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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MYOG Down Quilt



Raus
25.09.2009, 13:41
Ich habe vor mir einen Daunenquilt zu bauen.

Es wäre schön, wenn ihr Ideen und Verbesserungsvorschläge hättet und sie hier posten würdet.

Hier der grobe Abriss meiner Vorstellungen.

Trapezform Maße:

Kopfende 130 cm, Fußende: 110 cm, Länge 190 cm, Anzahl Kammern 15 (12,5cm), Kammerhöhe 6 cm, Daunenfüllung 90/10 750 cuin 350 Gramm (sollte ein leichtes Overfill ergeben.
Außen- und Innenstoff ein daunendichtes RP Nylon 38 gr./m²
Kammertrennung mit Moskitonetz 25 gr./m²

Am Fußende des Trapezes soll mittig noch ein Halbgreis (Halboval) angenäht werden, um die Isolation der Fußbox in zusammengezogenem Zustand zu verbessern. Dieser Halbkreis wird dann vor dem Zusammenziehen in die Fußbox gesteckt.

Die Hülle habe ich auf 290 Gramm mit Bändern und Fastex, sowie T- Knebel kalkuliert. Gesamtgewicht also 640 Gramm.
Der Quilt soll bis zur Frostgrenze und leicht darunter genutzt werden.

Kopf und Fußende sollen eine Kordel mit Tanka erhalten.
3 kleine Fastexverschlüße sollen mit verstellbaren Bändern den Quilt unter der 120 cm langen Isomatte verschließen. 4-5 T-Stopper sollen die Fußbox mit Schlaufen verschließen. Länge der Fußbox 75 cm.

Was meint ihr? Was gibt es an der Konstruktion zu verbessern, zu überdenken?

Hat jemand hier Erfahrungen mit der 860er Daune von Extremtextil?
Ich habe irgendwo mal gelesen, die ist nicht so toll.

Freak
25.09.2009, 13:44
So als Anregung: das (http://www.andersj.se/quilten2.htm) kennst du?

Raus
25.09.2009, 13:46
So als Anregung: das (http://www.andersj.se/quilten2.htm) kennst du?

Klar Freak, Anders seine Seiten sind eine Fundgrube für Ideen ;-)
Dennoch, vielen Dank!!!

ulfs
25.09.2009, 16:23
Klar Freak, Anders seine Seiten sind eine Fundgrube für Ideen ;-)
Dennoch, vielen Dank!!!

Wenn der Typ nicht seine Freizeit investieren würde, sondern das ganze professionell machen würde, könnte er wohl schon einen großen Outdorrhersteller sein eigen nennen. Echt genial!

Gersprenzfischer
26.09.2009, 12:24
Kopfende 130 cm, Fußende: 110 cm, Länge 190 cm, Anzahl Kammern 15 (12,5cm), Kammerhöhe 6 cm, Daunenfüllung 90/10 750 cuin 350 Gramm (sollte ein leichtes Overfill ergeben.
Außen- und Innenstoff ein daunendichtes RP Nylon 38 gr./m²
Kammertrennung mit Moskitonetz 25 gr./m²

Am Fußende des Trapezes soll mittig noch ein Halbgreis (Halboval) angenäht werden, um die Isolation der Fußbox in zusammengezogenem Zustand zu verbessern. Dieser Halbkreis wird dann vor dem Zusammenziehen in die Fußbox gesteckt.


Die Maße hängen von Deiner Körperlänge und deinen Schlafgewohnheiten ab. Ich ziehe mir eine Bettdecke gerne über die Schultern, da wären mir 190 zu kurz.
Warum Kammertrennung Moskitonetz? Nimm doch auch das Ripstopp. Netz näht sich schwer und die 7g Differenz bringens auch nicht.
Warum Halbkreis/Oval; könnte mir vorstellen, dass ein Quadrat, eventuell mit konkaver Seite die Fußbox besser formen würde. Wenn Du das Ganze noch per Klett oder RV abnehmbar gestalten würdest, könntest Du die damit quasi eine Sommer/Herbst KOmbi erstellen.....

Ansonsten mach mal, das interessiert mich!

utilisateur
26.09.2009, 12:50
Wenn ichs richtig verstanden habe soll das Oval nicht der formgebende Teil sondern quasi ein Stopfen/Deckel analog eines Wärmekragens oder Wulstes an einem Reißverschluss sein.

