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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [NO] Rondane Nord-Süd Durchquerung



Jiriki
21.09.2009, 13:20
RONDANE, 18.08.-27.08.2009


Willkommen zu unserem Reisebericht über unsere Wanderung durch den Rondane Nationalpark in Norwegen!

Unsere Reise begann mit einem Flug nach Oslo. Weiter ging es mit dem Zug nach Hjerkinn, von wo uns Eirik vom Sletten Fjellgard abholte. In Sletten verbrachten wir unsere erste Nacht, bevor es in die Berge ging. Nachstehend ein kurzer Überblick über den Verlauf der Wanderung:

Anreise: Flug Wien - Oslo, Zug Oslo - Hjerkinn, Autotransfer Sletten Fjellgard
1. Tag: Sletten - Grimsdalshytta (17 km)
2. Tag: Grimsdalshytta - Haverdalssaeter (11 km)
3. Tag: Haverdalssaeter - Dørålseter (15 km)
4. Tag: Dørålseter ("Rasttag", 12 km)
5. Tag: Dørålseter - Rondvassbu (19 km)
6. Tag: Rondvassbu - Bjørnhollia (14 km)
7. Tag: Bjørnhollia - Atnbrua [Rondetunet] (16 km)
Rückreise: per Bus nach Koppang, Zug Koppang - Hamar - Oslo (Sightseeing und Übernachtung), am nächsten Tag Flug Oslo - Wien


Mittwoch, 19. August 2009

Sletten (800 m) - Grimsdalshytta (1.000 m): 17 km, 520 Hm Aufstieg, 320 Hm Abstieg

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Sletten Fjellgard, 1/2 9 Uhr abends

Nach einer angenehmen Nacht auf dem Bauernhof Sletten und einem ausgiebigen Frühstück ging es endlich los. Das Wetter meinte es ganz gut mit uns, es war aufgelockert bewölkt bei etwa 12-13 °C. Von Sletten geht es auf einem neu markierten Weg (als Alternative zum in der Karte eingezeichneten Karrenweg bis Nysaetri) durch Birkenwald ansteigend los. Nach einer Weile ist man auf der Hochfläche angelangt und es bietet sich ein schöner Ausblick über das Døvrefjell.

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es kann losgehen!
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schon über der Baumgrenze

Kurz vor Nysaetri erreicht man den Karrenweg, dem man bis zu dessen Ende folgt. Bald danach ist die Grenze des 2003 geschaffenen Dovre Nationalparks erreicht. Durch mooriges Gelände und über kleine Bäche geht es stetig ansteigend dem Dagdyljudalen entgegen. Die Bäche waren generell verhältnismäßig stark wasserführend, da es heuer einen sehr feuchten Sommer gab. Normalerweise ist das Gebiet um Rondane eines der niederschlagsärmsten in Norwegen, aber in den letzten 3 Wochen vor unserer Ankunft hatte es fast jeden Tag geregnet. Wir trafen an einem der nächsten Tage einen norwegischen Wissenschaftler, der uns sogar erzählte dass er in den letzten sieben Wochen, in denen er in den norwegischen Bergen unterwegs war, genau 8 Tage ohne Regen hatte...

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Nasjonalpark
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der erste kleine Bach

Es geht eine Weile nördlich des Dagdyljudalen entlang, bevor man dieses durchschreitet und etwa einen Kilometer danach den Tverrbekken erreicht. Am Osthang der Nysaeterhøe geht es noch einmal leicht bergauf, bevor sich die ersten Blicke hinab ins Grimsdalen und zu den Rondanebergen eröffnen.

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Tverrbekken und Rondaneberge
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Blick Richtung Grimsdalen

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kurz vor dem Abstieg ins Grimsdalen

Der Abstieg ins Grimsdalen führt gegen Ende wieder durch Birkenwald, wobei die Wege offensichtlich auch gerne von den Schafherden benutzt werden - dementsprechend mitgenommen sieht der Boden aus. Wir mussten uns immer wieder kleine Umwege durch den Wald suchen, da der Weg praktisch unbegehbar war. Im Tal angekommen warteten die "Übeltäter" schon seelenruhig an einem schattigen Plätzchen auf uns.

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so ein kleiner Überhang ist schon praktisch - und Schafe sind ja auch nicht blöd!

Die Grimsdalshytta ist eine gemütliche Hütte des DNT (das norwegische Gegenstück zum Alpenverein) und bietet fast jeglichen Komfort. Es gibt auf praktisch allen Hütten einen Wohnzimmerbereich, der für alle Gäste zur Verfügung steht. Meist gibt es dort auch einen offenen Kamin, wo am Abend ein heimeliges Feuer entzündet wird. Wir bezogen unser 2-Bett Zimmer und machten es uns gemütlich.

Die Verpflegung auf den Hütten ist ausgezeichnet, zum Abendessen gibt es jeweils ein 3-gängiges Menü bestehend aus Suppe, Hauptspeise (meist Fleisch, Gemüsebeilage und Erdäpfel) sowie einem Dessert. Das Frühstück wird in Buffetform angeboten, und hier bleiben ebenfalls keine Wünsche offen - es gibt angefangen von Müsli, Joghurt, Porridge über Eier, div. Wurst- und Käsesorten bis zu Marmeladen und Honig und sogar eingelegten Heringen wirklich alles.

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die Grimsdalshytta

Nach diesem ersten Wandertag freuten wir uns schon auf die nächsten Tage.

Donnerstag, 20. August 2009

Grimsdalshytta (1.000 m) - Haverdalssaeter (1.053 m): 11 km, 390 Hm Aufstieg, 340 Hm Abstieg

Nach einem überaus reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Haverdalssaeter. Zuerst überquerten wir die Grimse auf einer Ganzjahresbrücke, und danach ging es am Nordwesthang der Gravhøe bergan. Der Wind wurde immer stärker, und spätestens nachdem wir aus dem Birkenwald heraussen waren mussten wir unsere Schritte schon bewusst setzen, da es einen sonst schon fast umgeweht hätte. Trotzdem entdeckte Dagmar plötzlich ein Schneehuhn (Fjellrype) etwas abseits des Weges. Im Sommerkleid ist das Tier extrem gut getarnt, sodass man es fast übersieht, wenn es sich nicht bewegt.

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hoch über dem Grimsdalen
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das getarnte Schneehuhn

Nachdem wir auf der windumtosten Hochfläche angekommen waren, machten wir im Schutz eines Felsens eine kurze Rast. Danach ging es weiter Richtung Storrvatnet.

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auf der windgepeitschten Hochfläche, Storrvatnet bereits in Sicht

Nach weiteren etwa 2 km ist man am Ostende des Storrvatnet angelangt. Nach einer aufgrund des Sturms eher kurzen Mittagspause ging es den Gravbekken entlang hinab. Zumindest die Wolken hatten sich mittlerweile ein wenig gelichtet.

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Der Gravbekken wir auf einer Sommerbrücke überquert, und dann geht es weiter hinunter ins immer grüner werdende Haverdalen.

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auf der Brücke über den Gravbekken

Kurz vor der Haverdalssaeter passiert man noch einige Toteislöcher aus der letzten Eiszeit, und bald taucht auch die Hütte mit ihren Weiden und Kühen auf.

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Haverdalssaeter

Die Haverdalssaeter ist eine private Hütte, die sehr einfache aber auch sehr gemütliche und herzliche Unterkunft bietet. Wir waren die einzigen Gäste an diesem Tag, und wurden richtig verwöhnt. Nach dem Abendessen konnten wir am offenen Kaminfeuer unseren Kaffee und ein paar Kekse genießen. Die einzige Sorge die wir hatten, war der Sturm, der nach wie vor wütete und eher an Stärke zugenommen hatte...

Freitag, 21. August 2009

Haverdalssaeter (1.053 m) - Dørålseter (1.050 m): 15 km, 500 Hm Auf- und Abstieg

Aufgrund des anhaltenden Sturms war die Nacht nicht besonders ruhig, aber irgendwann gegen 5 oder 6 Uhr in der Früh hatte sich der Sturm dann endlich gelegt, und da hie und da sogar ein wenig Blau durch die Wolken blitzte sah es nach einem vielversprechenden Tag aus. Das Frühstück war wiederum sehr ausgiebig, und diesmal gab es sogar als besonderen Leckerbissen frische Waffeln mit Rahm und Rhabarbermarmelade!

Heute stand die Etappe durch den Dørålsglupen - einen Pass der das Haverdalen mit dem Dørålen verbindet - auf dem Programm. Der erste Teil der Etappe führt an der Nordseite der Haverdalsåe entlang, zuerst kurz auf einem Karrenweg, im unteren Talbereich dann die längste Zeit durch Zwergbirkenwald. Auch hier waren die Teleskopstöcke eine große Hilfe, da der Weg nach den Regenfällen und aufgrund der Schaf- und Kuhspuren extrem aufgeweicht und teilweise praktisch unpassierbar war.

