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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [DE] Unterwegs auf dem E1



lina
06.04.2009, 18:33
Land: Deutschland
Reisezeit: ganzjährig, fortlaufend
Region/Kontinent: Mitteleuropa

Anschließend an die Berichte von Philine et al. über den E6 (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=30959) starte ich hiermit mal eine Reihe über den E1, einem weiteren der Europäischen Fernwanderwege. Basisinformationen zum E1 finden sich z.B. im ODS-wiki (E1) (http://wiki.outdoorseiten.net/index.php/E1) oder auch auf der Webseite Wanderbares Deutschland (E1) (http://www.wanderbares-deutschland.de/map/eweg/E1.html).

Streckenmäßig führt der E1 von Skandinavien über den Bodensee und den Gotthard bis zum Mittelmeer, laut ODS-wiki über

Grövelsjän (S) – Göteborg (S) – Grenaa (DK) – Silkeborg (DK) – Flensburg (D) – Frankfurt/Main (D) – Konstanz (D) – Zürichsee (CH) – Gotthard (CH) – Lugano (CH) – Genua (I) – Florenz (I)

Eine mögliche Gliederung der Etappen einschließlich kleiner Beschreibungtexte findet sich auf der Seite tourenfotos.de (ehemals Gut-zu-Fuss.de) (http://www.tourenfotos.de/Etappen.htm)

gpx-track-Schnipsel der Strecke von Borås (Südschweden) bis in die Nähe von Perugia (Italien) finden sich bei waymarkedtrails.org (http://waymarkedtrails.org/en/#routes). Teilstrecken sind anwählbar.


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Irgendwann im Winter habe ich mal eins der zahlreichen Andreaskreuze entdeckt, die den Weg markieren, und damit war die Neugier geweckt, ein paar der Streckenabschnitte zu erkunden. Bisher habe ich festgestellt, dass hin und wieder Streckenverläufe verändert werden, wobei aber die alten Markierungen erhalten bleiben. Die Wege sind oft gut ausgebaut, meistens gibt es aber drumherum noch diverse kleinere Trampelpfade, einschließlich der alten Wege. Verlaufen lohnt sich also :bg:

Für alle, die irgendwo unterwegs loslegen oder von dort wieder abreisen wollen, füge ich zu den Etappen jeweils ein paar Reisemöglichkeiten per ÖNPV hinzu. Diese sind nicht erschöpfend recherchiert, ich zitiere nur ab und zu aus Fundstücken wie Fahrpläne von Bushaltestellen, Kommentare von Anwohnern, etc.

Reihenfolge der Bundesländer:
(1) Schleswig-Holstein (SH)
(2) Hamburg (HH)
(3) Niedersachsen (NDS)
(4) Nordrhein-Westfalen (NRW)
(5) Hessen (H)
(6) Rheinland-Pfalz (RP)
(7) Baden-Württemberg (BW)

Weitere Infos zum E1 im ODS-wiki
Infos zum Fernwanderweg E1 (http://www.outdoorseiten.net/wiki/E1)
Schutzhütten am E1 (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Schutzh%C3%BCtten_am_E1)

Zur Ergänzung: Wenn Wege nicht mehr den E1 betreffen, sondern z.B. zurück zum Ausgangspunkt führen, sind die Texte grau eingefärbt.

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Der besseren Übersichtlichkeit halber verlinke ich hier mal die vorhandenen Etappen, in Lauf-Reihenfolge ;-)

E1 durch (1) Schleswig-Holstein

E1 (1) SH, Etappe 28: Berkenthin – Ratzeburg (http://www.outdoorseiten.net/forum/showpost.php?p=666698&postcount=27)
Anreise: Z.B. mit den Öffis entweder von Ratzeburg oder von Lübeck aus nach Berkenthin. An Wochenenden sind Busverbindungen sehr eingeschränkt
Reisezeit: Mitte Mai
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 10 km
Papierkarte: der Weg ist, in beiderlei Richtungen, sehr gut ausgeschildert

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E1 (1) SH, Etappe 29: Ratzeburg – Mölln (http://outdoorseiten.net/forum/showpost.php?p=669631&postcount=31)
Anreise: Ratzeburg und Mölln können per Bahn und mit einigen Bussen erreicht werden
Reisezeit: Ende Mai
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 16 km
Papierkarte: Hatte diesmal nur den „Krause“ dabei. Der Weg ist recht gut mit weißen Kreuzchen markiert, verläuft ab ungefähr der Hälfte der Strecke jedoch unerwarteter :bg:

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E1 (1) SH, Etappe 29: Mölln – Güster (http://outdoorseiten.net/forum/showpost.php?p=669765&postcount=32)
Anreise: Mölln per Bahn und mit einigen Bussen
Achtung: Laut Auskunft einer Anwohnerin gibt es den Bahnhof in Güster, der bei „Krause“ noch eingezeichnet ist, nicht mehr!
Reisezeit: Ende Mai
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 16 km
Papierkarte: „Krause“. Der Weg ist recht gut mit weißen Kreuzchen markiert.
Übernachtungsmöglichkeiten: relativ viele Campingplätze, z.B. am Lüttauer See, in Gudow und in Güster.

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http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hamburg_Celle.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=67969&title=e1-hamburg-celle&cat=500)

-- Strecke fehlt noch --

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E1 durch (3) Niedersachsen

E1 (3) NDS, Etappe 02: Celle/Klein Hehlen – Hambühren (http://www.outdoorseiten.net/forum/showpost.php?p=623378&postcount=20)
Anreise: Entweder direkt mit der DB nach Celle, dann mit Bus nach Klein Hehlen, alternativ soll es eine Verbindung Hannover–Celle per CeBus (Celler Verkehrsbetriebe) geben
Reisezeit: Ende Februar
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 5 km
Papierkarte: LGN 31: Celler Land, Maßstab 1:75 000 (ISBN: 978-3-89435-992-8)

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E1 (3) NDS, Etappe 03: Hambühren – Fuhrberg
-- fehlt noch --

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E1 (3) NDS, Etappe 04: Fuhrberg – Scherenbostel
-- fehlt noch --

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E1 (3) NDS, Etappe 05: Scherenbostel – Schadehop (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=478432&postcount=14)
Anreise: z.B. mit Bus Nr. 698 vom Bahnhof Mellendorf bis Scherenbostel Ostpreußenweg (fährt so gut wie ausschließlich samstags und sonntags, Mo-Fr nur morgens, am Mittag und später abends). Aktuell kann alternativ 60 Minuten vor Fahrtbeginn per Telefon (05031 175 500) ein Ruftaxi angefordert werden, das auf die Zugverbindungen Mellendorf-Hannover Rücksicht nimmt. Näheres ist an der Bushaltestelle ausgeschildert.
Reisezeit: Ende April
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 6 km, Gesamtstrecke: ca. 11 km
Papierkarte: Hier hatte ich eine Radwanderkarte mit, die für eine generelle Übersicht ausreichend war, empfehle aber eher ein detaillierteres Exemplar.

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E1 (3) NDS, Etappe 06: Schadehop bis Bordenau (Bushaltestelle "Forst") (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=492693&postcount=19)
Anreise: z.B. per Bus bis Wiechendorf Mitte, dann über die Felder nach Gut Schadehop
Streckenlänge: ca. 13 km
Papierkarte: für den Teil ab Otternhagen: LGN Naturpark Steinhuder Meer – Offizielle Wanderkarte des Naturparks (ISBN: 978-3-89435-619-4)

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E1 (3) NDS, Etappe 07: Bordenau (Bus-Haltestelle "Forst") bis Poggenhagen (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=471364&postcount=1)
Anreise: z.B. per Zug Hannover -> Neustadt ZOB, dann Bus bis Haltestelle Bordenau "Forst"
Reisezeit: Anfang Februar
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 6 km
Papierkarte: LGN Naturpark Steinhuder Meer - Offizielle Wanderkarte des Naturparks (ISBN: 978-3-89435-619-4)

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E1 (3) NDS, Etappe 08: Poggenhagen Bahnhof – Steinhude – Hagenburg (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=481674&postcount=15)
Anreise: z.B. per Bahn bis Poggenhagen Bahnhof
Reisezeit: Anfang Mai
Streckenlänge: ca. 13 km
Papierkarte: LGN Naturpark Steinhuder Meer – Offizielle Wanderkarte des Naturparks (ISBN: 978-3-89435-619-4)

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E1 (3) NDS, Etappe 09: Hagenburg – Idensen (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=488382&postcount=18)
Anreise: z.B. per Bahn bis Poggenhagen Bahnhof oder Wunstorf ZOB, dann per Bus bis Hagenburg
Streckenlänge: ca. 8 km
Papierkarte: LGN Naturpark Steinhuder Meer – Offizielle Wanderkarte des Naturparks (ISBN: 978-3-89435-619-4)

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E1 (3) NDS, Etappe 10: Idensen bis Haste (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=471364&postcount=1)
Reisezeit: Anfang April
Streckenlänge: ca. 5 km (plus Bogen zurück zum Ausgangspunkt, insgesamt also ca. 13 km)
Papierkarte: LGN Naturpark Steinhuder Meer – Offizielle Wanderkarte des Naturparks (ISBN: 978-3-89435-619-4)

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E1 (3) NDS, Etappe 11: Haste bis Waltringhausen (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=475331&postcount=6)
Anreise: DB bis Haste
Reisezeit: Mitte April
Streckenlänge: ca. 10 km
Papierkarte: Ein Teil von Waltringhausen und der weitere Fortgang des E1 über den Deister befindet sich auf der Karte LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)

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E1 (3) NDS, Etappe 12: Waltringhausen bis Deister (Kreuzbuche)
Anreise: DB bis Bad Nenndorf oder Bantorf, dann zum E1
Reisezeit: _______
Streckenlänge: ca. 15 km
Papierkarte: LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)
-- fehlt noch --

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E1 (3) NDS, Etappe 13: Über den Deister . Kreuzbuche bis Nordmannsturm (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=475885&postcount=7)
Anreise: z.B. per Auto bis zum Waldparkplatz Feggendorf, dann Aufstieg zum E1
Reisezeit: Mitte April
Streckenlänge: ca. 5 km, Gesamtrunde: ca. 11 km
Papierkarte: LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)

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E1 (3) NDS, Etappe 14: Über den Deister . Nordmannsturm bis Bad Münder
Anreise: ...
Reisezeit: ...
Streckenlänge: ...
Papierkarte: LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7),
ab Nienstedter Pass: Topografische Karte "Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln" (ISBN 3-89435-621-9)
-- fehlt noch --

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E1 (3) NDS, Etappe 15: Bad Münder bis Unsen (http://www.outdoorseiten.net/forum/showpost.php?p=633677&postcount=21)
Anreise: z.B. per Bahn bis nach Bad Münder
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 12 km
Papierkarte: LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)
oder, sogar besser, da der E1 vom Nienstedter Pass bis Schwelentrup (spätere Etappe) eingezeichnet ist: Topografische Karte "Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln" (ISBN 3-89435-621-9)
Trekkingstöcke: empfehlenswert

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E1 (3) NDS, Etappe 16: Unsen – Hameln/Forsthaus Finkenborn (http://outdoorseiten.net/forum/showpost.php?p=648397&postcount=24)
Anreise: z.B. per Bahn bis Hameln, dann direkt ab Bahnhofsvorplatz mit dem Bus nach Unsen
(momentan Linie 93 und 95)
Reisezeit: Mitte April
Streckenlänge: ca. 10 km
Papierkarte: Topografische Karte "Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln"
(ISBN 3-89435-621-9)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert

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E1 durch (4) Nordrhein-Westfalen

E1 (3) NDS, Etappe 17 und (4) NRW, Etappe 1: Hameln/Forsthaus Finkenborn – Bösingfeld (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=748877&viewfull=1#post748877)
Anreise: z.B. per Bahn bis Hameln, dann wird es schwierig, denn zum Forsthaus kommt man nur zu Fuß oder mit Auto. Weiter im Hinterland fahren nur Schulbusse, d.h. Montag bis Freitag (aber nicht an Tagen der Zeugnisausgabe :o)
Reisezeit: Ende Oktober
Streckenlänge: ca. 20 km
Papierkarte: Topografische Karte "Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln"
(ISBN 3-89435-621-9)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert

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E1 (4) NRW, Etappe 2: Bösingfeld – Schwelentrup (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=751110&viewfull=1#post751110)
Anreise: Per Bahn bis Hameln oder Lemgo, dann per Bus bis Bösingfeld
Reisezeit: Anfang November
Streckenlänge: ca. 14 km
Papierkarte: Topografische Karte "Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln"
(ISBN 3-89435-621-9)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert

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E1 (4) NRW, Etappe 3: Schwelentrup – eine Wegkreuzung mit Schutzhütte im Lemgoer Stadtwald (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=778354&viewfull=1#post778354)
Anreise: Per Bahn bis Hameln oder Lemgo, dann per Bus bis Schwelentrup
Reisezeit: Anfang Januar
Streckenlänge: erster Teil: ca. 6 km
Karte: Ausdruck des gpsies-tracks vom Hansaweg (http://www.gpsies.com/map.do?fileId=tzmnkcnktvxfrxwa)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert

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E1 (4) NRW, Etappe 4: Windelstein – Wahmbeck (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=793465&viewfull=1#post793465)
Anreise: Per Bahn bis Lemgo, dann per Bus weiter
Reisezeit: Anfang Februar
Streckenlänge: das zu Beginn zurückgesetzte gps gab 15 km an, das Programm auf dem Rechner 11 km, also wohl irgendwas dazwischen
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 (4) NRW, Etappe 5: Wahmbeck – Detmold (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=797562&viewfull=1#post797562)
Anreise: Per Bahn bis Lemgo oder Detmold, dann per Bus weiter
Reisezeit: Mitte Februar
Streckenlänge: ca. 12 km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 (4) NRW, Etappe 6: Detmold – Holzhausen (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=801089&viewfull=1#post801089)
Anreise: Per Bahn bis Detmold
Reisezeit: Mitte Februar
Streckenlänge: ca. 10 sehr hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 (4) NRW, Etappe 7: Holzhausen – Abzweig Velmerstot (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=805328&viewfull=1#post805328)
Anreise: Per Bahn bis Detmold oder Horn Bad Meinberg, dann per Bus weiter
Reisezeit: Ende Februar
Streckenlänge: ca. 10 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 (4) NRW, Etappe 8: Leopoldstal – Bad Driburg (Abzweig Iburg) (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=918657&viewfull=1#post918657)
Anreise: Per Bahn bis Leopoldstal
Reisezeit: Anfang Oktober
Streckenlänge: ca. 16 km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 (4) NRW, Etappe 9: Bad Driburg (Abzweig Iburg) – Willebadessen (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=932893&viewfull=1#post932893)
Anreise: Per Bahn bis Bad Driburg, dann mit dem Bus bis Eggekrug
und ein Stück zurück bis zum Abzweig zur Iburg
Reisezeit: Anfang November
Streckenlänge: ca. 16 km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 (4) NRW, Etappe 10: Willebadessen – Abzweig „Nadel“ (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1000530&viewfull=1#post1000530)
Anreise: Per Bahn bis Willebadessen
Reisezeit: Mitte März
Streckenlänge: ca. 16 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 NRW, Etappe 11: Abzweig zur „Nadel“ – Oesdorf (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1001610&viewfull=1#post1001610)
Anreise: Per Bahn bis Scherfede/Rimbeck, dann Bus nach Kleinenberg
Reisezeit: Mitte März
Streckenlänge: ca. 16 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM
Trekkingstöcke (besonders bei Nässe) empfehlenswert

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E1 NRW, Etappe 12: Oesdorf – Giershagen (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1003759&viewfull=1#post1003759)
Anreise: Per Bahn bis Marsberg, dann Bus nach Oesdorf
Reisezeit: Mitte März
Streckenlänge: ca. 20 ziemlich hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM
Trekkingstöcke (besonders bei Nässe) empfehlenswert

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E1 durch (5) Hessen

E1 NRW, Etappe 13/Hessen, Etappe 1: Giershagen – Schweinsbühl (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1004465&viewfull=1#post1004465)
Anreise: Per Bahn bis Marsberg, dann weiter mit dem Bus
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 17 recht hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 Hessen, Etappe 2: Schweinsbühl – Willingen (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1004561&viewfull=1#post1004561)
Anreise: Es gibt einen Bus an Schultagen sowie Möglichkeiten über ein Anruf-Sammeltaxi
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 14 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 durch (4) Westfalen

E1 Hessen, Etappe 3/NRW, Etappe 14: Willingen – Silbach (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1008576&viewfull=1#post1008576)
Anreise: In Willingen gibt es einen DB-Bahnhof
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 19 recht hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 Hessen, Etappe 3/NRW, Etappe 15: Silbach – Westfeld (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1014167&viewfull=1#post1014167)
Anreise: In Silbach gibt es einen selten angefahrenen, aber dennoch: Bahnhof.
Alternative: Bis Bhf. Winterberg, dann nach Silbach per Bus
Reisezeit: Mitte April
Streckenlänge: gut 16 ziemlich hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 NRW, Etappe 16: Westfeld – Bad Berleburg (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1023882&viewfull=1#post1023882)
Anreise: z.B. DB bis Winterfeld, dann Bus bis Westfeld
Reisezeit: Anfang Mai
Streckenlänge: ca. 21 km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 NRW, Etappe 17: Bad Berleburg – Bad Laasphe (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1028464&viewfull=1#post1028464)
Anreise: Bad Berleburg ist recht gut erreichbar
Reisezeit: Mitte Mai
Streckenlänge: ca. 23 km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 NRW, Etappe 18: Bad Laasphe – Abzweig vor Heiligenborn (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1083281&viewfull=1#post1083281)
Anreise: Bad Laasphe ist recht gut per DB erreichbar
Reisezeit: Mitte Oktober
Streckenlänge: ca. 12 (14) hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 NRW, Etappe 19: Banfe – Lahnhof (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1088229&viewfull=1#post1088229)
Anreise: DB bis Bad Laasphe, Bus bis Banfe
Reisezeit: Ende Oktober
Streckenlänge: ca. 8 (10) teilweise steil ansteigende km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 NRW, Etappe 20: Lahnhof – Deuz – Siegen (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1&p=1096407&viewfull=1#post1096407)
Anreise: Nix zu machen, mit öffentlichen Verkehrsmittel erreicht man den Lahnhof nicht. Ein Bus (R16) ab Bahnhof Siegen fährt bis Hainchen.
Reisezeit: Anfang November
Streckenlänge: ca. 23 km
Karte: Ausdruck von OSM

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E1 NRW, Etappe 21/RP, Etappe 1: Siegen – Giebelberg – Freusburg (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1/page9?p=1209912#post1209912)
Anreise: Siegen ist sehr gut per Bahn zu erreichen, auch das Busnetz in die umliegenden Orte ist gut ausgebaut.
Reisezeit: Mitte September
Streckenlänge: ca. 18 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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E1 durch (6) Rheinland-Pfalz

RP, Etappe 2: Freusburg – Herdorf (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1235780&viewfull=1#post1235780)
Anreise: In Freusburg gibt es einen Bahnhof, ca. 10 Minuten Fußweg vom Ortskern (unten an der Sieg) entfernt
Reisezeit: Anfang November
Streckenlänge: ca. 12 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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RP, Etappe 3a: Herdorf – Lippe (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1275629&viewfull=1#post1275629)
Anreise: Bahnhof in Herdorf
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 14 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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RP, Etappe 3b:Lippe – Stein-Neukirch (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1278259&viewfull=1#post1278259)
Anreise: Busverbindung von Burbach (am Wochenende spärlich)
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 16 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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RP, Etappe 4: Stein-Neukirch – Bad Marienberg (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1278275&viewfull=1#post1278275)
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 12 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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RP, Etappe 5: Bad Marienberg – Dreifelder Weiher (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1280020&viewfull=1#post1280020)
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 19 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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RP, Etappe 6: Dreifelder Weiher – Selters (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1280099&viewfull=1#post1280099)
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 17 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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RP, Etappe 7: Selters – Montabaur (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1285131&viewfull=1#post1285131)
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: gut 19 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

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RP, Etappe 8: Montabaur – Welschneudorf (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=1285178&viewfull=1#post1285178)
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 18 km (hier plus 2)
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1



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So, nun aber genug des Organisatorischen, jetzt folgen Wegbeschreibungen und Bilder, und am Ende der einzelnen Etappen (meistens) eine quikmaps-Karte :D


E1 NDS, Etappe 07: Bordenau (Bus-Haltestelle "Forst") bis Poggenhagen
Anreise: z.B. per Zug Hannover -> Neustadt ZOB, dann Bus bis Haltestelle Bordenau "Forst"
Reisezeit: Anfang Februar 2009
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 6 km

Ein paar Schritte in der Gegenrichtung, gleich am Wald, kommt hier, an der Kante der Wanderkarte LGN Naturpark Steinhuder Meer (http://www.lgn.niedersachsen.de/master/C13014680_L20_D0_I7746208_h1.html), der E1 aus der Richtung Mellendorf.

Er führt, durch ein Waldstück, in einigen Kurven auf einen der in dieser Gegend zahlreichen Bögen der Leine zu.
Die kleinen Schildchen, auf denen ein Pfeil in Richtung Boden führt, klappt man am besten gedanklich wie einen Klappstuhl in die Waagerechte, um die empfohlene Laufrichtung herauszufinden.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Bordenau_Poggenhagen_01.jpg

Auf Höhe der Leine-Auen geht man, die Leine rechts fließen lassend, in Richtung Bordenau weiter
(dies ist ein Blick in die Gegenrichtung)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Bordenau_Poggenhagen_02.jpg

vorbei am Bordenauer See

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Bordenau_Poggenhagen_03.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Bordenau_Poggenhagen_04.jpg

Es folgt ein Stückchen durch Bordenauer Wohngebiete, um schließlich, nach rechts an der Straße entlang, über eine Brücke in Richtung Poggenhagen weiter zu gehen. Die genannte Strecke über die Brücke verläuft am Horizont dieses Fotos (der versehentliche Umweg war zwar landschaftlich hübsch, endete aber leider am Fluß – also wieder zurück, zum Glück auf Feldwegen :grins:)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Bordenau_Poggenhagen_05.jpg

Bis Poggenhagen läuft man ebenfalls an einer Straße entlang, man kann aber auch durch ein kleines Wäldchen gehen und sich dann auf schmaleren Pfaden dem Bahnhof nähern.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Bordenau_Poggenhagen_06.jpg


Karte:

Link zur Karte (http://quikmaps.com/ext2/100666?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.47184335&lng=9.473953799999999&zl=14&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="620" height="402" marginwidth="0" marginheight="0")


***

E1 NDS, Etappe 10: Idensen bis Haste
Reisezeit: Anfang April 2009
Streckenlänge: ca. 5 km (plus Bogen zurück zum Ausgangspunkt, insgesamt also ca. 13 km)

Startpunkt war am Dorfrand von Idensen (Kreis Wunstorf), im Osterfeuerweg.

Der Weg führt zunächst durch Wiesen, vorbei an einem Grillplatz mit Häuschen und weiter zum Mittellandkanal:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_01.jpg

Hier geht der E1 ein Stück weit schnurgerade am Wasser entlang.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_02.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_03.jpg
(BTW: Kennt jemand den Namen dieser Pflanzen?)

Da Sonntag ist und das Wetter immerhin leicht sonnig, sind hier zahlreiche Spaziergänger und Radfahrer unterwegs. Bei der nächsten Brücke zeigt das Hinweisschild in Richtung des anderen Kanalufers. Nach der Brücke dann führt der E1 in den Wald und die Geräuschkulisse ändert sich: Spechte klopfen um die Wette, Piepmätze zwitschern, man hört das Gras wachsen (schließlich ist Frühling) und die Sonntagsspaziergänger laufen woanders lang :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_04.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_05.jpg

Zahlreiche Kurven später folgt die Ankunft in Haste. Einmal unter der Bahnbrücke hindurch, dann ein Stückchen durch's Wohngebiet

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_06.jpg

bis das nächste Waldstück erreicht ist, wo der Weg in Richtung Bad Nenndorf weitergeht.



Der E1 führt geradeaus weiter, ich biege jedoch rechts ab, und folge ein Stück weit den auf der Karte (LGN/Naturpark Steinhuder Meer (http://www.lgn.niedersachsen.de/master/C13014680_L20_D0_I7746208_h1.html)) gepunktet eingezeichneten Rundwanderwegen H1 bzw. H2, erst durch ein Bärlauchwäldchen, dann vorbei am Ort Scheller

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_07.jpg

an Fischteichen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_08.jpg

in Richtung des Mittellandkanals

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Idensen_Haste_09.jpg

und schließlich über eine Brücke zurück nach Idensen zum Ausgangspunkt.


Karte:
Grüne Pins (kürzere Strecke): E1
Weiße Pins: Runde zurück zum Ausgangspunkt

Link zur Karte (http://quikmaps.com/ext2/100665?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.3848578&lng=9.378590599999999&zl=13&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="620" height="402" marginwidth="0" marginheight="0")

Peet
09.04.2009, 09:32
Hallo lina,

Danke für Deinen Bericht. Was mich interessiert, hast Du denn noch vor den Weg weiter zu gehen?

LG Peter

rumtreiberin
09.04.2009, 10:18
Deine gesuchte Pflanze dürfte die Pestwurz (http://de.wikipedia.org/wiki/Pestwurz) sein.

Schöne Bilder, macht Spaß zu sehen wie es Frühling wird von der ersten zur letzten beschriebenen Etappe.

Prachttaucher
09.04.2009, 11:39
:p Und auch ein schönes Bärlauchfeld...hatten wir zu der Zeit auch auf dem Hermannsweg.

Gruß Florian

P.S. Bin auch gespannt auf die Fortsetzung :grins: bis Grövelsjön

lina
09.04.2009, 11:50
@Peter/Peet: Ich denke schon, dass ich hin und wieder mal eine Etappe des E1 gehe, aber wahrscheinlich nicht in direkter Abfolge, sondern je nach Wetter, Laune, ... Deswegen auch der Versuch einer Gliederung mit Hilfe von Bundeslandkürzel oder auch vorherigem ungefähren Abschätzen, wieviele Etappen es pro Bundesland sein könnten.

Da man an "Alltags"-Wochenenden ja meist Wege wählt, deren Startpunkte noch ohne aufwändige Planung und mit zeitlich machbarem Aufwand per Bahn/Bus oder Auto zu erreichen sind, werden durch dieses System auch Beiträge zu Etappenbeschreibungen aus anderen Regionen möglich, also bitte gerne mitschreiben, es wäre schön, die ganze Strecke zusammen zu bekommen :D

Etwas komplizierter gestaltet sich das Ganze, wenn man gerne mehrere Tage mit Zelt unterwegs sein möchte. Schutzhütten habe ich bisher noch keine gesehen, "legale" Zeltplätze sind rar, d.h. die Tagesetappen verlängern sich beträchtlich bzw. es werden Umwege nötig. Vielleicht ist das aber auch niedersachsentypisch ;-) Offensichtlich nutzen die meisten bisherigen Wanderer Pensionen zur Übernachtung.

**

@rumtreiberin: super, danke!
Diese Pflanze wächst da wie Unkraut :bg:

**

@Prachttaucher: :D

lina
19.04.2009, 10:50
E1 NDS, Etappe 11: Haste bis Waltringhausen
Anreise: DB bis Haste
Reisezeit: Mitte April 2009
Streckenlänge: ca. 10 km
Ein Teil von Waltringhausen und der weitere Fortgang des E1 über den Deister befindet sich auf der Karte LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)

Startpunkt: Ortsrand von Haste (Forstweg)
Hier war ich beim letzten Mal abgebogen, diesmal ging es weiter nach Markierung geradeaus in den Wald.

Waldränder, die an Wohngebiete grenzen, sind meistens botanisch interessante Bereiche. Wahrscheinlich tragen viele ihren Kompost einfach ein paar Schritte weiter. So finden sich hier oft Pflanzen, die man sonst eher in Gärten sichtet: große Tulpen, Narzissen, Rhabarber, etc. :bg:

Diesmal gab es zusätzlich unterschiedlich gefärbte Varianten bekannter Pflanzen, zum Beispiel Nesseln mit gelben Blüten

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_01.jpg

oder Buschwindröschen in lila oder ebenfalls gelb

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_02.jpg

Nach einer kurzen Anfangsstrecke

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_03.jpg

habe ich mich auch erst einmal verlaufen. Wie ich später herausfand, hätte ich wohl zwischendurch mal rechts abbiegen müssen :grins:

Nach kurzem Umweg über Reifenspuren von Forstfahrzeugen gelangte ich nach Überqueren einer Landstraße an den Waldparkplatz

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_04.jpg

von wo aus der E1 wieder im Wald verschwindet.

Kurze Zeit später biegt man -- in einem diesmal reich beschilderten Wäldchen -- bei einer kleinen Obstbaumplantage nach rechts ab.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_05.jpg

Da es hier zahlreiche Bäche gibt, und der Boden wohl recht moorig ist, wächst hier auch an manchen Stellen, fast so dicht wie Heidelbeersträucher, der Winterschachtelhalm (http://de.wikipedia.org/wiki/Winter-Schachtelhalm).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_06.jpg

Nachdem der Weg bisher eher als "topfeben" bezeichnet werden kann, ist hier seit längerem mal eine winzig kleine Steigung wahrnehmbar, die sich beim Blick zurück etwas deutlicher zeigt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_07.jpg
(Die Pflanze ist übrigens Huflattich, wie man bei genauerem Hinsehen entdecken kann)

Nach einem Abzweig nach links markiert, wie auch schon an der Plantage, ein weiteres Hinweisschild den Radweg, Tour 16: er entspricht hier dem E1

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_08.jpg

Nach ein paar weiteren Kurven führt der Weg ins freie Feld, der ferne Horizont lässt nun zukünftig stärkere Steigungen erahnen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_09.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_10.jpg

Der Zeitpunkt früher Abend verhinderte allzu brennende Sonneneinstrahlung, man kann sich aber vorstellen, dass der Weg durch zahlreiche Felder an richtig sonnigen Tagen den Wanderer dann durchaus vehement in Richtung des verlockenden Schildes "Bierterrasse" zieht (welche aber nicht auf der Strecke des E1 liegt ;-) )

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_11.jpg

Wer sich davon nicht ablenken lässt und auf dem E1 bleibt, findet aber auch so Nahrungs- und Getränkequellen im E1-kompatiblen Waltringhausen, zum Beispiel beim direkt an der Strecke am Mini-Dorfpark gelegenen, gut besuchten Pizzabringdienst :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_12.jpg

Nach einigen weiteren Schwüngen durch's Dorf, über einem Bahnübergang, an dem der E1 zwei weitere Rundwanderwege kreuzt, und vorbei am größeren Gelände eines Möbelhauses, geht es dann wieder landschaftlicher weiter.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Haste_Waltringhausen_13.jpg
(Was sind eigentlich "Leasingschweine"??)


Karte:

Link zur Karte (http://quikmaps.com/ext2/100664?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.36033485&lng=9.40822365&zl=12&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="620" height="402" marginwidth="0" marginheight="0")

lina
20.04.2009, 15:17
E1 NDS, Etappe 12: Waltringhausen bis Deister (Kreuzbuche): fehlt noch
Anreise: DB bis Bad Nenndorf oder Bantorf, dann zum E1
Reisezeit: Mitte April 2009
Streckenlänge: ca. 15 km
Karte: LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)

*****

E1 NDS, Etappe 13: Über den Deister . Kreuzbuche bis Nordmannsturm
Anreise: diesmal per Auto bis zum Waldparkplatz Feggendorf
Reisezeit: Mitte April 2009
Streckenlänge: ca. 5 km, Gesamtrunde: ca. 11 km
Karte: LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)

Diesmal ging es ins Wesergebirge, dem sogenannten hannoveraner "Naherholungsgebiet", einem langgestreckten bewaldeten Hügel mit diversen Aussichtstürmen und diversen historischen Relikten, die teilweise aus der Bronzezeit stammen.

Startpunkt war der Waldparkplatz Feggendorf.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_01.jpg

Da ich zum E1 wollte, der auf dem Hügelkamm entlang geht, führte der Weg erst einmal dort hinauf, zunächst vorbei am Feggendorfer Steinkohlebergwerk (hier gibt es einen Brunnen, jedoch mit dem Schild "kein Trinkwasser")

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_02.jpg

dann über kleine Waldwege

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_03.jpg

auf den Roswithaweg, der von Nienburg bis Bad Gandersheim führt. Auf diesem ein Stückchen entlang, dann erreicht man eine sternförmige Wegkreuzung namens "Kreuzbuche", wo sich auch eine der im ganzen Waldgebiet angelegten Schutzhütten befindet:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_04.jpg
(Dies ist der Blick, als käme man auf dem E1 aus der Richtung Bad Nenndorf, der Roswithaweg kommt hier von rechts)

Die Beschilderung ist zahlreich und informativ.
Auf den großen Tafeln, die jeweils neben einer Schutzhütte stehen, sind auch die anderen Schutzhütten eingezeichnet.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_05.jpg

Auf dem E1 gehe ich weiter in Richtung Nordmannsturm (der Weg halbschräg rechts), wo es eine Gaststätte gibt, die, laut Karten-Beilageheft bis 19:00 Uhr geöffnet ist.

Der Weg führt fast komplett durch den Wald, dieser ist jedoch recht abwechslungsreich. Nadelbäume, Buchen, Eichen, Kastanien, etc. in dichter und weniger dichter Bepflanzung sorgen für optische Vielfalt. Abends gegen 17:30 Uhr sind nicht viele Leute unterwegs, ab und zu trifft man Jogger oder Wanderer (die Wandersaison wird offiziell erst Ende April eröffnet) und hin und wieder schnurrt ein Radfahrer vorbei -- wenn man auf dem Hauptweg bleibt, kann man den E1 auch locker ohne spezielles MTB befahren.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_06.jpg

Der Weg führt vorbei am Fernmeldeturm

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_07.jpg

und hin und wieder sieht man alte Wegmarkierungen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_08.jpg

Etwas weiter seitlich im Wald, ein paar Meter hinter einer weiteren Schutzhütte, steht die "Alte Taufe", ein Steinquader, den die Germanen als Opfer- und Hinrichtungsstein genutzt haben sollen, und der später auch als Taufbecken Verwendung fand.

Glücklicherweise muss man nicht auf dem breit angelegten Weg bleiben, ab und zu gibt es kleinere Wege, die dann wieder auf den Hauptweg führen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_09.jpg

Einen halben Kilometer vor dem Nordmannsturm entscheide ich mich dann dafür, wieder zum Parkplatz zurück zu gehen, da die Karte hier einen günstigen Abzweig vorschlägt: einem kleinen Pfad bergab, vorbei an einem Quader (Teufelsklippe?), der für heidnische Riten verwendet wurde. Da es durch viele Steine auf einem steileren Weg bergab geht, ist hier der Einsatz von Trekkingstöcken recht praktisch, man kann aber auch von Stein zu Stein hüpfen :grins:

Der Weg geht zu einer weiteren Schutzhütte, die sog. "Wallmannshütte", zu der auch ein gleichnamiger Weg führt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_10.jpg

Erneut trifft man dann auf den Roswithaweg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_11.jpg

auf dem man, teilweise am Waldrand entlang, wieder zurück zum Feggendorfer Waldparkplatz gelangt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Deister_Kreuzbuche_Nordmannsturm_12.jpg

Wasser-Auffüll-Möglichkeiten gab es (in der momentanen Jahreszeit) reichlich in Form von kleinen Bächen, da aber auch bei den Brunnen Schilder mit der Aufschrift "kein Trinkwasser" angebracht sind, ist wahrscheinlich ein Wasserfilter nützlich. Alternativ dürfte es bei den Gasthäusern, zumindest während deren Öffnungszeiten, Trinkwassernachschub geben.

Auch speziell angelegte Grillplätze sind auf den großen Tafeln, die an den Schutzhütten plaziert wurden, eingezeichnet.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz (Roswithaweg) führte der Weg über lange Strecken durch Wildruheplätze, die nicht betreten werden dürfen.


Auf der Karte ist der ungefähre Weg eingezeichnet:
Der weiße Pin bezeichnet den Startpunkt, die grünen Punkte Anfang und Ende der Strecke, die am E1 entlang führt, und die roten Fähnchen bezeichnen die Standorte der Schutzhütten. Eine weitere Schutzhütte liegt an der "Alten Taufe", die vom Fernmeldeturm etwa gleich weit entfernt ist wie die Kreuzbuche :grins:


Link zur Karte (http://www.quikmaps.com/ext2/100658?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.28178365&lng=9.4246602&zl=13&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="731" height="402" marginwidth="0" marginheight="0")

Ari
20.04.2009, 17:16
Hi lina,
schöner Bericht und schöne Fotos.

Ist das gelbe "Buschwindröschen" nicht eine eigene Art - Goldwindröschen ?

Gruß,
Andrej

Peet
20.04.2009, 20:01
ich kann mich dem nur anschließen, ein toller Bericht mit schönen Fotos, die wirklich Appetit auf den Wanderweg machen.

Vielen Dank!

lina
20.04.2009, 22:06
Danke :-)




Ha! - Goldwindröschen!!
Naja, wenigstens ist es selten (http://de.wikipedia.org/wiki/Gelbes_Windr%C3%B6schen) ... ;-)

Rainer Duesmann
21.04.2009, 07:09
Prima Bericht und schöne Bilder! Vielen Dank. :D

Wir sprachen erst letzte Woche beim Forums WHW Treffen darüber das man nicht immer in die Ferne schweifen muß um interessante Fernwanderwege zu gehen. Neben den "großen" Zielen wie Schottland, Irland und Island ist es durchaus denkbar das Leutchen aus dem Forum mal solche Wege aus Deutschland gemeinsam angehen.

Grundsätzlich sollten wir vielleicht überlegen ob wir Threads eröffnen wo keine Kommentare reingepostet werden, sondern wie von lina vorgeschlagen, reine Wegbeschreibungen einzelner Ettapen von den Mods (oder eröffnenden Usern wie lina übernehmen die Patenschaft und die Pflege einzelner Wege) eingefügt und eingereiht werden? Parallel kann man ja jeweils einen E soundso Danksagungs- und Labber-Thread dazu stellen?

Beste Grüße,
Rainer

Ari
21.04.2009, 09:17
Grundsätzlich sollten wir vielleicht überlegen ob wir Threads eröffnen wo keine Kommentare reingepostet werden, sondern wie von lina vorgeschlagen, reine Wegbeschreibungen einzelner Ettapen von den Mods (oder eröffnenden Usern wie lina übernehmen die Patenschaft und die Pflege einzelner Wege) eingefügt und eingereiht werden? Parallel kann man ja jeweils einen E soundso Danksagungs- und Labber-Thread dazu stellen? -

für sowas ist eigentlich das Wiki optimal.

lina
21.04.2009, 17:14
Vielen Dank, Rainer :D *freu*


Eigentlich finde ich Kommentare direkt innerhalb und zu den jeweiligen Reiseberichten gut, da man hier auch noch Fragen klären kann (Wasser-Auffüll-Möglichkeiten, Übernachtungsplätze, Feuerstellen, etc., eben alles, was man vergessen hat, zu notieren, oder Infos, die später noch dazu kommen).

Jeder Beitrag hat ja außerdem noch eine eigene ID, d.h. günstigstenfalls hat auch jede Etappe eine eigene ID, und diese können dann per wiki in der richtigen Reihenfolge verlinkt werden. Damit kann der Leser dann wählen, ob er den gesamten Thread oder nur die Reisebeschreibungen lesen möchte.


Edit: Mal sehen, wie chaotisch das längerfristig wird, aber vielleicht gibt's ja Mitschreiber/innen, welche die vorgesehene Weg-Abfolge einhalten :bg:

lina
26.04.2009, 01:34
Die Suche nach dem E1 führte diesmal in die Wedemark, also zu einer Etappe, die vor der ersten beschriebenen Etappe liegt.

E1 NDS, Etappe 05: Scherenbostel - Schadehop
Anreise: z.B. mit Bus Nr. 698 vom Bahnhof Mellendorf bis Scherenbostel Ostpreußenweg (fährt so gut wie ausschließlich samstags und sonntags, Mo-Fr nur morgens, am Mittag und später abends). Aktuell kann alternativ 60 Minuten vor Fahrtbeginn per Telefon (05031 175 500) ein Ruftaxi angefordert werden, das auf die Zugverbindungen Mellendorf-Hannover Rücksicht nimmt. Näheres ist an der Bushaltestelle ausgeschildert.
Reisezeit: Ende April 2009
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 6 km, Gesamtstrecke: ca. 11 km

Laut Buch von Arthur Krause: "Europäischer Fernwanderweg E1" führt der Weg durch Scherenbostel, um dann durch's Otternhagener Moor bis nach Bordenau "Forst" weiter zu gehen, wo ich im Winter gestartet war.

Da in meiner Karte der E1 nicht eingezeichnet war, gestaltete sich die Orientierung diesmal unkonventioneller: Nach Dorfende und Schützenplatz von Scherenbostel gab es einen Weg in die richtige Himmelsrichtung, den ich einfach mal ausprobierte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_01.jpg

Durch leuchtend gelbe Rapsfelder, ein weiteres Stückchen Ortschaft, Felder und Weiden führte der Weg in den Wald -- hier gibt es irgendwann demnächst mal Massen von Blaubeeren :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_02.jpg

als Markierung war lediglich, aber immerhin, ab und zu das Kürzel "R2" zu sehen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_03.jpg

Wie auch immer, der Weg war sehr hübsch und abwechslungsreich

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_04.jpg

deswegen fand ich dessen Benennung auch gar nicht so wichtig :grins:

Allerdings habe ich den E1 dann doch noch gefunden: beim Gut Schadehop kreuzt er nämlich den R3 (der auch ab und zu mit dem R2 gleichläuft ...)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_05.jpg

Da ich nun doch wissen wollte, wo in Scherenbostel der richtige Abzweig war, ließ ich seine weitere Fortführung

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_06.jpg

links liegen und folgte dem etwas unattraktiver aussehenden E1-Teilstück in die Gegenrichtung (ab hier jetzt also bitte die Strecke rückwärts lesen ;-) ).

Dabei stellte es sich heraus, dass der R2 nahezu parallel zum E1 verläuft und auch sonst oft eine wilde Mischung von R1, R2, R2D2, E1, etc. vorkommt, Benennungen, die mit wechselnd bunter Farbe an Baumstämmen gepinselt wurden.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_07.jpg

Nach einer Weile auf einem asphaltierten Weg und der Querung einer Straße ließ es sich auf Waldboden wesentlich angenehmer laufen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_08.jpg

und überraschenderweise wurden die Wege immer schmaler - was für den bisherigen E1 eher die Ausnahme war. Hin und wieder war auch Klettern über kleinere und größere quer liegende Baumstämme sowie Pflügen durch Blaubeerbüsche und tief hängende Buchenzweige angesagt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_09.jpg

Nach einer weiteren Straßenüberquerung ging es vorbei an verwunschenen verwilderten als auch frisch gemähten Privatgrundstücken bis in die Nähe von Mellendorf, wo der Weg eigentlich vorbei führt.

Kurz vor dem Bereich auf dem rechten Bildteil gibt es nämlich einen Abzweig, den ich erstmal verpasst habe :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_10.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_11.jpg

Die Auflösung des E1-Wegerätsels folgte dann am Ortsrand von Scherenbostel

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_12.jpg

Und hier ist die andere Straßenseite

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Scherenbostel_Schadehop_13.jpg

Wer also die oben angegebene Buslinie zur Anreise benutzen möchte, muss den Fuhrenkamp (Ostpreußenweg heißt die Querstraße) wieder bis zur Hauptstraße zurück, dann links abzweigen und findet schließlich den E1 dann als nächsten querenden Feldweg nach Ortsende.


Karte:
(E1 verläuft zwischen den grünen Pins (oberer Teil), weißer Pin: Ausgangspunkt)

Link zur Karte (http://quikmaps.com/ext2/101294?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.5285177&lng=9.70010165&zl=13&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="597" height="402" marginwidth="0" marginheight="0")

lina
03.05.2009, 23:46
Und ein weiteres kurzes Stückchen Weg auf dem niedersächsischen Teil des E1, und zwar eine Zwischen-Etappe, die gleich nach der ersten beschriebenen (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=471364&postcount=1) kommt.

E1 NDS, Etappe 08: Poggenhagen Bahnhof - Steinhude - Hagenburg
Anreise: z.B. per Bahn bis Poggenhagen Bahnhof
Streckenlänge: ca. 13 km

Verlässt man Poggenhagen mit dem Ziel Steinhude, dann führt der Weg zunächst auf einem Plattenweg an einem militärisch genutzten Gelände entlang.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_01.jpg

Nach Überqueren der parallel laufenden Straße sowie der Bahnschienen an der nächsten Kreuzung geht es noch ein Stückchen durch Wald und Felder, wo man entdecken konnte, dass die Pilzsaison, dank einiger Regenschauer und genügend warmem Wetter, offensichtlich schon begonnen hatte -- die dunklen Lamellen lassen einen Champignon vermuten (obwohl das Hüllenteil, das vom Stiel absteht, eigentlich dagegen spricht, hm ...).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_02.jpg

Kurze Zeit zeigt der Wegweiser, der sich auf der Rückseite eines Verkehrsschilds befindet, glücklicherweise weg von der Straße und weiter ins Gelände, an einem Wäldchen entlang, die Felder verändern sich zu ausgedehnten Wiesen und Weideflächen,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_03.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_04.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_05.jpg

und der ortsansässige, ausgeschilderte Feldwaldundwiesenhase erschreckt sich und gibt Fersengeld.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_06.jpg

Dass Steinhude nicht mehr weit ist, merkt man dann zum Beispiel an der Zunahme der Gasthausschilder :grins:

Wer sich hier nach rechts locken lässt, kommt zu einer kleinen Siedlung aus ehemaligen Fischerhäusern, die inzwischen zu Wohnhäusern umgebaut wurden.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_07.jpg

Gleich mit dem -- allerdings nicht abbiegenden -- E1 verläuft hier auch der Pilgerweg Loccum-Volkenroda, dessen nächstes Ziel mit "Kloster Mariensee" angegeben ist, wobei sich der Wegweiser nicht für eine Laufrichtung entscheidet (nach Luftlinie betrachtet wäre die Gegenrichtung besser geeignet).

Ein kleines Stück noch führt der E1 an einer sehr wenig befahrenen Straße entlang, er schlängelt sich durch Wiesen an Bauernhäusern und Weiden vorbei,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_08.jpg

bis man schließlich nach Steinhude gelangt, einem Dorf, das sich relativ lange am Ufer des Steinhuder Meers hin zieht.

Hohe Nadelbäume zwischen den Häusern geben noch einen recht naturnahen Eindruck, und die Hauptstraße, wo gerade am Wochenende reger touristischer Verkehr trubelt, befindet sich ein paar Parallelstraßen weiter weg.

Wer mag, kann auf halber Strecke bis zur Dorfmitte noch rechts abbiegen, ein kurzes Stückchen zur Badeinsel laufen und sich je nach Laune entweder ins Wasser stürzen oder im Sand Strandfeeling aufkommen lassen.

Bleibt man auf dem E1, dann läuft man noch ein Stückchen parallel zum Meer, der Weg führt erst später ans Wasser, und zwar abbiegend am Steinhuder Dorfplatz (Friedens-Eiche).

Das erste Stück dorfauswärts teilt er sich mit dem Radwanderweg, der rund um das Steinhuder Meer führt.

Möchte man schon vorher abbiegen, kann man auch längere Stücke am Strand entlang laufen, hier bin ich z.B. schon vor der Dorfmitte abgebogen. Der Wellengang auf dem Foto ist für das Steinhuder Meer allerdings recht ungewöhnlich ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_09.jpg


***


Biegt man an der Friedenseiche rechts in Richtung Wasser ab, dann kommt man an zahlreichen weiteren Gaststätten, Aal-Verkaufs-Kiosken und Biergärten vorbei. Der Weg führt nun direkt am "Meer" entlang,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_10.jpg

nach der Promenade durch einen kleinen Park (die dicht gedrängte Ansammlung weißer Wohnmobile zur Linken auf einem Wohnmobil-Abstellplatz mit Sanitätshäuschen stehen ordentlich nebeneinander wie die Lettern auf einem großen Verhaltens-Vorschriften-Schild :o), und schließlich, an der Anlegestelle der Ausflugsboote zur Insel Wilhelmstein vorbei zwischen ausgedehnten Wiesen und Häusern auf Seegrundstücken hindurch.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_11.jpg

Jetzt wird es wieder ruhiger, und man kann ein gutes Stück am Wasser entlang gehen, bis dann der Weg an einer offenen Hütte mit Bänken wieder nach links abbiegt (das Inselchen im Wasser ist Wilhelmstein).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_12.jpg

Vorbei am Yachthafen (mit Restauration) läuft man dann in auf Hagenburg zu, jedoch biegt der E1 vor Erreichen des Ortes nochmal ab, geht an zahlreichen Fischteichen samt Anglern vorbei (hier soll es Aale und Karpfen geben)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_13.jpg
rechts im Bild ein Blick zurück

und schlängelt sich noch ein paar Mal, vorbei am Moorgarten, der hinter dem Hagenburger Schloss angelegt wurde

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_14.jpg

durch ein Wäldchen und vorbei an Wiesen und Weiden

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_15.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_16.jpg

bis man dann doch in Richtung Hagenburg gehen kann.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Poggenhagen_Hagenburg_17.jpg


Karte:
(Die Strecke Steinhude-Hagenburg ist auf der Karte in Beitrag Nr. 16 (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=481692&postcount=16) eingezeichnet)

Link zur Karte (http://quikmaps.com/ext2/102100?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.45965625&lng=9.398428199999998&zl=13&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="661" height="402" marginwidth="0" marginheight="0")

Okolyth
04.05.2009, 06:47
Ich wollte mal "Vielen Dank" sagen für die schönen Berichte vom E1. Mir gefallen sie sehr gut und sind für mich eine gute Vorlage zum nachlaufen. So kann ich mich nicht verlaufen :-)

Mehr davon.

