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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Isomattenkombi für Wintertouren



Waldmann Andi
22.01.2004, 11:15
Hi,

was haltet ihr von der Idee ne Therm-A-Rest Ultralight mit ner Rettungsdecke aus dem Medipack zu kombinieren? Was spricht dagegen?
Habe den Kammweg der Niederen Tatra (Slowakei, ca. 80km) mit Zelt und Tourenski vor. Da sinds so zwischen -10 - -20 °C.

Gruß

Andi

Nicht übertreiben
22.01.2004, 11:18
Was dagegen spricht? Es dürfte reichlich kühl werden! Imo muss man ne Ultralight schon mit einer dünnen normalen Isomatte kombinieren, damit das bei den Temperaturen noch ausreicht.

Thorben

Matchbox
22.01.2004, 12:39
die rettungsdecke würde ich nach möglichkeit für notfälle sauber behalten.

Marcel
22.01.2004, 12:49
Hallo !

Ich nehme 2-3 Isomatten (0.9 cm, und Ridge Rest) auf Wintertouren mit.
So hat man eine als Ersatz bzw Extrakomfort.

Gruss
Marcel

Flachlandtiroler
22.01.2004, 13:13
Für ein paar wenige Nächte mit auf keinen Fall weniger als -20°C ist IMHO die Matte ok. (vorausgesetzt natürlich der Schlafsack packt's). Hab' sowas ähnliches im Karwendel dabeigehabt bei ziemlich genau der unteren Temperaturmarke, war ausreichend.
Thorben und Marcel machen längere Touren, wo aus den -10...-20°C auch schon mal -30...°C werden können. Du mußt Dir halt klar sein daß bei 'nem richtigen Kälteeinbruch, Erschöpfung oder einem sehr windigen Zeltplatz keine Reserve da ist.
Die angesprochene Rettungsdecke soll jetzt nicht den Schlafsack ersetzten (:o), sondern nur die Bodenisolation verbessern? Wenn das so ein Ding ist wie die gängigen 100-Gramm-Teile sehe ich nicht, was das bringen soll.

flying-man
22.01.2004, 13:20
ich würde drunter ne rige rest apcken. oder ne dicke evazot und die tar zu hause lassen. boden ist eh weicher wie im sommer.

super ist natürlich die daunenmatte von exped. eine für alles. da gibts auch keine prob mit der atemfeuchte die die matte kaputt machen kann.

eine ultralight halte ich persönlich aus meinen wintererfahrungen unter -10 für zu kalt. schlasa bringt auf der unterseite da die füllung gequetscht wird nix.

flying-man

Hawe
23.01.2004, 09:58
>Idee ne Therm-A-Rest Ultralight mit ner Rettungsdecke aus dem Medipack zu kombinieren? Was spricht dagegen?

Theoretisch kann das hinhauen. Praktisch wird es aber wahrscheinlich kühl werden, es sei denn, Du liegst flach wie auf einem Brett und drehst Dich nicht...

Die Matte ist so dünn, dass Du bei punktueller Belastung durchdrücken wirst, oder wenigstens die Isolierdicke nochmal reduzierst. Wenn Du Dich aufstützt, wenn Du auf den Hüftknochen seitlich liegst usw.
Dann nutzt Dir die Isolierung der Rettungsdecke nichts, da die nur Wärmestrahlen reflektiert, nicht wirklich isoliert. Und Dein Schlafsack isoliert an der Stelle ebenfalls nicht, da Isolierung zusammengedrückt.

Ich würde die Lösung nur als Notbehelf ins Auge fassen, und mich wenigstens mental auf unbequeme Nächte vorbereiten.

Gruss Hawe

flying-man
23.01.2004, 10:44
@hawe

es ist nicht nur die dicke der tar ul die gegen den wintereinsatz spricht. v.a. die perforation im schaum macht eine konvektion der kelten luft möglich und das isoliert dann extrem schlecht. eine 2.5 mm evazote dagegen wäre imho sehr gut für den wintereinsatz geeignet, die hat aber auch keine löcher.

nen kumpel von mir war letzten winter übrigens mit nem -12°C daunenschlafsack bei ca. -8° unterwegs. haben in ner schutzhütte gepennt auf der holzbank. er hatte nur ne 3/4 tar und hat erbärmlich gefrohren!
soviel dazu.

flying-man

Haiko
23.01.2004, 11:08
Moin²,


eine 2.5 mm evazote dagegen wäre imho sehr gut für den wintereinsatz geeignet, die hat aber auch keine löcher.
Ich hoffe, Du meinst eine 2,5 cm dicke Evazote. Ansonsten wird es auch damit ziemlich kühl in der Nacht.

