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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spezial-Wanderung mit dem Nachwuchs



Schwarzfussindianer
11.08.2009, 23:18
Hallo Zusammen !

Also wenn meine Kinder etwas älter sind (12-13J. vielleicht), dann stelle ich mir vor, eine mehrtägige Rucksacktour durch Wälder in meiner Umgebung zu machen und dabei mit den Kindern Sachen auszuprobieren wie z.B. Kompass+ Karte, GPS, Lagerfeuer, EPA, Knotentechnik, Tarnübungen, Funken, Schnitzen, Verletzungen behandeln, usw.
Könnte mir vorstellen dass das die Jungs interessiert. Hat jemand schon Erfahrung mit solchen McGyver-Touren ?

ich
11.08.2009, 23:48
Hi!
Ich könnte mir vorstellen, dass die Kinder das vielleicht gar nicht so witzig finden, wenn sie mit 12 oder so auf einmal draussen ganz viele Sachen machen können/sollen, die sie noch gar nicht kennen. Fang doch einfach an, wenn sie jünger sind und steiger die Aktionen langsam.

Schwarzfussindianer
11.08.2009, 23:56
Hallo Bene

Also ich meinte das eigentlich so, dass die Kinder draussen damit umgehen lernen. Verstehe das bitte nicht im Sinne von Prüfungen. Z.B. mit dem GPS kann man ja auch zuvor "versteckte" Sachen finden. Also ich und meine Kumpels in diesem Alter waren war Zelten und Outdoor sehr angesagt. Nachtwanderungen und der andere Kram sowieso. Wäre schön gewesen, wir hätten damals jemanden gehabt, der uns die Sachen die ich beschrieben hatte, erklärt hätte.

Sarekmaniac
12.08.2009, 00:04
Also, ich glaube was Ich sagen will ist: Draußen sein und in der Natur etwas erleben ist so spannend, warum sollte man das seinen Kindern vorenthalten, bis sie 12 oder 13 sind?;-).

ich
12.08.2009, 00:06
Das hatte ich schon richtig verstanden. Ich bin mir nur nicht sicher, ob es Kindern "auf einmal" Spaß bringt draussen zu sein, sind die denn jetzt auch viel im Unterholz am rumwühlen?
Ansich ist das bestimmt n super Alter um viel zu machen, aber wenn die Kindern nur die trockene Wohnung und ihren Gameboy gewohnt sind könnte es sein, dass sie mit ihren plötzlichen Möglichkeiten nicht zurecht kommen (mal als klassisches Extrembeispiel ;-) )

teulabonari
12.08.2009, 02:02
Die Idee ist gut, ich würd es nur ein wenig anders aufziehen. Jetzt schon ordentlich zum Wandern schleppen und bestimmte Sachen einbauen und ihnen beibringen. Die Tour ist dann der große Abschluß, der Beweis, daß es funktioniert.
Wenn Du es schaffst, ihnen Deine Outdoorbegeisterung vorzuleben dann finden sie vielleicht auch wirklich Gefallen dran und die große Tour ist dann der Clou: allein mit dem Papa, wie echte Männer!
Wichtig ist aber schon, wie sie bis jetzt drauf sind. Die 2 von meiner Schwester sind voll die Stubenhocker und mit Wandern gewinnt man (noch- die Hoffnung stirbt zuletzt) keinen Blumentopf bei denen :-(
Wie alt sind sie denn jetzt?

Dani
12.08.2009, 07:56
hab gerade in meinem foto-album nachgeschaut. meinen ersten fast-3000er (parpaner rothorn 2891m, damals gabs noch keine luftseilbahn) hab ich mit 3 jahren erklommen. der abstieg fand dann auf papi's schultern statt.

bergzwerg61
12.08.2009, 08:02
Kann mich den Vorrednern nur anschließen: so zeitig wie möglich mit nach draußen nehmen! Nicht nur Strecken wandern, auch mal an 'nem Bach spielen, "Staudamm" bauen, irgendwo (wo's ungefährlich für die Knirpse ist) rumkraxeln, mit Taschenmesser an Stöcken was schnitzen usw.usw.

Randonneur
12.08.2009, 08:23
Ich wuerde in die gleiche Kerbe hauen wollen. Auf Tagestouren kann man viele Dinge machen wenn die Kinder noch klein sind. Man sollte aber darauf achten, dass es ihnen wirklich Spass macht. Wenn sie groesser sind kann man auch laengere Touren machen, aber das gefaellt wohl nicht allen gleich.
Mit unserem Aeltesten mache ich Mehrtagestouren mit Zelt seit er neun ist. Er ist begeistert. Unsere aelteste Tochter ist nun auch neun geworden, aber mitkommen wollte sie nicht unbedingt, ihr waere das vielleicht zu langweilig. Die Tagestouren hingegen liebt sie.

