Lundhags sind Geröllfelder kein Problem, die sind fest genug.

Andererseits kann ich schon verstehen, warum man so leichte "quasi Joggingschuhe" anzieht. Das Fjell besteht ja nicht überall aus so schwierigem Gelände, ganz im Gegenteil eigentlich, stünde nicht alles unter Wasser und hätte man garantiert gutes Wetter, wären so leichte Schuhe auf jeden Fall von Vorteil, insbesondere wenn man man so viele Kilometer zurücklegt wie Carsten. Nur ist das mit dem Wetter leider im September nicht so oft der Fall und man watet mehr als man läuft.

Bin auf den weiteren Verlauf sehr gespannt und freue mich auf Bilder!

Ari
11.10.2009, 16:26
Das Fjell besteht ja nicht überall aus so schwierigem Gelände - nicht immer, aber regelmäßig und wie ich es schon oft erlebt habe läßt sch das zudem nicht vorhersehen.

Carsten010
11.10.2009, 16:38
Hallo zusammen,

ich möchte an dieser Stelle auch noch kurz einen kleinen Einwand zur
Schuhproblematik bringen.

Der einzige Grund, der von meiner Seite gegen Trailrunner etc. spricht,
ist das mir weniger nasse Füße auch besser gefallen hätten. Der Borah hat
als Zustiegsschuh ja eine vergleichsweise feste Sohle, ich bin meine anderen
langen Touren mit noch weicheren Schuhen gelaufen.

Die Überlastungserscheinungen kamen meiner Meinung nach einfach von der
hohen Laufleistung. In der ersten Woche hatte ich gleich nen 40er und sonst
nur 30er. Und das quasi untrainiert. Hinten raus war dann nämlich auch wieder
alles tikkotakko.

CU

Carsten

Moody
11.10.2009, 23:06
Irgendwie is das hier mehr ein Materialthread als ein Reisebericht :(

Carsten010
12.10.2009, 00:03
Naja, ich hab auch mehr damit zu tun Materialeinwände von anderen
zu rechtfertigen als schreiben zu können, was ich so gemacht habe.

Anyway...

6.Trekkingtag

31km und ich bin schon viel zu früh an einer wieder einmal kostenlosen
netten finnischen Hütte. Irgendwie hatte ich auch mal ausgerechnet, dass
ich um die 30km laufen muss, um den Trail in den 4 Wochen zu schaffen und
so lass ich den Trail Trail sein für heute und hör schon um 16 Uhr auf zu
laufen.

Kilpisjärvi ist zwar nur 12km weg, aber warum sich noch weiterschleppen,
wenn ich das morgen ganz gemütlich erldigen kann. Zudem machen die
Geschäfte morgen am Sonntag vermutlich eh etwas später auf und wenn
ich dann aus dem Fjell reingetrabt komme passt das ganz gut.

Weil der Tag sonst recht unspektulär war, einfach mal ein paar mehr Bilder.

http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/SspA1NfFX7I/AAAAAAAAAeE/K-cWkTVRVyk/s320/DSC02153.JPG (http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/SspA1NfFX7I/AAAAAAAAAeE/K-cWkTVRVyk/s1600-h/DSC02153.JPG)

http://1.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/SspA0dYDKmI/AAAAAAAAAd0/oSFp4jU27V4/s320/DSC02141.JPG (http://1.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/SspA0dYDKmI/AAAAAAAAAd0/oSFp4jU27V4/s1600-h/DSC02141.JPG)

http://4.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StJVkdAacLI/AAAAAAAAAek/QPBFKLOMi5I/s320/DSC02170.JPG (http://4.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StJVkdAacLI/AAAAAAAAAek/QPBFKLOMi5I/s1600-h/DSC02170.JPG)

http://3.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StJVk2ELU1I/AAAAAAAAAes/Q7rn1MaqPco/s320/DSC02176.JPG (http://3.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StJVk2ELU1I/AAAAAAAAAes/Q7rn1MaqPco/s1600-h/DSC02176.JPG)

Reusenmann
12.10.2009, 07:58
Naja, ich hab auch mehr damit zu tun Materialeinwände von anderen
zu rechtfertigen als schreiben zu können, was ich so gemacht habe.
:bg:

Andreas L
12.10.2009, 08:04
Hat sich erledigt. :bg:

Lightfoot
12.10.2009, 09:08
Achillessehnenprobleme treten eigentlich am häufigsten auf, wenn man Stiefel trägt, weil Druck auf die Sehne kommt. Ich bezweifle, daß andere Schuhe Carsten da geholfen hätten. Man beachte die erheblichen Strecken.