Gruß
Stefan

lina
06.05.2009, 21:23
Ebenfalls vielen Dank, Stefan :-)

Ich habe mal die Streckenabschnitte in der richtigen Reihenfolge im ersten Post (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=471364&postcount=1) verlinkt.
Trotzdem: Umwege erhöhen ja die Ortskenntnis ;-)

lina
16.05.2009, 23:59
E1 NDS, Etappe 09: Hagenburg - Idensen
Anreise: z.B. per Bahn bis Poggenhagen Bahnhof oder Wunstorf ZOB, dann per Bus bis Hagenburg
Streckenlänge: ca. 8 km
Papierkarte: LGN Naturpark Steinhuder Meer - Offizielle Wanderkarte des Naturparks (ISBN: 978-3-89435-619-4)

Im Dörfchen Hagenburg quert der Weg die Straße mit der Nummer 441. Wendet man sich nach links, so kann man sich nach wenigen Metern zum Beispiel in einer Eisdiele stärken, falls nicht, geht zunächst durch den Park am Dorfteich vorbei. Von der Beschilderung darf man sich dann nicht verwirren lassen: Am besten schaut man sich den Laternenpfahl von allen Seiten an, dann wird -- decodiert nach der bewährten Klappstuhl-Technik -- trotz überwiegend gegenteiliger Angaben klar, dass man nach rechts weiter gehen sollte ;-) Manchmal hat man auch Glück und kann das nächste Markierungszeichen an Laternenpfählen, Bäumen, Schildern und Ähnlichem in der Nähe erspähen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hagenburg_Idensen_01.jpg

Kurze Zeit später darf man dann in den Wald eintauchen. Der Weg schlängelt sich kreuz und quer, läuft auch mal gerade,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hagenburg_Idensen_02.jpg

man überquert die Straße mit 445 bezifferte Straße, und leider gab es diesmal nicht nur vielfältige, friedliche Pflanzen, bunte, den Freuden des Frühlings nachgehende Käfer und Schmetterlinge,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hagenburg_Idensen_03.jpg

sondern auch jede Menge norddeutsche Mücken (entsprechen den süddeutschen Schnaken), was am vorherigen Regentag oder an der Tageszeit gelegen haben mag (vielleicht empfiehlt das E1-Standardwerk namens "Krause" auch deswegen, den Hauptteil der Strecke vor dem Mittag zurück zu legen :grins:) Wie auch immer -- auf der Flucht vor der immer zahlreicher werdenden, hungrigen Fauna übt man die Kunst der blitzschnellen Fotografie und verpasst dann auch schnell mal eine Abzweigung.

Möchte man unbedingt auf dem E1 bleiben (auf der Karte ist die ungefähre richtige Strecke eingezeichnet), dann empfiehlt es sich, sobald der Weg sehr zugewachsen scheint (Zecken wurden zum Glück nicht gesichtet), ein zweiter Blick auf eventuelle Wegmarkierungen. Eventuell würde auch ein Blick auf die Karte helfen, sofern man diese nicht zur Flugdrachenabwehr benötigt :D

Rettung naht aber, sobald man aus dem Wald wieder heraus kommt: dann wird die Mückenfrequenz wieder deutlich kleiner :bg:

Der Weg führt durch ausgedehnte Getreidefelder, vorbei am durchaus beeindruckenden und, dank ansonsten plattem Land drumherum, weithin sichtbaren Kaliberg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hagenburg_Idensen_04.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hagenburg_Idensen_05.jpg
... hat ja fast was von Australien ... ;-)

und dann, gesäumt von Bäumen, Sträuchern und Kamillenpflanzen (Kamillentee anyone? Es gibt am Weg auch eine Sitzbank, und Wasser spätestens auf dem Friedhof links vom Weg, hinter den Bäumen, sofern Gießwasser sich als Trinkwasser eignet und die Entnahme dort erlaubt ist -- was aber noch herauszufinden wäre), nach Mesmerode

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hagenburg_Idensen_06.jpg

Wer nicht in Richtung Bokeloh abzweigen möchte, um sich dort ins örtliche Freibad zu stürzen, geht einfach über die Kreuzung hinweg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Hagenburg_Idensen_07.jpg

und kommt dann, auf einem asphaltierten Radweg, zwischen Wiesen und Feldern, entlang einer schmalen Straße, 1 km später in Idensen an.


Karte:

Diesmal die letzten beiden beschriebenen Teilstücke zusammen:
1. Steinhude - Flecken Hagenburg (grüne Pins 1 und 2 (Mitte))
2. Flecken Hagenburg - Mesmerode - Idensen (grüne Pins 3 (Mitte) und 4)

Die roten Wimpel bezeichnen überdachte Hütten.


Link zur Karte (http://quikmaps.com/ext2/103644?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.42566345&lng=9.3348706&zl=12&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="705" height="402" marginwidth="0" marginheight="0)

lina
26.05.2009, 13:38
E1 NDS, Etappe 06: Gut Schadehop bis Bordenau (Bushaltestelle "Forst")
Reisezeit: Ende Mai
Anreise: z.B. per Bus bis Wiechendorf Mitte, dann weiter bis Gut Schadehop
Streckenlänge: ca. 13 km bis Otternhagen
Papierkarte: LGN Naturpark Steinhuder Meer - Offizielle Wanderkarte des Naturparks (ISBN: 978-3-89435-619-4)

Und wieder ein Stückchen E1.
Bitte nicht wundern, warum es heller wird: ich bin die Strecke in der anderen Richtung gelaufen. Die Bilder sind aber in der richtigen Reihenfolge (und, wenn nicht anders angegeben, in Blickrichtung, also entgegen der tatsächlichen Laufrichtung, fotografiert) angeordnet :bg:

Startpunkt ist die Wegkreuzung am Gut Schadehop, aus Etappe Nr. 5 (http://forum.outdoorseiten.net/showpost.php?p=478432&postcount=14).

Zunächst führt der Weg zwischen Feldern und Waldstückchen entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_01.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_02.jpg

und zweigt dann in einen ausgedehnteren Wald ab

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_03.jpg

An Feldern entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_04.jpg

kommt man dann in die Gegend extensiver saisonaler Blaubeerpflückmöglichkeiten.
Auch eine Einkehrgelegenheit findet sich in der sog. "Siedlung im Walde" an der L380. Von hier aus gibt es Busverbindungen, die auch samstags und sonntags regulär (ohne notwendige Inanspruchnahme eines Rufbuses oder Ruftaxis) angeboten werden.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_05.jpg

Überquert man die Straße, wird es langsam wieder ruhiger

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_06.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_07.jpg

Zwischen ausgedehnten Feldern

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_08.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_09.jpg

erreicht man nach einiger Zeit eine ausgewiesene Rastmöglichkeit in Form einer Bank, wo sich ein Päuschen anbot :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_10.jpg
Blick zurück

Weiter nun zwischen Wiesen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_11.jpg

-- die Wege sind recht gut markiert, auch wenn man hin und wieder an Kreuzungen am Grübeln ist: irgendwo gibt es dann aber doch eine Markierung.

Hier geht's zum Beispiel links weiter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_12.jpg

Schließlich nähert man sich, wiederum links abbiegend, dem Otternhagener Moor

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_13.jpg

an dem entlang sozusagen doppelte Trampelpfade führen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_14.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_15.jpg

Ein bisschen Wasser ist auch zu finden -- bräunliches Moorwasser eben, in dem sich aber der Himmel spiegelt

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_16.jpg

Nochmals dann durch Wiesen und Weiden

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_17.jpg

An einer Brombeerhecke vorbei

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_18.jpg

und schließlich zwischen ausgedehnten Feldern entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_19.jpg

findet man dann leicht ins Dorf Otternhagen.

Ein Schild an einer Rastbank informiert den Wanderer, dass das Naschen an den Obstbäumen entlang des Weges hier am Ortsrand ausdrücklich gestattet ist :D (Äpfel, Birnen, Kirschen, Quitten ...), und Bänke samt Tischen gibt es ebenfalls einige.


An der Hauptstraße führt der E1 dann ein Stückchen nach rechts

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Schadehop_Bordenau_20.jpg

bevor man wieder links ins Wohngebiet abbiegen muss, um, durch Wald und Felder nach Bordenau zu gelangen.

*

Der Streckenabschnitt ist insgesamt sehr schön und abwechslungsreich, es war aber auch super Wetter und Frühling-at-its-best :D
Allerdings sollte man sich einen Mückenschutz mitnehmen -- die Flugbiester sind, speziell in den Abendstunden, nur einigermaßen durch das Lauftempo abzuschütteln :grins:
Zecken wurden -- besonders auf den grasbewachsenen Strecken -- zwar befürchtet, aber nicht entdeckt, das kann aber auch Glücksache gewesen sein.


Link zur Karte (http://quikmaps.com/ext2/104520?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.514550400000005&lng=9.60133195&zl=13&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="876" height="402" marginwidth="0" marginheight="0")

lina
01.03.2010, 13:57
E1 NDS, Etappe 02: Celle/Klein Hehlen - Hambühren
Anreise: Entweder direkt mit der DB nach Celle, dann mit Bus nach Klein Hehlen, alternativ soll es eine Verbindung Hannover-Celle per CeBus (Celler Verkehrsbetriebe) geben
Reisezeit: Ende Februar 2010
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 5 km
Papierkarte: LGN 31: Celler Land, Maßstab 1:75 000, ISBN 978-3-89435-992-8

Neues Jahr und weiter auf dem E1! :D

Aufgrund des sich schon ankündigenden Sturmtiefs Xynthia fiel die Etappe diesmal leider recht kurz aus, dennoch: for the record ... ;-)

Die durch Hochwasser sehr breite Aller per Brücke überquerend ging es zunächst einmal auf den Celler Ortsteil Klein Hehlen zu.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Celle_Hambuehren_01.jpg

Links weg führt dann ein kleiner Pfad mitten durch ein ausgedehntes Sportgelände (daran findet man, wenn man mit dem Auto anreist, auch Parkmöglichkeiten), unten angekommen zeigt der Wegweiser nach rechts, und nachdem man schließlich, nach einigen Metern an der B 214 entlang, auch das Cebus-Busdepot hat rechts liegen lassen, darf man endlich in den Wald abbiegen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Celle_Hambuehren_02.jpg

Die Wege waren anfangs größtenteils noch recht schneebedeckt (nasser Pappschnee plus Eisschicht), der E1 ist aber bestens ausgeschildert (auf Baumstämme gemalte Zeichen verschiedenen Alters, Schildchen, etc., alles gerne auch mehrfach) -- die richtigen Abzweige sind so gut wie nicht zu übersehen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Celle_Hambuehren_03.jpg

Nach einer Weile wurde der Baumbestand aus vorwiegend Nadelbäumen märchenwaldig dichter und die Wege wesentlich besser begehbar.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Celle_Hambuehren_04.jpg

Federnden Schrittes kann man hier auf dem Weg durch massenhaft Blau- und Preiselbeersträucher tigern, es gab einige den Schneeresten trotzende Pilze -- und wahrscheinlich auch Wildschweine?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Celle_Hambuehren_05.jpg

Im großen Bogen gelangt man dann schließlich nach Hambühren, und nach Überqueren der B 214 geht es, vorbei an einer "Gastlichkeit", gleich nach einer Brücke wieder in den Wald, wo man auf einem breiten Weg südlich an der Ortschaft vorbei läuft.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Celle_Hambuehren_06.jpg

lina
21.03.2010, 00:12
E1 NDS, Etappe 15: Bad Münder bis Unsen
Anreise: z.B. per Bahn bis nach Bad Münder
Reisezeit: Ende März 2010
Streckenlänge: ca. 12 km
Papierkarte: LGN "Wandern im Deister" (ISBN 978-3-89435-999-7)
Trekkingstöcke empfehlenswert

Kommt man vom Deister, muss man erst Bad Münder queren, bis man zum Ortsrand gelangt.
Vorbei an einem Reiterhof geht es dann aber ab in den Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_01.jpg

Hier steht schon fast alles drauf, was man zunächst an Orientierung benötigt:
Bergschmiede und Süntelturm

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_02.jpg

Die riesigen Schneeglöcken sind in Wirklichkeit Märzenbecher :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_03.jpg
Huflattich gesichtet – der Frühling scheint doch noch zu nahen ...

Boviste können offensichtlich ganz gut Schnee und winterlichen Temperaturen trotzen
– dieses Exemplar müsste noch aus dem vergangenen Jahr stammen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_04.jpg

Gut 300 Höhenmeter weiter erreicht man zunächst das Restaurant "Bergschmiede",
von wo aus man weit ins Tal schauen kann.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_05.jpg
Trotz deutlich zweistelliger Außentemperatur gab es noch einige Schneereste

Links dran vorbei geht's dann, nach einigen wenigen Bögen auf einer asphaltierten Straße,
ins Gelände und weiter bergauf. Zum Glück wehte nur ein leises Lüftchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_06.jpg

und nicht Sturmtief Xynthia

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_07.jpg
Ja, das Weiße auf dem Stamm und direkt über dem Wegverlauf ist der E1-Wegweiser :o

Dann kurz nochmal den Asphalt-Weg überquert und weiter durch den Wald, ab der nächsten Bank dann auf einem Forstweg.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_08.jpg

Je näher ich dem Süntelturm komme, umso größere Teile des Weges sind im Moment noch eisbedeckt

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_09.jpg
Vor dem Süntelturm dominiert die weiße Plastikbank, sieht man andere Bänke, ist man schon dran vorbei ;-)

Oben am Süntelturm (Montag Ruhetag, ansonsten Selbstbedienung und ein Schild mit der Aufschrift "Kein Picknickplatz"(?)) zeigen dann mehrere Schilder die sich dort kreuzenden diversen Wanderwege an E1, E11, W (Wanderweg Bremen – Porta Westfalica – Müden), Rundwanderweg Bad Münder).

Und: Unsen 3,5 km, Hameln 10 km ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_10.jpg
links: hier lang ist nicht der E1, sondern in der entgegengesetzten Richtung

Und ab jetzt geht es bald wieder hügelabwärts

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_11.jpg

Landschaftlich wird's abwechslungsreicher

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_12.jpg

es gibt vermehrt historische Wegsteine, und manchmal denkt man fast, man wäre im "Hachz" :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_13.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_14.jpg

Im folgenden Teil gab es einige Klettereien über umgestürzte Bäume. Da aber Forstarbeiten trotz Wochenendes im Gang waren, ist anzunehmen, dass diese zum Beginn der offizielleren Wandersaison aus dem Weg geräumt werden.

Bei der nächsten Aussicht hilft ein roter Pfeil weiter auf den richtigen Trampelpfad (nach den Blaubeersträuchern rechts ab ... :bg: – ansonsten ist der Weg aber sehr gut markiert).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_15.jpg

Dennoch, man staunt: Unsen: 2 km, Hameln: 11,4 km

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_16.jpg

Schließlich zum Ortseingang von Unsen – gleich darf man nach links und, ein Bächlein querend, auf einem Trampelpfad weiterlaufen.

Gegenüber liegt der Schweineberg, da geht's dann später wieder bergauf: dahinter liegt
Hameln (... vielleicht ... :bg:)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_17.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_18.jpg
Alte Wegweiser und diesmal wirklich Schneeglöckchen

So, noch kurz im Zickzack durch Unsen (hier gibt's zahlreiche Hotels und Pensionen, und die Fahrzeiten der Öffis in Richtung Hameln sind erstaunlich gut für so einen kleinen Ort), und trotz dass die Hamelner Kilometeranzeige jetzt deutlich weniger vermerkte (soweit ich mich erinnere, waren es 6 km), war's das für heute :-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadMuender_Unsen_19.jpg

*

Link zur Karte mit nachgezeichnetem Streckenverlauf (http://quikmaps.com/ext2/135610?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.16706855&lng=9.4172144&zl=12&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="766" height="402" marginwidth="0" marginheight="0">)

Solasimon
12.04.2010, 22:44
Diesen Thread finde ich genial...

Ich habe auch bei mir um die Ecke einige der Kreuze, allerdings in BaWü. Daraufhin wurde das die Strecke der Wahl für den Pfadi-Hajk in den Osterferien, so könnte ich von ca. 60km auf dem E1 berichten, allerdings in ner ganz anderen Region.

Extra Thema oder hier mit einbauen... damit hängt die Frage zusammen, an was sich die Nummerierung und die Etappeneinteilung orientiert.

Übrigens gute Infos incl. GPS-Daten finden sich unter:
Nassau --> Frankfurt: http://www.regioausflug.de/taunus/e1.php
Frankfurt --> Pforzheim: http://www.regioausflug.de/odenwald/e1.php

Simon

lina
13.04.2010, 16:30
Super, es geht weiter! :D

Du kannst gerne hier weiter schreiben, oder auch neu starten, je nachdem, was Du lieber möchtest.


Sortierung
Bisher habe ich sortiert nach Bundesland, gefolgt von Tages-Etappen (die meinerseits weniger lang sind wie die bei Krause/Kompass Verlag), und davon so viel, wie es halt werden. Für ein neues Bundesland plane ich, dann wieder neu anzufangen, also Etappenzahl abschätzen und weiter zählen: Dadurch bleibt die Anzahl der Bundesland-Etappen flexibel.

Je Bundesland dazu am Anfang ein Übersichts-Posting mit ein paar Infrastruktur-Angaben, wo alle weiteren Etappen verlinkt sind (wie im ersten Posting).

Wie Du siehst, sind auch in Niedersachsen noch nicht alle Etappen gelaufen:



E1 durch Niedersachsen

E1 (3) NDS, Etappe 01:
-- fehlt noch --

E1 (3) NDS, Etappe 02: Celle/Klein Hehlen - Hambühren
Anreise: Entweder direkt mit der DB nach Celle, dann mit Bus nach Klein Hehlen, alternativ soll es eine Verbindung Hannover-Celle per CeBus (Celler Verkehrsbetriebe) geben
Reisezeit: Ende Februar 2010
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 5 km
Papierkarte: LGN 31: Celler Land, Maßstab 1:75 000 (ISBN: 978-3-89435-992-8)

*

E1 (3) NDS, Etappe 03: Hambühren - Fuhrberg
-- fehlt noch --

...




Eigentlich finde ich es nach wie vor sinnvoll, nach Bundesländern zu sortieren. Das wären dann:

(1) Schleswig-Holstein
(2) Hamburg
(3) Niedersachsen
(4) Nordrhein-Westfalen
(5) Hessen
(6) Rheinland-Pfalz
(7) Baden-Württemberg


Je nachdem, wo Ihr in Baden-Württemberg angefangen habt und wie lange Eure Tagesetappen waren, könntest Du also loslegen mit

E1 (7) BaWü, Etappe 01 : ...
Anreise: ...
Reisezeit: ...
Streckenlänge dieses Teilstücks: ...
Papierkarte: ... (ISBN: ...)

*

Fein wären noch Ergänzungen im Schutzhütten-Verzeichnis des E1 im ODS-wiki (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Schutzh%C3%BCtten_am_E1) :-)

lina
19.04.2010, 00:12
E1 NDS, Etappe 16: Unsen – Hameln/Forsthaus Finkenborn
Anreise: z.B. per Bahn bis Hameln, dann ab Bahnhofsvorplatz mit dem
Bus nach Unsen (momentan Linie 93 oder 95)
Reisezeit: Mitte April 2010
Streckenlänge: ca. 10 km
Papierkarte: Topografische Karte "Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln"
(ISBN 3-89435-621-9)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert


So, Unsen - Hameln gab's heute :D

Gleich nach Unsen „Oberdorf“, auf der Straße in Richtung Holtensen, geht's links
den Berg hoch, und ab in den Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_01.jpg

Warm war's, und nach den ersten Metern schon wanderte die Jacke in den Rucksack.
Dann weiter bergauf, „Schweineberg“ heißt der Hügel

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_02.jpg

Viele Wege führen nach Hameln

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_03.jpg

Goldröschen gab's, und noch so rosafarbene Keine-Ahnung-wie-die-heißen -- ?
Edith sagt: Lerchensporn

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_04.jpg

Jedenfalls nicht pflückabel, warnt ein Schild auf der Hügelkuppe

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_06.jpg

Vor dem Gepflücktwerden sicher darf's auch mal in weiß sein, darum herum Veilchen
und Scharbockskraut

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_05.jpg

Weiter durch lichten Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_07.jpg

auf das Forsthaus Heisenküche (eine hübsch gelegene Waldschänke) zu.

Nicht nur mehr Spaziergänger gab's in dieser Gegend, auch mehr Bäääärlauch

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_08.jpg

Oft aber zusammen mit Aaronstab (gefleckt und ungefleckt, giftig!!),
also beim Sammeln lieber zweimal hinsehen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_09.jpg

Noch so ein unbekanntes Pflänzchen -- ?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_10.jpg

Jedenfalls steht auf dem Schild, dass E1 und E11 ab jetzt bis Hameln
die Wegführung tauschen, was auch immer das heißen mag ...

Die Nase verrät nun schon Meter vorher, was die Botanik da ab und zu bietet

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_11.jpg

Jetzt wieder bergauf, bergab, Biergarten, Bismarckturm (so war es auch in meiner Karte
eingezeichnet, also doch der E1 und nicht der E11? Oder beide?)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_12.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_13.jpg

Danach geht es links am Turm vorbei und dann sehr steil abwärts, bis zu den
ersten Häusern von Hameln

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_14.jpg

Durch die Stadt kommt man ganz gut, an irgendeiner Laterne ist immer
ein Wegweiser zu erspähen. Trotzdem empfiehlt sich ein Blick auf die Karte:
nach der Marktkirche hätte ich eigentlich eher geradeaus weiter gehen müssen,
die Wegweiser waren dort etwas verwirrend. Andererseits ist der Imbiss "Adar"
(Deisterallee 44) durchaus einen Umweg wert :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_15.jpg

Nach ganz viel Altstadt bzw. FuZo mit Fachwerkhäusern überquert man,
nach dem Münsterwall, die Weser.

Jetzt noch über eine mehrspurige Straße, dann kurz durch ein Wohngebiet.
Danach wird's wieder grüner, und es folgen 700 beachtliche Meter,
die – spätere – Steigung betreffend :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_16.jpg

Oben am Klütturm wird man dafür mit einem wunderbaren Ausblick auf Hameln
belohnt, und auf den Weg, den man hergekommen ist

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_17.jpg

Und der E1 führt, auf einer Art Waldlehrpfad, weiter in Richtung Forsthaus Finkenborn

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Unsen_Hameln_18.jpg

*

Übernachtungsmöglichkeiten mit Zelt gibt's z.B. auf dem Campingplatz am Waldbad, Pferdeweg 2 (ab Forsthaus Finkenborn in Richtung Halvestorf, geöffent von 1. April bis 30. Oktober), alternativ ganzjährig auf dem Campingplatz am Fährhaus in Hameln, gelegen an der Weser und erreichbar vor Erklimmen des Berges.

*

Link zur Karte mit eingezeichnetem ungefähren Streckenverlauf (http://quikmaps.com/ext2/135611?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=52.11922155&lng=9.36124205&zl=12&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="761" height="402" marginwidth="0" marginheight="0">)

Peet
19.04.2010, 15:16
Ich finde es ganz toll, wie Du den Weg immer weiter gehst und hier in so schöner Form darüber berichtest. Danke dafür!

(Was für eine Kamera benutzt Du? Die Bilder von den Blüten und Pflanzen haben tolle Farben finde ich, sieht richtig frisch aus. Ich würd mich freuen, wenn Du weiterhin ein wenig am Wegrand fotografierst, da fühlt man sich wie mittendrin beim Lesen und bekommt Wanderlust.)

Grüße, Peter.

lina
20.04.2010, 10:23
Danke Peet! :-)

(Kamera ist die Lumix LX-3. Damit kommt man bis auf 2,5 cm an die Pflanze ran und muss dann nur noch warten, bis es windstill wird :grins: Bzgl. Nachbearbeitung könnte man natürlich noch viel mehr machen, ich beschränke das momentan aber auf Tonwertkorrektur (http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=89064), Verkleinern und manchmal etwas Nachschärfen)

lina
26.05.2010, 18:00
So, mal wieder eine Teilstrecke mehr, diesmal, anlässlich eines vom Bremer Stammtisch ausgerufenen spontanen Nordlichtertreffens, in Schleswig-Holstein:

E1 (1) SH, Etappe 28: Berkenthin – Ratzeburg
Anreise: Z.B. mit den Öffis entweder von Ratzeburg oder von Lübeck aus nach Berkenthin.
An Wochenenden sind Busverbindungen sehr eingeschränkt!
Reisezeit: Mitte Mai 2010
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 16 km
Papierkarte: Hatte keine dabei und sie auch nicht vermisst: der Weg ist, in beiderlei Richtungen, sehr gut ausgeschildert
Übernachtungsmöglichkeiten für Zeltreisende: Naturcampingplatz Buchholz in Strecken-Nähe, alternativ noch ein Campingplatz ein Stückchen weiter um den See herum an der Ratzeburger Stadtgrenze. Ggf. Fähre ab Ratzeburg zurück nach Buchholz oder direkt zum anderen Campingplatz (Fahrzeiten im Fährbüro im Park erfragen, diesmal fuhr die letzte um 16:30 Uhr).

*

Los geht's diesmal an der Berkenthiner Schleuse.

Wer aus Lübeck kommt, ist schon einige Zeit am Elbe-Lübeck-Kanal entlang gewandert, unterquert die Schleusenbrücke (hier ist eine gut zur Orientierung geeignete Informationstafel zum Bereich "Alte Salzstraße", bzw. ein kleinerer Ausschnitt derer auf der Rückseite, aufgestellt) und geht dann, nach ein paar Metern weiter am Kanal

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_01.jpg

über eine Fußgängerbrücke hin zu einer Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert.
Der Weg führt durch ein Holztürchen und dann direkt über den Kirch- bzw. durch den alten Friedhof.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_02.jpg

Ein paar hundert Meter linksrechtslinks durch's Dorf weiter biegt der Weg links ab, und man taucht, zunächst auf einem Wirtschaftsweg, in die Botanik ein.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_03.jpg

Weiße Markierungs-Kreuze gibt es zahlreich, und wer mag, kann an dieser Stelle möglicherweise erfolgreich nach vierblättrigen Kleeblättern fahnden

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_04.jpg
Blick zurück nach Berkenthin

Schließlich geht es ab in den kühlen Wald, es gibt die eine oder andere kleine Steigung, und hin und wieder fließendes Wasser in Form eines Bächleins

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_05.jpg

Sobald der Weg wieder flacher wird, biegt man links ab (an besagter Kreuzung gibt es die Möglichkeit, per handy zum Ortstarif nett aufbereitete Informationen zur Gegend zu hören) und geht auf einem obstbaumgesäumten Weg auf das hübsch gelegene Forsthaus Bartelsbusch zu. Gleich neben dem Forsthaus steht eine weitere Übersichtskarte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_05_2.jpg

Das Forsthaus links liegen lassend führt der Weg dann wieder in den Wald hinein, und schließlich, auf jetzt schmaleren Wegen, zwischen Wiesen und Feldern weiter.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_06.jpg

Die Ortschaft Klein-Disnack kommt gleich dahinter, ist schnell durchquert

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_07.jpg

und man steuert in relativ gerader Linie – diesmal wieder über einen Wirtschaftsweg, der eine Bahnlinie über- und eine Bundesstraße unterquert – über Buchholz den Ratzeburger See an.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/09_Hinterland.jpg

Am See angekommen führt der Weg nach rechts weiter.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_08.jpg

Wer eine Übernachtungsmöglichkeit braucht und/oder einen Ausflug auf's Wasser machen möchte, kann auf dem links einen knappen Kilometer weiter liegenden Naturcampingplatz Buchholz (im Winter geschlossen) einen Zwischenstopp einlegen und hier auch z.B. ein Boot mieten oder einfach so ins Wasser hüpfen (das "offizielle" Freibad ist ein Dorf weiter: in Pogeez).

Auf dem Weg dorthin wächst viel Minze

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Minze.jpg

auch Baldrian wurde vereinzelt gesichtet, und diese, besonders an Bächen, zahlreich wachsende Pflanze – wahrscheinlich ein Kreuzblütler – aber welcher?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Kreuzbluetler.jpg

Alternativ geht's weiter ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_09.jpg

... vorbei am Fähre-Anleger mit öffentlichem WC plus Waschbecken und, in der Nähe des Stegs zur Fähre, einer Informations-Tafel (Kanurevier Lauenburgische Seen – Trave), gefolgt von einer kleinen, sehr einladenden Liege-/Badewiese. Dann ein Weilchen zwischen See, Schilf und Wohngebieten entlang, und wieder in den Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_10.jpg
WAI??

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_11.jpg
Große Sternmiere?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_13.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_14.jpg
... und weiß jemand den Namen der weiß blühenden Pflanze mit den eher runden Blättern? – Fragen über Fragen ... ;-)

über ein paar Höhenmeter, welche, laut Hörensagen, die in entgegengesetzter Richtung fahrenden Radler sehr genossen haben :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_15.jpg

Auf einem Weg, der sich später durch einen ausgedehnten Schachtelhalm-Dschungel schlängelt, erreicht man dann schließlich die Parkanlagen, und in Folge das Städtchen Ratzeburg, das sich an diesem vorwiegend sonnigen Tag sehr quirlig präsentierte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Berkenthin_Ratzeburg_16.jpg

*

Link zur Karte mit dem ungefähren Weg-Verlauf (http://quikmaps.com/ext2/139372?t=1&ln=0&sn=1&zb=0&d=1&o=0&lat=53.7183526&lng=10.704782000000002&zl=12&mt=0" frameborder="0" scrolling="no" width="647" height="402" marginwidth="0" marginheight="0">)

Grüne Markierungen: Anfang und Ende
Blaue Markierung: WC
Gelbe Sternchen: Infotafeln

Meer Berge
26.05.2010, 19:07
Hej Lina!

Schöne Bilder, schöne Tour!

Zu deinen Blümchen:
Die Kreuzblüter am Wasser: Hast du sie mal probiert? Schmecken sie etwas scharf? Dann ist es Brunnenkresse.

Die Blume mit den runden Blättern? Tippe auf Waldsternmiere. Die Große Sternmiere kennst du wahrscheinlich, die hat so lange, schmale Blätter, aber ganz ähnliche Blüten.

Liebe Grüße,
Sylvia

lina
26.05.2010, 19:42
Hi Sylvia,
vielen Dank! :-)

Ich dachte auch schon an Brunnenkresse, die Blätter sahen nur anders aus. Brunnenkresse schmeckt der Erinnerung nach auch eher sauer, diese waren aber mehr "kressig" als säuerlich.


Edith sagt: Es gibt ja noch die "Echte" Brunnenkresse (http://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Brunnenkresse)! Dann kommt's hin! :D

Prachttaucher
26.05.2010, 21:06
:D Danke für die Bilder aus meiner alten Heimat. Um Ratzeburg herum ist´s sehr schön und gerade für einen Paddler zusammen mit Wakenitz, Küchensee, Schaalseekanal...richtig Klasse. Radeln am Elbe-Lübeck-Kanal ebenso und zum Wandern eh. Von Lübeck nach Buchholz paddeln, übernachten und am nächsten Tag zurück, haben wir auch mal gemacht. Seufz

lina
31.05.2010, 18:33
Stimmt, sehr schön ist es da, deswegen folgte am vergangenen, überraschend doch freien Wochenende die Fortsetzung :bg:


E1 (1) SH, Etappe 29: Ratzeburg – Mölln
Anreise: Ratzeburg und Mölln können per Bahn und mit einigen Bussen erreicht werden
Reisezeit: Ende Mai 2010
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 16 km
Papierkarte: Hatte diesmal nur „den Krause“ dabei. Der Weg ist recht gut mit weißen Kreuzchen markiert, verläuft ab ungefähr der Hälfte der Strecke jedoch unerwarteter :bg:

*

Weiter geht's – mit meiner ersten Gesamt-Etappe des „Krause“ :wohoo:
– naja, eine der kürzesten, aber so what :grins:

Aus dieser Richtung kommt man her: vom Ratzeburger Kleinbahndamm

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_01.jpg

Danach geht's nach rechts, am Küchensee entlang.
Das Rascheln im Wald hatte eine Ursache, zum Beispiel eine graubraun befellte :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_02.jpg

Teilweise geht der Weg einen Waldlehrpfad entlang, wo man etwas über die dort wachsenden Bäume lernen kann, dann folgen zahlreiche lauschige Plätzchen mit netten Aussichten, die sich dank wenig schwirrendem Getier durchaus nutzen ließen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_03.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_05.jpg

Und weiter durch den Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_06.jpg

bis zur Biegung des

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_07.jpgs

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_08.jpg

Die Entenfamilie stand so gut wie bewegungslos im Sumpf. Erst als die Kleinen dann doch,
der Schwerkraft folgend, von der Planke plumpsten, wurde deutlich, dass es keine Kunst-Installation war ;-)

Vorbei ging's dann an der Papiermühle

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_09.jpg

ein ganz kurzes Stück Straße, und dann wieder, auf schmalen und dann wieder breiteren Trampelpfaden durch in den Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_10.jpg
Kennt jemand diese weiß blühenden Pflänzchen?
Die Blätter sind nur wenig größer als Fünfmarkstücke

Eine Brücke führt über eine verlassen aussehende Bahnstrecke

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_11.jpg

dann, nach ein bisschen mehr Wald & Sonne & Springkraut & Waldmeister

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_12.jpg

an Fredeburg vorbei. Den Anbauflächen nach muss das links gelegene Dorf ein Spargel- und
Erdbeerparadies sein: die Erdbeer-Ernte-Arbeiten auf dem riesigen Nachbarfeld waren jedenfalls
in vollem Gange

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_13.jpg

Weiter auf dem Feldweg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_14.jpg

wieder rein in vorwiegend Laubwald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_15.jpg

der später in Nadelwald überging. Es duftete nach Baumharz und die Anzahl der Blaubeersträucher stieg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_16.jpg

Darauf folgte ein Wegstückchen bergauf, eine Straße wird überquert, und ab ungefähr jetzt
lohnt es sich ganz besonders, die Augen gezielt auf die – senkrechten – Baumstämme zu richten,
um nach weißen Kreuzen zu suchen – es sei denn, man möchte sich verlaufen.

Hier geht's jedenfalls erstmal rechts runter, vorbei an einer benannten, nämlich der
Karl-Hagemann-Gedächtnis-Bank (Bänke gibt's an der Strecke übrigens überdurchschnittlich
viele, wenn auch meist namenlose ;-))

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_17.jpg

Einem Eichhörnchen hinterherschauend verpasste ich dann erst einmal die Abzweigung
nach rechts in die Botanik.

Da die E1-Kreuzchen aber sehr zahlreich sind, wundert man sich irgendwann doch einmal,
warum man schon so lange keins mehr gesehen hat. Also retour, runter vom Waldweg und
durch die grüne Wiese

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_18.jpg

Die Abzweigerei setzte sich fort und es folgte sozusagen Hochsitz-Hopping: also beim
jeweils nächsten Hochsitz wieder abbiegen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_19.jpg

Und auch der nächste Abzweig verbarg sich im Unerwarteten: Wahrscheinlich stehen
mehrmals im Jahr ratlose Wanderer in den Hinterhöfen der dortigen Anwohner und
fragen nach dem E1 (vielen Dank nochmal für die Auskunft :-)):

Es ist der kleine Pfad zwischen Hecke und Baumreihe, direkt neben dem Weg in den Hof,
an dessen Pfosten die Markierung gepinselt ist

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_20.jpg

Weiter geht's treppab, und wieder bergauf

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_21.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_22.jpg

Zur Linken sieht man bald Häuser durch die Bäume schimmern: es geht durch den Stadtwald.

Dann nochmal Straße überqueren, vorbei an und rund herum um ein paar Denkmäler

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_23.jpg

Bis man dann beim Brombeerweg nach links abbiegt und sich durch eine Wochenendhaus-Siedlung
schlängelt. Rucksackträger werden interessiert beäugt (nein, ich hatte die Maus aus dem
zweiten Foto dieses Beitrags nicht mitgenommen :grins:)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_24.jpg

Und schließlich gibt die Botanik einen Blick frei auf Mölln

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_25.jpg

Zahlreiche Treppenstufen später erreicht man die Stadt, und ein weiteres Mal führt der E1,
der an dieser Stelle sich mit einem Jakobsweg trifft, durch einen Kirchhof.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Ratzeburg_Moelln_26.jpg

**

Link zur Quikmaps-Karte folgt

lina
31.05.2010, 20:25
Und noch'ne Etappe:

E1 (1) SH, Etappe 29: Mölln – Güster
Anreise: Mölln per Bahn und mit einigen Bussen
Achtung: Laut Auskunft einer Anwohnerin gibt es den Bahnhof in Güster, der bei „Krause“ noch eingezeichnet ist, nicht mehr.
Reisezeit: Ende Mai 2010 und ein kleines Stückchen davon im Juni 2013
Streckenlänge dieses Teilstücks: ca. 16 km
Papierkarte: Hatte nur „den Krause“ dabei. Der Weg ist recht gut mit weißen Kreuzchen markiert.
Übernachtungsmöglichkeiten: relativ viele Campingplätze, z.B. am Lüttauer See, in Gudow und in Güster.

*

Von Mölln aus geht der Weg zunächst am Ufer des Schmalsee, dann am Lüttauer See entlang, die Seen jeweils links liegen lassend. Nach einem kurzen Stück durch Wald weiter geradeaus erreicht man dann, nach Unterquerung einer Brücke, einen kleinen seeförmigen Ausläufer des Drüsensees, wo ich gestartet bin. Öffentliche Verkehrsmittel zu diesem Startpunkt gibt es fast nicht: Montags bis Freitags fahren, laut Fahrplan, 5 Schulbusse und ein Abendbus, Samstag morgens zusätzlich einer in Richtung Mölln (Linien derzeit 8580 und 8581).

Hier kommt man also her

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_01.jpg

Hat fast ein bisschen Glen Affric-Flair ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_02.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_03.jpg

Und außer zahlreichen Spaziergängern mit Hunden jeder Form und Größe konnte man an diesem Sonntag, weil es am Morgen lange geregnet hatte, auch noch dem einen oder anderen seltenen Schnecken- bzw. Schnegel-Exemplar begegnen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_04.jpg

oder auch so einem Vertreter der hüpfenden Spezies

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_05.jpg

Regenpause

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_06.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_07.jpg

Am Ende des Sees wendet sich der Weg nach links

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_13.jpg

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und dann gleich wieder nach rechts, am Waldrand entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_09.jpg

Wie man sieht, folgen dann vorwiegend Linkskurven

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_11.jpg

auf das Hellbachtal zu

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_12.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_14.jpg

Kurz nach Passieren eines ausgesprochen tief sitzenden Hochsitzes versammelten sich erneut die Regenwolken und präsentierten im – in der Wanderliteratur als „romantisch“ bezeichneten – Hellbachtal das passende Wetter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_15.jpg

Kurz nach einem doppelstöckigen(!) Hochsitz naht eine Abbiegemöglichkeit zum Schwarzsee, wo mir zwei weitere Outdoorer in Regenklamotten begegneten :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_16.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_17.jpg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_18.jpg

Der E1 zeichnete sich auf dieser Strecke aus durch recht unkonventionelles Orientierungshinweise :grins:
Vor Regenschauern retten könnte man sich auch in diese kleine Schutzhütte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_19.jpg

am Hellbach

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_20.jpg

Kann sein, man trifft dort Käfer und Juniglöckchen?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_23.jpg
Die obligatorische Frage ;-): Was ist das für ein Käfer (ca. 1,5 cm lang)?

Nun noch ein bisschen durch Mischwald, dann wieder in Richtung Waldrand, Kühe gucken
(da rechts am Waldrand geht der Weg entlang)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_21.jpg

Und ab dieser Stelle wird's etwas unübersichtlich.
Nach rechts und dann aber geradeaus weiter ist richtig, trotz mehrerer Abbiege-Optionen und kaum erkennbarer weiterer Kreuzchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Moelln_GudowerMuehle_22.jpg

An der nächsten größeren Kreuzung mit Infotafel gehts dann weiter nach rechts, zur Gudower Mühle.

***

Hatte ich mich 2010 entschieden, an dieser Stelle nach Gudow abzubiegen, lief ich 2013 wieder zu dieser Kreuzung, um ein kleines Wegstückchen anzuschließen. Die Karte auf der Infotafel wurde inzwischen erneuert und stammt aus 2011. Auf der Kartentafel-Rückseite sind noch detailliertere Infos zu finden.

***

Nun also: Eines schönen Tages in 2013 ;-)

Das Wetter war warm und sonnig und außer mir waren noch zahlreiche Radfahrer unterwegs – laut Karte gibt es in diesem Gebiet auch diverse Radwanderwege, dessen Existenz mir 2010 noch nicht aufgefallen war. Nach dem Abbiegen geht’s hier links lang:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79355&title=e1-sh-moelln-guester-01&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79363&title=e1-sh-moelln-guester-03&cat=500)

Die Gudower Mühle liegt idyllisch, ist aber, trotz der vielen Hinweisschilder, die anderes vermuten lassen, Privatgelände.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79364&title=e1-sh-moelln-guester-04&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79368&title=e1-sh-moelln-guester-05&cat=500)

Der Weg biegt ab auf weniger sandigen Untergrund, die Sonne pratzelte, und ich lief von einem Schattenplätzchen zum nächsten

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79369&title=e1-sh-moelln-guester-06&cat=500)

Gleich darauf geht es wieder nach rechts weiter, das umliegende Gelände soll ab der letzten Kreuzung nicht betreten werden,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79370&title=e1-sh-moelln-guester-07&cat=500)

die Umgebung sieht tatsächlich so perfekt aus, als würden sich selbst die Tiere des Waldes daran halten,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79374&title=e1-sh-moelln-guester-08&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79375&title=e1-sh-moelln-guester-09&cat=500)

und auch wenn man auf den Wegen bleibt, duften die Nadelbäume herrlich und nach Urlaub :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79379&title=e1-sh-moelln-guester-10&cat=500)

Bevor der Weg unter der Autobahn hindurchführt, wird er zum schmalen Doppel-Trampelpfad

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_SH_Moelln_Guester_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79384&title=e1-sh-moelln-guester-11&cat=500)

und hinter der Unterführung hilft die Karte und der heruntergeladene Track, um herauszufinden, dass es jetzt rechter Hand weitergeht – die Bäume und Sträucher wurden für die nächsten Meter entfernt, und damit wahrscheinlich auch die Wegweiser, die bisher sehr zuverlässig auftauchten.

Dann wird der Weg wieder sandiger, manchmal konnte man nur auf schmalen Sandstreifen zwischen großen Pfützen hindurch balancieren. Kurze Zeit später eine Wegkreuzung, an der sich zwei große Fernwanderwege wieder trennen: Der E6, der sich einige Kilometer mit dem E1 teilte, geht nach links weiter, der E1 geradeaus, durch’s Naturschutzgebiet "Talhänge bei Göttin".

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79385&title=e1-sh-moelln-guester-12&cat=500)

Ein kurzes Wegstück bergab, dann gelangt man zur Straße, und am Ende der Allee ist, wenn man genau hinsieht, schon die Brücke über den Kanal zu erspähen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79386&title=e1-sh-moelln-guester-13&cat=500)
Blick zurück

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79387&title=e1-sh-moelln-guester-14&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79388&title=e1-sh-moelln-guester-15&cat=500)

Hinter dem Kanal geht unter anderem der Radwanderweg "Alte Salzstraße" entlang, aber auch sonst scheint Güster ein sehr quirliges Dorf mit zahlreichen Gästen zu sein, was sich durch zahlreiche Schilder ankündigt und dann später im Dorf bestätigte: Sie saßen – gefühlt alle – "beim Griechen" ;-)

Eine Alternative zum – laut Auskunft "riesigen" Campingplatz scheint ein Abbiegen am Kanal entlang zu sein: Hier führt ein Trampelpfad zu einem kleinen Campingplatz am Fluss (in Siebeneichen), der von der anderen Seite des Wassers über eine kleine Fähre erreichbar ist.

Nach wie vor eine gnadenlos idyllische Gegend hier ;-)

Meer Berge
31.05.2010, 20:47
Hallo Lina!

Dein weißes Blümchen könnte die "Schattenblume" sein?

Wenn du Lust hast, meld dich doch das nächste Mal, wenn du den E1 weitergehst. Mölln liegt ja gleich in meiner Nachbarschaft. Und ich fotografiere auch gerne :-) Vielleicht hast du ja Lust, mal ein Stückchen zusammen zu gehen?
Ich nehm auch ein Bestimmungsbuch für Blümchen mit ... :-)

Liebe Grüße,
Sylvia

lina
31.05.2010, 20:51
Gerne, feine Idee!
Ich bin nur nicht wirklich schnell (fotografiere u.a. immer zuviel ...) und weiß auch noch nicht, wann ich das nächste Mal die doch recht weite Anreise mache. Melde mich dann aber! *freu*

Meer Berge
31.05.2010, 21:04
-> PN :)

ich
31.05.2010, 21:51
Hi Lina,

da hab ich doch glatte an den Fotos den Weg erkannt ;-)
Wußte gar nicht, dass ich schonmal einen Teil des E1 gegangen bin!

lina
01.06.2010, 09:49
Welchen Teil?

Harry
01.06.2010, 15:57
Oh Lina,
da hat es dich wieder in die Ferne des E1 gezogen.
Schöne Fotos.

lina
01.06.2010, 17:36
Danke! :-)
Irgendwie wollte ich noch wissen, wie der Abschnitt dort weitergeht.
Wälder + Wiesen + Bäche + Seen sind einfach eine klasse Kombi :D

ich
01.06.2010, 21:32
Welchen Teil?
Der See mit dem kleinen "Balkon".

Werner Hohn
01.06.2010, 22:08
Papierkarte: Hatte diesmal nur „den Krause“ dabei. Der Weg ist recht gut mit weißen Kreuzchen markiert, verläuft ab ungefähr der Hälfte der Strecke jedoch unerwarteter :bg:

Du gehst jetzt nur mit dem "Krause", oder nur dort wo es keine Karten gibt? Welche Ausgabe ist das denn?

Spätestens wenn du in den Westerwald kommst, ist Schluss mit Arthur Krause. Ab da ist die E1-Markierung sehr lückenhaft. ;-)

lina
01.06.2010, 23:10
Ich habe die 8. überarbeitete Auflage 2008.

Normalerweise zeichne ich mir den Weg aber in einer Wanderkarte mit besserem Maßstab ein. Manchmal mit Vergleich mit den Mini-Karten-Ausschnitten der Webseite von Gut-zu-Fuß (http://www.gut-zu-fuss.de/Etappen.htm).

Zum E1 gibt es, nach Recherche, nicht wirklich viel Material. Für's gps bietet OSM (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Europ%C3%A4ischer_Fernwanderweg_E1) einige wenige Teilstücke an. Ich logge zwar immer mit, aber habe noch nicht die Zeit gefunden, herauszukriegen, wie ich die gps-Daten aufbereiten muss, um sie zu OSM schubsen zu können, momentan probiere ich noch diverse Programm-Kombis aus (bin aber noch im :motz:-Stadium :grins:). Neulich haben wir in Harrys ADAC-Kartensammlung den E1 zwar eingezeichnet gefunden, aber auch hier ist der Maßstab zu groß.

Diesmal war, wegen spontanem Entschluss, einfach keine Zeit, eine Karte zu organisieren. Finde ich zwar generell nicht weiter schlimm, der E1 ist ja nur eine Weg-Option, aber schön, wenn's trotzdem klappt :D

Die Infotafeln, die bei den letzten 3 Etappen oft in der Gegend 'rumstanden, waren auch ein bisschen hilfreich, man kann sie fotografieren und bei Bedarf ranzoomen.

Für den Westerwald habe ich wieder eine Karte, die ich mal ein einer Sonderangebotskiste gefunden habe. Danach ist wohl wieder Suchen angesagt ..

Werner Hohn
02.06.2010, 07:34
Für den Westerwald habe ich wieder eine Karte, die ich mal ein einer Sonderangebotskiste gefunden habe. Danach ist wohl wieder Suchen angesagt ..

Die Suche könnte kurz ausfallen. Von Brilon bis zum Bodensee habe ich alle Karten für den E1. Aber bis dahin ...

lina
02.06.2010, 11:06
Ohhhh, super! :bg: ... darf ich die bei Gelegenheit mal betrachten?

lina
02.11.2010, 00:56
E1 NDS, Etappe 17: Hameln/Forsthaus Finkenborn – Bösingfeld
Anreise: z.B. per Bahn bis Hameln, dann wird es schwierig, denn zum Forsthaus kommt man nur zu Fuß oder mit Auto. Weiter im Hinterland fahren nur Schulbusse, d.h. Montag bis Freitag (aber nicht an Tagen der Zeugnisausgabe :o )
Reisezeit: Ende Oktober 2010
Streckenlänge: ca. 20 km
Papierkarte: Topografische Karte „Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln“
(ISBN 3-89435-621-9)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert


Mal wieder war es Zeit, zu schauen, ob der E1 noch da ist :D

Also erst einmal zum Forsthaus Finkenborn, dann weiter durch den Wald schlendern, und kaum tritt man daraus hervor, landet man in einer anderen Jahreszeit :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_01a.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Das eingezäunte Gelände des Schullandheims kann man links liegen lassen und darf statt dessen einem Trampelpfad folgen, der bald auf's freie Feld führt.

Ginge man nach links, dann fände man, kurz vor Groß Berkel, auch eine Schutzhütte mit Spielplatz, welche an einer schmalen Anlieger-Straße liegt. Überraschenderweise gibt es hier zahlreiche Anlieger, zumindest samstags. Weiter in Richtung Dorf säumen Apfelbäume die Straße, deren Früchte augenscheinlich niemand sich die Mühe macht zu ernten.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Dem E1-Wegweiser nach biegt der Weg jedoch zur anderen Seite ab und verläuft bald darauf talwärts.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Man durchquert ein kleines Dorf mit einer noch sehr kleinen, aber schon mit einer Bank umbauten Dorf-Linde. Der Hund, vor dem per Schild gewarnt wird, tritt mit etwas Verspätung in großer zweifacher Ausführung auf: Ordnungsgemäß kläffen die beiden durch den Zaun. An der Kreuzung geht's links und ein Stück an der Straße entlang, dann darüber und schließlich schnurgerade weiter, immer rechts von einem mitten im Feld liegenden kleinen Wäldchen. Nach dem letzten verwitterten Zeichen an einem Strommasten muss man seiner Karte vertrauen bzw. improvisieren. Hier wurde die Wegführung wohl mal geändert, kein Pfad ist mehr zu sehen, also durch die Wiese

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

und nach der Kurve taucht, inmitten eines Gebüschs, an einem netten Plätzchen mit Bank, doch ein weiteres Zeichen auf. Da ich schon ein bisschen mehr Strecke zurückgelegt habe als hier beschrieben, beschließe ich für heute den Tag.

*

Am nächsten Morgen regnet es. Bis ich aufbreche, bessert sich das Wetter jedoch.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Die Königsförder Bauernhof-Fauna der umliegenden Höfe muht, kräht und gackert, während ich die Straße entlang in Richtung Gasthaus „Waldquelle“ laufe.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Die bekannten Zeichen E1 oder das weiße X auf schwarzem Grund sucht man vergebens, die „Waldquelle“ ist aber gut ausgeschildert. Nach einer Einmündung taucht ein erstes Andreaskreuz auf – ah, da hätte ich entlang laufen sollen, naja ...

