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Finn
17.04.2002, 22:41
hi,
wollt mal sagen, dass, soweit ich weis, die GPS auf der Basis des Amerikanischen verteidigungssystems laufen, soll heißen läuft über die Satelliten von denen. Wenn sie also Krieg führen oder stark auf die Satelliten angewiesen sind, wie im Afghanistan Krieg, dann sind die angaben ungenauer.

Finn

PS: da liege ich doch richtig oder?

Becks
18.04.2002, 09:28
Ja und nein.

Das Signal zur Positionsbestimmung ergibt im Nicht-Kriegsfall am Boden eine Abweichung von etwa +-10 m bei der Positionsbestimmung, bei gutem Empfang +-3 m. Im Kriegsfall wurde früher das Signal für den Zivilbereich verstümmelt, man bekam dannnoch eine Genauigkeit von +-100 m. Mittlerweile sind die Amis jedoch dazu übergegangen, dort wo sie rumballern Störsender zu installieren und lokal das Positionssignal zu verrauschen. In der restlichen Welt merkt man davon dann nichts.

Ob sie sowas aber auch weiterhin tun werden ist ungewiss, die Europäer wollen nicht umsonst jetzt ein eigenes System dieser Art aufbauen.

Alex

Finn
18.04.2002, 09:35
ja das wäre glaube ich sinnvoll, man weiß ja nicht, was die amis zur zeit so alles machen, aber im großen und ganzen kommt man mit einem gps, solange man es richtig handhabt ;), doch ans ziel.

Finn

ToP
18.04.2002, 10:05
Hei,

was Becks so sagt, ist genau richtig. Aber die Genauigkeit kannst du schon noch etwas schlechter angeben. Es ergeben sich zwar von einem Standpunkt aus bei sehr guten Bedingungen ( höhe Freifläche bei "gutem Wetter" [Ionosphäre]) so um die 3 Meter Standartabweichung, ob aber die osition dann auf 3 m Richtig ist, kann man so genau nicht sagen. (kann ich in ca. 2 Monatan sagen, bin selber sehr gespannt, wie genau es wirklich ist. Aber es gibt ja noch eine Zukunft. In ca. 5-8 Jahren gibt es (wahrscsheinlich) Galileo und Egnos. Das ist ein Europäisches GPS und wird deutlich besser sein als das US amerikanische so dm-m.

Schönen Tag noch Torsten

PS: Weiß nun immer noch nicht, wo das Problem in Schweden? mit dem GPS und den Karten lag

Saloon12yrd
18.04.2002, 11:06
Informationen zu Galileo und Egnos gibts übrigens von der ESA (http://www.esa.int/export/esaSA/navigation.html).

Die Werte die Becks genannt haben entspringen der Praxis, das stimmt schon so. Klar isses abhängig von der Umgebung (sehr dichter Wald, etc.) und von der Ionosphäre aber bisher hat das mit den 3-6 Metern Genauigkeit gut hingehauen.

In Schweden war das Problem, dass Becks (der kein schwedisch kann) eine schwedische Kartenlegende nach Informationen über Projektionssystem etc abgesucht hat. Die Blå Kartan murmeln da irgendwas von UTM, also hat er das genommen. Leider steht da aber nur das sich das verwendetet Gitter auf UTM stützt, quasi davon abgeleitet ist. Im nächsten Satz steht aber dass das eigentliche Gitter SWEREF 93 ist. Wenn man also bei "UTM" aufhört zu lesen ist man verratzt.
Das pikante bei der ganzen Sache ist das SWEREF 93 in West-Ost Richtung genau die korrekten Koordinaten anzeigt und in Nord-Süd Richtung nur ca. 800m nach Süden von UTM abweicht. Wenn völlig falsche Werte angezeigt würden könnte man den Fehler schnell lokalisieren, aber so sucht man ewig nach Tippfehlern bei der Wegpunkteingabe und schiebt die Sache dann irgendwann auf eine schlechte Karte.

Saloon12yrd

Balu
18.04.2002, 11:13
Hallo Leute,

das GPS hat seine Anfangserfolge im zivilen Bereich trotz militärischer Verfälschung gemacht. Wer die 100 Meter Abweichung nicht mit dem Auge kompensieren kann, sollte dringend zum Optiker :wink:

Also mit dem Kompass und Deviationstabelle ist man auch nicht genauer und kommt trotzdem an (sogar dann wenn das GPS kein Empfang hat) :D

Gruß

Balu

Becks
18.04.2002, 11:35
Dominique hat das mit Schweden schon erklärt - ich hab das falsche Kartendatum verwendet. Auf den Karten steht zwar was von WGS84, aber das is falsch. Schweden verwendet Sweref. Nimmt man WGS84 an, ergibt sich ne Abweichung von 300 bis 600 m. Auf offener Fläche stört sowas zwar nicht unbedingt (bei guter Sicht), wir jedoch durften im dichten Wald bei einbrechender Dunkelheit eine Brücke und hinterher im Dunkeln eine Hütte suchen - da freut man sich über jeden gewonnenen Meter an Genauigkeit und kotzt wenn das System "spinnt".

Zur Abweichung: meine Werte entsprechen der Praxis, ich besitz mein eTrex seit etwas mehr als einem Jahr und bin damit auch schon im Sturm bei 0 m Sicht navigiert (Juni-Tour Silvretta *g*).
Nächstes Jahr wird die Sache dann wirklich witzig. Rußland hat anscheinend Einfuhrbeschränkungen für elektronische Geräte. Laut Bericht newsgroups hat z.B. das Mitführen mehrerer dieser Geräte in einer Gruppe zu ungewollten Kontakten mit dem Geheimdienst geführt - in der Hinsicht forsch ich daher noch etwas rum, bevor ich meine Urlaub auf ungewisse Zeit verlängern darf.

boehm22
18.04.2002, 11:37
@ Sal,
die Karten (BD10) haben doch auch das Breitengrad/Längengrad-Gitter. Ich habe nun darauf in TTQV kallibriert und die Wegpunkte genommen. Karte in TTQV ist auf RT90 eingestellt, also noch eTrex auf RT90 einstellen, dann müßte das doch stimmen mit den Wegpunkten, oder? Was meinst Du?
Ich muß jetzt mal in TTQV den Wegpunkt in die anderen Gitter um rechnen und mir aus dem Netz Vergleichspunkte downloaden (bei travelnotes sind die in SwedischGrind zu haben) - wäre doch zu blöd, wenn ich da auch so einen Fehler drin hätte.

Viele Grüße
Rosi