Trenchfoot ist ein Problem, was scheinbar am häufigsten vorkommt, wenn man in total durchnässten festen geschlossenen Schuhe längere Zeit rumsteht/geht. Die angegebenen 11 Stunden sind ein untypischer Wert, meist dauert es länger, bis es losgeht. Lundhags, Bergstiefel, Militärstiefel etc. sind die besten Kandidaten, um Trenchfoot zu bekommen, wenn sie durchnäßt werden. Berichte über diese seltsame Hautverletzung von Leuten mit nassen Lederstiefeln/schuhen gibt es schon seit sehr langer Zeit, bevor die Sache im WW 1 den Namen bekam.

Beim Wandern werden die genannten Stiefel, besonders natürlich Lundhags, nur selten so durchnäßt, weil man nicht stundenlang im tiefen Wasser steht wie dazu gezwungene Soldaten bzw. Wasser oben selten reinlaufen kann. Außerdem, was ganz wichtig ist, ziehen Wanderer die Schuhe abends aus und können die Füße und Schuhe trocknen. Ich denke mal, Trenchfoot ist für Wanderer mit nassen Füßen ein geringeres Problem verglichen mit starker mentaler Unbequemlichkeit, kalten Füßen, Blasen oder Erfrierungsgefahr.

Hier kann man dazu noch einiges lesen: http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/forums/thread_display.html?forum_thread_id=22184
Abgesehen von einigen lächerlichen Bemerkungen, z.B. daß Nässe an den Füßen kein Problem wäre, weil ja die Haut außen aus abgestorbenen Zellen bestünde (omg), gibt es auch sehr interessante Beiträge pro und contra und eine umfangreiche Hinweissammlung für Trenchfoot von Dean Fellabaum, der beim US Militär zu sein scheint; trotz seinen abschreckenden Beispielen kommt Trenchfoot in der Wandererszene allerdings eben selten vor.

Ich bin ja schon sehr auf die Fotos und den weiteren Bericht von Carsten gespannt!

BigKahuna
12.10.2009, 11:21
@ Lightfood: Im Wesentlichen kann ich Deinen Ausführungen zustimmen. Nur ein paar Anmerkungen: Das alles relativiert sich, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Wenn z.B. keine trockenen Wechselwäsche mehr da ist, wenn keine Hütte in Reichweite ist (z.B. im Falle einer Verletzung), wenn es tagelang in Strömen gießt und man das Wetter nicht aussitzen kann, wenn man ebend nicht mehr trocken wird.

In dem von mir genannten Bsp. des britischen Soldaten war es so, dass er zu Beginn des Einsatzes durch die Brandung des Meeres waten musste um anschließend 2 Wochen keine trockenen Füße mehr zu bekommen (obwohl er es natürlich versucht hat). Folge daraus waren Kälteschäden (keine Erfrierungen), die dazu führten, dass er heute keine Temperaturen/Schmerzen mehr in seinen Extremitäten fühlen kann.

Man unterliegt als Wanderer mit Sicherheit nicht den Zwängen, wie es bei Soldaten der Fall ist, aber es müssen nur ein paar ungünstige Umstände zusammen kommen und Kälteschäden sind mehr als graue Theorie. Aber genug davon.

Carsten010
12.10.2009, 12:58
Aber das schöne ist ja letzlich, das von all den genannten Dingen
ziemlich wenig auf meine Situation auf dem Nordkalottleden zutrifft.

Ich habe immer trockene Wechselwäsche, weil ich zum Trekken morgens
immer wieder in die oft noch feuchte Wäsche vom Tag zuvor wechsle und
die Warm laufe.

Ich hatte immer Hütten in greifbarer Nähe und hätte im Fall einer Verletzung
das Zelt aufgebaut, abgewettert und in einem schwerwiegenden Fall die
Rettung per Spot oder Nottelefon in den Hütten verständigt.

Gut...wenn ich dann einfach meine Outdoorerfahrung, die ich für nicht
unerheblich halte, mit einkalkuliere, hatte ich einfach nur ein bisschen
Pech mit dem Wetter...aber sonst war alles im grünen Bereich.

CU

Carsten

BigKahuna
12.10.2009, 14:47
Aber das schöne ist ja letzlich, das von all den genannten Dingen
ziemlich wenig auf meine Situation auf dem Nordkalottleden zutrifft.
Das glaube ich nur, wenn Du endlich mal einen ordentlichen Schwung Bilder postest ;-)

Lightfoot
12.10.2009, 15:09
Genau, her mit den Bildern! :D

@ BigKahuna: klar, wenn mal was nicht nach Plan läuft, ist das übel. Aber der britische Soldat hatte sicher keine leichten Trailrunner oder Zustiegsschuhe an. Und Carsten hat keinen Trenchfoot bekommen (oder?). Daher kann man das Ganze nicht so als generelles Argument benutzen. Aber Deine Bedenken kann ich nachvollziehen.