Ein bisschen neben der Straße weiter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

dann diese überqueren und hoch in Richtung Wald. Die schräg röchelnden Töne aus den Wiesen hinter mir werden eindeutiger: das muss ein Esel sein. Das Gasthaus ist gut besucht, auch wenn niemand zu sehen ist – der Parkplatz ist voll.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Also ab in den herbstfarben leuchtenden Wald. Die Strecke sieht eher aus wie eine Wanderautobahn, und ich wundere mich, warum im Krause vermerkt ist, der Weg wäre oft zugewachsen. Trotzdem ist es abwechslungsreich, es gibt Laub- und Nadelbaum-Ansammlungen, und hin und wieder kann man Pilze gucken. Dass man auf einem Kammweg läuft, sieht man bei Blicken nach rechts, wo der Wald ab und zu einen Blick auf den gegenüber liegenden Hügelkamm freigibt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

In den Brombeerhecken findet sich inzwischen nur ab und zu eine schwarze Beere, die noch übrigen werden wohl rot bleiben. Dafür werden die Pilze zahlreicher

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)
und ich denke, dass es bestimmt jemanden bei ODS gibt, der die Pflanze auf dem rechten Foto kennt?
Edit: Wahrscheinlich Wolfstrapp (Wasser-Andorn)

Die Sonne strahlt inzwischen wärmer, und dieser seltsam geformte Pilz, links, könnte vielleicht eine Herbstlorchel (http://de.wikipedia.org/wiki/Herbstlorchel) sein? In der Nähe stehen noch einige Stinkmorcheln, ein paar weitere, unbekannte Pilze

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

und ein einziger noch nicht zerfließender Tintling

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Der Weg führt in ein Tal und wieder hinauf, und so langsam finde ich Krauses Beschreibung der Wegbeschaffenheit zutreffender. Auf meiner Karte ist eine schnurgerade Linie eingezeichnet, also ist die grobe Richtung klar, bis wirklich kein Weg mehr geradeaus geht. Versuchsweise laufe ich eine kleine Kurve und finde dann doch noch einen Pfad.

Der Nordic Walker im roten Jäckchen, der einige Meter hinter mir klackerte, ist erst einmal verschwunden, wahrscheinlich ist das hier zuviel Botanik für eine Nordic-Rennstrecke. Später taucht er über einen Seitenweg wieder auf. Meinen Schuhen macht es nichts aus, dass der Weg jetzt oft matschig ist, fein!

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Hinter dem nächsten Hügel und nach dem Nadelwäldchen mit vielen Hochsitzen ist der Weg dann völlig verschwunden. Der Boden war vorher schon recht oft aufgewühlt und ja, Wildschweine soll's hier tatsächlich viele geben, höre ich später (an Wildschweingulasch denke ich dennoch lieber erst wieder, als der Wald hinter mir liegt).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

An den Bäumen in der Ferne blitzt noch hin und wieder eine Markierung für Nummer 9, also geht es wohl mitten durch: Sumpftiefe testen und Schuhe fluten ist angesagt :bg:

Immerhin – das Dunkle da drüben müssten Herbsttrompeten (http://de.wikipedia.org/wiki/Totentrompete) sein, wenn ich die bisher auch nur in kleinerer Ausführung kannte. Ein schnelles Foto und noch schneller weiter, denn hier gibt's außerdem mittelgroße braunen Fliegen, die so ähnlich aussehen wie diese Hirschlausbiester. Zum Glück fliegen sie eher langsam, und man kann sie wegschnipsen, sobald sie gelandet sind.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Es wird heller, der Waldrand naht. Eigentlich möchte ich jetzt gerne meine Thermoskanne auspacken, aber die Flug-Fauna ist dagegen. Ok, weiter.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Diesen Weg rechts über den Hügel hätte ich eigentlich weiterlaufen müssen :roll:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Der Umweg über Reinerbeck war trotzdem auch hübsch :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Zurück mag ich nicht, lieber der Straße nach, hoch nach Reine, und dort den E1 wiederfinden. In Reine sind die Häuser größtenteils sehr alt und sorgfältig renoviert, die schließlich angepeilten Wegweiser an der Kreuzung auf dem Hügel strahlen schon von weitem

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Es folgt ein Stück Straße, laut Schild ist man jetzt unterwegs auf dem „Weg der Blicke“, AKA „Nordlippischer Bergpfad“. Dieser führt erst einmal durch's Extertal, und die Benennung „Grenzweg“ signalisiert das Betreten eines neues Bundeslands: Nordrhein-Westfalen. Wie ich später herausfinde (http://wikimapia.org/#lat=52.0514876&lon=9.1785622&z=15&l=0&m=b), ist Reine tatsächlich zur einen Hälfte niedersächsisch und zur anderen nordrhein-westfälisch.

Die Straße führt ebenfalls nach Bösingfeld, aber man kann auch durch den Wald, d.h. nicht um die Rechtskurve vorne

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

sondern geradeaus weiter, dann gleich wieder abbiegen (die Schilder häufen sich fast trotzig und lassen gar keine andere Wahl zu) und weiter nach oben

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

durch den Schilderwald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_26.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)
Solche Schädel gab's öfter – was könnte das für ein Tier gewesen sein? Eine Katze?

Vor lauter Bäumen und Schildern sehe ich den alten Mann zuerst nicht, der plötzlich in ziemlicher Lautstärke Unverständliches vor sich hin brummelt – hat er einen Hund dabei? Sieht nicht so aus, ich atme weiter. Langsam schlurft er durch den Wald auf ein Haus zu.

Weitere Schilder und Absperrungen leiten um die Gebäude herum, und weiter geht's, am Wasserwerk Bösingfeld vorbei ins Freie, zum Aussichtspunkt „Hohe Asch“ in 371 m Höhe. Von dort aus soll man unter Anderem das Hermannsdenkmal erspähen können.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_27.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Einen Aussichtsturm gibt es hier, der erklettert werden kann, die Gaststätte sieht aber geschlossen aus. Der Busfahrplan listet diesmal immerhin auch Samstag und Sonntag und lockt Wanderer mit dem Versprechen „Wir holen Sie wieder ab!“ Einige wenige Ausflügler sind zu sehen, die wollen aber nicht in den Wald – dafür büxt ihr Hund aus, flitzt auf mich zu und lässt sich kraulen, bis sie beim Wegfahren Ihres Wohnmobils merken, dass er nicht mit im Wagen ist.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_28.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Wegbetreffend scheint es hier mehrere Möglichkeiten zu geben. Ein Spaziergänger mit Dackel erzählt mir, er hätte neulich hier Leute getroffen, die aus Sizilien hier her gewandert wären und nach Flensburg weiter wollten – das hört sich doch nach E1 an! :D Ich erzähle, dass ich in Gegenrichtung zum Mittelmeer möchte, und wir stimmen überein, dass das heute abend wohl nicht mehr so ganz klappen wird ;-)

Die Schilder und Baumbemalungen sind zahlreich und widersprechen sich, es gibt verschiedene Varianten von X und E, aber kein E1, aber egal, der ist ja hier irgendwo in der Nähe und meine Karte sagt „Bösingfeld“.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_31.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19719&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Ich gehe geradeaus weiter über die Felder, dem verwitterten Holzwegweiser nach, bis es keine Markierungen mehr gibt, und dann einfach bergab. „Richtiger“ wäre wohl gewesen, gleich rechts, noch vor dem Waldrand, rechts runter zu laufen. Krause lässt den Schlenker über Bösingfeld völlig weg und geht gleich nach Hummerbruch, auf einem Weg, der in meiner Karte mit X5 sowie einem E im Kreis bezeichnet ist.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_29.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

Bei den beiden krausefreien Varianten kommt man jedenfalls nach einer Weile an diesem bunten Platz an. Neben dem Bauwagen gibt es auch eine Orientierungskarte, auf der die Linien noch nicht ganz verblichen sind.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Finkenborn_Boesingfeld_30.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19677&title=e1forsthaus-finkenbornboesingfeld&cat=500)

In Bösingfeld gibt es einige Markierungen an Laternenpfählen, wie sich der Weg hier aber hindurch schlängelt, werde ich bei der nächsten Gelegenheit rausfinden.

*

Übernachtungsmöglichkeiten mit Zelt: In etwa gleicher Entfernung von Bösingfeld gibt es gleich zwei Campingplätze: Zum einen der ganzjährig geöffnete Platz namens „Bambi“ in Schönhagen (nordöstlich von Bösingfeld), zum anderen der „Camping-Park“ in Eimke. Dieser liegt näher am weiteren Verlauf des E1, südwestlich von Bösingfeld, und ist ebenfalls ganzjährig geöffnet.

***

Quickmaps-Karte folgt noch :-)

lina
07.11.2010, 11:52
E1 NRW, Etappe 1: Bösingfeld – Schwelentrup
Anreise: Per Bahn bis Hameln oder Lemgo, dann per Bus bis Bösingfeld
Reisezeit: Anfang November 2010
Streckenlänge: ca. 14 km
Papierkarte: Topografische Karte „Naturpark Weserbergland, Schaumburg – Hameln“
(ISBN 3-89435-621-9)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert


Bösingfeld, Regen, ca. 10 Grad – bestes Wanderwetter :D

Ich spare mir die Schleife durch die Stadt und starte gleich im Wohngebiet an der Realschule Exter. Da es die letzten Tage ausgiebig geregnet hat, haben sich zahlreiche Bäche gebildet, unter anderem auch auf dem Weg. Immerhin, da die Erde dort kontinuierlich weggespült wird, ist es nicht sumpfig.

Zwischen abgeernteten Maisfeldern geht es erst einmal sanft bergan

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)
Popcorn-tauglich?

In 2 Stunden soll das Wetter besser werden, versprach der Wetterbericht – Pf-F würde jetzt bestimmt schon die ersten Vorboten erkennen :bg: Ich betrachte die verschiedenen Grautöne, versuche, etwas Blau zu entdecken und stapfe inzwischen weiter, auf das Wäldchen zu.

Zwischen Wald und Weg hat sich eine Hecke gebildet, und ich bin erstaunt, aus wie vielen verschiedenen Pflanzen sie sich zusammensetzt. Da es recht warm war in letzter Zeit, gibt es auch noch einige Sommerpflanzen, Geißblatt zum Beispiel

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Wiesen, Weiden -- es wird wieder ebener

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

da drüben ist die Hohe Asch

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

bald folgt ein weiteres Wäldchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

und auch die erste der in einigermaßen regelmäßigen Abständen aufgestellten Schutzhütten. Das sind meist einfache Dachkonstruktionen mit Bank, recht gut erhalten und wenig löchrig.

Die Beschilderung der hier entlang führenden Wanderwege ist zahlreich, leider aber vorwiegend verwirrend. Dass der E1 von Hameln nach Lemgo dem Hansaweg folgt (X9 = E1), kann man zwar oft lesen, es trägt aber eigentlich so gut wie gar nichts zur Orientierung bei.

Dies liegt hauptsächlich an der unsystematischen Verwendung von Xen und Zahlen in verschiedenen Kombinationen und mit zu ähnlichen Untergründen. Ab Linderhofe kommen dann noch weitere Farben dazu, die aber auch sonst für irgendwelche Baum-Markierungen benutzt werden. Man folgt also den am logischsten erscheinenden Farb-Zeichen-Kombinationen und hat sich im Nu verlaufen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Durch das Wäldchen geht es talwärts. Der Weg ist mit einer hohen Schicht Laub bedeckt, und der darunter liegende Boden hat schon gut Festival-Qualität.

Wald, Wiese,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

und in den Linkskurve vor der Rechtskurve vor der Straße sieht es edel aus – Sanatorium? Nobelhotel? Schottischer Landsitz? Weit gefehlt: Campingplatz Extertal-Eimke. Wow.

Zwischen Bahnlinie und Straße geht es nach links, nach Überqueren der Straße den Berg hoch. War ich erst noch sicher, dass ich richtig gelaufen bin, folgen die nächsten Zweifel: viele Zeichen, kein E1 :grrr: Ich schaue auf die Karte, mag nicht umkehren. Den Fassenberg hoch muss ich auf jeden Fall, also egal

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)
da ging's noch mit der Orientierung

Viele Pilze gibt's nicht mehr, dafür sprechen die Merkmale dieser Pilzfamilie auf dem folgenden Foto für Stockschwämmchen (http://de.wikipedia.org/wiki/Stockschw%C3%A4mmchen). Die habe ich früher viel gesammelt, weil es wunderbar aromatische Pilze sind, in ungewohnten Gegenden bin ich aber inzwischen vorsichtig, da es richtig fies giftige Verwechslungspilze gibt -- wer will schon vorzeitig den Spork abgeben?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)
da vorne bei den Ziegen geht's nach rechts weiter

Das Wetter wird nun sichtbar besser, und da in den letzten Tagen viel Laub gefallen ist, verwandeln sich Straßen auch schon mal in, naja, näherungsweise, Waldwege

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Trotzdem freue ich mich über den nächsten Trampelpfad, wieder bergauf, diesmal durch Mischwald und mit schönen Ausblicken in die umliegenden Täler

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)
November-Himbeere auf dem Winterberg

Nadelwald,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Laubwald, Straße – jetzt geht's in Richtung Nebel

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Die Lichtstimmung auf dem Dörenberg ist toll

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

und in der anderen Richtung gibt's das Ganze auch mit blauem Himmel

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Dann Abzweig nach rechts, ein Weg ist nicht zu erkennen. Der Bunker entpuppt sich als Häuschen der Wasserversorgungsbetriebe, und bis knapp oben sieht man erst nach Passieren der Markierung die jeweils folgende. Spannend. Irgendwann dann nicht mehr – Karte?? – Ich biege nach links ab, war wohl richtig, die Schutzhütten sind in meiner Karte eingezeichnet und da ist eine. Davor kleine Bänke und ein Tisch aus Stämmen für den ruhebedürftigen Wanderer (der auch sonst viele Gelegenheiten hat, sich auf Bänken niederzulassen).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Außerdem ein Fernmeldeturm. An dem geht der Weg jetzt links vorbei

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)
Bloß nicht den Pfeilen auf dem linken Baum um die Kurve herum folgen

Irgendwann komme ich zur Straße und finde den E1 wieder

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Es gibt diverse Hunde für Ohren und Augen und interessierte solche welche

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_27.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19837&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

sowie einen, der aktuellen Wanderstudie zufolge, völlig unterdimensionierten Wanderparkplatz an der nächsten Kreuzung

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_28.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)
Und die Vorwahl?
Dafür ist die auf dem Parkplatz ausgestellte Wanderkarte wirklich brauchbar: Der E1 ist farblich logisch eingezeichnet vom Winterberg bis Hillentrup (die vorherigen Karten zeigten den Weg von Reine bis Schwelentrup).

Außerdem steht da eine Bushaltestelle mit Abfahrtszeiten wochenends und abends, sogar stündlich! Es dunkelt so langsam und ich überlege, denke aber, dass ich die 4 km bis Schwelentrup noch schaffen müsste, also los

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_29.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Wenige Fotos noch, Waldwege, ich überquere den Stühnenberg, diesmal steht eine große Schutzhütte an einer Wegkreuzung, bevor es wieder talwärts geht.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_30.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_31.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_32.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)
Kann man diesem Rosa widerstehen? ;-)

Und schließlich die ersten Häuser von Schwelentrup

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Boesingfeld_Schwelentrup_33.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=19864&title=e1boesingfeldschwelentrup&cat=500)

Ich erreiche das Oberdorf. Hier gibt es eine Bushaltestelle, aber keinen Fahrplan mehr. Eine Anwohnerin verrät mir, dass ich durch's ganze Dorf, bis runter an die Kreuzung muss, um eine weitere Bushaltestelle zu finden, die aber vor Montag früh gegen 7 angefahren wird.

Ich flitze, weil die Abfahrtszeit in Linderhofe minus 4 km Fahrzeit gefühlsmäßig nur wenig Zeit lässt und schaffe es gerade so eben. Fein. Inzwischen hat es wieder angefangen zu regnen, aber ich fahre trocken und warm zurück nach Bösingfeld. Dort finde ich doch noch einen Rest der E1-Schleife durch die Kleinstadt, die ich am Morgen ausgelassen hatte.

*

Übernachtungsmöglichkeiten mit Zelt: Campingplatz Eimke

***

Anstatt Quickmaps-Karte wegen Wege-Entsprechung diesmal ein Link zu einem gpsies-track vom Hansaweg (http://www.gpsies.com/map.do?fileId=tzmnkcnktvxfrxwa).

Pfad-Finder
12.11.2010, 20:06
In 2 Stunden soll das Wetter besser werden, versprach der Wetterbericht -- Pf-F würde jetzt bestimmt schon die ersten Vorboten erkennen

Und wie man sieht, hätte ich Recht gehabt!:bg:

leider klappt das Herbeireden von blauem Himmel nicht immer, *hüstel*

Prachttaucher
14.11.2010, 20:37
Heute unterwegs auf Lina´s Spuren - Deister (Bad Nenndorf-Wennigsen) :

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1.jpg

Gute Anbindung, schöner Wald, leider stellenweise (v.a. im Bereich Nordmannsturm) Asphaltstraße und sehr, sehr viele Leute (Sonntag, gutes Wetter) . Richtung Wennigsen dann dafür sehr schöne Wege und einsam. ;-) Werde bestimmt wieder auf solche Schilder stoßen.

lina
08.01.2011, 21:17
@Prachttaucher: klasse, den Teil hatte ich weggelassen, weil mir der Deister zu überlaufen war.
Hört sich aber doch gut an :D

***

E1 NRW, Etappe 3: Schwelentrup – Lemgoer Stadtwald
Anreise: Per Bahn bis Hameln oder Lemgo, dann per Bus bis Schwelentrup
Reisezeit: Anfang Januar 2011
Streckenlänge: erster Teil: ca. 6 km
Karte: Ausdruck des gpsies-tracks vom Hansaweg (http://www.gpsies.com/map.do?fileId=tzmnkcnktvxfrxwa) oder E1 NRW bei OSM (http://www.openstreetmap.org/?relation=109827)
Trekkingstöcke: bei Nässe empfehlenswert

Mal gucken, was der E1 im Winter so macht, wollte ich heute. Je näher ich Schwelentrup kam, umso mehr Schnee gab es. Zwar nass und pappig, und ab und zu regnete es auch, aber mal sehen, wie weit ich komme. Zwischendurch gab's auch hin und wieder ein bisschen Sonne: 10 Grad Plus-Temperatur kann also auch so aussehen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

Auf einer kleinen kurvigen Straße ging es Richtung Kaffeestube/Friedhof, dann links weg und raus aus dem Dorf, vorbei an ehemaligen Weihnachtsbäumen (früher war bestimmt auch hier mehr Lametta ;-)). Die mehr oder weniger vereisten Traktor-Spuren, die fast überall die Wege durchpflügten, erwiesen sich manchmal als doch recht praktisch, um den Sohlen etwas Halt zu geben, alternativ war Pflatschen durch zahlreiche Tau-Rinnsale angesagt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

Die Wandererbänke hatten ganz offensichtlich Pause in Hillentrup

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

Vereinzelt gab es auch kleine Trampelpfade aus Fußspuren, die verhinderten, dass man bis über die Knöchel im Pappschnee einsank

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

Bergauf abwechselnd über kleine Pfade und Wirtschaftswege, dann ein überraschender Schlenker über eine Brücke des ortsansässigen Wandervereins

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

weiter bergaufwärts

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

wieder zu Tal, und über ein kleines Brückchen über die Maibolte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schwelentrup_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=21780&title=e1schwelentrup96-lemgo-2c-teil-1&cat=500)

Hatte ich vorher nur einen einzelnen Bergauf-Jogger und ein paar Spaziergänger mit Hund getroffen, wurde es hier langsam belebter. Auf Langlaufskiern, zu Pferd – wo kamen die nur alle her?

An der folgenden, ihren Namen wirklich verdienenden Schutzhütte mit kleinen Fensteröffnungen, einem schmalen Eingang, 2 Bänken darin und einer davor gab es dann keine Wegzeichen mehr. Erstaunlich, wo alles vorher doch recht ausführlich bezeichnet wurde. Laut Karte folgt, nach einem Abzweig nach links, ein Aufstieg auf den Windelstein.

Da die Dunkelheit schneller war als ich und der nach wie vor stark vereiste Weg zum Windelstein im Schein der Stirnlampe als wenig verlockend erschien, lief ich ein Stück retour und weiter in Richtung Neuenkamp, obwohl Lemgo in ähnlicher Distanz liegt. Teil 2 der Etappe folgt also noch, bei nächster Gelegenheit.

lina
06.02.2011, 00:48
E1 NRW, Etappe 4: Windelstein – Wahmbeck (sozusagen Teil 2)
Anreise: Per Bahn bis Lemgo, dann per Bus weiter
Reisezeit: Anfang Februar 2011
Streckenlänge: das gps sagt 15 km, das Programm auf dem Rechner sagt 11 km, also wohl irgendwas dazwischen
Karte: Ausdruck von OSM

Immerhin 8 Grad plus, Sturmböen, Nieselregen. Selten noch einige Schneereste, kurz: Windshirtwetter.

Ich startete diesmal in Lemgo-Lüerdissen am Wald, weil ich eigentlich wieder zu der Schutzhütte an der Kreuzung vor dem Anstieg zum Windelstein wollte. Es ging ein Weilchen bergauf, dann hätte ich wieder bergab laufen können, um dann erneut bergauf ...

Vor mir lag ein Forstpfad, der nach direkter Strecke aussah, und ich beschloss, den geraden Weg zu versuchen. Die Bäume knarzten und es stürmte, aus verschiedenen Richtungen, wie man an wirbelnden Buchenblättern sehen konnte, hmmja, die Unwetterwarnung, aber die war doch für woanders? :roll: ...

Es klappte: als ich oben ankam sah ich schon das weiße Kreuzchen und die Aufschrift E1 vor mir. Fein. Wenige Meter weiter sah man auch schon die geräumige und von 2 Seiten geschlossene Windelstein-Schutzhütte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)
So schön wohnt ein NABU ;-)

Danach taucht man in Nadelwald ein.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)

Je nach Blickwinkel warten kleine Skurrilitäten

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23677&title=lemgo-03&cat=500)

So war es fast unvermeidlich, bei diesem Anblick an Musikalisches zu denken, etwa an den Klassiker Hestekor (http://svt.se/hogafflahage/hogafflaHage_site/Kor/hestekor.html) (wer's noch nicht kennt: Pferde nacheinander anklicken (es braucht ein bisschen abstimmende Feinarbeit für den richtigen Takt))

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)

Weiter gings, abwärts durch wieder vorwiegend Nadelwald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)

Die Büsche, von denen diese Blütenstände sind, sind etwa 1,50 m hoch weiß jemand, was das ist?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)
Mit Pluster

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)
ohne

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)
und die Aussichtsturm-Variante

A propos Aussichtsturm: Auch wenn keine Markierungen für den E1 mehr zu finden sind: man geht direkt darauf zu, wenn auch auch nicht aus dieser Perspektive:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23909&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)
Mal wieder verlaufen, der E1 trifft erst weiter vorne ein, von links ...

Das Restaurant war geschlossen, im Sommer ist da bestimmt mehr los. Dann weiter bergab, Richtung Lemgo, noch etwas parallel zur Stadt und schließlich längere Schlenker durch die Straßen, vorbei an den Stadtwerken und durch einen kleinen Park.

Lemgo ist eine alte Hansestadt und der E1 macht eher einen Bogen um die Innenstadt, man geht auf Wall-Anlagen entlang und allein der Anblick einer alte Stadtmauer, Reste einer Festung und ein Wassergraben locken zu einem ausgiebigeren Erkunden. Für Jogger und Radfahrer gibt es zusätzlich Ampelschaltungsanlagen, die für reguläre Fußgänger zeitlich nicht reichen – am Zebrastreifen angekommen wurde mir klar, warum der Gartenpfleger samt Schubkarre, der zunächst hinter mir lief, plötzlich einen Sprint hinlegte: er hatte mich den Schaltknopf drücken gesehen :bg:

Das Wetter lud jedoch nicht wirklich zum Häuser-Gucken ein, und auch der bevorzugte Gebrauch von Comic Sans in manchen Ladenauslagen wirkte in Kombination mit dem Angebot etwas abschreckend. So entschied ich mich erst einmal gegen eine weitere Stadtbesichtigung und freute mich, als die Wege wieder durch Wohnviertel führten und schließlich autofreier wurden

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)

Blick zurück auf Lemgo und Brake, vom Biesterberg aus

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)

An einer dreiseitig geschlossenen Schutzhütte mit Bank, Aussicht und Feuerstelle vorbei bog der Weg ab, nach einigen hundert Metern auf hübschen Trampelpfaden weitete sich die Landschaft wieder, und man konnte Sturmböen und Regenfronten erneut ausgiebig genießen ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)
Trampelpfade und Blick zurück – der letzte Wegweiser war etwas irreführend

Weiter ging's in Richtung Wahmbeck (verbunden durch ein paar große Höfe mit Wahmbeckerheide).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Lemgo_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=23697&title=e1windelstein96-wahmbeck&cat=500)

Für Wanderer, die sich verlaufen (d.h. nicht vor der Bundesstraße rechts abbiegen, um sie zu unterqueren) gibt es an der Kreuzung nach Wahmbeck bzw. Wahmbeckerheide übrigens noch eine Chance auf Richtungsänderung: ein Schildchen mit Richtungsangabe. Hatte ich bisher außerhalb des E1 noch nirgends gesehen, obwohl ich mich schon mehrmals verlaufen habe :bg: Diesmal nicht – ich wollte zurück zum Ausgangspunkt und ab Wahmbeckerheide fahren Busse (deren Streckenverlauf auf meinem OSM-Kartenausdruck praktischerweise eingezeichnet war).

lina
14.02.2011, 15:28
E1 NRW, Etappe 5: Wahmbeck – Detmold
Anreise: Per Bahn bis Lemgo oder Detmold, dann per Bus weiter
Reisezeit: Mitte Februar 2011
Streckenlänge: ca. 12 km
Karte: Ausdruck von OSM

Start im kleinen Örtchen Wahmbeck, einem Ausläufer von Wahmbeckerheide

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)
Blick zurück und nach vorne

Später geht der Weg tatsächlich mitten durch einen Hof. Und weiter durch ein Waldstück, hinauf auf den Gretberg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)
Hofdurchgang, gesäumt von Restschnee-Glöckchen

Es nebelte kräftig, und es gab ein paar Tierspuren, sonst keine

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Durch Loßbruch dann weiter auf den Rotenberg, zunächst bergauf

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

und dann bergab schlängend in Richtung Steinbruch

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

selbigen rechts liegen lassend. Die Wege sind gut sichtbar markiert

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Verschneite Wohnungstätten überall

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Nach Loßbruch geht es hinauf auf den Rotenberg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Hier sieht es im Frühling bestimmt toll aus, derzeit findet man jedoch hauptsächlich Baumpilze

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Wieder ins Freie, hier steht ein Wegweiser zu einer Schutzhütte in 300 m Entfernung, außerdem ein Wegweiser mit dem Vermerk „Cheruskerweg“

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Bergab, auf die wenigen Häuser Oetterns zu, kam dann tatsächlich die Sonne raus und lud zu einer Teepause auf einer Bank mit Aussicht am Waldrand ein (das sonntägliche Sortiment der Bäckereien im Lipper Land sowie deren Öffnungszeiten sind, jedenfalls nach bisherigen Erfahrungen, grandios :cool:)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Dann weiter auf befestigten Wegen/Straßen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

und hinunter nach Klüt, was durchquert wird

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)

Nach einem kleinen Industriegebiet in Detmold folgt ein Wohngebiet und danach eine optisch sehr ansprechende Schleife durch die Stadt, schließlich über Wallanlagen entlang eines Wassergrabens

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Wahmbeck_Detmold_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24239&title=e1wahmbeck96-detmold&cat=500)
Twittern lässt es sich hier wohl schon länger ... ;-)

Anschließend geht es bergauf zum Hermannsdenkmal.


Insgesamt ist dieser Wegabschnitt sehr häuserlastig, d.h. „Häuser-Gucken“ muss man schon mögen. Aber die Altstadt von Detmold ist hübsch, und wer mag, kann interessante Museumsbesuche einplanen.

Der weitere Wegverlauf sieht wieder mehr nach Waldwegen aus.

*

Noch zur Wegebezeichnung: Lief man bis Lemgo auf dem Hansaweg (X9), geht es in Richtung Detmold bis zum Herrmannsdenkmal auf dem Cheruskerweg (X3) weiter, gefolgt durch den Herrmannsweg (bis zu den Externsteinen). Hier schließt sich dann der Eggeweg an.

ursstotz
15.02.2011, 02:11
Hallo Lina,

ganz schöne Bilder, danke schön!
Bei deiner Motivwahl und Bildkomposition kann ich sehr viel lernen.
Den Bericht werde ich durchlesen, wenn ich mehr Zeit dazu habe. Bis jetzt habe ich nur wenige Sätze überflogen, aber die machen mir Spass um mehr zu lesen.

Gruss
Urs

lina
20.02.2011, 11:26
Hallo Urs, besten Dank! :-)

*

E1 NRW, Etappe 6: Detmold – Holzhausen
Anreise: Per Bahn bis Detmold
Reisezeit: Mitte Februar 2011
Streckenlänge: ca. 10 sehr hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Am Waldrand, kurz vor dem Aufstieg zum Hermannsdenkmal, gibt es nochmal eine Schutzhütte mit Aussicht

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Der Teutoburger Wald erscheint dunkel, seeehr dunkel. Außer Unterholz und abgeholzten Zweigen gibt es hier auch Steinbrocken. Aber 9 n. Chr., als sich hier (vielleicht, der Ort ist umstritten) Germanen und Römer kloppten, war es bestimmt noch viel dunkler, und unwegsamer ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Die anfangs geteerten Wege werden bald zu Trampelpfaden, der Boden ist hart gefroren und manchmal, wenn man auf Tannenzapfen tritt, rollt man mit dem Schuh wieder ein Stück rückwärts

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)
Sind das eigentlich Judasohren (Judasohr (Auricularia auricula-judae)) (Auricularia auricula-judae)?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Unterhalb des Denkmals von Hermann the German (AKA Arminius, Fürst der Cherusker) hat man dann die Wahl, ob man den folgenden Aufstieg lieber auf die leichte Tour absolvieren möchte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

So heftig wie angekündigt ist die steilere Variante aber auch nicht, die querliegenden Bäume gehören bestimmt nicht zur generellen Grundausstattung :grins: Außerdem könnte man sich alle paar Meter auf eine Bank retten. Weiter oben warten schöne Ausblicke ins Umland – bestimmt noch besser, wenn das Wetter weniger diesig ist.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Archäologische Fundstücke gibt es hier auch einige. Man kann sie über einen speziellen archäologischen Wanderweg näher erkunden, er ist z.B. auf Infotafeln aufgezeichnet

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Der Wind pfoff wirklich eisig, aber es gab schon Frühlingsboten

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_08a.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Und erst ganz kurz davor erblickt man dann auch das Denkmal – per daneben liegendem Klettergarten kommt man auch selbst fast bis ganz in diese luftige Höhen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Der riesige Parkplatz und die touristischen Anlagen waren fast ausgestorben bzw. hatten noch Winterpause, und nach Passieren des doch etwas eigenwilligen Denkmal-Anzeigers, der mich eher an an ein anderes deutsches Urgestein (http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Erhardt) erinnerte, geht der Weg dann ein kleines Stückchen neben der Straße entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

wonach man dann aber wieder in den Wald eintauchen darf. Seit dem Denkmal hat der Weg seinen Beinamen geändert: Man läuft jetzt auf dem gut markierten Hermannsweg.

Solche Wanderautobahnen tendieren ja etwas dazu, langweilig zu werden

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

aber meistens hilft es, ein bisschen genauer hinzuschauen, was es sonst noch zu sehen gibt

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)
das ist wahrscheinlich ein Schimmelpilz

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_13a.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Diese Abbiegung war zwar, im Nachhinein betrachtet, falsch, aber der vorwiegend sandige Pfad/teilweise Hohlweg war viel hübscher :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Auf dem Kamm gegenüber wäre es weiter gegangen, aber egal, nach dem Pfad kann man auch links abbiegen, dann passt es wieder. Der Weg geht an einem Café vorbei, nach Berlebeck. Fast überall hier gibt es Lippischen Pickert im Angebot, das sind kleine Pfannkuchen aus Kartoffel-Hefeteig, die man, entweder mit Marmelade oder mit Leberwurst bestrichen, zum Kaffee verzehren kann.

Meine Teepause fiel diesmal sehr kurz aus, und ich mochte meinem Thermometer kaum glauben, das gerade mal schlappe minus 2 Grad anzeigte. Es wäre wirklich besser gewesen, diesmal die wärmeren Handschuhe mitzunehmen. Die Hände in den Pullover-Ärmeln vergraben und Weiterlaufen hilft aber, die Finger wieder aufzutauen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Nach einer kurzen Strecke durch Wohngebiet passiert man die Adlerwarte, hier geht es recht steil bergab.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

an einem Flüsschen mit sehr klarem Wasser entlang, über die Straße und dann wieder bergauf auf den Sternberg. Der Weg schlängelt sich durch den teilweise wieder sehr unterholzreichen Wald (meistens Fichten, viele Birken, wenige Buchen, ein paar Lärchen)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Wegkreuzung

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

weiter aufwärts und später dann auf einem befestigteren Weg nach links weiter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Hier sieht man schon den Kurort Holzhausen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Der Weg dorthin geht, vorbei an der Vogel- sowie der Sachsentaufe, bergab

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24399&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

später durch eine botanisch überraschende Freifläche: eine Heidelandschaft, bedeckt von Blaubeersträuchern. Wäre man nicht so weit nördlich, dann dächte man fast an Olivenhain-Terrassen und tatsächlich: die nachträgliche Recherche ergab, dass die Anwohner in diesem Bereich früher wirklich Gärten angelegt hatten. Inzwischen wird das Wasserschutzgebiet eher touristisch genutzt, es ist durchzogen von zahlreichen Wegen, und an vielen Stellen stehen Bänke & Papierkörbe

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Detmold_Holzhausen_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24393&title=e1detmold96-holzhausen&cat=500)

Bei besserem Wetter sollen die Ausblicke hier grandios sein.

Sternenstaub
20.02.2011, 12:11
wieder eine sehr schöne Etappe, Lina. Ich lese diesen Bericht hier immer sehr gern, gerade weil er so unspektakulär daher kommt. Fein.
Vielleicht kriege ich es ja geregelt, dass ich im nächsten Jahr mit meinem Fernwanderweg beginnen kann. ;)

lina
20.02.2011, 14:50
Danke Sternenstaub :cool:
Welchen Fernwanderweg möchtest Du denn gehen?

Prachttaucher
20.02.2011, 17:38
Von mir auch ein Dankeschön, dachte ich doch gerade, daß es mal wieder Zeit für den Teutoburger Wald wird.

In der Ecke war ich öfters, aber meist auf Wegen südwestlich vom Hermannsweg. So viel Ortsberührung ist gerade hier, wo der Waldstreifen eine ziemliche Breite hat und viele (kleinere) Wege existieren, ja eigentlich nicht nötig. Was einen zu den Kriterien für den Wegverlauf von Fernwanderwegen bringt.

Leider gerät man dann aber schnell in Hörweite vom Truppenübungsplatz Senne, was Dir wohl erspart geblieben ist ?

:p Ist trotzdem eine schöne Ecke, wo man sich einige Touren überlegen kann.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/bandel.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24413&title=bandel&cat=500)

lina
20.02.2011, 18:00
So ein kleines Dorf ab und an finde ich eigentlich gar nicht so schlecht, weil man da gut seine Wasservorräte ergänzen kann, ohne einen Wasserfilter mitschleppen zu müssen. Und meistens ist man da ja schnell durch. Nur Wege durch Industriegebiete sind meist ätzend. Und ich mag, wie wahrscheinlich die meisten hier, lieber kleinere Pfade als Wanderautobahnen, die ja leider gerade in stadtnahen Erholungsgebieten häufig vorkommen.

Alles in allem ist die Wegführung des E1 bisher aber ziemlich ok. Viele Leute trifft man außerhalb der touristischen Sehenswürdigkeiten/Städte auch nicht, tagsüber ein paar wenige Jogger/Nordic Walker und gegen Spätnachmittag dann meist noch ein Schwung Hundespaziergänger. An besonders grimmigen Tagen auch oft nur letztere.

Vom Truppenübungsplatz habe ich nichts gemerkt, vielleicht weil Samstag war. Ist der denn überhaupt noch in Betrieb?

Werner Hohn
20.02.2011, 18:15
So wünschenswert eine naturnahe und auf kleinen Wegen basierende Wegführung auch immer ist, aber für Wege dieser Länge wäre das nur mit einem Riesenaufwand umzusetzen.

Wenn die E-Wege mit den Vorgaben der heutigen "Premiumwege" angelegt würden, gäbe es kein Ende.

Beispiel E1:

Flensburg-Konstanz mit dem Auto 980 km, zu Fuß über den E1 schon 1.800 km, die sich verdoppeln, sobald die Wegführung nach zurzeit modischen Gesichtspunkten geändert würde. Von den Kosten gar nicht zu reden. Leider stehen den Wandervereinen nur Bruchteile des Geldes zur Verfügung, das zum Beispiel Rheinland-Pfalz für seine neuen Wege ausgibt.

Eine Kostenalternative wäre das Sponsoring durch die Wirtschaft, wie es beim Goldsteig gemacht wurde. Der ist nach einer dortigen Käse- und Molkerei benannt.

Harry
20.02.2011, 19:40
ah, die Wege kommen mir bekannt vor.

Der Klettergarten am Hermannsdenkmal macht richtig gaudi.
Übernachtest du auf deinen einzel Touren auch oder fährst du immer heim?

Prachttaucher
20.02.2011, 20:26
Einkehrmöglichkeiten sind mir auch sehr willkommen, durch einen ganzen Ort gehen stört das Naturerlebnis für mich eher. Stimmt aber schon, daß man beim Gehen von Alternativwegen schnell zusätzliche Kilometer und vielleicht noch schlimmer zusätzliche Höhenmeter geht. Seit meiner Winterberg-Umgehung (Rothaarsteig) weiß ich das auch gut.

@lina : Kenne die ganz neue Entwicklung nicht mehr, aber laut hier (http://www.augustdorf.de/aug-buergerservice3cbr-3erat---verwaltung/sennesperrzeiten/februar-2011/sennesperrzeiten-februar-2011-.html) sieht´s noch sehr aktiv auf der Senne aus. Vielleicht war wirklich Ruhe, der Wind günstig oder der E1 verläuft ausreichend davon entfernt. Sei froh - Panzerlärm kann die schönste Natur nicht aufwiegen.

Peet
21.02.2011, 11:32
Ich bin wirklich begeistert von der Makrosicht, die hier total oft vorkommt. Wenn ich wandere, dann bekomme ich diese ganz kleinen Details nicht mit. Das ist mir aufgefallen, als ich die Bilder hier im Thread gesehen habe. @lina: Finde ich ganz toll, was Du am Wegrand siehst. Machst Du etwas mit Biologie oder ähnliches, dass Dich dahin verbindet?

LG, Peter.

Atze1407
21.02.2011, 12:03
Ich bin wirklich begeistert von der Makrosicht, die hier total oft vorkommt. Wenn ich wandere, dann bekomme ich diese ganz kleinen Details nicht mit.

Ach mach dir nichts daraus, da bist Du wahrscheinlich nicht der einzige der nur den Weg von A nach B sieht, und dabei die schönen und kleinen Dinge am Wegesrand nicht wahrnimmt. ;-)

@ lina
Machste fein.

lina
22.02.2011, 12:34
@Harry: Im Winter müsste ich, da ziemliche Frostbeule, zuviel mitschleppen. Sobald es aber wärmer wird, ist Übernachten wieder drin.

@Peet & Atze: Danke Euch zwei!
Bio ist es nicht, eher ein schon immer vorhandenes (und auch berufshalber trainiertes) Interesse an Farben, Formen, etc.. Erweitert durch die Möglichkeit, herauszufinden, ob man eine Pflanze eventuell kulinarisch verbraten könnte ;-) Noch viel mehr entdeckt man, wenn man mal mit Skizzenbuch, Stiften und Farben unterwegs ist, nur muss man dafür mehr Zeit einplanen.

Prachttaucher
22.02.2011, 12:58
:D Mit einem geeigneten Daunenjäckchen ist das Rumsitzen am Nachmittag/ Abend eigentlich kein Problem :bg: und eine Runde schwitzen im Schlafsack auch nicht. 500 g Gewicht und 4 Liter Volumen geht noch.

:( Es stört eher das Wetter : In der Woche meist super und zum Wochenende naß und windig - da ist eine Tagestour dann wohl angenehmer. Meine jetzigen Pläne geraten auch wieder ins wanken, dabei ist´s gerade so Klasse draußen.

lina
22.02.2011, 13:30
Ist ja nicht so dass ich nicht wollte :bg:

Nur stelle ich fest, dass mir mein momentaner Rucksack-Inhalt mit der Zweitgarnitur trockener Unterzieh-Merinos (über deren Mitnahme ich regelmäßig sehr froh bin) manchmal schon zuviel ist, gerade wenn es mal wieder dauerregnet und man eh noch die Regenklamotten mitschleppt.

Dazu kämen noch Zelt (2000 g), Schlafsack (1200 g) und Isomattenstapel (680 g (wenn kälter: 880 g) + 390 g). Und ein größerer Rucksack. Im Sommer ist das wesentlich leichter.

Prachttaucher
22.02.2011, 13:47
... Im Sommer ist das wesentlich leichter.

Da hast Du natürlich recht, aber mit den richtigen Teilen ist´s nicht ganz so schlimm. So reicht mir z.B. eine Downmat short ohne zusätzliche Isomatte, Zweitgarnitur habe ich nicht mit. :cool: Bei Minusgraden ziehe ich aber nur los, wenn das Wetter halbwegs paßt. :roll: Richtig schwer finde ich die Schneeschuhe, wenn die dann doch am Rucksack getragen werden müssen. Ich bekomme meine Sachen dann so gerade in den 50+10, im Sommer gut in den 40+10.

:D Eine "weiße Übernachtung" ist auf jeden Fall schon ein besonderes Erlebnis - macht irgendwie süchtig und läßt das Schleppen vergessen.

lina
22.02.2011, 14:01
:D Eine "weiße Übernachtung" ist auf jeden Fall schon ein besonderes Erlebnis - macht irgendwie süchtig und läßt das Schleppen vergessen.

Stimmt, ich liebe Winterzelten!
Nur meine Knochen mosern, wenn ich zuviel Zeugs mit mir rumschleppe. Es gibt aber durchaus noch Optimierungsspielräume ;-) Und gar nicht rausgehen möchte ich auch nicht, da mache ich lieber erstmal nur Tageswanderungen.

lina
27.02.2011, 19:15
So, noch ein weiteres Stückchen E1 :D

E1 NRW, Etappe 7: Holzhausen – Abzweig Velmerstot
Anreise: Per Bahn bis Detmold oder Horn Bad Meinberg, dann per Bus weiter
Reisezeit: Ende Februar 2011
Streckenlänge: ca. 10 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Strahlend blauer Himmel begrüßte mich im Hudewald am Bärenstein, im Örtchen Holzhausen, obgleich die Wettervorhersage Wolken, Regen und Kälte angekündigt hatte. Inzwischen hatte ich ein wenig recherchiert über die Externsteine und war gespannt, was mich erwarten würde.

Gleich zu Beginn des Weges kann man Näheres über den vor einem liegenden Wald erfahren: Eine Tafel informiert darüber, dass der Hudewald zu seinem Namen kam, weil er noch bis ins vergangene Jahrhundert als Weide-Wald genutzt wurde, d.h. Schweine, Ziegen, Schafe und Rinder wurden in den Wald gebracht, damit sie sich an den Baumfrüchten (Eicheln, Bucheckern, Blaubeersträucher) satt fressen konnten. Die Zweige der Bäume wurden extra so geschnitten, dass sie eine große Menge an Früchten hervorbrachten.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Heutzutage kann man zu bestimmten Jahreszeiten noch immer Schafe und Ziegen zwischen den Blaubeersträuchern finden. Und natürlich Blaubeersammler und Touristen ;-) Für letztere gedacht sind wohl auch die in diesem Abschnitt zahlreichen und ohne Ausnahme alten, fast schon versteinert anmutenden Aussichtsbänke. Die Idee englischer Gartenarchitekten, dass beim Platz-Nehmen auf einer solchen Bank sich überraschende Ausblicke bieten, gilt hier zwar nicht, aber schön sind die Aussichten auch so.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Neben der Ilex (Stechpalme) mit ihren giftigen, gerade zur jetzigen Jahreszeit roten Früchten, wachsen zwischen den Heidesträuchern auch noch Wacholderbüsche.

Noch geht man den Herrmannsweg entlang, und bald lugen auch schon die Externsteine durch die Bäume

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

zu deren Füßen sich ein See erstreckt

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

noch überfroren und mit interessanten Mustern auf der Eisfläche. Im Gegensatz zu diesem Anblick strahlte die Sonne aber so warm, dass man die Eisfläche und die hier und da liegenden Schneereste nur verwundert betrachten konnte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Schon von weiten waren Stimmen und Gesänge zu hören gewesen, die verblüffend gut zur Kulisse passten: eine Männer und eine Frauenstimme nutzten offensichtlich die gute Akkustik des Ortes, und beim Näherkommen erspähte ich eine Frau mit einer Trommel in einer der Höhlungen im Fels.

Oben auf den Externsteinen und auch drumherum waren einige Besucher der prähistorischen Kultstätte mit ihren in den Stein gemeißelten Skulpturen zu sehen. Heiden, Christen, Priester, Teufel, Hexengeschichten – all dies wird lebhaft in Zusammenhänge mit diesen Felsformationen gebracht.

Beeindruckend waren auch die filigranen Brücken und Treppen zwischen den Sandsteinfelsen. Der sog. Osning-Sandstein, aus dem die Externsteine bestehen und der auch die Basis des Teutoburger Waldes bildet, ist, im Gegensatz zu anderen Sandsteinen, wohl sehr resistent gegen Wettereinflüsse.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

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Eigentlich hätte ich dann dem H (der Bezeichnis des Hermannsweges) folgen sollen und um die Externsteine herum gehen, ich ließ mich aber von der auf früheren Streckenabschnitten gewohnten Markierungen des E1, nämlich dem weißen X auf schwarzem Grund, ablenken. Dieses bezeichnet hier nur leider nicht den E1, sondern den Eggeweg (der hier beginnt und dann später in weiten Teilen mit dem E1 übereinstimmt).

So lief ich zunächst also erst einmal ein Stück den Eggeweg entlang, dessen tiefster Punkt mit 200 Höhenmetern übrigens an den Externsteinen liegt. Der Hermannsweg läuft rechts oberhalb parallel zum Eggeweg und ist, wie ich später herausfinden sollte, landschaftlich abwechslungsreicher.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

An einer Bank fand ich das Zeichen „E1“ wieder, und bog ab, auf einem Pfad nach oben und vorbei am Lönsstein (bisher habe ich nicht herausgefunden, wieso es ausgerechnet hier einen Lönsstein gibt)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Als der Weg auf der Höhe nach rechts abbog, war mir klar, dass ich jetzt den Hermannsweg, und zwar in Gegenrichtung, erwischt hatte, auf dem ich schon vorher hätte laufen sollen.

Die Sonne schien und die Landschaft war grandios. Ich ging deswegen einfach weiter zwischen Heideflächen bis zum nächsten Waldrand und kehrte erst dort wieder um. Ab hier also wieder die „echte“ Strecke auf dem E1

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)
Einer der kleinen Pfade, die in die Heide hinein führen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)
da ich bergauf fotografiert hatte, hier logischerweise ein Blick zurück

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)
und noch ein Blick zurück

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)
noch einer, hier geht's eigentlich den Berg wieder runter

und wieder am Lönsstein vorbei. Nach einem Stückchen Wirtschaftsweg wird die Bundesstraße unterquert, danach geht es wieder bergauf, ebenfalls auf Wirtschaftswegen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Der Anblick des Mountainbikers, der mir zu Fuß und mit einem zerschlissenen Radmantel über der Schulter entgegen kam, ließ aber auf kommende spannendere Waldpfade hoffen, was sich später auch bewahrheitete

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Nach dem schon etwas knorrigeren Abstieg, dem Wegweiser zur Silbermühle (einem recht großen Gasthaus und Waldhotel) hinterher, führt der Weg dann durch's Silberbachtal, das zu Recht mit dem Begriff „wildromantisch“ beschrieben werden kann.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Hier kann man entweder auf dem Eggeweg oder auf dem Hermannsweg laufen (ab und zu auch auf beiden zugleich), wobei der Hermannsweg, soweit ich das beurteilen kann, oft die wurzelreichere Variante bietet.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)
Winter? – Pffft!!

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)
Feines Terrain für Wanderstiefel und Mountainbiker :bg:

Hier geht's links entlang weiter zu den höchsten Bergkuppen des Eggegebirges, der 468 m hohen Preußischen Velmerstot sowie der 441 m hohen Lippischen Velmerstot (die richtige Worttrennung ist übrigens nach dem r, also: Velmer-stot (Stot = Steilhang oder Stute, je nach Interpretation)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Es folgten Wirtschaftswege bergauf

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

und schließlich der Aufstieg zur Velmerstot

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Externsteine_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24603&title=e1holzhausen96-abzweig-velmerstot&cat=500)

Da es fortschreitend dunkler wurde, habe ich letzterer nach einer kleinen Teepause jedoch auf das nächste Mal verschoben und lief stattdessen weiter bergab zum 2 km entfernten Bahnhof Leopoldstal. Beim Warten auf die Öffis konnte dann die morgendliche Wettervorsage schließlich doch noch als zutreffend bewertet werden.

Prachttaucher
27.02.2011, 21:06
:o So kurz vor dem Eggeturm abgebogen ? Ohne gutes Wetter hat man allerdings nicht so viel davon und irgendwie braucht man dann doch meist länger als gedacht. Ich mußte dann einmal im Dauerlauf nach Leopoldstal runterrennen, um meine Bahn noch zu erwischen.

Vor dem Kuchen der Silbermühle hätte ich Dich sonst gewarnt - ein mit Sirup getränktes Etwas. Bei Sonne sitzt man da dafür sehr schön.

Mit dem Wetter hattest Du Glück, bei mir (ganz in der Nähe), gab´s nur ganz kurz etwas Sonne.

lina
27.02.2011, 21:46
Ja, ich habe die Möglichkeiten betrachtet, wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kommen, und ein Bahnhof ist da ja immer recht praktisch ;-) Dass ich bei der vorherigen Etappe nicht mehr, wie eigentlich geplant, bis zu den Externsteinen weiter gegangen bin, hatte sich auch als gut herausgestellt, z.B. für die Vorfreude. Wenn man nicht zum Bahnhof möchte, kann man natürlich auch anders planen.

