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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rucksack für grosse Lasten?



Isvinter
29.07.2009, 14:53
Hallo allerseits,

ich werde Mitte August für 3 Wochen zum Trekken in Altai-Gebirge (Russland) fliegen und brauche dafür einen neuen Rucksack. Bisher hatte ich einen Tatonka 80l Rucksack verwendet, aber mit dem wird es unangenehm ab ca. 25kg Gewicht. Bei der geplanten Tour werden es bestimmt an die 35kg werden.

Ich hatte bisher folgende Modelle in die nähere Wahl gezogen:

Bach Specialist 4 FA, steel:
http://www.rucksack.de/bach-specialist-4-fa-steel-art20200636

oder

Haglöfs Sumo 95 black/charcoal
http://www.rucksack.de/hagloefs-sumo-95-black-charcoal-art20800131

Hat hier jemand Erfahungen mit einem der beiden Modelle? Ansonsten würde ich mich natürlich über weitere Vorschläge freuen.

Grüsse,
Stephan

Freak
29.07.2009, 14:58
Klättermusen Mjölner (http://klattermusen.se/produkt.php?lang=DE&curr=EUR&id=106&modell=Unisex&produktGrupp=Skal&produktKategori=Ryggs%E4ck). :bg:

Nach Aussage am Klättermusen Stand auf der OutDoor verkraftet das Ding vermutlich mehr als du. 35-40kg sollen damit machbar sein. :grins:

Kleiner Haken ist der Preis... ;-)

Edit: Sehe gerade mit dem älteren Modell gab es wohl Probleme. Der neue kommt erst 2010 auf den Markt. Konnte ihn aber auf der Messe schonmal tragen. Eindruck: Hammer!

Snuffy
29.07.2009, 15:11
Hej Stephan. Na wie gehts? Noch jedes WE in den Alpen?

Vll hilft dir das:
http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=27813

da steht auch was zum Mjölner :ignore:



Snuffy

Pfad-Finder
29.07.2009, 15:13
Bei der geplanten Tour werden es bestimmt an die 35kg werden.

Hm. Selbst mir als bekennendem [UH]-Touristen kommt das viel vor. Ich kann mir eine derartige Last nur wie folgt erklären:
Riesige Fotoausrüstung (10 kg?)
15 kg Lebensmittel
oder zuviel Krempel mit.

Ich selbst komme auch im Winter "nur" auf 16-18 kg Trockengewicht (ohne Verpflegung+Fotokrempel). Wenn Du wesentlich mehr hast, solltest Du vielleicht mal hier im Forum Deine Packliste zerpflücken lassen.

Viele Grüße

Pfad-Finder

barleybreeder
29.07.2009, 15:13
Der Mjöllner ist aber echt gewöhnungsbedürftig..hatte den mal zum testen aufgesetzt.

Alternativen gibts noch bei Gregory, Palisade (http://www.gregorypacks.com/us/?option=com_gregorypacks&act=product&task=details&cid=23), Whitney (http://www.gregorypacks.com/us/?option=com_gregorypacks&act=product&task=details&cid=24), Denali (http://www.gregorypacks.com/us/?option=com_gregorypacks&act=product&task=details&cid=29) wären da die Modelle die mir bei solch hohen Lasten einfallen.
Hab zwar meine Palisade nur so bis 23 Kilo getragen, mehr verkrafte ich nicht, der Rucksack aber schon..

bigdwarf
29.07.2009, 15:17
Den Gregory Palisade (80L?) hatte ich ne Stunde im Geschäft mit Gewicht drin auf. Fand ihn sehr angenehm zu tragen, sieht aber doppelt so groß aus wie mein Osprey Aether (70L).

volx-wolf
29.07.2009, 15:19
Schau Dir auch mal die Tatonka Lastenkraxe mit zugehörigem Packsack an - auch schon im Forum des öfteren besprochen.

Mosen
29.07.2009, 15:21
Hi,

was für einen Tatonka hast du denn im Moment? Der Bison ist doch bei 30kg noch gut dabei...

Moritz (bekennender Bison75-Fan:bg:)

Isvinter
29.07.2009, 15:53
Schonmal vielen Dank für die ganzen Antworten! Werd mir die Vorschläge alle heute Abend in Ruhe genauer anschauen. Nur der Mjölner mag zar ein super Rucksack sein, aber der sprengt im Moment leider definitiv mein Budget...

@Pfad-Finder: Das was die Sache so schwer macht ist die Verpflegung. Ich muss mind. 1,2 kg Essen pro Tag rechnen sonst hab ich keinen Spass. Ich bin recht schlank und habe daher kaum Reserven - da merkt man es ziemlich wenn man über einen längeren Zeitraum kalorienunterversorgt ist...

@Snuffy: Mir geht's gut und Dir? Wegen den Alpen, klaro, so lange das Wetter mitspielt immer. Das war diesen Sommer aber bischen ein Problem - da gingen nur ein paar MTB und Klettertouren, kein Vergleich zum Winter wo ich fast jedes WE auf Tourenski stand...

Edit:
@Mosen: KA, ich habe meinen grossen Trekkingrucksack nicht hier. War irgendein günstigeres Modell und ist mittlerweile auch 10 Jahre alt. Wie gesagt, ab ca. 25 kg verteilt der die Last nicht mehr gescheit auf der Hüfte und darunter ist er auch nicht grad ein Komfortwunder.

Grüsse,
Stephan

Pfad-Finder
29.07.2009, 19:08
@Pfad-Finder: Das was die Sache so schwer macht ist die Verpflegung. Ich muss mind. 1,2 kg Essen pro Tag rechnen sonst hab ich keinen Spass. Ich bin recht schlank und habe daher kaum Reserven - da merkt man es ziemlich wenn man über einen längeren Zeitraum kalorienunterversorgt ist...

Hört sich für mich nach einem Teufelskreis an. Wenn Du nämlich 35 kg durch die Landschaft wuchtest (schon mal versucht?), verbrennst Du riesige Mengen an Energie und wirst u.U. auch mit 1,2 kg Futter nicht mehr hinkommen. Mal abgesehen davon, dass 35 kg eigentlich mit jedem Rucksack kein Vergnügen sind. Für Leute mit der Statur von Dirk/Komtur mag sich das anders darstellen, aber wenn Du Dich als "schlank" bezeichnest...?

Ich würde mich an Deiner Stelle verschärft nach Unterwegs-Verpflegungsquellen umsehen und ggf. die Route entsprechend anpassen.

Pfad-Finder

Isvinter
29.07.2009, 19:22
Hört sich für mich nach einem Teufelskreis an. Wenn Du nämlich 35 kg durch die Landschaft wuchtest (schon mal versucht?), verbrennst Du riesige Mengen an Energie und wirst u.U. auch mit 1,2 kg Futter nicht mehr hinkommen. Mal abgesehen davon, dass 35 kg eigentlich mit jedem Rucksack kein Vergnügen sind. Für Leute mit der Statur von Dirk/Komtur mag sich das anders darstellen, aber wenn Du Dich als "schlank" bezeichnest...?

Ich würde mich an Deiner Stelle verschärft nach Unterwegs-Verpflegungsquellen umsehen und ggf. die Route entsprechend anpassen.

Pfad-Finder

Ja, ich habe schonmal >30 kg durch die Gegend geschleppt - das ist zwar kein Zuckerschlecken aber es geht. Zudem wird der Rucksack ja immer leichter. Fit bin ich auf jeden Fall und mache lieber den Sherpa als den Hungerkünstler. ;)

@mosen: Uebrigends danke für den Tipp mit dem Bison - die 90L-Version mach auf mich einen guten Eindruck und das P/L-Verhältnis ist auch super.

Am liebsten wäre mir ja die Lastenkraxe von Tatonka + Packsack - dummerweise gibt es den Sack aber nur mit 70L Volumen, was mir etwas zu wenig ist. Weiss jemand ob es da auch grössere Alternativen gibt?