Tie_Fish
12.08.2009, 11:12
Also meine Jungens waren mit 3 Jahren schon mit im Wald und haben mit 7 oder 8 Jahren ihr erstes eigenes Taschenmesser gekriegt (das Victorinox, das vorne rund ist) und waren stolz wie Hanne! Heute (10 und 12 Jahre) gehen wir Hochtouren und auch Mehrtagestouren, wie dieses Jahr den E5 von Oberstdorf nach Bozen - kein Problem.

Und wenn ich selbst bei richtig miesem Wetter vorschlage, im Wald zu kampieren, sind die beiden Feuer und Flamme, weil sie dann ein Biwak bauen, ein Dosenfeuer machen, angeln und schnitzen können. Spuren und Losungen lesen, Seilzug bauen, kraxeln/bouldern, "Wölfe" verfolgen... Ade Gameboy - hello wilderness!

Kompass und Karte kapieren die schneller als lesen und schreiben, GPS sowieso. Schatzsuche ist eine heiße Sache - die Kids müssten ja krank sein, die dazu nein sagen...

Jeweils einen der beiden nehme ich auch zur "Jagd" mit, wobei jagen bei mir mit der Fotoknipse geht - wer näher am Reh, Eichhörnchen, Eichelhäher usw. dran ist, hat gewonnen. Tolles Spiel!

Wenn die Kinder kleiner sind, solltest du nur darauf achten, dass die Kinder auch Möglichkeiten zur Ruhe und zum Rückzug haben, also eine Matte/Decke mitnehmen, wo sie sich ausruhen können und abend wieder zurück in die gewohnte Umgebung. Auskühlung und Dehydrierung dringend vermeiden.

Chobostyle
12.08.2009, 11:42
In der aktuellen Zeit ist ein Artikel über "Kinderwandern". Die Autorin empfiehlt die Bergfloh-Bücher von Remo Kundert, die speziell übers Bergwandern mit Kindern gehen und Tourenvorschläge beinhalten, allerdings für die Schweiz.
Ich habe selbst keine Kinder, war aber als Kind immer in den Alpen wandern und hatte dabei viel Spass.
LG,

Chobo

guido66de
12.08.2009, 11:43
Auch ich schließe mich hier mal an. Unser Kleiner ist mit 6 Monaten das erste Mal auf dem Camping Platz im Zelt unterwegs gewesen (im Oktober). Seit dem dabei und wir machen in unseren Urlauben auch regelmäßige Tagestouren. Je früher desto besser und außerdem ist es doch die stressfreieste Methode Urlaub zu machen

gulo gulo
12.08.2009, 13:34
Meine Tochter (wird 17 J.) hatte keinen Gameboy oder Nintendo,aber mit 5 J. einen Deuterrucksack, einen Camelbak-Esbitkocher-Victorinox-Haix Wanderstiefel,eine Thermarest und das "Höchste" für Sie waren unsere Stunden im Wald(Pilze suchen oder einfach am Fluss rumgammeln).Mit 7 J.kannte Sie jeden essbaren Pilz und mit 6 J. hat Sie Ihre erste Sternschnuppe gesehen(im Freien vor dem Zelt übernachtet).Oder einfach im Garten unterm Kirschbaum geschlafen,Lagerfeuer im Grill gemacht und mit der Taschenlampe"Untiere"gesucht.Sie weiss das alles Heute noch.
Langsam und spielerisch anfangen,und vorsichtig steigern;-)
Sie war auch immer das schmutzigste Kind am Spielplatz,alte Bundeswehrhose an-mit viel Stauraum!!:p Und Sie sagt uns heute noch ,das Sie eine schöne Kindheit hatte:grins:
"Unsere Kinder werden sich nicht daran erinnern wieviele Gameboys wir Ihnen
geschenkt haben,sondern wie oft wir mit Ihnen am Sandkasten waren und durch die Wälder gezogen sind":oldman:

Anja2
12.08.2009, 13:40
Meine Tochter ( 12 ) hat seit einem Jahr überhaupt kein Interesse mehr uns zu begleiten, vorher hat sie alles sehr gerne mitgemacht, sie ist sogar angeln gegangen mit meinem Mann. Jetzt kommt sie in die Pupertät und alles was wir machen ist langweilig bis doof. Wir hoffen das sie irgendwann mal wieder darauf zurück kommt.:roll:
Also ich denke, besser früh damit Anfangen und nicht überfordern.
L.G.
Anja

gulo gulo
12.08.2009, 13:54
"Unsere" ist seit Montag mit Ihrem Freund auf einem Campingplatz im Altmühltal,mit Trangiakocher und eben allem "Drum und Dran".Macht sich über andere Leute lustig die ihr Zelt nicht richtig abspannen!:baetsch:Nächstes Jahr wieder campen in St.Peter Ording.:cool:

Dani
12.08.2009, 14:24
Meine Tochter ( 12 ) hat seit einem Jahr überhaupt kein Interesse mehr uns zu begleiten, vorher hat sie alles sehr gerne mitgemacht, sie ist sogar angeln gegangen mit meinem Mann. Jetzt kommt sie in die Pupertät und alles was wir machen ist langweilig bis doof. Wir hoffen das sie irgendwann mal wieder darauf zurück kommt.:roll:
Also ich denke, besser früh damit Anfangen und nicht überfordern.
L.G.
Anja

das ist, glaub ich, normal. ich wollte zwischen 14 und 20 auch nichts mehr vom wandern und den bergen wissen und in den ferien lieber ans meer gehen.

Stompy
12.08.2009, 15:56
Ich würde auch rechtzeitig damit anfangen und nicht erst, wenn die Kinder 12 Jahre oder älter sind.
(Dann wird es, aus meiner Erfahrung, nämlich schwieriger sie zu begeistern.
bzw. verschieben sich die Interessen dann durch Sportverein, Tanzverein, das andere Geschlecht, Pubertät und alles ist "doof", was Erwachsene machen, etc.)

Bei Pfadfindern fängt z.B die untere Altersstufe meist bei 7 Jahren an.
Du kannst aber auch schon viel früher damit anfangen, sie an "Outdoor" heranzuführen.

Ich habe zwar selbst keine Kinder, war aber früher lange Zeit Pfadfinderleiter (und ich behaupte mal kein schlechter) und "führe" im Moment, meine beiden Nichten (5 und 6 Jahre alt) auch ganz langsam an "Outdooor" heran.

Das wichtigste ist: Es muß Spaß machen!


Jetzt schon ordentlich zum Wandern schleppen und bestimmte Sachen einbauen und ihnen beibringen.
Ok, aber bitte eben nicht "schleppen" bzw. nur bis zu einem gewissen Punkt.
Aber ich denke, so hast Du "schleppen" auch nicht gemeint.

Nicht nur Strecken wandern, auch mal an 'nem Bach spielen, "Staudamm" bauen, irgendwo (wo's ungefährlich für die Knirpse ist) rumkraxeln, mit Taschenmesser an Stöcken was schnitzen usw.usw.
Genau so.

Zum Thema ungefährlich:
Klar, aufpassen Ok und ihnen vor allem auch erklären warum das gefährlich ist, aber bitte nicht übertreiben. Man kann Kinder halt nicht vor allen Gefahren schützen, auch wenn man das verständlicherweise, gerne möchte.

Beispiel:
Die Mutter eines Kindes, hat die Klinge vom Messers ihres Sohnes, von ihrem Mann extra "stumpf" schleifen lassen, damit er sich nicht schneidet... :roll:
Wobei ich jetzt mal davon ausgehe, das Erwachsene, die schon mal draußen waren, so einen Schwachsinn nicht machen.

Aus meiner Erfahrung heraus, ist der gröbste "Fehler" von Eltern, das sie ihren Kinder nix zutrauen und ihnen Dinge zu schnell abnehmen ("Das können die noch nicht."), oder ihnen sagen (vorgeben) wie etwas zu machen ist. (Ausnahme s.u.)

Die können viel mehr als man manchmal glaubt.
Wobei ich ebenfalls davon ausgehe, das Eltern, die mit ihren Kinder rausgehen das auch wissen, im Gegensatz zu den anderen, die dies nicht tun. (die "anderen" sind die Eltern gewesen, womit ich es am meisten zu tun hatte)
Aber es ist manchmal wirklich erschreckend, wie wenig einige Eltern, über ihre Kinder und ihren Fähigkeiten und Stärken wissen.
Aber das ist ein anderes Thema und beziehe ich hier nicht auf Euch.