Bei der Silbermühle war nix los. Wahrscheinlich noch zu früh im Jahr, obwohl doch einige Spaziergänger unterwegs waren – und die wussten vielleicht um den Kuchen :bg:

Prachttaucher
28.02.2011, 07:53
so sah es an Pfingsten (Mai) dort aus : http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/sm1.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24612&title=sm1&cat=500)http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/sm2.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=24613&title=sm2&cat=500) - den sonnigen Eggeturm zeige ich aber nicht, um Dir die Vorfreude zu lassen. Wenn es für Dich auf dem Eggeweg weiter geht, bist Du mich ab Willebadessen wieder los. Wobei ich die Lücke zum Rothaaarsteig (Brilon) auch bald schließen möchte.

lina
28.02.2011, 08:21
Klasse, vielen Dank! Bäume mit Blättern sind halt immer noch mal einen Zacken besser! :D Kann gut sein, dass ich mir irgendwann nochmal ein paar Frühling-/Sommervarianten der Gegend anschauen gehe.

lina
09.10.2011, 23:16
Lange hat mich der E1 nicht mehr gesehen, aber dieses Wochenende dachte ich, ich laufe mal wieder ein Stückchen :D


E1 NRW, Etappe 8: Leopoldstal – Bad Driburg
Anreise: Per Bahn bis Leopoldstal
Reisezeit: Anfang Oktober 2011
Streckenlänge: ca. 16 km
Karte: Ausdruck von OSM

Gestartet bin ich in Leopoldstal am Bahnhof, ab hier ging's erstmal ein Weilchen bergauf, um den Fortgang des am letzten Mal verlassenen Weges wieder zu finden, vorbei zunächst am hübsch himmelblau gestrichenen Wasserwerk des Ortes

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Seit kurzem ist es ja kälter, und so passt die Temperatur inzwischen zu den Herbstfarben: gerade mal 9 Grad, aber kein Regen heute (jedenfalls tagsüber)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

E1 gefunden, und die ersten Pilze, hm, Hallimasche sind es nicht, die hätten dunkle Schuppen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Nicht weit entfernt der Pilz des Tages: Kaum je sah ich so viele Stinkmorcheln (und ein anderes Pilz-Bündel war schon abgeerntet worden)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Der als steil bezeichnete Anstieg zur Lippischen Velmerstot war gar nicht so heftig

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Hin und wieder leuchtete es rot am Wegesrand

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

bis man schließlich die höheren Ebenen erreichte

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von wo aus Aussichten in die Umgebung möglich wurden

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Wegweiser (noch ist es wohl auch der Hermannsweg)

Indigo waren nicht nur die Blaubeeren, sondern auch die vorwiegende Kleidung der Besucher, welche von erhöhtem Standpunkt aus die Aussicht genossen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Unten links im nächsten Bild übrigens eins der ersten treppenförmigen Zeichen, welche mich im Laufe des Tages noch öfter zur Verzweiflung bringen sollten (sie bedeuten nicht, dass man abbiegen soll, auch wenn es so scheint. Einfach geradeaus weiter laufen!)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Gleich neben jenem filigranen Gebilde der Natur dann ein weiteres filigranes Gebilde: der Eggeturm

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Weiter durch Wiesen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

und auf hübschen kleinen Pfaden (der E1 verläuft parallel zu Straße, auf der linken Seite dieser, und ist durch Forstarbeiten ziemlich stark mit Tannenzweigen belegt)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

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keine Pilze, sondern eine Trompetenflechte

Und aus der Serie „Historisches am Wegesrand“ sollte es bald noch mehr Objekte geben

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

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Eine weitere Kombinationsvariante von Bäumen und Farnen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

und noch etwas Historisches – weiß jemand, wofür das gedacht war?

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Wo Wald

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da meist auch Pilze (wenn auch, höchstwahrscheinlich, wieder mal nix für den Kochtopf, irgendwie gab es heute fast ausschließlich nur die falschen)

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und schöne Aussichten, schließlich läuft man auf einem Kammweg

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Kurz vor der Rehberghütte, gelegen dicht an einer Straße, geht es ein Stück bergab

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Dann wieder bergauf, und diese Pflanze hab ich noch nie gesichtet. Kennt die jemand?

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Das dürfte hingegen eine Distel sein

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_26.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Noch so ein wuscheliger Distel-Vertreter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_27.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Und dann fällt es einem richtig auf, dass man ja die ganze Zeit durch mehr oder weniger Wald gelaufen ist – Wiesen gibt es hier also auch ... :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_28.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

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An der Knochenhütte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_30.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

gab es erst einmal einen Tee aus der Thermoskanne, dann weiter, noch ein bisschen am Waldrand entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_31.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

aber bald muss man schon wieder in dichteres Gehölz abbiegen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_32.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Erstaunlicherweise gibt es hier einen Kreisel ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Leopoldstal_BadDriburg_33.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=37810&title=e1leopoldstalbad-driburg&cat=500)

Ein Stückchen weiter, nach Querung der Straße nach Bad Driburg, beschloss ich dann, zum dortigen Bahnhof zu laufen, um von dort aus nach Leopoldstal zurück zu fahren – wo dann auch prompt der Regen einsetzte – perfekt! :D


Noch zur Info: Ab Altenbeken seien die Verbindungen besser, erzählte mir ein Spaziergänger. Dort würden die Züge jede Stunde nach Leopoldstal fahren, ab Bad Driburg nur jede zweite.

Homer
09.10.2011, 23:24
... und diese Pflanze hab ich noch nie gesichtet. Kennt die jemand?.

kleines springkraut (http://de.wikipedia.org/wiki/Kleines_Springkraut) - noch so ein neophyt

EDIT: nee, die blüten passen nicht:(

Prachttaucher
10.10.2011, 11:17
Schöne Pilzbilder und wie man sieht (Eggeturm) : aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Zur Wiese am Schluß noch eine Geschichte : Gehört zum Forsthaus dort. Ich traf damals einen schwer bepackten Trupp Wanderer, die dort zelten wollten, aber vom Förster keine Erlaubnis bekamen. Fand ich zumindest sehr mutig, da zu fragen !

lina
10.10.2011, 12:18
Neenee, ich laufe da auch noch weiter. Möchte nur diesen "Sommer" noch die 3000 Radlkilometer knacken, nachdem ich entdeckt habe, dass ich da gaaanz nah dran bin :bg:

lina
07.11.2011, 12:40
E1 NRW, Etappe 9: Bad Driburg – Willebadessen
Anreise: Per Bahn bis Bad Driburg, dann mit dem Bus bis Eggekrug
und ein Stück zurück bis zum Abzweig zur Iburg
Reisezeit: Anfang November 2011
Streckenlänge: ca. 16 km
Karte: Ausdruck von OSM

Am Waldrand entlang geht es zunächst in Richtung Iburg. Auf der geteerten Straße, der Zufahrt zur Iburg/Sachsenklause (http://de.wikipedia.org/wiki/Iburg_%28Bad_Driburg%29), gibt's für eine so schmale Straße recht viel motorisierten Ausflugsbetrieb. Nur einmal muss man sie überqueren, dann geht's auf dem anderen Parallelpfad weiter.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Das Wetter ist wunderbar und für November ungewöhnlich warm. Schnell wandert eine Merinoschicht nach der anderen in den Rucksack. Abends werde ich alles wieder brauchen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

An der Biegung geht's für mich geradeaus weiter, prima, die Autos bin ich erstmal los. Außer mir sind noch einige Mountainbiker auf dem E1 unterwegs, der nach wie vor auf denselben Pfaden verläuft wie der Eggeweg.

Die geräumige Schutzhütte vorne an der Hügelkante ist in den Karten als Aussichtspunkt eingezeichnet. Sie weist an 3 Seiten bequem geformte Bänke auf, sogar mit Lehne.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

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Die Morgennebel im Tal sind noch nicht ganz verschwunden

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Ich wirble weiter durch Massen an Laub, es macht richtig Spaß :D

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

und zwischendurch kommt auch mal ein bisschen Nadelwald incl. Nachwuchs

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Die Landschaft hügelt sanft vor sich hin

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Blick zurück

und auch einige Ausflügler zu Pferd sind an diesem sonnigen Tag unterwegs. Erst mag ich es gar nicht glauben, aber das Thermometer zeigt tatsächlich kontinuierlich Werte zwischen 16 bis 18 Grad an.

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Am Ausläufer des Ziegenbergs steht ein kleines Haus mit Garten, kurz darauf, an der nächsten Wegkreuzung folgt eine Schutzhütte (mit einer (kurzen) Bank). Der Standort ist vorbildlich beschrieben

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

dennoch verlaufe ich mich erst einmal, weil ich links abbiege. Waren vorher noch Markierungen an (gefühlt) fast jedem dritten Baum angebracht, fehlen hier an der Kreuzung die Hinweise. Auch per Himmelsrichtung lässt sich nicht entscheiden, wo es hier entlang geht, da beide Wegmöglichkeiten parallel weiterlaufen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)
Hier hat jemand offensichtlich seinen Landrover vergraben ;-)

Also wieder zurück, den anderen Weg genommen, und bald mehren sich die Kastanienbäume am Wegrand

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Die Landschaft wird offener, und ein ungewöhnlich gleichmäßig aussehender Haufen Tannenzweige lockt zu näherer Erforschung

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)
Sieht aus, als könnte man hier lange bequem sitzen :D Gilt das schon als Schutzhütte? :bg:

Es bleibt weiterhin weiträumiger als vorher

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

und bei diesem Zeichen muss man nicht abbiegen. Auch wenn lotrecht aufeinander treffende Pfeile auf früheren E1-Etappen immer auf eine Richtungsänderung hinwiesen: dies scheint hier in der Gegend einfach ein Signet eines weiteren Wanderwegs zu sein.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

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Durch das ganze Laub sind Wege im Herbst tendenziell schwer zu erkennen, aber hier hilft die Markierung: es folgt ein kleiner Trampelpfad durch den Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

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Ich finde eine Marone (Röhren verfärben sich bläulich auf Druck) und jede Menge kleine lila Lacktrichterlinge, die von oben betrachtet, gar nicht sehr lila aussehen, dafür aber, wenn man sie umdreht (wobei man auch die für diesen Pilz charakteristisch weit voneinander entfernt stehenden und am Stiel angewachsenen Lamellen sehen kann).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Dann wird der breitere Weg überquert und der Pfad geht, rechts ab, den Berg hoch (nach dem Verlauf muss man ein bisschen suchen, wenn man am überdachten Drahtrollen-Lagerplatz landet, ist man zu weit gelaufen)

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Weiter also ein Stückchen bergauf

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und oben angekommen rechts abbiegen (es gibt wieder mal keine Zeichen an Bäumen oder andere Wegweiser :roll:). Kurze Zeit später überholt mich, wie auch an der ersten Verfrans-Kreuzung, erneut Mr. "Bikesport Westfalen-Lippe" – der Eggeweg und seine Pfadvarianten ist bei Mountainbikern offensichtlich sehr beliebt. Rechts vorne, kurz vor der Straße, gibt es noch eine Schutzhütte mit 2 noch immer abgerundeten Baumstämmen als Sitzgelegenheiten, ganz nah an einem Parkplatz. Muss ich jetzt wirklich diese Straße da vorne hoch entlang laufen?

Nein, es gibt einen kleinen Trampelpfad rechts davon parallel zur Straße,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

der sich noch dazu als recht hübsch entpuppt, und so abwechslungsreich, dass man die Straßennähe gar nicht mehr wahrnimmt

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_26.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Es geht durch dichten Farn

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_27.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

und der Himmel hängt voller Vogelbeeren

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_28.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Schlussendlich muss man doch ein Stück an der Leitplanke entlang laufen, kann dann aber in Herbram Wald wieder nach links in den Wald abbiegen. Hier gibt's für mich erst mal Tee aus der Thermoskanne, und schon wird der Rucksack leichter :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_29.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Es geht abwechslungsreich weiter, nach der Kurve vorne dann nach links weg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_30.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

an der sog. Hexenküche vorbei, immer entlang einer teilweise mit Strachdrahtzaun bewehrten Abbruchkante.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_31.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Langsam geht die Sonne unter, die Lichtstimmungen werden dramatischer – und ich schneller, schließlich ist es, gemessen an noch verfügbarem Licht, noch ganz schön weit bis Willebadessen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_32.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Egal, der Fliegenpilz muss dokumentiert werden ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_33.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

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Es sind auch noch einige Spaziergänger unterwegs, auch in der luxuriösen Schutzhütte (3 Bänke, zwei abgehängte Stockbetten für kleine Wanderer Tische) sitzt noch ein vergnügtes Grüppchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_35.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

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Der Pfad wird zunehmend sandiger, neben Blaubeeren wächst hier auch Heide.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_39.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)
Blick zurück ins Dunkel

Der Sonnenuntergang schreitet fort ... ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_40.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_41.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Und dann, überraschend: Willebadessen: 4 km, Bahnhof: 2,5 km.
Wie?? Bin ich schon so weit? Ich dachte, das wären noch mindestens doppelt so viele Kilometer.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_42.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Bahnhof klingt gut, ich muss ja zurück nach Bad Driburg, also biege ich an der Schutzhütte (Bänke an zwei Seiten, ein abgehängter Tisch) ab. Der E1/Eggeweg ginge hier geradeaus weiter.

Dieses beeindruckende, nahezu handballgroße Teil, links, ist ein aufgebrochener Bovist (und Sigg-Flaschen sind offensichtlich doch kaputtzukriegen ;-))

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_43.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

**

Tja, Bahnhof ... :roll:

Mal wieder war der Wegweiser an der Schutzhütte der letzte vorhandene. Die Himmelsrichtung war einigermaßen klar, also mal sehen. Dann Abzweigungen, mehr oder weniger logisch.

Die „Villa La Mur“ ist wohl eher keine Schutzhütte, zumindest keine im sonst üblichen Sinne ;-) und diese recht freigeholzte, geschotterte Weg-Fläche sieht nach ehemaliger Bahntrasse aus

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_44.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Hm. Ich gehe da mal lang.

Die Trasse endet an einer Schlucht, aber ich finde kurz davor noch etwas, was, soweit man es im Laub erkennen kann, wie eine doppelspurige Abzweigung bergab aussieht. Uff! Ein paar Schlängel durch den Wald, dann, juhu, es ist wirklich eine Art Weg, und es gibt am Waldrand keine Stacheldrahtzaun-Begrenzung zur nächsten Wiese, wie schon so oft

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_45.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadDriburg_Willebadessen_46.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=40181&title=e1bad-driburg96-willebadessen&cat=500)

Nach einer Weile treffe ich auf eine kleine asphaltierte Querstraße. Wieder ohne jeden Wegweiser. Und kein Fitzel Bahnhofsähnliches. Sollte ich doch lieber rechts abbiegen und ganz nach Willebadessen laufen? Weiter links hält ein Auto, und ich nutze die Gelegenheit, mich doch mal nach dem Standort des Bahnhof zu erkundigen. Die Frage können mir die beiden auch nicht beantworten, aber ich bekomme das Angebot, ein Stück mit zu fahren. Einige hundert Meter weiter nach wie vor kein Bahnhof, keine Geleise, nichts. Hypothesen, wo der Bahnhof sein könnte, fröhliche Gespräche und schließlich werde ich nach Bad Driburg gebracht. Nochmals herzlich Danke! :D

Wo der Bahnhof, auf den das Schild an der Schutzhütte hinwies, nun wirklich liegt, würde mich trotzdem weiterhin interessieren ;-)


PS: Weitere Nachforschungen haben inzwischen ergeben, dass ich eigentlich erst eine Schutzhütte später hätte abbiegen müssen, um relativ direkt zu einem Bahnhof zu kommen. Also hatte mich mein Kilometer-Gefühl doch nicht getrogen. Hätte ich die Schlucht durchquert und wäre auf der Trasse weitergegangen, wäre ich ebenfalls dort hingekommen. Ebenfalls möglich wäre gewesen, bei der ersten Wegekreuzung nach rechts abzubiegen (Könnte da vielleicht mal jemand noch einen Wegweiser hinhängen? :ignore:).

Die Karte half jedenfalls auch nicht, da ich mich eben diese eine Schutzhütte weiter wähnte, naja, egal, wie heißt es so schön: Umwege erhöhen die Ortskenntnis ... ;-)

Ditschi
07.11.2011, 14:28
Hallo,

@lina, schöne Bilder, wie immer. Zu Fuß? Das überrascht. Ich dachte , Du bist überzeugte Radlerin?

Ich war Sonntag auch bei uns etwa 20 KM zu Fuß unterwegs, leider ohne Kamera. Es war herbstlich schön in den bunten Blättern.

Gruß Ditschi

lina
07.11.2011, 14:38
Hallo Ditschi,
ja, Radfahren-Wintermodus = zu Fuß.
Obwohl es gestern in der Tat noch warm genug dafür gewesen wäre, aber ich war neugierig auf den weiteren Verlauf des Eggewegs :cool:

Leider kann viel Radlfahren fast gar nichts gegen den Wandermuskelkater ausrichten, aber immerhin: man schafft größere Strecken, bergauf geht leichter, und generell erholt man sich schneller. Hat auch was :bg:

Surfjunk
08.11.2011, 00:32
Hallo Lina.

Toller Tourbericht über den E1!

Wann bist du den die letzte Etappe gewandert?
Ich habe mit einem Freund den E1 jetzt am 5-6.11 unter den Rädern gehabt.
Vielleicht sind wir ja an dir vorbei gefahren :D
Wir haben die Süd-Nord Variante gewählt.
Anreise per Bahn.
Einstieg auf höhe Warburg dann auf dem E1 bis zum Hermann. Wir sind dann noch den Hermannsweg weiter gefahren bis Oerlinghausen.
Dort haben wir uns dann per Bike auf den Heimweg Richtung Bad Oeynhausen gemacht.
Insgesamt 140km und 3000hm sind dann geworden und das bei Traumhaften Herbstwetter.

lina
08.11.2011, 07:11
Hallo Surfjunk, vielen Dank!
Das war am Sonntag, ich bin gegen Mittag losgelaufen. Wenn ich mir Eure Gesamtstrecke anschaue, wart Ihr da wahrscheinlich schon weiter.

Mit dem Radl kann ich mir die Strecke auch sehr gut vorstellen, es gab nur ganz wenige dieser wirklich tiefen Sandflächen.

Surfjunk
08.11.2011, 07:27
Guten Morgen Lina,

dan werden wir uns wohl verpasst haben.
Wir sind so gegen 9 Uhr auf Lippisch Velmerstot gewesen und haben dort die Aussicht genossen.
Gegen Mittag waren wir auf Höhe Hermannsdenkmahl.

Deine Foto machen echt direkt wieder Lust.
Mal schauen was der Frühling so bringt, vielleicht klappt dann ja eine E1 Tour von Flensburg nach NRW. :D

lina
08.11.2011, 07:35
Guten Morgen Surfjunk,

ohja, das klingt sehr gut! E1 per Fahrrad ist eigentlich gut machbar. Die Streckenabschnitte in NRW waren bisher die wurzeligsten, und wenn das gut geklappt hat, ist der Rest kein Problem.

Prachttaucher
08.11.2011, 10:59
Sehr schön, immer wieder interessant andere Bilder zu einem selbst gelaufenen Weg zu sehen.

Hast Du denn Dein Vista nicht mehr ? Als ich damals in Willebadessen startete, hatte ich mir ein paar Wegepunkte bis zum Eggeweg vorbereitet. Wobei der Bahnhof ja sehr günstig liegt, man steht gleich im Wald. Wenn´s jetzt so schnell dunkel wird, ist es ja wirklich schwierig...

Schöne Tasse, aber sicher nicht UL ?

Der Bahnhof ist übrigens wirklich sehr provinziell : Um die Gleise zu wechseln muß man der Straße bis zur Unterführung folgen, sind gefühlte 800 Meter. Immerhin kann man an einer der Infosäulen Abfahrtzeiten erfragen, man muß nur am richtigen Gleis stehen. Die andere war defekt und piepste unablässig.

lina
08.11.2011, 11:13
Sehr schön, immer wieder interessant andere Bilder zu einem selbst gelaufenen Weg zu sehen.
Finde ich auch immer wieder spannend :-)


Und doch, das Vista hab ich noch.
Unter den POIs hab ich jedoch noch nie einen Bahnhof gelistet gesehen, deswegen hab ich's diesmal gar nicht erst probiert, das Händi, mit dem's normalerweise geht, meldete „Funkloch“.

In meinem Kartenausdruck sind 2 Bahnhöfe eingezeichnet: einer wohl am Ausgang des Eggetunnels und der andere in etwa gleicher Entfernung von ungefähr Mitte Willebadessen/Torfbruchstraße/Bahnhofstraße. Bei Krause ist nur letzterer eingezeichnet. Welchen meinst Du denn?

Ich hätte wohl einfach das Schild nicht ernst nehmen dürfen ;-)
Sich vorher Wegpunkte setzen ist natürlich auch eine feine Alternative :D


Nee, die Tasse ist nicht UL, und eigentlich geht auch viel zu wenig Tee auf einmal rein. Aber sie sinkt im Schnee nicht ein, weil das Holz nicht heiß wird – und den Rest des Jahres finde ich sie einfach nur schön :bg:

Prachttaucher
08.11.2011, 11:41
Wenn Du mal hier (http://www.findcity.de/?m=stadt-willebadessen-stadtplan-34439pa) schauen möchtest...liegt westlich vom Ort - am Bahnhof und Bahnhofsstraße (da wo DB steht).

Die Rubrik heißt beim Vista "Verkehr/Transport" meine ich. Dort steht dann nicht etwa "Bahnhof XY" sondern nur der Stadtname. Lustig wird´s, wenn man sich einen Güterbahnhof raussucht (:grrr: alles schon gehabt), oder wenn der Bahnhof nicht richtig eingezeichnet ist. Geht aber meist schon ganz gut. Ist bei mir oft stressig, weil ich dann noch einen bestimmten Zug schaffen will. Ein nettes Spielzeug ist da auch : Goto auf Bahnhof setzen lassen und sich die geschätzte Ankunftszeit anzeigen lassen.

lina
08.11.2011, 11:59
Ahja, danke, das ist sehr hilfreich.

Surfjunk
12.11.2011, 09:35
Hey Lina,
Du hast nicht zufällig mitgetrackt?

Mich würde mal der Abschnitt so ab Haste/Hannover bis Lemgo interessiere.
Habe leider keine Karte dafür gefunden.

Gruß Surf

lina
12.11.2011, 09:54
Hallo Surfjunk, schau mal hier (http://www.openstreetmap.org/browse/relation/36367), damit klappt das ganz gut.
Teilweise habe ich auch gpsies-Karten verlinkt (immer am Ende des Beitrags).
Und einiges dazu steht auch im ODS-wiki (http://www.outdoorseiten.net/wiki/E1#Weblinks).

Surfjunk
12.11.2011, 10:58
Bedank :bg:

Wafer
01.12.2011, 19:40
Hei Lina.

Wie du vielleicht schon gesehen hast, schließlich gehörst du zu den Lesern meiner Berichte, bin ich auch auf dem E1 unterwegs. Allerdings noch recht weit südlich von dir. Du hattest mal geschrieben eine QuickMap würde irgendwann folgen. Gibt es da eine?
Ich möchte nächstes Frühjahr evtl. von Heidelberg weiter nach Norden vorstoßen. Kennst du die Etappen? Ich bin mir noch nicht schlüssig ob ich ein paar Tage auf dem Rheinsteig mitnehmen soll um dann weiter nördlich wieder auf den E1 zurück zu kehren oder ob ich auf dem E1 bleiben soll.

Gruß Wafer

lina
01.12.2011, 20:03
Hallo Wafer,
ich hab mal nachgesehen, wo ich noch Quickmaps-Karten basteln wollte:

Ratzeburg - Mölln - Gudower Mühle
Hameln - Bösingfeld

Danach bin ich nach OSM-Ausdrucken gewandert, das geht eigentlich ziemlich gut (in Verbindung mit "Krause" und der Webseite gut-zu-fuss).
Die Gegend um Heidelberg kenne ich noch nicht, ich komme ja aus der anderen Richtung und da erst hin.


OSM-tracks gibt es auch für andere Bundesländer. Ich kann im Moment nicht alle nachprüfen, da meine Internetverbindung gerade ziemlich langsam ist (es gibt Fehlermeldungen wegen Zeitüberschreitung). NRW hat aber funktioniert, daher als Beispiel:

Hier (http://www.openstreetmap.org/browse/relation/36367) findest Du die einzelnen Bundesländer.
Auf der Seite des jeweiligen Bundeslands dann den track in klein und selbigen dann in einer größeren Variante, wenn Du auf "view relation on a larer map" klickst.

Beispiel NRW: gesamte Strecke durch NRW (http://www.openstreetmap.org/browse/relation/109827)
vergrößerbarer Ausschnitt (http://www.openstreetmap.org/?relation=109827) (= nach Klick auf view relation ... s.o.)

Edit: So, Niedersachsen hat sich jetzt auch berappelt
Übersicht (http://www.openstreetmap.org/browse/relation/109829)
Ausschnitt (http://www.openstreetmap.org/?relation=109829)

Werner Hohn
01.12.2011, 22:15
... Du hattest mal geschrieben eine QuickMap würde irgendwann folgen. Gibt es da eine?
Ich möchte nächstes Frühjahr evtl. von Heidelberg weiter nach Norden vorstoßen. Kennst du die Etappen? Ich bin mir noch nicht schlüssig ob ich ein paar Tage auf dem Rheinsteig mitnehmen soll um dann weiter nördlich wieder auf den E1 zurück zu kehren oder ob ich auf dem E1 bleiben soll.

Gruß Wafer

'n Abend Wafer,

die Etappen kenne ich. Rheinsteig ab Wiesbaden lohnt bestimmt, um dann in der Gegend Bendorf/Höhr-Grenzhausen oder Rengsdorf wieder auf den E1 abzubiegen. Es gibt genug Wanderwege, über die sich das bewerkstelligen ließe. Das wird aber ein ziemlicher Umweg. Noch schöner, aber dann wird es wirklich weit, ist, dem Rheinsteig bis Rheinbrohl/Bad Hönningen zu folgen und dort auf den Westerwald Steig abbiegen. Der stößt auf in Bad Marienberg wieder auf den E1.

Solasimon
01.12.2011, 22:19
@wafer:
Den E1 zwischen Titisee und Weinheim bin ich schon in einzelnen Stücken gelaufen, den Teil bis Frankfurt habe ich in den nächsten Monaten vor... diese Strecke habe ich auch schon vorbereitet - falls du also gpx-Dateien brauchst, kann ich dir die gerne geben.

Der Bereich südlich von Heidelberg ist landschaftlich zwar schön, insbesondere ab Unterhof läuft man aber sehr viel auf Asphalt und kommt erst eine Stunde vor Heidelberg in den Wald. Dann folgt ein schöner aber steiler Abstieg ins Neckartal. Im Neckartal angekommen kreuzt der E1 den E4 (Edit: Nicht der E4 sondern der E8) ... Der Bereich nach der Neckarquerung rund um Heidelberg selber ist komplett Asphaltpiste, bis man dann in Richtung Telschtik-Turm abbiegt. Dort hinauf geht es ordentlich hinauf - zwischen Heidelberg und Weinheim folgt der Weg insgesamt fast nur asphaltierten und geschotterten Wegen...
Landschaftlich kann ich zu diesem Bereich sagen - sehr schön... die Wegführung des Odenwaldklubs hingegen finde ich etwas schade...

Gruß
Simon

Tipp- und Erinnerungsfehler korrigiert - natürlich nicht der E4 sondern der E8. DANKE!

Wafer
02.12.2011, 18:16
'n Abend Wafer,

die Etappen kenne ich. Rheinsteig ab Wiesbaden lohnt bestimmt, um dann in der Gegend Bendorf/Höhr-Grenzhausen oder Rengsdorf wieder auf den E1 abzubiegen. Es gibt genug Wanderwege, über die sich das bewerkstelligen ließe. Das wird aber ein ziemlicher Umweg. Noch schöner, aber dann wird es wirklich weit, ist, dem Rheinsteig bis Rheinbrohl/Bad Hönningen zu folgen und dort auf den Westerwald Steig abbiegen. Der stößt in Bad Marienberg wieder auf den E1.

Hallo Werner.

Dich trifft man aber auch überall!
Die zweite Variante hört sich sehr gut an! Mit großen Entfernungen bin ich nicht ganz so zimperlich - wie du vielleicht weißt. ;-)
Ich denke ich werde in Darmstadt einen Schlenker einlegen weil ich mir das Eisenbahnmuseum ansehen will. Die sollen da ein ganz tolles haben. Und dann würde ich vermutlich Richtung Frankfurt bzw. Wiesbaden abbiegen um dann entweder gleich auf den Rheinsteig zu gehen oder erst noch mal auf den E1 zurück zu kehren. Eine Etappe lang sind die sogar gleich wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Mir war nur nicht klar wann ich zurückkehre. Aber das mit dem Westerwald Steig.
Danke für den Tipp!

Gruß Wafer

Hallo Solasimon.

Den Teil von Pforzheim bis Heidelberg habe ich dieses Frühjahr (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?54011)gemacht. Aber auch schon mit leichten Abwandlungen. Ich bin da immer nicht so genau. Wenn was am Weg liegt, was ich sehen will oder der Weg nicht ganz das ist was ich mir vorstelle dann gehe ich Alternativen.
Ganz ehrlich: Den E4 hätte ich da oben nicht gesucht! Den habe ich kürzlich in Spanien (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?57700-ES-Von-Spaniens-tiefstem-S%FCden-bis-ans-Ende-der-Welt) geroffen und am Bodensee (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?50792). Könntest du den E3 gemeint haben?

Gruß Wafer

chrischian
02.12.2011, 18:44
Ganz ehrlich: Den E4 hätte ich da oben nicht gesucht! Den habe ich kürzlich in Spanien (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?57700-ES-Von-Spaniens-tiefstem-S%FCden-bis-ans-Ende-der-Welt) geroffen und am Bodensee (http://outdoorseiten.net/forum/showthread.php?50792). Könntest du den E3 gemeint haben?


Das glaube ich kaum. Der E1 kreuzt zwar den E3, aber erst im Taunus. ;-) Solasimon meint den E8.

Gruß,
Christian

Solasimon
03.12.2011, 23:30
Danke Chrischian, du hast natürlich recht es ist der E8 - ich habe oben meinen Fehler korrigiert.

Simon

chrischian
04.12.2011, 13:12
Danke Chrischian, du hast natürlich recht es ist der E8 - ich habe oben meinen Fehler korrigiert.


Das gute daran war, dass es meinen Blick (auf dem E3) nach Westen gerichtet hat. Ich bin ja eher nach Osten ausgerichtet. ;-)Jedenfalls sieht die Schnittstelle E1/E3 sehr interessant für mich aus.

Pfad-Finder
06.12.2011, 08:11
Das gute daran war, dass es meinen Blick (auf dem E3) nach Westen gerichtet hat. Ich bin ja eher nach Osten ausgerichtet.

Du hältst es für möglich, dass hinter Eisenach noch intelligentes Leben existiert? Da liegt doch Hessen!:ignore:

(ich darf das nach 5 Jahren im Rhein-Main-Gebiet sagen)

Goettergatte
06.12.2011, 08:22
Du hältst es für möglich, dass hinter Eisenach noch intelligentes Leben existiert? Da liegt doch Hessen!:ignore:

(ich darf das nach 5 Jahren im Rhein-Main-Gebiet sagen)

Dann solltest Du wissen, daß es Hessen und Hessen gibt ;-)
Zwischen Wetterau und Eichsfeld haben sie sich, gottlob, ein wenig durch ihre Nachbarn prägen lassen :bg:

Fruehpatrouille
15.01.2012, 13:23
Ich denke ich werde in Darmstadt einen Schlenker einlegen weil ich mir das Eisenbahnmuseum ansehen will.


(Noch) mein ein Heimatrevier. ;) Nach Darmstadt würde ich dir zu einer schöneren Streckenführung, unter anderem über die Burg Frankenstein und den Märchenteich raten. Die hat zwar mehr Höhenmeter, aber auch weniger Zivilisation und die schöneren Aussichten, bzw. Tierwelt. Letztes Jahr bin ich fast über eine ganze Rotte Wildschweine gestolpert. :) Sogut wie direkt auf dem E1 kann ich dir auch eine gute, recht einsam gelegene, offene Hütte zur Übernachtung empfehlen. Hat sogar fließendes Wasser und auch großzügigen Platz für Zelte. Beim Märchenteich ist auch noch eine in schöner Lage. Kurz vor dem Felsenmeer triffst du dann wieder auf den E1. Die Route kann ich dir als KML oder GPX rüberreichen, wenn du Interesse hast.

lina
15.03.2012, 12:24
E1 NRW, Etappe 10: Willebadessen – Abzweig zur „Nadel“
Anreise: Per Bahn bis Willebadessen
Reisezeit: Mitte März 2012
Streckenlänge: ca. 16 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Einen der letzten angenehm kühlen Tage nutzend sollte es ein bisschen weitergehen auf dem E1, hier respektive dem Eggeweg, durch den Teutoburger Wald. Startpunkt war diesmal der Bahnhof Willebadessen, von wo aus es zunächst einmal einige Höhenmeter zum Kammweg zu bewältigen galt.
Auf der Schautafel auf dem Wanderparkplatz am Bahnhof sind die diversen Zubringermöglichkeiten aufgezeichnet.

Nach dem weithin sichtbaren Fernmeldeturm wird, kurz vor der Johann-Kleine-Schutzhütte die Straße (K26) überquert. Außer ein paar Hundespaziergängern in Nähe jeweiliger Straßen bzw. Parkplätze, waren, auch auf dem weiteren Weg, nahezu keine Leute anzutreffen.

Wieder eintauchen in den Wald, zunächst weiter auf Forstwegen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

da fanden sich, kurz vor Überqueren der nächsten Straße (L763), doch tatsächlich einige etwas verblüffende Exemplare aus der Rubrik Stehen schon Pilze? (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?54677-Stehen-schon-Pilze/page8): Sahen aus wie Kräuterseitlinge, das konnte aber eigentlich nicht sein, da jene Zuchtpilze sind – Botaniker vor! :bg: Sandboden, Nadelwald, ... ? Oder doch eine Kunst-Installation :ignore: – ich habe nicht weiter nachgeforscht.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Hinter der L763 folgte ich dem Vorschlag aus dem „Krause“, doch lieber den knorrigeren Weg über die Karlsschanze zu nehmen. Der Weg ist auch wirklich hübsch: Erst geht es ein Stück bergab, dann auf Waldwegen weiter und auf sandigem Pfad wieder bergauf

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Am inneren Wall der Karlsschanze hätte ich wohl links weg in einer Schlaufe weiter laufen können, jedoch deutete die Himmelsrichtung wieder zurück nach Willebadessen – also bog ich vorsichtshalber in Gegenrichtung ab

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

und traf kurze Zeit später wieder auf den Eggeweg bzw. den Wilderer-Wanderweg (markiert durch kleine grüne Schilder). Hiervon scheinen Ende des 19. Jahrhunderts diverse hier herumgestratzt und auf Konfrontationskurs mit den hiesigen Förstern gewesen zu sein – Gedenkkreuze für erschossene Förster bezeugen den unglücklichen Ausgang einiger dieser Begegnungen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Eins davon (nebst einer Schautafel mit Informationen zur Karlsschanze) steht an der Kreuzung zur an zwei Seiten offenen August-Kroll-Schutzhütte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Auf Forstwegen geht es sanft bergauf, der teilweise aufgewühlte Boden lässt an eine aktive Wildschweinpopulation denken,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

und dann darf man wieder auf kleinere Pfade abbiegen: der Weg führt an den Teutonia-Klippen entlang und bietet Ausblicke ins Tal, bemoste, knorrige Bäume und mit türkisen Flechten bedeckte Sandsteinbrocken

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)
Heidelandschaft. Blaubeeren gibt's auch (zur richtigen Jahreszeit)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Die Borlinghauser Schutzhütte ist umstellt von zahlreichen Hochsitzen, und hier scheint es, dem Schild nach zu urteilen, im Wald auch viele (essbare) Pilze zu geben

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Nach Überqueren der nächsten, stark befahrenen Straße (B68) freute sich eine kleine Kuhherde über die Abwechslung, es wurde langsam Abend und damit wahrscheinlich Besuchszeit. Leider konnte ich nichts für sie tun, sie galoppierten bis an den nächstmöglichen Zaun, muhten mir protestierend hinterher

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

und ich verschwand bald schon wieder im nächsten Wäldchen, auf Trampelpfade, die teilweise kaum zu erkennen waren

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Hin und wieder findet sich auch ein Rastplatz mit stark verwitterten Bänken, so auch kurz vor dem Abzweig zur „Nadel“

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW10_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48826&title=e1willebadessen96-abzweig-nadel&cat=500)

Da der Abend nahte, und da die nächsten Dörfer recht weit weg zu sein schienen, bog ich nicht ab, sondern folgte dem Wilderer-Wanderweg durch das Naturschutzgebiet Sauertal (an der folgenden Wegkreuzung steht eine weitere Schutzhütte) bis nach Kleinenberg, wo es, wie auch schon bei vorherigen Etappen, so gut wie keine nutzbare öffentliche Verkehrsmitteln gab (hier fährt kaum was, schon gar nicht direkt, abends ist es eh schwierig, und nicht nur an Wochenenden ... – Zelt aufzuschlagen wäre jetzt so viel einfacher, aber ok, geht halt nicht).

Etwas später fragte ich sicherheitshalber nochmals einen älteren Anwohner nach ÖNPV-Möglichkeiten, und so gab es doch noch einen Grund für Freude: Er erzählte mir mit fröhlichem Blitzen in den Augen von seiner etappenweisen Wanderung auf dem E1 von Flensburg nach Konstanz, die er, je nach verfügbarer Zeit, innerhalb von 12 Jahren bewältigt hatte. Die folgende Strecke werde wohl hügeliger und sei besser zu laufen bei Tageslicht, das sei schon die richtige Entscheidung, das zu vertagen. Na dann bin ich ja schon mal gespannt :D


*

Ungefährer(!) Streckenverlauf auf gpsies (nur der Teil auf dem Egge- bzw. Klippenweg): klick (http://www.gpsies.com/map.do?fileId=qulomgizofexbbme)

Prachttaucher
15.03.2012, 13:31
:D Ah, endlich geht´s weiter ! Schönes Bild mit den Wassertropfen - ist das ein Spinnennetz ?

Auf dem Wilderer-Pfad hatte ich mich zuerst gefragt, ob das wohl eine Einladung zum Wildern sein soll...Früher war´s wohl nicht so ungefährlich im Wald.

:o Zur Nadel war es zumindest von Süden her kommend direkt etwas anstrengend / steil. So gesehen sicher die richtige Entscheidung, das beim nächsten Mal zu machen.

lina
15.03.2012, 14:22
Danke, ja, das war ein Spinnennetz :-)

Der Wilderer-Wandererweg ist bei gpsies als Bördenweg eingezeichnet – die neue Benennung finde ich aber dennoch gut gewählt für diese Gegend, da muss früher jede Menge Trubel gewesen sein: Opfersteine, Mahnmale, historische Wallanlagen, etc. ... :angst: – die wenigen, aber dennoch vorhandenen Asphaltstrecken sind da optisch eigentlich nicht stimmig ... (und die Erklärung, dass die Bezeichnung zum Gedenken an die zu Tode gekommenen Förster gewählt wurde, benötigt auch Einiges an Interpretationsfreiheit).

*

Ich hab oben mal noch einen gpsies-Link eingebaut. Nachdem sich die Weg-Chronisten bzgl. diesen Abschnitts völlig uneinig sind, gibt's jetzt halt noch eine weitere Variante ... :bg:

lina
18.03.2012, 00:57
E1 NRW, Etappe 11: Abzweig zur „Nadel“ – Oesdorf
Anreise: Per Bahn bis Scherfede/Rimbeck, dann Bus nach Kleinenberg
Reisezeit: Mitte März 2012
Streckenlänge: ca. 16 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM
Trekkingstöcke (besonders bei Nässe) empfehlenswert

Der Start war noch nebelverhangen, aber die Wetterfrösche hatten Sonne angekündigt, samt satten 17 Plusgraden! Und tatsächlich: Je näher ich dem Abzweig kam, an dem ich das vorige Mal den E1 verlassen hatte, umso mehr lichtete sich der Dunst. Unterwegs war ich zunächst einmal wieder auf dem Wilderer-Wanderweg, ab Kleinenberg.

In der Ferne zwei dunkle, sich ab und zu bewegende Flecken. Augen scharfstellen – was ist das? Relativ kurze Beine, das Gras ist noch nicht so hoch. Hmmm, Hunde? Füchse? Nein, keine Wildschweine, zu filigran. Langsam ging ich näher ran. Wirklich eher klein die beiden. Müssten die nicht schon längst flüchten? Dann aber doch: je ein charakteristischer Hupfer, jedes auf eine andere Seite ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

... doch Rehe!

Eine Kurve bergauf später war ich dann da, wo der E1 zur „Nadel“ abzweigt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Wunderschön leuchtete die Sonne durch den moosigen Fichtenwald und die tatsächlich fast schon 17 Grad fühlten sich schon wesentlich angenehmer an :-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Dann die sogenannte „Nadel“, ein Aussichtspunkt. Ich war ganz erstaunt, dort zwei junge Wanderer zu treffen. ODSler? :bg: Bisher sah es so aus, als wäre niemand unterwegs.

Bergab, das erste Stück. Verstreute kleinere Sandsteine glitzerten in der Sonne. Dazu kleine Pfade, kaum zu erkennen. Das war auf der heutigen Teilstrecke oft so: Der Pfad ein Hauch stärker festgetrampelt als die Umgebung. Wenn wieder Blätter an den Bäumen sind, werden sich die Pfade wohl wieder deutlicher abheben.

Überhaupt – wenn's hier grün ist, muss das hier toll aussehen!

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Weiter bergab. Schon steil, aber nicht so sehr, wie von anderen E1-Wanderern beschrieben. Kein Vergleich zu alpinen Wegen. Und mit griffigen Schuhsohlen sowieso kein Problem.

Eine kleine Asphaltstraße überquert, dann weiter auf kleinen Trampelpfaden. Hübsch hier

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und dann näher ran an's Schwarzbachtal, der Weg heißt „Ewigkeit“. Erstmal optisch nicht so umwerfend, da der Boden aufgewühlt ist von Waldarbeiten

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

dafür aber jede Menge Schmetterlinge

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Ein Stückchen kaum befahrene Straße später: Abzweig „Roters Eiche“. Mit Schutzhütte am Parkplatz, aber eine der verschlossenen Sorte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Ein Rennradler schnurrte die Straße hoch, sonst gab's keine Geräusche außer ausgiebigem Vogelgezwitscher und etwas Geplätscher

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

und am Boden Kapselhälften – ob die von der Winterlinde stammen, von der auf den Schautafeln erzählt wird?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Dann ein Teich zur Linken, Nadelwald zur Rechten. Fichten in ganz klein und ganz groß, dazwischen Moos und Blaubeersträucher. Federndes Laufen auf Waldboden, parallel zum Forstweg.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

An der nächsten Kreuzung musste ich abbiegen, dort steht noch eine weitere, diesmal offen angelegte Schutzhütte. Dem Forstweg entkam ich jetzt nicht mehr, er mäandert langsam bergauf: Die 17 Grad machten sich jetzt doch bemerkbar. Ich hätte jetzt gerne mehrere Handvoll Wasser zur Erfrischung, hatte aber nicht viel Wasservorrat mit. Hmmm. Aber da:

N51°32.476' E8°57.194' eine Quelle? Kühles klares Wasser? :wohoo:
Es zu trinken habe ich dann aber doch nicht gewagt, ich hatte keinen Filter dabei.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Weiter aufwärts geht's. Wanderer treffe ich keine, dafür ein paar Radfahrer. Ich legte eine kleine Pause ein, ein Zitronenfalter leistete mir Gesellschaft, und ich reduzierte meine Proviant-Vorräte. Inzwischen plätscherte jeweils ein kleiner Bach rechts und links des Weges (das Wasser ist zwar klar, aber schäumt auch hin und wieder)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

und bald darauf kam ich am Abzweig zur Wüstung Blankenrode an. Endlich wieder Trampelpfade! :cool:
Auf sichtbaren ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

... Pfaden nähert man sich der Stadtwüstung ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_15a.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49286&title=e1abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

... und umkreist sie auf der nahezu unsichtbaren Pfad-Variante

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Bezüglich Fauna gibt es hier übrigens eine Besonderheit: Maulwurfshügel kombiniert mit Mausloch. Kohabitationsgemächer? Mauswurf sozusagen? Oder Nachmieter? Die Forscher sind sich noch nicht einig ;-) Hier ein Exemplar mit zwei separaten Eingängen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Oben am Jungfernbrunnen war ein Wespennest abgestürzt, die Teile lagen auf der dort platzierten Sitzbank

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Nach der ehemaligen Stadt-/Burganlage führt der Weg dann schnurgerade zur nächsten Straße. Nach relativ langer Zeit im Wald, auf jahrtausende alten Wegen über historische Geschichten grübelnd, kommen einem normale Häuser fast seltsam vor.

Blankenrode liegt inmitten von Wiesen, auch wenn es den Namenszusatz „Walddorf“ trägt,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

und man muss ein weiteres Stück an der Straße entlang gehen. Dann der Abzweig zu den Bleikuhlen. Hier soll das seltene Galmei-Veilchen (http://de.wikipedia.org/wiki/Galmeiveilchen) wachsen. Leider noch zu früh im Jahr, außer vereinzeltem Huflattich blüht noch nix, aber hinter der Hecke am Weg finde ich die „Galmei-Hütte“. Ich bin nicht sicher, ob das eine Schutzhütte sein soll, dem Zettel an der aufgehängten Spendenbox nach wird sie wohl vor allem von der Dorfjugend genutzt.

Der weitere Weg führt nicht direkt durch die Bleikuhlen (Stätten früheren Erzabbaus)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

sondern daran vorbei, man überquert die A44. Hatte man an den Bleikuhlen die Autogeräusche noch deutlich wahrgenommen, sind sie, erstaunlicherweise, ein kleines Waldwegstück später völlig verschwunden. Weiter geht's auf einem Waldlehrpfad

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

und nach einer Weile mehren sich die Ausblicke auf die umliegende Hügellandschaft

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

Dahinter, im Tal, liegt dann Oesdorf

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)

wohin man, nach einem weiteren Stückchen Straße, an der zahlreiche Marterln stehen, bergab geht.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_AbzweigNagel_Oesdorf_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=48917&title=e14nrw11-abzweig-nagel96-oesdorf&cat=500)
... auch keine Schutzhütte

Nun war ich also im Hochsauerlandkreis angekommen.
Zwar noch nicht ganz am Ende des Eggeweg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Eggeweg)s (den ich bisher sehr schön fand), aber fast.

Es war nach wie vor warm, fleißig wurden Autos poliert, und zwei vorbeibrausende Mopeds zogen eine italienische Brise hinter sich her, die daran erinnerte, dass der E1 dort ja hin führt.


Da läuft man und läuft und läuft, z.B. für die Aussicht auf einen Teller perfekte italienische Pasta ... ;-)



_________

Edit: PS: So, die aktuellen Schutzhütten sind jetzt auch im Verzeichnis drin.

Prachttaucher
19.03.2012, 07:32
"Schon steil, aber nicht so sehr, wie von anderen E1-Wanderern beschrieben. Kein Vergleich zu alpinen Wegen. Und mit griffigen Schuhsohlen sowieso kein Problem."

;-)Vermutlich fällt das bei der Nadel mehr auf, wenn man in nördliche Richtung geht ? Die Kombination schmaler Pfad + Steigung hätte ich so plötzlich einfach nicht erwartet - ein bißchen fühlte ich mich an die Vogesen erinnert. :D Eigentlich fand ich´s toll.

Blankeroder Bleikuhle : Fand ich ziemlich abgefahren, laut der Schautafel soll der Boden dort bis zu 27 mal so viel Blei enthalten. Ich habe lange drüber nachgedacht, ob ich das Wasser wenige Kilometer weiter bedenkenlos trinken kann. Ggf. sind es aber schwerlösliche Mineralien, die das Grundwasser nicht belasten.

:pDann ist der Eggeweg ja so gut wie fertig. Oesdorf - Essentho ist relativ aussichtsreich (leider aber auch fast durchgehend Asphalt).

lina
19.03.2012, 09:04
:D Ja, ich hatte mir eben wunder was vorgestellt nach Lektüre von "steil, schmaler Pfad" (Krause) und "gefährlich steil bergab" und zweimal im Matsch ausgerutscht (Gut-zu-Fuss) – für diese Gegend? But you never know ;-)

Zudem führt der E1 später über richtige Bergpfade, deswegen liegt mein eigentlicher Kritikpunkt darin, dass ich finde, dass man das Vokabular für "gefährliche" Wege nicht schon vorher aufbrauchen sollte.

Toll fand ich's auch :D

Bzgl. der Bleikuhlen fand ich's verblüffend, dass die spärliche Vegetation (der Boden ist wohl zu giftig für fast alle Pflanzen) sich nur auf einen relativ kleinen, abgegrenzten Raum beschränkt. Nur ein paar Meter weiter gibt es wieder ganz normal Bäume, Felder, Wiesen mit höherem Gras, etc.

Kamille
21.03.2012, 15:22
:nixda:Die Menschen woanders sagen auch immer Deutschland sei schön.

Tolle Inspiration und sooo viele schöne Kleinigkeiten. Dankeschön!
Ich wünsch dir auf jedenfall viel Zeit für weitere Teile des Weges. :D

5sterne

♫ ... walk on ... ♪♫ ... walk on ... ♪

Abt
21.03.2012, 16:30
Danke erstmal für den Bericht, die Bilder und die damit verbundene Freizeit und Arbeit.

Also, mein ungebügelter Kommentar zu dem Wespennest, Ich halte das für einen Pilz.
Hast du da eventuell noch ein anderes Foto? Stelle es doch bitte mal unseren Tier&Pflanzen-Profis zur Bestimmung hier herein. Woher sollte ein Wespennest denn jetzt gekommen sein?
Der Schmetti bringt mich ins Grübeln. Einerseits klar anderseits nicht. Gr. Jungfernkind wird der genannt. Eine ähnliche Art fliegt erst später.

Pfad-Finder
21.03.2012, 19:35
@Ali: Definitiv kein Pilz, sondern - mal unverfänglicher formuliert - ein ziemlich zerrupftes Nest von "holzverarbeitenden Fluginsekten". Ob nun Wespe oder Hornisse kann man wohl nur an der Größe der Löcher festmachen.

lina
21.03.2012, 20:08
Erstmal vielen Dank rundherum! :-)

Ich habe alle Bilder, die ich davon habe, nochmal in den Botaniker-Thread (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?45471-An-die-Botaniker-unter-euch&p=1003040&viewfull=1#post1003040) geladen, kann aber die beiden anderen hier nochmal ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Roehrengebilde.jpg

Von der Röhrengröße her, dachte ich, könnten es für große Wespen oder kleine Hornissen passen.

Abt
21.03.2012, 20:11
OK. Danke. Ich zeige es aber trozdem mal einem Pilzberater. sieht sehr sehr interessant aus.

Pfad-Finder
21.03.2012, 20:37
OK. Danke. Ich zeige es aber trozdem mal einem Pilzberater.