Ahoi,
Haiko

Nicht übertreiben
23.01.2004, 11:23
Das mit dem Frieren kann aber auch allgemein am Schlafsack gelegen haben, es ist nicht überall das drin was draufsteht... :P

Ansonsten kann ich Haiko nur zustimmen, 2,5mm - da nehme ich dann lieber meine TAR UL :bg:

david0815
23.01.2004, 14:17
hallo,

Ich würde die TAR mit ner Light Plusvon Artiach kombinieren.Die wiegt 170g!!!
http://www.artiach.com/catalogo/catindex4.asp?S0=1&S1=13&S2=1&pnom=LIGHT+PLUS&idm=ALE und kostet 25?.

Ist wie ne Ridge Rest von der Struktur her. Aber wohl isolationstechnisch nicht ganz so gut. Aber zum kombinieren bei dem Gewicht ideal :o

Oder halt gleich ne Mountain Hardwear. Für mich ist das DIE Wintermatte!

mfg David

Waldmann Andi
23.01.2004, 15:07
schönen Dank erst mal für die Antworten.
Also, ich werde wohl anstatt der Rettungsdeckezusätzlich ne Ridge Rest unter die tar legen. Oder ist ne dicke Schaummatte (einzeln) doch besser?
Was anderes: Nach meiner Erfahrung (beschränkt sich aber auf gemäßigtere Temperaturen um -5 -0 °C u. rel. Windstille) wirds zu dritt im Zelt (Tunnel, innen 150 breit) etwa 5, vielleicht bis 10° wärmer als draußen. Ist das bei -10 - -20° ebenfalls so? Und hat der Wind viel Einfluss, da er doch zumindest durch das Lüftungssystem geht (zumal Hanglage = ausgetzt)?

Andi

Christoph1972
23.01.2004, 15:11
Also, ich werde(möchte) im Berner Oberland eine 0,9 Eva-Matte mit einer Ridge Rest kombinieren. Ich hoffe das reicht :o , dazu kommt noch der Zeltboden und die Zeltunterlage. Die Matte wiegt so ca. 600g und ist 2cm dick. Nu bin ich mal gespannt, was ihr meint!

Christoph

Nicht übertreiben
23.01.2004, 15:11
Ja, wird es! Zumal Du ja im Normalfall rundherum das Zelt abdichtest. Bzgl. des Windes ist die Frage ob man durch den Wind eher friert oder durch die hohe Luftfeuchtigkeit wenn die Lüfter nicht funktionieren...

Flachlandtiroler
23.01.2004, 16:50
Nach meiner Erfahrung (beschränkt sich aber auf gemäßigtere Temperaturen um -5 -0 °C u. rel. Windstille) wirds zu dritt im Zelt (Tunnel, innen 150 breit) etwa 5, vielleicht bis 10° wärmer als draußen.
Zu dritt bei 150cm... :roll: wie heißt noch das Grätentier mit dem abrollbaren Deckel? :bg:

Simeon
29.01.2004, 12:04
Hi,
ich hab ja auch mal ne Therm a rest Matte gehabt (Pathfinder) Wenn das ein kleines Bisschen zu kalt wird, muss man immer irgendwie die Matte provisorisch dicker machen. Dann schleppt man gleich viiiiieeel zu viel mit. Jetzt hab ich mir die Downairmattress von Exped zugelegt. Die wiegt genau so viel, wie meine alte Pathfinder Therm a Rest Matte und ist ca. 4x dicker und nimmt auch genau so viel Platz im Rucksack ein, wie die alte. Wenn man einen ausreichenden Schlafsack hat, ist es unmöglich zu frieren und das ist unnormal bequem. Ich hatte bei der Matte auch nur Bange wegen dem Preis (ich bin ja Schüler), aber ich hab sie für 110 EUR bekommen :bg: