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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : der Kartuschengourmet



Grashalm
06.01.2004, 02:15
Hallo!
Nachdem ich mich mit meinem ersten Post gleich beliebt gemacht hab, folgt der zweite :)
Ich hab jetzt sogar Zeit mich vorzustellen.
Ich bin ein 19 jähriger Schüler aus der Nähe Hamburgs.
Ich war knapp 10 Jahre bei den Pfadfindern, bin jetzt jedoch eher trekkingmäßig unterwegs und hab auch schon einige Länder besucht.
Ich habe vor mich jetzt mehr und mehr in extremere Regionen vorzuwagen, wobei mich, zumindest landschaftlich, kalte Regionen eher als heiße ansprechen.

Ich habe seit ein paar Tagen intensiv im Forum gelesen und das ein oder andere Nützliche erfahren. Besonders http://www.saloon12yrd.de fand ich sehr informativ, wofür ich mich bedanken wollte.

Dass ich in meinem ersten Post so ungehalten mit der Tür ins Forum fiel, lässt sich dadurch erklären, dass ich ungehalten war ;) ,
da meines Erachtens wirklich grundlegende Dinge verkannt wurden, die mich persönlich sehr beschäftigen.

Lange Rede, gar kein...


Da ich mich also in extremere Regionen zum Wandern begeben will, muss ich (und ich sträube mich wirklich dagegen) wohl ganz oder teilweise, auf einen Kocher umsteigen müssen.
Deshalb wollte ich fragen, ob ihr mir eher den Coleman oder den Primus empfehlen würdet............... SCHERZ!

Ich bin es gewöhn auf dem Feuer mit mehreren Töpfen und Pfannen gleichzeitig kochen zu können. Mein Problem ergibt sich daraus, dass ich beim Kocher nur eine Flamme zur Verfügung habe.
Sicher reicht das aus, um das Nudelfertiggericht warm zu machen, aber kocht ihr nicht auch mal ein bischen "aufwendiger", wenn ihr nicht grade mitm Sicherungsseil an einer Felswand hängt und nur eine Hand frei habt?

Also wenn es nicht nur Reis oder Nudeln, sondern auch eine bischen bessere Soße dazu gibt? Man könnte z.B. wenn die Nudeln halb fertig sind ein bischen Wasser abkippen und dann das Soßenpullver dazukippen oder den Reis, so wie Oma ihn in der Bettdecke einwickelt, im Schlafsack einwickeln..... u.s.w....

Was ihr dies bezüglich für Angewohnheiten und Erfahrungen habt, würde mich interessieren. Außerdem ergibt sich daraus was ihr an Kochgeschirr als notwenig erachtet. (Esst ihr aus dem Topf in dem ihr kocht?....)

Danke, der Grashalm! :]

Jens
06.01.2004, 02:48
Hallo Grashalm,

auf meinen ersten Touren in Skandinavien habe ich keinen Kocher verwendet, weil es selbst in der Gebirgstundra genügend Brennmaterial zu finden gibt. Nen Kocher habe ich mir dann zugelegt, als mir irgendwann mal aufviel wieviele alte Feuerstellen es dort oben gibt und wie ewig lange es dauert, bis so ein Loch in der Vegetationsdecke wieder geschlossen ist.
Sommers benutze ich einen Gaskocher, Winters Benzin, Spiritus fünde ich eigentlich toll, aber ich kann den Geruch nicht ausstehen.