Viele Grüsse,
Stephan

-wf-
29.07.2009, 21:13
Bergans Alpinist oder Viking (letzterer ist der für kürzere Rücken bei gleichem Volumen) mit 110 oder 130 Litern erhältlich. Ich fand den Viking II mit 110 Litern sogar ohne Seitentaschen genug. Der Rucksack ist superstabil und trägt sich auch mit 32 kg noch sehr gut. Ich hatte Probleme mit dem Hüftgurt, der mehrfach kaputt ging, aber das war ein Materialfehler und ist inzwischen behoben. Belastbar soll er bis 40 kg sein. Kann ich mir vorstellen, nur bin ich nicht so belastbar.
Nachteile: Preis und relativ hohes Eigengewicht.
Vorteile: Deckeltasche als Tagesrucksack und Seitentaschen als Hüfttasche nutzbar. Frontöffnung und jede Menge Befestigungsmöglichkeiten wenn dir das Volumen immer noch nicht reicht. Gibt ihn in schönen, unauffälligen Farben.

alternativ ein älterer MacPac mit Quantum Tragesystem. Habe einen mit 85 Litern. Da er fast 2 kg weniger wiegt als der Bergans jetzt meistens im Gebrauch. Bei 28 kg ist er noch sehr gut. Mehr habe ich inzwischen nicht mehr mit. Trotz Fotoausrüstung. Der segeltuchartige Stoff ist geschmackssache. Ich mag ihn, da sehr reiß- und scheuerfest. Allerdings behält er Lagerfeuergerüche ewig.
Nachteile: Nicht so stabil wie Bergans, da Träger und Hüftgurt dünner. Häßliche knallige Farben.
Vorteile: geringeres Eigengewicht und trotzdem noch stabil. Fronttasche für Kleinkram. Deckel ist besser konstruiert, sitzt auch dann noch richtig, wenn der Rucksack nicht ganz voll ist.

Manush
29.07.2009, 22:53
Mit dem Tatonka Bison 90 Liter hättest du meiner Meinung nach eine gute und auch bezahlbare Lösung für deine geplante Tour. Er ist groß und speziell für schwere Lasten ausgelegt, der Hüftgurt ist so "fest", dass er die auch prima verkraftet und dir trotzdem ein bequemes Tragegefühl an den Schultern ermöglicht und außerdem ist er auch strapazierfähig und zuverlässig. Probier ihn einfach mal realistisch beladen (ähnliches Gewicht wie bei deiner Tour) aus, wenn er sich dann für dich gut anfühlt, hast du wahrscheinlich deinen Rucksack gefunden...

Gruß

Manush

karlson
30.07.2009, 20:27
Habe inzwischen einige Schwerlastrucksäcke großer Hersteller durchprobiert (Berghaus, Tatonka, Norröna, Lowe Alpine, Fjäll räven, Haglöfs,...) und mein absoluter Favorit ist der Bergans Powerframe. Das Tragesystem ist der Hammer. Hab damit letztens stundenlang 34kg Zeug quer durch die Stad getragen - war mit dem Teil absolut Pillepalle (hab mich etwas erschreckt, als ich das ding dann zuhause auf der Waage stehen hatte.
Man kann sich in dem Tragesytem auch bei voller Last noch recht gut bewegen und er läßt sich sehr gut komprimieren, wenn der Rucksack halb leergefuttert ist. Bis 50kg sollte der von der verarbeitung/Leistung her mindestens wegstecken können. Und bevor alle rumheulen, dass man so viel nicht tragen kann: zu dem Zeitpunkt als ich die 34 kg getragen hab, hatte ich zusätzlich noch 20kg Übergewicht dabei. Beine und Gelenke können das also wegstecken...

crunchly
31.07.2009, 19:05
Und bevor alle rumheulen, dass man so viel nicht tragen kann: zu dem Zeitpunkt als ich die 34 kg getragen hab, hatte ich zusätzlich noch 20kg Übergewicht dabei. Beine und Gelenke können das also wegstecken...