"Es sieht stark nach einem Hängenden Grauen Wespenröhrling aus!":grins:

lina
21.03.2012, 20:38
@Alibotusch: Gerne, wie gesagt, bin gespannt :bg:
Auch wenn ich die Röhren für einen Pilz zu groß fand. Aber die Gegend ist historisch aufgeladen, und wenn man zuviele Schautafeln liest, kann man auch leicht auf den Gedanken kommen, dass es da nachts spukt ;-) ... ein paar Meter weiter steht der Jungfernbrunnen (eine der Stories darüber steht hier (http://www.eggegebirgsverein.de/6-Service/59-Wanderwege/60-Eggeweg/77,Eggeweg-X1-E1.html), auf der Schautafel daneben eine andere ...)


@Pf-F: Das klingt ziemlich gut! :cool:

Goettergatte
22.03.2012, 11:07
Mehr Worte waren Dir die Stadt und Burgwüstung Blankenrode nicht wert? :beleidigt:

lina
23.03.2012, 09:55
Da ich die Historie dieses Ortes ja nicht besonders gut kenne, lasse ich da lieber einen Experten 'ran ;-)
Göga, magst Du was dazu schreiben?

Goettergatte
23.03.2012, 18:59
Gerne doch, Lina ;-)
Blankenrode ist eine wüst gefallene mittelalterliche, gemeinsame Stadtgründung, Bischof Simons I von Paderborn und dem Abt von Corvey, auf der Rhein-Weser-Wasserscheide, in der Flur 107 der Forstmark Hardehausen, 1,5 km östlich des heutigen Dorfes Blankenrode.

Die Stadt wurde spätestens im 3. Viertel des 13.Jhdt gegründet, der Gründungsakt dürfte eher strategisch, als merkantiel motiviert gewesen sein, um die Rechte an den dortigen Blei und Silbergruben, gegen Ansprüche der Grafschaft Waldeck zu untermauern.

(Wer hier Parallelen zu heutiger Rohstoffpolitik ziehen möchte? ... bitte! :bg:)

Urkundlich tritt die Stadt erstmals 1298 in erscheinung, als die Grafen von Waldeck, gegenüber Paderborn, auf jegliche Ansprüche in der Region verzichten.

In Urkunden der Jahre nach 1300 sind Bürgermeister, Rat, Stadtsiegel, Pfarrer und Kastellan der Stadt Blankenrode erwähnt.
Spätestens Ende der 90er Jahre des 14. Jhdt. wurde die Stadt, mit ausnahme der Burg aufgegeben. Die Gründe werden einerseits in der Abwanderung der Bevölkerung in, nach der Pest brachliegende günstigerere Landwirtschaftsgebiete und des dadurch wegfallenden Regionalmarktes, sowie die Sogwirkung der sich stärker entwickelnden Handelsstädte der Region (Warburg, Korbach, Paderborn) und die nunmehr nachrangige strategische Rolle des Ortes gewesen sein. Zeitgleich wurden auch nahezu sämtliche bäuerliche Siedlungen, bis auf wenige Einzelhöfe, aufgegeben.

Die zunächst noch weiter unterhaltene Stadtburg, wurde im Zuge des 15. Jhdt. ebenfalls aufgegeben.
Als es Ende des 16. Jhdt. zu einer Neuberschließung der Region kam, wurde nicht die ehem. Stadt, sondern das, ebenfalls wüst gefallene, Dorf Snefede neu besiedelt und der Name der Stadt auf die Neusiedlung übertragen.
Von der Stadt zeugen heute noch ein ovaler Ringwall, im norden, reliefbedingt, leicht bogig verlaufend, welcher die ehem. Stadtbefestigung darstellte. In ihm sind Reste einer verstürzten Bruchsteinmauer erkennbar. Im Nordosten der Stadt ist ein künstlich erhöhter Burghügel mit Fundamentresten zu erkennen. Die Stadtanlage wird von einem ehem. Bachlauf durchschnitten, dessen Quellmulde einst die Wasserversorgung sicherte.

Das Stadtareal umfaßte ca. 17 ha und könnte um die 600-1000 Einwohner gehabt haben, was einer Hausstättenzahl von ca. 120-200 entspräche.

Der Straßenplan stellte mutmaßlich eine Hauptstaße mit je einer Parallelstraße, zu ihrer beider Seiten dar, wäre somit dem lippisch-westfälischem Planstadttyp zuzurechnen.

Ich habe gesprochen.:oldman:

lina
23.03.2012, 19:12
Dankesehr! ;-)

lina
23.03.2012, 19:50
E1 NRW, Etappe 12: Oesdorf – Giershagen
Anreise: Per Bahn bis Marsberg, dann Bus nach Oesdorf
Reisezeit: Mitte März
Streckenlänge: ca. 20 ziemlich hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM
Trekkingstöcke (besonders bei Nässe) empfehlenswert

Wieder einmal war der Morgen noch dunstig, aber die Sonne ließ sich schon ein wenig blicken. Die Morgenfrische bekam fast augenblicklich eine Beimischung von Landluft, sobald man aus dem Wald heraus trat, aber noch waren keine Tiere auf den ausgedehnten Weiden um Oesdorf: zu kalt und noch zu wenig frisches Gras, erzählte mir eine Anwohnerin.

Eine kleine Runde durch's Dorf, das E1-Schild versteckt sich schüchtern hinter einem Wasserrohr, dann geht es auf den nächsten Hügel. Bei Schneckens war der Frühling noch nicht angekommen, die Kalkschale verschließt noch die Häuschen, aber hier und da ließ sich schon die eine oder andere sonnengelbe Scharbockskraut-Blüte erspähen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Blick zurück – dort oben, fast den ganzen Waldrand, war ich entlang gelaufen:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Auch auf dem nächsten Hügel war, außer ein paar pflügenden Bauern und einem Hundespaziergänger, niemand unterwegs

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

und da ging's hin (genau genommen ging's in ein paar Metern rechts ab auf eine Waldweg)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)
Kein Primaloft ...

Wieder ein Stück am Waldrand entlang, hier steht auch eine Schutzhütte. Ein Bauer verteilte Jauche auf den Feldern, olfaktorisch ist das, naja, sagen wir mal „beeindruckend“ ;-)

Ich lief quer durch Essentho, jetzt auf der „Via Regia“: Karl der Große ist hier allgegenwärtig

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_06a.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49440&title=e1oesdorf96-giershagen&cat=500)

Die Straße gekreuzt, dann wieder in den Wald. Die Beschilderung wird schwieriger, aber laut Karte geht es relativ parallel zur Straße weiter, also doch den ersten Waldweg rechts rein, auf bemostem Weg, das ist schön zu laufen. Die Steinabbrüche am Wegesrand geben Rätsel auf, für Schiefer ist das Gestein zu hell, auch wenn es plattenartig heraus bricht. Zudem roch es irgendwie fremd hier, und es dauerte eine Weile, bis ich die Ursache herausfand: Außer Lärchen, Buchen, Fichten und Buchen gibt es hier auch Kiefern. Diese plus Sonne lassen an die Seealpen denken – es fehlen nur die Zikaden :D

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)
Ausblick auf den Hügel gegenüber

Hinunter nach Marsberg. Auf der viel befahrenen Querstraße waren zahlreiche LKWs unterwegs, und ich freute mich, dass der Weg dort nicht entlang führt, sondern ein paar Meter weiter runter und dann an der Diemel entlang.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Das Wasser der Diemel ist klar und kühl und fließt ruhig, hier müsste man eigentlich auch gut paddeln können. Auch landschaftlich ist es hübsch hier, das Tal wird auch, ausnahmslos in sämtlichen Beschreibungen, das „schöne Diemeltal“ genannt – das müsste man eigentlich, konsequenterweise, in einem Wort schreiben, wie „Gutebutter“ ;-)

Einmal durch den Park, vorbei an der (noch geschlossenen) Tourist-Info. Es folgten Schilder-Rätsel und dann probierte ich doch den Weg über die Brücke – ich hatte meine Karte in zu kleinem Maßstab ausgedruckt, um den genauen Wegverlauf zu erkennen. Der Weg führt zum Bahnhof und macht dann eine Kurve um das Eiscafé La Luna – und obwohl mir Orte sonst eher zuviel Rummel bieten, fand ich den Zivilisationskontakt in diesem Moment doch sehr angenehm :bg:

In der Bibliothek fragte ich nach dem weiteren Wegverlauf und erfuhr, dass ich tatsächlich wieder ein Stück ca. parallel zurück musste. Die Wegweiser des E16 entsprechen optisch denen des E1, also musste ich nicht immer nahe ran und nachsehen, welches jetzt in welche Richtung führt (das kann sich durchaus unterscheiden). Leider hatte die Kirche nicht geöffnet (laut Schild nur zu Zeiten eines Gottesdienstes), bzgl. Karls des Großen hätte ich dort, nach mehreren Empfehlungen, mal 'reinspechten sollen.

Obermarsberg heißt das nächste Ziel. „Ober“ plus „Berg“ = doppelte Höhe, das stimmte dann auch. Nach einem Stückchen Straße wurde mir auch der tiefere Sinn der Aufschrift „Sauerländischer Gebirgsverein“ bewusst: schmale Pfade, links geht's steil rauf, rechts geht's steil runter. Vor einer, ebenfalls gebirgstypischen, Haarnadelkurve kam aber – erst eins, dann folgten noch viele weitere – blaue Wunder: Das sind Leberblümchen (Anemone hepatica) (http://de.wikipedia.org/wiki/Leberbl%C3%BCmchen) (Vielen Dank an THD :-))

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Oben angekommen kann man dann, im Vorbeiflanieren, die Drakenhöhlen auf dem Bülberg betrachten, ein durch Wassereinfluss ausgewaschenes Höhlensystem in Zechsteinkalk, das hier früher zwecks Nutzung erweitert wurde: größere Höhlen als Unterstand, als Kühlraum, für Kupfer-Abbau-Versuche und die Steine als Pflastersteine. Auch das dortige Quellwasser wurde früher zur Wasserversorgung der Bevölkerung eingesetzt, inzwischen aber wohl nicht mehr.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Dazu ein „Burgfoto“ für Göga :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

und ein Blick nach weiter oben

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

An der Kirche, die ich vorher vom Hügel gegenüber fotografiert hatte, steht eine Pumpe, mit Hilfe derer man an Wasser kommt – wunderbar bei diesen doch recht warmen Außentemperaturen und nach den ganzen Höhenmetern ;-)

Hier verläuft auch der Hessenweg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Dann geht's durch Obermarsberg, einem Bergort, wo früher die Eresburg gestanden haben soll. Es war Spätnachmittag, und in der Kurve kurz vor Dorfende saßen 3 betagtere, vergnügte Herren auf einer Bank und hatten alle im Blick, die die Straße entlang kamen: Trotz Nord-Rhein-Westfalen – ziemlich südlich ist das hier ;-)

Ein paar Kurven weiter zeigte der Wegweiser durch eine Wiesenlandschaft, die sich später als Viehweide herausstellte. Dafür muss man sich schmal machen und z-förmig durch die Gatter schlängeln. Der Rucksack ging nicht mit durch, also wurde er erst einmal über den Zaun geworfen. Dasselbe am anderen Ende der Wiese.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Linker Hand oben liege der Priesterberg, sagten die Schilder. Er heißt auch – und das stand in meiner Karte – „Kalvarienberg“. Das war mir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar, denn eigentlich hatte ich geplant, dass ich nur bis da hin laufe. Andererseits wollte ich sowieso gerne noch ein bisschen weiter, na denn ... also Wald.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Ziemlich viel Wald.
Immerhin mit einer Schutzhütte.

Der Weg mäandert vor sich hin, relativ parallel zum unten im Tal verlaufenden Diemelradweg, auf dem ich später kurz weiter lief, und es war jetzt angenehmer, dass man nicht pausenlos direkt in die Sonne schauen musste (Sonnencreme hätte ich auch besser mitgenommen). Zwei Mountainbiker kamen mir entgegen, mit hochrotem Kopf – aha, bald geht's wohl abwärts :bg:

Ein paar Kurven später balancierte ich auf durch Waldarbeiten aufgewühlter Erde, und die Nase ahnte es schon: der Weg führte durch einen sog. „Homergrund (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?61037-DE-Wesergebirgsweg-%28UH%29&p=1001323&highlight=Homerweide#post1001323)“ – Bärlauch zur Linken, Bärlauch zu Rechten ... :D

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)
N51°25.565' E8°49.771'

Dazu zahlreiche dieser violetten und weißen Youmustnotpflückmes, wie letztes Jahr auf dem Schweineberg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Die essbare Bodenbedeckungszone außerhalb der Youmustnotpflückmes (AKA Lerchensporn) ist aber recht klein, bald gab es wieder nur noch Aaronstab (gefleckt und ungefleckt), und einige Nordic Walker und Jogger signalisierten die Nähe des nächsten Dorfes: Giershagen.

Dennoch zieht sich der Weg in noch einigen Schlaufen am Waldrand entlang (die Abendsportler parkten offensichtlich alle am Friedhof in einiger Entfernung zum Dorf),

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

unter anderem an einer weiße Wolken und eine laute Geräuschkulisse produzierenden Papierfabrik vorbei, bis ich dann schließlich, noch vor dem Einbruch der Dunkelheit, im Bergdorf Giershagen eintraf.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

equipman
24.03.2012, 19:05
Ganz großes Kino, ein Augenschmaus. Vielen Dank für den "leckeren" Reisebericht.

ronaldo
24.03.2012, 20:45
Hi,

sehr schön wieder mal (bloß die Fichtenplantagen machen mich depressiv), danke für Bilder plus historische Details, prima Kooperation!
Lustig das mit dem Wespenpilz... ;-)

Der Raubvogel auf einem der letzten Bilder ist übrigens ein Roter Milan - die hatten wohl ein, zwei gute Jahre, man sieht sie viel häufiger als früher.

Grüße, Ronald

Eggefreund
25.03.2012, 01:04
E1 NRW, Etappe 12: Oesdorf – Giershagen[/B]

Zuzerst einmal vielen Dank für den Bericht und die schönen Fotos.
Ich bin den Weg von den Externsteinen bis Marsberg schon 6 mal gegangen und verbinde
mit jedem deiner Fotos eine Erinnerung. Trotzdem möchte ich 3 Korrekturen anbringen:


Dazu ein Burgfoto für Göga :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW12_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49432&title=e14nrw12oesdorg96-giershagen&cat=500)

Das ist der „Buddenturm“, heute nur noch in halber Originalhöhe, er diente zur Überwachung der Trinkwasserbrunnen in den „Drakenhöhlen“


Dann geht's durch Obermarsberg, einem Bergort, wo früher die Eresburg gestanden haben soll.

Die Eresburg stand da wirklich, gestanden haben soll da die Irminsul (http://de.wikipedia.org/wiki/Irminsul), das Heiligtum der Sachsen.


Linker Hand oben liege der Priesterberg, sagten die Schilder. Er heißt auch – und das stand in meiner Karte – „Kalvarienberg“. Das war mir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar...

Es sind auch zwei verschiedene Berge (Hügel), siehe Karte.

siehe Karte Priesterberg (http://s1.directupload.net/file/d/2840/fcly44lw_jpg.htm)

lina
26.03.2012, 10:20
@equipman: Herzlichen Dank, es macht auch richtig Freude, die Reise immmer wieder fortzusetzen! :cool:

@Eggefreund: Ah, ich ahne jetzt, woran es lag: auf den Schildern am Weidengatter stand „Priesterberg“. Den habe ich dann mit dem nächsterreichbaren Hügel gleichgesetzt. Da dort auch eine Kapelle stand, sah das logisch aus. Auf eventuelle Entfernungsangaben habe ich nicht geachtet ... (Zudem ist auf meiner Karte (ein schon älterer Ausdruck einer OSM-Karte) nicht alles eingezeichnet, es fehlt ab und zu ein Dorf, ein Name oder ein Wäldchen. Deswegen ist häufig Improvisieren nötig, und manchmal geht's dann auch daneben. Der Zufallsfaktor hat aber auch was Spannendes, weswegen ich das eigentlich gar nicht ändern mag :bg: Auf's gps, wo alles korrekt ist, schaue ich nur selten).

„Burgfoto“ war mit Augenzwinkern gemeint, da fehlen die Anführungszeichen. Hab's geändert.

*

5sterne Ansonsten finde ich es super, dass Ihr die historischen und sonstigen mir fehlenden Infos ergänzt, besten Dank! 5sterne

Nachtrach: Die Bruchsteine könnten übrigens tatsächlich Schiefer gewesen sein, der kommt in der weiteren Wegfolge noch häufiger vor.

Weiß vielleicht noch jemand, von was für einem Tier dieses Fellbüschel gewesen sein könnte? Solche Teile habe ich bisher schon mehrmals gesehen.

ronaldo
26.03.2012, 11:15
Weiß vielleicht noch jemand, von was für einem Tier dieses Fellbüschel gewesen sein könnte? Solche Teile habe ich bisher schon mehrmals gesehen.

Hi,

schwer zu sagen, die Färbung der langen Grannenhaare zeigt immerhin mal, dass das Tier "wildfarben" ist, also aussieht wie Reh, Hase, Hirsch etc. und nicht wie ein Schaf.

Die schön dichte Unterwolle lässt mich spontan an Feldhasen denken. Die haben Ende Januar und im Februar ihre Ranzzeit, in der im Wortsinn die Fetzen fliegen - würde also auch zeitlich halbwegs passen.
Mitten im Wald findet sich das allerdings nicht, wenn doch, wars wohl Nachbars Husky... ;-)

Grüße, Ronald

lina
26.03.2012, 13:01
@ronaldo: Danke, ja, stimmt, Feldhasen könnte auch hinkommen.

lina
26.03.2012, 13:41
E1 NRW, Etappe 13/Hessen, Etappe 1: Giershagen – Schweinsbühl
Anreise: Per Bahn bis Marsberg, dann weiter mit dem Bus
Reisezeit: Mitte März 2012
Streckenlänge: ca. 17 recht hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Sommer, Sonne, Sonntag – Giershagen. Nein, nicht ganz. Eher Frühling, Sonne, Samstag. Aber egal, Hauptsache Sonne, und die war schon ganz schön warm. In Erinnerung an die Kopfschmerzen des letzten Etappentages hatte ich diesmal die Sonnenbrille mit (ein zusätzlicher Hut wäre auch noch nicht falsch gewesen, aber das dann halt nächstes Mal, man ist ja lernfähig ;-)).

Ein kurzer Blick auf die erreichbaren Busfahrpläne zeigte: Wer mit den öffentlichen Verkehrsmittel anreisen möchte (oder damit wieder abreisen), ist gut damit beraten, einen Wochen- oder Samstag zu wählen, an ersteren kommt man bis in den frühen Abend an, an letzteren nur bis zur Mittagszeit. Sonntags bleibt in diesem Bergdorf nur Improvisation, Taxi oder Warten bis Montag.

Nun aber los :D

Entsprechend der blauen Linie auf meiner Karte, die für die nächste Etappe kaum Wald anzeigte (aber bei dieser kann man ja nie wissen, wie oben schon angedeutet ;-)), erstmal raus aus Giershagen. Ein/zwei Felder weiter übersah ich den ersten Abzweig hoch zur Straße (der war wohl an dem Bauernhof, aber da hatte ich eher auf den Hund geachtet), und es gibt sogar ein Beweisfoto: Auf der Markierung, angebracht am Straßenschild, zeigt der Pfeil nach links ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Egal, es ließ sich noch korrigieren, noch stand kein Korn. Nach wenigen Metern Straße ging's dann ab in Richtung Baustellen neuer Windräder. Ansonsten waren die Grünflächen jetzt wohl eher Weiden: Die Elektrozäune wurden gerade neu montiert.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)
Keine Schutzhütte und noch keine ganzen Windräder

Vor mir liefen zwei weitere Wanderer, die ich lange im Blick hatte, da der Weg sich malerisch zwischen den Hügeln schlängelte. Überhaupt, die Hügel! Soweit das Auge reicht: Hügel aus Wiese und die jeweilige Kuppe dann besetzt mit einem kleinen Wäldchen. Irgendwo am Horizont dann die Landesgrenze nach Hessen. Wo genau, hatte ich mir nicht notiert, da wollte ich später dann nochmal nachsehen (Edit: Das könnte recht genau an dieser Stelle gewesen sein :bg:). Unterwegs war ich nach wie vor auf dem gleichlaufenden Kaiser-Otto-Weg, gekennzeichnet durch X16.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Der Steinplattenhaufen nach erneutem Kreuzen der nächsten Straße (K63) offenbarte dann: hier gibt es doch Schiefer

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

und – war hier schonmal jemand von Euch? ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Es folgte ein Wäldchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)
Kuhweiden-Blüten

und es ging, wie die Aussichten ja schon vermuten lassen, beständig bergab und wieder (teilweise sehr) bergauf. Die Wegmarkierung des X16 ist übrigens vorbildlich. Man findet sehr häufig entweder die Schildchen oder das x, mit weißer Farbe auf Baumstämme oder sonstige Pfosten gepinselt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)
Links (Suchbild bei Gegenlicht): Vor beeindruckender Steigung strategisch günstig platzierte Gaststätten-Bewerbung ;-)

Eine kleine rote Katze flitzte über die Felder, verschwand im Unterstand, ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

... und es erschienen die nächsten – noch kuhfreien – Hügel: die leichte Landluft-Brise ließ aber erahnen, dass dieser Zustand nicht mehr lange so anhalten würde

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Nach Adorf ging es dann, wieder beachtlich, bergab weiter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)
Am Wanderer interessierte Adorf'sche Fauna, inmitten von unbeeindruckten Hühnern mit Puschel-Füßen

Das nächste Wäldchen war bald in Sicht, ein Wagen mit Anhänger transportierte eine kleine Hochsitzhütte in den Wald, und ich ging linksherum, ein Stück durch Wald und ein Stück wieder auf der anderen Seite retour – manchmal verzichtet die Streckenführung doch auch auf ein paar Höhenmeter ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Kurze Strecken an der Straße entlang waren nicht ganz zu vermeiden und besonders beliebt bei ganzen Gruppen von Motorradfahrern

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Aber es brummt auch weiter oben:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Benkhausen liegt dann mal wieder ganz unten im (wunderschönenDiemel-) Tal

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49546&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

Darauf folgte, nach Durchqueren des Dorfs, unweit entfernt von den letzten Häusern, die größte Schutzhütte, die ich bisher auf dem E1 gesehen habe (mit Spielplatz, Grillrost, Tischen und Bänken und einer Grillplatz-Verordnung für größere Gruppen)

Landschaftlich geht es sehr hübsch weiter. Ich umrundete ein (in meiner Karte nicht eingezeichnetes) lichtes Wäldchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

mit vereinzelten Nadelbäumen unbekannten Namens, aber interessant aussehenden Zapfen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)
Blick zurück

und kam dann, über eine kleine Brücke

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Giershagen_Schweinsbuehl_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49562&title=e1giershagen96-schweinsbuehl&cat=500)

und nach noch ein bisschen weiterer Wald-Wegstrecke im (Bergdorf) Schweinsbühl an.

Mein schon seit geraumer Zeit vor sich hin knurrender Magen lenkte mich daraufhin zielsicher zur ortsansässigen Gastwirtschaft – das mache ich ja sonst selten, aber diesmal war es genau die richtige Entscheidung ;-)

lina
26.03.2012, 17:13
E1 Hessen, Etappe 2: Schweinsbühl – Willingen
Anreise: Es gibt einen Bus an Schultagen sowie Möglichkeiten über ein Anruf-Sammeltaxi
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 14 hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Recht spät erst kam ich los. Die Sonne pratzelte vom Himmel, der Kaffee war wunderbar, Proviant hatte ich noch vom Vortag ... und bis man dann mal das Zelt (aber immerhin trocken) zusammengepackt hat ... :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Schweinsbuehl_Willingen_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49587&title=e1schweinsbuehl96-willingen&cat=500)

Schnell raus aus Schweinsbühl, nur ein ganz kurzes Stück Straße, dann geht es wieder auf Feldwegen weiter, vorbei z.B. an einer beeindruckenden 250-jährigen Eiche

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Schweinsbuehl_Willingen_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49587&title=e1schweinsbuehl96-willingen&cat=500)

Auf den Weiden blühten inzwischen andere Pflanzen, mit gelben sternförmigen Blüten, weiß jemand, was das für welche sind? – Gelbsterne (Danke an bjoernsson und Homer)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Schweinsbuehl_Willingen_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49587&title=e1schweinsbuehl96-willingen&cat=500)

Nach einer Weile hügelabwärts nähert man sich dann dem kleinen Dorf Deisfeld

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Schweinsbuehl_Willingen_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49587&title=e1schweinsbuehl96-willingen&cat=500)

Katzen dösten in der Sonne, ich überquerte mal wieder die Diemel und die L3082 bzw. K64 und folgte dann dem Diemel-Radweg ein Stückchen bergauf. Einige Mountainbiker waren unterwegs. Zügig erreicht man wieder die Höhen der vorangegangene Hügel

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Märzenveilchen wachsen immer gleich büschelweise an den Böschungen

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und trotz Asphaltierung ist der Weg landschaftlich sehr schön; der Duft der zahlreichen Nadelbäume liegt in der Luft.

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Hier sah ich auch das erste Mal eins der weißen Wegkreuze dort, wohin ich schon die ganze Zeit dachte, dass diese mal jemand hinsetzen könnte: auf den Asphalt gemalt – perfekt für Wegkreuzungen auf Straßen! :D

Auf den Wiesen wuchsen Löwenzähne und Gänseblümchen, und gerade als ich mir die richtige Frühlingssalat-Mischung ausdachte und bedauerte, dass ich weder Ostereier noch Vinaigrette noch Sardellenfilets im Rucksack hatte, kam die nächste Schutzhütte (Olkesberg). Und so schritt ich dann eben, im wohltuenden Schatten der Hütte, entschlossen zur Proviant-Vernichtung mitgebrachter Vorräte (Käsebrötchen und Kokosriegel sind doch auch was Feines ;-)), und als das Knistern des Käsebrötchens endete, stellte ich fest, dass es aus der neben der Hütte stehenden Kiefer beständig weiter knisterte: Offensichtlich bewirkte die starke Sonneneinstrahlung, dass sich die Samen aus den Zapfen lösten. Das war also die Quelle der vielen zu Boden wirbelnden Fitzelchen überall im Wald! Fehlten nur noch Scharen von Ameisen, um sie wegzutragen :bg:

Immer mal wieder bretterten weitere Mountainbiker vorbei, aber nicht so viele, dass die Staubwolken störten, und ich genoss die Aussicht ins nächste Tal und die restliche Umgebung: Wirklich schön hier!

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Weiter.

Ein paar Meter später rannte eine riesige Spitzmaus (oder kleine Ratte?) über den Weg und verschwand in einer Wasserröhre. Viel zu schnell für meinen kleinen Knipsomaten: Keine Chance auf ein Foto.

Neben den blaugrau melierten findet man jetzt auch helle, teilweise glitzernde Steine als Teil des Straßenbelags. Merkwürdigerweise fuhren auf den Wirtschaftswegen nach der nächsten Wegkreuzung auch einige Autos entlang, obwohl die K63 eigentlich unten im Tal verläuft. Aber zum Glück konnte ich bald wieder ins nächste Wäldchen abzweigen.

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Der Weg geht jetzt in Hör-, aber nicht Sichtweite, entlang des weiteren Verlaufs der K63 am Ellerberg bis nach Rattlar, wo man die Verwendung von Schieferplatten als bevorzugtes Hausbedeckungsmaterial betrachten kann. Einige Touristenbusse waren auch zu sehen, aber kaum Leute.

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Und bevor ich dann endgültig keine laubfreien Laubwälder mehr sehen mochte, gab es zum Glück wieder etwas mehr freie Sicht

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sowie endlich auch mal ein paar Weidenbewohner: Struppige schottische Highlander in diversen Brauntönen – es sah so aus, als würden einige von ihnen interessiert das sonntagnachmittägliche Fußballspiel auf dem gegenüberliegenden Hügel mitverfolgen, andere widerum nicht ...

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Blick zurück

Nach Schwalefeld geht die Straße per 9%-Steigung bergab, der Feldweg daneben, auf dem der E1 entlang geht, fühlt sich noch viel steiler an. Dann verläuft der E1/X16 per Waldweg weiter nach Willingen. Die Mountainbiker-Familie, die mich vorher überholt hatte, blieben weiter unten auf einem Weg nahe der Schwalefelder Straße, und so hatte ich den Waldweg wieder für mich alleine. Neben diversen Farnen blitzte hier auch die eine oder andere Huflattich-Blüte.

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Auf den Flächen vor der Stadt finden sich relativ ebene Schieferabbau-Halden, dort ist das Betreten jedoch verboten

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Und noch war es ruhig.

Willingen selbst scheint jedoch während der kalten Jahreszeiten ein florierender Wintersportort zu sein, es fanden sich sogar jetzt noch Schneereste auf den Hängen (aus Schneekanonen, schrieb die Willinger Regionalzeitschrift). Jedenfalls schien Willingen fest in der Hand der Synthetik-Softschäll-Träger zu sein, Wollpullover und T-Shirts Fehlanzeige. Wie viele Souvenir-Läden es dort tatsächlich gibt, stellte ich aber erst fest, als ich später durch die Haupteinkaufsstraße fuhr – der E1 tangiert davon zum Glück nur einen kleinen Abschnitt, praktischerweise aber den incl. italienischer Eisdiele :ignore: (nein, nicht „Venezia“, sondern der andere Name, der mit der roten Sonne :cool:)

Noch ein Stückchen den Hügel hinauf, die Bahnlinie wird unterquert. Wenig später weitet sich die Landschaft, man kommt in die Skigebiete und an die Talstation einer Gondelbahn. Drachenflieger leuchteten bunt über den Schneeresten.

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Eigentlich wäre ich schon gerne noch ein bisschen weiter gelaufen, jedoch zeigte meine Karte jetzt ein größeres Waldstück, ohne große Möglichkeiten, in eine praktische Nähe öffentlicher Verkehrsmittel zu gelangen. Deswegen wird die weitere Strecke auf die nächste Gelegenheit vertagt, demnächst also weiter ab ca. hier:

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BDK
26.03.2012, 17:14
Toller Thread! Bisher habe ich mir hauptsächlich die Bilder angeguckt, werde aber nach und nach noch (weiter) die Texte lesen. Ich mag den E1.

Falls alles glatt geht bin ich Ostern wieder unterwegs, von Flensburg nach Eckernförde. Bisher hab ich in Tagestouren den Teil von Eckernförde bis Eutin gemacht.

Goettergatte
26.03.2012, 18:25
An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank für den Boutenturm,
natürlich stand ich auch schon drauf ;-)

Bist Du nicht an Padberg vorbeigekommen?

lina
26.03.2012, 18:45
@BDK: Dankesehr! Der Nordteil des E1 wartet noch auf mich. Neulich habe ich mal einen Blick auf den dänischen Teil hinter Flensburg geworfen – der ist auch sehr schön, und ich freu mich schon darauf, da mal entlang zu gehen.

@Göga: Gerne, ich bin leider nicht in den Turm reingegangen, keine Ahnung warum, die Tür stand ja offen.
Padberg? In case you don't mean „Eva“ – das könnte der Buckel rechts auf dem ersten Bild von #126 sein :bg:

blauloke
30.03.2012, 15:34
Deine Wanderung auf dem E1 zu verfolgen ist immer wieder schön.
Besonders dein Blick für Details gefällt mir.

Ich selber mache meistens nur Landschaftaufnahmen. Diese interessanten Kleinigkeiten, die du siehst, bemerke ich gar nicht. :(

lina
02.04.2012, 16:44
@blauloke: vielen Dank :-)
Es gibt hier ja eigentlich nicht viel zu erzählen, weil unterhaltsames Chaos oft nur dann entsteht, wenn was schief geht und/oder man Leute trifft, und das passiert nicht so oft – also muss ich das durch möglichst abwechslungsreiche Bilder auffangen :bg: Die im Verlauf des Weges gebietsweise wechselnde Landschaft und ihre Einzelheiten finde ich aber wirklich spannend, und freue mich, wenn es klappt, das auch ’rüberzubringen.

*

E1 Hessen, Etappe 3/NRW, Etappe 14: Willingen – Silbach
Anreise: In Willingen gibt es einen DB-Bahnhof
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 19 recht hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Lange, lange ging es zunächst an – laut Beschilderung – Busparkplätzen entlang. Ich hatte, wie mir später ein Anwohner erzählte, die trubelbetreffend ruhige Zeit-Lücke zwischen Ende der Skisaison und Ostern erwischt, deswegen war hier fast kein Betrieb, nur plattgefahrene, schneebefreite, aber auch bus-lose Leere. Nach zwei Skihütten kam dann endlich wieder Wald: das Landschaftsschutzgebiet Hoppecke-Tal war in nächster Nähe.

Begegneten mir zunächst noch einige Mountainbiker, so zweigte die MTB-Strecke doch schon bald auf den Forstweg weiter oben ab, und man hatte den Weg demnanch also so gut wie wieder für sich alleine

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Bald weitet sich die Landschaft, rechts vom Weg plätschert die Hoppecke auf steinigem Untergrund, und jede Menge frisches Pestwurz lugte zwischen Vorjahres-Laub und Steinen hervor

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Vorbei geht es an den Überbleibseln einer Köhlerhütte, dann weiter durch den Wald, leicht aufwärts.

Die ersten Holunderknospen zeigten sich, ein Wandergrüppchen stratzte vorbei, und eine Familie war offensichtlich in Sachen Geocaching unterwegs: Ein glückliches Kind mit GPS-Gerät in der Hand, und Jubelrufe vom zweiten, nicht sichtbaren, das kann eigentlich gar nichts anderes bedeuten :bg: ... und heißt insgesamt: Obwohl es mit ca. 4 Plusgraden recht kühl war (in der vorhergehenden Nacht hatte es gar nicht so wenige Minusgrade gegeben), war um Willingen herum doch Einiges los. Auch die Sonne wärmte inzwischen recht erfolgreich.

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Noch immer war ich unterwegs auf dem Kaiser-Otto-Weg, das sollte sich erst in Niedersfeld ändern,

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und immer wieder waren kleinere Rinnsale zu überqueren, die wohl nicht nur auf den Regen vom Vortag zurückführbar waren – sonst hätte sich wahrscheinlich niemand die Mühe gemacht, hier Planken hinzulegen

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Durch eine fast alpin anmutende Weidenlandschaft ging es weiter

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und ich konnte es kaum glauben: Bääääärlauch!! :D
Den hauchdünnen Blättern schienen die nächtlichen Minusgrade absolut gar nichts ausgemacht zu haben

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Dazu, der Höhenlage eines Skigebietes gerecht werdend: vermehrt Preiselbeergrün neben den nach wie vor häufig zu findenden Blaubeerbüschen (irgendwie bin ich gerade in der falschen Jahreszeit unterwegs :motz:), dazu Pestwurz, erstaunlicherweise auch mitten im fließenden, klaren Wasser, zwischen vereinzelt noch zu findenden Eiskristallen auf dem moosigen Boden drumherum.

Weiter aufwärts dann, wieder auf Forstwegen, durch den Wald

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Die Hoppecke fließt inzwischen weiter unten, und noch immer gab es Einiges an Bärlauch in den Uferbereichen.

Überall tröpfelte es, und eigentlich fand ich es warm, aber die Eiskristallformationen am Wegesrand sprachen eine andere Sprache. Es war wirklich Eis: Es schmolz, sobald man es berührte

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Dazu Hatifnatten Moos in einer mir bisher unbekannten Form, das aber nur an diesem Wegstück zu finden war – Edit: Die Botaniker dieses Forums fanden heraus: das könnte Bärlapp sein (besten Dank! :D)

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Etwas später fanden sich dann noch echte Schneereste am Wegesrand – aber bis hierher reichen die Kunstschnee-Schneekanonen wohl kaum, also ok, es war wohl doch kalt ... verwirrendes Wetter gerade ...

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Da rechts entlang geht es später weiter

An der folgenden sternförmigen Wegkreuzung gerät die Dr. Adalbert Müllmann-Schutzhütte in Sicht. Sie ist zwar recht klein, aber es gibt zahlreiche Tische und Bänke drumherum. Da sie kurz vor der Hohen Heide platziert ist, hatte das, zumindest an diesem Tag, zur Folge, dass jede Menge Spaziergänger vorbei flanierten.

Netterweise verläuft der weitere E1/X16 aber nicht auf den geschotterten Wegen, sondern auf einem kleinen Trampelpfad durch die Heidelandschaft. Hier geht’s z.B rechts ab, durch’s Naturschutzgebiet Neuer Hagen. Damit ist man raus aus Hessen und wieder drin in Westfalen.

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Vorbei geht's an der Hoppecke-Quelle,

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auf dem Heideboden lässt es sich wunderbar laufen

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und es wachsen hier unter anderem niedrige Wacholdergestrüppe

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Ansonsten wird die Vegetation immer karger

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Nachdem der Hügelkamm überquert ist, kommt die (offensichtlich ganzjährig bewirtschaftete und mit erfreulicherweise kostenfreier Toilette ausgestattete) geräumige Hochheide-Hütte in Sicht: Zielpunkt vieler Wanderer, die auf den geschotterten Wegen unterwegs waren

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„Drinnen ist alles voll!!“ verkündete lautstark die Tochter einer Familie mit Hund, nach einem forschenden Blick durch die Tür. Auf den Außenplätzen hingegen war noch alles frei, nur 2 taffe Mädels wärmten sich die Hände am hoffentlich noch lange heißen Latte Macchiato.

Ich hielt es wie die beiden roten Mammut-Rucksackträger, die, nach einem kurzen Blick auf die Wegweiser, zügig ihr Lauftempo wieder steigerten.

Nach wie vor gibt es einen kleinen, wurzeligen Trampelpfad parallel zum geschotterten Forstweg.
Letzterer wird einige Zeit später überquert, und es folgt der nächste Trampelpfad.

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Im Wald war es wieder weniger zugig, und obwohl mir nicht kalt war, war ich doch froh, dem eisigen Wind auf der Hochheide entronnen zu sein, so konnten die Ohrmützchen wieder in der Jackentasche verschwinden. Die vorherrschenden Temperaturen ließen sich erahnen an den Pfützen, die entweder gar noch nicht aufgetaut oder schon wieder am Zufrieren waren

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Auf einem Hohlweg geht es dann recht abenteuerlich und steil bergab

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Auf Bildern sehen solche Wege immer so harmlos flach aus ...

Ein paar Meter weiter unten dann, auf querlaufenden Forstweg, eine nicht erwartete Ansicht: Zwei Rehe schlenderten einmütig und nebeneinander her auf dem Forstweg entlang. Verblüffenderweise sah es tatsächlich so aus, als würden sie sich gerade miteinander unterhalten.

Zögernd blieb ich stehen, die Rehe ebenso. Wir betrachteten uns gegenseitig, interessiert. Im Zeitlupentempo friemelte ich meinen Fotoapparat aus der Jackentasche. Da sprang das erste Reh in die Büsche – verflixt, keine Zeit mehr für das Tele! Das zweite Reh schaute zwar noch immer erstaunt und neugierig in meine Richtung – aber dann – ein Sprung und weg war’s.

Gerade noch geschafft, aber nur als Suchbild :bg:

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Der folgende Trampelpfad ging weiter in die selbe Richtung, jetzt in hübschen Schleifen durch luftigen Laubwald, die Piepmätze zwitscherten, und von den Rehen war nichts mehr zu sehen. Einige Sitzbänke stehen dort wohl schon sehr lange, da sie über und über mit Moos bedeckt sind. Die letzten Meter zum Forstweg verkomplizierten sich durch laufende Forstarbeiten, und der aufgewühlte Boden war wegen des Regens vom Vortag ziemlich rutschig. Mit doppelt so schweren Schuhen, haufenweise Matsch mitschleppend, überquerte ich die folgende Straße.

Doch dann, am nächsten Bach, blickte ich auf tiefstes Dunkelviolett: Märzenveilchen

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Es roch nach Pferd. Die Verursacher waren eine Kurve weiter zu sehen: Es waren zwei, auf einer riesigen Weide. So kurz vor Niedersfeld beschloss ich dann, doch mal eine längere Pause zu machen, packte die Thermoskanne aus und fand, nach Verzehr der salzigen Anteile meines Proviantpäckchens, serviert auf einer dort gefundenen Schieferplatte, heraus, dass der Bäcker am Morgen bezüglich des euphorisch angepriesenen Vanille-Hörnchens („Richtige Vanillecreme, alles selbstgemacht, nicht dieses Fertigzeug!“) tatsächlich nicht zuviel versprochen hatte :bg:

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Pausen-Blick auf den gegenüberliegenden Hügel

Der Weg durch Niedersfeld zieht sich recht lange hin. Ungefähr in der Mitte der Strecke biegt der X16 in die eine Richtung, und der E1, jetzt unter der Bezeichnung X2, in die andere Richtung ab.

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Am Dorf-Ende, nach dem verlassenen Schlepplift und oberhalb des geräuschintensiven Betriebs (laut Aushang bis 19 Uhr) auf der Kartbahn, geht es wieder aufwärts.

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Ein funkelnagelneuer Pfosten mit Wegweiser zeigte rechts ab ins Gelände – wie, da lang? Ich erinnerte mich, in irgendeiner Reisebeschreibung etwas von „Gestrüpp“ gelesen zu haben – das wäre hier zutreffend. Und tatsächlich, einige Meter später eine langgezogene, frugale Schutzhütte mit Wellblechdach. Wetterschutz? Naja ...

Dann ein gemaltes X an einem Baum. Ok, also doch. Durch hüfthohen Ginster, kleine Bäumchen und Holunderbüsche war ein schmaler Pfad erkennbar. Unten auf der Straße kurbelte ein Liegeradler entlang. Ich dachte an die Idee, den E1 per Rad zu befahren :D – nein, hier bestimmt nicht. Weiter. Das Gestrüpp wurde immer undurchdringlicher. Und das bei meinen Bedenken wegen Zecken :o – aber ok, für Zecken war’s zum Glück definitiv zu kalt.

Der Pfad näherte sich wieder dem Forstweg, oben war ein Spaziergänger mit Hund unterwegs. Der lachte und meinte auf meine Frage, man könne auch gleich auf dem Forstweg laufen, den Weg hätte er auch schon gesucht und nicht gefunden. Ok. Ich erklomm den Meter Böschung bis zum Weg und sah wenig später von oben einen umgekippten E1-Pfosten im jetzt wirklich undurchdringlichen Zweige-Dschungel. Hmja, viel weiter wäre es also eh nicht gegangen. Gut. Dann eben Forstweg, bisschen langweilig ...

... aber bald besser, teils durch Wald, teils mit Aussichten

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und, achja, inzwischen war ich auf dem Rothaarweg unterwegs, wohl Teil des Rothaarsteig (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Rothaarsteig)s ...

Oben nach der St. Blasius-Schutzhütte an der sternenförmigen Wegkreuzung

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wurde die Landschaft dann wieder spannender. Es gab raffinierte Durchgänge ...

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und diverse Ausblicke

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bevor der Weg dann wieder zwischen Nadelbäumen verschwand

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Willingen_Silbach_38.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49964&title=e1willingen96-silbach&cat=500)

Dann wieder Forststraße, und auf steilem Abstieg (aber diesmal auf einer kleinen Straße) ging's hinunter in den hübschen Ort Silbach

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Willingen_Silbach_39.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=49964&title=e1willingen96-silbach&cat=500)

Und ab hier geht’s dann weiter entlang des Rothaarsteigs.

Ditschi
02.04.2012, 17:45
Hallo @ lina,

schöne Bilder wie immer --aber viel wichtiger: Du bist draußen.

Und ich hocke drinne, selbst am Wochenende, und bearbeite Akten.

Aber ich habe es noch besser als Kollege uli.g, der Klausuren schreibt in einem Alter, in dem man sonst die der Jüngeren korrigiert.

Überzeugt: auch wenn ich totmüde bin, jetzt hole ich die Wanderstiefel raus und geh eine Runde. Die Bilder animieren.

Gruß Ditschi

Prachttaucher
02.04.2012, 19:07
:o Irgendwie bin ich verwirrt, geht´s denn jetzt von Nord nach Süd oder von Ost nach West durch´s Sauerland ? Ich vermute mal, daß der E1 einen etwas eigenwilligen Verlauf hat....

Aber egal, :p schöne Bilder wie immer, mit viel Sonne.

lina
02.04.2012, 19:26
Vielen Dank Euch beiden :-)
Yes, raus ins Jrüne ist gut! :D

@Prachttaucher: Ja, das mit dem Sauerland ...
Im Moment geht's ein wenig Zickzack, aber grob von Nordosten nach Südwesten.
Dabei war nur ein kurzes Stück Hessen, jetzt bin ich wieder im Sauerland (Hochsauerlandkreis) bzw. Westfalen. Demnächst kommt dann der Retour-Abzweig nach Südosten, und ab der Frankfurter Gegend ist dann für ein paar mehr Kilometer Süd-Richtung angesagt.

Ditschi
02.04.2012, 19:26
:o Irgendwie bin ich verwirrt, geht´s denn jetzt von Nord nach Süd oder von Ost nach West durch´s Sauerland ? Ich vermute mal, daß der E1 einen etwas eigenwilligen Verlauf hat....

Aber egal, :p schöne Bilder wie immer, mit viel Sonne.

Hallo,

ja lina, kannst Du uns mal `ne Karte zeigen, wo Du gelaufen bist. Irgendwie habe ich auch keine rechte Vorstellung.

OT. Im übigen wieder da von flotten 8 KM im Regen. Die haben mir eine blutende Wunde an der linken Achillessehne eingebracht.
Gut, daß ich das Einlaufen neuer Wanderstiefel von vielen Schuhgenerationen her kenne. Am Anfang haben alle irgendwo gezickt, dann über Jahre prima gepaßt. Da muß man den Schmerz einfach überlaufen.

Gruß Ditschi

lina
02.04.2012, 19:32
Ich bin gerade unterwegs auf dem Knick nach Westen, auf der Karte (http://www.outdoorseiten.net/w/images/f/f8/Skizze_e1.jpg) dort, wo das Wort „GERMANY“ steht.

@Ditschi: Uah, die übliche Blutspende bei neuen Schuhen ... da hilft nur Freuen auf spätere Zeiten. Und bis dahin evtl. Blasenpflaster.

lina
14.04.2012, 23:55
E1 Hessen, Etappe 3/NRW, Etappe 15: Silbach – Westfeld
Anreise: In Silbach gibt es einen selten angefahrenen, aber dennoch: Bahnhof.
Alternative: Bis Bhf. Winterberg, dann nach Silbach per Bus
Reisezeit: Mitte April
Streckenlänge: gut 16 ziemlich hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Die Wettervorhersage hatte Regenwahrscheinlichkeit angekündigt: 30%. Allerdings erst als ich schon längere Zeit unterwegs war, fiel mir auf, dass mein Regenschutz ebenfalls nur ca. 30% betrug: Einen Schirm hatte ich zwar eingepackt, aber die Regenhose vergessen :roll: Ich blinzelte in die sich munter knäuelnden Wolkentürme und beschloss, auch wenn es in Silbach recht dunkel aussah: Wird schon klappen! Denn immerhin: der Blau-Anteil nahm, auf jeden ca. zweiten oder dritten Blick hin zumindest, zu!

Die Bahnlinie wurde unterquert, und dann ging es erst einmal stetig aufwärts. Die perfekt der Linie der Straßenführung angeglichene gelbe Markierung auf dem Asphalt, die signalisierte, dass alle Wanderwege hier links hoch gehen, war sehr nützlich: Ich hatte nach Blicken auf die verschiedenen Schilder und Pfosten-Bemalungen tatsächlich erst vermutet, dass der X16 hier rechts abbiegen würde (ein Blick auf die Karte hätte die richtige Richtung aber natürlich auch weisen können).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Nach den letzten paar Wohnhäusern geht es dann wieder ab in den Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)
Sonne!! :wohoo:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Man befindet sich jetzt auch nicht mehr auf dem Rothaarweg, sondern auf dem Zuweg zum dazu gehörigen Steig: hierfür wird die Schilder-Grundfarbe gelb anstatt rot benutzt. Und in nicht allzu weiter Entfernung steht an einer Forstwege-Kreuzung auch schon eine Schutzhütte, umgeben von einem großzügigen Rast- und Grill(!)platz

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Weiter geht’s in Richtung Renautal.

Hin und wieder gewährt die Botanik Ausblicke in die umliegenden Täler

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

und das Wetter sah inzwischen recht vielversprechend aus ;-)

Dass es die vergangenen Tag geregnet hatte (die Anwohner erzählten mir später von starken Niederschlägen), sah man noch ein bisschen an den Blättern der dort wachsenden Lupinen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Die Waldwege mäandern so vor sich hin

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

und man findet farblich interessante Baumpilze

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

An der folgenden Wegkreuzung geht's nach rechts weiter, ab hier ist dann vorwiegend Laubwald angesagt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Viel Laub gab’s jedoch noch nicht, dafür war es noch zu kalt. Ein paar hundert Meter weiter waren aber ein paar Bärlauchpflänzchen in Sicht. Ganz wenige, deswegen waren sie auch ziemlich sicher vor mir :grins:

Etwas später wieder Nadelbäume, die sind mir in der momentanen Jahreszeit, weil grüner, etwas lieber ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

und dann lockte ein kleiner Bach zur rechten Wegseite zu einer Pause: Überaus klares Wasser, dazu Sonne, es war einfach wunderschön hier ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

... die Bärlauchblätter passten bestens zu Frittata und Brot, und das Wasser (sicherheitshalber gefiltert, aber das war möglicherweise gar nicht nötig) war kühl und wohlschmeckend

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Ein paar hundet Meter weiter fand sich dann auch ein Wasserwerk und ein ausgeschildertes Wassergewinnungsgebiet.