Ich finde diese etwas ausrüstungslastige Diskussion bei einem Reisebericht übrigens gar nicht so übel oder fehl am Platz, man kann aus der Praxiserfahrung anderer auch viel lernen.

rso4x4
12.10.2009, 15:29
...
Ich finde diese etwas ausrüstungslastige Diskussion bei einem Reisebericht übrigens gar nicht so übel oder fehl am Platz, man kann aus der Praxiserfahrung anderer auch viel lernen.

und ich finds total störend, solange der reisebericht noch nicht fertig ist, der interessiert mich nämlich und nicht das ganze ot.... wozu ich jetzt gerade leider selber beitrage... ;-) .... carsten, mach weiter, ist spannend :bg:

Carsten010
12.10.2009, 15:43
Gerade in der ersten Woche wird man mit Wasserfällen nur
so zugeschissen. Ich fand jeden einzelnen schön

http://1.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StMn93F4cJI/AAAAAAAAAfE/yeJbok5-lbk/s320/DSC02223.JPG (http://1.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StMn93F4cJI/AAAAAAAAAfE/yeJbok5-lbk/s1600-h/DSC02223.JPG)

Birkenwäldchen im prachtvollen Herbstkleid

http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StMn-QsXRmI/AAAAAAAAAfM/6afcPBJQLO8/s320/DSC02230.JPG (http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StMn-QsXRmI/AAAAAAAAAfM/6afcPBJQLO8/s1600-h/DSC02230.JPG)

Es gab da schon eine Menge abenteuerlich schaukelnder Brücken.
Ich beschwer mich nicht, weil eine schaukelnde Brücke immer noch
besser ist als die vielen Brücken, die zum Ende der Saison schon
abgebaut waren und mir die ein oder andere heikle Furt beschert
haben.

http://3.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StMn_KAd4VI/AAAAAAAAAfc/QPGMfUii2Fs/s320/DSC02265.JPG (http://3.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StMn_KAd4VI/AAAAAAAAAfc/QPGMfUii2Fs/s1600-h/DSC02265.JPG)

peter-hoehle
12.10.2009, 21:37
Erst wenn Carsten010 die Bilder eingestellt hat,
glaube ich,das er dort war.:bg:

Gruß Peter

Lightfoot
13.10.2009, 09:11
und ich finds total störend, solange der reisebericht noch nicht fertig ist, der interessiert mich nämlich und nicht das ganze ot.... wozu ich jetzt gerade leider selber beitrage... ;-) .... carsten, mach weiter, ist spannend :bg:

Ist alles Absicht, motiviert Carsten zu schnellerem Schreiben, um endlich von unserem Gequatsche verschont zu werden. ;-)

@ peter-trsth: da sind doch schon Bilder, oder ist das gemalt? :bg:

peter-hoehle
13.10.2009, 09:50
@ peter-trsth: da sind doch schon Bilder, oder ist das gemalt? :bg:

lausige 3 Bilder für 4Wochen?Das reicht auf keinen Fall.:bg:

Gruß Peter

Carsten010
14.10.2009, 07:20
Na ja, es sind ja schon mehr Bilder drin, die gehen aber bei den vielen
Seiten des Threads unter. Ich werde, wenn ich komplett fertig bin das
Ding einfach in einem bei mir auf die Website hauen.

ODS hat´s dann quasi exclusiv vorab bekommen :-)

Fotos aus dem Dividalen

Mit einer meiner schönsten Tage, wenn nicht der schönste, war die
Wanderung durch das Dividalen. Ausnahmsweise mal schönes Wetter,
der Trail wurde in der Strecke geändert und verlief wahrscheinlich noch
nen Tick näher am Wasser mit sensationellem Ausblick auf den Fluß
und das Tal.

http://4.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZozspmgI/AAAAAAAAAfk/ybp3VpHs-p8/s320/DSC02278.JPG (http://4.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZozspmgI/AAAAAAAAAfk/ybp3VpHs-p8/s1600-h/DSC02278.JPG)

http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZpW7tvfI/AAAAAAAAAfs/TyFxZqn2RWQ/s320/DSC02279.JPG (http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZpW7tvfI/AAAAAAAAAfs/TyFxZqn2RWQ/s1600-h/DSC02279.JPG)

http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZptjM4NI/AAAAAAAAAf0/iCfjgGNwVRs/s320/DSC02280.JPG (http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZptjM4NI/AAAAAAAAAf0/iCfjgGNwVRs/s320/DSC02280.JPG)

http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZqGcmVmI/AAAAAAAAAf8/nn-C7oFeE5E/s320/DSC02283.JPG (http://2.bp.blogspot.com/_yxnZL1HxTq8/StVZqGcmVmI/AAAAAAAAAf8/nn-C7oFeE5E/s1600-h/DSC02283.JPG)

Der Tag würde dann später zwar noch richtig anstrengend werden, dank
Gewinn in Höhe, eiskaltem Wind und nicht enden wollender Blockfelder.
Aber das kommt im eigentlichen Bericht nochmal, den ich leider aus privaten
Gründen erst nächste Woche angehen kann. Ihr müsst Euch also mit ein
paar Bildern und kurzen Anekdoten begnügen so lange.