Richtig, nur eben nicht auf Dauer, denn gesund ist das nicht für die Gelenke

karlson
02.08.2009, 21:20
Richtig, nur eben nicht auf Dauer, denn gesund ist das nicht für die Gelenke

Ich wollte ja auch nur ein wenig gegen die Heulbojen stänkern, die glauben ein Rucksack mit 20kg ist bei normaler Statur zu schwer. :baetsch: 30-35 kg sollten für einen normalen Mann (1,80/80kg) auch auf Dauer kein Problem darstellen.
Allgemein würd ich sagen:
1/3 des idealen Körpergewichts = bequem
1/2 = gerade noch auf Dauer machbar
2/3 = Schallgrenze

Kenne inzwischen genug Fälle in denen Bekannte 50-60kg geschleppt haben (v.a. Militär und Wildbergung) und keiner von denen ist bis jetzt platt.

barleybreeder
02.08.2009, 21:29
Kenne inzwischen genug Fälle in denen Bekannte 50-60kg geschleppt haben (v.a. Militär und Wildbergung) und keiner von denen ist bis jetzt platt.

Wie lange? ...ne Woche..?:o

Carsten010
02.08.2009, 22:15
Kenne inzwischen genug Fälle in denen Bekannte 50-60kg geschleppt haben (v.a. Militär und Wildbergung) und keiner von denen ist bis jetzt platt.

Man kann das durchaus differenziert betrachten. Als Laie halte ich Leute
beim Militär für körperlich trainiert, was höhere Lasten ohne gesundheitliche
Schädigung möglich machen kann. Außerdem wird die Belastung eher von kurzer
Dauer sein wie wahrscheinlich auch bei der Wildbergung.

Von daher kein Problem, denke ich. Auch im normalen Trekkingalltag kann
man sich ruhig mal etwas Gewicht antun, wenn man das möchte.

Bei längerer zeitlicher Belastung geht aber bestimmt was kaputt.

Überlastungserscheinungen habe ich auf meinen Weitwanderungen bei
anderen Hikern öfter gesehen. Und das waren immer die mit den schweren
Rucksäcken...aber wenn man erst mal eine Cortison-Spritze ins Knie
bekommen hat, sieht die Welt auch gleich viel freundlicher aus :-)

Carsten010

Rotä
02.08.2009, 22:18
ich hab meinen mal mit ca. 50 kg vollgeladen. das problem war nicht das tragen, sondern eher das anziehen des rucksacks. dabei hab ich mir fast das kreuz gebrochen als ich in die träger schlüpfen wollte... man verdreht leicht den oberkörper dabei und dann hat man plötzlich 50 kg zusätzliche belastung irgendwie schräg zur körperachse. sowas macht keine statur mit.
wie ziehst du bitteschön einen 60 kg rucksack an? im normalfall liegt selten ein stein in passender größe herum.

Jaerven
02.08.2009, 22:26
Ich würde- oder besser gesagt ich mach das so- immer einen Rucksack mit Gestell nehmen wenn es über 30 kg geht. Das entlastet den Rücken, man kann auch das Gewicht mal unterschiedlich verteilen- mal mehr auf die Schulter, mal mehr auf die Hüfte.
Also die Modelle von Bergans und Norröna.


Hört sich für mich nach einem Teufelskreis an. Wenn Du nämlich 35 kg durch die Landschaft wuchtest (schon mal versucht?), verbrennst Du riesige Mengen an Energie und wirst u.U. auch mit 1,2 kg Futter nicht mehr hinkommen.
Das stimmt nicht, mein schwerster Rucksack hatte 45 kg, aber das war eben jahreszeitlich und durch die Art der Tour bedingt. Sicher verbrennt man da mehr, aber ich glaube es ist gar nicht wesentlich mehr als bei einer normalen Tour.

Linnaeus
02.08.2009, 22:50
Gregory Evolution (Außengestell)

http://www.trailspace.com/gear/gregory/evolution/

Hab ihn - aber noch nicht mit 30+ getragen. Finde ihn gut.

Kann dir leider nicht sagen, wo man den in D bekommt.

karlson
03.08.2009, 02:26
Wie lange? ...ne Woche..?:o

Bei Wildbergung immer nur maximal einen Tag, beim militär gings bis 3 Wochen mit 60 kg Startgewicht in nem Norröna Recon Pack (alleine die Hauptwaffe von dem Typ hat über 13kg Leergewicht).