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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tenkara - Fliegenfischen auf Japanisch



skullmonkey
25.07.2009, 01:27
Bin bei der Suche nach einem ultraleichten Angelset-up fürs Wandern auf http://www.tenkarausa.com/ aufmersam geworden. Es ist ein Fliegenfischen system, aber ohne Rolle, und ist besser für kleine Flüsse oder Seen geignet. Auf deren Webseite gibt es neben dem untenstehenden Video noch einige mehr zu bewundern, sowie ein spezielles Forum und auch einen Webshop.

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Ich denke es ist ein geniales System, die längste Rute wiegt unter 100 gr, und ein komplettes System - Schnur, Fliegen, Hakenlöser - kann unter 200 gr wiegen, einfach nur klasse. Ich werde mir bei der nächsten Gelegenheit eine Rute und Schnur zulegen, und hier dann weiter berichten. Aber: Hat hier jemand Erfahrung mit diesem System? Oder was denkt Ihr davon?

barleybreeder
25.07.2009, 01:42
hab zwar nicht viel (keine) Ahnung vom Fliegenfischen, aber in den Bächen und Flüsschen im Borgefjell hätte das Teil vermutlich voll gereicht.

Dort habe ich mit meiner 240er Spinnrute, 3-4 Meter Schnur und Fliege auch in dem Wurfbereich geangelt und Fische gefangen...
Sollte klappen

Ich finds interessant...und scheinbar technisch auch einfacher als Fliegenfischen mit Rolle. :grins:
Learning by doing sollte klappen..

derjoe
25.07.2009, 01:43
halte aus Prinzip nix davon weil die Rolle sehr essentiell ist, vor allem wenn mal größere Fische drangehen und man so schnell Fisch und Ausrüstung verliert.

Das Teil ist ja nix anderes als eine Stipprute mit anderer Aktion & Fliegenschnur.

Aber von allen ökonomischen und ökologischen Zwecken ganz abgesehen: wie soll man bitteschön werfen mit der klassischen Technik? Wie soll man den Fisch ohne Rolle aber mit der langen Schnur landen :hahaa:???

Nö, wollte ich nicht geschenkt... .

barleybreeder
25.07.2009, 01:46
Aber von allen ökonomischen und ökologischen Zwecken ganz abgesehen: wie soll man bitteschön werfen mit der klassischen Technik? Wie soll man den Fisch ohne Rolle aber mit der langen Schnur landen :hahaa:???

Nö, wollte ich nicht geschenkt... .

Das Video hast du dir aber schon angesehen? :roll:

Wenn das Zeug etwas stärker ausgelegt ist, sollte auch das Landen größerer Fische kein Problem sein...und wohl gemerkt "Bäche"..da warten selten Kapitale..

Für den Preis ist mir probieren allerdings etwas teuer..

Ari
25.07.2009, 02:04
Im Grunde ist das nichts neues und funktioniert auch nur mit den relativ kleinen Fischen die man in kleineren Flüssen antrift.
Ich habe vor gut 20 Jahren schon Einheimische in Bulgarien mit einer leichten Stipprute+Fliege die "Hotspots" absuchen sehen.
Allerdings waren die Ruten natürlich nicht solche Leichtgewichte wie man sie heute bauen kann.

Früher hat man sogar Hechte ohne Rolle "gerissen". D.h. mit dem Knüppel und dicker Schnur gelauert bis das Teil anbiß und dann über Kopf ... :o;-).

Mir wäre das nicht vielseitig genug.

Rotä
25.07.2009, 03:11
Früher hat man sogar Hechte ohne Rolle "gerissen". D.h. mit dem Knüppel und dicker Schnur gelauert bis das Teil anbiß und dann über Kopf ... :o;-).


ich hab mal was gelesen von dünnen 5 meter fichten am stück mit rosshaar als schnur, mit dem so mancher früher karpfen gefangen hat. ^^

und @derjoe
wenn sich ein 2 kg fisch auf ne 3er fliegenrute mit 8er spitze verirrt, kannst du dich sowieso von deiner fliege verabschieden.
die rolle hat bei der fliegenrute mal überhaut NUR den sinn der shcnur aufbewahrung. (bei ner 13ner rute mit 300m backline vieleicht nicht, ok...).
aber man landet fische mit de fliegenrute hauptsächlich, indem man die schnur durch die ringe zeiht, sie neben sich aufs wasser legt und so lange schnur einhohlt, bis der fisch in reichweite ist.
und das system hat definitiv mehr jahre funktioniert, als es "rollen" gibt.