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Blick zurück zum Saeterberget (rechts), an dessen Fuß die Hütte liegt

Nach gut einer Stunde Wanderzeit sah ich plötzlich aus dem Augenwinkel eine Bewegung am Hang auf der anderen Talseite. Schnell den Fotoapparat gezückt und ein Foto bei maximalem Zoom, und wir hatten die Gewissheit: da drüben spazieren gerade 2 Elche dahin. Die Freude war riesig, und wir schossen dann mit unserer zweiten, safari-erprobten Superzoom-Kamera ein Menge Fotos und beobachteten die beiden Tiere auch mit dem Fernglas. Es könnte eine Kuh mit einem schon etwas größeren Kalb gewesen sein. Ein Geweih konnten wir jedenfalls bei keinem der beiden ausmachen.

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Hoch motiviert ob dieser unerwarteten Sichtung ging es mit frischer Kraft weiter das Haverdalen hinunter. Das idyllische Tal begeisterte uns aufgrund seiner üppig grünen Vegetation.

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Bald war die Brücke über die Haverdalsåe erreicht, und wir wechselten auf die ander Talseite.

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Unmittelbar nach der Brücke beginnt der Anstieg zum Pass. Zuerst noch gemütlich, wird es bald steil und vor allem immer steiniger. Es geht zu Beginn immer an der Westseite des Baches entlang.

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es geht aufwärts!

Der Bach wir mehrere Male gekreuzt, und bald sind die letzten Reste der Vegetation verschwunden. Ab ca. 1.300 m trifft man auch auf einige Altschneereste, die aber problemlos zu umgehen sind.

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Blick zurück...
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... und nach oben

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durch diese hohle Gasse...

Auf der Passhöhe auf knapp 1.400 m geht es für etwa einen Kilometer mehr oder weniger eben dahin, wobei der steinige "Weg" viel Aufmerksamkeit erfordert und einen auch rasch ermüdet. Endlich öffnet sich das Tal zur anderen Seite und es bieten sich die ersten Ausblicke ins Herz des Rondane Nationalparks.

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erste Ausblicke Richtung Rondvassdalen
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voraus das Bergedalen, rechts Teile des Smiubelgin-Massivs

Der steile und steinige Abstieg ins Dørålen ist ebenfalls recht anstrengend, und nachdem wir aus der riesigen Schuttrinne so gut wie heraussen waren, machten wir eine wohlverdiente Rast.

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so gut wie geschafft!

Der Ausblick ins Tal und auf die mächtigen Gipfel entschädigt für die Strapazen des Tages, und bald sind auch die Dørålseter Hütten in Sicht.

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Høgronden, Midtronden und Digerronden
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Veslesmeden und Smedhamran

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das weite Dørålen und die Dørålseter Hütten

Wir hatten uns für die etwas kleinere, private Nedre Dørålseter Hütte entschieden, wo wir 2 Nächte verbringen wollten. Die Haupthütte beherbergt den Speisesaal und im oberen Stockwerk einen gemütlichen Wohnzimmer-Bereich, ebenfalls mit offenem Kamin. Die Sanitäranlagen sind in einem eigenen Gebäude untergebracht, und die Zimmer auf mehrere kleinere Hütten verteilt.

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Nedre Dørålseter

Am Abend schmiedeten wir noch Pläne für den morgigen Tag und erkundigten uns bei der Hüttenwirtin ob es Sinn mache, sich auf die Suche nach den wilden Rentieren zu machen. Da aber gerade die Jagdsaison begonnen hatte, und die Rentiere sich daher wahrscheinlich noch weiter zurückgezogen hatten als sonst, beschlossen wir stattdessen einen Trip auf die Nordseite des Tales und Richtung Høgronden zu machen.

Samstag, 22. August 2009

Tagestour ab/bis Dørålseter: ca. 11 km, ca. 400 Hm Auf- und Abstieg

Nach dem Frühstück packten wir das Nötigste in meinen Rucksack um, sodass wir unsere Tageswanderung mit leichtem Gepäck angehen konnten. Von der Hütte weg geht es zunächst zur Døråe hinunter, die auf einer Brücke überquert wird. Kurz danach zweigt der Weg zum Høgronden ab, und es geht über einen steilen Moränenhang hinauf. Oben angelangt liegen die Toteislöcher der Skranglehaugane vor einem. Diese Eiszeitphänomene geben der Landschaft einen mond-ähnlichen Charakter, es sieht fast aus als hätten hier unzählige Meteoriten eingeschlagen.