Also machen lassen, auch wenn sie Dinge anders Lösen würden, als man selbst.
Warum und wie Papa es anders gemacht hätte oder "besser", kann er anschließend immer noch erklären.
Mit der Ausnahme z.B. von Sicherung beim Klettern,Feuer, Spiritusbenutzung und Messerbenutzung.

Mitbestimmen / Planen lassen was man macht, was man mitnimmt.

Und Dinge wie Umgang mit dem Kompass spielerisch verpacken.
Knoten lernen beim Hütte bauen, aber nicht "trocken" am Stück Schnur.

Mit meinen Nichten reicht es einfach, nur mal eine Nacht im Zelt mit ihnen im Garten zu Schlafen, um ihnen die Angst zu nehmen bzw. daran zu gewöhnen.
Das ist für die sehr aufregend und ungewohnt.
Mache mit ihnen dann eine Pyjamaparty im Zelt mit Popcorn und viel Quatsch...
Mittlerweile sind sie richtig heiß drauf und ich erweitere langsam den Umfang.
Feuer, Stockbrotteig mit ihnen machen (zusammen) - auch wenn wir drei anschließend von der Sauerei wie Gespenster aussehen, schnitzen, Hütte bauen...

ranunkelruebe
12.08.2009, 17:39
Mache mit ihnen dann eine Pyjamaparty im Zelt mit Popcorn und viel Quatsch...
Mittlerweile sind sie richtig heiß drauf und ich erweitere langsam den Umfang.
Feuer, Stockbrotteig mit ihnen machen (zusammen) - auch wenn wir drei anschließend von der Sauerei wie Gespenster aussehen, schnitzen, Hütte bauen...

Boah, Jens, dich hätte ich auch gerne als Onkel gehabt in dem Alter!
Pyjamaparty im Zelt! Mit Popcorn!!! Geil :D

Rana

bergzwerg61
12.08.2009, 19:40
....

Beispiel:
Die Mutter eines Kindes, hat die Klinge vom Messers ihres Sohnes, von ihrem Mann extra "stumpf" schleifen lassen, damit er sich nicht schneidet... :roll:
Wobei ich jetzt mal davon ausgehe, das Erwachsene, die schon mal draußen waren, so einen Schwachsinn nicht machen.

....

Ist ja wirklich traurig, da kann man doch nix mehr schnitzen. :o

Die ersten Male ist schon die Aufmerksamkeit der Erwachsenen gefordert, aber mehr so im Hintergrund oder mit bissel Hilfestellung.

Das gleiche haben wir beim Feuermachen erlebt. Hatten mal im Urlaub eine Almhütte mit riesigem Holzvorrat (der von uns ohne Einschränkung verwendet werden durfte). Jeden Abend hat mein Sohn auf andere Art und Weise versucht, ein Lagerfeuer zu entzünden.

Stompy
12.08.2009, 20:03
Ist ja wirklich traurig, da kann man doch nix mehr schnitzen.

bzw. versuchen die Kinder ja trotzdem damit zu schnitzen, brauchen aber die 10-fache Kraft dafür, als wenn es scharf wäre und wenn sie dann abrutschen die Verletzungsgefahr viel unberechenbarer und höher ist.

Das "lustige" dabei ist, das ich genau dieses Vorgehen (Eltern schleifen das Messer stumpf) mal irgendwo in einem Buch/Forum selbst gelesen habe und mir noch dachte, "wie blöd ist das denn, das kann doch nicht sein..." und ein Wochenendlager später, genau diesen Fall selber hatte.

Und das ist nur ein Beispiel von vielen.


Boah, Jens, dich hätte ich auch gerne als Onkel gehabt in dem Alter!
He, he - ist immer wieder schön, das Gesicht meiner Schwägerin zu sehen, wenn ich die beiden Dreckspatzen anschließend zuhause abliefere... :o

Aber dafür ist ein Onkel doch da !?
Ähnlich wie Oma und Opa zum verwöhnen, wo sie etwas mehr dürfen, als bei Papa und Mama...

Schwarzfussindianer
12.08.2009, 22:03
Also Leute, ich bin echt begeistert, wie viele sich zu diesem Beitrag melden und ihre unterschiedlichen Sichtweisen und Ideen dazu beitragen. Hut ab !

Das beste scheint wirklich zu sein, früher anzufangen, und alles eher als Spiel, anstatt als Wanderung zu sehen. Der Spruch mit dem "Gameboy-Spielen" trifft meine Einstellung. Ich kann mich heute noch immer daran errinnern wer mich, als ich Kind war, zu einem "Event" (z.B.Angeln) mitgenommen hat und was ich dort erlebt habe. Die Errinnerung an Geschenke (es hätten auch Gameboy-Spiele sein können) ist bei weitem nicht so stark.