Dieser Halbkreis wird dann vor dem Zusammenziehen in die Fußbox gesteckt

Find ich ne gute Idee, wollte ich bei meinem PL Quilt machen habs aber vergessen und auch schon vermisst !

Hawe
26.09.2009, 12:56
Hast Du schon mal bei Ray Jardine geschaut ? Der bietet ja alle möglichen Bauanleitungen für UL-Sachen an (er ist übrigens der Mentor oder Guru der Ami-Szene, im alter etwas dogmatisch geworden...). www.rayjardine.com
Daunen im Quilt lehnt er aber ab, wenn ich mich richtig erinnere.

Hawe

Raus
26.09.2009, 13:40
Die Abmessungen habe ich doch noch einwenig modifiziert.
Die Breite beträgt nun 140/110 und die Länge 200 cm.
Ich bin 180 groß und wiege dabei 79 kg...und mag es nicht zu eng.
Daher die Idee zum Quilt. Das Raumangebot kann flexibel gestaltet werden und so auch einwenig das Isolationsvermögen.

Die Kammertrennung aus Moskitonetz, weil es die Daunen besser hält, als ein glatter Stoff und keinen (kaum) Luftwiderstand bietet.
Alternativ stand ein Flies auf dem Zettel, aber das Moskitonetz ist stabiler.
Kammerhöhe soll 5,5 cm werden und ich hoffe somit bis zur Frostgrenze damit schlafen zu können.

Der Stoff ist nun zugeschnitten und ich mache mich jetzt an die Arbeit die Kammertrennungen zuzuschneiden.

Die Fußbox, oder besser das zusätzliche Isolierelement wird eine ovale Form bekommen. Die genaue Form und Abmessungen werde ich nach der Dauneneinfüllung in den Quilt ermitteln.

Bei der Daune steht nun 90/10 750 cuin und 860er (Mischungsverhältnis erfahre ich nächste Woche), zur Auswahl.
Für die 860 cuin Daune spricht das niedrigere Gewicht analog zur Bauschkraft.
Für die 750 cuin Daune die höhrere Toleranz der Feuchtigkeit gegenüber...Preis ist merkwürdigerweise Identisch.
Beides Polnische Gänsedaunen.

Nun die Quahl der Wahl.....

Ich danke euch für eure Antworten und Anregungen.
Wie es weitergeht werde ich hier posten.

Scar
27.09.2009, 13:12
Bei der Daune würde ich mir nicht so den Kopf machen, nimm einfach :)
Viel Spaß bei der Fußbox, rund ist fieß zu nähen...
Zur Verteilung der Daune, ich habe das zwar noch nicht gemacht, aber ich würde die Daune naß machen und dann in die Kammern legen.
In meinem Quilt thread war ein Link dazu, kannst dir den ja mal angucken.
Dann hast du nicht die große Sauerei.

Raus
27.09.2009, 13:57
Danke für den Tip mit dem Naßmachen, aber ich lasse die Daune lieber trocken.
Ich werde mein Badezimmer ausräumen und die Kammern nach dem Befüllen mit Klebeband verschließen.
Danach ist dann Großreinemachen angesagt.

Die Hülle wiegt nun mit 2 Kordeln und Tankas 277 Gramm.
77 gr. werden wohl noch für Anbauteile und dem Isolierkreis für die Fußbox dazukommen.

Da ich die Kammerhöhe nun doch lieber 6 cm hoch gemacht habe werde ich wohl vorraussichtlich 350 Gramm Daunen einfüllen. Anfangen werde ich mit 300 gr. und schauen wie prall er dann aussieht. Falls die kalkulatorische Menge von 300 nicht ausreicht kommen dann eben noch 50 gr. dazu.

Somit sollte der Qilt dann 700 gr nicht übersteigen.
100 gr. leichter als meine Daunentüte, 160 gr. schwerer als mein Topbag.
Aber sicherlich ist der Quilt weitaus flexibler zu nutzen, bietet bei Bedarf viel Platz um sich nach einer anstrengenden Tour auch mal anständig recken und strecken zu können...und ist eben selfmade.

Die einzelnen Fertigungsabschnitte habe ich per Foto dokumentiert.
Besteht hier Interesse den kompletten Bau, mit verschiedenen Berechnungen zu Daunen und Größen als Wiki-Artikel im ODS Wiki zu veröffentlichen?

mrred
27.09.2009, 15:14
JA aber sowas von :-)

Wenn du schon fragst und sogar schon fotos hast!

jeha
27.09.2009, 18:06
Hat jemand hier Erfahrungen mit der 860er Daune von Extremtextil?
Ich habe irgendwo mal gelesen, die ist nicht so toll.

Hab in der Forumssuche nix dazu gefunden und wollte die evtl. demnächst auch bestellen; deshalb schließ ich mich an die Frage mal an:

Hat jemand Erfahrng mit der Daune von Extremtextil?

Jens

david0815
27.09.2009, 20:03
Bei meinen Daunenfüllgeschichten habe ich stets mein Innenzelt im Zimmer aufgebaut und die Füllung darin vorgenommen.
Vorteil: Der zu reinigende Raum wird minimal gehalten. Die Daunen haften erstaunlicherweise fast überall. Ohne dein Badezimmer genauer zu kennen würde ich vermuten, dass das ein deutlich größerer Putzaufwand wird. (Ecken und Nischen).

Welche Daune wirst du denn jetzt verwenden? Und von welcher Bezugsquelle stammt diese?

Gruß

David

Raus
27.09.2009, 22:46
Bei meinen Daunenfüllgeschichten habe ich stets mein Innenzelt im Zimmer aufgebaut und die Füllung darin vorgenommen.


Innenzelt ist eine praktikable Möglichkeit, aber mit meinem Bad bin ich bisher gut gefahren :bg:

Obwohl ich ja genaug Indoorhäringe habe, ...die mit Gewinde und Torx....

Ja, die Wahl der Daunen wird heute Nacht entschieden. Die Qual der Wahl ist verdammt groß.
Füllkraft/ Gewicht zu Stabilität bei Feuchte.

Ich tendiere aber zur 95/5er mit 860 cuin.
Mein Schlafsack hat eine sehr ähnliche Mischung und hat bisher nur einmal wegen Feuchte gemeckert...daran war definitiv der Biwaksack schuldig (der wurde inzwischen daher in die Versenkung befördert).

Der Quilt wird durch seine große lüftbare Oberfläche auch schneller trocknen, als ein Schlafsack (Fußbereich)...

Ich werde berichten...

Nächstes WE geht es weiter, alles ist bis auf die Daunen soweit fertig.
...Alles? Nein, das ovale Isolierelement für die Fußbox fehlt noch.
Entweder ich baue es nach Daunenfüllung des Quiltes, oder errechne die Abmessungen vorher...

Raus
30.09.2009, 00:39
Soeben habe ich 380 Gramm 860 cuin Daunen in den Quilt gestopft und ihn zugenäht.
Fazit, mann loftet der gut und fühlt sich einfach saugut an.
Mal sehen wie er morgen aussieht, ob da daunenmäßig noch mehr geht?
Habe die Daunen ja eben erst aus dem Kompressionsbeutel eingefüllt.

Meine Digitalwaage spinnt bei niedrigen Mengen etwas.
Somit habe ich 380 Gramm, anstatt 350 Gramm eingefüllt, ...aber gleichmäßig immerhin.

Fazit: Ich brauch ein Bier und meine Wohnung eine Putzfrau...und ich freue mich dennoch :bg:

Fotos folgen.

Freak
30.09.2009, 00:45
Fotos folgen.

Ich bin gespannt. :grins:

mrred
30.09.2009, 01:09
mir gehts nicht anders!
Wäre super wenn du nen schöne Anleitung schreiben könntest.

Dein Schreibstil scheint mir jedenfalls mehr als gut geeignet. :-)

Raus
30.09.2009, 01:26
Die Wohnung ist gesaugt und Frau Holle rausgeflogen :bg:

Der Quilt ist nun fertig.

Bei 110 x 140 x 200 cm, mit 380 gr. 860 cuin Daune (Extremtextil) befüllt.
Das Schönste, 90 cm Schulterbreite wenn ich es brauche.
Unterseitig hat die Fußbox einen Reißverschluß bekommen, dann noch Jeweils 2 x 2 Winkel mit Fastexverschlüßen (mini) und 10mm Gurtband, um die Breite einstellen zu können. Am Kopfende einen 15 mm Druckknopf.
Um den Reißverschluß zu entlasten noch ein kurzes Stück Gurtband mit Druckknof.
Mit abgewinkelten Knien, bzw. angezogen Knien zu schlafen, ...kein Problem.
Bewegungsfreiheit eben :bg:
Wenns kalt wird mache ich ihn eben enger...

Gewicht des Qulit 713 Gramm.