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Kraterlandschaft

Die Löcher entstanden am Ende der letzten Eiszeit aus Eisresten, die mit Schutt bedeckt waren. Nach dem Abschmelzen dieser Eisreste brach der Schutt in den entstandenen Zwischenraum ein, und so bildeten sich diese sogenannten Toteislöcher.

Es geht kurz darauf ins Vidjedalen hinunter und danach den rauschenden Vidjedalsbekken entlang wieder bergan.

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im lauschigen Tal des Vidjedalsbekken
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am rauschenden Bach

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Dørålsglupen im Rückblick

Nachdem man aus dem Tal des Vidjedalsbekken herausgetreten ist, eröffnet sich über die Ebene der Vidalsflye ein atemberaubender Ausblick.

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Blick nach Südwesten: Veslesmeden, Austre Smedhamran, Søre und Nørdre Smedhamran sowie Vassberget

Wir folgten dem Weg Richtung Høgronden bis knapp 1 Kilometer nach dem kleinen "See" Neverbutjønne, der aber scheinbar schon seit geraumer Zeit ausgetrocknet ist. Hier machten wir unsere Mittagsrast und genossen die Aussicht das Neverbudalen hinunter Richtung Storkringla und hinüber Richtung Alvdal Vestfjell.

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Blick nach Norden

Nach der Pause kehrten wir um und marschierten zurück zur Hütte. Dort genossen wir noch ausgiebig die Nachmittagssonne und waren einfach faul.

Am Abend machten wir es uns dann noch vor dem Kaminfeuer gemütlich.

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Sonne!!!
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DAS ist Gemütlichkeit!

Sonntag, 23. August 2009

Dørålseter (1.050 m) - Rondvassbu (1.173 m): 19 km, 690 Hm Aufstieg, 570 Hm Abstieg

Am Morgen begrüßte uns herrlicher Sonnenschein, und so stand der langen Tour über den Rondhalsen zur Rondvassbu nichts im Wege.

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ein herrlicher Morgen im Dørålen

Den Weg bis zur Abzweigung zum Høgronden kannten wir schon von gestern, heute ging es aber geradeaus weiter Richtung Rondvassbu. Am Canyon der Døråe entlang geht es kurz vor der Einmündung des Bergedalsbekkens hinauf zu den Skranglehaugane.

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Dørålen mit Smedhamran und Vassberget im Hintergrund

Beim Blick zurück über die Skranglehaugane ist noch einmal der markante Einschnitt des Dørålsglupen zu sehen. Der Bergedalsbekken hat sich tief in den Fels eingeschnitten und bildet eine mächtige Schlucht, an deren Rand der Weg stetig leicht ansteigt.

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Skranglehaugane mit Dørålsglupen im Hintergrund
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tief unten fließt der Bergedalsbekken

Es geht das Bergedalen hinein und schließlich kommt das Rondvassdalen in Sicht. Bei den Bergedalstjønnen zweigt der Weg ins Langglupdalen ab. Am größeren der beiden Seen führt der Weg direkt vorbei, und wir machten Mittagspause vor dem Anstieg zum Rondhalsen. Der See hat teilweise richtig feinen Sandstrand und das Wasser eine türkisgrüne Farbe.

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Rondslottet, Rondvassdalen und Rondhalsen mit Veslesmeden

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neugierige Schafe
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an den Bergedalstjønnen

Nach dieser Pause waren wir rasch an der Abzweigung zur Bootsanlegestelle am Nordende des Rondvatnet angelangt. Es besteht die Möglichkeit, anstatt über den Rondhalsen zu gehen, einen Bootstransfer zur Rondvassbu in Anspruch zu nehmen. Allerdings geht das Boot erst um 16 Uhr 30, und nachdem wir nicht über 3 Stunden warten wollten und uns außerdem recht gut fühlten, nahmen wir den Aufstieg zum Rondhalsen in Angriff.

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der unterste Abschnitt des Weges ist rechts zu erkennen

Der Weg ist sehr steil und man gewinnt recht schnell an Höhe. Die Ausblicke zurück ins Bergedalen werden immer spektakulärer, und nach knapp eineinhalb Stunden ist man am höchsten Punkt auf 1.647 m angelangt.