Hier sah ich auch eine weitere der rosa blühenden Pflanzen, die ein bisschen an Flieder erinnern, aber vielleicht gar keiner sind? Edit homericum sagt: Seidelbast

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

An der folgenden Kreuzung verlässt man dann erst einmal den Bach, es geht leicht bergauf auf dem Waldlehrpfad Renautal

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Über Wiesen, die der Schnee noch nicht lange verlassen hat, führt der Weg in Richtung Tal, vorbei an einer schön gelegenen Schutzhütte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)
Blick zurück

Kurz darauf beginnt ein frisch renovierter Bohlenweg nahe dem Verlauf der Renau

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Ich sichtete ein paar Büschel Sumpfdotterblumen, sonst war noch nicht viel Blühendes zu sehen. Dafür gab es jetzt einige Höhenmeter: Der Kahle Asten war nicht mehr weit entfernt

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Dieses fast märchenhaft anmutende Gebäude ist keine Schutzhütte, sondern nur einer der sehr schmalen Unterstände, den man zur Lektüre der dort angebrachten – handgeschriebenen(!) – Informationsblätter der Holzwirtschaft nutzen kann

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Die Sonne blinzelte bald wieder durch die Bäume, und die zunächst nur am Rande wahrgenommenen Fahrzeuggeräusche wurden deutlicher: es war tatsächlich eine Straße in der Nähe. Ich kraxelte noch über eine gar nicht so kleine, quer über dem Weg liegende Fichte, ging am Renau-Quellbereich und an einigen leer stehenden Hotels vorbei und näherte mich dem „Nordhang“ – einer Skipiste an der vielbefahrenen Straße L 640.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Der örtliche Bus spuckte eine Wagenladung Wanderer aus, bewaffnet mit Nordic-Walking-Stöcken und gut verpackt in warme Ski-Anoraks. Ich grübelte über mein vergleichsweise dünnes Merinopullöverchen und kam zu dem Schluss, dass die bisherigen Höhenmeter wohl den fehlenden Jacken-Loft ersetzt hatten – allein der Gedanke an ein weiteres Kleidungsstück schien schon zuviel, jedenfalls solange ich keine längere Pause einlegte. Also weiter.

Die riesigen zugematschten Parkflächen ließ ich links liegen und ging zügig weiter bergauf. Der Weg war breit und kaum weniger matschig, irgendwie sah das hier alles ziemlich plattgewalzt aus. Immerhin – ein paar Kurven weiter wurde es langsam besser, und ein kleiner Pfad zweigte ab zu einer hübschen Aussichtsstelle

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Schließlich oben

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war dann erstaunlich wenig los: leere Parkplätze und nur eine Handvoll Leute. Optisch auch gut passend zur jetzt fast baumlosen Leere der Hochheide. Die Wege waren wieder einmal ziemlich perfekt ausgeschildert

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)
(und wer einen Campingplatz sucht: in Neuastenberg gibt es einen kleinen)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Im Vergleich zur Hochheide war die Heidestrecke nur kurz, bald ging’s wieder bergab durch Wald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_27.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

vorbei an einer wirklich kleinen Schutzhütte, sehr nahe an einer schmalen Straße gelegen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_28.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

nach dem Abzweig dann per Trampfelpfad bergab und anschließend lange weiter auf geschotterten Forstwegen, vorbei an grünen (Forellen-?) Teichen.

Nach einer Waldhotel-Anlage sollte man dem Schild mit dem goldenen G auf rotem Grund lieber nicht bergaufwärts folgen, auch wenn direkt darüber das weiße X2 gemalt wurde: Einfach auf dem Forstweg weiterlaufen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_29.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Der Wald lichtet sich bald

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_30.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_31.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

und der Weg geht weiter durch ausgedehnte Kahlflächen: Die Kombination aus zahlreichen verblichenen Baumstümpfen, Gestrüpp, dramatischen Wolkengebirgen und knallblauem Himmel ließ die Gegend nahezu surreal wirken – und zur Hauptzeit der Ginster-Blüte sieht das hier bestimmt auch toll aus!

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_32.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

In der ausgedehnten Anlage des Berghotels „Hoher Knochen“ tat sich fast nichts, gerade mal zwei Autos standen auf dem Parkplatz und eine kleine Familie mit Hund tobte über die Grünflächen, während ich Tee trinkend auf einer Bank in der Sonne saß und den Piepmätzen lauschte, deren Gesänge man (auch ohne das beim letzten Hannover-Stammtisch entdeckte Knirschen der EVent-Membranen beim Gehen ;-)) gar nicht so deutlich mitbekommt.

Die alten E1-Schilder zeigen, dass die Richtung, bis dahin jedenfalls, stimmte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_33.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Dann ging’s tatsächlich über den kahlen Hügel weiter, den ich schon die ganze letzte Zeit vor Augen hatte. An einer Wegeteilung verlief ich mich erst und nahm den oberen Weg, die Beschilderung war nicht so wirklich klar hier.

Als einige hundert Meter später noch immer kein X2 auftauchte, was bei der bisherigen Markierungsdichte seltsam schien, kehrte ich doch wieder um und nahm den unteren Abzweig

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_34.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Laut Bezeichnungen war das richtig ...

... und wenige hundert Meter weiter gab es einen Abzweig auf einen Trampelpfad rechts oberhalb des Wirtschaftsweges. Mal wieder einer dieser schmalen Wege durch Gestrüpp, der zunächst recht gut zu gehen war, aber dann ...

Die ersten paar Querlieger ließen sich noch ganz gut über- bzw. unterklettern, aber was dahinter folgte, sah nicht mehr ganz so einfach aus. Ein Weg war auch überhaupt nicht mehr zu erkennen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_35.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

Zum Zurückklettern hatte ich keine Lust, der Waldboden sah eigentlich recht vertrauenserweckend und haltbar aus, und der vorhin verlassene Waldweg war auch nicht wirklich weit entfernt. Mal hoffend, dass nicht auf den letzten Metern noch unüberwindbare Hindernisse auftauchten, tastete ich mich also, über ca. 10 Höhenmeter, hangabwärts. Ok, funktionierte, die Felsabbrüche kamen erst ein paar Meter später.

Später traf ich dann auf die Einmündung des Wegs, den ich eigentlich hätte herunterkommen müssen (und wäre ich dem goldenen G gefolgt, und dann oben am Hügel links abgebogen, wäre ich ebenfalls auf diesen Weg gekommen).

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_36.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)
Blick zurück auf die beiden Wege

Noch ein Stück rot besandeter Wirtschaftsweg, dann kam auch schon Westfeld in Sicht ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_37.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

... ein bemerkenswerter Ort: mit charakteristischen, in Terrassenbauweise angelegten Fußballfeldern ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW15_Silbach_Westfeld_38.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=51004&title=e1nrw15-silbach96-westfeld&cat=500)

die in den hier schneereichen Wintermonaten praktischerweise auch für den dortigen Skizirkus genutzt werden können! :D

Noch ein bisschen Schlendern an schmucken Häuschen (und einem durchgehend ebenen Fußballplatz ;-)) entlang, dann beschloss ich, mal die hiesige Verfügbarkeit an öffentlichen Verkehrsmitteln zu testen: Einige Minuten zuvor hatte ich einen roten Bus erspäht, und so hoffte ich mal, dass dies nicht der letzte des Tages gewesen war.

Es gab tatsächlich noch einen, und trotz schlapper 10 km bis Winterberg brauchte der Bus, wegen Fahrens in Gegenrichtung, viel länger als die eigentliche Luftlinie hergab – aber solches Sich-Gondeln-Lassen durch die Landschaft in der Abendsonne (Regenwahrscheinlichkeit – pffft!!) macht ja manchmal auch Freude ;-)

*

So, jetzt geht’s noch ein paar Kilometer westwärts, aber dann, ab Oberkirchen: gen Süüüüüüüden!! :D

lina
03.05.2012, 16:57
E1 NRW, Etappe 16: Westfeld – Bad Berleburg
Anreise: z.B. DB bis Winterfeld, dann Bus bis Westfeld
Reisezeit: Anfang Mai
Streckenlänge: ca. 21 km
Karte: Ausdruck von OSM

Mai, YESSSS!! Endlich Grün! Auch wenn mehr davon in den tiefer gelegenen Landesteilen zu finden war. Immerhin gab es schon mal jede Menge ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW16_Westfeld_BadBerleburg_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52389&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)
... Sauerklee

Der Weg geht erst ein Stückchen durch's Tal

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW16_Westfeld_BadBerleburg_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52390&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

dann zweigt ein Teil, bergaufwärts, ab

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52391&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Ist man dem Talweg noch ein Stückchen in Richtung Oberkirchen gefolgt, kann man Glück gehabt haben, und es stand ein Räucherwagen an den Forellenteichen. Dann haben die frisch geräucherten Fische auf der Bank am Antoniushäuschen (Bildstock) genau die richtige Verzehrtemperatur und -konsistenz :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Von dort aus kann man auch schon mal über den Hügel lugen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

und weiter geht's, durch Löwenzahnwiesen, in Richtung Oberkirchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

das 1967 mit dem Bundespreis (http://de.wikipedia.org/wiki/Unser_Dorf_soll_sch%C3%B6ner_werden) als schönstes Dorf ausgezeichnet wurde

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Am Eck-Café konnten wir dem dort angebotenen köstlichen Walnuss-Eis nicht widerstehen (:grins: wenn man schon mal damit anfängt, tourismusplanungskompatibel die angebotenen gastronomischen Möglichkeiten zu nutzen ...)

Ein bisschen durch's Dorf schlendern, dann geht's, ein imposantes Schulgebäude links liegen lassend, wieder bergauf

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Auf der Strecke liegt eine (verschlossene) Wanderhütte der Post & Telekom – man kann jedoch um's Haus herum gehen und findet dort Sitzmöglichkeiten an Kräuter-Blumenkästen auf einer überdachten Terrasse.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Im nahen Wald gibt es diverse Möglichkeiten, Kunstwerke zu betrachten. Diese sind über die ganze Strecke bis nach Bad Berleburg verteilt. Hier z.B. am Hexenplatz

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Das Wetter wurde schöner, die Sonne blinzelte durch die Bäume

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

und der Weg tritt ins (kyrillbedingte) Freie, wo zahlreiche neue Fichten in verschiedenen Größen, ordentlich nebeneinander gepflanzt, zur generellen Aufforstung oder für eine Karriere als Weihnachtsbaum vor sich hin wachsen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Einige Spaziergänger waren unterwegs, und die Stapel gefällter Bäume luden zu kleinen Sitzpausen ein, darauf und daneben

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)

Bald zweigt der Weg nach links ab, und wir näherten uns, durch lichten Wald mit federndem, bemosten Boden der Schanze.

Bedingt durch die zahlreichen Skihänge hatte ich bei „Schanze“ natürlich an Skispringen gedacht, aber nein, diesmal war der Begriff historisch gemeint: es war eine Wachstation auf der Heidenstraße (AKA Königsweg), der mittelalterlichen Verbindungsstraße zwischen Köln und Kassel (und ggf. weiter nach Leipzig) für Handel und Militär.

Schautafeln, angebracht an den rindenmulchbestreuten Pfaden, versorgen die Besucher mit Informationen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52393&title=e1nrw-16-3a-westfeld96-bad-berleburg&cat=500)
Ausschnitt aus einer Kopie eines Schriftstücks von 1496 zur Aufhebung des Fehderechts durch König Maximilian I.

Vorbei an diversen (von uns nicht besuchten ;-)) Gaststätten passiert man dann das Tor zum Rothaarsteig und kann sich auf dem Kyrillpfad über die Sturmschäden von 2007 informieren. Hier waren dann doch recht viele Ausflügler unterwegs (was auch daran liegen mag, dass die Schanze gut und per Straße vom Norden her zu erreichen ist).

Auf der folgenden recht geraden, aber hügelig verlaufenden Langlaufloipe waren dann wieder wesentlich weniger Leute anzutreffen.

Der Weg führt im Folgenden entlang an sog. „Naturwaldzellen“, das sind Waldstücke, in die, außer entlang des hindurch führenden Trampelpfads (dessen Betreten laut Schild dennoch lebensgefährlich sein kann), nicht eingegriffen wird

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Der Hauptweg ist aber ebenfalls landschaftlich sehr schön und führt vorbei an weiteren Kunstwerken

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bevor man dann, wieder leicht bergab, Kühhude (nettes Café und großer Wanderparkplatz, aber nur äußerst spärliche, laut Anwohner erst kürzlich noch weiter eingeschränkte Busverbindungen: nur samstags(!!): 9:40 und 16:40 Uhr ab Bad Berleburg, Poststr. 44 sowie 17 Uhr ab Kühhude) passiert.

Ein Stück entlang der Straße, dann biegt der E1 (respektive X2), wieder nach rechts in den Wald ab.
Die folgenden paar Kilometer vergehen ohne wesentliche Höhenmeter

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Die Sonne leuchtete durch die noch ganz hellgrünen und zarten Buchenblätter, und ich sichtete überraschend immerhin zwei Ginster-Blüten :cool: (... der Rest braucht noch etwas Zeit)

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An einer größeren Kreuzung befahrbarer Forstwege (hier nicht abbiegen, auch wenn's hübsch aussieht ;-))

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darf man dann auf einen recht steilen Wurzelweg abzweigen. Die weiter oben plazierte, leuchtend grüne Hütte mit Durchlässen für Baumstämme (Kunstwerk Nr. 3: „Die Grünstation“) böte keinerlei Gewitter- und Unwetterschutz – so der Text auf der dort angebrachten Tafel: im Gegenteil, man solle sie im Fall eines Unwetters sofort verlassen.

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Der Weg blieb recht lange wurzelig, man hüpft von Spur zu Spur, Käfer flitzten kreuz und quer (was auch am nahenden Gewitter gelegen haben mag), und es duftete wunderbar waldig wegen der ganzen herumliegenden Fichtenzweige. Dank Kyrill bieten sich auch hier wieder schöne Ausblicke

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Durch dieses Tor geht's tatsächlich weiter – etwas unklar ist, welcher Teil hier von welchem abgesperrt wird, da es kein weiteres Tor gibt?

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Ein Reh stakste gemütlich über den jetzt geschotterten Weg, und bald darauf gibt die Botanik schon mal einen Blick auf Bad Berleburg frei

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Die Wiesen waren bedeckt von Löwenzahn, Wiesenschaumkraut, Sauerampfer, ... toll! :D

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und zur anderen Seite sah es fast schon wie Rapsfeld aus

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Dann wieder mäßig bergauf, die Sonne brannte

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– höchste Zeit, mal was zu trinken. Hätte ich nicht angehalten, dann hätte ich sie wahrscheinlich nicht entdeckt: Auf Rindenresten im Wald standen doch tatsächlich Pilze (der rechte ist eine Frühlingslorchel – und der linke?)

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Die Strecke auf dem Forstweg ist nur kurz. Bald geht es nach links auf einen angenehmer zu gehenden, kleineren Pfad, wieder bergabwärts, weiter. Noch ein Stück Schotterstraße, dann folgt eine Kastanienallee

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und die Farbe des Himmels (einschließlich inzwischen fortwährendem Donnergrollen) passte nun sehr schön zu den schiefergrauen Häuschen und ihren diversen Treppenaufgängen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW16_Westfeld_BadBerleburg_36.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52368&title=e1nrw-16&cat=500)

Außerdem gibt es auch ein Schloss und eine sehenswerte Kirche auf dem Weg.

Noch war es trocken, Kinder tobten um den Brunnen vor der Kirche, Leute in Sommerkleidung bevölkerten die zahlreichen Cafès, auf den Autokennzeichnen steht jetzt SI und der Dialekt klingt hessisch – ergänzt allerdings durch ein sauerländisches „woll“ am Satzende.


Und es war dann doch gut, den anschließenden Starkregen einschließlich der haselnussgroßen Hagelkörner mit einem richtigen Dach über dem Kopf abwettern zu können :-) – zumal es auf dieser Etappe nicht eine Schutzhütte gibt.

Abt
03.05.2012, 22:40
Danke Lina.
Ganz super. Auch wenn ich auf dem E1 nicht unterwegs bin. Muss ich nicht um die halbe Welt fliegen. Du fängst an einem Ende Weg an und ziehst systematisch durch. Gefällt mir.
Bei dem letzten:hahaa:Pilz lag ich wohl letzte mal etwas daneben.

Der gezeigte Pilz könnte ein Judasohr sein. Bin mir nicht sicher. Vielleicht gibt es wieder was zu lachen.

lina
03.05.2012, 22:57
@Alibotusch: Danke ebenfalls :-)

Hm, ich dachte eigentlich, das könnten Morchelbecherlinge sein (wenn das daneben schon keine essbaren Morcheln waren)? Aber nach Becherlingen sehen sie eigentlich auch nicht aus.

Abt
03.05.2012, 23:32
Also, hm.
Da muss ich passen. Ich hoffe, du hast nicht gekostet. Wäre schade um die Fortsetzung deiner schönen Beiträge.

lina
03.05.2012, 23:39
Neenee, ich lass das lieber mit dem Pilze kosten in unbekannten Gegenden. Was ich über die Lorcheln gelesen habe, war schon beeindruckend genug ...

Abt
04.05.2012, 07:17
:ignore:
Neenee, ich lass das lieber mit dem Pilze kosten in unbekannten Gegenden. Was ich über die Lorcheln gelesen habe, war schon beeindruckend genug ...

...na dann kommen Ebsels und ich gern mal zu essen vorbei. Was du unter dieser Rubrik so hereinstellst.... da bilden sich beim Anblick kleine Pfützen unter der Zunge. Vielen Dank dafür.:ignore:

lina
04.05.2012, 10:11
;-) Danke!

Degger
09.05.2012, 11:58
Schön zu sehen das jemand direkt durch meine "Homezone" gewandert ist. (Wedemark). In der Gegend des E1, R1, R2 bin ich häufig anzutreffen.

Schönen Gruß!

lina
13.05.2012, 23:17
@Degger: Ja, aus dieser Ecke fehlt mir ja noch ein Stück. Mal sehen, wann ich da mal wieder hinkomme :-)

lina
13.05.2012, 23:39
E1 NRW, Etappe 17: Bad Berleburg – Bad Laasphe
Anreise: Bad Berleburg ist recht gut erreichbar
Reisezeit: Mitte Mai
Streckenlänge: ca. 23 km
Karte: Ausdruck von OSM

Noch immer Mai, leuchtend in den unterschiedlichsten Grün-Nuancen. Und, dank Temperatursturz, war es inzwischen wieder kühler: tagsüber ca. 10°C, nachts knapp am Gefrierpunkt.

Nach einem Stück Weg durch die Innenstadt von Bad Berleburg ging es, sauer- und siegerlandhügeltypisch, nun wieder aufwärts; es gibt hier zahlreiche Kliniken, aber ich durfte glücklicherweise vorher in Richtung Raumland, abbiegen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

Idyllisch quert der Weg den Hügel, und noch vor dem nächsten Wäldchen geht's wieder bergab: Hügel runter, Straße überquert, dann wieder leicht aufwärts,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_00.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53036&title=e14nrw17-bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

und ein Stückchen durch ein Neubaugebiet – Garagenbau schien hier der aktuelle Trend zu sein.

Auf dem folgenden Trampelpfad durch Fichtenwald konnte man Autos hören: die Straße ist recht nah und verhältnismäßig stark befahren. Kurz vor dem nächsten Überqueren derselben kann man sich noch an den Inhalten zahlreicher Texte über die Freuden des E1, des X2, des Rothaarwegs und des Wanderns an-und-ganz-für-sich :bg: auf einer Infotafel erfreuen, die dort nebst einer Bank und einem Tisch platziert wurde.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)
Freies Interpretieren war auch bei diesem Anblick angesagt ;-) – Pf-F, was wäre Deine Hypothese als Sohlen-Experte?

Man überquert die Eder

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und das schöne blaue alte Gebäude hinter der Brücke war, laut Schild, wohl mal eine Papiermühle.

(Das kleine Häuschen, das zwischen den Bäumen am Weg steht (auf dem Foto links gegenüber), ist zwar nur eine umzäunte (Tier-?)Schutzhütte, aber ein paar Schritte weiter stehen noch zwei weitere Hütten an einem Platz, der wohl als örtlicher Treffpunkt und Grillstelle dient. Zum Unterstellen bei Regen sind die Hütten dennoch sehr gut tauglich, zumal man hier auch zum Zeitvertreib noch Weiteres über die Historie des Dorfes Raumland erfahren kann)

Bergaufwärts

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geht man dann vorbei an der Bonifatius-Kirche (http://www.1200-jahre-raumland.de/geschichte_kirche.php), die von außen sehr schön aussieht – da ich jedoch spät losgekommen war, musste ich die Besichtigung auf ein andermal verschieben.

Weiter in den Wald, und bald darauf auf aussichtsreichem Weg am Hügel entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

Die Blaubeeren blühten und der Huflattich war gerade dabei, sich in Pusteblumen zu verwandeln

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An der nächsten Wegkreuzung fand ich dann keinen Wegweiser mehr und ging erst einmal ein Stück bergauf in die falsche Richtung

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

Es half nix: Karten auspacken war nötig. Der Vergleich von Papier- und gps-Karte ließ mich dann auch wieder umkehren: Ich musste den Weg abwärts zu den Häusern nehmen (hätte aber wohl ebenso der Querverbindung nach rechts am Waldrand entlang folgen können, da kommt man später nämlich hin).

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Ansonsten ist der Weg aber sehr gut markiert, nicht nur an Bäumen, sondern auch ab und zu am Boden – und das Frühlingsgrün war einfach herrlich

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Noch ein Stückchen durch den Wald, an einem Steinbruch vorbei

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dann wieder bergab durch Wiesen: Über einen Mangel an optischer Abwechslung kann man sich bei dieser Etappe wirklich nicht beschweren :-)

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Auch der Weg am Abzweig nach Hemschlar

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sah verlockend aus, und ich dachte mehrmals an die Entscheidung der Autoren der E1-Etappenseite Gut-zu-Fuß, die das Wegstück von Bad Berleburg nach Stünzel laut ihrer Beschreibung ausgelassen hatten: Wenn man mal vom Bodenbelag (vorwiegend Forstwege und recht viel Asphalt) absieht, ist dies hier rein landschaftlich wirklich eine wunderschöne Gegend.

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Es grünte und blühte wie verrückt. Ich knabberte ein paar Blätter Sauerampfer, den hatte ich schon lange nicht mehr probiert. Überhaupt ist diese Etappe – vorausgesetzt natürlich zur richtigen Jahreszeit – äußerst empfehlenswert für Waldhimbeer-Liebhaber :bg:

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Blick zurück, links ab geht's nach Hemschlar

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Ein Stück durch Wald, dann wieder heraus,

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und die Wolken wurden nun doch dunkler. Es blieb jedoch bei einem kurzen Schauer, also wurde der Regenschutz wieder weggepackt. Dafür pfoff der Wind, fortwährend und ziemlich eisig, über die Hochebene. Aber diese Aussichten!!

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Gibt es ein perfekteres Picknickplätzchen? Für den Moment: nein. Also Windbreaker an. Hinter der Bank befand sich ein verhältnismäßig großes Loch im Boden, hier werden eventuell abfallende verzehrbare Picknickreste wahrscheinlich sofort konfisziert ;-)

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Die Ausblicke waren weiterhin toll

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und bald schützte wieder der Wald vor dem Wetter

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Ich passsierte einen Bauernhof, der ausgeschilderte Hund grollte heiser, er klang groß, aber man konnte ihn nicht sehen. Die nächste Straße wird überquert.

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In einem ausgiebigen Linksbogen führt der Weg nun durch Wiesen

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Blick zurück

erst bergab und dann wieder am Waldrand bergauf. Ein paar wenige Kühe standen nah zusammen. Es knarrte und das Dach der (Tier-)Schutzhütte lag einige Meter oberhalb der Hütte (ca. auf der Höhe meines Foto-Standorts :o) – hier konnte es hin und wieder wohl mehr als üblich stürmisch sein. Als Verursacher des Knarrens hatte ich eine Fichte ausgemacht, deren Stamm in einem großzügigen Bogen zur Seite hing und sich im Wind etwas stärker bewegte – huh, also besser weg hier.

Ansonsten war die Gegend einfach gnadenlos idyllisch ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_32.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

Kurz vor Erreichen der Straße bog ich ab und erreichte Stünzel, ein Ort voller historischer Gebäude. Wie man sieht, ist das hier wohl eine beliebte Wandergegend,

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_33.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

an diesem Tag aber wohl nicht. Nach wie vor war kaum jemand zu sehen – dennoch scheint dieser Ort größere Feste zu feiern. Auf dem Weg in den nächsten Wald passiert man nämlich den örtlichen Festplatz (Die Recherche ergab: Hier findet jeweils am zweiten Juni-Samstag die Kreistierschau AKA Stünzelfest statt. Ok, ca. 10.000 Besucher benötigen auf jeden Fall solch ein ausgedehntes Festgelände :cool:)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_34.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

Die Hütten darauf sind in der Karte wiederum nicht als Schutzhütten verzeichnet, dürften sich jedoch als Schutzmöglichkeit eignen (zumindest die überdachte Variante ;-)).

Kurze Zeit später gibt es einen hübschen grasbedeckten Pfad parallel zum Forstweg.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_35.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_Waldweg.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53097&title=e14nrw17-bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

Das Stück ist leider nur recht kurz, bald muss man wieder auf den Wirtschaftswegen weiter. Die Ausschilderung ist aber nach wie vor tadellos.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_36.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

Lange, lange ging es durch Wald, und ich freute mich, dass inzwischen auch die Buchen Blätter trugen. Als die Schatten länger wurden, kündeten Kastanien die Nähe von Schloss Wittgenstein, es blühte das Zwiebel-Zahnwurz (Dank an die Botaniker :-)) und, ein Stück weiter nun zahlreicher, wohl aufgrund des sonnigeren Südhangs: Ginster in leuchtendem Goldgelb.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_37.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/lilabluete.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52978&title=lila-blueten&cat=500)
Zwiebel-Zahnwurz

Zunächst geht es, aussichtsreich, noch ein Stückchen am Hang entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_38.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52991&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

und an der Realschule, und folgend am Internat Schloss Wittgenstein, vorbei

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_40.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)

wo ein kleiner Weg, wieder zwiebelzahnwurzgesäumt, bergab nach Bad Laasphe führt. Und ab hier geht's das nächste Mal weiter durch die Wiese:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW17_41.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53025&title=e14nrw17bad-berleburg96-bad-laasphe&cat=500)


**

Übernachtungsmöglichkeit mit Zelt: Campingplatz Laasphetal (http://www.camping-laasphetal.de/) (ca. 1 km vom Wendekreis auf dem letzten Foto aus, alternativ nach dem Abstieg von Schloss Wittgenstein ab dem Waldrand links halten).

lina
16.10.2012, 02:01
E1 NRW, Etappe 18: Bad Laasphe – Abzweig vor Heiligenborn (+ zum Bus nach Banfe)
Anreise: Bad Laasphe ist recht gut per DB erreichbar
Reisezeit: Mitte Oktober
Streckenlänge: ca. 12 (14) hügelige km
Karte: Ausdruck von OSM

Der Campingplatz in Bad Laasphe (ganzjährig in Betrieb) war klein, nett und unkompliziert, und obwohl ich erst nach Einbruch der Dunkelheit eintraf, war dort über eine Mobilnummer doch noch jemand erreichbar. Über Nacht stürmte und regnete es kräftig, aber für den Morgen und den Großteil des Tages hatten die Wetterfrösche nur bewölkten Himmel ohne Regen versprochen. So war ich ganz erstaunt, als doch noch die Sonne hinter den Wolken hervorblinzelte. Schnell war alles eingepackt und gefrühstückt, Kaffee wollte ich unterwegs organisieren, da ich eh schon recht spät dran war.

Nicht weit war der Weg bis zu der Stelle, wo ich das vergangene Mal den E1 verlassen hatte. Durch die Wiese ging es jetzt erstmal hügelaufwärts, dann dem Wegweiser „zu dem SGV Denkmal“ nach. Zuerst passiert man jedoch die Schutzhütte am Waldrand, komplett mit gelber Tonne, von der aus man eine gute Aussicht auf einen Ortsteil von Bad Laasphe hat.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64107&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
Bei den Birken am Waldrand steht die Schutzhütte (3 schmale Bänke, 1 Tisch)

Ein paar Meter weiter standen 2 Ehrendenkmäler für verdiente Pfadfinder, bevor die weißen Kreuzchen auf den Bäumen auf kleine Pfaden bergabwärts wiesen. Die Pfade waren, dank Herbstlaub, kaum zu erkennen (d.h. zu bestimmten Jahreszeiten sehen selbst Wanderautobahnen tendenziell weglos aus ;-))

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64108&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

Ein paar hundert Meter weiter gelangt man dann auf eine viel befahrene Straße.

Die Wegweiser verwirrten mich, jede Menge Schildchen zeigten in unterschiedliche Richtungen, und ich hatte nicht mehr daran gedacht, nochmal nachzusehen, welche Zahl neben dem weißen Kreuz nun die richtige war: X16? X2? Ganz anders? Verflixt, kaum macht man mal ein paar Monate E1-Pause ...

Ein Radfahrer kam des Weges und damit die Hoffnung auf Infos. Er habe keine Brille dabei, sagte er, „aber lassen Sie mal sehen. Wo ist Bad Laasphe?“ Ich deutete auf ein grauweißes Linienbündel auf meiner Karte. „Ah, ok. Hier ist der Wald und dort der andere ...“ er drehte die Karte „also ist da Norden.“ Ein Fingerzeig auf die B62 folgte: „Wir sind hier und da fließt die Lahn. Sie müssen dort vorne links abbiegen, dann über die Bahnlinie und danach rechts.“ :cool:

Klasse! Besten Dank! :D
Nun war auch klar, welchem Zeichen ich bis Siegen folgen sollte: dem X2.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64109&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
Hinter dem herbstbelaubten Baum auf der rechten Seite geht's nach rechts weiter

Die Häuser am Ortsrand von Bad Laasphe hatte ich bald hinter mir gelassen, nun ging es wieder hügelaufwärts. Die Böschung an den Seiten des Wegs war vorwiegend moosbedeckt, und so dauerte es nicht lange, bis ich die ersten Pilze sichtete: Rotfuß-Röhrlinge? Wieso war dann der Stiel der kleineren Exemplare eigentlich gelb? – Zuhause dann die Auflösung: Herbst-Röhrlinge, eine Variante der Rotfußröhrlinge, also doch keine Gelbfüßler baden-württembergischen Exilpilze :grins:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64110&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

Der Weg führt oberhalb von Lahn und Straße entlang (unten neben der Bahnlinie gibt es auch einen Radweg), und leise klangen die Geräusche von Autos und diversen Zügen durch die Bäume (deren Pfeifen hatte ich in der Nacht auch schon gehört). Zu weiteren Herbströhrlingen gesellten sich lila Lacktrichterlinge. Schade dass es noch so früh am Tag war – aber lange Pilze durch die Gegend tragen wollte ich nun doch nicht, auch wenn ich gerade für solche diesmal extra einen Stoffbeutel mitgenommen hatte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64111&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64112&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Rothaargebirge_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64049&title=im-rothaargebirge&cat=500)
Unbekannte Exemplare

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64113&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
noch ein paar unbekannte Exemplare (Pfifferlinge etwa? Oder doch nicht?) und ein Bovist

Stetig nähert man sich der Höhe der Baumwipfel der umliegenden Hügel des Rothaargebirges und kann stellenweise bis in die dazwischen liegenden Täler blicken, aber es geht doch meistens, auf recht breiten Wirtschaftswegen, durch den Wald.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64114&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

Unter den kleinen Nadelbäumen der Freiflächen blitzten leuchtend rot ganze Ansammlungen teilweise richtig riesiger Fliegenpilze.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Rothaargebirge_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64048&title=im-rothaargebirge&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64115&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
Blätter der Königskerze

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64116&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
verlassene Waldarbeiterwaggons am Abzweig vom Lahnhöhenweg

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64097&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64098&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64099&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
Und schon wieder keine Stockschwämmchen :motz:

In der Nähe der inzwischen zwei Schutzhütten am Großgemeindestein (http://www.bad-laasphe.de/standard/page.sys/33.htm) auf Höhe von Herbertshausen bevölkerten sich die Waldwege plötzlich: Eine Familie und ein Grüppchen Teenies auf Pferden war unterwegs. Schon erstaunlich, wie weit Stimmen im Wald zu hören sind.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64100&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

Nach einem Abzweig geht es ziemlich steil abwärts in Richtung K35. Anschließend verläuft der Weg parallel zur Straße, nur getrennt von einer Wiese, immer in Nähe des entgegen kommenden Flüsschens Ilse. Die Vegetation war in Wassernähe ganz anders als auf den Hügeln. Wasser tropfte fast überall von den Steinformationen an der Böschung, die größtenteils mit Farnen bewachsen waren.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64101&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
Stimmt schon, hier geht's lang, auch wenn kein X2 zu sehen ist

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64102&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64103&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

Und nach kurzer Zeit wurde der Weg zu einem abwechslungsreichen Trampelpfad. Von der Böschung quer über den Weg bis zum Wasser sah man Wildschwein-Bremsspuren – die müssen da mit ziemlichem Karacho 'runtergerutscht sein. Auch MTB-Spuren waren zu entdecken.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64104&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
So einen Pilz wie den weißen habe ich noch nie vorher gesehen (und mein Pilzbestimmungsbuch auch nicht) – kennt den jemand? Edit: Dank neuem Pilzbestimmungsbuch: Es könnte (mit Vorbehalt) ein Tannenstachelbart sein.

Es tröpfelte. Wie, Regen war doch erst ab 19 Uhr angekündigt?? Unter den Bäumen blieb es aber noch relativ trocken.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_BadLaasphe_Banfe_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64105&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

Um zur Straße zu kommen, muss man schließlich einmal durch die Ilse. Die Trittsteine waren recht lückenhaft, und ich freute mich über meine noch relativ neuen Wanderschuhe – damit kann man – noch – einfach mittendurch :D

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64106&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)

Als ich die Straße entlang lief, nahm der Regen zu. Irgendwann musste ich dann doch Jacke und Schirm auspacken. An der folgenden Kreuzung waren Umleitungsschilder aufgestellt, und ich beschloss, doch nicht weiter bis nach Heiligenborn (ein inzwischen ziemlich verlassenes Dorf an der Ilsequelle mit einer interessanten Historie, in dem, laut Recherche, schon in der Vergangenheit öfter „müde Wanderer“ eingetrudelt waren. Die Dorf-Bewohner waren inzwischen größtenteils nach Amerika ausgewandert, was – jedenfalls laut einer (http://www.wandergeschichten.de/wandern/heiligenborn.html) Variante der Ortsgeschichte – durchaus in einem Zusammenhang stehen konnte) zu wandern, sondern die ausgeschilderten 2 km über den nächsten Hügel bis Banfe zu gehen, von wo aus ich dann gut wieder nach Bad Laasphe zurück gelangen konnte. Erstaunlicherweise fahren dort vereinzelte Busse sogar sonntags.

Kalt war's inzwischen, Anwohner sagten, der Winter stünde, hier im Rothaargebirge, praktisch schon vor der Tür.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BadLaasphe_Banfe_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=64117&title=e1bad-laasphe96-banfe&cat=500)
Nicht mehr der E1, aber die Straße mit dem Tagesziel vor Augen: Banfe

Und Kaffee gab's dann doch erst auf der Rückreise :grins:

Abt
16.10.2012, 10:13
Danke Lina, dein Bildauswahl hier ist wiedermal Klasse!

lina
16.10.2012, 11:02
Merci! :-)

lina
29.10.2012, 11:50
E1 NRW, Etappe 18: Banfe – Forsthaus Lahnhof
Anreise: DB bis Bad Laasphe, Bus bis Banfe
Reisezeit: Ende Oktober
Streckenlänge: ca. 8 (10) teilweise steil ansteigende km
Karte: Ausdruck von OSM

Mal wieder ergab sich die Gelegenheit, ein Stückchen auf dem E1 weiter zu wandern – und wie von den Einheimischen angekündigt, war der Winter nun da ;-)

Ganz schön kalt war's abends, der Zeltaufbau ohne Handschuhe war also nicht unbedingt empfehlenswert (nicht dass ich keine dabeigehabt hätte ... :roll:),

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65509&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

und morgens um sieben zeigte das Thermometer noch immer - 4°C. Nachdem der dichte Morgennebel sich gelichtet hatte, war das Wetter aber grandios und die Gradzahl schon bei + 7°C. Diesmal hatte ich einen Platz erwischt, wo die Sonne die in der Frühe noch knisternde Rauhreifschicht in Rekordzeit auftauen und das Zelt trocknen konnte.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65510&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)
Morgenkaffee :cool:

Weiter ging's zum praktischen Startpunkt Banfe und von dort aus

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65511&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

die ca. 2 km (auf gerade neu geteerter Straße) zur Kreuzung mit der K17 (eine kleine idyllische Straße durch das Ilsetal, an der es sogar eine Schutzhütte gibt) wieder zum E1, dessen Zugang vor der Brücke sich – momentan – zwischen Baumaschinen und Dixi-Toilette versteckt.

Auf kleinem Trampelpfad geht es hier weiter links der Ilse entlang. Außer dem Reifenabdruck eines MTBs und einigen Tierspuren war der Weg noch völlig unberührt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65499&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65500&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

Auch Pilze gab's vereinzelt, aber alle tiefgefroren

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65501&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

Das liegende R auf gelbem Untergrund definiert den Weg als Zugang zum Rothaarsteig

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65502&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

und in den kälteren Bereichen war es richtig winterlich

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65503&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

einschließlich geschlossener Eisdecken

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65504&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65505&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

Die entweder weiße oder karamellige Farbigkeit, kombiniert mit knallblauem Himmel, sollte sich den ganzen Tag über halten: Sonnen-/Südhang = Herbst und beständiges Tropfen, Nordhang = Winter und Schneerieseln aus den Bäumen

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http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65507&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

Die Ilse wird überquert, was dank Trittsteinen prima klappt, beim zweiten Mal gibt es eine kleine Holzbrücke. Hinter dieser, am anschließend breiteren Waldweg, überraschte ein Steinpilz am Hang – leider ebenfalls tiefgefroren :motz:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65508&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

Immerhin bewahrheitet sich, was ich in einem Pilzbestimmungsbuch mal gelesen hatte: Wo Fliegenpilze stehen, findet man oft auch Steinpilze in der Nähe :cool:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65489&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)
oder auch andersherum ;-)

An der nächsten Wegekreuzung

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65490&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

bin ich dann falsch abgebogen – vielleicht war ich auch nachhaltiger verzaubert von Anblicken wie diesem

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW19_Banfe_Lahnhof_Eiskristalle_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65591&title=eiskristalle&cat=500)

oder diesem?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW19_Banfe_Lahnhof_Eiskristalle.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65590&title=eiskristalle&cat=500)

Wie auch immer – jedenfalls steht das Folgende unter der Prämisse „auch schön“ :bg:

Es gibt dort 3 parallel verlaufende Wege, und eigentlich hätte ich nun auf den linken Weg (= auf die andere Seite der Ilse) wechseln müssen, um an deren Quelle vorbei zu kommen. An der Kreuzung steht sogar einen Schilderbaum mit Wegweisern, aber ich bin, ohne noch einmal nachzusehen, nach rechts weiter gegangen und dem Weg weiter hügelaufwärts gefolgt. Fehlende Markierungen sind mir auch nicht wirklich aufgefallen, weil zum einen Geradeaus-Strecken oft nicht markiert sind und zum anderen die Baumstämme oft durch den Schnee einseitig zugeweht waren, womit machmal auch die Markierungen verdeckt werden.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65491&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)
Steigung fast geschafft

Über eine Kyrill-Fläche

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65492&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

trifft man bei der gewählten Weg-Variante dann auf einen Abzweig von der K17, die zu einem diversen Wanderparkplätzen führt. Vorbei geht es an einem eingezäunten Gebiet, dessen Zugänge – den Spuren am Zaun entlang nach – wohl häufig auch Wildschweine nutzen (von denen es, laut Einheimischen, mehr als genug hier geben soll)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65493&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

Nach Krause (wie auch nach meinem NRW-Süd OSM-Karte (http://www.openstreetmap.org/?relation=2096477)nausdruck) nimmt man den Abzweig nach rechts, um an der K17 entlang nach Heiligenborn zu gelangen, inzwischen ist diese/r Alternative/Schlenker aber wohl nicht mehr vorgesehen und Heiligenborn bleibt verschwunden ;-) Nach der Beschilderung (jetzt ausgiebig, kaum ein Baum bleibt unsigniert ...) geht der Weg durch den Wanderparkplatz geradeaus weiter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65494&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

auf breitem Forstweg auf dem nun durch ein liegendes R auf rotem Grund gekennzeichnetem Rothaarweg (laut anderweitiger Definition auch "Rothaarsteig" genannt).

Zahlreiche Sonntagsspaziergänger waren unterwegs – wie sich später zeigte, war deren Ziel auch oft die gut besuchte warme Küche des Forsthauses Lahnquelle (liegt ein paar hundert Meter hinter dem Lahnhof) – und ich freute mich, dass die Wegbeschaffenheit nach einer Weile wieder netter wurde: Trotz Aussicht auf einige Magritte-Wölkchen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65495&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

und anderer hübscher Anblicke an der Strecke

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65496&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

sind Trampelpfade doch weniger langweilig. Dieser war relativ glatt, da viel begangen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65497&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)

und schließlich gelangt man über einen parallel zur Straße entlang führenden, sehr wurzeligen Trampelpfad zum Lahnhof (laut Schild geöffnet Di – Fr), hinter dem die weitere Wegführung des E1 ins Gelände abbiegt. Den eigentlich noch geplante Abschnitt bis Deuz (ca. 10 km, also gut 2 Stunden) habe ich wegen inzwischen zügig nahender Dunkelheit auf das nächste Mal verschoben – diesmal war's also, auch meinerseits, wirklich nur ein etwas verlängerter Sonntagsspaziergang ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Banfe_ForsthausLahnhof_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65498&title=e1banfe96-lahnhof&cat=500)
Lahnhof

ronaldo
29.10.2012, 18:56
FILTERKAFFEE AUF TOUR!!! Heirate mich, bitte... ;-);-);-)

lina
29.10.2012, 19:03
:o

:angst:












:D

Atze1407
30.10.2012, 06:09
FILTERKAFFEE AUF TOUR!!!

Richtig lina, ein wenig Luxus muss schon sein. :bg:

LG
Atze

chrischian
30.10.2012, 07:19
Richtig lina, ein wenig Luxus muss schon sein. :bg:


Für mich wäre das kein Luxus. Filterkaffee ist doch grauenvoll. :(

Ach ja, wie immer super Bilder! :)

lina
30.10.2012, 10:02
Kommt auf die Kaffee-Sorte an, der, welchen ich im Moment erwischt habe, ist richtig gut. :cool:

Danke ;-)

Goettergatte
05.11.2012, 20:30
Für mich gilt nur: Hauptsache fair gehandelt ;-)

Durch die Altstad von Laasphe führt der Weg nicht?
Sie gehört zu den Ortskernen mit Denkmalsbereichsatzung in NRW.

Ist der Steinpilz der, von dem Du neulich schriebst?
Der gefrohrene?

lina
05.11.2012, 20:37
Stimmt, der Weg berührt Bad Laasphe nur am Rande.

Und ja, das ist der besagte Pilz – ist es doch kein Steinpilz?

Goettergatte
05.11.2012, 21:07
Doch, doch, ist einer ;-)

lina
05.11.2012, 21:29
Phuh! ;-)
(... den hätte ich diesmal nämlich wirklich in die Pfanne gehauen :bg:)

rockhopper
06.11.2012, 05:48
Guten Morgen..:D,

so schöne Fotos am frühen Morgen anzusehen, vor der Arbeit, das ist pure Freude! Danke!
Leider muss ich los, den Text muss ich später lesen.

Grüße rockhopper

Prachttaucher
06.11.2012, 10:53
:D Schöne erste Winterbilder - zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Da bekommt man richtig Lust...

Das ist ja schon tiefster Süden, für mich eher unerreichbar. Da werden wir uns dann wohl nicht über den Weg laufen.

Mika Hautamaeki
06.11.2012, 13:55
Grandiose Bilder. Vor allem die Eiskristalle sind super getroffen!!!

lina
06.11.2012, 14:15
Dankesehr! *freu*
Dieser Tag war wirklich ausgesprochen schön und bzgl. des Wetters ein großer Glücksfall.

lina
19.11.2012, 15:45
E1 NRW, Etappe 20: Lahnhof – Deuz – Siegen
Anreise: Nix zu machen, mit öffentlichen Verkehrsmittel erreicht man den Lahnhof nicht.
Ein Bus (R16) ab Bahnhof Siegen fährt bis Hainchen.
Reisezeit: Anfang November
Streckenlänge: ca. 23 km
Karte: Ausdruck von OSM

Himmel bedeckt, Regenwahrscheinlichkeit 30%, später höher, Temperaturen aber über dem Gefrierpunkt – unter diesen Voraussetzungen geht es los am Lahnhof. Schnell ist man an den wenigen Häusern und Schuppen vorbei und im Gelände. Diesmal darf ich Stückchen Weg einem kleinen leuchtfarbenen roten Kringel folgen, eine Markierung, die ungewöhnlich und deswegen gut zu erkennen ist. An der Bank kreuzt der Rothaarsteig, außer einem Spaziergänger mit Hund ist aber niemand auf den zahlreich ausgeschilderten Wanderwegen unterwegs.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66815&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Ich bin am Trödeln – und das wird den ganzen Tag lang nicht aufhören :D Zunächst einmal lockt die örtliche Flora zum Fotografieren

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66816&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

dann die Fauna

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66805&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66806&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

und bald auch noch die – möglichen – Pilze :D

Nach kurzem Weg betritt man den Nadelwald (hier ist die rote Kringelmarkierung besonders gut zu sehen, wahrscheinlich auch durch Schnee hindurch), der Boden ist größtenteils bedeckt mit fluffig aussehendem Moos, und es duftet wunderbar.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66807&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

... und von den Pilzen schrieb ich ja schon ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66808&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Kurz darauf erinnert die Gegend an Wege im Harz, nur mit Ginster dazwischen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66809&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

und bald ist der Ginster am Wiesenpfad entlang mehr als mannshoch – hier könnte man fast meinen, man sei als Hobbit unterwegs :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66810&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Kurz darauf fällt die ungewöhnlich vielfältige Baum-Mischung der Gegend auf: Neben Fichten und Buchen gibt es hier noch Lärchen, Haseln, Eichen-Sträucher .... und psychedelisch anmutende Pilze (sind ganz normale Grünspan-Träuschlinge (http://www.natur-lexikon.com/Texte/FM/001/00082-gruenspantraeuschling/fm00082-gruenspantraeuschling.html), aber die sehen immer etwas spacig aus :bg:)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66811&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66812&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Nach einem kurzen Weg durch ein aktuell durch Baumfällarbeiten strapaziertes Stück Wald werden die Wege wieder weniger beschottert/matschig, die Sonne kommt doch noch zum Vorschein und bringt die Wassertropfen, die auf in den zahlreichen Spinnfäden und Grashalmen hängen geblieben sind, zum Glitzern.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66813&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Hin und wieder lassen sich auch benachbarte Hügel durch die Bäume erspähen. Viel besser als auf Schotter läuft es sich auf dem bald folgenden Trampelpfad – auch wenn ein Zeckenwarnschild mich die zahlreich über den Weg hängenden Gräser zunächst skeptisch beäugen lässt. Allerdings ist es im Moment ziemlich sicher zu kalt für diese Biester, sodass ich mich nicht weiter irritieren lasse.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66814&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66795&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Der Weg schlängelt sich bald durch Laub bergabwärts, erneut durch eine Vielzahl von Baumsorten – erstaunlich viele Eichen sind darunter –

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66796&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

und führt dann über eine Wiese mit sehr schönen Rundum-Ausblicken (auf dem einzigen Zaunpfahl am Weg ist tatsächlich ein weißes Kreuzchen angebracht), an deren Ende eine Bank steht, die zu einer Pause mit Panoramablick einlädt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66797&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Auf dem fahrzeugtauglichen Schotterweg, vorbei an einem Sendemast, verstärken sich dann die Autogeräusche in der Luft, und man gelangt, bergabwärts, in den Ort Deuz.

Hier wird die Sieg (nicht "Sieb", was ich kurz bedauere, nachdem ich ein Imbiss-Häuschen namens "Siegeck-Grill" erspähe :bg:) überquert, und man wandert nach einem kurzen Stück durch zwischen der Sieg und der an den Dorfrand ausgelagerten großen Verbrauchermärkte wieder nach oben gen Wald, wovor der Weg jedoch abzweigt

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66798&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Auch (oder gerade) wenn es regnet: Folgen Sie dem weißen X! :cool:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_4NRW20_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66799&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Ich trödle nach wie vor, es gibt einfach viel zu viele interessante Motive am Wegesrand ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66800&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66802&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

und dann fängt es doch noch an, kräftiger zu regnen. Diesen Weg geht es leider nicht entlang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66803&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

dafür wird der Wald noch dunkler. Die Umgebung wirkt sehr geheimnisvoll und sehr, sehr grün

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66804&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Ob es Reizker sind, kann ich in diesem Verfallstadium der Pilze nicht erkennen, aber sie haben auf jeden Fall die passende Farbe zur Umgebung :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66785&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Ich finde waldig/pilzig duftende Stockschwämmchen und diesen Kandidaten

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66786&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

sowie die tropfenbedeckten Netze zahlreicher Spinnenpopulationen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66787&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_26.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66788&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Aus dem Wald heraus tretend verlaufe ich mich dann fast, bergab kann jetzt aber nicht sein, also geht's an diesen Holzstapeln doch rechts vorbei

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_27.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66789&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Ich passiere eine Weihnachtsbaumplantage und gelange auf einen Wirtschaftsweg, entlang an Wiesen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_28.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66790&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_29.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66791&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

und dazwischen immer wieder einige Waldstücke

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_30.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66792&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Außer einer Frau zu Pferd, das auch nicht schneller einen Fuß vor den anderen setzte als ich :grins: einem Spaziergänger, der dann doch noch seinen riesigen Regenschirm ausklappte und einem emsig kurbelnden Radfahrer in rotem Trikot ist mir seit Deuz niemand begegnet

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_4NRW20_31.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66793&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

Ich zweige bei der Windkraftanlage am sogenannten „Hasenbahnhof“ ab (einen „Spargel“ erkennt man bei diesem Nebel nur am Geräusch und nach genauem Hinsehen, keine Ahnung ob es dort mehr ‘von gibt) und gelange nach einem dichten Waldstück in einen lichten Buchenwald. Hier muss ein Parkplatz in der Nähe sein, denn die Spaziergängerdichte nimmt zu. Deren Regenschirme in Rot, Orange und Weiß passen perfekt zum Herbstlaub, aber da ich damit beschäftigt bin, das nächste Kreuzchen zu finden, sind sie zu weit weg, um sie noch ohne Tele zu erwischen, schade. Irgendwo hier in der Nähe müsste auch die Zinsequelle sein.

Schließlich finde ich das Kreuzchen, der Weg biegt nach links ab und führt am Hang entlang; ein Spaziergänger mit Hund überholt mich, und ich kann mal wieder coole Pilze ablichten ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_32.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66794&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_Spinnennetz.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=70150&title=e1-nachsiegen-spinnennetz&cat=500)

Die nächste viel befahrene Straße, die man schon von Weitem hörte, ist schnell überquert, man nähert sich den ersten Ausläufern von Siegen.