Ich gehöre zu den Leuten, die Spaß am Kochen haben, speziell im Freien. Und wenn man etwas leckeres selbst kochen möchte, muß man lernen, den Kocher intelligent zu nutzen und das NACHEINANDER KOCHEN lernen.
Das geht z.B. so:
Topf mit Wasser auf den Kocher stellen, wichtig dabei guter Windschutz und Deckel drauf. Während das Wasser langsam immer heißer wird Wurst und Zwiebel kleinschneiden. Wasser kocht - vom Kocher nehmen, Deckel trocken wischen, Fett rein, Wurst und Zwiebel anschwitzen...
Dann wieder das heiße Wasser auf den Kocher, Nudeln dazu, wenig Salz und etwas Öl, damit die Nudeln nicht verkleben. Wenn die Nudeln al Dente sind Soßenpulver dazu, aufkochen, Wurst und Zwiebeln dazu, abschmecken mit Gewürzen, Parmesan drüber - fertig Teil 1.
Schuß Wasser in die Pfanne, kurz aufkochen, und mit den Fettresten abgießen, wieder Wasser in die Pfanne für den Cappuchino nach dem essen.
Und so weiter... Ich koche nach dem essen immer noch etwas Wasser im Topf auf und mache ihn dann gleich sauber, die Essensreste gehen viel besser raus als mit kaltem Wasser, und das womöglich noch Morgens vor dem Frühstück...

Was ich an Geschirr brauche?
Löffel, Topf 1 Liter, Deckel = Pfanne, nen Becher in den auch was reingeht, Gewürze, ne Griffzange und das wars eigentlich auch schön.
Übung macht den Meister und üben macht Spaß :P

Jens

dike
06.01.2004, 09:17
Es gibt da noch nen Trick:

Freunde.
Man nimmt im Team von 4-5 Leuten 2-3 Kocher mit.
Bringt auch den Vorteil der Ausfallsicherheit.

DiKe

Grashalm
06.01.2004, 12:22
hmmm... wenn jeder der 4-5 Leute noch 4-5 Leute mitbringt, könnte auch jeder ein Holzscheit mitbringen......
Also ich dachte schon an eine Tour mit 1-2 Leuten und einer Flamme.

Jens
06.01.2004, 14:35
Mit mehreren Leuten losziehen?

:o



Kommt nicht in Frage...

dike
06.01.2004, 14:38
hmmm... wenn jeder der 4-5 Leute noch 4-5 Leute mitbringt, könnte auch jeder ein Holzscheit mitbringen......
Also ich dachte schon an eine Tour mit 1-2 Leuten und einer Flamme.
Die nepalesischen Köche hatten das Kochen auf einer Flammer irgendwie perfekt drauf. Alles was warm bleiben sollte, setzten sie auf das zu kochende. Ferner hatten die auch mehrere Ebenen in einem Topf.
Diente somit auch als Schnellkochtopf für Hochlagen.

DiKe

Flachlandtiroler
06.01.2004, 14:44
Die nepalesischen Köche hatten das Kochen auf einer Flammer irgendwie perfekt drauf.
Full ACK, die richtig gelernten Trekking-Köche können mit Topf & Brenner bekanntlich sogar richtige Kuchen (!) zaubern. Selber erlebt, der Apfelkuchen war nur marginal an der Unterseite angedunkelt. :-P

dike
06.01.2004, 14:56
Die nepalesischen Köche hatten das Kochen auf einer Flammer irgendwie perfekt drauf.
Full ACK, die richtig gelernten Trekking-Köche können mit Topf & Brenner bekanntlich sogar richtige Kuchen (!) zaubern. Selber erlebt, der Apfelkuchen war nur marginal an der Unterseite angedunkelt. :-P
Wir auch. Mein Vater hatte Geburtstag. Ich dachte man braucht hierfür einen Ofen. Nein, das geht auch im Topf. Leider ist er keinen Kuchen. :kotz: :bg:
DiKe

Flachlandtiroler
06.01.2004, 15:07
Irgendwie ist das schon noch on topic, also:
Der entgegengesetzte Grenzfall der einflammigem Instant-Single-Trekking-Küche von Grashalm ist der "colonial style camping trek", wie er im Dunstkreis des britischen Empire vielerorts noch angeboten wird.
Mit einer zusammengewürfelten Touristengruppe hat das einige gravierende Nachteile, aber auch Vorteile:
1. Abwechslungsreiche, gehaltvolle, frische landesübliche Küche. :-p
2. Keine Zollprobleme mit Kocher & Brennstoff
3. Druckkochtopf & Friteuse sparen v.a. in großer Höhe enorm Brennstoff.

Thorsten
06.01.2004, 19:21
Dazu gibt es ein geniales Kapitel in Hans-Otto Meissers "Überlistete Wildnis"...

Grashalm
06.01.2004, 20:11
Danke erstmal!
Ein paar Tipps konnte ich dem schon entnehmen.
Nichtsdestoweniger werd ich wohl bei der Komplexität des Essens Abstriche machen müssen. ;O

BTW: Die Trangia töpfe kann ich wahrscheinlich nicht abwechselt mitm Kocher und aufm Feuer benutzen, oder?

Christian Wagner
06.01.2004, 20:39
Die Trangia töpfe kann ich wahrscheinlich nicht abwechselt mitm Kocher und aufm Feuer benutzen, oder?Warum nicht- wenn dich der Ruß nicht stört (bist ja Feuerkocher von Haus aus- ;) ). Dann spricht nix dagegen. trangiatöpfe haben eine sehr gute Qualität.

Grashalm
06.01.2004, 20:43
Genau! Ohne Ruß schmeckt das Essen doch gar nicht!
Ich dachte nur ein richtiges Feuer wär zu heiß für ein Trangia Alu Geschirr.

Christian Wagner
06.01.2004, 20:52
Wenn du den Topf nicht stundenlang ohne Inhalt auf dem Feuer lässt, dann sollte es keine Probleme geben.

Becks
07.01.2004, 10:13
Hallo!
Ich bin es gewöhn auf dem Feuer mit mehreren Töpfen und Pfannen gleichzeitig kochen zu können. Mein Problem ergibt sich daraus, dass ich beim Kocher nur eine Flamme zur Verfügung habe.
Sicher reicht das aus, um das Nudelfertiggericht warm zu machen, aber kocht ihr nicht auch mal ein bischen "aufwendiger", wenn ihr nicht grade mitm Sicherungsseil an einer Felswand hängt und nur eine Hand frei habt?


Das geht ganz einfach :)
Zuerst wird (wenn notwendig) im Topf Schnee geschmolzen so daß genügend Wasser für Tee und Essen vorhanden ist. Das "überschüssige" Wasser wird so gebunkert daß es nicht sofort wieder einfriert. Dann wird Wasser heiß gemacht, die erste Ladung geht für Tee drauf, danach kommen Nudeln oder Reis ins Wasser und das Soßenpulver gleich mit rein.

Ist das Essen warm kommt es drauf an wieviele Leute man ist. Bin ich alleine ess ich aus dem Topf und spar mir Extrsgeschirr, bei Touren mit mehr Leuten hat jeder seinen Eßnapf. Ich verwend dazu eine etwa 1 l fassende Schüssel aus Weichplastik. Normalerweise werden in solchen Dosen (meine hat einen Deckel der auch immer mit dabei ist) Lebensmittel eingefroren, aber als Teller sind sie auch hervorragend geeignet.
Im Eßnapf transportier ich normalerweise meine Tasse sowie Gewürze und Teebeutel. Sollte mir das Essen zu viel sein kommt die Tasse raus und ich kann das Essen mitnehmen ohne den Rucksack zu versauen - und hab später noch was. Auf 2-tagestouren spr ich mir auch das Abspülen, da pack ich alles in die dreckige Dose rein - Deckel druff und gut ist.

Der Deckel hat noch weitere Funktionen. Man kann den Kocher drauf stellen sollte der Boden sehr weich sein oder während des Essen auch mal was draufstellen oder -legen. ist nicht jedermanns Sache seinen benutzten Löffel in den Sand zu legen, knirscht hinterher so nervig.

Putzen unterwegs: Die Grobreinigung erfolgt mit Schnee. Habe ich keinen weil es zu warm ist reicht aucg schlichtweg Wasser aus dem nexten Bach oder ein paar Blätter Klopapier. Das Fett welches zurück bleibt stört nicht. Sieht zwar etwas komisch im Tee am nexten Tag aus, aber was solls.

Meine Kochausrüstung besteht daher aus folgendem:
Gaskocher mit entsprechender Ansatz Kartuschen (100 g pro Kopf pro Übernachtung im Winter, im Sommer 50 g/Kopf und Übernachtung), 1.5 l Topf solo bzw. 2.2 l Topf bei zwei Mann sowie Freßnapf mit Deckel bei zwei Mann. Tasse (Weichplastik), billiger Löffel, bei zwei Mann noch ein Kochlöffel (kann auch weggelassen werden). Un zu guter letzt noch 1.5 - 2 m Alufolie. Einmal gefaltet reicht das Ding locker um um den Topf und Kocher gewickelt zu werden und dient als Reflektor und Windschutz.
Und dann halt noch Mampf, Teebeutel, Salz, Zucker und Gewürze - fertig.

Ach ja - der Kocher kommt auch auf jede Wintertour mit bei der ich auf Hütten übernachte. ich hab jetzt eine Hütte gefunden bei dr der dortige Brennstoff etwas Mangelware war, der Kocher dient dann als Notlösung falls nix vorhanden ist. Zudem heize ich dann gleichzeitig beide Öfen an - mein Gaskocher benutze ich um schon mal mit den Resten des getragenen Wassers Tee zu kochen. Bis die ersten Tassen Tee fertig sind ist auch der Holzofen warm und übernimmt dann die Funktion Schnee schmelzen und Kochen. Und frühmorgens koche ich auch mit Gas - spart Zeit da der Holzofen erst mal warm werden muß.

Auf langen Touren wird der Gaskocher durch einen Benziner ersetzt. Spart Geld (die Schraubkartuschen sind nicht wirklöich billig) und die Tourenlänge und damit verbundene Spritmenge kompensiert das Mehrgewicht beim Kocher. Benzin läßt sich in einer durchsichtigen PE-Flasche leichter mengenmäßig abschätzen als Gas in einer Blechkartusche und man bekommt es unterwegs auch einfacher.

Alex

david0815
07.01.2004, 15:52
Hoffe mal du gibst die Flaschen dann nicht als Pfand zurück. :o

Soll man nämlich nicht, wenn das so Zeugs drin war. Überfordert mitunter die Waschstraße deiner örtlichen Getränkeindustrie.

:kotz:

Nicht übertreiben
07.01.2004, 17:06
Wenn es aufs Gewicht nicht so stark ankommt (z.B. Kanutour) kann man auch prima Bot selber backen:

In eine Pfanne ein paar Kiesel, darauf einen klein Topf mit dem Teig und dann einen großen obendrüber. Das Ganze dann aufs Feuer.

Je nach Teig/Menge dauert es dann ungefähr ne halbe Stunde..jamjam

Thorben

Grashalm
07.01.2004, 19:10
Danke, das waren schon viele wichtige Inforationen.
Es scheint jedoch trotzdem beim Kocher Kochen auf "Eintopf" hinaus zu laufen.
Ich fragte mich z.B., ob es nicht irgendwie möglich sei Nudel mit einer seperaten Soße mit Hack oder what ever zu kochen, ohne alles in einen Topf zu hauen und ohne erst das eine und dann das andere zu kochen, um es hinterher noch einmal auf brennstoffverschwänderische Art noch mal über ein ander warm zu machen.
Ich dachte mir, dass da doch im Laufe der Zeit irgendwelche Tricks enstanden sein könnten, auf die man nicht gleich durch theoretisches Nachdenken kommt.

Eine andere Frage, die eher etwas mit der Quanti- als mit der Qualität des Essens zu tun hat, für die ich aber keinen extra Thread aufmachen wollte, stellt sich mir:

Es betrifft die "Nahrungsbeispiele aus der Praxis" auf http://www.saloon12yrd.de/index.html.
Auf was sollte man vertrauen? (bei Extremtouren natürlich und nicht beim Weihnachtsessen ;) )
Auf den eigenen Körper oder die Kalorientabellen?
Wenn ich den Bericht lese, kommt es mir so vor, als ob das Essen mehr oder weniger "reingezwungen" werden muss, um dem Körper genug Energie zu zuführen.
Ich kann mir z.B. nicht vorstellen Morgends nach dem Müsli einen Liter Tee zu trinken, ohne alles wieder aus zu kotzen. ..
Also soll man auch essen und trinken, wenn der Körper einen dies bezüglichen Mangel nicht symbolisiert?

Saloon12yrd
07.01.2004, 20:04
Eine andere Frage, die eher etwas mit der Quanti- als mit der Qualität des Essens zu tun hat, für die ich aber keinen extra Thread aufmachen wollte, stellt sich mir:

Es betrifft die "Nahrungsbeispiele aus der Praxis" auf http://www.saloon12yrd.de/index.html.
Auf was sollte man vertrauen? (bei Extremtouren natürlich und nicht beim Weihnachtsessen ;) )
Auf den eigenen Körper oder die Kalorientabellen?
Wenn ich den Bericht lese, kommt es mir so vor, als ob das Essen mehr oder weniger "reingezwungen" werden muss, um dem Körper genug Energie zu zuführen.
Ich kann mir z.B. nicht vorstellen Morgends nach dem Müsli einen Liter Tee zu trinken, ohne alles wieder aus zu kotzen. ..
Also soll man auch essen und trinken, wenn der Körper einen dies bezüglichen Mangel nicht symbolisiert?

Moin,

eigentlich gehört das zwar sehr wohl in einen eigenen Thread, aber sei's drum.

Die Tabellen / die Rechnerei ist für lange Touren gedacht, wo Du nicht wochenlang von körpereigenen Reserven leben kannst. Bei Touren bis ca. einer Woche ist es gelinde gesagt fast scheissegal wieviel Du ißt. Insofern hängts von der Zahl auf Deiner Waage ab, ob Du da auf Deinen Hunger oder auf die errechnete Zahl hörst.

Bei Touren länger als eine Woche verlangt Dein Körper zwangsweise mehr Futter. Für diese Zeit sind die Tabellen und die Gerichte ausgelegt.

Sal-

Becks
08.01.2004, 09:04
Danke, das waren schon viele wichtige Inforationen.
Es scheint jedoch trotzdem beim Kocher Kochen auf "Eintopf" hinaus zu laufen.
Ich fragte mich z.B., ob es nicht irgendwie möglich sei Nudel mit einer seperaten Soße mit Hack oder what ever zu kochen, ohne alles in einen Topf zu hauen und ohne erst das eine und dann das andere zu kochen, um es hinterher noch einmal auf brennstoffverschwänderische Art noch mal über ein ander warm zu machen.

Eine andere Frage, die eher etwas mit der Quanti- als mit der Qualität des Essens zu tun hat, für die ich aber keinen extra Thread aufmachen wollte, stellt sich mir:
Es betrifft die "Nahrungsbeispiele aus der Praxis" auf http://www.saloon12yrd.de/index.html.
Auf was sollte man vertrauen? (bei Extremtouren natürlich und nicht beim Weihnachtsessen ;) )
Auf den eigenen Körper oder die Kalorientabellen?
Wenn ich den Bericht lese, kommt es mir so vor, als ob das Essen mehr oder weniger "reingezwungen" werden muss, um dem Körper genug Energie zu zuführen.
Ich kann mir z.B. nicht vorstellen Morgends nach dem Müsli einen Liter Tee zu trinken, ohne alles wieder aus zu kotzen. ..


Zu 1)
Mach die Tour nur lang genug, dann verschwindet das Wähelrische in Dir und Du bist wirklich froh was zu essen zu haben - egal wie gekocht.

Zu 2) Am Anfang auf den Körper. ich eß bei einer 2-Tagestour auch recht wenig, teilweise bei 12 h Bergsteigen eine Tafel Schokolade (inkl. Frühstück). Nach 3-4 Tagen ist dann aber der körpereigene Vorrat aufgezehrt und dann schaufel ich auch rein was geht.