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die Pyramide des Digerronden beherrscht das Panorama

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der Styggebotnbekken stürzt hinunter in den See
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geschafft!

Der Abstieg zieht sich noch einmal ganz schön hin, vor allem weil man die Hütte schon recht bald von oben sieht, der Weg aber eine große Schleife um den Auslauf der Store Ula aus dem See zieht.

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Rondvatnet und Rondvassbu

Schließlich ist es aber dann doch geschafft, und die Hütten sind erreicht. Rondvassbu ist einer der Hauptausgangspunkte für Touren im Nationalpark, da fast alle hohen Gipfel von hier aus relativ gut erreichbar sind. Das merkt man natürlich auch an der Frequentierung der Hütte, am Tag zuvor - einem Samstag - war die Hütte so voll, dass keine Zimmer mehr frei waren. Wir hatten allerdings Glück, die Wochenendwanderer waren schon wieder verschwunden und da auch die Ferien schon zu Ende waren, war es kein Problem ein Zimmer zu bekommen.

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Blick zurück zum Rondhalsen

Montag, 24. August 2009

Rondvassbu (1.173 m) - Bjørnhollia (914 m): 14 km, 140 Hm Aufstieg, 400 Hm Abstieg

Am vorletzten Tag unserer Tour zeigte sich der Himmel am Morgen wolkenverhangen und es regnete leicht. Aber wie heisst es so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung - oder wie die Iren zu sagen pflegen: that's just wet sunshine!

Die heutige Etappe führte durch das Illmanndalen entlang einiger Bergseen, der Illmantjønnen.

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ein regnerischer Morgen am Rondvatnet
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tief hängende Wolken am Beginn des Illmanndalen

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einer der sieben Illmanntjønnen

Der Weg ist streckenweise recht steinig, und da er viel begangen ist auch oft dementsprechend erodiert. Von den Talhängen rauschen immer wieder kleine Wasserfälle herunter, und nach etwa 2/3 des Tales passiert man eine Endmoräne nach der sich die Illmannåe immer tiefer in den Talgrund schneidet.

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Wasser fassen!
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die Endmoräne verläuft quer über das Tal

Der Weg verläuft nun hoch über der Schlucht, und nachdem die Heidelbeeren am Wegesrand geradezu nach uns riefen, mussten wir eine längere Naschpause einlegen.

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die Illmannåe tief unten in der Schlucht
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Heidelbeeren!!
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Blaubeerzungen ;-)

Nach diesem Vitaminstoß ging es am Südosthang des Veslsvulten steil hinunter nach Bjørnhollia.

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Musvolkampen und Musvoltjønna sind bereits in Sicht

Bjørnhollia liegt malerisch am Fuß des Musvolkampen mit Blick auf den Musvoltjønna. Die Hütte gibt es an diesem Platz bereits seit weit über hundert Jahren, und in dieser traditionsreichen Umgebung liegen auch noch weitere Almwirtschaften. Wir machten es uns im Wohnzimmer bei frischen Waffeln gemütlich.

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Bjørnhollia

Dienstag, 25. August 2009

Bjørnhollia (914 m) - Atnbrua (720 m): 16 km, 370 Hm Aufstieg, 540 Hm Abstieg

Unser letzter Wandertag war angebrochen, und so machten wir uns bei bewölktem, aber trockenem Wetter auf nach Atnbrua. Zuerst ging es den Musvoltjønna entlang bis zur Musvolsaetra. Dort zweigt dann der Weg Richtung Rondetunet / Atnbrua nach Süden ab und führt steil an der Nordflanke des Blåkollen hoch.

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Blick zurück nach Bjørnhollia, kurz vor Musvolsaetra

Bei einer kurzen Pause während des Aufstiegs ließ ich den Blick durch den Wald unterhalb schweifen und blieb dabei an einem dunklen Fleck hängen. War das wieder ein Elch? Ich machte wieder ein Foto, und bei näherer Betrachtung am Display bestätigte sich mein Verdacht. Tatsächlich waren es sogar 2, wobei ich den zweiten zuerst gar nicht wahrgenommen hatte. Mit der Superzoom-Kamera gelangen uns dann auch noch ein paar recht brauchbare Fotos.

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ganz links und ganz rechts ist je ein Elch zu erkennen
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Elchland, rechts ist schon der Atnsjøen in Sicht

Nach dieser ausgiebigen Elch-Fotosafari ging es weiter am Hang hinauf, und bald hat man die letzte Gelegenheit, noch einmal zu den Rondanebergen zurück zu blicken.