Im Wohngebiet Weidenau ist X-Spotting auf Laternenpfählen, Stromkästen und alten Kirchenmauern(!) angesagt, das klappt aber ganz gut. Recht hübsch leiten die Kreuzchen dann, etwas entfernt von der letzten Häuserreihe, langgezogen am Hang ‘lang

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_4NRW20_33.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=66817&title=e1lahnhof96-deuz96-siegen&cat=500)

bevor man schließlich in die Innenstadt hinunter steigt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_BaumimWeg.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=70149&title=e1-siegen&cat=500)

Auf einem Fußballplatz spielen die Himmelblauen gegen die Sonnengelben, aber es hat sich inzwischen dennoch eingeregnet. Eine zusammengerollte weiße Katze blinzelt mich an, mag sich aber nicht näher heran locken lassen – ein Knäuel zu bleiben ist einfach wärmer im Moment.

Die Spaziergänger-plus-Hund-Dichte nimmt inzwischen zu, deren Vertreter tragen jetzt eher keine schlammverkrusteten Schuhe mehr, sondern sind tendenziell wohlonduliert sowie perfekt (und offensichtlich wasserfest :bg:) geschminkt. Am anderen Ende der Leinen tippeln kleine, mit Mäntelchen bekleidete Vierbeiner, während die Damen sich lebhaft gestikulierend allerlei Aktuelles erzählen – inzwischen unzweifelhaft mit hessischem Akzent. Im Vorbeigehen beäugen sie mich – mit Rucksack, Regenhose und Wanderstiefeln – eher vorsichtig und etwas irritiert, als wären die Wald-Wanderstrecken weit, weit weg, beziehungsweise sowieso am anderen Ende der Welt, dabei beginnt „das wilde Grün“ doch nur ein paar hundert Meter weiter ... ;-)

Der Weg zwischen den schon weihnachtlich geschmückten Läden hindurch macht Freude am Ende des Tages, ich spare mir die Schleife um das Schloss (http://de.wikipedia.org/wiki/Oberes_Schloss_%28Siegen%29) (dafür braucht's mal weniger müde Beine ...) und schlendere in Richtung Bahnhof, von wo aus es das nächste Mal weiter geht.

Ditschi
19.11.2012, 16:09
Hallo @ lina,

ich bewundere immer, was Du alles siehst.

Ein geschultes Auge für Farben und Formen.

Gruß Ditschi

lina
19.11.2012, 20:18
Hallo Ditschi, vielen Dank :-)

Ich sehe tendenziell immer das, was anders aussieht als alles andere drumherum. Bei Pilzen ist das allerdings schwierig, die können sich zu gut tarnen :cool: Die türkisfarbenen Exemplare (welche vielleicht Reizker sind) hätte ich fast nicht entdeckt.

ronaldo
21.11.2012, 20:06
Hi,

tolle Fotos mal wieder... das mit dem Eichenblatt im Moos wär für mich bislang ODS-Bild des Jahres. :-)

Öhm, um das Dippelschissen nicht zu vergessen, Flechten zählen an sich nicht zur Flora, die sind noch irgendwas dazwischen. Oder täusch ich mich...?

Gruß, Ronald

lina
21.11.2012, 22:46
Grazie mille, Signore Ronaldo! :cool:

Da es Bücher gibt namens "Die Flechtenflora von ..." könnten sie schon Teil der Flora sein, oder? Waren die kategorisch Unentschlossenen nicht die Pilze? Ob es, wie schon mal vermutet, vielleicht doch Hatifnatten sind, wird nach dem nächsten Gewitter aber mal genauer inspiziert ... :bg:

Prachttaucher
22.11.2012, 15:22
Ich finde das letzte Pilzbild absolut spitze - die Perspektive mit den Bäumen im Hintergrund, den Schärfeverlauf....

Wenn ich dann noch die Insekten (einige Bilder davor) anschaue "verdächtige" ich Dich irgendwie mittlerweilen zu den Kameraschleppern zu gehören (DSLR / Makroobjektiv / Winkelsucher...) ?

lina
22.11.2012, 18:57
Danke :-)
Nein, ist keine SLR, die vermisse ich manchmal sehr, weil man damit besser dosieren kann. Aber der Makro-Modus meiner Kleinkamera ist ganz brauchbar. Ich wusste jedenfalls vor diesem Foto nicht, dass Florfliegen Härchen auf den Flügeln haben :cool:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Florfliege.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=67092&title=florfliege&cat=500)

Oft muss man allerdings mehrere Fotos machen, bis man die Schärfe da hat, wo man sie haben will, und das immer wieder nachprüfen, denn auf dem Display sieht man nicht so sehr viel. Im Moment helfen dabei auch die Außentemperaturen – wenn's kalt ist, sind zumindest die Viecher langsamer ;-)

ronaldo
25.11.2012, 16:04
Grazie mille, Signore Ronaldo!

no, querida... soy Don Ronaldo... ;-)

frichdal
25.11.2012, 16:16
Danke :-)
Nein, ist keine SLR, die vermisse ich manchmal sehr, weil man damit besser dosieren kann. Aber der Makro-Modus meiner Kleinkamera ist ganz brauchbar.

Was haste denn da für eine "Kompakte", wenn man fragen darf?

lina
26.11.2012, 00:00
no, querida... soy Don Ronaldo... ;-)

¿Oh, hablas español? ;-)



Was haste denn da für eine "Kompakte", wenn man fragen darf?

Ein Vorgängermodell der (gerade aktuellen) Lumix DMC-LX7

Prachttaucher
26.11.2012, 07:31
:cool:Liegt aber sicher nicht nur an der Kamera...

Habe gerade mit der alten verschenkten Bridge eine Blüte eines Bumenstraußes fotografiert. Sollte demonstrieren, was man mit dem (jetzt ebenfalls verschenkten) (Billig-)stativ machen kann. Das ist ganz schön gut geworden - man sieht da sogar den Blütenstaub. Hat schon fast etwas von Mikroskop. :(Ob man mit den großen Teilen wirklich immer die besseren Bilder macht ?

lina
26.11.2012, 12:01
Nicht notwendigerweise. Kommt auf den Sensor und natürlich auf das Objektiv an, bei 'ner großen Kamera wäre ggf. auch ein Objektivwechsel angesagt. Und natürlich darauf, ob man die Bilder in großer Größe in Druck-Auflösung benötigt. Die Lumix hat außerdem einen vergleichsweise kleinen Zoombereich. Zwischen den Wimpern scharf gestellte herangaloppierende Wildschweine aus sicherer Entfernung fotografieren geht damit also eher nicht :bg:

E1HikingTours
22.03.2013, 22:07
[in eigenen Thread verschoben] (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/70767-DE-Auf-dem-E1-durch-Norddeutschland) :-)

lina
17.09.2013, 10:14
E1 NRW, Etappe 21/RP, Etappe 1: Siegen – Giebelberg – Freusburg
Anreise: Siegen ist sehr gut per Bahn zu erreichen, auch das Busnetz in die umliegenden Orte ist gut ausgebaut.
Reisezeit: Mitte September
Streckenlänge: ca. 18 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie „Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald“, Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1


Der Wetterbericht hatte Sonne versprochen – einen vollständigen Tag Sonne inmitten zahlreicher Regentage. Auf der Anreise hatte ich leichtsinnig den Schirm im Auto gelassen, um mir in einer Raststätte einen Kaffee zu holen, währenddessen querte ein Regenschauer. Es sah harmlos aus, so sanft wie die Tropfen fielen, doch waren sie so dicht beieinander, dass die paar Schritte zurück zum Parkplatz ausreichten, um mich völlig unter Wasser zu setzen. Ups. Ich packte die Regenklamotten an eine etwas schneller erreichbare Stelle im Rucksack, man weiß ja nie ...

Die Nacht auf dem nahezu leeren Campingplatz in der Nähe von Siegen (der September sei dieses Jahr zu kalt und zu nass) war ruhig, bis auf das Geräusch auf dem Groundsheet in der Apsis, kurz vor dem Einschlafen. Tapps. Tapps ... Das Innenzelt beulte sich ein bisschen nach innen ... tapps, tapps, tapps – ein kleiner Schubser – kein Miau, Hundepfoten klingen anders, Igel schnaufen mehr. Was war denn das?

Ich liebe Innenzelte, die sich von oben öffnen lassen :bg: Vorsichtig leuchtete ich mit der Taschenlampe gen Boden: Da versuchte ein Frosch, wieder nach draußen zu gelangen. Aha. Ok, ungefährlich :grins: Weit öffnete ich das Außenzelt und leuchtete ihm den Weg ins Freie. Ok. Frosch draußen, Zeltbestandteile wieder zu. Gute Nacht.


Siegen. Letztes Mal war ich bis zum Bahnhof gekommen, jetzt führte der Weg wieder aus der Stadt hinaus. In Anbetracht der Stadtgröße haben die Wegplaner das beim E1 hier wieder mal schön hinbekommen: Die Umgebung bleibt verhältnismäßig grün. Eine Handvoll Kilometer später führt der Weg, im Stadtteil Numbach, dann wieder nach oben in den Wald, von der Steigung her gerade so nett zum Einlaufen für jemanden, der schon länger nicht mehr größere Strecken zu Fuß unterwegs war :ignore:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84977&title=e1-nrw-siegen-freusbach-01&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84978&title=e1-nrw-siegen-freusbach-02&cat=500)

Nass war’s vom Regen der vorherigen Tage, und es roch nach Pilzen. Augenscheinlich waren schon Sammler unterwegs gewesen, viele Pilze lagen entwurzelt und umgedreht an den Wegrändern. Sollte man ja eigentlich nicht machen – besser abschneiden, und wenn, dann die Hüte, Lamellen oder Schwamm nach unten, auf den Boden legen, damit sich neue Pilze entwickeln können. Komische Pilzsammler waren das. Um herauszufinden, ob das ein essbarer oder nicht essbarer Täubling ist, muss man ihn doch nicht komplett rausreißen? Wie auch immer – Reizker gab’s auch, aber die waren anscheinend uninteressant gewesen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84979&title=e1-nrw-siegen-freusbach-03&cat=500)
Links ein Reizker (und der Kandidat rechts ist wieder nur zum Anschauen)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84980&title=e1-nrw-siegen-freusbach-04&cat=500)
Lichtgrauer Nach-Oben-Klappling (Scheibchen-Tintling?), nicht essbar, aber hübsch :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84981&title=e1-nrw-siegen-freusbach-05&cat=500)
Lila Lacktrichterling-Lamellenfarbtest per Kamera und ein Schneewittchenpilz (AKA einer der fotogenen kontrastfarbenen Täublinge (http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4ublinge))

Die Beschilderung war nach wie vor vorzüglich: den Wanderer erinnern Tafeln, dass der E1 bis Freusburg auf dem ebenfalls markierten Weg namens X11 (= Lenne-Sieg-Weg) verläuft und – die sind jetzt wohl neu, jedenfalls hatte ich dieses Zeichen letztes Jahr noch nirgends gesehen: Wanderhöhepunkte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84982&title=e1-nrw-siegen-freusbach-06&cat=500)

Den ersten derselben habe ich verpasst, weil ich nicht abbiegen wollte, es sollten aber noch weitere folgen. Viel war nicht zu finden darüber, dem Vergleich nach haben sie wohl was mit Aussichtspunkten zu tun. Aber die Frage des Tages war eigentlich eine andere: Ist das Gelbe da im Grünen nun ein Pfifferling (http://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Pfifferling) oder doch nicht? – Pfifferlinge habe ich noch nie außerhalb des Kühlregals gesehen, es soll auch falsche (http://de.wikipedia.org/wiki/Falscher_Pfifferling) geben, und bei Lamellenpilzen bin ich besonders vorsichtig. Also welche waren das da nun?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84983&title=e1-nrw-siegen-freusbach-07&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84984&title=e1-nrw-siegen-freusbach-08&cat=500)

Der Weg war schön, er mäanderte so vor sich hin, und ich dachte an den Zusatz eines Reiseberichtstitels von neulich: „Wald muss man schon mögen“. Immerhin nicht Monokultur hier, sondern recht abwechslungsreich, dazu kamen die ersten herbstlich gefärbte Blätter. Zahlreiche weitere Wege kreuzen – wie zum Beispiel der historische Rundweg Siegen-Achenbach und der Pilgerweg Elisabethpfad, zu welchem es hier im Forum auch einen Reisebericht gibt. Die Bodenbeschaffenheit wechselt, und ab und zu kann man einen Blick auf gegenüberliegende Hügel werfen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84985&title=e1-nrw-siegen-freusbach-09&cat=500)

Gleich nach der folgenden Wegkreuzung wieder ganz viele von den Gelben: Pfifferlinge – ja oder nein?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84986&title=e1-nrw-siegen-freusbach-10&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84967&title=e1-nrw-siegen-freusbach-11&cat=500)
ok, das linke ist Moos ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84968&title=e1-nrw-siegen-freusbach-12&cat=500)
und Brombeeren gab’s auch noch, wenn auch keine Blaubeeren mehr

Hier bei dem Telegraphenmasten, gleich hinter einem eingezäunten Häuschen (keine Schutzhütte), kann man wohl auch kurz links abbiegen und später wieder auf den Weg zurück kommen

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84969&title=e1-nrw-siegen-freusbach-13&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84970&title=e1-nrw-siegen-freusbach-14&cat=500)
Jäger-Luftklause mit Balkon

Und weiter

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84971&title=e1-nrw-siegen-freusbach-15&cat=500)

Dadurch dass auf den Schildern immer mal wieder die E1-Bezeichnung in fast voller Länge ausgeschrieben ist (Flensburg – Gotthard – Genua), und an einer Kreuzung sogar eine aufwändig gravierte Holztafel prangt, wussten die ortskundigen Spaziergänger, die ich traf, auch recht gut Bescheid, wo ich mit meinem Rucksack hin wollte (optional auch die Frage „Sind Sie Pilger?“)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84972&title=e1-nrw-siegen-freusbach-16&cat=500)

It’s a long way to the Mittelmeer ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84973&title=e1-nrw-siegen-freusbach-17&cat=500)

Kurze Zeit später muss man die Autobahn unterqueren, man hört sie schon von Weitem. Danach geht es noch ein Stückchen fast parallel dazu, bevor man wieder in den Wald abbiegen darf. Schnell wird der Geräuschpegel niedriger, das ist immer wieder erstaunlich. Und es wurde grüner. Und nasser. Fast dschungelartig. Die Wegränder säumte mannshohes Springkraut.

Oma, Opa und ein etwas zögerliches Kleinkind kamen mir entgegen. „Du willst doch gleich Pflaumenkuchen essen?“ – die Oma leistete volle Überzeugungsarbeit. Pflaumenkuchen, hmmmm, das wäre jetzt tatsächlich auch was :bg: Eine Bank später packte ich zwar keinen Pflaumenkuchen, dafür aber Tee und Müsliriegel aus – wie ging doch gleich diese Definition: Eine Wanderung unterscheidet sich von einem Spaziergang durch die Mitnahme von Proviant? ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84974&title=e1-nrw-siegen-freusbach-18&cat=500)

Ab hier fehlen an Gabelungen oft Wegmarkierungen, und ich war froh, dass ich den track auf dem Navi gespeichert hatte, da oft nicht klar ist, welcher der beiden ungefähr gleich breiten Wege jetzt der richtige ist. Vorwiegend ist es allerdings der linke – und man kann ja auch auf die Karte schauen ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_19.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84975&title=e1-nrw-siegen-freusbach-19&cat=500)
Hier zum Beispiel

Immer mal wieder kam die Sonne durch, aber da ich ja am Pilze-Gucken war, ... :ignore:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_20.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84976&title=e1-nrw-siegen-freusbach-20&cat=500)
Schopftintling auf einer Lichtung – laut Auskunft müsste man für die am besten gleich mit Bratpfanne in den Wald, weil sie so schnell verderben ... keine schlechte Idee eigentlich :bg:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_21.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84957&title=e1-nrw-siegen-freusbach-21&cat=500)
Auch hier ist es der linke Abzweig

Es geht auf einem grasbewachsenen Pfad bergab, auf dem Weg ganz andere Pilze als vorher ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_22.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84958&title=e1-nrw-siegen-freusbach-22&cat=500)
Ziegenlippe?

... unter anderem auch Teile eines äbtlichen Spezial-Pilzes ;-) Dieses Mal ist besser erkennbar, was es ist

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_23.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84959&title=e1-nrw-siegen-freusbach-23&cat=500)

Ich beobachtete ein Weilchen eine schillernd blaugrüne Libelle, und nach ein paar weiteren Wiesenmetern

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_24.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84960&title=e1-nrw-siegen-freusbach-24&cat=500)

erreichte ich Oberschelden. Da ich vorher lange durch Wald gelaufen war, kamen mir Häuser schon ganz seltsam vor :grins:

Nach Oberschelden gelangt man auf ausgesprochen idyllischen Pfaden, und ein Blick auf den örtlichen Busfahrplan weist auf einen regen Betrieb öffentlicher Verkehrsmittel – besonders samstags und sonntags, bis knapp vor 23 Uhr. Ich war beeindruckt, das kenne ich sonst völlig anders.

Ich durchquerte das Dorf (das in einem Tal liegt) entlang schmucker Schiefer- und Fachwerkhäuschen. Hier passt stilmäßig alles verblüffend perfekt zusammen: Die Häuschen, die Gärten mit den Stockrosen, die E1-Markierung an einem Pflaumenbaum, ...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_25.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84961&title=e1-nrw-siegen-freusbach-25&cat=500)

So idyllisch wie man ins Dorf hinein läuft, führen die Wege auch wieder heraus: Auf einem brombeer-, mirabellen-, schlehen- und haselbuschgesäumten Wiesenpfad geht man nun wieder aufwärts, mit einem schönen Blick zurück und auf die Wiesen, Felder und Weiden der Hügel in der Umgebung.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_26.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84962&title=e1-nrw-siegen-freusbach-26&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_27.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84963&title=e1-nrw-siegen-freusbach-27&cat=500)

Natürlich durften auch riesige Springkrautstauden nicht fehlen. Ich versuchte, das im Forum genannte Aprikosenaroma zu erschnuppern – aber vielleicht ist das bei Springkraut so wie bei Koriander: Aprikose, jaaa, ein bisschen, aber ansonsten fand ich nach wie vor: Es riecht fürchterlich!! – Nichts wie weg hier!

Oben auf dem Hügel liegt ein wirklich großer Wanderparkplatz. Vielleicht da das Wetter doch nicht ganz so sonnig war, war er ziemlich leer. Trotzdem traf ich Leute, die geheimnisvolle Beutel bei sich hatten –– ? Tatsächlich, hier gibt’s doch welche! Ein Spaziergänger erklärte mir, woran er sie erkennt: Goldgelbe Farbe, die weithin leuchtet, der Rand unregelmäßig krempelig, und die Lamellen/Leisten in den Stiel übergehend. Er hatte nur eine Handvoll davon gefunden, freute sich aber sehr. Eigentlich war er im falschen Wald unterwegs, vorher, in der Nähe des Elisabethpfads ... (sofern das wirklich die richtigen waren, hier ist mal ein Link zur Bestimmung im Pilzforum (http://www.pilzforum.eu/board/thema-pfifferling-vs-falscher-pfifferling)). Aber erstmal ein Beute-Foto ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_28.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84964&title=e1-nrw-siegen-freusbach-28&cat=500)

Weiter geht’s jetzt entlang des blau markierten N13, durch Weihnachtsbäume in spe

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_29.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84965&title=e1-nrw-siegen-freusbach-29&cat=500)

und mit mehr Ausblicken

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_30.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84966&title=e1-nrw-siegen-freusbach-30&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_31.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84947&title=e1-nrw-siegen-freusbach-31&cat=500)

An den Wegrändern prangten mehrere riesige Waldameisenhäufen, bald wird das Schild versunken sein ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_32.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84948&title=e1-nrw-siegen-freusbach-32&cat=500)

Ansonsten war es sehr ruhig hier, nur vereinzelt Leute, und ein Mountainbiker flitzte in einer atemberaubenden Geschwindigkeit bergabwärts: Zuerst hörte man nur das Geräusch – eine Mischung zwischen Rascheln und Brummen – dann sah man die bunte Kleidung durch die Bäume abwärts funkeln. Auf den teilweise schlammigen Wegen konnte man diverse weitere Abdrücke von Reifenprofilen entdecken – hier scheint in dieser Hinsicht einiges los zu sein.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_33.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84949&title=e1-nrw-siegen-freusbach-33&cat=500)

Auf der nächsten Lichtung sichtete ich eine große Menge Goldröhrlinge. Dann endete der schmale Pfad auf einer Kreuzung mehrerer Wege auf dem Giebelberg, der durch eine Bank und eine recht unauffällige Markierung gekennzeichnet ist. Dabei ist der E1-Pfad eindeutig der hübscheste Wanderweg zwischen all den sonstigen Wirtschaftswegen. Späteren Nachforschungen zufolge wechselt man hier auch das Bundesland: von Nordrhein-Westfalen nach Rheinland Pfalz.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_34.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84950&title=e1-nrw-siegen-freusbach-34&cat=500)

Mal wieder geht es nach links, und auch hier fehlten Wegweiser (oder waren unvollständig, weil abgebrochen), bei der zweiten Weggabelung nach dem Giebelberg wäre links allerdings falsch.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_35.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84951&title=e1-nrw-siegen-freusbach-35&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_36.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84952&title=e1-nrw-siegen-freusbach-36&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_37.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84953&title=e1-nrw-siegen-freusbach-37&cat=500)

Steiler Weg, hm ... wenn das schon auf einem Schild steht ... Die Frage war in diesem Moment nur: bergab oder bergauf? Freusburg klang nach Burgberg. Ich beschloss, nicht auf die Höhenlinien auf der Karte zu schauen, sondern mich überraschen zu lassen. Der ziemlich atemlose Mountainbiker, der mir entgegenkurbelte, ließ ahnen: Es geht bergab ;-) Stimmt. Ab hier ausschließlich.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_38.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84954&title=e1-nrw-siegen-freusbach-38&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_39.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84955&title=e1-nrw-siegen-freusbach-39&cat=500)

Noch immer erfreuten Brombeeren als Zwischendurchproviant. Und dann, nach einem kurzen Stück Wirtschaftsweg, tauchten die ersten Schieferhäuschen von Freusburg auf.

Die Kirchturmspitze, die man schon von weiter oben auf dem Weg gegenüber am Hügel erspäht, lässt aber erahnen, dass das mit dem steilen Weg bergauf doch auch noch wahr sein könnte

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_NRW_Siegen_Freusbach_40.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=84956&title=e1-nrw-siegen-freusbach-40&cat=500)

Und die Regenklamotten hatte ich umsonst mitgetragen. Aber besser man hat welche dabei ...


__

PS: Es gibt durchaus Schutzhütten auf diesem Streckenabschnitt. Sie liegen aber immer ein paar Meter weiter weg vom Weg, deswegen habe ich diesmal keine spontan gesehen, und demzufolge auch keine neuen ins E1-Schutzhüttenverzeichnis im wiki (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Schutzh%C3%BCtten_am_E1) eingetragen.

ronaldo
17.09.2013, 19:33
Hi,

toll, toll... außer der Sache mit dem Frosch. Ihm in die Nacht hinausleuchten, hallo? Hättest du ihn nicht wenigstens testweise an die (Zelt-)Wand werfen können?? Was wäre *das* für ein Reisebericht geworden... ;-)

Und danke für echt schöne Bilder, wie immer.

Gruß, Ronald

lina
17.09.2013, 20:01
Ah, verflixt :o die Chance meines Lebens, und dann verpasst ...
... sind Frösche denn nachtragend? :bg:

ronaldo
17.09.2013, 20:39
... sind Frösche denn nachtragend? :bg:

Wie, nachtragend? Vergessenen-Zelthering-nachtragend? Glaub ich eher nicht...
Aber beim nächsten Froschbesuch weißt du ja wohl, was du zu tun hast. ;-)

Guats Nächtle dann, muss morgen früh raus...

Abt
18.09.2013, 04:53
... unter anderem auch [B]Teile eines äbtlichen Spezial-Pilzes

Wie war der Pilz denn im Geschmack? Stechend?:grins:

lina
18.09.2013, 07:22
@ronaldo: Naja, der Platz liegt so günstig für die weitere Strecke, kann gut sein, dass ich da nochmal übernachte ;-)

@Abt: Pilze sollte man ja nicht einfach so probieren ... :bg:

Prachttaucher
18.09.2013, 10:32
"Siegen ist sehr gut per Bahn zu erreichen, auch das Busnetz in die umliegenden Orte ist gut ausgebaut."

:( Für manche aber dann doch zu weit weg.... :p schön wenn man dafür Deinen Bericht verfolgen kann.

Ich wüßte ja gerne mal wie das aussieht, wenn Du ein Pilzbild machst. Auf dem Bauch liegend, knieend, in der Hocke, gebeugt, Kamera auf dem Boden und daneben mit Fernauslöser... ?

lina
18.09.2013, 10:52
Betriebsgeheimnis ... :bg: :p ;-)

Nee – auf den Wanderschuhen kann man die Kamera sehr gut relativ erschütterungsfrei abstützen (oder man nutzt einen trockenbohnengefüllten Beutel als Unterlage). Zumindest wenn der Boden nass ist, muss man sich wegen der erforderlichen längeren Belichtungszeit (meistens ist es ja auch noch relativ dunkel) was einfallen lassen, damit das Gerät nicht absäuft.

Fernauslöser sind allerdings wirklich toll. Geht nur leider nicht mit dem kleinen Knipsomaten.


:( Für manche aber dann doch zu weit weg.... :p schön wenn man dafür Deinen Bericht verfolgen kann.

Inzwischen finde ich, wenn man Hügel mag, lohnt sich die Gegend wirklich, und irgendwie auch die Anfahrt. Freitag abends gleich hin, auf irgendeinem CP oder so übernachten, dann kann man am nächsten Morgen sofort losziehen. Und Sonntag abend kann man sich ja dann wieder heimkutschieren lassen (und kann schon mal ’ne Runde im Zug schlafen).

Werner Hohn
18.09.2013, 13:14
Da kommt jemand näher. Luftlinie noch 50 km. Bis auf 23 km kommst du später ran. Wenn es weiter nach Süden geht, Richtung Mittelmeer, bitte frühzeitg melden.

lina
18.09.2013, 13:15
Ohja, gerne! :cool: *freu*

lina
11.11.2013, 22:56
RP, Etappe 2: Freusburg – Herdorf
Anreise: In Freusburg gibt es einen Bahnhof, ca. 10 Minuten Fußweg vom Ortskern (unten an der Sieg) entfernt
Reisezeit: Anfang November
Streckenlänge: ca. 12 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1


Mal wieder war ich nahe genug am Fortsetzungspunkt des E1. Die Wettervorhersage verhieß 30% Regenwahrscheinlichkeit und Temperaturen noch über dem Gefrierpunkt – na das klang doch schon mal ganz gut. Der Besitzer des Campingplatzes, auf dem ich übernachten wollte, konnte es kaum fassen, dass ich nicht eine seiner wunderbaren neuen und noch dazu heizbaren Hütten bewohnen, sondern lieber das Zelt aufbauen wollte – er beschwor lebhaft die erwarteten Minusgrade in der Nacht, aber erfolglos. Als das Zelt stand, fing es an zu tröpfeln, also schnell den ganzen Krempel rein, :corton: und ab sofort den Regentropfen lauschen, begleitet von entferntem Bellen in den Wäldern :cool:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_01.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89214&title=e1-rp-freusburgherdorf-01&cat=500)
Guten Morgen! :D

Am Fuße des Berges von Freusburg geht es dann erst einmal bergauf. Nicht nur ein bisschen, sondern ausgiebig: Noch eine Kurve und noch eine und noch eine … und wenn da oben schon eine Burg (http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Freusburg) steht, kann man da ja auch mal näher ran. Aus dem Gebäude, das unter anderem als Jugendherberge genutzt wird, klang Gesang, und sehr wenige Spaziergänger waren unterwegs, von denen einige vergeblich die Türklinke des Cafés vor der Burg herunter drückten (in der Burg soll es aber ein weiteres geben). Immerhin hing an der Mauer der obersten Querstraße ein großes Metallschild des Sauerländischen Gebirgsvereins, das jene Info bereit hielt, welche mich den Tag über noch öfter retten sollte: Ab jetzt gilt – unter anderem, aber trotzdem auch – das Wegzeichen der Raute.

In einer Nebenstraße bot ein Fahrradverleih Räder an – bei diesem Berg mit diesen engen Kurven kann man dieses Angebot schon als mehr als sportlich bezeichnen :D Allerdings darf man mit dem gerade geliehenen Rad die nächstgelegene Straße nicht bergab fahren – die Erinnerung an die schmalen Kurven macht dieses Verbot aber durchaus verständlich ;-) Bergab muss man zur Fortsetzung des E1 aber doch, da die Strecke eigentlich weiter unten quer verläuft.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_02.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89215&title=e1-rp-freusburgherdorf-02&cat=500)

Die dunklen Regenwolken waren inzwischen direkt über Freusburg angelangt, und auch der Sonntagszeitungs-Austräger verbrachte das nächste Viertelstündchen unter dem Dach des Carports des örtlichen Museums. Einen Schirm hatte er nicht dabei, auch keine Regenkleidung. Ich zwar schon, aber ich hatte keine Lust, mich umzuziehen, und hoffte lieber, dass es nur ein ausgiebiger Schauer sei – was sich dann, jedenfalls zunächst, auch bestätigte.

Bei inzwischen weit weniger Getröpfel von ganz oben nun also weiter, bergab, vorbei an einem Tümpel, dessen wasserlinsenbedeckter Spiegel höher lag als das Straßenniveau. Am Straßenrand im hohen, noch grünen Gras saß unbeweglich eine schwarze Katze, fast nicht erkennbar. Als ich näher kam, schloss und öffnete sie nur eben mal, majestätisch und zeitlupengleich, ihre grünen Augen – ein Mensch mit Rucksack an diesem verregneten Tag, was sucht der eigentlich hier?

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_04.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89217&title=e1-rp-freusburgherdorf-04&cat=500)
Wegmarkierung für Eingeweihte ;-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_03.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89216&title=e1-rp-freusburgherdorf-03&cat=500)

Für ein paar hundert Meter geht es nun an der B62 entlang, dann überquert man eine kleine Brücke über die Sieg und gelangt auf das ausgedehnte Gelände der imposanten Freusburger Mühle (http://de.wikipedia.org/wiki/Freusburger_M%C3%BChle). Man umgeht einige schöne alte Häuser mit ausgedehnten gepflegten Gartenanlagen und läuft anschließend hinter einem der hohen Mühlengebäude hügelaufwärts. An den früheren Getreidetransport erinnern noch immer steinerne Bänke, die am Straßenrand eingelassen sind.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_05.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89218&title=e1-rp-freusburgherdorf-05&cat=500)
Umnutzung – vom Mühlen-Teilgebäude sichtbar ist hier ungefähr die halbe Höhe

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_06.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89219&title=e1-rp-freusburgherdorf-06&cat=500)

Durch schmucke Wiesen und Wald und wieder Wiesen geht es weiter, jetzt sogar mit ein bisschen Sonne :D

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_07.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89220&title=e1-rp-freusburgherdorf-07&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_08.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89221&title=e1-rp-freusburgherdorf-08&cat=500)

Von weitem schon, und noch lange Zeit nach dem Passieren des Sportplatzes auf dem nächsten Hügel hörte man die Geräusche der gerade dort stattfindenden Trainingsrunde. Näher bei den Häusern duftete es wahlweise nach Schnitzel oder Sauerkraut, und ein ausgedehntes Stück Land schien einer Großgärtnerei zu gehören, die sich auskennt mit repräsentativen Bäumen mit besonders geometrisch gezirkeltem Blätterwerk. Regentropfenbehangene Zitronen aller Reifegrade leuchteten durch die Blätter großer ortsuntypischer Kübelpflanzen, und die per Schild angekündigten freilaufenden Hunde waren – immerhin – auf dem gegenüber angelegten Friedhof, laut weiterem Schild, nicht zugelassen.

Auch in der folgenden Siedlung kam kaum einer der liebevoll gepflegten und dekorierten Gärten ohne Gartenhäuschen aus, dazu jeweils Vogelhäuschen. Herbstliche Kürbisschmuck-Ansammlungen konkurrierten um die Aufmerksamkeit mit bunten Hausanstrichen: Große Muster über die gesamte Fassade, ein paar hundert Meter weiter pink und gleich daneben tomatenrot gestrichene Einzel-Außenwände, strahlend lila Blumenkästen am Mehrfamilienhaus, und zu all dem diverse Kruzifixe unterschiedlicher Größen und Ausprägungen – stellenweise eine verblüffende, wilde Mischung.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_09.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89204&title=e1-rp-freusburgherdorf-09&cat=500)
Vogelhaus, hier monochrom

Allmählich befindet man sich wieder auf derselben Höhe wie die Freusburg. Ein Stückchen Waldweg folgt, dann wieder Häuser. Ich verzweifelte an den Schildchen und fragte eine Passantin mit Hund, die mir eine plausibler klingendere Auskunft gab als eine vorherig befragte: „Da drüben, wo die dunklen Bäume stehen, rechts neben der Kirche geht’s hoch.“ – Stimmte, und bedeutete auch: Das Kreuzchen auf dem Laternenpfahl ist kein E1-Kreuzchen, sondern es führt zum Ottoturm. Wäre es eins, müsste die Pfeilspitze nach oben zeigen. Also wieder ein Stück zurück.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_10.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89205&title=e1-rp-freusburgherdorf-10&cat=500)
Suchbild mit Kirche

Wie beschrieben leiteten die wiedergefundenen E1-Zeichen nach Überqueren eines kleinen Dorfplatzes rechts an der Herkersdorfer Kirche mit dem daneben aufgebauten ehemaligen Schul-Glockenturm vorbei, über einen Kreuzweg zum Druidenstein. Kam mir das nur so vor oder hatte die Kruzifixdichte nochmals zugenommen? Kreuzweg bedeutete jedenfalls kleine Steinhäuschen, alle paar Meter welche, mit bildlicher Darstellung des Leidensweges Jesu Christi und jeweils mit einem in Stein gemeißelten Satz. Dazu geht es bergauf.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_11.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89206&title=e1-rp-freusburgherdorf-11&cat=500)

Der Regen wurde mal wieder stärker, aber die Häuschen waren glücklicherweise geräumig genug, um neben der seelischen Erbauung auch ein kurzfristiges Dach zu bieten. Nach dem vorletzten Häuschen gibt der Weg einen Ausblick auf den Druidenstein frei.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_12.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89207&title=e1-rp-freusburgherdorf-12&cat=500)

Irgendwie hatte ich mir dieses Naturdenkmal größer vorgestellt ;-)

Allerdings, so steht auf der Begleittafel zu lesen, stünden davon nur noch 30%, da der aus einem Basaltkern erstarrter Lava bestehende Felsen wegen seiner Eigenschaft als Orientierungspunkt für feindliche Heere zum größten Teil abgetragen wurde. Inzwischen steht er unter Naturschutz.

In der Holzhütte neben den Steinen brannte Licht, und ein Schild signalisierte „Geöffnet“. Da ich inzwischen doch etwas mehr Regen abbekommen hatte, (die Regenklamotten waren natürlich, perfekt trocken, noch immer im Rucksack ...), beschloss ich, auf einen heißen Tee in der gut geheizten Hütte einzukehren. Ein fröhliches Grüppchen fragte mich nach dem Woher und Wohin, natürlich, ob ich pilgere (und gleich folgend, wofür ich denn büße :o), und wollte mich gleich ab hier nach Freusburg zurück schicken, das sei kürzer, wenn ich jetzt den Weg über den Ottoturm nähme. Und Herdorf? Das liegt ja wenigstens auf dem E1?– Nein, dann wäre ich ja wieder ganz unten im Tal. Als die Bemerkung fiel: „Frage nie Einheimische nach dem Weg, sondern immer nur die Karte“ musste ich nicht nur ich grinsen – und beinahe hätte ich erzählt von der ersten Auskunft des Tages: „An der Sparkasse vorbei und immer um den Berg herum, bis man oben ist, aber man kommt nicht überall durch, da wird gerade viel gebaut“.

Kurze Zeit später brach ich wieder auf, die Tage im November sind ja kurz, und gefühlt noch viel kürzer, wenn die Zeitumstellung noch nicht so lange her ist. Endlich folgten Waldwege, darauf ging es sich gleich viel besser. Auch die vielen bunten Schilder waren verschwunden, es blieben die Raute und das vertraute weiße X auf schwarzem Grund. Uff. Auf einem Infoschild las ich noch kurz über die Aktion Schuh-trifft-Schiene, und fand heraus, dass ich wahrscheinlich am Abend mit dem Zug zurück mit einmaligem Umsteigen nach Freusburg kommen konnte – fein :-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_13.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89208&title=e1-rp-freusburgherdorf-13&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_14.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89209&title=e1-rp-freusburgherdorf-14&cat=500)
Herbstlorcheln und das letzte bunte E1-Schild, hier in Sprühtechnik aufgebracht

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_15.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89210&title=e1-rp-freusburgherdorf-15&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_16.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89211&title=e1-rp-freusburgherdorf-16&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_17.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89212&title=e1-rp-freusburgherdorf-17&cat=500)

Die Straße, die sich hier fotogen bis dramatisch über die Hügel schlängelt, wird überquert, und es geht zum Glück auf kleinen Trampelpfaden weiter, nun immer bergab. Die Kilometeranzeige auf den MTB-Schildern variierte, aber dann war es doch die kürzere Anzahl an Streckenkilometern.

Nach einem kurzen Stück bergauf überquert man eine Kuppe (der Abzweig oben könnte zu einem Aussichtspunkt führen, was ich aber wegen der eintretenden Dunkelheit nicht mehr ausprobiert habe), ab dort hört man schon das Rauschen des Verkehrs im Ort Herdorf. Weiter unten am Weg steht ein riesiges Kruzifix, von dessen Standort aus man weit in die Gegend schauen kann. Da an der ortszugewandten Bergseite zahlreiche noch nicht angefrorene Pilze wuchsen, muss sie relativ gut wettergeschützt sein.

Über reichlich laubbedeckte Pfade gelangte ich in den Ort; der etwas versteckt gelegene Bahnhof war dank Auskunft von Passanten gut zu finden, und der Rückweg klappte bestens.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP_FreusburgHerdorf_18.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=89213&title=e1-rp-freusburgherdorf-18&cat=500)
Alte und neue Wegweiser

Für die weiteren Etappen ist wieder mehr Waldstrecke angesagt.

rockhopper
12.11.2013, 06:25
Super schöenes Pilzausschnittfoto!!! 5sterne5sterne5sterne
Da kommt Freude auf, wenn man das an so einem Nebelsuppe-Morgen sieht.

VG rockhopper

Flachlandtiroler
12.11.2013, 08:36
Am Fuße des Berges von Freusburg geht es dann erst einmal bergauf. Nicht nur ein bisschen, sondern ausgiebig: Noch eine Kurve und noch eine und noch eine … und wenn da oben schon eine Burg (http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Freusburg) steht, kann man da ja auch mal näher ran. Aus dem Gebäude, das unter anderem als Jugendherberge genutzt wird, klang Gesang. Der Besuch wird außerdem noch belohnt durch einem Wegweiser, der die Info bereit hält, welche mich den Tag über noch öfter retten sollte: Ab jetzt gilt – unter anderem, aber trotzdem auch – das Wegzeichen der Raute.

In einer Nebenstraße bot ein Fahrradverleih Räder an – bei diesem Berg mit diesen engen Kurven ist dieses Angebot schon als mehr als sportlich zu bezeichnen :D Allerdings darf man mit dem gerade geliehenen Rad nicht bergab fahren – die Erinnerung an die schmalen Kurven macht dieses Verbot aber durchaus verständlich ;-)
Jo, die Rampe zur Burg hoch ist 'ne Herausforderung -- v.a. wenn man schon paar Kilometer (*) gestrampelt ist. Aber nicht umsonst heißt es ja Jugendherberge ;-)
Haben uns da damals recht wohl gefühlt, wobei die sehr netten Herbergseltern wohl kaum noch im Dienst sein dürften; runter fand' ich ziemlich entspannend zu fahren, AFAIR ist da ja auch kein Gegenverkehr.

Gruß, Martin
(* Ostertour damals: Koblenz - (die Lahn aufwärts) Weilburg - Marburg - (Lahn- & Siegquelle, dann Sieg abwärts) Freusburg - Bad Honnef)

lina
12.11.2013, 22:03
@rockhopper: Vielen Dank *freu* :-)

@Flachlandtiroler: Stimmt, das ist auch eine der am bergigsten gelegenen Jugendherbergen, die ich kenne, und mit Reiserad da hoch ist noch ambitionierter als zu Fuß. Die Straßen sind teilweise Einbahnstraßen. An Rückwärtsfahren müssen mit einem unbekannten Auto möchte man dort aber auch nicht mal nur denken ….

lina
02.03.2014, 16:49
RP, Etappe 3a: Herdorf – Lippe
Anreise: Bahnhof in Herdorf
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 14 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

Mal wieder war ein Stückchen auf dem E1 möglich :D und weil ich so lange nicht mehr da war, habe ich mich prompt erstmal verlaufen. Das lag natürlich an mir, aber auch daran, dass bei Krause steht „… und steil aufwärts auf einer Straße …“. Also stapfte ich, immerhin den Pfeilen auf den E1-Schildern folgend, in Richtung der steiler ansteigenden Seite des Ortes – jedenfalls so lange, bis mir das Gelände irgendwie bekannt vorkam :ignore: – seufz … also wieder retour durch das lauschige frühere Eisenerzbergbau-Örtchen Herdorf (http://de.wikipedia.org/wiki/Herdorf) mit seinen zahlreichen schieferverkleideten Häusern.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_01.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96653&title=e1-rlp03-herdorflippe-01&cat=500)
Links: sieht richtig aus, Pfeil zeigt aber in die Gegenrichtung, Mitte: die beiden scheinen das zu ahnen ;-) rechts: Yup, da geht’s lang, erstmal Bahnlinie unterqueren


Sobald man aus der Unterführung wieder an’s Tageslicht gelangt, blickt man auf eine große Tafel mit einem Landkartenausschnitt mit diversen eingezeichneten Wanderwegen und einer Aufforderung, den Druidensteig zu bewandern. Überhaupt wird auch auf der weiteren Strecke markierungsbetreffend einiges unternommen – oft sehen Bäume fast wie Litfasssäulen aus, so vollgepflastert sind sie mit kleinen Schildchen.

Ok, nun also „steil“ aufwärts. Irgendwie hatte ich wunder was erwartet, aber es ging einfach nur zügig den Buckel hoch ;-)

Vorbei lief ich an drei mönchig verhüllten Rosenstöcken (oder waren das Auswirkungen einer hier kräftig gefeierten Fasnacht? :bg:), dann durch ein Neubaugebiet, und endlich kündigte sich der autofreie Teil der Etappe an: E1-Markierung auf Wegbarriere :D

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_02.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96654&title=e1-rlp03-herdorflippe-02&cat=500)
Schwoofende Mönche im Vorgarten, und Platz für einen E1-Aufkleber ist überall ;-)

Am Josefshäuschen, einer schmucken, kleinen Kapelle am Waldrand, komplettiert mit Aussichts-Bank und Papierkorb, prangte dann auch ein stolzes Informationsschild zum E1 (Grövelsjön (Schweden) – Castellucio (Mittelitalien), fast 5.000 km). Wenige Spaziergänger mit Hund waren unterwegs, der Himmel war grau verhangen und ein bisschen tröpfelte es – es sah aber nicht aus, als würde sich die vorhergesagte Regenwahrscheinlichkeit von 10–30% bewahrheiten. Wegbetreffend ging es tendenziell aufwärts, mal mehr und mal weniger, und das sollte sich die ganze Etappe nicht wesentlich ändern.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_03.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96655&title=e1-rlp03-herdorflippe-03&cat=500)

In grüneren Jahreszeiten sieht es hier bestimmt abwechslungsreich aus, für den Winterwanderer lassen sich die Farben nur erahnen: Ginster, Blaubeerbüsche, Farne und Erika, dazu natürlich auch jetzt dunkelgrüne Nadelbäume, dazwischen erstaunlich viel luftige anmutende Wald-Abschnitte durch Eichen, Buchen, Birken und Lärchen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_04.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96643&title=e1-rlp03-herdorflippe-04&cat=500)

Blick auf den Hügel gegenüber; links neben dem Kirchturm kann man (nun, wo man’s weiß ;-)) das riesige Missionskreuz erahnen, an dem ich bei der letzten Etappe vorbei kam

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_05.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96644&title=e1-rlp03-herdorflippe-05&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_06.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96645&title=e1-rlp03-herdorflippe-06&cat=500)

Der (vorwiegend) Forstwirtschafts-Weg durchquert zahlreiche Naturschutzgebiete, und immer wieder kann man auf Tafeln nachlesen, was hier Seltenes kraucht, fleucht und sprießt.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_07.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96646&title=e1-rlp03-herdorflippe-07&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_08.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96647&title=e1-rlp03-herdorflippe-08&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_09.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96648&title=e1-rlp03-herdorflippe-09&cat=500)
Trompetenflechte

Gut 200 HM später (und nach der Raststätte Hirtenwiese sowie einem Parkplatz) streift der Weg dann das eher kleine Gasthaus am Hohenseelbachskopf. Ich wunderte mich über das Übernachtungsmöglichkeit-Zeichen auf meiner Karte, aber die verstreuten kleinen Häuschen drumherum entpuppten sich bei nachträglicher Recherche tatsächlich als Ferienhütten :D Derzeit war jedoch eher wenig los hier oben, ein paar wenige Mountainbiker kurvten in der Nähe vorbei – der Wanderweg nutzt zum Glück andere Pfade.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96649&title=e1-rlp03-herdorflippe-10&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_11.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96650&title=e1-rlp03-herdorflippe-11&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96651&title=e1-rlp03-herdorflippe-12&cat=500)

Huflattich – meistens die erste blühende Frühlingspflanze!

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_15.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96634&title=e1-rlp03-herdorflippe-15&cat=500)

Weiterhin vorwiegend bergaufwärts geht es später durch das Naturschutzgebiet Atzelgrund.

Neben den Wegen ist es überwiegend sumpfig, und es gibt dort wohl auch zahlreiche Quellen. Wieder keiner unterwegs außer ein paar Mountainbikern, und in der Ferne waren Motorsägen zu hören. Seit dem Hohenseelbachkopf ist das E1-Zeichen inzwischen übrigens (zusätzlich) neu markiert: gemalt, sonnengelbes „E1“ auf königsblauem Grund. Richtig gut erkennbar! :cool:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_13.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96652&title=e1-rlp03-herdorflippe-13&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_16.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96635&title=e1-rlp03-herdorflippe-16&cat=500)
Märchenhaftes Wintergrün

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_17.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96636&title=e1-rlp03-herdorflippe-17&cat=500)
Quelle „Lennemannsbörnchen“ mit Sitzgelegenheit

Weitere 100 HM weiter traf ich – es dämmert langsam – auf das Naturdenkmal „Trödelsteine“, einer Basalt-Gesteinsgruppe.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_18.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96637&title=e1-rlp03-herdorflippe-18&cat=500)

Kurze Zeit später steht eine Schutzhütte an der Wegkreuzung. Es gibt 3 recht breite Bänke darin, aber der Wind pfeift durch die Lattenverkleidung. Dennoch ist sie liebevoll beschildert, und auch hier wird der E1 lobend erwähnt, wobei man erfahren kann, dass die Gesamtstrecke von Flensburg nach Genua 2.381 km beträgt. Eigentlich könnte ich mal zusammenrechnen, wieviel davon ich inzwischen gelaufen bin :cool:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_19.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96638&title=e1-rlp03-herdorflippe-19&cat=500)

Etwas später lichtet sich der Wald und gibt wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung frei

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_20.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96639&title=e1-rlp03-herdorflippe-20&cat=500)

Kurz vor Lippe werden weitläufige Wiesen auf sanft geschwungenen Wegen durchquert, überall plätscherte und tröpfelte es, und kleine Motorflugzeuge kündeten vom nahegelegenen Flugplatz, aber störten nicht weiter.

Schön ist es hier und im Frühling steht hier bestimmt alles voller Löwenzähne :D

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96639&title=e1-rlp03-herdorflippe-20&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_22.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96641&title=e1-rlp03-herdorflippe-22&cat=500)

Später erfuhr ich durch eine Infotafel den Namen dieses Naturschutzgebiets: Es heißt „Mückenwies“ – ups :o Irgendwie war ich dann doch froh, es in einer (noch) mückenfreien Jahreszeit durchquert zu haben ;-)

Im kleinen Örtchen Lippe endete dann diese wirklich schöne und abwechslungsreiche Etappe.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_HerdorfLippe_23.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=96642&title=e1-rlp03-herdorflippe-23&cat=500)
Mücke – äh, *Lippe“ natürlich ;-)

--

PS: Diesmal hatte ich mehrere tracks gefunden: von OSM, von LONVIA und von outdooractive (ein Teil der dort downloadbaren Gesamtstrecke). Die ersten beiden waren identisch, der letztere hatte ein paar mehr Schleifen eingebaut. Nun war ich natürlich neugierig, welcher davon den Markierungen vor Ort entsprach. Ergebnis: Der track von outdooractive mag nett sein, entspricht aber nicht dem vor Ort markierten Weg.

lina
10.03.2014, 14:46
RP, Etappe 3b: Lippe – Stein-Neukirch
Anreise: Busverbindung von Burbach (am Wochenende spärlich)
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 16 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1


Das Folgende beschreibt einen Landschafts-Abstand, der in einem bekannten Berechnungsprogramm für Weglängen mit ca. 5,2 km/8 Minuten (per Auto) oder, wahlweise, 5,1 km/1 Stunde 7 Minuten (zu Fuß), angegeben ist. Es geht aber auch anders, nämlich über den E1 – dieser macht hier einen (etwas längeren ...) Umweg :bg:


So startete ich also eines unschlagbar sonnigen, samstäglichen Frühnachmittags in der Gemarkung Lippe, Gemeinde Burbach, am Rande des Naturschutzgebietes „Haßeln“. Nach Bezwingen bzw. Linksliegenlassens des „schönsten Kreisels Deutschlands“ (blau-sonnenblumengelb gestreift), unter Missachtung der möglichen sofortigen Behebung eventuell vorgekommener Vergesslichkeiten in einem Outdoorspezialistenartikel-Verkaufshaus (blau-orange, mit Wolf im Logo, ungestreift, und nein, das nicht, eins der anderen – aber wäre eh schon zu spät gewesen, ab 14:00 Uhr ist dort samstags Schluss ;-)) und Passierens der Randbereiche eines kleinen, bunten Industriegebiets folgte dann endlich wieder Wald. Uff. Folgen Sie dem blauen Schild (linkes Bild, dem Aufkleber mit den güldenen Sternchenkreis …)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_01.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97595&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-01&cat=500)
Da geht’s lang. Alles mit motorisierten Rädern verboten, sehr gut! :D

Links und rechts sumpfte es, und tröpfelte. Summte natürlich auch. Und piepste und flatterte und pfiff. Und fast hätte man meinen können, man sei in Dänemark, oben links. Nur weniger Wind und keine Meeresbrise.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_02.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97596&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-02&cat=500)

An der folgenden, sehr geräumigen Schutz-, Grill- und Loipenhütte, erbaut 1985 von der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, fragte ich mich angesichts der klamottenvonsichwerfenden Ausflügler, wie die Benenner hier auf „Loipenhütte“ kamen, aber laut Hörensagen sollte es hier winters normalerweise richtig viel Schnee geben – wovon auch die noch mit Kabelbindern montierten Schneestangen an den Straßenrändern zeugten.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_03.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97597&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-03&cat=500)
Tor zum Wald

Die Belebung des Ortes wurde hier offensichtlich nun auch durch die Maulwürfe übernommen: Selten sah ich solch riesige Erdaufwerfungen – vielleicht wohnen hier entweder sehr große oder sehr trainierte Exemplare? ;-)

Schön war es hier :D

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_04.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97598&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-04&cat=500)

Der Weg geht idyllisch weiter, der nächste kleine Ort heißt Liebenscheid. Vereinzelte Radler waren unterwegs, aber mehr Betrieb war in Gärten und Garagen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_05.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97599&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-05&cat=500)
… und auf den Wäscheleinen trocknete der Trikot-Nachschub

Nach einem kurzen Stück Straße sowie Wirtschaftsweg trifft der E1-Wanderer dann auf den Rothaarsteig. Kein Hin- und Zuweg, sondern wirklich der echte Rothaarsteig. Die beiden Wege teilen sich hier hin und wieder Wegstrecken, wobei der Rothaarsteig die Strecke schleifenreduzierter angeht. Da ich streckenmäßig an diesem Tag aber eh nicht geschwindigkeitsoptimiert war, war mir diese Wegschnörkelei ganz recht ;-)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_06.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97585&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-06&cat=500)
Zweckdienlich genutzte Schildbefestigung und neu: Der Missionsweg Nord-Nassau

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/MaerzsonntagaufdemE1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97569&title=e1-rheinlandpfalz&cat=500)
… bluesky, bluesky ...