Hah...zu erwähnen bleibt allerdings noch, das meine Füße an diesem Tag
glaube ich nicht naß geworden sind :-)

Carsten

peter-hoehle
14.10.2009, 09:27
Richtig schöne Herbstlandschaft.
Da macht das Wandern Spass.

p.s.lass dich nicht hetzen von den Ungeduldigen:bg:

Gruß Peter

Zecke
15.10.2009, 11:43
hei, schøne bilder! Allerdings zeigt keines davon das eigendliche dividalen sondern das ANJAVASSDALEN und der fluss heisst anjavassalva, ein zulaufendes flusstal des divielva. Sehr schøn dort.die bilder 1und zwei zeigen die imponierenden wasserfælle kurz nach der bruecke uener den divielva. Bilder 3 und 4 zeigen jeweils das blåflell, um das man quasi herumlaufen kann wenn man die vuomahytta als ziel hat. Weiter oben im tal finden sich ekstrem schøne eisangelmøglichheiten im fruehjahr. Gruss Zecke

Edgar
14.11.2009, 09:50
Hee, vergesst diesen Reisebericht hier nicht! :gosche:
Mich interessiert, wie's weiter geht!
Carsten, wo bist du? ;-)

Ruebe
11.12.2009, 10:37
Hi,

wäre schön wenn du den Bericht noch fortsetzten würdest, ist nämlich sehr interessant.

Gruß

Ruebe

Carsten010
11.12.2009, 10:40
Ich bin ein Sünder!

Da ich heute allerdings frei habe und es im Allgäu schneit wie Sau,
komme ich wohl heute noch dazu etwas reinzustellen :-)

Wird auch wirklich Zeit

Ruebe
11.12.2009, 13:40
Super :grins: Ich freu mich drauf.

Gruß

Ruebe

Waldwichtel
19.12.2009, 05:55
Tja, wieder nix. Und ich behaupte mal, daß da auch nie etwas kommen wird.

War doch beim PCT genauso, da warten viele seit mehr als einem Jahr wenigstens auf ein paar Fotos :roll:

Carsten010
19.12.2009, 07:33
Naja...ein schöner Reisebereicht ist halt auch nicht einfach
so runtergetippt vorallem dann nicht, wenn sich ein Großteil
meines Lebens halt auch offline abspielt :-)

Die Bilder für den NKL sind zumindest alle schon mal
sichtbar unter

Bilder zum Nordkalottleden (http://picasaweb.google.de/carsten.jost/NordkalottledenKlein#)

CU

Carsten

Jaerven
19.12.2009, 08:53
Aha... der Amerikaner war noch in Sälka als ich da ankam.
Ich hatte den Eindruck dem war zu kalt...

hrXXL
19.12.2009, 09:04
sehr schön die bilder. aber nach der flasche jägermeister ging erstmal nix mehr oder

Sarekmaniac
19.12.2009, 11:44
Bilder zum Nordkalottleden (http://picasaweb.google.de/carsten.jost/NordkalottledenKlein#)



:o

Spionage! Carsten hat meinen Hüttenbucheintrag in Roysvatn, Lillestugan abfotografiert.

:oldman: Das ist hohe Literatur, das dürfen eigentlich nur Leute lesen, die es zu Fuß dahin geschafft haben.

Passt auf was ihr tut, in der "Einsamkeit" - Forum is watching you.
;-)

Laika
19.12.2009, 18:59
Viele tolle und besonders stimmungsvolle Fotos. 5sterne

Ruebe
26.01.2010, 07:44
Ich bin ein Sünder!

....
komme ich wohl heute noch dazu etwas reinzustellen :-)

Wird auch wirklich Zeit

??? Na? Alle warten gespannt. :motz: Die Bilder sind schön aber ne Geschichte dazu wäre auch gut.

Gruß

Ruebe

tdnpf
06.07.2010, 22:55
Ich bin ja immer noch optimistisch. :bg:

gelöschter Nutzer
07.07.2010, 08:25
Hier im Forum wird einfach nix vergessen :baetsch:

Carsten010
08.06.2011, 17:57
hundert Jahre später gibts den "kompletten" Bericht auf meinem
Blog.

Wer mag, kann den schnell anklicken -> KLICK (http://blog.fastpacking.de/wordpress/nordkalottleden-lappland-ultraleicht-reisebericht/)

Allen, die dieses Jahr auf dem NKL unterwegs sind alles Gute und besseres Wetter
als ich es damals hatte :-)