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auf Wiedersehen Rondane!

Als nächstes galt es, den Bach aus dem Nørdre Lausådalen zu überqueren. Das war eine echte Herausforderung, der Bach war stark wasserführend und außerdem waren die Steine extrem glitschig. Bei allen Bächen auf unserer Wanderung war es kein Problem, auf einen nassen Stein zu steigen, man hatte trotzdem ausreichend Grip. Hier war es fast unmöglich irgendwo einen festen Tritt zu finden, und wir mussten recht lange suchen bis wir schließlich weiter flußabwärts eine halbwegs geeignete Stelle zum Furten fanden. Auch hier ging es zwar nicht ohne einen kleinen abschließenden Sprung, aber mit vereinten Kräften schafften wir auch diese Hürde.

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sieht leichter aus als es tatsächlich ist - hier geht jedenfalls nix...

Bald darauf ging es wieder hinein in den Birkenwald und wir passierten die kleine Almwirtschaft Fagerli. Nach einer Rast unter dem Blätterdach ging es weiter im Voldalen bis zur Midtbrennsaetra.

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im Birkenwald
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überall findet man zum Teil riesige Pilze

Die Midtbrennsaetra liegt herrlich am Hang über einem kleinen See. Wir finden, hier könnte man einen ganzen Sommer verbringen. Wir machten hier eine längere Rast in der Sonne und genossen die Idylle.

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Midtbrennsaetra

Der Weg führt hinunter zum See und durch sumpfiges Gebiet hinüber auf die andere Talseite.

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am See unterhalb der Midtbrennsaetra

Es geht am Hang der Vola hinauf und oberhalb der Hamnsaetra vorbei. Der Weg führt über die Südostflanke der Søre Vola im freien Gelände dahin. Schließlich geht es wieder unter die Baumgrenze und der Abstieg nach Rondetunet beginnt. Es gäbe zwar auch eine Abzweigung etwas weiter oben Richtung Atnbrua, aber wir waren uns nicht sicher ob wir die richtige erwischen würden, und so machten wir den kleinen Umweg über Rondetunet und marschierten dann auf der Straße zurück in die Zivilisation nach Atnbrua hinunter.

In Atnbrua hatten wir ein Zimmer bei Ole Nordahl am Nordre Braend Gård reserviert. Ole betreibt eine Schafzucht und hat auch sonst noch einige Tiere am Hof. Die beiden Border Collies hatten es uns natürlich gleich angetan. Vor allem der jüngere wollte andauernd spielen, und brachte immer wieder Äste und Steine. Aber da es sich ja um Arbeitshunde handelte, taten wir ihm (schweren Herzens...) nicht den Gefallen ihm etwas zu werfen. Abgesehen davon sind die Steine ja auch nicht gerade gut für seine Zähne.

Ole war so nett und brachte uns mit seinem Wagen in letzter Minute noch rasch zum kleinen Supermarkt, und so konnten wir uns kurz vor dem Schließen noch ein wenig Proviant besorgen. Ein Abschluss-Bierchen musste es zur Feier des Tages ja schon geben!

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Nordre Braend Gård
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Skål!!
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wir wollen spielen!!
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"To be or not to be" - Hamlet für Hammel?

Mittwoch, 26. August 2009

In aller Früh fuhren wir per Bus nach Koppang und von dort mit dem Zug über Hamar nach Oslo. In Oslo verbrachten wir den Nachmittag mit ein wenig Sightseeing. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist zweifellos der Vigeland Park mit seinen Granit- und Bronzeskulpturen. Danach spazierten wir noch zum Hafen und durch die Festung Akershus.

Unsere Unterkunft in Oslo war die MS Innvik - ein Schiff, das als Veranstaltungszentrum und günstiges Bed & Breakfast Hotel dient. Vom Schiff aus hat man einen guten Blick auf die moderne Osloer Oper.

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die MS Innvik
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die Oper bei Nacht

Am nächsten Tag traten wir dann die endgültige Heimreise an und ein erlebnisreicher Urlaub war leider schon wieder zu Ende.

Fazit: Rondane ist ein äußerst lohnendes Wanderziel, und vor allem wenn man kein Zelt mitschleppen und sich auf realtiv wenig Proviant beschränken möchte, ist es nahezu das ideale Ziel. Natürlich muss man sich diesen Komfort erst erkaufen, für eine Nacht in den Hütten kann man pro Person etwa 60 Euro veranschlagen (Abendessen, Unterkunft, Frühstück). Die Hütten sind allesamt sehr gemütlich und wir fühlten uns überall sehr wohl. Eine Mitgliedschaft beim DNT zahlt sich jedenfalls aus, man erhält einen beträchtlichen Rabatt auf alle Leistungen.