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_07.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97586&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-07&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_08.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97587&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-08&cat=500)

Ich durchquerte Weißenberg, wo am Abzweig zum nächsten Hügel eine ca. 350jährige Esche beeindruckender Größe (24 m Kronendurchmesser sowie ein Stamm-Umfang von 5,30 m) steht (wer weiß, wie lange das E1-Schildchen dort schon hängt?)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_09.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97588&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-09&cat=500)

und wanderte hügelaufwärts. Auf halber Höhe hätte man rechts abbiegen können (und damit abkürzen), aber oben stehen die sog. „Ketzersteine“, also dann doch weiter …

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97589&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-10&cat=500)

Ich lernte, dass die „Ketzersteine“ eine „Basaltblockgruppe“ aus der Tertiärzeit ist, und den Hoch- und Oberwesterwald generell eine ungefähr 50 Quadratkilometer großen Basaltlava-Decke belegt. Hätte man einen Kompass dabei, erzählte der Text auf dem Info-Schild, dann könne man beobachten, dass dessen Nadel hier hin und her schwanke. Der hier besondere Wortzusammenhang von „Ketzer“ und „Katze“ war mir bisher ebenfalls unbekannt, er verweist wohl auf vorchristliche Zeiten, in denen diese Basaltansammlung eine Art Schleuse in eine andere Welt markierte. Die Geschichte des Ortes ist sowieso geheimnisvoll (http://www.swr.de/landesschau-rp/hierzuland/weissenberg/-/id=100766/did=5137654/nid=100766/1j04jjc/index.html) (Göga, bitte übernehmen ;-)) In jedem Fall aber hat man von hier einen sehr schönen Blick auf die Umgegend – und eine (offensichtlich gut besuchte) Schutzhütte gibt es auch.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_11.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97590&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-11&cat=500)

Vor dem nächsten Wäldchen geht es, fast hätte ich es übersehen, wieder hügelabwärts ..

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97591&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-12&cat=500)

.. um das Wäldchen herum und hinein in das nächste Waldstück. Die drei Reiter auf völlig verschlammten Pferden, die mir begegneten, kündeten von der kommenden Wegbeschaffenheit: Ziemlich matschig, wenn auch sehr hübsch, geht es im nächsten Wäldchen wieder bergaufwärts.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_13.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97593&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-13&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_14.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97594&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-14&cat=500)
Ausblicke

In einer Kurve kam mir ein Hund entgegen, sah mich, blickte fragend hinter sich und wartete dann auf Frauchen. Ich war beeindruckt und erfuhr, dass Hunde das erlernen können, bei Sichtung unbekannter Leute erst einmal zurück zu kommen. So lässt es sich doch entspannt wandern (und es gefiel offensichtlich auch dem sehr freundlichen Hund, hier entlang zu laufen).

Neue Ausblicke ergaben sich, sobald sich der Wald wieder lichtete: Es war einfach wunderschön hier!

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_15.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97575&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-15&cat=500)

Erneut wurde der Weg schlammiger, aber das machte nichts, die Sonne strahlte. Zahlreiche Schmetterlinge waren zu sehen, und später geht es durch ein Waldstück, wo die Bäume gleichzeitig mit Moosen und Flechten bedeckt sind – ein bislang seltener Anblick. Den Zeichen nach befand ich mich noch immer auf dem Rothaarsteig (und ab hier geht selbiger in die Gegenrichtung weiter).

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_16.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97576&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-16&cat=500)

Der E1 macht nun eine erneute kleine Schleife, auf der Westerwaldloipe, in Richtung Fuchskaute. Nicht ganz bis dahin, er biegt vorher ab. Warum eigentlich? Unergründlich. Wie auch immer, der Abzweig ist nicht unhübsch und „erklimmt“ en passant einen weiteren Hügel.

Der Rückweg führt an einem Wildgehege mit zahlreichen zahmen Rehen darin vorbei. Ein paar Meter weiter stand eine verwitterte, aber schmucke Bank mit Armlehnen(!) und einem schönen Ausblick in die Gegend, und ich beschloss, hier eine kleine Pause einzulegen und das Rucksack-Packmaß durch Reduktion der mitgebrachten Vorräte zu verringern ...

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_18.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97578&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-18&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_19.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97579&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-19&cat=500)

Langsam wurde es dunkler, aber ich hatte noch ein Stückchen Weg vor mir. Das ging zunächst durch eine Plantage zahlreicher „Original Westerwälder Weihnachtsbäume“, von manchen war leider nur noch ein Stückche Stengel übrig. Und hätte ich mal gewusst, dass ich noch den gegenüberliegenden Hügel mit dem hoch aufragenden Gerüst inkl. Skihang passieren würde (gemeint ist im Bild der etwas dunklere Krümel rechts neben der Sonne) ...? Naja, vielleicht besser nicht? :bg:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_20.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97580&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-20&cat=500)

In Bretthausen zeigte die Ortstafel etwas mehr als einen Kilometer bis Stein-Neukirch, wo ich noch hin wollte, es gibt dort außerdem eine Hinweistafel mit einer Landkarte. Der E1 bleibt jedenfalls auch hier seinem Etappenmotto treu: Es geht nicht direkt, sondern außen’rum. Also abbiegen und auf Feldwegen weiter.

Die nächste, bequem aussehende Aussichtsbank blieb ungenutzt; ein Bauer fuhr, mit Nadelbaumschnitt auf dem Anhänger, von dem er alle paar Meter etwas verlor, wahrscheinlich die nächste mögliche Abkürzung. Egal …

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97581&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-21&cat=500)

Der Aufstieg zum Gerüst entpuppte sich als Parallelweg zu einer Skilift-Anlage. Mit Skiern wäre das Erklettern hier immerhin wesentlich mühevoller als zu Fuß.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_22.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97582&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-22&cat=500)

Oben waren Ski- und Schutzhütten natürlich längst geschlossen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_23.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97583&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-23&cat=500)

Der E1 nimmt nun einen anderen Verlauf als in meinem Track verzeichnet, ist aber ausreichend beschildert. So kam ich schließlich oberhalb von Stein-Neukirch heraus, anstatt, wie gedacht, in Salzburg.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP03_Lippe_SteinNeukirch_24.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97584&title=e1-rlp03-lippe-steinneukirch-24&cat=500)

Dort sollte es dann am folgenden Tag weitergehen.

lina
10.03.2014, 16:36
RP, Etappe 4: Stein-Neukirch – Bad Marienberg
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 12 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

Nachts soll es 5 Minusgrade gegeben haben, wie ich später erfuhr, ich hatte nur reichlich Kondens am Innenzelt bemerkt, da kein Lüftchen wehte. Der nächste Morgen begann aber besonders aromareich durch Kaffeekoch-Experimente: Aeropress trifft Outdoor-Geraffel trifft Arbeitsabläufe vor der ersten Tasse Kaffee. Kurzer Testbericht folgt hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/30024-Kaffee-filtern?p=1278353&viewfull=1#post1278353) (Kleine Zusammenfassung: Trotz dass diese Methode Vorteile hat (Stichwort "Umkippsicherheit"), denke ich, ich filtere nächstes Mal lieber wieder ... :bg: :ignore:)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_01.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97618&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-01&cat=500)
Wie kam eigentlich dieses Blatt auf den Kaffeesatz??

Etwas später dann der neue Anblick des Endpunkts des Tages vorher – in Richtung „Salzburger Kopf“

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_02.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97619&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-02&cat=500)
Bergkuppe der zahlreichen Bremsspuren

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_03.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97620&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-03&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_04.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97621&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-04&cat=500)

Ab hier soll man bei geeignetem Ausblicks-Wetter auch den Großen Feldberg sehen können.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_05.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97622&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-05&cat=500)
Ausblick vom „Galgenberg“

Über die folgende Wiese nun also den Hügel wieder runter, eine Allee entlang. Im Straßengraben wächst Aaronstab. Dies ist eine laut Literatur beliebte Verwechselpflanze mit dem, genauer betrachtet, jedoch anders aussehenden Bärlauch: Aaronstab hat herzförmige Blätter, verzweigte Blattadern und eingedrehtes Herauswachsen des Blattwerks aus der Mitte, Bärlauch hat dies alles nicht, aber die jungen Blättchen könne mal wohl leicht verwechseln.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Aaronstab.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97628&title=aaronstab&cat=500)

Die Schwinggeräusche der Windräder begleiten den Wanderer, und es summten die Reifen der Radler, die auf der Straße bergab fahren durften (bergauf (iwp, das wär’ was für Dich ;-)) sieht die Strecke sehr langgezogen und beeindruckend aus, dennoch waren einige Radler bergauf unterwegs)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_06.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97623&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-06&cat=500)

Am Wasserreservoir biegt der Weg ab und verläuft, zur Zeit je nach Lichtverhältnissen kaum erkennbar, über eine ausgedehnte Wiese

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_07.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97624&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-07&cat=500)

Hof im Westerwald wird durchquert, es herrschte sonntägliche Ruhe. Einzig der ansässige Dönerladen hatte geöffnet, einige Spaziergänger waren unterwegs. Schmetterlinge überall, dieser hier wollte auch zu gerne nach draußen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_08.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97625&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-08&cat=500)

Das anschließende Weg-Stückchen an der Bundesstraße entlang ist etwas nervig, da trotz Wochenende viel befahren, aber zum Glück kurz: Bald darf man wieder in den Wald einbiegen

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_09.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97626&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-09&cat=500)

Der Weg ist bedeckt von zahlreichen größeren Steinen, die man durch das darauf liegende Laub nicht sieht, und ich war wirklich froh um meine Wanderstiefel mit der robusten Sohle

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97627&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-10&cat=500)
(Hier namenlose) Basaltansammlung

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97609&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-12&cat=500)
Noch nie vorher gesehene Feder-Sorte, muss ein etwas größerer Piepmatz gewesen sein :o

Der Weg durchquert den Ort Nisterau und biegt dann ins Tal der Schwarzen Nister (Naturschutzgebiet) ein.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_13.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97610&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-13&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_14.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97611&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-14&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_15.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97612&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-15&cat=500)
Bergbaugebiet mit Abbruchkante und Steinmännchenschar am anderen Tal-Ende ("Lagern, Zelten, (Eis-)Klettern verboten" steht auf dem Schild)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_16.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97613&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-16&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_17.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97614&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-17&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_18.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97615&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-18&cat=500)
Unbekannte Wegrand-Flora

Am Schützenhaus vorbei gelangt man dann, entlang der Straße ..

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_19.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97616&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-19&cat=500)
Auch ein Ski-Ort, wie man noch sehen kann ...

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97629&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-21&cat=500)
... und eine Stätte, die bestens versorgt ist mit outdoorgerecht umbauten Kaugummi-Automaten (dies ist nicht der einzige, wenn auch ein besonders gelungener :bg:)

.. in den älteren Teil von Bad Marienberg, einem Ort, das seinen Namen von der am Kirchberg liegenden Marienquelle hat, und vor einiger Zeit als Kneipp-Kurort bekannt war. Zur Quelle geht es nochmals gut bergauf und ein Stück an der Schwarzen Nister entlang zurück (St. Mergenberg – wie der Ort der Quelle heißt – ist, laut Schild, auch ein Wallfahrtsort, der Glück und Gesundheit verheißen soll für alle Pilger, die hier her kommen "mit kranken und wunden Herzen". Zum Glück steht hier nicht, dass man dafür aus dieser inzwischen "Kein Trinkwasser"-Quelle auch trinken soll ;-)). Nach Umrundung der Kirche erreicht man den baulich neueren Teil des Kurorts.

Weiter oben am kleinen Industriegebiet führt der Weg wieder ins nächste Wäldchen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP04_StNeukirch_BadMberg_20.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=97617&title=e1-rlp04-stneukirch-badmberg-20&cat=500)

Da ein größerer Ort immer ein gut erreichbarer Ausgangspunkt für eine Folge-Etappe ist, beschloss ich, mein Wander-Wochenende hier zu beschließen.

Werner Hohn
10.03.2014, 19:14
Da macht jemand Strecke. Wo ist das Foto mit den Eisengusskreuzen und der Stein-Neukirchener Kirche?
:mail:

lina
10.03.2014, 19:51
Oh, hmm, ... ich war nicht drin. Am einen Tag war’s schon zu dunkel und am anderen war ich spät dran. Aber jetzt wo ich’s weiß .... :bg:

Werner Hohn
10.03.2014, 20:15
Na ja, der E1 berührt den Ort ja nicht - leider muss man sagen. Wenn nicht zufällig deine Etappe dort geendet hätte, wäre es mir nicht aufgefallen. Stein-Neukirch ist alles andere als eine Schönheit, aber die alte Kirche unter den alten Bäumen hat schon was.

lina
16.03.2014, 22:31
RP, Etappe 5: Bad Marienberg – Dreifelder Weiher
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 19 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

Das Bad Marienberger Industriegebiet erstreckt sich nicht ganz bis zur Hügelspitze – es folgt noch Wald und ein Pfad entlang eines Wiesenrands

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_01.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98215&title=e1-rlp05-01&cat=500)
oben

Vorbei an einem Aussichtspunkt mit geretteten Restbeständen früher hier weiträumiger wachsenden Wacholderbüschen zweigt der Weg in Richtung des großen Wolfssteins ab.

Langsam verklangen die Geräusche der weiter unten im Wald stattfindenden Forstarbeiten, die Sonne blinzelte durch die Bäume und ein paar Spaziergänger sowie eine Kindergruppe waren unterwegs. Nicht nur wurden hier Info-Tafeln zum E1 immer mal wieder aufgestellt, auch sonst erfährt man einiges zur Gegend, die man gerade durchwandert. Hin und wieder finden sich Geräte, die aussehen wie Übrigbleibsel der in den 70er(?) Jahren aktuellen „Trimm-Dich-Pfade“ – man kann hier also einiges zu seiner körperlichen Ertüchtigung unternehmen als einfach nur laufen ;-)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_02.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98221&title=e1-rlp05-02&cat=500)

Auch der große Wolfsstein ist, wie ich erfahre, eine Anhäufung von größeren Basaltlavabrocken aus der Tertiärzeit. Es gibt dazu natürlich eine Sage, mit dem Teufel als Hauptdarsteller, noch einen Kleinen Wolfsstein in der Nähe sowie eine urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1048.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_03.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98222&title=e1-rlp05-03&cat=500)

Weiter geht es durch lichte Wälder, nun bergabwärts und vorbei unter anderem an einer kleinen Schutzhütte (Höhrhahn-Hütte, mit einer schmalen, verschiebbaren Bank im Inneren sowie Holzboden) an einer T-Wegkreuzung mit einer hübschen Aussicht auf eine Wiese.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_04.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98224&title=e1-rlp05-05-jpg&cat=500)

Nach etwas weiterem Abzweigen hat man wieder mehr Fernsicht

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_06.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98226&title=e1-rlp-05&cat=500)

Ein Hand-in-Hand joggendes Pärchen kam mir entgegen. Ich staunte, da das ja gar nicht so einfach zu bewerkstelligen ist – vor allem in einem Tempo, bei dem selbst deren schwarzweiß gefleckter Cockerspaniel Mühe hatte, mitzuhalten ;-)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_061.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98227&title=e1-rlp05-06&cat=500)
Suchbild mit Hund

Der E1 ist nach wie vor gelb auf blau markiert, trotzdem blieben Fragen offen …

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_07.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98228&title=e1-rlp-05&cat=500)

Obwohl das Thermometer mittlerweilen fast 20 Plusgrade anzeigte, blühte noch nicht wirklich viel in der Gegend. Lange kam ich ebenfalls nicht auf den Namen der gelben Blüten, über den auch Chouchen neulich rätselte, aber dann doch: Scharbockskraut …

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_08.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98229&title=e1-rlp05&cat=500)

dafür kenne ich den Namen der kleinen weißen Blümchen nicht, den paarweise angeordneten Blütenblättern nach müsste es eine Art Miere sein.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_09.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98230&title=e1-rlp05&cat=500)
... Vorbereitung der Übernahme ... :grins:

Durch Wohngebiet, ein Stückchen Straße aufwärts, dann Felder- und Wiesenwege. Die Sonne brannte jetzt wirklich.

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Die Schutzhütte unten am Rand der nächsten, recht stark befahrenen Straße gehörte zu einer Alkohol-Brennerei. Wanderer waren per Schild herzlich eingeladen, wahrscheinlich aber eher für dort stattfindende Festivitäten ;-) Zum Glück nur ein kurzes Stück führt der E1 am schmalen Straßenrand entlang (die Autos sind hier ziemlich schnell unterwegs), dann geht’s nochmal den Hügel runter bis ins Tal. Vor der Bahn-Unterführung standen die Weiden voller Gelbsterne. Dann, zur Abwechslung: Einmal die Nister furten bitte :D

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_11.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98232&title=e1-rlp05&cat=500)

Man kann aber auch das Flüsschen, ein paar Meter weiter, trockenen Fußes per kleiner Fußgänger-Brücke überqueren ;-)

Natürlich muss man jetzt, an Hirtscheids nächstem Hügel, wieder sämtliche Höhenmeter nach oben. Für die nächste Zeit hätte ich gerne die HighHeels der wunderschönen Frau ausgeliehen, die dort eben in ihr Auto stieg, denn bergauf haben solche Schuhe echte Vorteile zu bieten – bergab wird’s dann komplizierter ... :bg:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98233&title=e1-rlp05&cat=500)

Das nächste "Bergdorf" heißt passenderweise Alpenrode, und erneut geht es weiter aufwärts

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_13.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98234&title=e1-rlp05&cat=500)
Altes und neues Wegzeichen in Alpenrode

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_14.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98235&title=e1-rlp05&cat=500)

bis zum Aussichtspunkt auf dem Gräbersberg – die Höhenmeter vom Hügel gegenüber waren wieder erreicht :cool:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_15.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98236&title=e1-rlp05&cat=500)

Die dortige Gaststätte „Alpenroder Hütte“ war geöffnet und auch recht gut besucht, was bestimmt auch daran lag, dass man dort mit dem Auto hin gelangen kann. Per Radl waren ebenfalls einige Leute unterwegs. Schon unterhalb des letzten Wegstücks waren mir für die Umgegend eigentlich zu viele Fahrzeuge aufgefallen – die Auflösung des Rätsels stand auf einem Hinweisschild: Restaurant am Straßenende.

Ok, nun also wieder bergrunter, bald auf der Alten Poststraße, einer versuchten, aber nicht geglückten Neu-Leitung der vorhandenen Wegführung über Hachenburg durch den Grafen von Sayn-Hachenburg.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_16.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98239&title=e1-rlp05&cat=500)

Hin und wieder gab es Seiten-Ausblicke auf Abzweige des (relativ neuen) Westerwald-Steigs (eine 2008 „eröffnete“ Verbindung von Rothaar- und Rheinsteig), der wirklich oft auffallend hübsche Pfade nutzt:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_17.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98242&title=e1-rlp05&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_17_02.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98244&title=e1-rlp05&cat=500)

So langsam ging inzwischen die Sonne unter, und ich hatte durchaus noch ein Stückchen Strecke vor mir.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_18.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98243&title=e1-rlp05&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_19.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98245&title=e1-rlp05&cat=500)

Steinebach an der Wied eigentlich schon vor Augen macht der Weg dann einen – im track nicht verzeichneten – Schlenker nach rechts, wo es dann auch an einer Schutzhütte vorbei geht

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_20.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98246&title=e1-rlp05&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP05_21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98247&title=e1-rlp05&cat=500)

zugegebenerweise mäandert der Weg dann aber, wieder nach links, sehr hübsch am Waldrand entlang.

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Das Örtchen Langenbaum wird durchquert

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und einen Hügel (oben gibt es eine Art Grill-/Spielplatz mit Hütte) weiter sieht man dann schon den Dreifelder Weiher mit einem der sich wenige Meter entfernt vom E1 befindenden Campingplätzen :wohoo:

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Fein: Zelt-Aufbau! :cool:

In der Nacht hörte man noch lange Rehe in der Ferne bellen, um einiges lauter jedoch war das beständige „Hupen“ der Wasservögel. Alles in allem jedoch eine sehr angenehme Geräuschkulisse.

lina
17.03.2014, 08:49
RP, Etappe 6: Dreifelder Weiher – Selters
Reisezeit: Anfang März
Streckenlänge: ca. 17 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1

Die Nacht war vergleichsweise kalt, Rauhreif glitzerte auf Zelt und Wiese, und da es ziemlich windstill war, bildete sich natürlich jede Menge Kondens am Innenzelt. Zum Morgenkaffee gab es dann aber jede Menge Sonne, inkl. Nebelschwaden über dem Wasser, und der Tag versprach, erneut ziemlich warm zu werden

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Zurück auf dem E1 geht es jetzt am Dreifelder Weiher entlang, durch ein Naturschutzgebiet mit zahlreichen umgestürzten Bäumen und hübschen See-Ausblicken. Ich hatte wo gelesen, dass hier im Herbst das gesamte Wasser abgelassen würde, irgendwie kann man sich das gar nicht vorstellen ...

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und weiter durch Wiesen auf das Örtchen Dreifelden zu

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Wirklich jeder freistehende Baum wird zwecks Beschilderung eingesetzt ;-)

Ein Info-Schild verriet, dass der kleine Steinhaufen in die Mitte des Weihers einmal eine hier auf einem Steinpodest erbaute Fachwerk-Burg (Burg Rohrburg) war, die aber aufgegeben wurde.

Hier entlang (und durch die Westerwälder Seenplatte) führt nicht nur der Westerwaldsteig (oben), sondern auch der Wiedweg – wobei ich die Beschilderung, wenn die Zeichen nicht gemeinsam auftreten, etwas unglücklich finde, da sich die Zeichen zu sehr ähneln

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Das Licht im folgenden Wäldchen war sehr schön, und die Bäume darin riesig

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und nach Querung einer Straße führt der Weg über einen direkt an einer der Hauptverbindungsstraßen der Gegend liegenden, großen Grill- und Spielplatz, der bei passendem Wetter überwältigend gut besucht sein soll. Schützende Hütten gibt es dort natürlich auch.

Zum Glück kann man bald wieder (nach links) in Richtung Wald abbiegen. Es ist immer wieder erstaunlich, nach wie kurzer Strecke die Autogeräusche weniger werden.

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Zur Markierung finden man inzwischen wieder ausschließlich das bekannte weiße Kreuz auf schwarzem Grund.

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Besonders hübsch (und vor allem wahrscheinlich mit Blättern an den Bäumen) ist das Wegstückchen zwischen zwei Seen hindurch, wonach es dann am Rande des kleineren Sees weitergeht

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So ganz klar ist die Bedeutung dieses Schilds nicht, aber möglicherweise heißt es, dass er den Umweg um den Freilinger Campingplatz (der, trotz zahlreicher Autos dort, ziemlich verlassen aussieht – das mag im Sommer anders sein, hier ist auch ein Freibad, also ggf.: /insert Freibadgeräusche here/) nicht machen muss ;-)

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Rückenflieger?

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Kurz über die Straße, durch einen Minigolfplatz mit etwas unklarer Beschilderung, dann darf man wieder ins Grüne

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und es wird landschaftlich richtig hübsch. Vermutet, nicht wirklich erwartet, aber dann tatsächlich: An dem einsamen Baumstumpf mitten auf der Wiese (ungefähr in der Bildmitte) hängen Wanderweg-Hinweisschildchen

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Kurz kreuzt man Zürbach

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und geht’s wieder ab in den Wald

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Das Hinweisschild für Radler, das ein paar Meter weiter vor einer kommenden Gefällestrecke warnt, benennt eigentlich nicht das eigentliche Problem. Als gefährlich empfand ich eher den Wegbelag: Auf so einer unerwartet tiefen Schicht sehr kleinbröseligen Schotters ist Bremsen eigentlich nicht mehr drin.

Nach einer Kurve geht der Weg parallel zum Saynbach weiter.

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Die alten Wegzeichen sind richtig super: Noch nie war bisher bei so einer Wegmarkierung unklar, welcher Abzweig der richtige ist

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Nach langer, langer Zeit steht dann auch mal eine Bank am Wegesrand, die ich für eine ausgiebige Pause nutzte. Leider hatte ich mein Stück Tyvek nicht dabei, sonst hätte ich mich einfach in die nächste Wiese gesetzt (wegen eventueller Zecken, für die das Wetter ideal war, kann man das ja inzwischen leider nicht mehr einfach so wagen, da man, wenn alleine unterwegs, sich nicht anschließend von allen Seiten absuchen kann).

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Nach der Durchquerung von Maxsain folgt noch ein relativ ausgedehntes Waldstück mit hohen Bäumen.

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Der folgende weiche Wald-Trampelpfad war eine richtige Wohltat für die inzwischen doch sehr wirtschaftsweggeplagten Füße.

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Einige Zeit später erreicht man dann Selters, ein Örtchen, das vom E1 eher an den Rändern umgangen wird. In der Nähe des örtlichen Sportgeländes geht es bei der nächsten Etappe weiter. Eigentlich war es aber doch ganz gut, dass ich dann erstmal „Häusergucken“ ging, sonst hätte ich einen der besten Käsekuchen verpasst, die ich je probiert habe. Falls man also den Kalziumspeicher wieder aufüllen mag: Es lohnt ein Umweg zu „Bäcker Karl“ ... ;-)

--

PS: Die bei Krause angegebene Streckenlänge für den Abschnitt Bad Marienberg – Selters (29 km) stimmt hier zum ersten Mal nicht: Der Abschnitt ist 6 km länger.

Daddyoffive
17.03.2014, 09:14
Danke, sehr schöner Reisebericht. Die Strecke um die Fuchskaute bin ich jetzt schon ein paarmal gegangen oder gefahren. Das in dem Wildgatter sind übrigens wohl keine Rehe sondern Damhirsche und Mufflons.

Werner Hohn
17.03.2014, 10:06
... Die alten Wegzeichen sind richtig super: Noch nie war bisher bei so einer Wegmarkierung unklar, welcher Abzweig der richtige ist

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP06_28.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=98304&title=e1-rlp06-28&cat=500)

Tja, aus der Praxis entstanden. Im Westerwald und der Eifel wurden früher - hoffentlich auch weiterhin - alle Haupt- und Fernwanderwege so markiert. Besser geht es fast nicht. Da braucht es keine Vor-Abzweig-Markierung, keine Am-Abzweig-Markierung, keine Nach-Abzweig-Markierung und auch keine teuren Wegweiser, die nach der nächsten Holzabfuhr oder Heuernte im Graben liegen. Leider sind die gemalten Markierungen billig, brauchen also keine Fördertöpfe.

lina
17.03.2014, 11:07
@Daddyoffive: Danke :-) Wieder was gelernt – die Unterteilung der Wild-Sparten war mir bisher nicht so bekannt. Unter den Hirschen war auch ein weißes Exemplar – sehr beeindruckend, vor allem, wenn man die Tiere mal aus der Nähe betrachten kann.

@Werner: Erstaunlicherweise gibt es im Westerwald ziemlich viele Baumstümpfe mit Schildern dran. Manchmal fragte ich mich, ob das vielleicht auch an einzelnen Methoden der Schilderbefestigung liegt.

Enja
17.03.2014, 12:34
Interessant zu lesen. Wir sind gerade auf dem Rothaarsteig unterwegs - in Etappen. Schon spannend, wie anders die Ecke ohne Schnee aussieht.

Daddyoffive
17.03.2014, 12:59
Oh, schön. Ich war zusammen mit einem Freund am dritten Februarwochenende zuletzt auf dem Rothaarsteig (Westerwaldvariante) Da lag nur auf der Fuchskaute Schnee. Viel Spaß Dir!

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/IMG_09892.JPG

Enja
17.03.2014, 15:25
Im Januar sind wir bis Langewiese gelaufen. Von Brilon aus. Da war alles ziemlich verschneit. In den höheren Bereichen sowieso. Jetzt im Februar - bis Heinsberg - war weniger. Dafür war es sehr morastig. Aber jeder Zustand hat irgendwie seinen Reiz. Sobald wir in Dillenburg angekommen sind, schreibe ich einen Bericht.

Wir haben unterwegs E1-Wanderer getroffen. War spannend.

lina
17.03.2014, 18:00
@Enja: Oh, klasse! :D
Ich habe auf dem E1 bisher noch nie andere (aktuelle) E1-Wanderer getroffen, die treffe ich, wenn, immer nur dann, wenn ich woanders unterwegs bin. Freue mich auf Deinen Bericht.

Für Schneewanderungen war diesen Winter leider wenig Gelegenheit. Ich hoffe, dass das in der kommenden kalten Jahreszeit besser wird, weil ich sehr gerne bei Schnee unterwegs bin.

Enja
18.03.2014, 06:26
Die beiden sahen spektakulär aus. Mit weit über ihren Köpfen aufragenden Rucksäcken. Mit allerhand Rollen außen dran. Sie sahen sehr erschöpft aus. Einer wankte bei jedem Schritt. Und an jeder Ecke stützten sie sich schwer auf ihre Rucksäcke. Da dachten wir uns schon, dass sie nicht bloß ein bißchen auf dem Rothaarsteig herumschlappen.

Wir fragten sie, ob sie auf dem Weg nach Santiago seien. :o

So kamen wir ein wenig ins Gespräch. Wir mussten dann aber alle weiter. Im Februar sind die Tage kurz.

lina
01.04.2014, 09:40
RP, Etappe 7: Selters – Montabaur
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: gut 19 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1


Wenn es schon einen hübschen und praktischen Zeltplatz in E1-Nähe gibt, dann muss der auch genutzt werden ;-) Spät im Dunkeln angekommen, stellte ich das Zelt natürlich wieder mal mitten in den morgendlichen Schattenwurf des einzigen Baums auf der Zeltwiese. Kondens war aber diesmal, trotz See-Nähe, nicht zu befürchten, denn schon beim Aufbau war es diesmal dringend erforderlich, sämtliche Einzelteile zu sichern: Schon in dem Moment, als ich den ersten Hering setzen wollte, war das Zelt schon einen Meter weiter weg in Wind-Puste-Richtung gehüpft. Egal, Platz war auf dem Gelände, da Vorsaison, ja noch genug, und die Fläche hier vorwiegend ziemlich eben.

Die Hutze flatterte noch bis zum nächsten Morgen, aber tief vergraben im Schlafsack hatte ich von den zusätzlichen Geräuschen dieser Nacht zum Glück kaum etwas mitbekommen. Wie von der Wettervorhersage versprochen, blitzte, als es wieder heller wurde, die Sonne durch das Zeltgewebe. Und da ich dieses Mal ungewöhnlich lange geschlafen hatte, gab es für mich ausnahmsweise mal Kaffee To-Go aus der dortigen Gaststätte. Weiter ging’s dann nach Selters, zum Anschlusspunkt für die nächste Etappe.


Noch muss man vorbei an der Gründungsstätte des Westerwaldvereins, nämlich der (geschlossenen) Oberwald-Schutzhütte, samt Tafeln mit Grüßen an die Wanderer, dann überquert der Weg per Brücke eine gut befahrene Straße, und man kann aufatmen: Waldwege.

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Viel los hier, wandertechnisch-theoretisch jedenfalls

Auf weiteren Tafeln kann man sich entlang der nächsten hundert Meter über die richtige Technik beim Nordic Walking informieren – nicht gewusst hatte ich bisher, dass man den Stock loslässt, wenn er sich in der Bewegung hinter dem Körper befindet, und ihn später wieder greift. Oder dass die ideale Stock-Einstellungslänge Körpergröße x 0,66 cm beträgt.

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Wald, Wald, viele Märzenveilchen, Buschwindröschen. Bei dem Trafo-Kasten war tatsächlich Abbiegen angesagt, auch wenn es zunächst, durch zahlreiche kreuz und quer liegende Bäume, nicht so ganz klar war, wo der Weg entlang gehen sollte – aber ganz einfach: Immer auf den Hochsitz zu. Hätte ich Kaffee-Utensilien dabei gehabt, hätten sich ein paar abgesägte Baumstümpfe am Waldrand gut für eine kleine zweite Frühstückspause geeignet.

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Nach einem kurzen Stück Straße

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hält der Weg auf Vielbach zu

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und führt, vorbei an einer Anlage mehrerer (geschlossener) Schutzhütten, wieder in den Wald.

Die nächsten paar hundert Meter entwickelten sich zur Geduldsprobe: Möglicherweise lag die Ursache in Forstarbeiten und Holz-Abtransport, vielleicht auch in einer Art Freizeitverhalten: Alle paar Minuten rauschte jedenfalls – vorwiegend viel zu schnell – auf dem schmalen Weg ein Fahrzeug vorbei: Autos, kleine Traktoren, Quads. So gut wie jedes Gefährt wirbelte eine umfangreiche Staubwolke auf. Zwei Reiter auf Kurz- sowie Langbein-PS flüchteten, lautstark schimpfend, auf einen Seitenweg. Sich Wegdrehen half auch nur begrenzt: Die Staubpartikel ließen sich nieder und verbanden sich mit den Resten der Sonnencreme zu Schmirgelpaste :grrr:

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Nach Überqueren der nächsten Straße war der Spuk zum Glück dann vorbei, und ich opferte ein paar Handvoll meines kostbaren Wassers, um wenigstens die Augen wieder freizubekommen. Im lichten Stadtwald wird Siershahn (mit Grill-/Schutzhütte oben auf dem Hügel) am Ortsrand nur gestreift, und wenige Meter entfernt von den Häusern darf der E1-Wanderer auf einem Parallelpfad Dickicht und Wildnis genießen. In den Gärten wurden die Grills angeheizt, Hunde bellten. Immerhin: Ich sichtete das erste (und einzige) Wiesenschaumkraut des Tages.

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Auch sonst sah die Umgebung zunehmend frühlingshafter aus, was wahrscheinlich der südlichen Weglage geschuldet war.

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Kurz vor dem Ort Wirges setzt die Wegführung dann zu einer großen Ortsumrundung an. Zwischen Wald und Wiesen geht es, landschaftlich immer ansprechender, zunächst einmal hügelaufwärts. Groß überragt die örtliche Kirche das Häusermeer, und deren Glockenschlag erzählt dem Wanderer, weithin hörbar, wie spät es inzwischen ist.

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Bevor es, entlang von Obstbäumen, weiterging, boten sich einige Bänke mit Aussicht zur Pause an - was nicht nur von mir gerne genutzt wurde.

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Man streift das Vogelschutzgebiet Steimel, dann leitet der Weg über eine sonnige Freifläche mit Heiligendarstellungen samt Bänken und einer kleinen (geschlossenen) Kapelle, bevor es durch ein Wäldchen wieder abwärts geht.

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Noch immer war Umgebung richtig hübsch und abwechslungsreich

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Streuobstwiesen vor Wirges

und nicht einmal das Stück entlang einer kleinen Straße störte. Dann wieder hügelaufwärts; Bauern durchpflügten mit ihren Traktoren die noch vom Vorjahr abgeernteten Felder, und eine kleine Radelgruppe holperte über den später noch huckeliger werdenden Pfad

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Hochsitz außer Betrieb

Noch ein bisschen Asphaltstrecke, die Wirgeser Straße wird überquert

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dann wird es wieder hübscher. In einem fröhlichen Gespräch mit Anwohnern in Staudt – inkl. Auffüllen meiner Trinkwasservorräte (Danke! :-)) – erfuhr ich, dass es bis Montabauer gerade noch 3 km waren: Nächsten Hügel hoch und dann zügig gen Tal.

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oben

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Hier lärchenbewachsener Wegrand

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... und einmal tief einatmen bitte :cool:

Kurze Zeit später klingelte das Telefon: Werner – wir hatten verabredet, uns irgendwo auf der Strecke zu treffen – fragte an, wo ich stecke – perfekte Planung! :cool:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP07_25.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99566&title=e1-rp07-25&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP07_26.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99567&title=e1-rp07-26&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP07_27.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99568&title=e1-rp07-27&cat=500)
Angler-Smoke on the water

und gleich, ein paar Meter weiter

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP07_28.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99569&title=e1-rp07-28&cat=500)

gab es auf dem Weg dann ein live Mini-ODS-Treffen :D *freu*

Die letzten gut 2 km vergingen wie im Flug, und fast hätte ich vergessen, das Schloss von Montabaur im güldenen Abendlicht zu fotografieren :grins:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP07_29.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99570&title=e1-rp07-29&cat=500)

Nach einem Stück Fußgängerzone

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP07_30.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99571&title=e1-rp07-30&cat=500)

folgte dann ein fröhlicher, entspannter Abend bei Werner und seiner Frau. Herzlichen Dank nochmal! :D

lina
01.04.2014, 11:47
RP, Etappe 8: Montabaur – Welschneudorf
Reisezeit: Ende März
Streckenlänge: ca. 18 km (hier plus 2)
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1


Am nächste Morgen genoss ich den Luxus, nach einem wunderbarem Frühstück inkl. Wegproviant zum Startpunkt der folgende Etappe gebracht zu werden :cool: Auf den Weg aus Montabaur (AKA Humbach oder, ab 1227, Mons Tabor) heraus strahlte die Sonne, und ich bummelte gemütlich am Hang entlang, immer hinter einer vor sich hin trödelnden Gruppe Jugendlicher her, die, wie es sich herausstellte, auf dem Weg zum örtlichen Schwimmbad war.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_01.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99612&title=e1-rp08-01&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_02.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99613&title=e1-rp08-02&cat=500)

Nun: Abzweig ins noch grünere Grün.

Sehr idyllisch verläuft jetzt der E1 immer entlang des Biebrichbachs, dessen Quelle ich später finden sollte. Am Wasserrand sprossen sogar einige Bärlauchpflänzchen – das könnten in den nächsten Tagen noch mehr werden!

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_03.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99614&title=e1-rp08-03&cat=500)
Abbildung nach prominentem ODS-Vorbild? :bg: :p

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_04.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99615&title=e1-rp08-04&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_05.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99616&title=e1-rp08-05&cat=500)

Zahlreiche Jogger genossen ebenfalls den angenehm zu laufenden Waldpfad, auf dem sich später auch eine Kneipp-Wassertret- bzw. Armbade-Anlage inkl. Anleitungstafel befindet (leider außer Betrieb).

Nach Überqueren der Straße führt der Weg unter anderem am Rande eines schmucken Wohngebiets von Horressen vorbei, und ein Grüppchen Radfahrer beschloss: „Ja, man kann da durschfahrn“. Ansonsten war nur Vogelgezwitscher zu hören: Stadtnah, aber dennoch hübsch hier.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_06.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99602&title=e1-rp08-06&cat=500)

Ein großer Waldspielplatz folgte, und breite, geschotterte Wege mit mehr oder weniger Schatten – lange, lange geht es anschließend vorwiegend hügelaufwärts und schnurgerade weiter.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_07.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99603&title=e1-rp08-07&cat=500)

Schon überlegte ich, ob ich vielleicht die nächste Schleife auslassen sollte, aber da es nach den Abzweigen optisch vielfältiger aussah, lief ich dann doch weiter. Und wie oft bieten Umwege dann doch spektakuläre Anblicke – nach einem sonnenbepratzelten Stück bergauf folgte schließlich, nach einer Ansammlung umgestürzter Bäume: Ein Waldstück wie eine Kathedrale. WOW!!

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_08.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99604&title=e1-rp08-08&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_09.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99605&title=e1-rp08-09&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99606&title=e1-rp08-10&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_11.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99607&title=e1-rp08-11&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99608&title=e1-rp08-12&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_13.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99609&title=e1-rp08-13&cat=500)

Die Wegführung lässt den höchsten Punkt, den Köppel, aus – ich schloss mich an ;-) Wenig Lust hatte ich auf eine trubelige Ausflugsgaststätte, zumal dorthin auch Autos unterwegs waren. Ich beschloss, mir das Gebäude bei nächster Gelegenheit mal online anzusehen, und lief erleichtert jetzt wieder hügelabwärts, noch immer durch abwechslungsreichen Mischwald und vorbei an der auffallend grünbegrasten Quelle des Biebrichbachs. Hier waren einige Spaziergänger und Radler unterwegs, aber da das Gelände sehr weitläufig ist, verteilten sich alle ganz angenehm.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_14.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99610&title=e1-rp08-14&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_15.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99592&title=e1-rp08-15&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_16.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99593&title=e1-rp08-16&cat=500)
Frösche in spe

Eine Straße wird überquert, reger Fahrzeug-Betrieb darauf. Laufende Forstarbeiten hatten die Freifläche um den Pfad verbreitert. Schnell nun rüber über eine weitere Straße, dann folgten weitere gut zu laufende Pfade und Wege.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_17.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99594&title=e1-rp08-17&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_18.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99595&title=e1-rp08-18&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_19.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99596&title=e1-rp08-19&cat=500)

Eigentlich hatte ich vorgehabt, nach Oberelbert abzubiegen, da Welschneudorf ab dem Abbiegepunkt ebenso weit war, beschloss ich, doch noch dort hin zu laufen. Nur kurz mal eben den nächsten Hügel hoch

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_20.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99597&title=e1-rp08-20&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99598&title=e1-rp08-21&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_22.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99599&title=e1-rp08-22&cat=500)

... und ich wurde belohnt mit schönen Ausblicken auf Wiesen und in die Ferne. Irgendwo weiter unten verlief die Straße, man hörte sie eigentlich nicht.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_23.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99600&title=e1-rp08-23&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RP08_24.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=99601&title=e1-rp08-24&cat=500)

Am Rande dieser Straße lief ich später die 2 km nach Oberelbert zurück, wo wir am Morgen das Auto platziert hatten – die zwei Extra-Kilometer waren dann auch noch gut machbar. Wieder einmal war es eine Etappe der (durchaus hübschen) Umwege gewesen: Die tatsächliche Entfernung zwischen Start- und Endpunkt beträgt gerade mal 7 km.

Enja
01.04.2014, 14:39
Langsam wird es ernst. Sag bescheid, wenn ich den Kaffee aufsetzen soll.....

Werner Hohn
01.04.2014, 16:43
Verstehe einer die Frauen! Beinahe Mittag: Joa, die 12 Kilometer bis Oberelbert werde ich wohl noch schaffen. Und dann ist es doch ein Ort weiter geworden. Und nun warte ich auf Fotos von der Lahn, speziell von der Heimatburg aller Holländer und vom Kloster Arnstein.

lina
01.04.2014, 17:20
@Enja: Oh, *freu* :D

@Werner: Hmja, das lag daran, dass die Schleifen bis Oberelbert doch 19 km ergaben, und bis Welschneudorf ebenfalls .... und dann noch an meinen „Abendreserven“ – irgendwie habe ich abends immer noch eine Extraportion Energie frei :bg: (in Oberelbert muss ich dann aber derart k.o. ausgesehen haben, dass ich die Erlaubnis bekam, eine Abkürzung durch ein Privatgrundstück zu gehen :ignore:)

Fotos von der Lahn folgen dann bei der nächsten, noch freizuschaufelnden Gelegenheit :cool:

lina
08.04.2014, 22:25
RP, Etappe 9: Welschneudorf – Nassau
Reisezeit: Anfang April
Streckenlänge: ca. 11 km
Karte: Ausdruck von OSM sowie "Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald", Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwaldkreis, vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Topographische Karte 1:50.000, ISBN 3-89637-297-1


So, eine kleine Etappe habe ich noch :cool:

Welschneudorf ist schnell durchquert, bald ist man wieder im Grünen, zwischen Wiesen und Feldern. Da der Frühling dieses Jahr so früh begann, könnte man fast meinen, es wäre schon Mai

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_01.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100242&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-01&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_02.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100243&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-02&cat=500)
... jedem seine Aussicht ;-)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_03.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100244&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-03&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_04.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100232&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-04&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_05.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100233&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-05&cat=500)

Eine Straße wird überquert, auf die eine Waldstrecke folgt, Waldarbeiten waren im vollen Gange

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_06.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100234&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-06&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_07.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100235&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-07&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_08.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100236&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-08&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_09.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100237&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-09&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100238&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-10&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_11.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100239&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-11&cat=500)
Hi :bg:

Das nächste Wegstück muss am Rande einer (allerdings sehr wenig befahrenen) Straße zurückgelegt werden, nach einer Kreuzung und Kurve darf man aber wieder abbiegen

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100240&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-12&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_13.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100241&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-13&cat=500)

Kurze Zeit später ergeben sich wieder mehr Ausblicke

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_14.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100222&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-14&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_15.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100223&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-15&cat=500)

Der Weg führt an einem von der Stadt Nassau in einem Zeitraum von 3 Jahren angelegten Kinder-Wald entlang. Die Idee ist sehr hübsch: Für jedes neu geborene Nassauer Kind wurde ein Baum gepflanzt. Darunter sind sowohl Nadelbäume (Fichte, Douglasie, Lärche) als auch Laubbäume (Eberesche, Ahorn, Eiche, Buche, Linde, Robinie, Pappel, Kastanie) und "Obst"bäume (Vogelkirsche, Elsbeere, Holzapfel und -birne).

Kurze Zeit später: Noch mehr Aussicht

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_17.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100225&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-17&cat=500)

zwischen dem vorderen und den hinteren Hügeln liegt das Lahntal

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_16.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100224&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-16&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_18.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100226&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-18&cat=500)

und schließlich läuft man auf wunderbar weichem Gras

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_19.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100227&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-19&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_20.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100228&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-20&cat=500)

und dann recht steil auf einem schmalen Pfad, und teilweise über größtenteil erfallene Treppenstufen, hügelabwärts (vorbei an einer geräumigen Schutzhütte mit 2 Bänken innen und einer außen sowie jeder Menge Aussicht – alles in sehr hübscher Umgebung)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100229&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-21&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_22.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100230&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-22&cat=500)
Windrichtungs-Anzeiger ;-)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_23.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100231&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-23&cat=500)
An der Schutzhütte mit Aussicht und Bank

Das am Berg gelegene Örtchen Nassau wird durchquert, hier gibt’s zahlreiche interessante Häuser sowie ein Schloss zu sehen, dann geht’s in Richtung Brücke über die Lahn

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_RLP09_Welschneudorf_Nassau_24.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=100245&title=e1-rlp09-welschneudorf-nassau-24&cat=500)

Während der folgenden Kilometer entlang der Lahn dürfte eine Übernachtung inkl. Duschgelegenheit nicht schwierig werden: Nach einiger Strecke ohne solche findet man hier wieder zahlreiche Campingplätze.

Werner Hohn
10.04.2014, 16:59
Ahh, der erste Blick auf das Kloster Arnstein, wenn auch noch aus weiter Ferne. Auf der nächsten Etappe solltest du den bei OSM eingetragenen Aussichtspunkt in der Lahnschleife (http://www.openstreetmap.de/karte.html?zoom=16&lat=50.3097&lon=7.8365&layers=B000TT) nicht links liegen lassen (du kommst von rechts, über den weißen, geteerten Feldweg). Die 20 Meter Umweg lohnen.

Wafer
11.04.2014, 09:38
Hallo Lina.

Nun haben sich unsere Wege (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?54011-DE-Europ%C3%A4ischer-Fernwanderweg-1-Ab-Reutlingen-nach-Norden) also gekreuzt. Schön deine Bilder vom gleichen Weg in einer anderen Perspektive zu sehen. Aber auf der Etappe war ich ja auch nicht immer genau auf dem E1. ;-)
Ich werde deine Touren weiter verfolgen. Viele Spaß noch auf dem Weg!

Gruß Wafer

lina
11.04.2014, 13:05
Hallo Werner: Ok, wird gemacht, grazie mille :cool:
Nur zur Sicherheit: Meinst Du das Sternchen in der Bildmitte links neben dem Campingplatz-Zeichen und unterhalb des B417?

Hallo Wafer: Tatsächlich – hatte ich gar nicht mehr so in Erinnerung, wahrscheinlich auch wegen der teilweise differierenden Ortsnamen. Vielen Dank! :D Ich bin auch sehr gespannt auf Deine Bilder vom Weg „rückwärts“. Für wann planst Du denn die Fortsetzung? Dir ebenfalls viel Spaß auf dem weiteren Weg!

Wafer
11.04.2014, 17:38
Hallo Lina.

Das ist aktuell leider offen. Ich hatte jetzt die dritte Knie-OP und hoffe ab August wieder laufen zu können. Wann das wieder Weitwandertauglich ist werde ich sehen. Ich denke ich werde mit kleineren Touren bei mir in der Gegend wieder anfangen. Aber dass ich auf dem E1 weiter gehe steht außer Frage. Wenn einen mal das Weitwanderfieber gepackt hat und man ein Projekt begonnen hat, dann lässt einen das nicht mehr los!
Dir noch viel Spaß und melde dich mal wenn du in die Gegend kommst. Viele Grüße

Wafer

Werner Hohn
11.04.2014, 18:33
Hallo Werner: Ok, wird gemacht, grazie mille :cool:
Nur zur Sicherheit: Meinst Du das Sternchen in der Bildmitte links neben dem Campingplatz-Zeichen und unterhalb des B417?
Ja, links neben dem Campingplatz, da wo der braune Weg (Feld-/Waldweg) auf den weißen Weg (geteerter Feldweg) trifft. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, ist der Aussichtspunkt nicht ausgeschildert, aber der kurze Trampelpfad dorthin ist nicht zu übersehen.