Bitte schreibt weiter !

bergzwerg61
12.08.2009, 22:10
Erzähl doch mal kurz, wie alt Deine Kinder jetzt sind.
Dann werden die Vorschläge vielleicht noch konkreter.

chriscross
12.08.2009, 23:42
Ich habe meine Kinder nie genötigt oder gezwungen irgendwas mitzumachen, das kam ganz von alleine.

Ich glaube wenn man ein Hobby mit Herzblut ausübt, seine Familie auch daran teilhaben lässt und immer wieder begeistert von schönen Erlebnissen erzählt ist es ganz normal das sich die Kinder anstecken lassen, zumal man ja wie in allen anderen Lebensbereichen auch als Vorbild fungiert.

Meine Jungs sind jetzt 7, 10 und 15 Jahre alt, ich muss die nicht zweimal fragen ob sie mitwollen wenn ich etwas vorhabe, der große geht jetzt auch schon mal mit freunden zelten, hab ich in dem Alter auch längst gemacht.

Wichtig ist bei uns immer das gemeinsame Erleben, wenn es mal anstrengender wird macht man halt etwas langsamer bzw. plant die Tour schon im Vorfeld so das möglichst viele Attraktionen unterwegs sind, das können schöne Ausblicke sein oder mal kleine Klettereinlagen, eine Höhle, was spannendes halt. Abends im Zelt oder Biwak ist sowieso alles toll, Feuer machen oder kochen, schnitzen, Steinmännchen bauen, Fotos machen usw.

Wie schon einige hier geschrieben haben sind das Erlebnisse die Erhalten bleiben, an die man gerne zurückdenkt, das will ich meinen Kindern auch mitgeben...

teulabonari
13.08.2009, 05:10
Aber ich denke, so hast Du "schleppen" auch nicht gemeint.

Genau :D

Tie_Fish
13.08.2009, 11:08
Zum Thema Gefahren und "Messer stumpf schleifen":

Ich bin der Meinung, dass Kinder Gefahren selbst kennenlernen müssen, damit sie es verstehen. Kein 2-jähriger versteht, wenn man ihm sagt "Die Herdplatte ist heiß - nicht anfassen!" Lässt man Junior aber mal drauftatschen, wenn die Platte noch ordentlich warm ist (keine Gefahr mehr, aber der Effekt erkennbar), hat er/sie es für ein Leben lang intus.

Klar, mit 7 Jahren haben die Kinder ein Masser ohne Spitze bekommen, aber die Klinge war scharf. Warum darf sich ein Kind nicht mal in den Finger schneiden? Ich habe auch als Kind mit 9 oder 10 Jahren Holz gehackt und in ungefähr demgleichen Alter den Traktor vom Hof zum Feld gefahren, das war was ganz Normales.

Gleiches haben meine Jungs letztes Jahr beim Flussdurchwaten (Bode) gelernt: 10cm tiefer unterscheiden zwischen "locker durchwaten" und "absaufen". Mit Seil war das Risiko akzeptabel, der Lerneffekt (auch für mich) aber maximal.

Auch Orientierung kann man zu einem Spiel machen: Nenne mir die markantesten Punkte der letzten Stunde! - der kleine Felsen, der wie ein Frosch aussah, die Fichte mit dem dicken Bauch, die Schneise, wo man das Dorf sehen konnte usw. Auf diese Weise habe ich kaum noch Angst, die "Kleinen" an den Wald zu verlieren.

Schwarzfussindianer
13.08.2009, 17:56
Also meine Kinder sind 3 und 5. Es geht jetzt Schritt für Schritt los mit "Draussensein".

Gerade sind wir von einer Regenwanderung zurückgekommen. Matsche an den Schuhen, Hosen versaut, Kinder zufrieden!

Vorgestern abend war Sternekucken angesagt. Natürlich mit Mini-Nachwanderung und Gaslaterne und Taschenlampen.

Es gibt noch viel zu tun....

bergzwerg61
14.08.2009, 18:47
klingt doch schon ganz gut...

Im Wandergepäck hatten wir oft außer einem Taschenmesser auch ein größeres "Spiel"-Seil (so ca.5-8m) und manchmal eine Hängematte,
diese (http://globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=cv_26705&GTID=400723e1a1866ce45a156672c41925d1a33) wäre schon die komfortablere Variante.