Die zweite Augusthälfte hatte sich als Reisezeit bereits bei meiner Vorjahrestour auf dem Kungsleden bewährt, und auch heuer hatten wir keinerlei Probleme mehr mit Mücken und konnten Heidelbeeren in Mengen genießen.

Rondane ist aufgrund der verhältnismäßig leichten Erreichbarkeit sowohl des Nationalparks an sich als auch speziell der 2000er Gipfel ein sehr beliebtes Ziel der norwegischen Wanderer. Wir können deren "Gipfelwahn" eigentlich nicht ganz nachvollziehen, da für uns die hohen Berge hier eher riesigen Steinhaufen gleichen - es gibt praktisch keinen gewachsenen Fels wie bei uns in den Alpen. Diese Steinwüste ist dann natürlich auch kein besonders angenehmes Gehgelände (vor allem bergab), sodass die Besteigung der Gipfel zumindest uns keinen großen Spaß macht.

Nichtdestotrotz ist der Rondane Nationalpark ein traumhaftes Wandergebiet, und die 2000er geben auf alle Fälle eine prächtige und eindrucksvolle Kulisse ab.

Wenn man die Reisezeit außerhalb der norwegischen Ferien (die bereits Mitte August enden) wählt, trifft man auch auf den populären Strecken sehr wenige Leute - in unserem Fall max. 6 Personen auf der Dørålsglupen Etappe.

Die in den norwegischen Karten angegebenen Wegzeiten konnten wir nicht erreichen, diese sind als reine Gehzeiten (ohne Pausen) für zügiges Gehtempo mit leichtem Gepäck angegeben. Wir benötigten je nach Länge der Etappe ca. 1-2 Stunden mehr.

So, das war's - ich hoffe es hat Spaß gemacht!

Leif
21.09.2009, 17:31
5sterne:popcorn:
Sehr schöner Bericht, hier bleibt ja keine Frage offen.
Wollte schon nach den Kosten p.Ü. fragen, aber selbst die Frage wurde am Ende noch beantwortet.

Vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Fotos!

loopzero
21.09.2009, 20:16
Schöner Bericht! Ich bin gerade aus der gleichen Gegend (ähnliche Strecke) zurück.

Bei mir waren die Herbstfarben schon etwas ausgepräter, aber so super Wetter wie ihr hatte ich leider nicht...:(

qnze
21.09.2009, 20:57
Moin.

Ein schöner Bericht. Ich komme ebenfalls gerade aus dem Rondane und hatte, am Anfang zumindest, tolles Wetter. Später wurds dann recht winterlich...

http://lh6.ggpht.com/_RjLStNY7Ajk/SrZLzbVmU4I/AAAAAAAAB4E/5GKwhLhIyLs/s800/P1050898.JPG

Der Herbst kommt...
http://lh5.ggpht.com/_RjLStNY7Ajk/SrZL06rj9hI/AAAAAAAAB4Q/XwvapPZ64C4/s800/P1050910.JPG

thueringer
21.09.2009, 21:30
Schöne Fotos. Da muss ich auch noch hin… ;-)

Hattet ihr die Übernachtungen vorgebucht? Wäre
das ratsam?

Prachttaucher
21.09.2009, 22:56
Danke für den schönen und gut geschriebenen Bericht, besonders gut gefallen mir die Panoramabilder. Mit welcher Kamera wurden die gemacht (vor Ort oder am PC ?) ? Ihr hattet ja auch wirklich tolles Fotowetter ! Auch die Infos sind hilfreich. Suche ja eigentlich eine solche Tour für Anfang Juli. Dann wird man aber eher viele Mücken und volle Hütten dort haben ?

Gruß Florian

Jiriki
22.09.2009, 08:36
Hallo,

erstmal danke für die Blumen! :D



Hattet ihr die Übernachtungen vorgebucht? Wäre das ratsam?

Ich hab bei allen Hütten vorab angefragt; bis auf Rondvassbu und Bjørnhollia hatten wir reserviert, diese beiden hatten auf meine Anfrage geantwortet, es wäre nicht notwendig.