Und nun 2 Bilder

http://fotos.outdoorseiten.net/data/500/Quilt_fertig.jpg

http://fotos.outdoorseiten.net/data/500/Loft2.jpg

...und nun habe ich ersteinmal die Schnauze vom Nähen gestrichen voll.

Eine Anleitung zum Bau des Quiltes werde ich im ODS Wiki schreiben,...dauert aber etwas.


Besonderen Dank noch an Gersprenzfischer, dessen Posting mich dazu veranlasst hat, den Quilt statt 190 cm, nun doch 200 cm lang zu machen.
Ich würde mich in den A***h beißen, hätte ich ihn 190 cm belassen.

Raus
30.09.2009, 23:00
Noch ein paar Fotos für die, die es genauer wissen wollen...;-)

http://fotos.outdoorseiten.net/data/500/Quilt_Unterseite.jpg

http://fotos.outdoorseiten.net/data/500/Reguliergurte.jpg

http://fotos.outdoorseiten.net/data/500/Fussbox_RV.jpg

http://fotos.outdoorseiten.net/data/500/Fussbox.jpg

Fußbox mit herausnehmbarem Isoelement.

Freak
30.09.2009, 23:06
Saubere Arbeit! Schaut echt gut aus. http://www.smileygarden.de/smilie/Zwinker/89.gif

mrred
01.10.2009, 07:36
Schön danke dir für die bilder!

Das Teil ist ja sehr schön genäht. Wirklich gut!

Jetzt kann dieser lange lange tag anfangen und ich kann mir schön überlegen was ich als nächstes nähe.

Welches Gewebe haste schlussendlich jetzt genommen?

Tie_Fish
01.10.2009, 08:16
Ja! Tolle Arbeit! (Wo kann ich bestellen?)

Kannste mal eine überschlägige Rechnung für Zeit und Kosten anfügen, das wäre zum Vergleich mit gekauften Lösungen interessant. Danke!

Raus
01.10.2009, 08:42
Welches Gewebe haste schlussendlich jetzt genommen?

Dieses hier http://www.extremtextil.de/catalog/product_info.php?cPath=21_25&products_id=711&osCsid=0a4ab983b567b9dd3bb0a89f0ba67845

Es fühlt sich sehr seidig an, daher habe ich es dem Quantum vorgezogen...:D

Raus
01.10.2009, 08:45
Ja! Tolle Arbeit! (Wo kann ich bestellen?)

Kannste mal eine überschlägige Rechnung für Zeit und Kosten anfügen, das wäre zum Vergleich mit gekauften Lösungen interessant. Danke!

Bestellen hier, Lieferung umgehend ab Lager :bg:
http://www.extremtextil.de/catalog/index.php?osCsid=0a4ab983b567b9dd3bb0a89f0ba67845

Einen Kostenvergleih???
Material so ungefähr zwischen 170 und 180 Euro. Billiger ist MYOG meistens nicht viel, aber eben individuell. Mir geht es ja darum meine eigenen Vorstellungen von Ausrüstung umzusetzen.

Tie_Fish
01.10.2009, 08:51
Aha! Danke!

Und das Netzzeugs ist dieses hier: Moskitonetz, Polyamid, 155 Maschen/qcm, 25g/qm, ultraleicht (http://www.extremtextil.de/catalog/product_info.php?cPath=21_50&products_id=1014&osCsid=0a4ab983b567b9dd3bb0a89f0ba67845)?

Raus
01.10.2009, 09:00
Aha! Danke!

Und das Netzzeugs ist dieses hier: Moskitonetz, Polyamid, 155 Maschen/qcm, 25g/qm, ultraleicht (http://www.extremtextil.de/catalog/product_info.php?cPath=21_50&products_id=1014&osCsid=0a4ab983b567b9dd3bb0a89f0ba67845)?

Korrekt! Und für ein Moskitonetz ziemlich dehnbar und verdammt reißfest...und leicht eben...

Und hier noch die wichtigsten Maße: http://fotos.outdoorseiten.net/data/500/quilt.png

Sarekmaniac
01.10.2009, 09:22
Genial.;-)
Du musst vor allem verraten, wie Du die Daune dahin gekriegt hast, wo sie hingehört.

Raus
01.10.2009, 09:39
Du musst vor allem verraten, wie Du die Daune dahin gekriegt hast, wo sie hingehört.

Ist klar...sensationslüsterne Frage mit sarkastischem Unterton.
Du weißt sicherlich was für eine Sauerei das gibt..., aber ich erzähle es dennoch.

Die Daune...
abwiegen im Eimer...25 Liter, sonst reicht er nicht.
Einen großen Trichter nehmen, die Daune mit der Hand in den Trichter, mit der Hand langsam komrimieren, bis sie unten im Trichter ist, dann mit einem geeigneten Gegenstand durch die Trichteröffnung in die Daunenkammer drücken.
Wenn die Kammer voll war habe ich mit einem Gebläse (280 l/min) die Kammer, den ganzen Qulit, aufgepumpt und die Daune mit der einen Hand verteilt. Das ging sehr gut, schnell und gleichmäßig.

Ursprünglich wollte ich die Daune mit dem Gebläse in die Kammern einbringen, aber soviel Daune mochte das Gebläse nicht.

Dann mit zwei Tischlerklammern (Leinmzwingen) und zwei kleinen Leisten, in Länge der Kammern, die gefüllte Kammer verschloßen.
Das habe ich 4 x a 4 Kammern so gemacht und den Quilt dann zugenäht.
Die drei anderen Seiten waren natürlich schon vorher umgenäht...:bg:

Bevor ich mein Badezimmer verlassen habe habe ich einen Nylonstrumpf auf Staubsaugerrohr gesteckt und die im Raum verteilten Daunen aufgesaugt...und zum Schluß in das Isoelement für die Fußbox gestopft, zusammen mit den restlichen Daunen aus der Tüte.

felö
01.10.2009, 14:14
Das sieht wirklich Klasse aus - tolle Idee und die Ausführung sieht auch super aus. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß damit.


Gibt´s auch ein Gesamtgewicht (oder habe ich das überlesen)?

Gruß Felö

Raus
01.10.2009, 14:19
Gibt´s auch ein Gesamtgewicht (oder habe ich das überlesen)?


Danke für die Blumen :=)

Das Gewicht des Quilt ist 713 Gramm, das optionale und heftig überfüllte Isoelemt für die Fußbox wiegt 35 gr.

Ich werde mir nochmal einen dünnen d= 3cm , schlauchartigen Wulst bauen (schätze mal < 10 gr), und den als Abdeckwulst für die Fußbox einsetzen.
Solch dicke Fußbox braucht man ja auch nur unter 5 Grad denke ich mal.

Gersprenzfischer
02.10.2009, 11:10
Die Besonderen Dank noch an Gersprenzfischer, dessen Posting mich dazu veranlasst hat, den Quilt statt 190 cm, nun doch 200 cm lang zu machen.
Ich würde mich in den A***h beißen, hätte ich ihn 190 cm belassen.

Danke für das Feedback. Berichte mal, wie sich das Teil in Realiter schlägt, für mich als eigentlich eher Schönwetterzelter scheint das Ding ideal zu sein, ich glaube ich werde mich irgendwann auch mal dran wagen. Ich würde ihn wahrscheinlich eher rechteckig, denn trapezförmig machen, um ihn im Sommer als Decke nutzen zu können und mich im Winter so einrollen zu können, dass er auch bei Minusgraden noch ausreicht, der Ofen geht ja doch nach spätestens 2 Std. aus...
Glückwunsch zur gelungenen Realisation!

Raus
02.10.2009, 14:06
Ich würde ihn wahrscheinlich eher rechteckig, denn trapezförmig machen, um ihn im Sommer als Decke nutzen zu können und mich im Winter so einrollen zu können, dass er auch bei Minusgraden noch ausreicht,

Wenn du ihn im Fußbereich noch breiter machst, wirst du bei niedrigen Temperaturen kalte Füße bekommen, denn bei angenommenen Maßen von 140 x 200 wäre de Fußbox 70 cm breit. Wie willst du den Raum darin erwärmen, nur mit den Füßen?
Bei warmen Wetter, als Decke und bei Abmessungen von 110x140x200, wirst du sicherlich nicht frieren und die Kantenlänge im Bereich der Füße ist lang genug, außer du hast Riesenfüße, abseits des Vorstellbaren...:bg:

Raus
03.10.2009, 13:24
Ich habe nun eine bebilderte Anleitung mit Bemaßungen und Berechnungen der benötigten Daunenmenge verschiedener Qualitäten erstellt.
Zuzusagen ein Step by Step.
Wer es haben möchte um sich einen Quilt zu bauen kann mir eine PM schicken.

Die Anleitung wird demnächst auch ins Wiki gestellt.

david0815
04.10.2009, 11:53
Gefällt mir sehr gut dein Projekt. Bin ja gerade selbst mit so einem Projekt schwanger. Bin noch ein wenig am rumhirnen wie welche Details umgesetzt werden. Bei Bedarf werde ich mich für weitere Infos an dich wenden. Ich hoffe du kannst das Teil zeitnah auf Herz und Nieren testen und lässt uns dann an deinen Erfahrungen teilhaben.

Dein Fußteil gefällt mir außerordentlich gut.

Hier noch ein paar weitere Gedanken zum Thema Komfortbereich eines Quilt:
IMHO wird die Wärmeleistung der meisten Quilts durch schlechte/inadäquate Isomatten (einfach zu beheben) und fehlende Kapuze begrenzt. Für den Sommereinsatz ist das sicher nicht so maßgeblich aber für den wirklichen Dreijahreszeiteneinsatz schon.
Meine Überlegungen bezüglich einer fehlenden Kapuze gehen augenblicklich in die Richtung, dass ich ein Quilt mit einer leichten Daunenweste mit stärker befüllter Kapuze kombinieren möchte. Vielleicht aber auch eine Kufa-Weste mit Daunengefüllter Kapuze. Oder was aus Powerstretch mit Daunenkapuze... Es gibt ja soviele Möglichkeiten ;-)
Ein reiner Bomber Hat (http://www.rayjardine.com/ray-way/Bomber-Hat-Kit/index.htm) wie Ray Jardine ihn propagiert wäre mir zu wenig, da es ja kalt am Nacken zieht.

Was meint ihr?

Raus
04.10.2009, 12:27
IMHO wird die Wärmeleistung der meisten Quilts durch schlechte/inadäquate Isomatten (einfach zu beheben) und fehlende Kapuze begrenzt.


Das sehe ich genauso. Eine Torsomatte plus je nach Temperatur eine EVA Matte, von 5 bis 14 mm Dicke, zum Schutz der selbstaufblasenden Matte und Erhöhung der Isolation zum Boden muß sein.


Meine Überlegungen bezüglich einer fehlenden Kapuze gehen augenblicklich in die Richtung, dass ich ein Quilt mit einer leichten Daunenweste mit stärker befüllter Kapuze kombinieren möchte.

Ich setze auf eine Fleecejacke mit Kapuze und bei niedrigeren Temperaturen nehme ich noch eine zusätzliche Fleecemütze mit.

Diese Kombi reicht mir und ich werde die fehlende Kapuze am Quilt nicht vermissen.
Wenn ich bisher im Schlafsack geschlafen habe, habe ich die Kapuze auch niemals benutzt (ausgenommen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt).
Ich mag diese angenähten Kapuzen einfach nicht.

So einen Bomber Hat könnte man auch mit 2 Druckknöpfen, oder Klettband am Quilt befestigen und dem Bomber Hat noch einen Kragen verpassen...

Raus
05.10.2009, 14:00
Eine Anleitung zum Nachbauen, oder als Ideenerweiterung, ist jetzt im Wiki online.
http://wiki.outdoorseiten.net/index.php/Daunen_Quilt

Tie_Fish
05.10.2009, 20:16
Super! Herzlichsten! Sehr interessant...

Raus
25.10.2009, 21:39
Nachdem der Quilt nun seit 3 Wochen im Lagersack liegt habe ich ihn heute mal ausgepackt. Er loftet nun mit 14,5 cm, ohne schütteln.
Somit hat die Daune nun, nach der Befreiung aus den Verkaufssäcken ihren ganzen Loft entfaltet und noch etwas an Bauschkraft zugelegt.
Ich denke man kann sie ohne Sorge kaufen.

Am nächsten WE wird der Quilt endlich auf Herz und Nieren getestet und hier das Ergebnis kundgetan;-)

elbeneckar
31.10.2009, 18:23
Der Quilt sieht wirklich super aus! Vielen Dank auch für den Wiki-Artikel.

Daune ist ja nun nicht ganz so einfach zu verarbeiten. Was meint ihr, wäre für einen "Leichten-Sommerquilt" mit Primaloft-Füllung eine mögliche, 'einfachere' Variante?