Alex

Findus
08.01.2004, 09:36
Hallo Grashalm,

meinen Erfahrungen nach (England im Sommer), ließ sich die Methode "Reis in Schlafsack wickeln" ganz gut anwenden. Wenn es nicht allzu kalt ist, kann man erst den Reis vorkochen, dann eine leckere Soße in dem anderen Topf machen und schlussendlich dann alles zusammenkippen. Da braucht man auch nichts mehr aufzuwärmen, die Wärme hält sich im Reis doch relativ lange. Bei Nudeln ist das was anderes, die müsste man tatsächlich nochmal mit in den Topf schmeißen. Wir haben jedenfalls auf unserer Tour immer gut gegessen, wobei man nicht vergessen darf, dass nach einem langen Tag outdoor alles gut schmeckt :bg: . Empfehlen kann ich dir sonst noch das Buch "Wildnis-Küche" von Rainer Höh, der hat einige leckere Rezepte parat.

Gruß, Lisa

Matchbox
08.01.2004, 11:17
Empfehlen kann ich dir sonst noch das Buch "Wildnis-Küche" von Rainer Höh, der hat einige leckere Rezepte parat.

Gruß, Lisa
das buch kann ich absolut nicht empfehlen. teilweise schreibt höh in diesem buch völlig zusammenhanglos, so dass der leser überhaupt nicht weiß was er einem jetzt sagen möchte.
die rezepte - da stimm ich dir zu - sind nicht schlecht, aber für die anzahl der rezepte (37 wenn ich mich gerade nicht verzählt habe) lohnt es sich imo nicht soviel geld für so ein dünnes buch auszugeben.
der rest des buches beschreibt nämlich nicht gerade neuigkeiten und lässt sich genauso gut auch in anderen büchern, die man ja evtl. bereits zuhause hat, nachlesen. dies sind dann themen wie z. b. brennstoffe, kochertypen, feuerarten u. ä.

mamaguru
08.01.2004, 12:07
[ "Wildnis-Küche" von Rainer Höh ]
das buch kann ich absolut nicht empfehlen.
Full ACK!

Im Grunde genommen steht da nicht mehr/anderes/neureres/besseres drin, als in seiner »Outdoorpraxis«. --> IM(H)O lohnt sich das nicht.

gruß
boris

Wüstenmann
13.01.2004, 08:30
Ich nehme seit Jahren nur einen Topf mit( + Deckel (Pfanne/Teller). Wenn man sich vorher überlegt, was am längsten braucht, um gar zu werden ist das Kochen von grösseren Gerichten kein Problem.
Wenn etwas gebraten werden muss und zum Schluss nur Teilbestandteil sein soll, macht man das vorher, kippt es kurz auf den Teller, kocht das Hauptgericht und mixt das vorbereitete Bratgut später drunter.
Wie vorher schon von jemandem erwähnt gibt es viele Gerichte, die nach kurzem aufkochen auch ohne weiteres kochen gar werden (wenn man schon mehrere Töpfe schleppen will)
Bei Nudelgerichten reicht es, das meiste Wasser abzukippen, bevor die Nudeln ganz fertig sind. Das restliche Wasser zusammen mit den Zutaten für die Sosse mixen und alles nochmal kurz erhitzen. Die Nudeln saugen schon einen Teil der Sosse auf und sind dann auch al dente.
Es steht nirgendwo geschrieben, daß eine Sosse stundenlang reduziert werden muss. Fisch und Fleisch kann man auch grillen und zugleich mit dem Kocher eine Beilage zubereiten...und immer warm essen ist auch langweilig, wenn man nicht gerade in einer Schneelandschaft unterwegs ist und die Wärme dringend benötigt.

Bei einem zweiten Brenner erhöht sich natürlich der Platzbedarf, Gewicht und der Kraftstoffverbrauch. Wenn es schon so anfängt, muss wohl ein sherpa her, um die Nahrungsvorräte und die restliche Küche zu schleppen.

Bei plus/real-Discount gesehen:
Eierkuchenpulver von Komet, fertig in kleinen 4-Portionen-Beuteln für 50cent. Das nimmt kaum Platz weg, ist günstig und enthält bereits alles. (nur Wasser dazu)
Immer gut als Notration oder Sonntagsfrühstück:D