Danke für den schönen und gut geschriebenen Bericht, besonders gut gefallen mir die Panoramabilder. Mit welcher Kamera wurden die gemacht (vor Ort oder am PC ?) ?

Die Bilder haben wir mit unseren beiden Kameras (Lumix DMC-FZ7 und Ricoh Caplio R6) gemacht und am PC zusammengesetzt. Ich verwende zum Stitchen mehrere Programme, da die Ergebnisse zum Teil ganz schön variieren: PhotoStitch (Canon), Panorama Maker (ArcSoft), AutoStitch (Univ. Brit. Columbia) und ICE Panorama (Microsoft).


Suche ja eigentlich eine solche Tour für Anfang Juli. Dann wird man aber eher viele Mücken und volle Hütten dort haben ?

Ich nehme an dass es da schon eine Menge Mücken geben kann. Wir waren Anfang Juli 2002 am südl. Kungsleden zwischen Gördalen und Grövelsjön unterwegs - was ja praktisch auf der anderen Seite der Grenze liegt - und da gabs eine Menge Mücken, allerdings war es schon auch auszuhalten. Das Gebiet dort ist aber viel weniger hochalpin und auch wesentlich feuchter.
Dass die Hütten Anfang Juli recht voll sein könnten, nehm ich auch an. Die absolute Hochsaison ist soweit ich weiss allerdings zwischen Mitte Juli und Mitte August.

fcelch
22.09.2009, 12:23
Hei,

toller Bericht, noch tollere Fotos!!!!!!

Könnt Ihr mir Angaben über eure Gehzeiten machen?

Ist die Tour für Kinder geeignet? Ab welchem Alter ist das machbar.
Meine sind 5 und 8 und schaffen in den Alpen inkl. Pausen 8 - 9 Stunden. Die angegebene reine gehzeit dafür liegt dann bei 5 bis 6 Stunden. Bis 800 Höhenmeter sind auch kein Problem. Könnten Sie die Tour schaffen? Wenn nei, ab welchem Alter würdet Ihr schätzen?

Danke und Gruß,
FCElch

Jiriki
22.09.2009, 14:05
Die Tour sollte prinzipiell für wandergewohnte Kids kein Problem sein, zumal es oft Schafe und Kühe zu sehen gibt.
Die angegebenen Gehzeiten in der Karte sind bis max. 6 Stunden (Dørålseter - Rondvassbu über Rondhalsen), auf dieser Etappe kommen auch die meisten Höhenmeter (knapp 700) zusammen. Wir benötigten dafür alles in allem etwa 8 Stunden.
Den "Umweg" über die Haverdalssaeter wählten wir, da die Etappe von der Grimsdalshytta direkt zur Dørålseter recht lang ist und es außerdem zweimal rauf und alles wieder runter geht (insgesamt über 800 Hm), und wir uns das sparen wollten. Wobei für unser Empfinden die Dørålsglupen Etappe alleine aufgrund des steinigen Weges die anstrengendste von allen war.

Prinzipiell hatten wir meist mindestens 2 längere Pausen (je ca. 30 Min.) und natürlich eine Menge Foto-Stops eingelegt.

Hier eine Gegenüberstellung der in der Karte angegebenen Gehzeiten und unserer all-inclusive Zeiten:

Sletten - Grimsdalshytta: 5 h / gut 6 h
Grimsdalshytta - Haverdalssaeter: 3 h / 5 h
Haverdalssaeter - Dørålseter über Dørålsglupen: 4,5 h / 7 h
Dørålseter - Rondvassbu über Rondhalsen: 6 h / 8 h
Rondvassbu - Bjørnhollia: 4 h / 5,5 h
Bjørnhollia - Atnbrua: 5 h / 7 h

fcelch
22.09.2009, 20:22
Super, danke!

Leif
23.09.2009, 20:59
Wo sind denn die Bilder nun hin???

Jiriki
24.09.2009, 08:01
Also ich seh sie, möglicherweise war gestern gegen 9 ein kurzer Ausfall meines Homepage-Servers? Hmm... :-?

peter-hoehle
24.09.2009, 10:11
toller Bericht mit schönen Bildern. 5sterne :popcorn:
ein sehr schöner Zeitvertreib :grins:

Gruß Peter

Mr.Sunrise
24.09.2009, 10:32
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen - ein schöner Bericht!

Und bei den Bildern könnte ich mir glatt überlegen, nächstes Jahr doch wieder in den Norden zu fahren, mal ein anderes Ziel als Jotunheimen ansteuern.

Beste Grüße,
Daniel