Daune sehe ich für mich zurzeit zur Bearbeitung als zu großes Projekt an. :ignore:

Danke

Scar
01.11.2009, 14:48
Habe mir einen Primaloft Quilt genäht und will jetzt an einen Daunenquilt ran.
Man muss bei beiden gleichviel nähen(Primaloft durchstepen/Stege nähen), aber das nähen ist bei Daune wesentlich einfacher, da du keinen Wulst an Isolation mitnähen musst, sondern nachher einfach reinstopfst.
Auch wenn ich es noch nicht gemacht habe, einen Daunenquilt stelle ich mir einfacher zu nähen vor.
Das befüllen ist natürlich ne Sauerei, aber auch Primaloft fliegt durch die ganze Bude und hängt noch ne Woche später in jeder Ecke rum.
Ich würde mir das echt nochmal überlegen mit dem Primaloft an deiner Stelle.

Raus
02.11.2009, 16:06
Schwer und leicht ist ja immer relativ.
Ich denke wie Scar, der Arbeitsaufwand ist ähnlich einzuschätzen.
Gerade für einen Sommerquilt spricht doch die Daune, da das Schlafklima weitaus besser ist als in Kufa gebettet zu sein.

Raus
02.11.2009, 16:13
Nachtrag zum Quilt

Ich habe den Quilt nun testen können und bei 0 Grad war er prima warm und die Daune weitaus weniger Feuchtigkeitsanfällig, als ich gedacht hatte...bei 860 cuin und 95/5er Mischung und Tau ohe Ende, in und außerhalb des Tarptents.
Ich traue dem Quilt nun bedenkenlos die angepeilten -5 Grad zu.

Ich hatte lange Unterwäsche an und eine Fleecejacke mit Kapuze.
Außerdem oute ich mich Daunen-Booties getragen zu haben...:bg:

JonasB
11.11.2009, 11:54
mal ein paar ganz allgemeine Frage zum schlafen im Quilt;
- Seit ihr alle reine Rückenschläfer?
- Wenn ihr euch dreht, dann doch sicherlich IM Quilt?
- Wenn der Quilt nur auf der Isomatte drauf liegt würde er sich doch schnell anheben wenn man sich bewegt!? -> also die Schnüre/Gurte UNTER der Matte lang ziehen?
- was tragt ihr auf dem Kopf? Man verliert ja immerhin über den Kopf die meiste Wäre, also ist doch eine fehlende Kapuze eigentlich wenig sinnvoll.

Raus
11.11.2009, 12:06
- Seit ihr alle reine Rückenschläfer?
- Wenn ihr euch dreht, dann doch sicherlich IM Quilt?
- Wenn der Quilt nur auf der Isomatte drauf liegt würde er sich doch schnell anheben wenn man sich bewegt!? -> also die Schnüre/Gurte UNTER der Matte lang ziehen?
- was tragt ihr auf dem Kopf? Man verliert ja immerhin über den Kopf die meiste Wäre, also ist doch eine fehlende Kapuze eigentlich wenig sinnvoll.

Ich drehe mich immer IM Quilt, denn die Matte gehört dort hinein und nicht unten drunter. Somit gibt es keine unbedeckten Stellen.

Wenn es nachts so kalt ist, daß es am Kopf kühl wird, dann habe ich auch schon tagsüber entweder eine (Fleece/Primaloft) Jacke mit Kapuze an, oder eine Mütze.
Die ziehe ich mir nachts über den Kopf.


Solch ein Quilt funktioniert ja wie ein Topbag, der Quilt kann allerdings flexibler eingesetz werden.

Scar
11.11.2009, 16:08
Bin Allesschläfer und Vieldreher :) Und das mit dem Drehen habe ich bisher auch mit Luftzug gemacht, habe keine Schlaufen.
Das geht so ziemlich schmerzfrei.
Quilt kurz hoch, umdrehen Quilt drüber und ist wieder warm.
Muss allerdings dazu sagen das mich der Schlafsack dazu erzogen hat beim Umdrehen aufzuwachen, da waren die plattgelegenen Stellen immer kalt.
Das passiert mit dem Quilt nicht, da wird nichts plattgedrückt.
Wenn ich diese Angwohnheit nicht mehr habe... Kein Plan was ich dann mache.
Hatte allerdings noch keine richtig kalte Nacht(nur 4 mal 4 Grad).
Wird sich diesen Winter zeigen ob das unter 0 Grad auch noch geht.

Scar
17.01.2010, 14:39
Und noch einer:
http://www.krampenschiesser.de/gallery2/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=941&g2_serialNumber=1

http://www.krampenschiesser.de/gallery2/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=927&g2_serialNumber=1

http://www.krampenschiesser.de/gallery2/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=931&g2_serialNumber=1

provisorium
18.01.2010, 13:48
Herzlichen Glückwunsch zum Quilt.