ich finde das system von den japsen ganz lustig. zum spass haben....
aber in der praxis finde ich es unbrauchbar.
erstens sind die wenigen fische zu klein zum satt werden, und man muss shcon ne verdammt gute population erwischen wenn forellen auf 5m distanz noch da sind....

derjoe
25.07.2009, 13:38
Das Video hast du dir aber schon angesehen? :roll:

Wenn das Zeug etwas stärker ausgelegt ist, sollte auch das Landen größerer Fische kein Problem sein...und wohl gemerkt "Bäche"..da warten selten Kapitale..

Für den Preis ist mir probieren allerdings etwas teuer..

ja klar habe ich`s angeschaut... ;-). Bleibe trotzdem bei meiner Meinung. Die Schnur ist sehr kurz wenn man damit landen können möchte. Zudem hat man beim Wandern wohl keine Wathose dabei, ist also noch weiter vom Fisch weg. Außer Kleinstbächen hat man einfach nicht genug Reichweite.

Der Threadersteller schrieb ja "Es ist ein Fliegenfischen system, aber ohne Rolle, und ist besser für kleine Flüsse oder Seen geignet."

Und genau dafür taugt das Ding imo nix, eben nur für kleine Rinnsale.

Ich würde für`s Wandern viel eher die Spinnrute mitschleifen und Buldo mit Fliege verwenden. Ist zwar nicht gerade stilecht, meiner Meinung nach aber immer noch besser als diese spezielle Stippe.


aber man landet fische mit de fliegenrute hauptsächlich, indem man die schnur durch die ringe zeiht, sie neben sich aufs wasser legt und so lange schnur einhohlt, bis der fisch in reichweite ist.

ja, und das geht ja mit dem Teil nicht... .

Rotä
25.07.2009, 15:10
ja, und das geht ja mit dem Teil nicht... .

brauchts ja auch nicht, weil er ja schon in reichweite ist. ^^

skullmonkey
25.07.2009, 23:36
Rolle ist nicht essentiell, hat man bei der Stipprute zB auch nicht. Und wie man in den Videos sieht, kann man auch größere Fische landen (über 35 - 40 cm). Und wie man wirft sieht man ja auch in den Videos, sollte nicht so schwer sein. Und sollte wirklich ein "Kapitaler" dran gehen, so muss man halt einen Schritt oder zwei ins Wasser machen, um Ihn zu bändigen. Ansonsten reisst er halt aus, auch kein Problem. Und Forellen von 30 cm sollten (mal von Schonmassen & Co. abgesehen) doch schon sättigen, ausser man ist ein 200 kg Mensch - diese werden auf der anderen Seite sicher nicht mit einem UL System angeln gehen wollen, geschweige denn wandern.

Auch denke ich das es für mehr als kleine Rinnsale langen sollte. Eine Watthose oder ähnlich brauch es sicherlich nicht um ein paar Schritte in einen See zu gehen, da langen Neoprensocken oder ein wenig Mumm. Und mit einer 13 Fuss Rute (also fast 4 m) sollte es doch wirklich kein Problem sein 5 bis 7 m oder mehr Schnur zu haben, das sollte also für circa 9 bis 12 m breite Flüsse reichen.

Ne Spinnrute mit Rolle und Ködern bringt halt viel mehr Gewicht auf die Waage wie dieses System, Barleybreeder hatte zB ein 750 gram System mit in Norwegen, dieses wiegt um die 200 gramm - ein Pfund weniger. Und das war imo leicht (Barleybreedre's). Aber man wird nicht drum herumkommen es auszutesten.

barleybreeder
26.07.2009, 02:44
....Barleybreeder hatte zB ein 750 gram System mit in Norwegen, dieses wiegt um die 200 gramm - ein Pfund weniger. Und das war imo leicht (Barleybreedre's).

PROTEST...

Angel und Rolle wogen auch "bloß" 420 Gramm. Die Tasche schlägt bei meiner Shimano noch mal mit 250 Gramm zu Buche, na und dann der Kleinkram halt.

Ich denke mit Tasche, ist man bei der Tenkara auch bei ca. 400 Gramm...

skullmonkey
26.07.2009, 03:20
Hihi. Nee nee, mit MLD Tasche wiegen Tenkara Rute, Schnur, Fliegen und Hakenlöser nur 200 gramm :baetsch: Schau mal auf dem BPL.com Forum unter "Fishing" ;)

Howie
26.07.2009, 11:52
Ok, jetzt schreibe ich auch was dazu.

Ich bin im Besitz einer Fliegenausrüstung und habe auch dazu einen vereinsinteren Kurs belegt.

Fakt ist erst einmal, daß man sich in der Materie Fliegenfischen sehr gut auskennen sollte, wie es auch beim einfachen angeln ein Vorteil ist.
Man sollte wissen welches Fischvorkommen vorhanden ist, und auf welche Fliegen der ansässige Zielfisch beißt, bzw. vorhanden sind.

Bei einem direkten Versuch an dem ich Fliegenrute und Spinnrute mit Wobbler verglichen habe, ging der Punkt klar ans Spinnfischen.
Beim Fliegenfischen waren einige Bisse vorhanden, aber nur kleine Fische (Köderfische).
Im selben Zeitfenster waren mehr und größere Fische am Wobbler als bei der Fliege.

Mein Fazit:

Das fischen mit der Fliege ist etwas für passionierte Angler mit viel Zeit.
Dagegen der Einsatz von Spinnrute verspricht auch einen ordentlichen Fangerfolg in einem kurzen Zeitraum, selbst beim Einsatz von nur einem Wobbler ist die bissfreudigkeit nicht auf nur eine Zielgruppe beschrängt.

derjoe
26.07.2009, 19:19
Ok, jetzt schreibe ich auch was dazu.


ich stimme dir voll zu. Aber wer hier über die Fliegenrute postet wird wohl kein Anfänger sein, sonst braucht man wirklich nicht drüber schwätzen... .

skullmonkey
27.07.2009, 19:51
Klick (http://www.ryanjordan.com/weblog/2009/07/tenkara-is-not-limited-to-small-trout-or-small-creeks.html) um zu sehen das man auch in Flüssen und Seen große Fische mit Tenkara landen kann.

Wer angelt, egal ob Stipp, Fliege, Spinnfischen oder sonstige Variationen, sollte a) sich mit der Materie auskennen und b) einen Angelschein haben. Wer nur zum Spaß mal angeln gehen will, der braucht sicher nicht so eine Ausrüstung.

Einen Versuch um zwischen Fliege & Spinnfischen zu entscheiden was erfolgreicher ist nicht genug um zu sagen das eins besser ist als das andere. Das es Verfechter der einen sowie der anderen Art gibt ist ja nichts neues, dies sollte allerdings nicht in eine "Ist plöt und bringt nix" Diskussion ausarten.

Ich werde mir nächsten Monat mal eine Tenkara Rute zulegen, und diese dann in Nordnorwegen und Finnland testen, mal sehen was dabei herauskommt. Von dem was ich bisher gelesen (http://www.tenkarausa.com/blog/?p=155) und gesehen (http://www.tenkarausa.com/blog/?p=175) habe, sollte es gut möglich sein einige schöne Forellen für die Pfanne zu fangen!

Ari
27.07.2009, 20:17
Wenn das alles so easy ist wie Du das beschreibst, werden zukünftig alle nur noch mit dem Tenkara unterwegs sein :grins:.
Nimm's mir nicht übel, aber ich seh Dich schon mit dem "Ängelchen" am See mit 15-20m Flachwasserzone oder am 20,30m breiten Fluß mit starker Strömung rumfuchteln und auf die großen Forellen warten :bg:.

Und wie lange Du bei den oft einstelligen Wassertemperaturen ohne Wathose aushältst ist auch einen Test wert.

Aber grau ist alle Theorie, probier's aus. Bin auf die Ergebnisse gespannt.

Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall wieder meine schon oft bewährte Spinnrute und meine neu erworbenen Watstrümpfe (samt warmer Unterhose) mit nach Nordnorwegen mitnehmen ;-).

Howie
27.07.2009, 20:41
Hallo Skullmonkey,

da ich Sportfischer bin, und wöchentlich fischen gehe, habe ich Spinn gegen Fliegenrute mehr als einmal an den selben Gewässer die ich inzwischen genauer kenne ausprobiert und das Ergebnis ist für mich eindeutig.

Bei unbekannten Gewässer habe ich lieber etwas effektives dabei, als irgendwas, was im Amiland als super hochgepriesen wird.

Nur mal noch als Denkanstoß:

Mit einer Spinn die im Vergleich zwar schwerer ist, habe ich mehr Möglichkeiten verschiedene Köderarten zu päsentieren als bei dieser Fliegenrute.

Ein weiterer Punkt ist der, daß man vom Ufer aus nicht unbedingt einen Fangerfolg hat, da die Fische den Angler sehen.
Dagegen hilf nur die Distanz zum Fisch, welche die Rute aber nicht unbedingt hergibt.

Jeder wirkliche Fliegenfischer steht mit Waiters im Wasser und wirft von dort aus.

Der Aktionsradius dieser Rute bei rund 4 m - 6 m ist sehr eingeschrängt für Seen.

In Kanada wo ich auch schon fischen dürfte, auf Regenbogenforelle, Lachs und Seeesaibling waren die Bisse meist nie unter der 10 m Distanz vom Ufer aus.
Die selben Erkenntnisse gelten auch bei unseren heimischen Seen.

Du wolltest wissen was wir darüber denken, und du hast Antworten erhalten.

Kauf dir die Rute und probier sie aus.
Wenn sie nicht so funktioniert wie in den tollen Beschreibungen und Filmen geschildert ist, dann hast du wieder fürs Leben gelernt auch wenns am Geldbeutel weh tut.

Have Fun.

Howie
27.07.2009, 20:50
und wohl gemerkt "Bäche"..da warten selten Kapitale..


Leider erst jetzt bewuß gesehen.:(

Das ist ein großer Irrtum !
Dieses Jahr habe ich in kleinen Bächen - meiner Hausstrecke, Bachforellen mit 35 - 39 cm und Gewicht ab 550 gr. gefangen.
Wenn man sich in der Gewässerkunde auskennt, und weiß wo die Fische in welchen Tiefen stehen, sind solche Fänge keine Seltenheit.

shorst
27.07.2009, 20:59
Auf das Video würde ich auch nix geben, ich find es höchstens lustig wie sich dies Art Videos alle in ihrer Machart ähneln. Schau Dir mal ein paar Videos zum Flying Lure an, dann verstehst du glaub ich was ich meine.
Prinzipiell würde ich die Rute so nichtmal ablehnen, für die meisten norwegischen und schwedischen Gebirgsbäche wo du teils den Fisch sehen kannst reicht das aus. Ich weiß aber auch wie scheiße frustrierend das ist wenn man aufgrund bescheidener Wurftechnik, auflandigem Wind, Gebüsch hinter einem, den einen Meter bis dahin wo die Forelle steht nicht schafft beim Fliegenangeln.
Ich würds lassen, schieß Dir in der Bucht für 60-70 Euro ne schöne 5-6er Fliegenrute, hol Dir ne gebrauchte Rolle und nach den ersten Frusterlebnissen ist das unglaubliche Gefühl wenn du beim richtigen Fliegenangeln den Rythmus raus hast die paar Gramm mehr tragen sowas von wert.
TV Tip mal ausnahmsweise hier, "Aus der Mitte entspringt ein Fluß", wenn dich das nicht anfixt haste riesen Glück gehabt

M. aus B.
27.07.2009, 21:24
OnGNB9W4HwU

Das ist für mich Fliegenfischen.;-)


Beste Grüsse

Marek

derjoe
28.07.2009, 00:29
Klick (http://www.ryanjordan.com/weblog/2009/07/tenkara-is-not-limited-to-small-trout-or-small-creeks.html) um zu sehen das man auch in Flüssen und Seen große Fische mit Tenkara landen kann.


ja schön. Aber: das erklärt noch lange nicht, wie man mit zu kurzer Schnur die Fliege an der richtigen Stelle präsentieren kann, die vom Ufer oder auch watenderweise nicht unbedingt erreichbar ist... .

wer nicht speziell Fliegenfischen will, ist imo mit einer einfachen Spinnrute besser beraten, da kommt man auch schon gut mit 500 Gramm rund und kann - mit Kompromissen - alle Angelarten abdecken. Mit der Tenkara ist man sehr eingeschränkt - das ist alles andere als eine Allroundangel zum Wandern wenn man nicht primär eine Fliege tunken, sondern was zu essen will.

Ari
28.07.2009, 01:12
35 - 39 - "kapital" würde ich das aber nicht nennen ;-).

skullmonkey
28.07.2009, 10:11
Ich zitiere einfach mal Izakk Walton aus “The Compleat Angler” von 1653: “You must be sure not to cumber yourself with too long a line, as most do.” Er angelt auch mit dieser Technick, btw.

Diese Art des Fischens wird schon seit dem 9. Jahrhundert in Japan betrieben, und ist 5 mal mehr erfolgreich dort wie das westliche Fliegenfischen. Die Samurai haben übrigens auch so gefischt. Vielleicht ist es also mehr als nur hübsch aufgemachte Videos und Webseite?

Diese Art ist sicher nur etwas für jemanden der sich in der Matrie Angeln auskennt, sich leise anpirschen kann und ein Gefühl hat wo der Fisch stehen könnte. Wer das kann, der braucht keine 30m Schnur auswerfen, wahrscheinlich noch dorthin wo eh kein Fisch steht. Darum ist es sicher nichts für die Allgemeinheit, die mit dem Auto anreisen weil Sie sonst nicht all Ihren Krempel transportieren können. Aber für einen Wanderer, der im Fjäll oder Gebrige unterwegs ist, kann solch eine Rute sicher eine gute Alternative zur Spinnrute sein, da leicht, einfach und vielleicht sogar erfolgreicher.

Anyhow, es gibt Innovators und es gibt Laggards (http://en.wikipedia.org/wiki/File:Technology-Adoption-Lifecycle.png), da lässt sich nichts machen =)

Howie
28.07.2009, 13:23
- "kapital" würde ich das aber nicht nennen ;-).

Was Forellen betrifft schon . . .

Ari
28.07.2009, 14:03
Was Forellen betrifft schon . . . - 39cm ist auch für eine Bachforelle nicht "kapital".

Ich habe in Norwegen schon Bachforellen von 50cm gefangen. Auch die würde ich maximal als "groß", aber definitiv nicht als "kapital" bezeichnen.

Hier findest Du Fische die diese Bezeichnung verdienen:

http://www.fisch-hitparade.de/fischhitparade/all/4-bachforelle.html

P.S. skullmonkey - Put your money where your mouth is ;-).

derjoe
28.07.2009, 20:07
Ich zitiere einfach mal Izakk Walton aus “The Compleat Angler” von 1653: “You must be sure not to cumber yourself with too long a line, as most do.” Er angelt auch mit dieser Technick, btw.

wow - 1653. Na, wenn du das Angelgerät von damals mit dem von heute vergleichst muß ja was dran sein :roll:.



Diese Art des Fischens wird schon seit dem 9. Jahrhundert in Japan betrieben, und ist 5 mal mehr erfolgreich dort wie das westliche Fliegenfischen.

und wo nimmst du solche Zahlen wissenschaftlicher Untersuchungen her? Interessant Sache, da müssen wir Westler wohl alle mal zur Nachschulung :lol:.

M. aus B.
28.07.2009, 22:47
Jetzt habe ich mir das Video noch mal angeschaut und versucht, einen
Vorteil des vorgestellten Gerätes zu erkennen. Hat nicht geklappt. Die vorgestellten Ruten ergeben mit den dazugehörenden Schnüren gerade mal einen Aktionsradius zwischen 6 und sieben Metern. Bei Wind und/oder Strömung dürften die auch nur mit Schwierigkeiten erreichbar sein.
Der Gewichtsvorteil relativiert sich m.E. auch sehr schnell, 200 gr. Gewicht des Angelgerätes nützen mir nichts, wenn ich damit nur wenig Chancen habe, einen Fisch zu haken und sicher zu landen. Da nehme ich doch lieber meine Spinnrute, mit Rolle bringt die zwar gut 400 gr. auf die Waage. Aber ich kann mir ziemlich sicher sein, dass ich etwas fangen werde wofür es sich lohnt, den Trangia anzuwerfen.
Fliegenfischen: Damit möchte ich das vorgestellte Gerät eigentlich nicht vergleichen, da fehlt mir die elegante Wurftechnik in dem Video. Da nehme ich dann lieber eine #5 WF Rute und bleibe mit Rolle und Schnur noch unter 300 gr.
Nichts für ungut, aber irgendwie erinnert mich die japanische Methode an die
einfache Form der Stippfischerei. Bambusstock, etwas Schnur..., nö,- die Zeiten sind bei mir schon lange vorbei. Aber schön war es.;-)

Beste Grüsse

Marek