Kannst du vielleicht etwas zum Entstehungsprozess und vielleicht ein paar Infos nachreichen (Stoffgewicht, Kammertrennung, Daunenqualität, Länge, Breite usw. usf.)?

Das gute Stück sieht wirklich sehr gut aus.

Viel Spaß damit.

Sarekmaniac
18.01.2010, 15:15
Hallo provisorium: Raus hat eine Bauanleitung ins Wiki gestellt. Den Link findest Du hier in Post 36.

provisorium
18.01.2010, 15:42
Vielen Dank,

aber das habe ich auch gesehen. Ich war/bin mir nur nicht sicher, ob der Quilt nach dem gleichen Bauplan genäht wurde?!

Bis dann...

Scar
18.01.2010, 16:55
Ist glaube ich nicht ganz gleich, die Anleitung hat mir aber auch gut geholfen.
Ausserdem die Anleitung von Thomas im UL-Forum.
Den Entstehungsprozess kann man hier ganz gut nachvollziehen:
http://www.krampenschiesser.de/gallery2/main.php?g2_itemId=861
Stoffgewicht sind ca 220g, mit Kammern.
Kammertrennung war alle 14,5cm eine 6,5cm hohe Kammer, sollten eigentlich 13 werden habe aber das Klebeband vertauscht....
Länge 195cm, Breite unten 100cm, Oben 130cm, Fußteil ist 60cm lang.
Gesamtgewicht liegt bei 533g, sind also ca 310g 860er(amerikanische Norm) Daune drin (350 bestellt).
Gefüllt wurde nass, und danach im Wäschetrockner mit einem Tennisball einen halben Tag getrocknet.

barleybreeder
18.01.2010, 17:08
Hallo Scar,

erstmal Gratulation zum Quilt. Ist wirklich sehr sauber geworden.

Die Idee die Daunen nasszumachen ist genial...das nehme ich mit.
Falls sowas mal bei mir ansteht...;-)

Noch ne Frage. Wie bekommt ihr den Kordelzug an den Füßen richtig dicht? ich sehe da zwar so ein komisches Daunensäckchen..? Ist es das? Oder muss man mit dem kleinen Luftloch unten leben?

Scar
18.01.2010, 18:33
Danke für die Blumen :)
Obs das Säckchen bringt wird sich dieses Wochenende zeigen.
Beim zukräuseln ziehe ich ein Stück der Aussenhaut mit ins Loch rein, damit es hoffentlich winddicht ist..
Wollte mir damit die Arbeit einer runden Fußbox ersparen, aber ich glaube die kommt beim nächsten Quilt, ist ja auch die vorletzte Variante die fehlt.

Zum Daunen naß machen:
Die wollen nicht naß werden :) Habe mir einen Sack aus altem Mückennetz gemacht und darin die Daunensäcke aufgemacht. Danach im Wasser geknetet bis sie endlich alle naß waren, und das dauert...
Erspart einen zwar die Fluserei, aber ist auch mühseliger.

konamann
18.01.2010, 19:02
gut gemacht! bin auf den praxistest gespannt!

thueringer
12.02.2010, 10:30
Servus,

wie schlägt sich denn das Moskitonetz als Kammertrennung auf Dauer?
Also ist irgendwie erfühlbar, ob sich das Netz im Gebrauch, beim schütteln,
verpacken etc. mit Daunen zusetzt? Würde ich fast vermuten, aber könnte das
irgendwann zum Problem werden?
Wie schaut`s nach dem waschen/trocknen im Trockner aus? Das stelle ich mir
am problematischsten vor.

Wollte die Kammern ursprünglich mit dem gleichen Gewebe, aus dem auch
die Hülle besteht, trennen.
Was würde dagegen oder dafür sprechen?
Wie machen das die Kommerziellen? Netz oder Ripstop/ Taffeta?

Achso, es wird die 860er 95/5 Daune. Ist vielleicht nicht ganz unwichtig.

Grüße von Thueringer

JonasB
12.02.2010, 11:59
bei jedem normalen Schlafsack sind die Kammertrennungen mit Netz.. (oder täusche ich mich da grad?)
Was dagegen sprechen würde wäre wohl eine deutlich geringere Luftdurchlässigkeit -> trocknet langsamer und loftet sehr, sehr viel langsamer